Wann War Die Pest In Deutschland?

Die Pest in Europa – Seit dem Jahr 1347 breiten sich die Pesterreger in ganz Europa rasant aus. Vermutlich kam der “Schwarze Tod” durch Schiffsbesatzungen aus dem Orient nach Europa. In Marseille, in Paris und ab Dezember 1349 auch in London und in Frankfurt wütete die Krankheit.

Ein Mittel gegen die Seuche mit den schwarzen Beulen gab es zunächst nicht. Anfangs wurden die an Pest erkrankten Patienten noch in die örtlichen Krankenhäuser gebracht. Später kennzeichnete man die Häuser der kranken Menschen mit einem Kreuz und als ein Ende der Pest nicht mehr abzusehen war, mussten die Betroffenen in Unterkünfte außerhalb der Städte ziehen.

Denn erst nach dem Tod Hunderttausender wurde klar, dass die Ausbreitung der Epidemie nur durch Isolation eingedämmt werden konnte. Im Jahr 1423 wurde in Venedig das erste Pest-Krankenhaus erbaut, um die Erkankten von der gesunden Gesellschaft in Venedig abzugrenzen.

Die Auswirkungen der Seuche machten sich stark bemerkbar. Besonders schwer wiegten Hungersnöte, da das gesamte öffentliche Leben zusammenbrach und Nahrungsmittel knapp wurden. In Deutschland wurde ein Seuchengesetz erhoben, dass an der Beulenpest erkankten Menschen den Kontakt mit ihren Mitmenschen verbot.

Wer es von den Erkankten dennoch wagte, wurde meist der Stadt verwiesen und hinaus gejagt.

Wann war das letzte Mal die Pest in Deutschland?

Einzelnachweise [ Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ] –

  1. ↑ Hochspringen nach: a b c d e f Manfred Vasold: Die Pest. Ende eines Mythos. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 2003. ISBN 3-8062-1779-3. 142ff.
  2. ↑ Ivo Mijnssen: Pest, Cholera, Spanische Grippe und jetzt auch noch Corona: Seuchenspuren in der Stadt Wien. Neue Zürcher Zeitung , 19. Mai 2020, abgerufen am 17. März 2021.
  3. ↑ Die Salzburger Glaubensflüchtlinge. Deutsches Historisches Museum Berlin, 2005, abgerufen am 17. März 2021.
  4. ↑ Forschungsprojekt Der letzte Ausbruch der Pest im Ostseeraum zu Beginn des 18. Jahrhunderts , Universität Rostock
  5. ↑ Tagungsprogramm Rostock 2004.
  6. ↑ Inhaltsübersicht und Rezensionen. Abgerufen am 11. Juni 2020.
  7. ↑ Rezension von Jean-Luc Le Cam.

Wann war die Pest in Europa am schlimmsten?

Der Schwarze Tod, der zwischen 1347-1352 über Europa, Westasien und Nordafrika einbrach, zählt zu den bekanntesten und gefürchtetsten Pandemien der Geschichte. Nahezu die Hälfte der europäischen Bevölkerung soll damals an der grassierenden Pest verstorben sein.

  • Wie sich die Pest jedoch demographisch auswirkte, war bislang wenig erforscht – und kaum verstanden;
  • Eine Studie , die kürzlich im Fachmagazin Nature Ecology and Evolution veröffentlicht wurde, erforscht nun genau diesen demographischen Ansatz aus ökologischer Perspektive;

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte in Jena nahmen zusammen mit dem Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO) in Leipzig erstmals die Geschichte der Pest unter die paläoökologische Lupe. Anhand von Pollen- und Sporendaten aus 19 europäischen Ländern konnten die fossilen Lebensräume untersucht werden.

  1. Erste Ergebnisse haben gezeigt, dass die Pest Menschen in Europa nicht etwa flächendeckend dahinraffte, sondern die Auswirkungen der Pandemie von Region zu Region variierte;
  2. Der BDP-Ansatz zur Überprüfung der Sterblichkeitsraten der Pest;

Foto von A. , T. , Hans Sell and Michelle O’Reilly.

