Wann War Das Letzte Erdbeben In Deutschland?

Wann War Das Letzte Erdbeben In Deutschland
Die meisten Beben für den Menschen nicht spürbar – Die meisten Erdbeben in Deutschland sind für den Menschen nicht spürbar und können nur von Seismografen wahrgenommen werden. In Deutschland werden an mehr als hundert Erdbebenmessstationen die seismischen Wellen aufgezeichnet, die den Erdboden erschüttern.

  1. Eine bedeutendere Magnitude wird hierzulande nur selten verzeichnet;
  2. So kommt es laut dem Geoforschungszentrum Potsdam (GFZ) nur etwa alle zehn Jahre zu einem Beben mit einer Stärke von 5,1;
  3. Nur alle 50 Jahre erreicht ein Erdbeben in Deutschland eine Magnitude von 5,8;

Alle Erdbeben, die bei einer Stärke von 6,1 liegen, können als historisch betrachtet werden, sie kommen nur einmal alle 100 Jahre vor. Das letzte schwerere Erdbeben in Deutschland fand in der Nacht auf den 13. April 1992 im Rheinland statt. In Heinsberg/Roermond (NL) erschütterte ein Beben der Stärke 5,9 die Erde.

War gestern ein Erdbeben in Deutschland?

Es gab in den letzten 24 Stunden keine bestätigten Erdbeben in Deutschland.

Wo war das letzte Erdbeben?

Erdbebenaktivität unter Reykjanes weiter stark – Datum: 01. 08. 22 | Zeit: 17:47:59 UTC | Lokation: 63. 851 ; -22. 389 | Tiefe: 1,9 km | Mb 5,4 Nachdem es gestern Abend einige Verwirrungen um das starke Erdbeben Mb 5,4 gegeben hatte, fasse ich die Geschehnisse der letzten Stunden hier noch einmal zusammen. Das Schwarmbeben, das am Samstagvormittag begonnen hat, hält weiter an und hat nichts an Kraft eingebüßt. Es gibt unterschiedliche Darstellungen, was die Anzahl der Erdbeben anbelangt. In den Tabellen des IMO werden bis jetzt 3172 Erschütterungen angezeigt.

  • 99 Erdbeben hatten Magnituden ab 3;
  • Laut einem IMO-Statement wurden sogar mehr als 5,500 Erdbeben registriert;
  • Damit liegt das Schwarmbeben im Spitzenbereich aller vergleichbaren Ereignisse, über die ich auf Island bislang berichten durfte;

Das bislang stärkste Erdbeben des Schwarms manifestierte sich gestern Nachmittag, um 17:47:59 UCT. Es hatte eine Magnitude von 5,4. Der Erdbebenherd lag in 1,9 km Tiefe. Das Epizentrum wurde 3. 0 km ost-nord-östlich von Grindavík lokalisiert. Der Erdstoß war in weiten Teilen Südwestislands zu spüren gewesen. Es liegen Wahrnehmungsberichte von der Snæfellsnes-Halbinsel vor. In Reykjavik klirrte das Geschirr in den Schränken. In Grindavik selbst wurde eine Wasserleitung beschädigt. Gut möglich, dass es auch Gebäudeschäden gab. Gegenstände fielen aus den Regalen der Geschäfte.

Wie stark war das stärkste Erdbeben in Deutschland?

Liste [ Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ] –

Legende:

