Bis Wann War Homosexualität In Deutschland Strafbar?

Bis Wann War Homosexualität In Deutschland Strafbar
Chronologischer Überblick [ Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ] –

Datum Ereignis
1532 Constitutio Criminalis Carolina (§ 116; Beginn der zivilen Strafbarkeit)
5. Feb. 1794 Verkündung des Allgemeinen Landrechts für die preußischen Staaten (§§ 1069–1072)
1. Juni 1794 Inkrafttreten des Allgemeines Landrecht für die preußischen Staaten (§§ 1069–1072, subsidiär)
1791, 1810 Homosexualität wird durch den Code Pénal in Frankreich und danach in einigen beeinflussten Gebieten straffrei
1813 Homosexualität wird in Bayern straffrei
14. Apr. 1851 Verkündung des Preußischen Strafgesetzbuchs (PStGB, § 143)
1. Juli 1851 Inkrafttreten des Preußischen Strafgesetzbuchs (PStGB, § 143)
31. Mai 1870 Verkündung des Strafgesetzbuchs für den Norddeutschen Bund (§ 152)
1. Jan. 1871 Inkrafttreten des Strafgesetzbuchs für den Norddeutschen Bund (§ 152)
15. Mai 1871 Verkündung des Reichsstrafgesetzbuchs (RStGB, § 175)
1. Jan. 1872 Inkrafttreten des Reichststrafgesetzbuches (RStGB, § 175) in allen Reichsteilen
28. Juni 1935 Beschluss der Verschärfung des § 175 sowie der neuen § 175a und § 175b durch die Nationalsozialisten
1. Sep. 1935 Inkrafttreten der Verschärfung durch die Nationalsozialisten
DDR
1945 bis 1949 uneinheitliche Entwicklung in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ)
1945 SBZ Thüringen: Abmilderung etwa auf den Entwurf von 1925
1948 SBZ Sachsen-Anhalt: Abmilderung auf die Version der Weimarer Republik
1949 Fassung für die gesamte DDR, § 175 enthält wieder Sodomie, § 175b ist aufgehoben
1950 Kammergericht Berlin für die ganze DDR: Fassung von 1872 ist gültig, aber mit § 175a von 1935
1954 Kammergericht Berlin für die ganze DDR: Für § 175a sind keine beischlafähnlichen Handlungen notwendig
1957 Strafrechtsänderungsgesetz erlaubt Nachsicht, wenn es keine Gefahr für die sozialistische Gesellschaft darstellt
1957 Kammergericht Berlin für die ganze DDR: Bei gewöhnlichem § 175 Einstellung wegen Geringfügigkeit
12. Jan. 1968 Beschluss des Strafgesetzbuchs der DDR (StGB-DDR, § 151): Nur mehr Erwachsene mit Jugendlichen (jetzt bis 18) strafbar, sowohl bei Schwulen und Lesben
1. Juli 1968 Inkrafttreten des Strafgesetzbuchs der DDR (StGB-DDR, § 151)
11. Aug. 1987 Oberstes Gericht der DDR hebt Urteil wegen § 151 auf
1988 Beschluss des Strafrechtsänderungsgesetzes: § 151 wird ersatzlos gestrichen, Einheitliches Schutzalter bei 16 Jahren
1. Juli 1989 Inkrafttreten des Strafrechtsänderungsgesetzes
Bundesrepublik Deutschland bis zur Wiedervereinigung
1949 § 175 und § 175a in der Fassung von 1935 offiziell übernommen
1955 Einreichung einer Verfassungsbeschwerde gegen § 175 und § 175a
10. Mai 1957 Bundesverfassungsgericht weist die Beschwerde zurück, Fassung von 1935 ist kein nationalsozialistisch geprägtes Recht
25. Juni 1969 Verkündung des 1. StrRG: Nur mehr strafbar bei Erwachsenen mit unter 21-Jährigen, Prostitution und verschiedenen Autoritätsverhältnissen
1. Sep. 1969 Inkrafttreten des 1. StrRG
28. Nov. 1973 Inkrafttreten der Reform des Sexualstrafrechts: Unzucht → Sexuelle Handlungen, nur mehr Erwachsene mit Jugendlichen (jetzt bis 18) strafbar
Deutschland seit der Wiedervereinigung 1990
10. März 1994 Verabschiedung des 29. Strafrechtsänderungsgesetzes (29. StrÄndG) im Deutschen Bundestag: Aufhebung des § 175, Rechtsangleich Bundesrepublik/DDR
31. Mai 1994 Ausfertigung des 29. StrÄndG
10. Juni 1994 Verkündung des 29. StrÄndG; Inkrafttreten am folgenden Tag
17. Mai 2002 Verabschiedung des Gesetzes zur Änderung des Gesetzes zur Aufhebung nationalsozialistischer Unrechtsurteile in der Strafrechtspflege (NS-AufhGÄndG) im Deutschen Bundestag: Symbolische Rehabilitierung der Verurteilten zwischen 1935 und 1945
23. Juli 2002 Ausfertigung des NS-AufhGÄndG
26. Juli 2002 Verkündung des NS-AufhGÄndG; Inkrafttreten am folgenden Tag
23. März 2017 Zusicherung der Entschädigung für noch lebende Verurteilte nach § 175 durch Bundeskabinett
23. Juni 2017 Rehabilitierung aller Verurteilten, deren Sexualpartner zum Tatzeitpunkt mindestens 16 Jahre alt waren

.