Wo war die Pest am schlimmsten?

Die Pest breitete sich in Europa aus – Schon lange vor dem 14. Jahrhundert hatte es Pestepidemien gegeben. In Konstantinopel, dem heutigen Istanbul , war die Krankheit immer wieder ausgebrochen – bis sie für mehrere hundert Jahre verschwand. Um das Jahr 1347 kam der “Schwarze Tod” dann nach Mitteleuropa – vermutlich auf Schiffen aus dem Vorderen Orient.

Die Hafenstadt Caffa auf der Krim-Halbinsel, das heutige Feodosija in der Ukraine , war damals eine der wichtigsten Handelskolonien Genuas. Von dort breitete sich die Pest über die Handelswege in Europa aus.

Unter anderem waren Frankreich, England, Deutschland, Dänemark, Schweden, Polen, Finnland und schließlich sogar Grönland betroffen. Viele Menschen flüchteten in Panik aus den betroffenen Städten, wodurch sich die Seuche umso schneller verbreitete. Schätzungsweise ein Drittel der europäischen Bevölkerung starb zwischen 1347 und 1353 an der Pest.

Wie lange hat die Pest gedauert?

In den Mittelmeerregionen Europas, Gebieten wie Italien, Südfrankreich und Spanien, wo die Pest vier Jahre lang grassierte, starben wahrscheinlich etwa 75–80 % der Bevölkerung.

Kann man sich gegen die Pest impfen lassen?

Gibt es eine Impfung gegen Pest? – Es gibt keinen zugelassenen Impfstoff. Stand: 17. 10. 2017.

Kann man heute noch die Pest bekommen?

Verbreitung und Häufigkeit – Die Pest tritt auch heute noch in kleinen Endemiegebieten in Afrika, Asien und Amerika auf. Die drei hauptsächlichen Endemieländer sind Madagaskar, die Demokratische Republik Kongo und Peru. Weltweit registriert die Weltgesundheitsorganisation (WHO) etwa 1000 bis 3000 Pestfälle pro Jahr, meistens in Form kleinerer, örtlich begrenzter Epidemien.

Warum heißt es der Schwarze Tod?

Erklr’s mir In Madagaskar, einer Insel vor Afrika, ist die Pest ausgebrochen. Die Krankheit gab es schon vor Hunderten von Jahren. Man nannte sie auch den “Schwarzen Tod”. Im Mittelalter, zwischen 1346 und 1353, verbreitete sie sich in Europa. Schtzungsweise 25 Millionen Menschen sollen an dieser Krankheit gestorben sein. Die Pest wird von Flhen bertragen, die auf Ratten sitzen.

  • Damals lebten Menschen und Tiere eng zusammen;
  • Auerdem gab es keine Toiletten und das Abwasser wurde einfach auf die Strae geschttet;
  • In dem Schmutz fhlten sich die Ratten wohl;
  • Hatte sich ein Mensch mit der Pest angesteckt, bekam er Fieber und Schttelfrost und nach einigen Tagen Beulen am Krper;

Deshalb spricht man auch von der Beulenpest. Auerdem frbte sich die Haut der Kranken blauschwarz. Manche meinen, dass die Pest deshalb Schwarzer Tod genannt wurde. Andere sagen, dass der Begriff erst im im 16. Jahrhundert aufkam. Schwarz meint hier weniger die Farbe als vielmehr die Tatsache, dass etwas schreckliches, dsteres passiert war.

Wie lange wird es noch Corona geben?

Corona dürfte bleiben – Ausrotten lässt sich ein so ansteckender und verbreiteter Erreger wie Sars-CoV-2 laut Fachleuten aller Voraussicht nach nicht. Die Annahme ist vielmehr, dass das Virus endemisch wird. Das kann laut dem Präsidenten des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, bedeuten, dass es wie die Grippe saisonal für Infektionswellen sorgt, ohne jedoch in einem Ausmaß wie bisher Menschen schwer krank zu machen.