K = Koordinaten
T = Tiefe des Erdbebenherdes in km
M = Magnitude
I = Intensität
Q = Quelle der Informationen
Datum Epizentrum K Beschreibung T M I Q
1073 Dänemark Erdbeben im südlichen Dänemark (Das Territorium Herzogtum Schleswig umfasste im Wesentlichen das heutige Nordschleswig (Dänemark) und Südschleswig (Deutschland)).
24. Nov. 1346 Gera Erdbeben bei Gera VIII
18. Okt. 1356 Basel Bei dem Basler Erdbeben 1356 in der Schweiz direkt an der deutschen Grenze kamen nach historischen Angaben zwischen 100 und 3000 Menschen ums Leben. 6,2 – 6,9 XI – X
24. Mai 1366 Gera Erdbeben bei Gera VII–VIII
15. Sep. 1590 südlich von Neulengbach (Österreich) Das Erdbeben von Neulengbach in Niederösterreich war auch in Sachsen spürbar. Im schlesischen Frankenstein (heute Ząbkowice Śląskie ), knapp 300 km vom Epizentrum des Bebens entfernt, neigte sich ein Kirchturm, heute bekannt als Schiefer Turm von Frankenstein. 6,0 IX
14. Feb. 1648 Holsteinische Elbmarschen / Uetersen Die Naturkatastrophe von Holstein war eine für diese Breiten ungewöhnliche Katastrophe: Es gab ein Erdbeben mit Feuersbrünsten und gleichzeitig einen Orkan mit der Fastelabendsflut. Zwischen Hamburg und Glückstadt wurden viele Gebäude verwüstet, elf Kirchtürme wurden umgeweht bzw. stürzten ein. Dabei kamen viele Menschen ums Leben. Lakonische Notiz aus der Haseldorfer Marsch: „Ein trefflicher Sturmwind” Chronist Camerer: „Der Sturm, welcher in dieser Gegend um diese Zeit gewüthet, soll viel von einem Erdbeben gehabt haben. ”
8. März 1728 Lahr /Kenzingen /
18. Feb. 1756 Düren Bei dem Erdbeben bei Düren 1756 kamen zwei Menschen ums Leben. Der Turm der Aachener Augustinerkirche geriet in Schräglage und musste später abgerissen werden. In Aachen brachen mehrere Häuser zusammen, 300 Schornsteine stürzten herab. Eine Kaserne in Jülich wurde zerstört, Spalten taten sich in der Stadtmauer von Düren und in den Wänden von Burg Nideggen und des Klosters Wenau auf. 14 – 16 6,4 VIII
19. Jan. 1767 Im Süden der Grafschaft Lippe , im Bereich der Osning-Überschiebung des Teutoburger Waldes In Heiligenkirchen wurde der Kirchturm beschädigt, in Schlangen erlebte man um „ präcis halb zehn Uhr vor Mittag ein recht fürchterliches Erdbeben, dergestalt, daß alle Häuser unter Aufsprengung der Fenster, Zerschmetterung der Ofens und Hausthüren, auch Eröffnung der Kirchenthür ein dergestaltiges Getöse von sich gegeben “. Aus Oerlinghausen wurden vom Küster „ Risse im Kirchengewölbe ” gemeldet. Im Detmolder Schlossgraben „ zersprang das sehr dick gefrorene Eis mit großem Krachen “. VI–VII
3. Sep. 1770 Alfhausen Am 3. September ereignete sich in Alfhausen ein Erdbeben mit der Stärke VII. Es gilt als das stärkste bekannte Erdbeben in Norddeutschland. VII
29. Juli 1846 Ein Kilometer westlich von St. Goar Erdbeben um 21:24 Uhr Ortszeit. Beschädigte Gebäude 11 VII
6. März 1872 Schmölln Das Mitteldeutsche Erdbeben führte zu Schäden an Gebäuden, etwa am Mauerwerk der Burg Posterstein. 5,5
26. Aug. 1878 Tollhausen Das Erdbeben von Tollhausen forderte ein Todesopfer und verursachte Giebeleinstürze, Mauerrisse und Kaminschäden. 8 5,9 VIII
22. Jan. 1896 Lenzkirch Das Beben ereignete sich um 00:46. Das Epizentrum lag im Lenzkircher Graben einem Seitenast des Bonndorfer Grabens und wurde in Baden und der Schweiz wahrgenommen. VI – VII
16. Nov. 1911 Albstadt-Ebingen Das Beben geschah um 22:26 Uhr und richtete erhebliche Sachschäden in Süddeutschland an. 250 Gebäude waren betroffen, die Schadenssumme betrug etwa 750. 000 Mark. Das Beben von sieben Sekunden Dauer war von Braunschweig bis in die Toskana spürbar. In Konstanz stürzte die Spitze des Münsterturms ebenso herab wie Statuen auf dem Reichspostgebäude. 10 6,1 VIII
28. Mai 1943 Albstadt / Tailfingen – Onstmettingen – Pfeffingen 9 5,6 VIII
14. März 1951 Euskirchen 9 5,2 VII–VIII
19. Sep. 1965 Neustadt im Schwarzwald 18 4,6