Wie lange war Homosexualität in der DDR verboten?

Fehlende Öffentlichkeit: Schwul-lesbisches Leben nach dem 17. Juni – In diesem Klima war kein Platz für Schwule und Lesben. Die Agrarwissenschaftlerin und lesbische Aktivistin Ursula Sillge spricht davon, dass es in den 1950er Jahren in Ost-Berlin und Dresden je eine Kneipe für Lesben gegeben habe.

  1. Die traditionelle schwul-lesbische Kneipenszene um die Friedrichstraße in Berlin-Mitte war aufgrund der restriktiven Politik der SED infolge des 17;
  2. Juni 1953 kaum noch vorhanden;
  3. In den 1960er Jahren wandelten sich manche Kneipen im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg und rund um den Alexanderplatz zu inoffiziellen Treffpunkten;

Aber diese Lokale, die nur Eingeweihten bekannt waren, spielten als Treffpunkte zu Beginn der 1960er Jahre eine deutlich geringere Rolle als einschlägige Lokale in der Bundesrepublik. DDR-weit gab es davon außerhalb Ost-Berlins insgesamt eine Handvoll in Leipzig, Dresden, Halle und Cottbus.

  1. Mitte der 1980er Jahre waren in Ost-Berlin drei bis vier Lokale bekannt;
  2. Zum Vergleich: Bereits im Kaiserreich existierten allein in Berlin mehr als 20 solcher Wirtshäuser, über die es seit den 1880er Jahren schon spezielle Reiseführer gab;

Vor dem Ersten Weltkrieg sollen es in Berlin rund 40 gewesen sein. In der Weimarer Republik wird dann von 90 bis 100 berichtet. Für die 1950er Jahre wird allein für Frankfurt am Main von sechs Bars gesprochen. In Hamburg gab es „18 Klappen und 17 einschlägige Lokale”.

  • Selbst in Ludwigshafen sind seit den 1960er Jahren sechs Treffpunkte belegt;
  • Die zwangsweise Schließung der bekannten Ost-Berliner Schwulenkneipe „Mulackritze” wirft die Frage auf, inwieweit Gasthäuser, die bekannte Treffpunkte für schwule Männer waren, gezielt geschlossen wurden;

Die DDR war praktisch ein Land ohne öffentliche Orte für Homosexuelle. Das Klima war geprägt von medialer Verunglimpfung, staatlicher Überwachung und polizeilicher Verfolgung, ähnlich der Situation in der UdSSR. Auch schwul-lesbische Kontaktanzeigen durften erst Mitte der 1980er Jahre erscheinen.

In der Bundesrepublik hingegen war die Kommunikation innerhalb einer Szene anhand eigenständiger Publikationen seit Ende der 1960er Jahre möglich. Zwar wurden bestehende Zeitschriften wiederholt verboten, doch es gab hier die in der Schweiz erscheinende Zeitschrift Der Kreis.

Dadurch konnte im Westen an die Tradition der Zeitschriften und Druckerzeugnisse für Homosexuelle angeknüpft werden, wie sie mit Der Eigene im Deutschen Reich seit 1896 bestanden hatten. Eine vergleichbare Öffentlichkeit war in der DDR nicht vorhanden ¬und so war es schwer, Gleichgesinnte zu treffen oder untereinander zu kommunizieren.

Dieser Situation geschuldet nutzte man öffentliche Plätze, um in Kontakt zu treten: Öffentliche Toiletten, sogenannte Klappen, wurden zu Treffpunkten, Parks zu potenziellen Partnerbörsen. Diese Orte sind für Berlin ebenso wie in Leipzig, Dresden oder Erfurt belegt.

Selbst Kontakte zu sowjetischen Soldaten sind überliefert, die diese Art von Treffpunkten aus der UdSSR kannten. Wichtig für die Männer in der DDR war, dass aus den „flüchtigen Bekanntschaften” auch feste Freundschaften werden konnten. Die Notwendigkeit, sich dort zu treffen, führte – anders als in der UDSSR oder auch der Bundesrepublik, wo eher die Anonymität gesucht wurde – zu einem starken Gemeinschaftsgefühl.

  • Freilich waren auch diese Orte in der DDR nicht „geheim”, sondern als „Kriminalitätsschwerpunkte” bei der Volkspolizei verzeichnet und wurden überwacht;
  • Ein öffentliches schwul-lesbisches Leben war in der DDR nicht vorhanden;

In der Bundesrepublik, zu der es bisher nur einzelne Lokalstudien gibt, fand man, trotz starker Repressionsmaßnahmen, versteckte Ansätze eines solchen Lebens. Rechtlich änderte sich die Lage 1968 mit dem neuen DDR-Strafgesetzbuch, in dem der Paragraf 175 durch den Paragrafen 151 ersetzt wurde.