  1. Das Immunsystem wird dann nicht mehr mit einem neuartigen Erreger konfrontiert, sondern ist durch frühere Infektion oder durch Impfung gewappnet;
  2. Wieler spricht von Grundimmunität, die aufgebaut werden müsse;
See also:  Wann Achtelfinale Deutschland?

Epidemische Verläufe im Sinne eines langdauernden oder schnellen Anstiegs von Infektionszahlen würden dann ausgebremst, erläutert der Epidemiologe Rafael Mikolajczyk aus Halle. Was seit Pandemiebeginn abläuft, ist im Prinzip ein Prozess der Anpassung. „Wie lange die Anpassung bei Sars-CoV-2 dauern wird, lässt sich schwer voraussagen”, sagte Wieler der Deutschen Presse-Agentur.

Warum verschwand die Pest wieder?

Nachfolger des „Schwarzen Todes” im Blick: Für die dritte Pest-Pandemie in Europa war maßgeblich der Handel über den Seeweg verantwortlich. Über Schiffe aus entfernten Kolonien wurde der Yersinia pestis-Erreger ab dem Ende des 19. Jahrhunderts immer wieder auf unseren Kontinent eingeschleppt, wie eine Analyse belegt.

Dank des rigorosen Durchgreifens der Behörden und verbesserten Hygienebedingungen forderte die Pest damals trotzdem vergleichsweise wenige Todesopfer – und konnte schließlich ganz aus Europa verbannt werden.

Die Pest hat im Laufe der Geschichte immer wieder verheerende Seuchen ausgelöst – auch in Europa. Im 6. Jahrhundert wütete die sogenannte Justinianische Pest und im Mittelalter ging der Yersinia pestis-Erreger als der „Schwarze Tod” auf unserem Kontinent um.

  • Auch während der dritten großen Pest-Pandemie, die Ende des 19;
  • Jahrhunderts in China ihren Anfang nahm, wurden die Europäer nicht verschont;
  • Im Vergleich zu vorherigen Pandemien kostete der Erreger damals allerdings deutlich weniger Menschen das Leben, setzte sich anders als in anderen betroffenen Kontinenten nicht langfristig fest und verschwand schließlich sogar für immer;

Doch warum? Dieser in der Forschung bisher kaum beachteten Frage haben sich nun Barbara Bramanti von der Universität Oslo und ihre Kollegen gewidmet.

Was war die schlimmste Krankheit im Mittelalter?

© imago images / Christian Ohde Die Ringvorlesung „Seuche und Krankheit, Heilung und Genesung” des Zentrums für Mittelalter- und Renaissancestudien der LMU beleuchtet ab 21. Oktober 2021 die kulturellen und sozialen Auswirkungen längst vergangener Epidemien. Mitorganisator PD Dr. Johannes Klaus Kipf vom Institut für Deutsche Philologie spricht im Interview über vorwissenschaftliche Heilversuche, verlassene Dörfer und eine dramatische Entsolidarisierung der Gesellschaft.

Herr Dr. Kipf, mit welchen Epidemien kämpften die Menschen in Mittelalter und Renaissance? Klaus Kipf : Leider – wegen der schlechten hygienischen und medizinischen Zustände – mit sehr vielen. Am prominentesten ist wohl die Pest, die in großen Wellen durch Europa zog, insbesondere der „Schwarze Tod” um 1348.