3. Sep. 1978 Tailfingen Das Erdbeben auf der Schwäbischen Alb an einem Sonntagmorgen um 6:08 Uhr verursachte Schäden vor allem in Albstadt und Umgebung in Höhe von rund 275 Mio. DM. Unter anderem gab es schwere Beschädigungen an der Burg Hohenzollern. 6 5,7 VII–VIII
13. März 1989 Vacha – Völkershausen Der Gebirgsschlag Völkershausen forderte sechs Verletzte; fast 80 % der Ortsbebauung wurden beschädigt, was einen großflächigen Abriss (unter anderem sämtlicher historischer Gebäude) zur Folge hatte. Bergbaubedingtes Beben. 1 5,6 VIII–IX
13. Apr. 1992 nahe Roermond (Niederlande) Beim Erdbeben von Roermond 1992 wackelten die Häuser, Schornsteine und Dachziegel fielen herab, Bäume stürzten um. Mehr als 30 Personen wurden verletzt, die Sachschäden wurden auf deutscher Seite auf etwa 150 Millionen D-Mark beziffert. 18 5,9 VII
11. Sep. 1996 Teutschenthal nahe Halle-Neustadt keine Verletzten, bergbaubedingtes Beben 1 5,6 VI–VII
21. Okt. 1997 Lorch Die Erschütterungen wurden von Stuttgart bis Ulm wahrgenommen 9 3,7 V
21. Juni 2001 Lauterbach Bergbaubedingtes Erdbeben, keine Schäden im Saarland , im französischen Freimingen-Merlenbach stürzt ein Stollen ein, sieben Bergleute zum Teil schwer verletzt, eine Person stirbt 3,8
23. Juni 2001 Kerkrade bei Aachen 6 Menschen verletzt, mehrere Schornsteine eingestürzt 4,0
22. Juli 2002 Zwischen Alsdorf und Übach-Palenberg keine Verletzten, Schäden am Mosaik der Herz-Jesu-Kirche in Aachen 10 4,8
22. Feb. 2003 Vogesen 12 5,4 VII–VIII
22. März 2003 Zollernalbkreis Es sind Scheiben zu Bruch gegangen und Ziegel von Dächern gefallen 4,2–4,5
20. Okt. 2004 Neuenkirchen (Lüneburger Heide) Keine Verletzten, keine sonstigen Schäden. Mit etwa 30 Sekunden ein recht langes Beben. 5 4,5
5. Dez. 2004 Waldkirch im Breisgau Geringe oberflächliche Schäden 12 5,2
23. Feb. 2008 Saarwellingen Stromausfälle und Gebäudeschäden, bergbaubedingtes Beben, führte zum unbefristeten Abbaustopp im Saarrevier und zum Ende des Kohlebergbaus im Saarland 4,0–4,5
5. Mai 2009 Südlicher Schwarzwald nordöstlich von Lörrach Schwingungen waren in Baden-Württemberg, dem Elsass und der angrenzenden Schweiz zu spüren 4,5
14. Feb. 2011 etwas nördlich von Nassau Vereinzelt Risse in Hauswänden, teilweise Flucht aus Häusern. 12 4,4
4. Sep. 2011 Bad Brambach – Epizentrum bei Nový Kostel (deutsch Neukirchen ) (CZ) Das Beben war im Umkreis von 100 km deutlich zu spüren, so unter anderem in Chemnitz, Zwickau und Altenburg. Über Schäden ist nichts bekannt. 4,0
8. Sep. 2011 bei Goch 4,6
11. Feb. 2012 bei Zug , Schweiz Erschütterungen in grenznahen Städten Lörrach , Konstanz und Waldshut-Tiengen 19 4,0
17. Mai 2014 bei Darmstadt Erschütterungswellen mit einer Dauer von zehn Sekunden im Umkreis von 30–40 km zu spüren, Zeugen berichten von einem Knall und wankenden Hochhäusern, Feuerwehren melden Schäden an mehr als 70 Häusern, Flucht aus den Häusern. 6 4,2 VII
31. Mai 2014 Bad Brambach – Epizentrum bei Nový Kostel (CZ) Das Beben war im Umkreis von 150 km zu spüren, unter anderem in den Landeshauptstädten von Thüringen ( Erfurt ) und Sachsen ( Dresden ). Auch in Nürnberg und Sebnitz wurden die Erschütterungen noch wahrgenommen. Es wurden auf tschechischer Seite kleinere Schäden, wie Risse in Mauern und ein eingestürzter Schornstein, gemeldet. 5 4,5
4. Nov. 2019 Schwäbische Alb – Epizentrum bei Albstadt Das Epizentrum lag etwas nördlich von Albstadt. Das Erdbeben wurde bis nach Schaffhausen wahrgenommen. 4 3,8–3,9
1. Dez. 2020 Zollernalbkreis – Epizentrum bei Burladingen Das Epizentrum lag etwas westlich von Burladingen. Das Erdbeben wurde bis nach Tübingen wahrgenommen. 7 3,9
21. März 2021 Zollernalbkreis – Epizentrum bei Jungingen Das Epizentrum lag südwestlich von Jungingen. Das Erdbeben wurde auf der Zollernalb und am mittleren Neckar wahrgenommen. Es gab vereinzelte Wahrnehmungsmeldungen aus ganz Baden-Württemberg. 8 3,7
9. Juli 2022 Zollernalbkreis – Epizentrum bei Hechingen Das Epizentrum lag westlich von Hechingen. 4,1