  • Fortan war Homosexualität zwischen Erwachsenen nicht mehr strafbar;
  • Der homosexuelle Kontakt zu Jugendlichen wurde allerdings weiterhin unter Strafe gestellt, erstmals nun auch bei Frauen;
  • Allerdings nutzten die DDR-Medien diese Verbesserung der Rechtslage nicht, das im Vergleich zur Bundesrepublik fortschrittlichere Handeln hervorzuheben und an die Tradition der deutschen Arbeiterbewegung zu erinnern;
See also:  Wie Heißen Die 13 Offiziellen Weinanbaugebiete Deutschland?

Das Stigma blieb. Erst in den 1980er Jahren finden sich Berichte in der Presse, die die Änderung der Gesetzeslage für Homosexuelle 1968 explizit thematisieren.

Was besagt der 175?

Paragraph 175 Strafgesetzbuch (StGB) kriminalisierte über 123 Jahre Homosexualität und legitimierte staatliche Verfolgung von schwulen und bisexuellen Männern. Erst seit dem 11. Juni 1994 gibt es in Deutschland keine strafrechtliche Sondervorschrift zur Homosexualität mehr.

§ 175 StGB wurde endgültig abgeschafft. 45 Jahre hat die Bundesrepublik dafür gebraucht – alles andere als ein Ruhmesblatt. Der letzte Anstoß dazu, dass der demokratische Rechtsstaat das diskriminierende Sonderstrafrecht gegen Homosexualität endlich beseitigte, kam paradoxerweise aus der DDR.

In unserer heutigen Gesellschaft wirkt der Gedanke einer Strafvorschrift zur Homosexualität nur noch befremdlich. Junge Menschen können es kaum glauben, wenn man ihnen erzählt, dass unser Staat Menschen ins Gefängnis steckte, nur weil sie anders liebten als die Mehrheit.

Wie viele Menschen in Deutschland sind queer?

Geschichte [ Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ] – Bis nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Begriff drittes Geschlecht als Sammelbegriff für Menschen, die von heteronormativen Regeln abweichen, verwendet. Beginnend mit Magnus Hirschfeld und vor allem ab Ende der 1940er Jahre wurde in der Wissenschaft immer mehr zwischen Homo- und Transsexualität unterschieden, und der Begriff drittes Geschlecht wurde aufgegeben.

Besonders in den 1940er Jahren bis Anfang der 1970er Jahre verwendeten einige statt des medizinisch klingenden, durch die Überbetonung des Sex leicht zu Missverständnissen führenden und stark negativ belasteten Wortes homosexuell den Begriff homophil als Selbstbeschreibung, der die Liebe hervorheben sollte.

Es waren oft konservativere Personen, die auch eine sehr starke Anpassung an die heterosexuelle Mehrheitsgesellschaft guthießen. Besonders ab Stonewall 1969 verwendeten progressivere Personen die zu Geusenwörtern gewordenen Begriffe gay oder schwul. Durch die stärkere Zusammenarbeit der Schwulen- mit der Lesbenbewegung , die auch stark mit der Frauenbewegung verknüpft ist, wurde die Forderung nach einer eigenen Identität laut, und es wurden immer mehr die Wortfolgen „Schwule und Lesben”, „schwul-lesbisch” oder „gay and lesbian” verwendet, um klarzustellen, dass auch lesbische Belange gemeint sind.

Oft wurde auch den Frauen im Namen der Vortritt gelassen, unter anderem, weil sie weniger oft bemerkt werden. Im Alltagsgebrauch in der Szene wird auch oft „schwu ll esbisch” oder „gaylesbian” verwendet.

In den 1970er Jahren begann sich die bisexuelle Gemeinschaft zu emanzipieren. Sie forderte, als eigenständige Gruppe betrachtet zu werden, wollte aber teilweise mit den schon etablierten Verbänden zusammenarbeiten. Durch die herrschende Heteronormativität wurden Bisexuelle oft als Schwule und Lesben angesehen.

Andererseits gab es Differenzen, da sich einige Lesben und Schwule sträubten, Bisexuelle als solche zu akzeptieren, und ihnen Feigheit vor einem Coming-out und damit manchmal sogar den Verrat an der Bewegung vorwarfen.

Zusätzlich war in den späten 1970er Jahren und Anfang der 1980er Jahre die erste Euphorie nach Stonewall verflogen und AIDS betrat die Bühne der Zeitgeschichte. Auch durch Letzteres angestoßen, kamen Ende der 1980er Jahre vermehrt die Bezeichnungen „gay, lesbian and bisexual” beziehungsweise „Schwule, Lesbische und Bisexuelle” auf.