Heutigen Schätzungen zufolge könnte sie ein Drittel der Europäer das Leben gekostet haben. An nächster Stelle, aber kontinuierlicher, trat im Mittelalter die Lepra auf. Für diesen sogenannten „Aussatz” – eine bakterielle Infektionskrankheit, die auch Verstümmelungen hervorruft, – wurden sogenannte „Siechenhäuser” eingerichtet, die auch in Literatur und Kunst immer wieder vorkommen. Titelbild eines Syphilistraktats von Ulrich von Hutten aus dem Jahr 1519 | © Staats- und Stadtbibliothek Augsburg Wie erklärten sich die Menschen damals solche Krankheiten? Die medizinischen und naturwissenschaftlichen Theorien entsprachen dem mittelalterlichen, aus heutiger Sicht „vorwissenschaftlichen” Wissensstand und waren nicht empirisch fundiert – in unserer Ringvorlesung wird sich die Historikerin Katharina Wolff damit befassen. So gingen Ärzte von vier verschiedenen „Säften” im Körper aus, die es im Gleichgewicht zu halten gelte. Gerade im Zusammenhang mit der Pest glaubte man, dass bestimmte giftige Dämpfe diese Verhältnisse im Körper störten. Deshalb riet man den Menschen, aus den ungesunden Städten auf die Landgüter zu ziehen, wie auch Boccaccio das in seinem Vorwort zu Decamerone beschreibt.

  • Ende des 15;
  • Jahrhunderts erreichte dann zum ersten Mal die Syphilis sehr prominent Europa;
  • Dazu grassierten Infektionskrankheiten wie das Fleckfieber, bis ins 19;
  • Jahrhundert dann immer wieder der Typhus und schließlich die Cholera;

Auf der anderen Seite standen theologische Deutungen: Priester fanden Parallelen zu biblischen Geschichten wie den Zehn Plagen Ägyptens. Krankheiten deuteten sie demnach als Strafen Gottes, etwa für Sünde, Laster und Verstöße gegen die Gebote Gottes. Nicht zuletzt glaubte man aber auch an astrologische Zusammenhänge: Kometen oder „ungünstige” Konstellationen am Sternenhimmel wurden als Vorboten oder gar Auslöser von Seuchen und Kriegen gedeutet.

  • Wie reagierten Menschen auf diese Krankheiten? Eine soziale Reaktion etwa während der Lepra war die Absonderung – heute würde man sagen Selbstisolation – der Kranken in sogenannten „Siechenhäusern”;
  • Zu Pest-Zeiten mussten Schiffsbesatzungen in den Häfen noch 40 Tage an Bord ausharren – daher rührt noch unser heutiger Ausdruck „Quarantäne”;

Die Heilungsversuche der zeitgenössischen Medizin waren aus heutiger Sicht genauso vorwissenschaftlich wie die Erklärungen: Aderlass etwa, und gegen die Pest zum Beispiel das Mitführen angenehmer Düfte. Dazu kamen religiöse Maßnahmen – Gottesdienste, Bußrituale, Pilgerfahrten oder die Selbstgeißelung.

Das alles entsprach dem damaligen Wissensstand, mit dem Mediziner und Gelehrte den Krankheiten aber natürlich hilflos gegenüberstanden. Wie veränderten solche Epidemien die Gesellschaften? Zum einen führte die große Entvölkerung, die mit ihnen einherging, zu dramatischen Veränderungen der Gesellschaftsstruktur.

Ganze Viertel oder Dörfer waren wüst und leer, Felder wurden nicht mehr bestellt, was wiederum zu Hungersnöten führte. Und dass so viele geliebte Menschen fehlten, führte neben aller Trauer auch zum Gefühl einer bevorstehenden Apokalypse. Was die Chronisten und Literaten zudem gerade während des „Schwarzen Todes” beklagten, war eine dramatische Entsolidarisierung der Gesellschaft.

Die Menschen starben so schnell an dieser Infektion, dass sie ihren moralischen, religiösen und gesellschaftlichen Pflichten im Anblick des Todes nicht mehr nachzukommen schienen. Stattdessen versuchten sie, sich selbst zu retten, oder, wenn das aussichtslos war, sich die verbleibende Zeit so angenehm wie möglich zu machen.

Inwieweit sind historische Epidemien für Ihre eigene Disziplin, die Sprachwissenschaft, interessant? Zunächst stellen viele Begriffe in den historischen Quellen – wie Pest, Aussatz, Syphilis – lediglich Überlieferungen dar, keine definitiven Diagnosen.