.

Wie stark war das Erdbeben heute?

Stärke von 7,3 Schweres Seebeben erschüttert Indonesien.

Wie oft gibt es Erdbeben in Deutschland?

Das Naturphänomen Erdbeben verbindet man meistens mit Regionen fernab von Deutschland. Doch dass es hierzulande keine Erdbeben gibt, ist ein Irrglaube. In Deutschland werden im Jahr sogar mehrere hundert Erdbeben gemessen. Wenn bei uns die Erde bebt, dann jedoch meistens nur so schwach, dass wir davon gar nichts mitbekommen.

Wo gibt es die meisten Erdbeben in Deutschland?

Es bebt häufig, aber schwach – Wer glaubt, ein Erdbeben würde in unseren Regionen relativ selten auftreten, der irrt. Die meisten Erderschütterungen sind jedoch so schwach, dass nur empfindliche seismologische Instrumente sie registrieren. Zudem sind die Bebenherde regional sehr unterschiedlich verteilt.

  1. In Norddeutschland gibt es so gut wie keine nennenswerten Erschütterungen;
  2. Die meisten registrierten Erdbeben konzentrieren sich auf das Oberrheintal, die Niederrheinische Bucht, die Schwäbische Alb und das Vogtland;

Mehrere hundert Erdbeben werden in Deutschland jedes Jahr gemessen. Schäden richten sie in den seltensten Fällen an. Wirklich zerstörerische Erschütterungen, die Spuren an Gebäuden hinterlassen, treten hierzulande im Schnitt alle 30 Jahre auf. Einige werden sich vielleicht noch an die Nacht vom 12.

  • auf den 13;
  • April 1992 erinnern;
  • In dieser Nacht erschütterte ein gewaltiges Beben das gesamte Rheinland;
  • Das Epizentrum lag nahe der niederländischen Stadt Roermond in einer Tiefe von 18 Kilometern;
  • Häuser wackelten, Schornsteine und Dachziegel fielen herab, Bäume stürzten um;

Mehr als 30 Personen wurden verletzt, der Sachschaden wurde allein auf deutscher Seite auf etwa 150 Millionen D-Mark beziffert. Sogar in London und München konnte man das Beben noch spüren. Ein Erdbeben dieser Stärke tritt in Deutschland allerdings nur alle 80 bis 100 Jahre auf.

Wann war das letzte Erdbeben 2022?

Ein Beben der Magnitude 4. 2 ereignete sich am Samstag, 9. Juli 2022, um 13:47 Uhr (Ortszeit) bei Hechingen, nordwestlich von Albstadt, auf der Schwäbischen Alb, etwa 65 km von der Schweizer Grenze entfernt, in einer Tiefe von etwa 8 km.

Wie stark sind die Erdbeben in Deutschland?

Erdbeben: Ab Stärke 5 wird es gefährlich – Je nachdem wie viel Energie durch ein Erdbeben in Form von seismischen Wellen ausgesandt wird, reicht die Skala von Minus-Werten bei den kleinsten noch messbaren Beben bis zu Werten über 9 bei den stärksten bekannten Erdbeben.

Was war das stärkste Erdbeben auf der Welt?