  • Wegen der Langatmigkeit, alle Gruppen aufzuzählen, wurde in der englischsprachigen Welt immer öfter die Abkürzung „GLB” beziehungsweise „LGB” benutzt;
  • Im deutschsprachigen Raum konnte sich die Abkürzung „LSB” kaum durchsetzen und noch weniger „SLB”;

Hier wurde immer mehr dazu übergegangen, mit den vorhandenen Worten zu spielen und oft durch Binnenmajuskel verdeutlichte Akronyme wie vor allem LesBiSchwul oder auch „schwu L esBisch” zu verwenden. Auch die Newsgroup „de. alt. soc. lesbischwul” hat daher ihren Namen.

Das englische Pendant LesBiGay beinhaltet zugleich das Wortspiel Let’s be gay! („Lass uns schwul sein”). Unter anderem die Verbreitung von Ideen aus der Queer-Theorie und die Genderforschung in anderen Kulturen und Zeiten führten dazu, dass die Gruppierungen sich wieder näher kamen.

Erst in den 1990er Jahren wurde es üblich, von gay, lesbian, bisexual and transgender people beziehungsweise „Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgendern” zu sprechen. Da die oftmalige Aufzählung aller Betroffenen der sexuellen Minderheiten immer sehr langatmig und platzraubend ist, wurde Mitte der 1990er Jahre das erweiterte Akronym „LGBT” oder seltener auch „GLBT” üblich und hat sich recht schnell bis zur heutigen oftmaligen Verwendung durch Vereine und Organisationen verbreitet, vor allem in den englischsprachigen Ländern, aber auch im deutschsprachigen Raum und in vielen anderen Ländern.

  • Sogar im sonst sehr auf Sprachtreue Wert legenden Frankreich hat sich diese Bezeichnung durchgesetzt;
  • Die deutschsprachigen Pendants „LSBT” oder „SLBT” sind weniger verbreitet;
  • Sprachenspezifische Akronyme gibt es dagegen in Esperanto ( GLAT ), Ungarisch ( LMBT ), Norwegisch ( LHBT ), Schwedisch ( HBT ), Spanisch aus Spanien, Katalanisch und Galizisch ( LGTB ) , Schottisch-Gälisch ( LCDT ) und Hebräisch (להט״ב, „lahatab”, l h t b );

An die Schrift angepasste Varianten gibt es bei Kyrillisch ( ЛГБТ ) . Immer öfter wird queer („seltsam, sonderbar”) als Synonym verwendet, insbesondere in Namen, da es ein Anglizismus, kein Kunstwort und nur eine Bezeichnung ist. Darunter wird prinzipiell alles von der Heteronormativität Abweichende verstanden.

Da es zum Modewort geworden ist, stecken aber vor allem bei kommerziellen Namensverwendungen – im Gegensatz zu „Queer-Studies”-Universitätsinstituten und ähnlichem – oft nur Teilbereiche dahinter. Seit Juli 2014 gibt es im Internet auch die Top-Level-Domain.

lgbt. Im Jahr 2016 kam eine Online-Umfrage unter knapp 12. 000 Personen in der Europäischen Union zu dem Ergebnis, dass sich in Deutschland 7,4 % der Bevölkerung dem LGBT-Spektrum zuordnen. Bei den 9 europäischen Ländern mit statistisch signifikanten Ergebnissen belegte Deutschland damit den Spitzenplatz, vor Spanien (6,9 %) und England (6,5 %).

Mit 1,5 % ordneten sich in Ungarn die wenigsten Personen der LGBT-Community zu. Das deutsche Regenbogenportal des Bundesfamilienministeriums definiert „LSBT, LSBTI, LSBTIQ, LSBTI*” im Jahr 2019 als: „ LSBTIQ oder ähnliche Zusammensetzungen dienen als Abkürzung für Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans-, intergeschlechtliche und queere Menschen.

” Das Gender-Portal der Universität Duisburg-Essen definiert im Jahr 2020 die Bezeichnung LSBTI* wie folgt: „Der Sammelbegriff wird als politischer Begriff verwendet, um auf die Marginalisierung und Ausgrenzung bestimmter Begehrens- und geschlechtlicher Lebensformen aufmerksam zu machen und für die gesellschaftliche Anerkennung zu kämpfen.

  1. LSBTI* zeigt vor allem den solidarischen Zusammenschluss verschiedener Gruppierungen an, die die Erfahrung von gesellschaftlicher, rechtlicher und politischer Ausgrenzung und Verfolgung aufgrund ihres Geschlechts und/oder ihres Begehrens teilen;

” .

Wie viele Sexualitäten gibt es auf der Welt Zahl?