Weil die meisten historischen Krankheiten sich nicht mehr anhand biologischer Überreste klären lassen, können auch Medizinhistoriker sich ihnen nur annähern. Zudem variierten die Bezeichnungen oft von Nation zu Nation: Die Syphilis etwa wurde in vielen Ländern Europas als „Morbus Gallicus” bezeichnet, die ‚französische Krankheit‘, in Frankreich selbst aber als „Mal de Naples” – ‚Krankheit von Neapel‘.

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Durchgesetzt hat sich schließlich der Begriff Syphilis, der auf einer mythologischen Interpretation basiert: Syphilos ist der Liebhaber der Schweine. Dr. Johannes Klaus Kipf | © hansherbigphotography Ihr eigener Vortrag beleuchtet „Die Seuche als Medienereignis – Die erste europäische Syphilis-Epidemie in Text und Bild”. Wie muss man sich ein Medienereignis im 15. Jahrhundert vorstellen? Der erste große Ausbruch der Syphilis fiel etwa in die Zeit der Entdeckung Amerikas und zugleich des Übergangs von der Handschrift zum Buchdruck.

Vor Gutenbergs Erfindung hatten vor allem fahrende Sänger, Boten zu Pferd oder reisende Kaufleute Neuigkeiten übermittelt. Doch während der ersten Syphilis-Fälle erzeugten die Pressen in Europa schon im schnellen Takt Flugblätter: In Gedichten, Bildern und kurzen Texten wurde darin, auch auf Lateinisch, über die Seuche und ihre Gefahren aufgeklärt.

Ende des 15. , Anfang des 16. Jahrhunderts gab es dann erste Traktate, in denen Menschen ihre persönlichen Erfahrungen mit der Syphilis schilderten – darunter mit grausamen Heilversuchen wie der Quecksilber-Einreibung. Das erinnert entfernt an Posts über Covid-19 auf sozialen Medien.

  1. Was lässt sich aus Erfahrungen früherer Epidemien für die heutige lernen? Diese Frage kann ich nur aus persönlicher Sicht beantworten, aber natürlich vor dem Hintergrund meiner Forschung: Wenn ich die historischen Quellen über mittelalterliche Seuchen wieder beiseitelege und in meinen modernen Alltag zurückkehre, ist das stärkste Gefühl Dankbarkeit;

Dankbarkeit für die hohen hygienischen Standards heutzutage und eine medizinische Wissenschaft, die Krankheitserreger im Labor identifizieren kann – und in bewundernswertem Tempo Impfstoffe dagegen entwickelt. Weitere Infos zur Ringvorlesung „ Seuche und Krankheit, Heilung und Genesung “: Die Themen der Vortragenden – von Historikern über Literatur- und Musikwissenschaftler bis hin zu Byzantinisten – ziehen sich von der Justinianischen Pest über die Epidemie im Heer Kaiser Friedrich Barbarossas bis zur Semantik spätmittelalterlicher Beichtdiskurse.

War die Pest auch eine Pandemie?

Eine der größten Pandemien – die Spanische Grippe – Große Pandemien der Vergangenheit waren die Pest und die Cholera. Drei Pest-Pandemien gab es in der Geschichte in Europa mit mehreren Millionen Opfern. Das Bakterium Yersinia pestis löst beim Menschen Fieber, Gliederschmerzen und Beulen an den Lymphknoten aus, deshalb wird diese Form der Erkrankung Beulenpest genannt.

  1. Die Beulenpest kann heute mit Antibiotika behandelt werden;
  2. Befällt der Erreger die Lunge, führt er zur Lungenpest und zum Tod;
  3. Für zahlreiche Todesfälle sorgte zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts auch die Spanische Grippe;

An ihr starben zwischen 1918 und 1920 schätzungsweise 20 bis 50 Millionen Menschen, davon mehr als 400. 000 in Deutschland. Das Virus löste Husten, hohes Fieber und Lungenentzündungen aus. Es stammte vermutlich aus den USA, wurde von Soldaten nach Europa gebracht.