Stärkere Beben fordern nicht immer die meisten Toten – All das beeinflusst neben der Erdbebenstärke das Ausmaß der Schäden. Das zeigt dieser Vergleich: Das große Erdbeben in Chile von 1960 ist mit einer Magnitude von 9,5 das stärkste Beben seit Beginn der Aufzeichnungen.

Was war das stärkste Erdbeben in Europa?

Wissenschaftler am GeoForschungsZentrum Potsdam entwickeln Erdbeben-Gefährdungskarten auf Grundlage von historischen Aufzeichnungen. – Darstellung des Erdbeben von Karl Jauslin, schweizer Historienmaler (1842–1904). (Foto: Wikimedia Commons/PD-Art) Die Einwohner der Stadt Basel waren an diesem 18. Oktober gewarnt. Zwischen Mittagessen und Vesper erschütterte gegen 16:00 Uhr ein erster Erdstoß die Stadt mit ihren damals wohl 7. 000 Einwohnern. Als die Glocken gegen 17:00 Uhr zum Abendessen läuteten, bebte die Erde gleich viermal.

Spätestens jetzt flohen viele Menschen aus der Stadt und retteten damit wohl ihr Leben. Denn das Hauptbeben kam erst um 22:00 Uhr und zerstörte viele Gebäude der Stadt oder beschädigte sie schwer. Selbst im 71 Kilometer entfernten Bern stürzte das Gewölbe einer Kirche ein.

Der Sachschaden war enorm, die Zahl der Todesopfer hielt sich vergleichsweise in Grenzen. Zwischen 100 und 300 Menschen sind schätzungsweise damals ums Leben gekommen. In der heutigen Zeit hätte ein Beben solchen Ausmaßes weit gravierendere Folgen. Rund eine halbe Million Menschen leben im Dreiländereck zwischen der Schweiz, Frankreich und Deutschland.

Chemie- und Pharmaindustrie, Kernkraftwerke und ungezählte Tanks mit Benzin, Diesel und Kerosin bergen zusätzliche Gefahren. Nach einer Schätzung könnten 1. 500 bis 2. 000 Menschen ihr Leben verlieren, allein in der Schweiz sind Schäden bis zu 60 Milliarden Euro vorstellbar.

Das Basler Erdbeben von 1356 ist nicht nur das stärkste Beben, von dem in Mitteleuropa nördlich der Alpen schriftliche Aufzeichnungen berichten. Es beweist gleichzeitig eindringlich, dass sich auch die Länder abseits der großen Erbebenzonen der Welt rund um das Mittelmeer oder rund um den Pazifik gegen solche verheerenden Katastrophen wappnen sollten.

Für eine solche Vorsorge aber muss man erst einmal wissen, welche Regionen überhaupt durch Erdbeben gefährdet und welche Schäden zu erwarten sind. Genau solche Gefährdungskarten entwickeln Gottfried Grünthal vom Helmholtz-Zentrum Potsdam – Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ und seine Mitarbeiter in der GFZ-Sektion 2.

6 „Erdbebengefährdung und Spannungsfeld”. Der Euro der Erdbebenforscher „Dazu erstellen wir zunächst einen Erdbeben-Katalog, der möglichst weit in die Geschichte zurückreicht”, erklärt Gottfried Grünthal. Aus Archiven werden Berichte über Beben in der Vergangenheit analysiert: Wie und wo wurde das Ereignis von Menschen wahrgenommen, welche Schäden an Gebäuden entstanden? Die Antworten auf diese Fragen zeigen den Forschern, wo das Beben seinen Herd hatte und wie intensiv es war.

  • Gottfried Grünthal hat die Methoden zur Abschätzung solcher Intensitätswerte maßgeblich entwickelt, die seit 1998 einheitlich in Europa angewendet werden;
  • Der Helmholtz-Forscher hat so eine einheitliche „Währung” angestoßen, die in allen Regionen Europas und darüber hinaus gilt, eine Art Euro für die Erdbebenforschung also;

Aus diesen Intensitätswerten lässt sich dann recht zuverlässig die „Momentmagnitude”  berechnen, die heute das einheitliche Maß für die Stärke von Erdbeben in Katalogen ist. „Eine Gefährdungskarte muss ja auf einheitlichen Grundlagen beruhen”, erläutert Gottfried Grünthal diesen Schritt.

