Wann Wird Das Bargeld In Deutschland Abgeschafft?

Wann Wird Das Bargeld In Deutschland Abgeschafft
Wird das Bargeld abgeschafft? Kommt sogar ein Bargeldverbot? – 2021 und auch 2022 wird das Bargeld noch nicht abgeschafft. Die Bargeldabschaffung bzw. ein Bargeldverbot wird auch nicht von einen Tag auf den anderen Tag geschehen. Allerdings gibt es bereits erste Signale, die ein Ende der Bargeldzahlungen andeuten könnten.

Lag der durchschnittliche Bargeldbetrag in deutschen Geldbörsen 2020 noch bei knapp unter 90 Euro, tragen die Deutschen 2021 nur noch knapp unter 75 Euro bei sich – ein Rückgang um 16 %. Ein erster Schritt wurde mit der Abschaffung des 500 Euro-Scheins durch die Europäische Zentralbank gemacht.

Dadurch sollen kriminelle Machenschaften (finanzielle Terrorunterstützung, Geldwäsche, Drogenhandel) erheblich erschwert werden. Da der 500 Euro-Schein im Alltag eher weniger präsent war, ist der Verlust dieses Scheins ohnehin nicht von großer Bedeutung für die Mehrheit der europäischen Bürger.

  • In sieben EU-Ländern, darunter Belgien, Irland und Finnland wurden zudem 2015 die 1- und 2-Cent-Münzen abgeschafft, denn deren Herstellung ist schlichtweg zu teuer;
  • Zu zahlende Bargeldbeträge werden auf die nächste Fünf-Cent-Stelle aufgerundet;

Eine Bargeldabschaffung in der EU deutet sich mittlerweile an, die finale Umsetzung wird jedoch noch einige Jahre in Anspruch nehmen. Als Ersatz hat die EZB bereits den digitalen Euro in der Hinterhand. Ob jedoch auch in naher Zukunft von einem Verbot des Bargelds gesprochen werden kann ist ungewiss.

Wie lange bleibt uns noch Bargeld?

Bargeldverbot: Aktuelle Situation – Münzen und Scheine werden so schnell nicht aus den Geldbörsen der Verbraucher in Deutschland, Europa und der Welt verschwinden. Obwohl einige Länder wie Schweden, Finnland und Dänemark es den Liebhabern von Bargeld immer unbequemer machen.

Bis 2030 wollen diese Länder bargeldfrei sein. Ob dieses Vorhaben von Erfolg gekrönt sein wird? In Deutschland ist Bargeld immer noch der König. Auch wenn 2021 in Brüssel über den digitalen Euro entschieden wird, bleiben den Bundesbürgern Münzen und Scheine auf jeden Fall erst einmal erhalten.

Viele Banken und Politiker sprechen sich gegen Bargeld abschaffen ebenfalls aus. Eine andere Frage, die jedoch viele bewegt, lautet: Kommt jetzt die Bargeldquote ? In der EU ist die Höhe, in der Bargeldgeschäfte zulässig sind, ganz unterschiedlich. Eine einheitliche Bargeldgrenze 2020 gab es daher nicht.

Doch wo liegt genau das Problem? Immerhin überlegt die EU an einer Bargeldgrenze 2021. Die soll das Hinterziehen von Steuern und Geldwäsche erschweren. Neun der 27 Mitgliedstaaten haben keine Bargeldobergrenze – darunter Deutschland.

In anderen Ländern dürfen nicht mehr als 500 Euro in bar bezahlt werden. In Deutschland wird lediglich ab 10. 000 Euro eine weiterführende Identifikation fällig. Zu wenig, findet die EU. Denn Bargeld ist immer noch das Mittel der Wahl für Kriminelle, auch wenn insgesamt ein Rückgang der Bargeldnutzung weltweit verzeichnet wird.

Ein Argument, das ebenfalls für eine einheitliche Bargeldgrenze spricht, ist die Wettbewerbsverzerrung. Ein Händler in einem Land ohne Limit kann von Kunden profitieren, die schnell einmal zum Einkaufen über die Grenze fahren.

Belgische Juweliere geben beispielsweise an, dass ihnen bis zu 30 % Umsatz entgehen, weil die Bargeldgrenze bei den Nachbarn nicht vorhanden oder deutlich höher sei. Die EU hat verschiedenen Möglichkeiten ausgearbeitet. Allerdings geht die Tendenz zu 10. 000 Euro als Bargeldgrenze 2021.

  • Den Mitgliedstaaten soll das Setzen niedriger Limits vorbehalten bleiben;
  • In Deutschland empfahl der Bundesrechnungshof im Dezember 2020 ein Bargeldverbot ab 5;
  • 000 Euro;
  • Die gesamte Initiative sehen viele Politiker in Deutschland kritisch;

Der Kampf gegen Geldwäsche kann dann leicht als Kampf gegen Bargeld verstanden werden. Wir werden auf jeden Fall am Ball bleiben und dich über aktuelle Entwicklungen unterrichten.