Die ersten Berichte über diese Krankheit erschienen in Spanien und gaben der Krankheit ihren Namen. Bis heute ist der Ursprung der Zoonose nicht genau geklärt. Man vermutet aber, dass der Erreger von einem Vogelgrippevirus abstammt.

Seuchen in Europa – die Pest im 14. Jahrhundert | Terra X

Jede Pandemie wirkt in viele verschiedene Lebensbereiche hinein und hinterlässt Spuren in einer Gesellschaft.

Ist die Pest wirklich ausgerottet?

Der Schwarze Tod kam in Wellen – Die Pest trägt die Angst schon im Namen: Lateinisch pestis lässt sich wahlweise übersetzen mit Unheil, Verderben oder Untergang. Als die erste grosse Pandemie den europäischen Kontinent Mitte des 6. Jahrhunderts erreichte, starb im Römischen Reich innerhalb von zweihundert Jahren jeder Vierte an der Justinianischen Pest, benannt nach dem damaligen Kaiser.

Und die zweite Pestwelle ging als eine der verheerendsten Pandemien in die Geschichte des Kontinents ein: Jeder dritte Europäer erlag zwischen 1346 und 1353 dem Schwarzen Tod. Schwarz wie die dunkel gefärbten Pestbeulen der Opfer.

Während der dritten und letzten grossen Pandemie schliesslich starben, von den ersten Fällen im späten 19. Jahrhundert bis zum Verebben der Pestwelle in der Mitte des 20. Jahrhunderts, auf der ganzen Welt 15 Millionen Menschen. Der rasant zunehmende Handel und die Dampfschiffe wirkten auf die Ausbreitung der Seuche wie ein Katalysator.

Erkrankte Besatzungsmitglieder, Reisende und im Getreide versteckte Ratten und Flöhe brachten die Krankheit in diesem halben Jahrhundert immer wieder auch in Europas Hafenstädte. In Europa brach die Pest im 19.

und 20. Jahrhundert überraschenderweise nicht mehr richtig aus: Weniger als tausend Menschen starben. Doch es hatte sich etwas verändert, in Europa brach die Pest im 19. und 20. Jahrhundert überraschenderweise nicht mehr richtig aus: Weniger als tausend Menschen starben.

Schlussendlich, mit dem Ende des letzten Ausbruchs im Herbst 1945, wurde die Pest auf dem Kontinent ausgerottet. «Dabei weist nichts darauf hin, dass der Erreger zwischen den letzten beiden Pestwellen weniger ansteckend oder weniger tödlich geworden ist», sagt Maria Spyrou, Paläogenetikerin am Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte.

Im 19. und 20. Jahrhundert war die Krankheit noch genauso gefährlich wie im Mittelalter.

Was ist schlimmer Corona oder die Pest?

  • Journal List
  • Nature Public Health Emergency Collection
  • PMC7256474

Uro-News. 2020; 24(6): 12–13. Vergleiche der aktuellen Pandemie zu früheren Seuchen liegen nahe. Ein Blick ins Mittelalter zeigt die offensichtlichen Unterschiede zwischen Corona und der Pest – aber auch ähnliche Verhaltensmuster im Umgang mit der Krankheit. Zunächst kamen Fernsehbilder aus dem fernen Wuhan.

  • Ähnlich wie bei der Pest im Spätmittelalter waren dort erste Hinweise auf den Ausbruch der Epidemie unterdrückt worden;
  • Später sollte die Handlungsfähigkeit der Kommunistischen Partei Chinas durch massives Eingreifen, bis zum Einsatz aller elektronischen Überwachungsmöglichkeiten, demonstriert werden;

Dann trafen besorgniserregende Nachrichten aus Norditalien und Bayern ein. Aus Medienwirklichkeit wurde plötzlich erlebbare Gegenwart. Wie bei jeder Epidemie werden sogleich Horrorbilder aus Pestzeiten aktiviert – trotz der vielfach geringeren Sterblichkeit bei Corona. Im Italien des 17. Jahrhunderts löschte die Pest bis zu einem Drittel einer ganzen Stadtbevölkerung aus. Bei Corona liegt die Letalität bei 0,37 %. Vier Fünftel der Infizierten in China hatten einen leichten Krankheitsverlauf. Schwere Verläufe sind selten, Intensivbehandlung die Ausnahme.