In solchen Katalogen sehen die Forscher dann sofort, wie viele Beben einer bestimmten Stärke sich in einer Region in den letzten Jahrhunderten ereigneten und mit welchen mittleren Raten sie ungefähr wieder auftreten könnten.

Die Daten aus den Archiven sind allerdings sehr unterschiedlich, in bestimmten Regionen fehlen sie sogar für bestimmte Zeiträume. So brannten in der Zeit der Türkenherrschaft vielerorts die Archive und die Informationen über die Zeit davor wurden vernichtet.

  1. Auch reichen die allermeisten Aufzeichnungen in Mitteleuropa höchstens tausend Jahre zurück;
  2. Ein starkes Erdbeben vor 2500 Jahren, das sich nach Jahrtausenden wiederholen kann, sollte natürlich ebenfalls berücksichtigt werden;

Blick in die Erde „Daher fließen auch paläoseismologische Daten in Berechnungen der Erdbebengefährdung ein”, berichtet Gottfried Grünthal. Dabei suchen die Forscher im Untergrund nach Schichten, die sich aus Sicht eines Geologen in jüngerer Zeit abgelagert haben und die sich schlagartig gegeneinander verschoben haben.

  1. Finden sie mehrere solcher typischen Erdbebenspuren entlang einer viele Kilometer langen Linie, können sie auch die Momentmagnitude solcher Beben bestimmen;
  2. Damit haben GFZ-Forscher weitere Werte, die viel weiter als die historischen Aufzeichnungen in die Vergangenheit reichen;

In der niederrheinischen Bucht zwischen Köln, Belgien und den Niederlanden wurden so mehrere Erdbeben in den letzten 50. 000 bis 100. 000 Jahren nachgewiesen, die bis zu einer Momentmagnitude von 6,7 und damit an die Stärke des Basel-Erdbebens reichten. Sie setzten also rund 30 mal mehr Energie frei als das kräftigste Beben dieser Region in historischer Zeit, das einen Wert von 5,7 hatte.

  • Nach diesem Sammeln der Daten analysieren die Forscher den Untergrund so gut wie möglich: Wie sind die geologischen Verhältnisse dort, welche Spannungen treten auf? Anschließend werden die Rechner mit einer Fülle von Daten gefüttert, zu denen vor allem sämtliche Angaben zu den Beben im Untersuchungsgebiet gehören;

Natürlich müssen die Rechnungen auch die Auswirkungen von Ereignissen in größerer Entfernung berücksichtigen. Daher muss ein Gebiet untersucht werden, das rund 200 Kilometer über die Region hinausreicht, die eigentlich analysiert wird. Am Ende erhält man so Gefährdungskurven für ein Raster, dessen einzelne Punkte in der Landschaft zum Beispiel zehn Kilometer voneinander entfernt sind.

Diese Daten wiederum setzen die Forscher zu Gefährdungskarten zusammen, die zum Beispiel ganz Europa, die deutschsprachigen Länder oder bestimmte Staaten zeigen. Dort sieht man dann die besonders gefährdeten Regionen wie den Rheingraben von Basel bis in die Niederlande oder die Schwäbische Alb, aber auch die unauffälligen Gegenden wie die norddeutsche Tiefebene mit konkreten Erschütterungswerten.

Behörden und Bauingenieure erhalten so Anhaltspunkte, für welche Erschütterungen sie die jeweiligen Bauten auslegen sollten. „Im Internet stellen wir aber auch genauere Informationen über die zu erwartenden Spektren der Bodenbeschleunigung für beliebige Orte in Deutschland zur Verfügung”, erklärt Gottfried Grünthal weiter.

Damit können die Ingenieure dann Maßnahmen für erdbebengerechtes Bauen austüfteln. Und die können oft recht einfach sein. „Je einfacher der Grundriss, umso besser übersteht ein Gebäude ein Erdbeben”, erläutert Gottfried Grünthal eine der Möglichkeiten.

Quadratische oder rechteckige Grundrisse sind also besonders stabil. Und weil die einfachste und damit sicherste Form ein Kreis ist, werden die Sicherheitshüllen für besonders gefährdete Einrichtungen wie das Innenleben eines Kernkraftwerkes eben rund gebaut.