Wird Deutschland Bargeld abschaffen?

Deutsche Bank will Bargeld abschaffen : Kunden müssen sich auf ‘Transformation’ in Filialen einstellen. Die Deutsche Bank will in ihren Filialen einen neuen Fokus bei den Aufgaben der Mitarbeiter legen. Das hat zur Folge, dass Kunden an den Schaltern zukünftig kein Bargeld mehr bekommen sollen.

Hat Bargeld noch eine Zukunft?

Verschiedene Zahlungsmittel je nach Vorlieben – Zusammengefasst lässt sich sagen: Die Zukunft des Geldes ist bargeldlos, kontaktlos und digital. Einiges ist in puncto Zahlungsmittel schon jetzt im Wandel – insbesondere bei jüngeren Generationen. Ob und inwieweit das Bargeld jedoch einmal komplett abgeschafft werden wird, steht derzeit noch in den Sternen.

Wann kommt das bargeldlose Bezahlen?

Kommt bald der digitale Euro? – Eine digitale Version des Euro – ihre Arbeiten hieran treiben auch Europas Währungshüter voran. Aller Voraussicht nach Mitte 2021 will die Europäische Zentralbank (EZB) entscheiden, ob es zu einem digitalen Euro-Projekt kommt oder nicht.

Wie viel Geld darf ich zu Hause haben?

Bargeldvorrat anlegen: So viel Geld ist sinnvoll – Horten Sie kein großes Bargeldvermögen Zuhause, rund 500 Euro pro Haushalt gelten als Daumenregel. Bild: Getty/Jose A Bernat Bacete Horten ist weder bei Lebensmitteln noch bei Bargeld eine gute Strategie, finden Sie das richtige Maß. Es gibt keine Obergrenze für Bargeld , das man Zuhause lagern darf. In Deutschland bewahrten Privatpersonen im Jahr 2018 durchschnittlich 1.

  1. 364 Euro an Bargeld zu Hause oder in einem Schließfach auf;
  2. Beachten Sie aber, dass Sie im Notfall vielleicht nicht an das Schließfach kommen;
  3. Das BBK macht keine konkrete Angabe, wie viel Bargeld für den Notfall sinnvoll ist;

Der Oberösterreichische Zivilschutz redet dagegen Klartext und empfiehlt 500 Euro pro Haushalt in kleinen Scheinen. Das ist kein Pappenstiel und muss sicher nicht auf den Cent genau abgezählt Zuhause liegen, gilt aber als Daumenregel, um für eine Zeit lang über die Runden zu kommen.

Kann Bargeld knapp werden?

An vielen Stellen kann man zwar mit Karte zahlen, aber Bargeld ist auch immer mal wieder nötig. Doch ausgerechnet das wird jetzt wohl knapp. Dortmund – Seit der Corona-Pandemie kann man selbst bei den meisten Bäckern mit Karte zahlen. Bargeld ist nicht mehr an vielen Stellen zwingend notwendig, wenn man nicht selbst bewusst damit zählen möchte.

Gewerkschaft ver. di
Gründung 19. März 2001
Hauptsitz Berlin

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Was passiert wenn es kein Bargeld mehr gibt?

Die Tage des 500-Euro-Scheins sind gezählt. Geht es bald auch den anderen Banknoten an den Kragen? Hermann Adam über Vor- und Nachteile des bargeldlosen Wirtschaftens. 12. 04. 2016 Professor Hermann Adam lehrt Politikwissenschaft am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin. Der Diplom-Volkswirt und Politikwissenschaftler arbeitete in den 1970iger Jahren beim Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut des Deutschen Gewerkschaftsbundes (WSI) und danach beim Deutschen Sparkassen- und Giroverband. Sein Einführungswerk »Bausteine der Wirtschaft« ist eines der erfolgreichsten Ökonomielehrbücher jenseits des wirtschaftswissenschaftlichen Mainstreams.

Ob mit einem Zehn-Euro-Schein oder mit Karte bezahlt: Wo ist da der Unterschied? Adam: Wenn ich mit Bargeld zahle, muss ich etwas hergeben. Der Verlust ist für mich spürbar. Kartenzahlung ist unmerklich. Man vergisst schnell, wie viel Geld man schon ausgegeben hat.

Warum kommt das Thema der bargeldlosen Wirtschaft gerade jetzt auf? Da kommen mehrere Punkte zusammen. Die Finanzminister der großen Industriestaaten wollen in letzter Zeit ernsthaft Geldwäsche und Steuerflucht bekämpfen. Die Abschaffung des Bargelds würde da helfen.

