Wann War Die Schweinegrippe In Deutschland?

Wann War Die Schweinegrippe In Deutschland
Die Anzahl der Todesfälle durch Influenza H1N1-Viren, die sogenannte Schweinegrippe, belief sich in Deutschland bis zum 20. April 2010 auf 253. Der neue Virussubtyp A H1N1 (A/California/7/2009 (H1N1) wurde Mitte April 2009 bei zwei Patienten gefunden, die Ende März unabhängig voneinander in den Vereinigten Staaten erkrankt waren.

  1. Das Virus und weitere genetisch eng verwandte Varianten breiteten sich schnell über die Landesgrenzen aus;
  2. Ende April 2009 warnte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor einer weltweiten Verbreitung (Pandemie);

Anfang Juni 2009 wurde die Warnung auf die höchste Alarmstufe 6 hochgestuft. Im Lauf der Pandemie meldeten weltweit insgesamt 214 Staaten und Überseegebiete Infektionen mit H1N1. Im August 2010 schließlich erklärte die WHO die Pandemiephase der Schweine- oder H1N1-Grippe für beendet.

Wie lange gab es die Schweinegrippe?

Deutschland [ Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ] – In Deutschland wurden dem Robert Koch-Institut (RKI) von April 2009 bis Anfang Mai 2010 insgesamt rund 226. 000 bestätigte Fälle der Neuen Grippe und 250 ihr zurechenbare Todesfälle übermittelt; der Pandemie zugerechnet wurden ferner rund drei Millionen H1N1-bedingte Arztkonsultationen, rund 5.

  • 300 Einweisungen ins Krankenhaus und mehr als 1,5 Millionen Arbeitsunfähigkeit stage;
  • Die Zahl der Neuinfektionen war seit Dezember 2009 zwar rückläufig; eine Impfung wurde aber dennoch weiterhin empfohlen, da auch nach dem Scheitelpunkt einer Infektionswelle mit zahlreichen weiteren Fällen zu rechnen sei;

Ende Februar 2010 wurden Atemwegserkrankungen bereits zumeist durch andere Erreger akuter respiratorischer Erkrankungen verursacht. Insgesamt starben in Deutschland nach Schätzungen 350 Menschen. .

Wie viele Menschen sind an der Schweinegrippe Impfung gestorben?

Situation nach Ende der Pandemie [ Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ] – Die Pandemie wurde im August 2010 für beendet erklärt. Das Impfprogramm kostete in Großbritannien ungefähr 1,3 Milliarden Euro und in Frankreich 990 Millionen Euro. Eine durchschnittliche Grippesaison verursacht Kosten in Höhe von 87 Millionen Euro.

Da für die Impfung nicht wie anfangs angenommen zwei Dosen benötigt wurden, sondern nur eine und wegen der niedrigen Impfbereitschaft blieben in Deutschland ungefähr 29 Millionen Impfdosen ungenutzt.

Die Krankenkassen übernahmen nur die Kosten für die tatsächlich verimpften Dosen, daher entstand den Bundesländern ein finanzieller Schaden von 245 Millionen Euro. Das Haltbarkeitsdatum des Impfstoffs lief Ende 2011 ab und er konnte nicht mehr verwendet werden.

  1. Aus diesem Grund vernichteten die Länder ungefähr 12,7 Millionen Impfdosen in Eigenregie;
  2. Weitere 16 Millionen Dosen, die zentral gelagert wurden, wurden verbrannt;
  3. Die Schweiz verkaufte bereits Anfang 2010 750;

000 Dosen Celtura an den Iran , 150. 000 weitere Dosen gab sie kostenlos ab. Außerdem verschenkte sie rund ein Zehntel ihrer Pandemrix-Bestellung an die WHO. 2,5 Millionen Impfdosen waren gebraucht worden, 8,7 Millionen Impfdosen im Wert von 56 Millionen Franken wurden bis Ende 2011 vernichtet.

  1. In der Saison 2009/2010 starben in Europa 2;
  2. 900 Menschen an einer H1N1-Infektion, während man sonst in einer moderaten Grippe-Saison durchschnittlich ungefähr 40;
  3. 000 Tote erwartet;
  4. Man nimmt an, dass von April bis einschließlich Dezember 2009 weltweit 123;

000 bis 203. 000 Todesfälle durch H1N1 verursacht wurden, davon wurden 18. 400 Todesfälle durch Labortests belegt. Seit Ende der Pandemie sind keine Pandemie-Impfstoffe mehr im Einsatz. Seit 2010 wird mit der Impfung gegen die saisonale Grippe auch ein Schutz gegen A/California/7/2009 (H1N1) gewährleistet.