Einzelnachweise [ Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ] –

  1. ↑ American Psychological Association : Sexual Orientation & Homosexuality. In: APA. org. 2008, abgerufen am 10. Juni 2021 (englisch).
  2. ↑ Hochspringen nach: a b Erwin J. Haeberle: Bisexualitäten – Geschichte und Dimensionen eines modernen wissenschaftlichen Problems. In: E. Haeberle, R. Gindorf: Bisexualitäten – Ideologie und Praxis des Sexualkontaktes mit beiden Geschlechtern. Gustav Fischer Verlag, Stuttgart 1994, S. 1–39.
  3. ↑ Beispiel: „Faʻafafine are a heterogeneous group of androphilic males, some of whom are unremarkably masculine, but most of whom behave in a feminine manner in adulthood. ” Nancy H. Bartlett, Paul L. Vasey: A Retrospective Study of Childhood Gender-Atypical Behavior in Samoan Faʻafafine. In: Archives of Sexual Behavior. Band 35, Nummer 6, Dezember 2006, doi:10. 1007/s10508-006-9055-1 , S. 659–666.
  4. ↑ Overview | The Asexual Visibility and Education Network | asexuality. org. Abgerufen am 15. November 2019.
  5. ↑ Siggy: Splitting the Split Attraction Model. In: The Asexual Agenda. April 2019, abgerufen am 15. November 2019 (englisch).
  6. ↑ Nadine Schlag: Asexualität. Eine diskursive Annäherung. In: Michaela Katzer, Heinz-Jürgen Voß (Hrsg. ): Geschlechtliche, sexuelle und reproduktive Selbstbestimmung. Praxisorientierte Zugänge. Psychosozial-Verlag, Gießen 2016, ISBN 978-3-8379-6799-9 , S. 209–224.
  7. ↑ Andrzej Profus: Unsichtbares sichtbar machen. Asexualität als sexuelle Orientierung. In: Michaela Katzer, Heinz-Jürgen Voß (Hrsg. ): Geschlechtliche, sexuelle und reproduktive Selbstbestimmung. Praxisorientierte Zugänge. Psychosozial-Verlag, Gießen 2016, ISBN 978-3-8379-6799-9 , S. 225–242.
  8. ↑ Ahlers, Schaefer, Beier: Spektrum der Sexualstörungen und ihre Klassifizierbarkeit in DSM-IV und ICD-10. In: Sexuologie , 12 (3/4), 2005, S. 145.
  9. ↑ Milton Diamond: Bisexualität aus biologischer Sicht. In: E. Haeberle, R. Gindorf: Bisexualitäten – Ideologie und Praxis des Sexualkontaktes mit beiden Geschlechtern. Gustav Fischer Verlag, Stuttgart 1994, S. 41–68.
  10. ↑ Andreas Frank: Engagierte Zärtlichkeit: Das schwul-lesbische Handbuch über Coming-Out, gleichgeschlechtliche Partnerschaften und Homosexualität. BoD, Norderstedt 2020, ISBN 978-3-7526-1062-8 , S. 93.
  11. ↑ Alfred C. Kinsey u. : Sexual Behavior in the Human Male. Philadelphia 1948, S. 639 (englisch); deutsch: Das sexuelle Verhalten des Mannes. Reinbek 1970.
  12. ↑ Kim Ritter, Heinz-Jürgen Voß: Being Bi. Bisexualität zwischen Unsichtbarkeit und Chic. Wallstein-Verlag, Göttingen 2019, ISBN 978-3-8353-3402-1.
  13. ↑ Hochspringen nach: a b Kim Ritter: Jenseits der Monosexualität: Selbstetikettierung und Anerkennungskonflikte bisexueller Menschen. Psychosozial-Verlag, Gießen 2020, ISBN 978-3-8379-2945-4.
  14. ↑ Jeremy Jabbour et al. : Robust evidence for bisexual orientation among men. In: PNAS. Online-Vorabveröffentlichung vom 20. Juli 2020, doi:10. 1073/pnas. 2003631117.
  15. ↑ Hochspringen nach: a b c d e f g h i Martin Plöderl: Sexuelle Orientierung, Suizidalität und psychische Gesundheit , Beltz Verlag, Weinheim-Basel 2005, S. 5–9.
  16. ↑ Stephen M. Horowitz, David L. Weis, Molly T. Laflin: Differences between sexual orientation behavior groups and social background, quality of life, and health behaviors – Statistical Data Included ( Memento vom 9. Juli 2012 im Webarchiv archive. today ). In: Journal of Sex Research , August 2001, bei findarticles. com
  17. ↑ Kim Ritter, Heinz-Jürgen Voß: Being Bi. Bisexualität zwischen Unsichtbarkeit und Chic. Wallstein-Verlag, Göttingen 2019, ISBN 978-3-8353-3402-1 , S. 29–34.
  18. ↑ J. Stewart, Leigh A. Spivey, Laura Widman, Sophia Choukas-Bradley, Mitchell J. Prinstein: Developmental patterns of sexual identity, romantic attraction, and sexual behavior among adolescents over three years. In: Journal of Adolescence. Band   77 , Dezember 2019, S.
  19. ↑ Lisa M. Diamond: Was it a phase? Young women’s relinquishment of lesbian/bisexual identities over a 5-year period. In: Journal of Personality and Social Psychology. Band   84 , Nr. 2 , 2003, ISSN   1939-1315 , S. 352–364 , doi : 10. 1037/0022-3514. 84. 352.
  20. ↑ Joseph P. Stokes, Will Damon, David J. McKirnan: Predictors of movement toward homosexuality: A longitudinal study of bisexual men. In: Journal of Sex Research. Band   34 , Nr. 3 , Januar 1997, ISSN   0022-4499 , S. 304–312 , doi : 10. 1080/00224499709551896.
  21. ↑ Lisa M. Diamond: Was it a phase? Young women’s relinquishment of lesbian/bisexual identities over a 5-year period. In: Journal of Personality and Social Psychology. Band   84 , Nr. 2 , 2003, ISSN   1939-1315 , S. 352–364 , doi : 10. 1037/0022-3514. 84. 352.
  22. ↑ Ulrich Biechele: Identitätsentwicklung schwuler Jugendlicher. Eine Befragung deutschsprachiger junger Schwuler in der schwulen Szene sowie im Internet. (PDF; 1,3 MB) Universität Basel, 2004. Fragebogen und Internetfragebogen. Alter 15–25