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Warum gibt es die Pest heute nicht mehr?

Pest: Beschreibung – Die Zeiten, in denen die Pest (“Schwarzer Tod”) ganze Dörfer auslöschte, ist glücklicherweise vorbei. Heute spielt die Infektionskrankheit in Europa keine Rolle mehr. Verursacht wird sie durch das Bakterium Yersinia pestis. Nagetiere wie Ratten und Mäuse sind das Reservoir des Erregers.

Über Flöhe kann das Bakterium von den Tieren auf den Menschen übertragen werden. Selten stecken sich Menschen direkt an erkrankten Nagetieren an. Krankheiten, die wie die Pest von Wirbeltieren (wie Ratten) auf Menschen (und in umgekehrte Richtung) übertragbar sind, bezeichnet man als Zoonosen.

Mit Pest infizierte Menschen können den Erreger auch an andere Menschen weitergeben. Das passiert besonders bei der Lungenpest. Sie wird über Tröpfcheninfektion übertragen. Ein Impfstoff gegen Pest ist in Deutschland nicht verfügbar.

War die Pest immer tödlich?

Pestsepsis – Die (primäre) Pest sepsis entsteht durch Eintritt der Bakterien von ihrem Vermehrungsort in die Blutbahn. Dies kann durch Infektion von außen, zum Beispiel über offene Wunden, geschehen, aber auch als Komplikation aus den beiden anderen schweren Verlaufsformen, zum Beispiel durch Platzen der Pestbeulen nach innen.

Die Erreger im Blut verteilen sich mit dem Blutstrom im gesamten Körper. Die Infektion bewirkt hohes Fieber , Schüttelfrost , Kopfschmerzen , Schwindelerscheinungen und ein allgemeines Unwohlsein, später Schock, großflächige Haut- und Organblutungen (daher der Name „Schwarzer Tod”).

Pestsepsis ist unbehandelt praktisch immer tödlich, in der Regel spätestens nach 36 Stunden. Heute kann durch die Behandlung mit Antibiotika die Sterblichkeit deutlich gesenkt werden.

Warum verschwand die Pest wieder?

Nachfolger des „Schwarzen Todes” im Blick: Für die dritte Pest-Pandemie in Europa war maßgeblich der Handel über den Seeweg verantwortlich. Über Schiffe aus entfernten Kolonien wurde der Yersinia pestis-Erreger ab dem Ende des 19. Jahrhunderts immer wieder auf unseren Kontinent eingeschleppt, wie eine Analyse belegt.

Dank des rigorosen Durchgreifens der Behörden und verbesserten Hygienebedingungen forderte die Pest damals trotzdem vergleichsweise wenige Todesopfer – und konnte schließlich ganz aus Europa verbannt werden.

Die Pest hat im Laufe der Geschichte immer wieder verheerende Seuchen ausgelöst – auch in Europa. Im 6. Jahrhundert wütete die sogenannte Justinianische Pest und im Mittelalter ging der Yersinia pestis-Erreger als der „Schwarze Tod” auf unserem Kontinent um.

  • Auch während der dritten großen Pest-Pandemie, die Ende des 19;
  • Jahrhunderts in China ihren Anfang nahm, wurden die Europäer nicht verschont;
  • Im Vergleich zu vorherigen Pandemien kostete der Erreger damals allerdings deutlich weniger Menschen das Leben, setzte sich anders als in anderen betroffenen Kontinenten nicht langfristig fest und verschwand schließlich sogar für immer;

Doch warum? Dieser in der Forschung bisher kaum beachteten Frage haben sich nun Barbara Bramanti von der Universität Oslo und ihre Kollegen gewidmet.