  • Transparency International forderte Ende 2011 eine umfassende Untersuchung der Vorgänge rund um die Impfstoffbeschaffung und die Folgen der Pandemiewarnung für Bund, Länder und Krankenkassen;
  • In Europa soll die Impfstoffbeschaffung zukünftig besser koordiniert werden;

Außerdem soll die Möglichkeit geschaffen werden, die pandemische Bedrohung unabhängig von einer WHO-Beurteilung selbst einzuschätzen. Im Zuge von Notvorschriften könnte die Reisefreiheit eingeschränkt und die Untersuchung von Reisenden auf Krankheitssymptome angeordnet werden.

Wie viele Tote gab es bei der Schweinegrippe in Deutschland?

Übertriebene Angst? – Nachdem die ersten Fälle in Mexiko und den USA aufgetreten waren, breitete sich diese „neue” Influenza” sehr schnell weltweit aus. Im Gegensatz zur saisonalen Grippe, die vor allem für Ältere gefährlich werden kann, erkrankten an der pandemischen H1N1-Grippe vor allem jüngere Erwachsene und Kinder besonders schwer.

  • Auch in Deutschland war die Angst zunächst groß: Grippemittel waren mancherorts ausverkauft und die Gesundheitsbehörden legten große Vorräte an Impfstoff an, um für die Pandemie gerüstet zu sein;
  • Die tatsächliche Infektionswelle dann allerdings bei uns relativ glimpflich;

Bis Mitte 2010 wurden in Deutschland 258 Todesfälle und 226. 000 Erkrankungen gemeldet und damit weniger als bei einer normalen, saisonalen Grippewelle. Es wurde daher im Nachhinein Kritik laut, die Gefahr sei völlig übertrieben worden. Weltweit soll die Influenza H1N1 neuen Typs bis Mitte 2010 rund 18.

Wann war die Schweinegrippe Impfung?

Derzeitiger Erkenntnistand in Kürze – Mit der Information der schwedischen Arzneimittelbehörde Läkemedelsverket am 18. August 2010 über Fälle einer Narkolepsie bei Kindern und Jugendlichen nach Pandemrix- Impfung wurde erstmals die Aufmerksamkeit auf einen möglichen Zusammenhang zwischen diesem Impfstoff und der erstmaligen Entwicklung einer Narkolepsie gelenkt.

Neben den Ergebnissen aus Schweden weisen die Ergebnisse weiterer retrospektiver epidemiologischer Studien in Finnland, Irland, Frankreich und England auf ein Narkolepsie-Risiko bei Kindern und Jugendlichen sowie jungen Erwachsenen durch Pandemrix hin.

In Frankreich wurde ein Signal auch bei Erwachsenen detektiert, das durch weitere Untersuchungen bestätigt werden muss. Der Human-Impfstoff Pandemrix wurde im September 2009 in der EU zum Schutz gegen die durch den Influenzavirusstamm H1N1A/v verursachte Virusgrippe zugelassen.

Welcher Impfstoff wurde 1976 verboten?

1976 wurde der Impfstoff zurückgezogen. Der Impfstoff, mit dem man nun das H1N1-Virus großflächig bekämpfen wolle, sei aber ‘nach dem selben Strickmuster’ gebaut, warnt Schönhöfer.

War die Schweinegrippe eine Epidemie oder eine Pandemie?

Was im April 2009 mit einer Grippewelle in Mexiko begann, hatte bald darauf die ganze Welt erfasst. Der Erreger, der hinter den zehntausenden Krankheitsfällen allein in Deutschland steckte, ist eine Variante des Influenza A-Virus H1N1. Im Volksmund wird die davon hervorgerufene Erkrankung bis heute “Schweinegrippe” genannt, denn in den USA waren ähnliche Viren bereits bei Schweinen beobachtet worden.

Allerdings waren diese Erreger früher nur sehr selten beim Menschen als Grippevirus aufgetreten. Den Sprung von einer Person zur nächsten hatten sie fast nie geschafft. Ganz anders bei der später ” neue Grippe ” genannten Influenza durch das veränderte A-Virus H1N1.

Es wies Teile des Erbguts von menschlichen, aber auch von Influenzaviren aus Schweinen und Vögeln auf, und die von ihm verursachte Grippe verbreitete sich rasch. Schon bald nach den Fällen in Mexiko gab es erste Fälle in den USA, auch nach Deutschland wurde das Virus Ende April 2009 eingeschleppt.

Am 11. Juni 2009 erklärte die Weltgesundheitsorganisation WHO die “neue Grippe” zur Pandemie, also zu einer weltweiten Epidemie. Auch in Deutschland stiegen die Fallzahlen lange Zeit täglich und es gab Todesfälle.