  23. ↑ Bezogen auf dein Schwulsein, wie bezeichnest du dich? queer. de, 2004, Offene Internetumfrage.
  24. ↑ David A. Putz, Steven J. Gaulin u. : Sex hormones and finger length – What does 2D:4D indicate? In: Evolution and Human Behavior. Band 25, 2004, S. 182–199 (englisch; PDF: 218 kB auf ucsb. edu ( Memento vom 7. Januar 2010 im Internet Archive )).
  25. ↑ Adolf Thiele: Kann Homosexualität strafbar sein? In: Sozialistische Monatshefte , 24. Heft, Dezember 1909, S. 1564, fes. de (PDF; Blatt 43)
  26. ↑ Magnus Hirschfeld: Die Homosexualität des Mannes und des Weibes. Reprint 1984, S. 489–490.
  27. ↑ Hochspringen nach: a b P. Gebhard: Incidence of overt homosexuality in the United States and western Europe , 1972, in: J. Livingood (Hrsg. ): National institute of mental health task force on homosexuality: Final report and background papers , Washington, Reprinted in Dynes, 1992, S. 26
  28. ↑ M. Shively, J. De Cecco: Components of sexual identity. In: Journal of Homosexuality , 3, 1977, S. 41–48.
  29. ↑ F. Klein, B. Sepekoff, T. Wolf: Sexual orientation: A multi-variable dynamic process. In: Journal of Homosexuality , 11, 1985, S. 35–49
  30. ↑ B. Berkey, T. Perelman-Hall, L. Kurdek: The multidimensional skale of sexuality. In: Journal of Homosexuality , 19(4), 1990, S. 67–87
  31. ↑ Tilman Eckloff: Geschlechtsidentität, Geschlechtsrolle und sexuelle Orientierung: Eine empirische Untersuchung. Psychologische Diplomarbeit Universität Hamburg 2003 ( PDF: 913 kB auf respectresearchgroup. org ( Memento vom 1. April 2007 im Internet Archive )).
  32. ↑ Bastian Dornbach: Sexualforscher: So nah am anderen Ufer. In: Die Zeit , Nr. 27/2008
  33. ↑ Ulrich Bahnsen: Genetik: Erbgut in Auflösung. In: Die Zeit , Nr. 25/2008
  34. ↑ Niklas Långström, Qazi Rahman, Eva Carlström, Paul Lichtenstein: Genetic and Environmental Effects on Same-sex Sexual Behavior: A Population Study of Twins in Sweden. In: Archives of Sexual Behavior. Band   39 , Nr. 1 , Februar 2010, ISSN   0004-0002 , S. 75–80 , doi : 10. 1007/s10508-008-9386-1.
  35. ↑ Andrea Ganna, Karin J. Verweij, Michel G. Nivard, Robert Maier, Robbee Wedow: Large-scale GWAS reveals insights into the genetic architecture of same-sex sexual behavior. In: Science. Band   365 , Nr. 6456 , 30. August 2019, ISSN   0036-8075 , S. eaat7693 , doi : 10. 1126/science.
  36. ↑ S. LeVay: A difference in hypothalamic structure between heterosexual and homosexual men. In: Science. Band   253 , Nr. 5023 , 30. August 1991, ISSN   0036-8075 , S. 1034–1037 , doi : 10. 1126/science. 1887219.
  37. ↑ Felicitas Kranz, Alumit Ishai: Face Perception Is Modulated by Sexual Preference. In: Current Biology. Band   16 , Nr. 1 , Januar 2006, S. 63–68 , doi : 10. 1016/j. cub. 2005. 10. 070.
  38. ↑ I. Savic, H. Berglund, P. Lindstrom: Brain response to putative pheromones in homosexual men. In: Proceedings of the National Academy of Sciences. Band   102 , Nr. 20 , 17. Mai 2005, ISSN   0027-8424 , S. 7356–7361 , doi : 10. 1073/pnas. 0407998102 , PMID 15883379 , PMC 1129091 (freier Volltext).
  39. ↑ Melissa Hines, Charles Brook, Gerard S. Conway: Androgen and psychosexual development: Core gender identity, sexual orientation, and recalled childhood gender role behavior in women and men with congenital adrenal hyperplasia (CAH). In: Journal of Sex Research. Band   41 , Nr. 1 , Februar 2004, ISSN   0022-4499 , S.
  40. ↑ Nicola Carone, Vittorio Lingiardi, Annalisa Tanzilli, Henny M. Bos, Roberto Baiocco: Gender Development in Children with Gay, Lesbian, and Heterosexual Parents. In: Journal of Developmental & Behavioral Pediatrics. Band   41 , Nr. 1 , Januar 2020, ISSN   0196-206X , S. 38–47 , doi : 10. 1097/dbp. 0000000000000726.
  41. ↑ Susan Golombok, Fiona Tasker: Do parents influence the sexual orientation of their children? Findings from a longitudinal study of lesbian families. In: Developmental Psychology. Band   32 , Nr. 1 , 1996, ISSN   0012-1649 , S. 3–11 , doi : 10. 1037/0012-1649. 32.
  42. ↑ Hallie R. Bregman, Neena M. Malik, Matthew J. Page, Emily Makynen, Kristin M. Lindahl: Identity Profiles in Lesbian, Gay, and Bisexual Youth: The Role of Family Influences. In: Journal of Youth and Adolescence. Band   42 , Nr. 3 , 31. Juli 2012, ISSN   0047-2891 , S. 417–430 , doi : 10.
  43. ↑ Gu Li, Karson T. Kung, Melissa Hines: Childhood gender-typed behavior and adolescent sexual orientation: A longitudinal population-based study. In: Developmental Psychology. Band   53 , Nr. 4 , 2017, ISSN   1939-0599 , S. 764–777 , doi : 10. 1037/dev0000281.
  44. ↑ Tuesday M. Watts, Luke Holmes, Jamie Raines, Sheina Orbell, Gerulf Rieger: Gender nonconformity of identical twins with discordant sexual orientations: Evidence from childhood photographs. In: Developmental Psychology. Band   54 , Nr. 4 , April 2018, ISSN   1939-0599 , S.