  1. Das gesammelte Know-How wenden die GFZ-Forscher inzwischen auch auf verwandte Gebiete an;
  2. So arbeiteten an Karten, auf der die Tsunamigefahr für die Küsten des Mittelmeers zu sehen ist;
  3. „Dort gab es zum Beispiel am 9;

Juli 1956 einen Tsunami, der mit 20 Meter hohen Wellen auf die Ägäis-Insel Amorgos auflief und etliche Menschen das Leben kostete”, unterstreicht Gottfried Grünthal die Bedeutung solcher Karten. Ein weiteres Projekt untersucht, wie Erdbeben durch technische Projekte ausgelöst werden können und wie stark sie ausfallen dürften. Text, Fotos und Grafiken soweit nicht andere Lizenzen betroffen: eskp. de | CC BY 4. 0 eskp. de | Earth System Knowledge Platform – die Wissensplattform des Forschungsbereichs Erde und Umwelt der Helmholtz-Gemeinschaft.

Was passiert bei einem Erdbeben der Stärke 10?

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Erstellt: 12. 04. 2011 Aktualisiert: 23. 01. 2019, 00:07 Uhr Kommentare Teilen Die FR fasst Wissenswertes über Erdbeben zusammen. In Japan hatte das jüngste starke Nachbeben am Dienstagmorgen eine Stärke von 6,4. Das Nachbeben von Montag war mit einer Stärke von 6,6 heftiger gewesen.

  1. Das ursprüngliche, verheerende Erdbeben vom 11;
  2. März, das zu dem Tsunami führte, hatte eine Stärke von 9,0;
  3. Die Tsunami-Wellen waren zwischen 10 und 23 Meter hoch;
  4. Am AKW Fukushima erreichte die Welle 15 Meter;

Bei der Messung von Erdbeben wird die Stärke der Bodenbewegung angegeben (Magnitude). Jeder Punkt auf der Skala bedeutet etwa eine Verzehnfachung der Stärke des Erdbebens. Demnach ist ein Beben der Stärke 7 zehnmal stärker als ein Beben der Stärke 6, hundertmal stärker als ein Beben der Stärke 5, tausendmal stärker als ein Beben der Stärke 4 und so weiter.

  • Statt der Richterskala werden mittlerweile mehrere Skalen parallel verwendet;
  • Derzeit gilt die sogenannte Momentmagnitude als bestes physikalisches Maß für die Stärke eines Bebens;
  • Die meisten Skalen ergeben zumindest bei schwächeren Beben ähnliche Werte wie die Richterskala, erlauben aber eine genauere Differenzierung bei schweren Erdbeben;

Weltweit treten jährlich etwa 50. 000 Beben der Stärke 3 bis 4 auf. Etwa 800 haben die Stärken 5 oder 6. Erdbeben können je nach Dauer, Bodenbeschaffenheit und örtlicher Bauweise unterschiedliche Auswirkungen haben. Dabei gilt meist: Stärke 1-2: nur durch Instrumente nachzuweisen.

  1. Stärke 3: nur in der Nähe des Epizentrums zu spüren;
  2. Stärke 4-5: 30 Kilometer um das Zentrum spürbar, leichte Schäden;
  3. Stärke 6: mäßiges Beben, Tote und schwere Schäden in dicht besiedelten Regionen;
  4. Stärke 7: starkes Beben, Katastrophen mit Todesopfern;

Stärke 8: Großbeben mit vielen Opfern und schweren Verwüstungen. Stärke 9: katastrophales Beben. Die Skala ist nach oben hin nicht begrenzt, da auch stärkere Beben möglich sind. Experten haben die höchstmögliche Stärke auf 10,6 berechnet – das würde die Erdkruste aufbrechen.

Im Jahr 1960 ereignete sich in Chile das heftigste bisher auf der Erde gemessene Beben – es hatte eine Magnitude von 9,5. Damals starben mehr als 1600 Menschen, 3000 wurden verletzt, zwei Millionen wurden obdachlos.

Maximale Höhe des damaligen Tsunami: 25 Meter. In Europa sind Italien und Griechenland besonders erdbebengefährdet. Als stärkstes Beben des 20. Jahrhunderts gilt das im italienischen Messina (Sizilien). Dabei starben 1908 mehr als 100. 000 Menschen. Das Beben hatte laut Vergleichsberechnungen eine Stärke von 7,2.