  1. Auch Schwarzarbeit wäre nicht mehr so einfach möglich;
  2. Außerdem soll der Europäischen Zentralbank ermöglicht werden, ihre Negativzinspolitik zu verschärfen;
  3. Wenn demnächst nicht nur die Banken bei der EZB, sondern auch Bürger und Unternehmen Strafzinsen auf ihre Guthaben bei Kreditinstituten zahlen müssten, würden die Konten leergeräumt und Bargeld in Tresoren oder zu Hause unter der Matratze gehortet;

Um das zu verhindern, muss Bargeld als Zahlungsmittel abgeschafft werden. Woher kommt die Initiative? Der amerikanische Ökonomieprofessor und Nobelpreisträger Kenneth Rogoff hat das Thema Ende 2014 auf einer Veranstaltung des Münchner Ifo-Instituts ins Gespräch gebracht.

Seitdem wird das auch in Deutschland diskutiert. Das Bundesfinanzministerium plant die Abschaffung des 500-Euro-Scheins. Das könnte man als einen allerersten kleinen Schritt zur bargeldlosen Gesellschaft ansehen.

Wem nützt eine bargeldlose Gesellschaft? Zunächst wäre es für alle ganz praktisch, wenn sie ein Brötchen, eine Tageszeitung oder eine Kugel Eis mit Karte bezahlen könnten. Wenn es gelingt, damit Geldwäsche, Steuerhinterziehung, Drogenhandel und Kriminalität zu bekämpfen oder zumindest einzudämmen, würden alle ehrlichen Bürger davon profitieren.

  1. Für die Branche, die den kompletten bargeldlosen Zahlungsverkehr abwickelt, wäre es ein Riesengeschäft;
  2. Das müssen nicht zwingend und allein die Banken sein, weil es auch andere Dienstleister gibt, die das technisch abwickeln können;

Wem schadet sie? Wenn Bargeld nicht mehr als Zahlungsmittel akzeptiert wird und jeder ein Konto haben muss, sind wir alle vollkommen in der Hand der Banken. Höhere Kontoführungsgebühren wären dann wahrscheinlich, vor allem wenn die EZB noch höhere Negativzinsen beschließt.

  1. Damit will sie ja folgendes erreichen: Die privaten Haushalte sollen ihr Geld schneller ausgeben und die Unternehmen mehr investieren, damit die Wirtschaft auch in den südeuropäischen Ländern besser läuft;

Ob Negativzinsen so wirken, wissen wir heute noch nicht. Es gibt keine Erfahrungen. Wie lässt sich verhindern, dass Normalbürger Negativzinsen für ihr Erspartes zahlen müssen und so real Vermögen verlieren? Um Negativzinsen zu verhindern, müsste die EU die Sparauflagen für die südeuropäischen Länder beenden und stattdessen ein öffentliches Investitionsprogramm auflegen.

Auch öffentlich geförderte Arbeitsplätze für arbeitslose Jugendliche wären sinnvoll. Die Niedrigzinspolitik der EZB alleine wird die Krisenländer nicht aus ihrer desolaten Lage herausführen. Wenn die Konjunktur dann in diesen Ländern wieder anspringt, könnte die EZB auch die Zinsen wieder moderat erhöhen und Strafzinsen wären überflüssig.

Es gibt den Vorhalt, eine Politik, die das Bargeld abschaffe, sei nicht nur illiberal, sondern auch antirepublikanisch. Denn die Münzen bekräftigten täglich mit ihren eingeprägten Symbolen den Bezug zur jeweiligen Gesellschaft und zeigten, dass die Ökonomie politisch verankert sei.

Die Kreditkarte tue das nicht. Ist dieser Vorhalt berechtigt und überhaupt von Bedeutung? Geld, egal in welcher Form, erhält seinen Wert durch das Vertrauen und die Gewissheit, dass es von jedem als Zahlungsmittel anerkannt wird.

Das wird bei Karten genauso der Fall sein. Gegebenenfalls ließe sich auch auf die Karten ein Staatssymbol drucken. Gibt es bereits Gesellschaften, die ohne Bargeld auskommen? Schweden ist Vorreiter auf dem Gebiet des bargeldlosen Zahlungsverkehrs. Dort zahlen die Bürger bereits Kleinstbeträge mit Karte.

  1. Selbst in den Kirchen hat schon ein Kartenlesegerät den Klingelbeutel ersetzt;
  2. Mit dem bei uns von Daten- und Verbraucherschützern befürchteten »gläsernen Menschen«, dessen Kauf- und Sparverhalten komplett überprüft werden kann, haben die Schweden kein Problem;

Warum auch? In diesem Land kann jeder sogar den Steuerbescheid seines Nachbarn einsehen. Wer nichts zu verbergen hat und seine Steuern korrekt zahlt, hat auch nichts zu befürchten. Aber mit der bargeldlosen Gesellschaft verschwindet die Privatsphäre, und der Bürger kann nur hoffen, dass die Unternehmen, die seine Daten bündeln und speichern, ihr Wissen nicht zu seinen Lasten missbrauchen.

Was heißt denn »zu seinen Lasten missbrauchen«? Wenn ich bei einem Versandhaus etwas kaufe, bekomme ich anschließend regelmäßig einen Katalog zugeschickt oder eine Email mit neuen Angeboten. Habe ich ein Ferienhotel gebucht, schickt es mir auch künftig Prospekte und fragt, ob ich meinen nächsten Urlaub nicht wieder dort verbringen möchte.