Im August 2010 erklärte die WHO die Pandemie dann offiziell für beendet. Hier finden Sie Antworten auf wichtige Fragen zum Thema Schweinegrippe / neue Grippe.

See also:  Was Liefert Ukraine Nach Deutschland?

Was passierte nach der Schweinegrippe Impfung?

Archiv Im Jahr 2009 war die Nachfrage nach einer Impfung gegen die Schweinegrippe groß. Auch damals wurden im Eiltempo Vakzinen entwickelt. In extrem seltenen Fällen löste einer der Impfstoffe – Pandemrix – offenbar Narkolepsie aus, eine Art Schlafkrankheit. Wann War Die Schweinegrippe In Deutschland Nach der Schutzimpfung gegen Schweinegrippe im Jahr 2009 traten extrem seltene Nebenwirkungen auf (picture alliance / Robert Guenther) Emma Rosenqvist ist eine von fünf Millionen Schweden, die sich 2009 gegen die Schweinegrippe impfen ließen. In den Jahren darauf verspürt die junge Frau immer wieder eine seltsame Abgeschlagenheit, die sie zunächst aber nicht mit der Impfung in Verbindung bringt. “Am Anfang hatte ich das Gefühl, dass mein Körper einfach nur unglaublich müde war.

Welche Nebenwirkungen hatte die Impfung gegen Schweinegrippe?

Es musste schnell gehen im Sommer 2009. Nachdem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Schweinegrippe zur weltweiten Seuche erklärt hatte, aktivierten die Behörden rund um den Globus ihre Notfallpläne. Ein Schweinegrippe-Impfstoff musste her, in kürzester Zeit, für Millionen Menschen.

  1. Nur so, das war der Gedanke dahinter, könne der Mensch die Macht über die Verbreitung des Virus zurückgewinnen;
  2. Schon damals kritisierten viele, dass aufgrund der Eile die Standards zu stark heruntergesetzt wurden;

Ein aktueller Bericht in der Fachzeitschrift “British Medical Journal”  bestärkt nun, dass der Impfstoff-Hersteller GlaxoSmithKline (GSK) schon früh brisante Informationen zu Nebenwirkungen des in Europa eingesetzten Impfstoffs Pandemrix hatte, die Warnzeichen aber ignorierte.

Um die Produktion zu beschleunigen, mischte GSK seinem Impfstoff einen Wirkverstärker bei. So konnten Unternehmen und Behörden weniger Wirkstoff auf mehr Menschen verteilen. Bislang galt vor allem diese sogenannte Adjuvans als problematischer Teil des Impfstoffs.

Jetzt berichtet das “British Medical Journal”, dass es auch beim Herstellungsprozess des europäischen Mittels Probleme gegeben haben könnte. Allergischer Schock, Gesichtslähmungen, Zuckungen Dabei bezieht sich das Fachjournal auf Daten, die in vier internen Berichten zu Nebenwirkungen zwischen Dezember 2009 und März 2010 bei GSK kursierten.

  1. Auszüge daraus wurden jetzt, im Zusammenhang mit Nebenwirkungs-Klagen, von einem Anwalt offengelegt;
  2. Das zugehörige Dokument liegt auch dem SPIEGEL vor;
  3. Demnach zeichnete sich schon zu Beginn der Impfkampagne ab, dass der in Europa produzierte und angewendete Impfstoff Pandemrix deutlich häufiger zu Meldungen von Nebenwirkungen führte als sein kanadisches Pendant – obwohl die Mittel beide von GSK mit dem gleichen Wirkstoff und dem gleichen Wirkverstärker hergestellt wurden;

Mögliche Ursache könnten Spuren sonstiger Stoffe sein, die bei der Produktion in den europäischen Impfstoff gelangten.

  • Während beim europäischen Impfstoff Pandemrix beispielsweise bis Ende November 1138 schwere Nebenwirkungen dokumentiert wurden, waren es beim kanadischen Mittel Arepanrix nur 95.
  • Angesichts der Zahl der Geimpften bedeutete das: Bei Pandemrix wurden pro eine Millionen Geimpfte 75,8 schwere Nebenwirkungen gemeldet. Bei Arepanrix waren es 7,9 schwere Nebenwirkungen pro eine Millionen Geimpfte.
  • Zu den deutlich häufigeren Nebenwirkungen zählen unter anderem ein allergischer Schock, Gesichtslähmungen, Zuckungen, Gefäßentzündungen und Gehirnentzündungen. Alle Nebenwirkungen wurden um den Zeitpunkt der Impfung beobachtet. Dadurch ist zwar noch nicht bewiesen, dass die Impfung auch der Auslöser war. Die Meldungen pro eine Million Dosen blieben jedoch von Dezember 2009 bis März 2010 weitgehend konstant. Obwohl die Unterschiede zwischen den beiden Varianten des Medikaments so offensichtlich waren, wurden sie laut “British Medical Journal” nie öffentlich thematisiert oder weiter untersucht.