    90–97 , doi : 10. 1016/j. adolescence. 2019. 10. 006 , PMID 31693971 , PMC 6885553 (freier Volltext). aat7693 , PMID 31467194 , PMC 7082777 (freier Volltext). 75–81 , doi : 10. 1080/00224490409552215. 1007/s10964-012-9798-z.

    788–801 , doi : 10. 1037/dev0000461.

  45. ↑ J. Michael Bailey, Paul L. Vasey, Lisa M. Diamond, S. Marc Breedlove, Eric Vilain: Sexual Orientation, Controversy, and Science. In: Psychological Science in the Public Interest. Band   17 , Nr. 2 , September 2016, ISSN   1529-1006 , S. 45–101 , doi : 10. 1177/1529100616637616.

Was bedeutet das in Lgbtq?

Wofür steht LGBTQIA* ? – Die aus dem englischen stammende Abkürzung LGBTQIA* steht für die englischen Worte: l esbian, g ay, b isexual, t ransgender/transsexual, q ueer/questioning, i ntersex, a sexual. Übersetzt heißen die Begriffe: lesbisch, schwul, bisexuell, transgender/transsexuell, quer/fragend, intersexuell, asexuell.

In welchem Land ist noch keine gleichgeschlechtliche Ehe möglich?

LGBT-Rechte weltweit: Kriminalisierung, Diskriminierungsschutz, Ehe für Alle – In 69 Staaten wird Homosexualität noch strafrechtlich verfolgt , in 11 Ländern droht sogar die Todesstrafe für Lesben und Schwule. Vielerorts sind staatliche Behörden an der Unterdrückung von LSBTI beteiligt, verweigern ihnen jeglichen Schutz vor Anfeindungen und Gewalt.

  1. In vielen Fällen schüren religiöse und politische Führer ein Klima des Hasses;
  2. LSBTI sollen eingeschüchtert und in die Unsichtbarkeit gedrängt werden;
  3. Verfolgung und Ausgrenzung, oft auch durch die eigene Familie, führt häufig zu bitterer Armut und einem Leben am Rand der Gesellschaft;

LSBTI-feindliche Gewalt bleibt vielerorts ohne Konsequenzen für die Täter. Polizei und andere Staatsorgane verweigern oftmals jede Hilfe oder sind selbst an der Hetze, Erpressung und Gewalt beteiligt. ILGA World hat im Dezember 2020 die neue  Weltkarte: Sexual Orientation Laws in the World. Mit Brunei, Iran, Jemen, Mauretanien, Nigeria und Saudi-Arabien sehen sechs Länder für homosexuelle Handlungen die Todesstrafe vor. In fünf weiteren ( Afghanistan , Pakistan, Katar, Somalia und die Vereinigten Arabischen Emirate ) könnte die Todesstrafe unter bestimmten Bedingungen gegen Homosexuelle ausgesprochen werden. Laut ILGA World haben mindestens 34 UN-Mitgliedsstaaten die Gesetze zur Kriminalisierung von Homosexualität in den letzten Jahren aktiv verfolgt.