Ist mein Auto drei Jahre alt, ruft mich mein Verkäufer an und erkundigt sich, wann ich beabsichtige, ein neues zu kaufen. Ich sehe darin keinen Missbrauch. Wer sich belästigt fühlt, kann sich ja aus dem Verteiler streichen lassen. Der Bäcker, der Friseur, der Zeitschriftenhändler dürfte meine Daten, wenn er sie demnächst auch hat, kaum für Werbezwecke nutzen.

Sie sagten vorher selbst: Dann wären wir alle in der Hand der Banken. Überwiegen nun die Vor- oder die Nachteile? Für mich überwiegen die Vorteile. Sollten die Banken demnächst horrende Gebühren für ihre Dienstleistungen verlangen, weil es kein Bargeld mehr gibt, werden die Verbraucherschützer sicher nicht locker lassen, bis der Gesetzgeber eingreift.

Hinweis.

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Kann man noch mit Bargeld bezahlen?

Wann Wird Das Bargeld In Deutschland Abgeschafft Mehr als 60 Prozent der Deutschen zahlen laut einer Umfrage des Bankenverbands inzwischen regelmäßig bargeldlos (imago/Ute Grabowsky) Wiederholung vom 14. 2020 Deutschland ist das Bargeld-Land. 80 Prozent aller Zahlungen hierzulande werden mit Scheinen oder Münzen getätigt. Auch wenn Banken und Kreditkartenanbieter bisher nicht müde wurden, für kontaktloses und digitales Bezahlen oder die Kartenzahlung zu werben.

  • So wie in diesen Werbespots von Mastercard und der Sparkasse Bodensee: “Wenn Sie es gerne schnell haben, dann sollten Sie das kontaktlose Bezahlen probieren;
  • Denn schneller können Sie kaum mehr bezahlen” heißt es da, oder: “Zahlen ist einfach;

Weil man dafür nichts weiter als das Handy braucht. ” Bargeldloses Zahlen hat in der Pandemie zugenommen Doch es tut sich was im Bargeld-Land: Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie haben Kartenzahlungen und digitales Bezahlen zugenommen. Mehr als 60 Prozent der Deutschen zahlen laut einer Umfrage des Bankenverbands inzwischen regelmäßig mit ihrer Giro- bzw. Ist Corona also ein Katalysator für bargeldloses Bezahlen in Deutschland? Haben Bargeld-Befürworter Recht, wenn sie fürchten, dass wir uns auf dem Weg zu einer schleichenden Abschaffung von Scheinen und Münzen befinden? Und wo steht Deutschland in Sachen bargeldloses Bezahlen im Vergleich mit Technik-Nationen wie China? Wann Wird Das Bargeld In Deutschland Abgeschafft Volksbanken und Sparkassen – Die Coronakrise beschleunigt den Wandel Kirche, Bäcker und eine Filiale der Sparkasse oder Volksbank: So sah lange fast jeder Ort in Deutschland aus. Doch die Zahl der Filialen geht seit Jahren zurück. Die Corona-Pandemie hat das beschleunigt. Problem Datensicherheit Norbert Häring steht dem bargeldlosen Bezahlen kritisch gegenüber. Der Wirtschaftsredakteur des “Handelsblatts” und Buchautor beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Bargeld und digitalen Bezahlmethoden.

  1. Kreditkarte oder mit dem Handy;
  2. Das ist rund ein Viertel mehr als vor der Krise;
  3. Seine Sorge gilt vor allem der Datensicherheit: “Wenn wir digital bezahlen, also nicht bar, dann hinterlassen wir immer eine Datenspur;

Und all diese Datenspuren, die verlieren sich nicht irgendwo im Nichts, sondern die werden alle ausnahmslos gesammelt, und die Bank ist verpflichtet, diese Daten aufzubewahren, und zwar bis zehn Jahre nach Ende der Geschäftsbeziehung, also fast ewig. ” Problematisch findet Häring, dass wir als Verbraucher oft gar nicht wissen, wer unsere Daten hat.

  • Viele Unternehmen tauschen diese mit anderen Firmen aus;
  • In ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen steht auch, mit wem;
  • Zum Beispiel mit Kreditauskunfteien;
  • Aber: Wer liest schon die AGB? Je häufiger wir bargeldlos bezahlen, desto detaillierter wird das Daten-Profil, das über uns entsteht: “Dann ist unser Bankkonto, und die Daten, die davon da sind, praktisch ein Logbuch unseres ganzen Lebens;

Wo auch in 20 Jahren noch, jemand reingucken kann und unser ganzes Leben liegt vor ihm. Er weiß dann, wo wir am 20. 2005 waren und was wir da getan haben. Fast jede Stunde. ” Norbert Häring – “Schönes neues Geld. PayPal, WeChat, Amazon Go” Bargeld verschwindet zusehends aus dem Alltag.