    1. Zwar gibt es auch mögliche Erklärungen für die Unterschiede, die Sicherheitsbedenken entkräften;
    2. So könnte es zum Beispiel sein, dass die Europäer durch die kritische Berichterstattung stärker sensibilisiert waren und mehr Nebenwirkungen meldeten als die Kanadier;

    Trotzdem hätte das Unternehmen dem nachgehen müssen. “Großexperiment mit einem nicht ausreichend getesteten Impfstoff” “Die Zahlen zu Nebenwirkungen von Pandemrix überraschen mich überhaupt nicht”, sagt Wolfgang Becker-Brüser, Herausgeber des pharmakritischen “Arznei-Telegramms”.

    • “Ich habe schon damals gesagt, dass die Schweinegrippe benutzt wird, um in Deutschland ein Großexperiment zu starten mit einem Impfstoff, der nicht ausreichend getestet und daher für eine Massenimpfung ungeeignet ist;

    ” Dem Bericht zufolge summierte sich die Zahl der gemeldeten schweren Nebenwirkungen im Zusammenhang mit Pandemrix bis Ende 2018 auf mehr als 5000. Schätzungen gehen davon aus, dass nur rund zehn Prozent der Nebenwirkungen von Arzneimitteln dokumentiert werden – die Zahl der tatsächlich aufgetretenen schweren Nebenwirkungen dürfte also noch deutlich höher liegen.

    Das verdeutliche, wie riskant die Impfkampagne war, sagt Becker-Brüser. “Meines Erachtens wurde das Risiko von den zuständigen Behörden negiert. Man wollte impfen, man wollte den Impfstoff loswerden, den man gekauft hatte.

    ” Zumindest von der irischen Regierung ist laut “British Medical Journal” bekannt, dass den zuständigen Behörden die internen Nebenwirkungs-Berichte von GlaxoSmithKline vorlagen. Dennoch lief die Impfkampagne in Irland uneingeschränkt weiter. Problematisch ist aus Becker-Brüsers Sicht auch, dass von den zuständigen Behörden nicht ausreichende Zwischenauswertungen gemacht wurden.

    1. “Bei so einem Großexperiment müsste man eigentlich nach einer bestimmten Zahl an geimpften Dosen innehalten und sich anschauen, ob das Nutzen-Schaden-Verhältnis noch stimmt;
    2. Das ist nicht passiert, obwohl recht bald absehbar war, dass die Schweinegrippe viel milder verläuft als prognostiziert;

    ” Wie steht GlaxoSmithKline zu den Vorwürfen? Auf Anfrage des “British Medical Journals” erklärte GSK, alle verfügbaren Sicherheitsdaten zu Pandemrix wöchentlich an die europäische Arzneimittelbehörde Ema übermittelt zu haben, wo sie bis heute öffentlich abrufbar sind.

    1. Fragen dazu, ob das Unternehmen den Unterschieden bei den Meldungen zu Pandemrix und Arepanrix nachgegangen sei, ob es Gesundheitsbehörden über die Unterschiede informiert habe oder erwogen habe, Arepanrix statt Pandemrix zu empfehlen, beantwortete GSK dem Bericht zufolge nicht;

    Stattdessen verwies es auf laufende Gerichtsprozesse. Fraglich ist außerdem, was die europäische Arzneimittelbehörde Ema über die unterschiedlichen Nebenwirkungen bei den Impfstoffen wusste. In einer Stellungnahme erklärte die Behörde dem “British Medical Journal”, dass sie keine vergleichenden Nutzen- und Risikoanalysen zwischen verschiedenen Produkten durchführe.

    Trotz der aktuellen Analyse sieht Becker-Brüser noch immer den Wirkverstärker als größtes Problem von Pandemrix. “Es gibt ausreichend Beispiele für andere Impfstoffe, die ebenfalls Wirkverstärker enthalten und eine schlechtere Verträglichkeit zeigen, als solche ohne.

    Im Fall von Pandemrix gibt es allerdings keine Vergleichsstudien zu Produkten mit und ohne Wirkverstärker – es gibt und gab überhaupt zu wenig Studien dazu. ” Schon länger bekannte Nebenwirkung: Narkolepsie Zumindest eine schwere Nebenwirkung von Pandemrix ist mittlerweile recht gut untersucht.