From criminalisation of consensual same-sex sexual acts between adults to protection against discrimination based on sexual orientation  veröffentlicht. Unabhängig davon bleiben deratige Gesetze sehr gefährlich, auch wenn es jüngst keine Verurteilungen danach gab.

Weltweit haben 30 Länder die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet, Deutschland 2017. Weitere Länder kennen gleichgeschlechtliche Beziehungen rechtlich an. In der EU haben Bulgarien, Rumänien, Slowenien, Lettland, Polen und Litauen weder die Eingetragene Lebenspartnerschaft noch die Ehe für alle.

Insgesamt haben 12 Staaten in ihrer Verfassung ein ausdrückliches Verbot der Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung/ Identität : Bolivien, Ecuador, Fiji-Inseln, Kosovo, Malta, Mexiko, Nepal, Neuseeland, Österreich, Portugal, Schweden und Südafrika.

In Deutschland steht die Ergänzung des Gleichheitsartikels in unserer Verfassung (Artikel 3, Absatz) weiterhin aus. Im Dezember 2020 hat ILGA World den Report “State Sponsored Homophobia. Global Legislation Overview Update” mit einem Überblick über die rechtliche Situation veröffentlicht.

In welchen Ländern gibt es die Ehe für alle?

Inhalt Nach dem Ja der Schweiz zur «Ehe für alle» können gleichgeschlechtliche Paare weltweit in 29 Ländern heiraten. Volksabstimmungen gab es bisher nur wenige. Welches war das erste Land mit Homo-Ehen? Der europäische Teil der Niederlande ermöglichte gleichgeschlechtlichen Paaren 2001 als erstes Land weltweit die Schliessung einer Ehe.

  • Welche europäischen Länder kennen die Homo-Ehe bereits? In zahlreichen anderen Ländern Europas können gleichgeschlechtliche Paare heiraten, etwa in den Benelux-Staaten, in Deutschland, Frankreich, Österreich, Portugal, Spanien, Irland, Island und in allen skandinavischen Ländern sowie im Vereinigten Königreich;

In keinem osteuropäischen Land konnte sich die «Ehe für alle» bisher durchsetzen; lediglich sechs Staaten kennen eine eingetragene Partnerschaft. Wo gibt es die «Ehe für alle» ausserhalb Europas? In folgenden Staaten wurde die gleichgeschlechtliche Ehe bisher eingeführt: Kanada (2005), Südafrika (2006), Argentinien (2010), Brasilien (2013), Neuseeland (2013), Uruguay (2013), USA (2015), Kolumbien (2016), Taiwan (2017), Australien (2018), Costa Rica (2018) und Ecuador (2019).

  1. In welchen Ländern hat das Volk auch noch abgestimmt? In 22 von 29 Ländern, die die Homo-Ehe kennen, wurde diese per Parlamentsbeschluss eingeführt;
  2. In sechs Ländern waren es die nationalen Gerichte, welche den Weg frei machten;

Eine Volksabstimmung zur «Ehe für alle» gab es 2015 in Irland (62. 1 Prozent Ja). In Australien führte die Regierung Ende 2017 eine landesweite freiwillige Befragung per Post durch (62 Prozent Ja). In Rumänien und Slowenien erreichte die gleichgeschlechtliche Ehe in Abstimmungen bisher nicht die erforderliche Mehrheit.

  • Was ist der Unterschied zur eingetragenen Partnerschaft? In vielen Ländern, in denen die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet wurde, ging die Einführung von eingetragenen Partnerschaften voraus;

Je nach Region oder Land, in dem Paare eingetragene Partnerschaften gründen können, sind diese im Vergleich zur Ehe entweder anders oder auch identisch ausgestaltet. Dänemark, das seit 2012 auch die Ehe für alle kennt, hatte 1989 als erstes Land weltweit die registrierte Partnerschaft eingeführt.

Die Partner und Partnerinnen hatten dieselben Rechte und Pflichten wie Ehegatten, ausgenommen die Adoption. In der Schweiz wurde die eingetragene Partnerschaft 2007 eingeführt. Das Stimmvolk hatte das sogenannte Partnerschaftsgesetz am 5.

Juni 2005 mit einer Ja-Mehrheit von 58 Prozent der Stimmen angenommen.

Wann tritt die Ehe für alle in Kraft?

Homosexualität in der Geschichte: Von der Antike bis heute

Ehe für alle tritt am 1. Juli 2022 in Kraft.