Ein Interesse daran haben Staaten und zahlreiche Unternehmen. Mit dieser Entwicklung beschäftigt sich der Wirtschaftsjournalist Norbert Häring in seinem Buch. Komplette Lenkung von Gesellschaften möglich Ob und wofür solche Daten genutzt werden, hängt davon ab, in wessen Händen sie sind: Konzerne können sie nutzen, um Kunden maßgeschneiderte Angebote zu machen.

Aber theoretisch auch, um verschiedenen Kunden dasselbe Produkt zu unterschiedlichen Preisen zu verkaufen. Je nachdem, wie finanzstark der Käufer ist. Und auch Staaten können sich diese Daten zu Nutze machen. Die Auswirkungen können im extremsten Fall eine ganze Gesellschaft beeinflussen, erklärt der Wirtschaftswissenschaftler und Buchautor Ulrich Horstmann: “Das ermöglicht die komplette Lenkung.

Die kann man ja auch sehr schön verpacken, dass man sagt: Na ja, wir wollen nicht, dass unsere Bürger Alkohol trinken. Rauchen sollen sie auch nicht mehr. Also werden wir einfach, da wir ein kollektives Verbot nicht aussprechen wollen, dem Bürger xy, dessen Daten wir ja haben, einfach aussperren davon.

” Sozialkreditsystem – in China schon Realität Was für uns nach Science Fiction klingt, ist in China schon Realität. Dort gibt es seit Anfang des Jahres das so genannte Sozialkreditsystem, das Daten über das gesamte Leben der rund 1,4 Milliarden Menschen dort bündelt und auswertet: ob jemand Schulden hat, oder regelmäßig Fast Food kauft.

  1. Daten aus allen Bereichen des Lebens werden hier zentralisiert und ausgewertet;
  2. Für die Menschen hat das gravierende Folgen: Auf bestimmte Jobs kann sich nur bewerben, wer einen gewissen Sozialpunkteindex hat;

Wer sich gesund ernährt, erhält von seiner Krankenkasse unter Umständen einen günstigeren Tarif. Fehlverhalten – beispielsweise im Straßenverkehr – wird auf öffentlich ausgehängten Bildschirmen für alle sichtbar angeprangert. Ein digitales Überwachungssystem. Wann Wird Das Bargeld In Deutschland Abgeschafft Sozialkredit-System – China auf dem Weg in die IT-Diktatur China baut ein System auf, das das Verhalten seiner Bürger bewertet. Es soll möglichst alles erfassen: Zahlungsmoral, Strafregister, Einkaufsgewohnheiten und soziales Verhalten. Ansätze bereits in Europa Ist ein solches Szenario auch hierzulande möglich? In dieser gravierenden und undemokratischen Ausprägung sicher nicht.

Doch erste Ansätze gibt es auch in Europa: “In einem Forschungsprojekt haben wir uns mit dem so genannten Scored Consumer mit Scoring im Konsumentenbereich beschäftigt, das heißt Menschen werden in ihrer Zahlungskraft beurteilt, kriegen einen Wert zugeordnet und der hat wieder Auswirkungen auf ihr konkretes Leben”, sagt Walter Peissl, stellvertretender Direktor des Instituts für Technikfolgenabschätzung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien.

“Das Problem ist, dass durch die neuen technologischen Möglichkeiten auch sogenannte Soft Facts vermehrt in die Beurteilung der Konsumenten eingegangen sind, also nicht nur: ‚Zahlen Sie ihre Rechnungen pünktlich‘, sondern auch: ‚Wie heißen Sie? Wo wohnen Sie und welchen Eindruck machen Sie auf Social Media?.

‘ Und da wird es dann sozusagen problematisch, weil das natürlich Informationen sind, die die Konsumenten von sich gar nicht wissen, sich auch nicht bewusst sind, dass die in die Beurteilung ihrer Zahlungsfähigkeit oder ihrer Kreditwürdigkeit einfließen.

” Ungleichgewicht zu Ungunsten der Konsumenten Selbst wenn alle datenschutzrechtlichen Bestimmungen eingehalten werden, entsteht auf diese Weise ein immer stärkeres Ungleichgewicht zwischen Konsumenten, Banken und Konzernen. Denn für den einzelnen Verbraucher wird es zunehmend schwieriger, nachzuvollziehen, wer welche seiner Daten zu welchem Zweck einsehen und nutzen kann.

Walter Peissl zieht daraus aber nicht den Schluss, dass man Zahlen mit Karte oder Handy grundsätzlich meiden sollte: “Es geht ja nicht darum, sich aus dem Leben zu entfernen, sondern es geht darum, einen bewussten Umgang mit den neuen Medien zu pflegen.

Wenn ich aber sage: Für bestimmte Dinge ist es für mich wichtig, dass nicht nachvollziehbar ist, dass ich jeden Freitag mir drei Flaschen Whisky im Supermarkt ums Eck kaufe, dann muss ich das mit Bargeld machen, denn Bargeld ist die anonyme Zahlungsvariante.