    Nach den Massenimpfungen erkrankten auffällig viele Menschen an Narkolepsie, einer unheilbaren Schlafkrankheit. Das Problem wurde erst Monate nach Ende der Impfkampagnen bekannt. Unter den etwa 30 Millionen geimpften Europäern kam es zu rund 1300 Fällen von Narkolepsie, die mit dem Mittel in Verbindung stehen sollen.

    See also:  Wie Viele Juristen Gibt Es In Deutschland?

    Betroffen sind vor allem Kinder und Jugendliche. Die schwedische Regierung hat im Mai 2016 beschlossen, Betroffene mit bis zu einer Million Euro zu entschädigen. Gerichtsprozesse gegen GSK laufen. Aus einem dieser Verfahren stammen auch die jetzt öffentlich gewordenen Daten.

    Trotzdem sehen es GSK und die europäische Arzneimittelbehörde Ema bis heute nicht als erwiesen an, dass die Fälle auf Pandemrix zurückzuführen sind. Es brauche noch weitere Untersuchungen, um zu bestätigen, welche Rolle Pandemrix bei der Entwicklung der Narkolepsie der Betroffenen möglicherweise gespielt habe, erklärt GSK dem “British Medical Journal”.

    Zumindest eines steht fest: Pandemrix stellt heute keine Gefahr mehr da. Mit dem Ende der Schweinegrippe-Epidemie hat es auch seine Zulassung wieder verloren. Im Video: Radikale Impfgegner in Deutschland.

    War die Impfung gegen Schweinegrippe ein totimpfstoff?

    Pandemrix enthält kleine Mengen von Hämagglutininen (Proteinen aus der Oberfläche) des Virus A( H1N1 )v 2009. Das Virus wurde zunächst inaktiviert (abgetötet), damit es keine Erkrankung verursachen kann. Wenn der Impfstoff verabreicht wird, erkennt das Immunsystem das Virus als „fremd’ und bildet Antikörper dagegen.

    Wie gefährlich war die Schweinegrippe?

    Schweinegrippe: Krankheitsverlauf und Prognose – Die Pandemie im Jahr 2009 verlief weniger schlimm, als zunächst befürchtet. In einigen Fällen war der Schweinegrippe-Verlauf aber auch sehr schwerwiegend oder sogar tödlich. Mindestens 18. 449 Menschen sind weltweit durch die Schweinegrippe-Pandemie 2009/2010 gestorben, in Deutschland waren es 253.

    Dabei waren bis zu 85 Prozent der Betroffenen jünger als 65 Jahre. Besonders anfällig für einen schweren oder sogar tödlichen Schweinegrippe-Verlauf sind Kinder unter vier Jahren, schwangere Frauen und Menschen mit chronischen Vorerkrankungen wie Atemwegserkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Immunschwäche sowie Nieren- und Lebererkrankungen.

    Bislang ist das Virus nicht zu einer noch tödlicheren Form mutiert und hat bisher auch noch keine Resistenzen gegen Medikamente entwickelt. Der Impfstoff gegen die Schweinegrippe hat sich bislang als wirksam gegen die sich im Umlauf befindlichen Viren erwiesen.

    Ist die Schweinegrippe für den Menschen gefährlich?

    Komplikationen im Verlauf von Schweinegrippe – Sehr selten (0,02 Prozent der Fälle) verläuft Schweinegrippe tödlich. Verantwortlich dafür sind Komplikationen im Erkrankungsverlauf. Diese schweren Verläufe ereignen sich vor allem bei Menschen mit geschwächter Immunabwehr, Lungenerkrankungen und bei Kindern.

    Häufigste Komplikationen der Schweinegrippe sind Lungenentzündungen. Diese Pneumonien entstehen entweder durch das Schweinegrippenvirus selbst oder durch eine Infektion mit Bakterien. Mediziner sprechen im letzteren Fall von einer Superinfektion.

    Seltene und schwere Komplikationen der Schweinegrippe sind Herzmuskelentzündungen (Myokarditis) sowie Gehirn- und Hirnhautentzündungen (Enzephalitis, Meningitis), die auch bei schlecht auskurierter saisonaler Grippe mitunter auftreten.

    Wo ist die Schweinegrippe ausgebrochen?

    Grippeviren gehören zu den wandlungsfähigsten Erregern, die bekannt sind. Dabei können gelegentlich auch gänzlich neue, gefährliche Typen entstehen. Die Viren entwickeln sich dabei etwa in Vögeln oder Schweinen und springen dann auf den Menschen über. Neuartige Erreger können daher eher in Gegenden entstehen, wo Schweine und Vögel in engem Kontakt miteinander leben.