In Deutschland gilt die sogenannte Kölner Bucht, die von Basel bis in die Beneluxstaaten reicht, als besonders erdbebengefährdet. Laut Experten sind hier Beben bis zu einer Stärke von 6,4 möglich. Das jüngste im Rhein-Main-Gebiet spürbare Beben (14.

Februar 2011, Epizentrum bei Koblenz) hatte eine Stärke von 4,2 bis 4,5. (dpa/hahe).

War heute ein Erdbeben in Deutschland?

Top 5 stärksten Erdbeben in DEUTSCHLAND

Die neuesten 20 Erdbeben in Deutschland – Anzeige

Datum Zeit Mag Tiefe (km) EMS-98 Ort Kreis, Region Bundesland, Land Daten Erdbebentyp Modus
2022-08-17 16:02 2. 0 12. 0 Heidenrod Rheingau – Taunus – Kreis Hessen HLNUG tektonisch A
2022-08-17 6:29 2. 2 13. 0 Heidenrod Rheingau – Taunus – Kreis Hessen HLNUG tektonisch A
2022-08-15 20:55 1. 2 16. 0 Müllheim Breisgau – Hochschwarzwald Baden-Württemberg SED tektonisch A
2022-08-14 05:45 1. 7 16. 2 Lahr Ortenaukreis Baden-Württemberg Erdbebennews tektonisch M
2022-08-12 13:13 1. 5 1. 3 2 Hamm Hamm Nordrhein-Westfalen RUB induziert (Bergbau / Grubenwasseranstieg) M
2022-08-12 09:26 1. 8 5. 0 2 Großenkneten Oldenburg Niedersachsen BVEG induziert (Erdgasförderung) M
2022-08-09 13:21 2. 1 7. 0 2 Heimenkirch Lindau Bayern LGF tektonisch M
2022-08-09 12:09 1. 1 7. 0 Heimenkirch Lindau Bayern LGF tektonisch M
2022-08-09 11:49 2. 0 7. 0 Heimenkirch Lindau Bayern LGF tektonisch M
2022-08-07 10:02 1. 3 19. 3 Oelsnitz Vogtlandkreis Sachsen TSN tektonisch M
2022-08-07 10:53 1. 4 1. 6 2 Hamm Hamm Nordrhein-Westfalen RUB induziert (Bergbau / Grubenwasseranstieg) M
2022-07-31 22:26 1. 2 12. 0 Meddersheim Bad Kreuznach Rheinland-Pfalz LGB tektonisch M
2022-07-29 10:54 1. 7 6. 0 Reute Emmendingen Baden-Württemberg LGF tektonisch M
2022-07-26 18:12 1. 8 10. 0 Nagold Calw Baden-Württemberg Erdbebennews tektonisch M
2022-07-26 15:00 1. 6 1. 5 3 Hamm Hamm Nordrhein-Westfalen RUB induziert (Bergbau / Grubenwasser) M
2022-07-20 7:56 1. 6 16. 0 Karlstein am Main Aschaffenburg Bayern HLNUG tektonisch M
2022-07-20 7:28 1. 0 7. 0 Kelsterbach Gross – Gerau Hessen HLNUG tektonisch M
2022-07-18 9:14 1. 0 9. 0 Metzingen Reutlingen Baden-Württemberg LGF tektonisch M
2022-07-15 21:40 1. 0 12. 0 Reutlingen Reutlingen Baden-Württemberg LGF tektonisch M
2022-07-15 10:14 1. 2 1. 2 Hamm Hamm Nordrhein-Westfalen RUB induziert (Bergbau / Grubenwasser) M
2022-07-15 02:38 1. 0 7. 0 Jungingen Zollernalbkreis Baden-Württemberg LGF tektonisch M

Vollständige Erdbebenliste 2022 Hinweise zur Karte: Aktive Störungen: Dargestellt sind größere aktive Störungen in Deutschland, deren Verlauf bekannt ist. Kleinere Störungen oder solche, die nicht präzise lokalisiert sind, wurden in der Darstellung nicht berücksichtigt. Wichtig zudem: Störungen sind dreidimensional, setzen sich also in der Tiefe fort und können dabei die Einfallsrichtung ändern. Das heißt, dass Erdbeben an Störungen auch abseits des dargestellten Verlaufs auftreten können.