  • ” Bargeld sichert Anonymität Freiheit und Anonymität sind unter Gegnern und Skeptikern des unbaren Bezahlens die wichtigsten Argumente;
  • Manche fürchten deshalb den Trend, dass Bargeld in Zukunft eine geringere Rolle spielen wird;

So auch Dorothea Mohn, die beim Bundesverband der Verbraucherzentralen das Finanzmarkt-Team leitet: “Richtig wird natürlich momentan nicht die kolossale Abschaffung des Bargeldes diskutiert, aber es gibt so Ansätze, an denen man sieht, in welche Richtung es gehen könnte.

  1. Es geht um die Abschaffung der ein bis zwei Cent Stücke oder um die Grenzen, bis zu der man anonym bezahlen können soll und so weiter sind;
  2. Es sind also alles Indizien, die in die Richtung gehen, dass das Bargeld geschwächt werden könnte;

” Tatsächlich hat die EU-Kommission Anfang des Jahres angekündigt, Ein- und Zwei-Cent-Münzen abschaffen zu wollen, Ihre Begründung: Die Materialkosten seien hoch und der Transport gerade in entlegenere Orte teuer. Bisher ist es nur eine Überlegung in Brüssel, ob die Münzen tatsächlich abgeschafft werden, ist noch offen. Wann Wird Das Bargeld In Deutschland Abgeschafft Deutschland ist immer noch Bargeld-Land (dpa/Christoph Schmidt) Ärmere Bevölkerungsschichten als Leidtragende Zu den Leidtragenden eines zunehmend bargeldlosen Deutschlands würden nicht nur die Sparer, sondern auch Obdachlose, Straßenmusiker und Kirchengemeinden gehören. All diejenigen, die ihre Einnahmen oder zumindest Teile davon aus kleinen Münzspenden beziehen. Welche Folgen ein Zurückdrängen des Bargeldes oder gar seine Abschaffung gerade für den ärmeren Teil einer Gesellschaft haben kann, konnte man 2016 in Indien in besonders drastischer Ausprägung beobachten.

Dorothea Mohn jedenfalls sieht im Bargeld auch ein Korrektiv, einen gewissen Schutz davor, dass Banken umfassende Negativzinsen einführen können. Denn Scheine, die zu Hause unter dem Kopfkissen liegen, können zwar durch Inflation, nicht aber durch negative Zinsen auf dem Konto entwertet werden.

Damals kündigte der indische Regierungschef an, dass schon vier Stunden später die beiden größten Geldscheine nicht mehr als Zahlungsmittel verwendet werden durften. “Handelsblatt”-Journalist Norbert Häring erzählt: “Das bedeutete, dass 90 Prozent des Bargelds nicht mehr gültig war, sondern nur noch auf der Bank eingezahlt werden konnte. ” Wann Wird Das Bargeld In Deutschland Abgeschafft Vorstoß der EU-Kommission – Aus für Ein- und Zwei-Cent-Münzen? Ist es der Anfang vom Ende des Bargelds oder nur eine längst überfällige Vereinfachung für Handel und Verbraucher? Die EU-Kommission will über einen Umweg Kleinstmünzen überflüssig machen. Schattenwirtschaft ist auch bargeldlos möglich Ein Szenario, das in Deutschland undenkbar ist, weil die Ausgangsbedingungen hier ganz andere sind. Doch nehmen wir einmal an, Bargeld würde in Deutschland vollständig abgeschafft. Hätte das nicht auch Vorteile? Könnte es nicht den Schwarzmarkt eindämmen, auf dem Putzkräfte und Handwerker ohne Versicherung beschäftigt und am Fiskus vorbei bezahlt werden? Damit hat sich der emeritierte Wirtschaftswissenschaftler der Universität Linz, Friedrich Schneider beschäftigt.

  • Und das in einem Land, wo 90 Prozent der Transaktionen bar laufen oder damals zumindest gelaufen sind und die Hälfte der Bevölkerung gar kein Konto hat;
  • Das hat dann bedeutet, dass gerade alle, die dies am nötigsten hatten, so von der Hand in den Mund und von ihrer täglichen Arbeit im informellen Sektor leben – Rikschafahrer, Schuhputzer, kleine Händler, ein sehr, sehr großer Teil der Wirtschaft – konnte kein Geschäft mehr machen, weil es kein Geld mehr gab;

Er ist Experte für Schattenwirtschaft und organisierte Kriminalität. “Also eine Abschaffung des Bargeldes hätte für den Schwarzmarkt in Deutschland zu Beginn einen negativen Effekt, weil ein wichtiges, einfaches Transaktionsmittel, das Bargeld, entfällt.

Ich muss dann mit Prepaid-Kreditkarten oder anderen arbeiten, das macht Schattenwirtschaftsaktivitäten etwas mühsamer. Da würde die Schattenwirtschaft vielleicht um fünf bis zehn Prozent zurückgehen. Ich möchte aber sagen, dass Bargeld keinerlei Ursache für Schwarzmarkt-Schattenwirtschaft ist.