    So war es vermutlich bei der Spanischen Grippe 1918 und könnte jetzt auch bei der aktuellen Schweinegrippe der Fall gewesen sein. In anderen Fällen können zwei verschiedene Viren in Menschen oder Schweinen zusammentreffen und sich darin zu einem gefährlichen neuen Erreger entwickeln.

    Die Viren vom Subtyp A H1N1 wurden erstmalig im Jahr 1930 isoliert. Der 2010 in Mexiko aufgetretene Erreger ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine neu entstandene Variante des Typs H1N1, der sowohl bei Menschen als auch bei Schweinen und Vögeln vorkommen kann.

    Der genaue Entstehungsweg dieses Erregers ist noch unbekannt: Aufgrund der genetischen Sequenzen ist anzunehmen, dass er seinen Ursprung im Schwein hatte, da er genetische Merkmale aufweist, die bei Schweineviren auftreten.

    Wann er das Schwein verlassen und sich an den Menschen angepasst haben könnte, ist aber nicht bekannt. Auch ist diese Form des Erregers, wie sie aktuell vorkommt, bei Schweinen noch nie nachgewiesen worden. Derselbe Subtyp (H1N1) war auch Auslöser der Spanischen Grippe.

    Er zog von 1918 bis 1920 um die Welt und kostete mindestens 25 Millionen Menschen das Leben. Manche Experten gehen sogar von rund 50 Millionen Todesopfern aus. Der Erreger war außergewöhnlich aggressiv. Er bedrohte wie im aktuellen Fall vor allem junge, gesunde Menschen zwischen 20 und 40 Jahren und nicht wie Grippeviren anderer Typen hauptsächlich Kleinkinder und ältere Menschen.

    1957 folgte die Asiatische und 1968 die Hongkong-Grippe. Benannt sind die Erreger nach der Region, in der sie erstmals isoliert werden. Sie können sich von dort aus über die ganze Welt ausbreiten. Ein letzter Ausbruch der Schweinegrippe unter Menschen trat im Jahr 1976 in New Jersey (USA) auf, wobei vier Soldaten an einer Lungenentzündung erkrankten.

    1. Damals gab es einen Todesfall;
    2. Die Übertragung erfolgte von Mensch zu Mensch;
    3. Seit sechs Jahre verbreitet die Vogelgrippe mit dem Erreger H5N1 großen Schrecken, besonders in Südostasien;
    4. Die WHO registrierte 421 Erkrankte und 257 Todesfälle seit 2003;

    In diesem Jahr starben bislang (Stand Mai 2009) sieben Menschen daran, und zwar in Vietnam und China. H5N1 grassierte 1997 in Hongkong unter Hühnern. Die Viren können direkt von Schwein zu Mensch (aber auch von Mensch zu Schwein) übertragen werden. Der aktuelle Ausbruch in Mexiko zeigt, dass man bei der aktuellen Variante auch von einer Mensch-zu-Mensch-Übertragung ausgehen muss.

    Dies geschieht auf gleiche Weise wie bei der gewöhnlichen Grippe-Infektion vorwiegend über Tröpfchen, zum Beispiel beim Husten oder Niesen, aber auch über Händeschütteln, Küssen und Schmierinfektion (zum Beispiel über Türklinken).

    Deshalb ist es ratsam, größere Menschengruppen zu meiden und sich die Hände regelmäßig und sehr gründlich zu waschen (eine Anleitung der Canadian Lung Association zum gründlichen Händewaschen finden Sie hier: www. lung. ca/protect-protegez/germs-microbes_e.

    php ). Falls es keine Waschmöglichkeit gibt, kann man auch eine alkoholhaltige Desinfektionswaschlösung verwenden, mit der die Hände etwa 25 Sekunden lang benetzt werden sollten. Insbesondere beim Niesen oder Husten können Erreger auch auf die Hände gelangen und darüber weiterverbreitet werden.

    Daher wird beim Husten empfohlen, in den Ärmel zu husten. Wer Schleim hustet, sollte ihn in ein Taschentuch ausspucken, dieses entsorgen und seine Hände waschen. Eine Berührung von Nase, Mund oder Augen ist möglichst zu vermeiden, da diese Einfallstore für die Viren darstellen.