Ist die Pest wirklich ausgerottet?

Der Schwarze Tod kam in Wellen – Die Pest trägt die Angst schon im Namen: Lateinisch pestis lässt sich wahlweise übersetzen mit Unheil, Verderben oder Untergang. Als die erste grosse Pandemie den europäischen Kontinent Mitte des 6. Jahrhunderts erreichte, starb im Römischen Reich innerhalb von zweihundert Jahren jeder Vierte an der Justinianischen Pest, benannt nach dem damaligen Kaiser.

Und die zweite Pestwelle ging als eine der verheerendsten Pandemien in die Geschichte des Kontinents ein: Jeder dritte Europäer erlag zwischen 1346 und 1353 dem Schwarzen Tod. Schwarz wie die dunkel gefärbten Pestbeulen der Opfer.

Während der dritten und letzten grossen Pandemie schliesslich starben, von den ersten Fällen im späten 19. Jahrhundert bis zum Verebben der Pestwelle in der Mitte des 20. Jahrhunderts, auf der ganzen Welt 15 Millionen Menschen. Der rasant zunehmende Handel und die Dampfschiffe wirkten auf die Ausbreitung der Seuche wie ein Katalysator.

  • Erkrankte Besatzungsmitglieder, Reisende und im Getreide versteckte Ratten und Flöhe brachten die Krankheit in diesem halben Jahrhundert immer wieder auch in Europas Hafenstädte;
  • In Europa brach die Pest im 19;

und 20. Jahrhundert überraschenderweise nicht mehr richtig aus: Weniger als tausend Menschen starben. Doch es hatte sich etwas verändert, in Europa brach die Pest im 19. und 20. Jahrhundert überraschenderweise nicht mehr richtig aus: Weniger als tausend Menschen starben.

  • Schlussendlich, mit dem Ende des letzten Ausbruchs im Herbst 1945, wurde die Pest auf dem Kontinent ausgerottet;
  • «Dabei weist nichts darauf hin, dass der Erreger zwischen den letzten beiden Pestwellen weniger ansteckend oder weniger tödlich geworden ist», sagt Maria Spyrou, Paläogenetikerin am Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte;

Im 19. und 20. Jahrhundert war die Krankheit noch genauso gefährlich wie im Mittelalter.

War die Pest auch eine Pandemie?

Eine der größten Pandemien – die Spanische Grippe – Große Pandemien der Vergangenheit waren die Pest und die Cholera. Drei Pest-Pandemien gab es in der Geschichte in Europa mit mehreren Millionen Opfern. Das Bakterium Yersinia pestis löst beim Menschen Fieber, Gliederschmerzen und Beulen an den Lymphknoten aus, deshalb wird diese Form der Erkrankung Beulenpest genannt.

  • Die Beulenpest kann heute mit Antibiotika behandelt werden;
  • Befällt der Erreger die Lunge, führt er zur Lungenpest und zum Tod;
  • Für zahlreiche Todesfälle sorgte zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts auch die Spanische Grippe;

An ihr starben zwischen 1918 und 1920 schätzungsweise 20 bis 50 Millionen Menschen, davon mehr als 400. 000 in Deutschland. Das Virus löste Husten, hohes Fieber und Lungenentzündungen aus. Es stammte vermutlich aus den USA, wurde von Soldaten nach Europa gebracht.

  1. Die ersten Berichte über diese Krankheit erschienen in Spanien und gaben der Krankheit ihren Namen;
  2. Bis heute ist der Ursprung der Zoonose nicht genau geklärt;
  3. Man vermutet aber, dass der Erreger von einem Vogelgrippevirus abstammt;

Jede Pandemie wirkt in viele verschiedene Lebensbereiche hinein und hinterlässt Spuren in einer Gesellschaft.