Ursachen sind Steuerdruck, Regulierungsdruck, Arbeitslosigkeit, Rezession. ” Mit relativ einfachen Mitteln, weiß Schneider, lasse sich ein Schwarzmarkt auch in einer bargeldlosen Welt aufrechterhalten: Mit der illegal beschäftigten Putzkraft könne man sich zum Beispiel im Supermarkt verabreden und ihren Einkauf bezahlen, statt ihr Bargeld zu geben.

  1. Noch einfacher sei aber die Nutzung von Prepaid-Kreditkarten, auf die man einen gewissen Betrag lade;
  2. Wer in Besitz dieser Karte komme, könne das darauf geladene Geld ganz unkompliziert ausgeben;
  3. Beispiel Schweden: Kein positiver Effekt auf den Schwarzmarkt Schweden beispielsweise gehört zu den Ländern in Europa, in denen das Bargeld zwar nicht abgeschafft wurde;

Trotzdem wird hier fast ausschließlich digital oder mit Karte bezahlt. Im Handel laut dem britischen Marktforschungsunternehmen Lafferty Group in 95 Prozent aller Fälle. Das liegt unter anderem daran, dass es für die Banken aufwändig und teuer ist, das verhältnismäßig große, aber dünn besiedelte Land mit Bargeld zu versorgen.

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Einen positiven Effekt für den Schwarzmarkt hatte die Zurückdrängung des Bargeldes bislang nicht. “Auch in Schweden ist die Schattenwirtschaft ungefähr so hoch wie die in Deutschland, also zehn Prozent des BIP.

Und insofern ist in Schweden die Schattenwirtschaft immer noch vorhanden, weil die Steuern sehr hoch sind und jetzt in Zeichen der Krise mit steigender Arbeitslosigkeit wird auch die Schattenwirtschaft in Schweden wieder ansteigen”, sagt Wirtschaftswissenschaftler Schneider. Wann Wird Das Bargeld In Deutschland Abgeschafft Schwedens Weg in die (fast) bargeldlose Gesellschaft Schweden ist Vorreiter beim bargeldlosen Zahlungsverkehr. Mehr als 80 Prozent der Menschen zahlen kaum noch “cash”. Doch Verbraucherschützer fürchten, dass Digitalisierung manche ausschließt. Organisiertes Verbrechen arbeitet bargeldlos Auch das Auslaufen des 500-Euro-Scheins, das die Europäische Zentralbank im vergangenen Jahr beschlossen hat, und das häufig damit begründet wird, dass er zur Terrorfinanzierung und Geldwäsche genutzt wurde, hält Friedrich Schneider nicht für wirkungsvoll, um den Schwarzmarkt zu bekämpfen: “Ich habe das in Deutschland sehr genau untersucht und auch für die EU.

  • Das Auslaufen des 500 Euro Scheins, zumal es den 200 und den 100 Euro-Schein ja noch gibt, hat keinerlei Effekte sowohl auf den Schwarzmarkt als auch auf die Kriminalität gehabt;
  • Weil es noch a) große Banknoten weiterhin gibt und b) hier der Zusammenhang gerade in Deutschland und Österreich, auch in der Schweiz, aber auch Frankreich und den Benelux-Staaten sehr gering ist, dass die Höhe des Bargeldes einen Einfluss auf den Schwarzmarkt beziehungsweise auf die Kriminalität hat;

Die Kriminellen sind heutzutage viel schlauer. Größere Summen transportieren die bargeldlos über Scheinfirmen und würden sich das auch nicht mehr antun mit einem Koffer von Geld über die Grenze zu gehen. In der organisierten Kriminalität spielt Bargeld höchstens im Endverbraucher Stadium beim Drogenverkauf noch eine Rolle, aber sonst überhaupt nicht mehr.

  1. ” Ambivalentes Verhältnis zu bargeldlosem Zahlen Bargeld, Kartenzahlung oder digitales Bezahlen? Was wird sich in Deutschland künftig durchsetzen? Stand heute kann man sagen: Die Deutschen haben ein ambivalentes Verhältnis zu technischen Bezahlmöglichkeiten;

Beim Einkaufen nutzen sie diese immer häufiger, das war auch schon vor Corona so. Der Ausbruch der Pandemie hat dem unbaren Bezahlen aber noch einmal einen kräftigen Schub verliehen. Gleichzeitig ist die Menge an Bargeld, die im Umlauf ist, hoch. Und sie steigt jedes Jahr um sechs bis sieben Prozent.

Allein 2019 gab die Bundesbank Scheine im Wert von knapp 750 Milliarden Euro aus. Laut einer Umfrage der Notenbank hat ein Bürger in Deutschland im Schnitt 107 Euro im Portemonnaie. Zusätzlich hortet er zuhause oder im Bankschließfach durchschnittlich weitere 1.