    1. In stark betroffenen Regionen wie Mexiko-Stadt ist es ratsam einen Mundschutz zu tragen und anderen Menschen nicht die Hände zu geben;
    2. Über Lebensmittel erfolgt offenbar keine Ansteckung;
    3. Die US-Gesundheitsbehörde CDC geht davon aus, dass Schweinegrippe- Viren nicht durch Nahrungsmittel übertragen werden und weist darauf hin, dass ein Erhitzen von Schweinefleisch auf 72 Grad Celsius die Viren sicher abtötet;
    See also:  Welche Waren Kommen Aus Der Ukraine Nach Deutschland?

    Ausführliche Informationen zu persönlichen Schutzmaßnahmen bei Virusinfektionen sind in der Broschüre Selbstverteidigung gegen Viren enthalten, die ab Mitte Mai 2009 bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung in Köln bestellt werden kann und unter http://www.

    Wie viele Grippetote gab es 2009?

    Die Anzahl der Todesfälle durch Influenza H1N1-Viren, die sogenannte Schweinegrippe, belief sich in Deutschland bis zum 20. April 2010 auf 253. Der neue Virussubtyp A H1N1 (A/California/7/2009 (H1N1) wurde Mitte April 2009 bei zwei Patienten gefunden, die Ende März unabhängig voneinander in den Vereinigten Staaten erkrankt waren.

    Das Virus und weitere genetisch eng verwandte Varianten breiteten sich schnell über die Landesgrenzen aus. Ende April 2009 warnte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor einer weltweiten Verbreitung (Pandemie).

    Anfang Juni 2009 wurde die Warnung auf die höchste Alarmstufe 6 hochgestuft. Im Lauf der Pandemie meldeten weltweit insgesamt 214 Staaten und Überseegebiete Infektionen mit H1N1. Im August 2010 schließlich erklärte die WHO die Pandemiephase der Schweine- oder H1N1-Grippe für beendet.

    Wann war die erste Schweinegrippe?

    Vierfachkombinanten [ Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ] – Genetische Mischung ( reassortment ) von A/California/7/2009 (H1N1) Die erste und bisher einzige Vierfachkombination wurde 2009 entdeckt. Obwohl sie bereits an den Menschen angepasst war, siehe Influenza-Pandemie 2009 , wurde sie vielfach als „Schweinegrippe” bezeichnet, denn sie war aus Schweine-Influenzaviren und vermutlich in Schweinen entstanden. Die erste wissenschaftliche Veröffentlichung beschrieb die neue Virusvariante als eine genetische Neukombination aus zwei Viruslinien der Schweineinfluenza , einer nordamerikanischen und einer eurasischen.

    Drei der acht Gensegmente – NP, NS und ein das H1-Hämagglutinin codierendes  – gehen auf das klassische Schweineinfluenza-Virus von 1918 zurück. Zwei Gensegmente – PB2 und PA – sind etwa 1998 von Vögeln auf nordamerikanische Schweine übergegangen und PB1 etwa 1968 von Vögeln auf Menschen und von dort etwa 1998 auf Schweine.

    Diese Kombination von sechs Gensegmenten findet sich in Dreifachkombinanten , die in Nordamerika verbreitet sind. Dagegen stammen die beiden übrigen Gensegmente, die eine N1-Neuraminidase bzw. die Matrixproteine M1 und M2 codieren, von jener ursprünglich unter Vögeln verbreiteten Variante ab, die seit 1977 unter eurasischen Schweinen verbreitet ist, aber in Amerika nie nachgewiesen worden war.

    Wo ist die Schweinegrippe ausgebrochen?

    Grippeviren gehören zu den wandlungsfähigsten Erregern, die bekannt sind. Dabei können gelegentlich auch gänzlich neue, gefährliche Typen entstehen. Die Viren entwickeln sich dabei etwa in Vögeln oder Schweinen und springen dann auf den Menschen über. Neuartige Erreger können daher eher in Gegenden entstehen, wo Schweine und Vögel in engem Kontakt miteinander leben.

    So war es vermutlich bei der Spanischen Grippe 1918 und könnte jetzt auch bei der aktuellen Schweinegrippe der Fall gewesen sein. In anderen Fällen können zwei verschiedene Viren in Menschen oder Schweinen zusammentreffen und sich darin zu einem gefährlichen neuen Erreger entwickeln.

    Die Viren vom Subtyp A H1N1 wurden erstmalig im Jahr 1930 isoliert. Der 2010 in Mexiko aufgetretene Erreger ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine neu entstandene Variante des Typs H1N1, der sowohl bei Menschen als auch bei Schweinen und Vögeln vorkommen kann.

    • Der genaue Entstehungsweg dieses Erregers ist noch unbekannt: Aufgrund der genetischen Sequenzen ist anzunehmen, dass er seinen Ursprung im Schwein hatte, da er genetische Merkmale aufweist, die bei Schweineviren auftreten;

    Wann er das Schwein verlassen und sich an den Menschen angepasst haben könnte, ist aber nicht bekannt. Auch ist diese Form des Erregers, wie sie aktuell vorkommt, bei Schweinen noch nie nachgewiesen worden. Derselbe Subtyp (H1N1) war auch Auslöser der Spanischen Grippe.

    Er zog von 1918 bis 1920 um die Welt und kostete mindestens 25 Millionen Menschen das Leben. Manche Experten gehen sogar von rund 50 Millionen Todesopfern aus. Der Erreger war außergewöhnlich aggressiv. Er bedrohte wie im aktuellen Fall vor allem junge, gesunde Menschen zwischen 20 und 40 Jahren und nicht wie Grippeviren anderer Typen hauptsächlich Kleinkinder und ältere Menschen.

    1957 folgte die Asiatische und 1968 die Hongkong-Grippe. Benannt sind die Erreger nach der Region, in der sie erstmals isoliert werden. Sie können sich von dort aus über die ganze Welt ausbreiten. Ein letzter Ausbruch der Schweinegrippe unter Menschen trat im Jahr 1976 in New Jersey (USA) auf, wobei vier Soldaten an einer Lungenentzündung erkrankten.

    • Damals gab es einen Todesfall;
    • Die Übertragung erfolgte von Mensch zu Mensch;
    • Seit sechs Jahre verbreitet die Vogelgrippe mit dem Erreger H5N1 großen Schrecken, besonders in Südostasien;
    • Die WHO registrierte 421 Erkrankte und 257 Todesfälle seit 2003;

    In diesem Jahr starben bislang (Stand Mai 2009) sieben Menschen daran, und zwar in Vietnam und China. H5N1 grassierte 1997 in Hongkong unter Hühnern. Die Viren können direkt von Schwein zu Mensch (aber auch von Mensch zu Schwein) übertragen werden. Der aktuelle Ausbruch in Mexiko zeigt, dass man bei der aktuellen Variante auch von einer Mensch-zu-Mensch-Übertragung ausgehen muss.

    Dies geschieht auf gleiche Weise wie bei der gewöhnlichen Grippe-Infektion vorwiegend über Tröpfchen, zum Beispiel beim Husten oder Niesen, aber auch über Händeschütteln, Küssen und Schmierinfektion (zum Beispiel über Türklinken).

    Deshalb ist es ratsam, größere Menschengruppen zu meiden und sich die Hände regelmäßig und sehr gründlich zu waschen (eine Anleitung der Canadian Lung Association zum gründlichen Händewaschen finden Sie hier: www. lung. ca/protect-protegez/germs-microbes_e.

    php ). Falls es keine Waschmöglichkeit gibt, kann man auch eine alkoholhaltige Desinfektionswaschlösung verwenden, mit der die Hände etwa 25 Sekunden lang benetzt werden sollten. Insbesondere beim Niesen oder Husten können Erreger auch auf die Hände gelangen und darüber weiterverbreitet werden.

    Daher wird beim Husten empfohlen, in den Ärmel zu husten. Wer Schleim hustet, sollte ihn in ein Taschentuch ausspucken, dieses entsorgen und seine Hände waschen. Eine Berührung von Nase, Mund oder Augen ist möglichst zu vermeiden, da diese Einfallstore für die Viren darstellen.

    In stark betroffenen Regionen wie Mexiko-Stadt ist es ratsam einen Mundschutz zu tragen und anderen Menschen nicht die Hände zu geben. Über Lebensmittel erfolgt offenbar keine Ansteckung. Die US-Gesundheitsbehörde CDC geht davon aus, dass Schweinegrippe- Viren nicht durch Nahrungsmittel übertragen werden und weist darauf hin, dass ein Erhitzen von Schweinefleisch auf 72 Grad Celsius die Viren sicher abtötet.

    Ausführliche Informationen zu persönlichen Schutzmaßnahmen bei Virusinfektionen sind in der Broschüre Selbstverteidigung gegen Viren enthalten, die ab Mitte Mai 2009 bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung in Köln bestellt werden kann und unter http://www.

    Wie viele Menschen sind weltweit an der Schweinegrippe gestorben?

    Schweinegrippe war erstes weltweit wahrgenommenes Coronavirus – 2009 grassierte die „Schweinegrippe”, verursacht vom Virus H1N1. Zunächst wurden offiziell 18. 500 Todesopfer dieser Pandemie gemeldet. Laut der Fachzeitschrift The Lancet starben aber tatsächlich weit mehr Menschen – zwischen 151.