364 Euro. Als Gründe gaben die Menschen vor allem Schutz vor Niedrigzinsen und Angst vor Technikversagen an. Wirtschaftswissenschaftler Ulrich Horstmann ist überzeugt, dass das Horten von Bargeld auch mit der deutschen Geschichte zusammenhängt: “Die Freude an der Kontrolle über das eigene Leben, die durchaus da ist, eine Freiheitsfreude vielleicht aus politischen Gründen. ” Wann Wird Das Bargeld In Deutschland Abgeschafft Die Bargeld-Infrastruktur in Deutschland ist im internationalen Vergleich sehr gut (picture alliance / VisualEyze / Matthias) Banken als erste Gewinner Die Gewinner einer zunehmend bargeldlosen Welt wären zunächst die Banken. Denn Bargeld und Geldautomaten auch in den hintersten Winkeln des Landes zur Verfügung zu stellen, kostet sie viel Geld. “Tatsächlich ist das ein Kostenblock, das ist gar keine Frage”, sagt Tanja Beller vom Bundesverband Deutscher Banken. “Digitale Produkte kosten aber natürlich auch.

Oder die DDR-Bürger hatten so viel Freude, dass sie die D-Mark hatten. Sie wollen stabiles Geld haben die Deutschen, und sie wollen die Freiheit damit haben. Diese Urangst schwingt vor allen Dingen bei den Deutschen mit, weil wir staatliches Versagen viel mehr als andere Länder erlebt haben.

Und letztendlich müssen die Banken so ein bisschen ihren eigenen Weg finden, auf welche Filialstruktur sie setzen, welche Kunden sie haben, welche Angebote sie dort noch machen also da gibt’s durchaus ganz unterschiedliche Wege. ” Erste Versuche, das Bargeld zu reduzieren, gab es bereits: In Kleve in Nordrhein-Westfalen wollte ein Netzwerk aus Einzelhändlern die Ein- und Zwei-Cent-Münzen abschaffen und alle Preise auf fünf Cent aufrunden.

Doch das Experiment scheiterte: Viele Händler machten nicht mit, der Aufwand war ihnen zu groß. Ähnlich lief es auf der Nordseeinsel Wangerooge. Dort stellte die einzige Bank vor Ort im vergangenen November die Ausgabe von Ein-, Zwei- und Fünf-Cent-Münzen ein.

Kunden sollten bei jedem Kauf entscheiden, ob sie den Betrag auf- oder abrunden wollen. Den meisten war das zu kompliziert. Um doch irgendwie an Münzen zu kommen, tauschen die Händler inzwischen ihre verbliebenen Kleinstmünzen untereinander, oder nehmen Spardosen mit Münzen von Kunden entgegen.

  1. Deutschland hat sehr gute Bargeld-Infrastruktur Von einer zunehmend bargeldlosen Welt profitieren besonders Kreditkartenanbieter und die Anbieter mobiler Bezahlmöglichkeiten: Zwischen 0,2 und 0,3 Prozent des Umsatzes erhalten Kreditkartenanbieter bei jedem Bezahlvorgang vom Händler;

Apple verlangt vom Verkäufer für seinen Bezahldienst Apple Pay 0,15 Prozent des Umsatzes. Dass andere Länder in der digitalen Entwicklung weiter sind, liegt auch an der jeweiligen Vorgeschichte. Während in Deutschland eine sehr gute Bargeld-Infrastruktur mit vielen Geldautomaten Tradition hat, hat es diese in Ländern wie Schweden, aber auch in Lettland, Estland, Litauen oder den USA nie in dem Ausmaß gegeben.

Kartenzahlung und digitales Bezahlen sind dort deshalb heute noch viel stärker verbreitet als in Deutschland. Mit Corona-Angst wurde bargeldloses Zahlen befördert Ein Mythos der vergangenen Monate lautete: Bei der Übergabe von Bargeld könne auch das Corona-Virus weitergegeben werden.

Experten halten das Risiko jedoch für extrem gering. Dorothea Mohn vom Bundesverband der Verbraucherzentralen sagt: “Hier wurde mit Corona Angst gemacht und, und, und. Das hatte eine Zielrichtung. Für den Verbraucher liegen die Vorteile beim Bargeld und für den Handel für die Banken.

  1. Für die Kartenanbieter liegt der Vorteil eher im unbaren Bezahlen;
  2. Und deswegen hat man die Corona-Angst hier ganz klar für eigene Zwecke genutzt;
  3. ” Dorothea Mohn schätzt deshalb, dass die Corona-Pandemie dem unbaren Bezahlen in Deutschland einen unumkehrbaren Schub verliehen hat: “Ich gehe davon aus, dass Corona an der Stelle genutzt worden ist, schon ein starker weiterer Katalysator fürs unbare bezahlen ist;

Und natürlich hat der Handel teilweise auch seine Infrastruktur entsprechend aufgerüstet, sodass ich davon ausgehe, dass dieser Trend eher nicht großartig umkehrbar ist, sondern dass es ein weiterführender Trend ist. Allerdings würde ich trotzdem betonen, dass es immer einen erheblichen Anteil in der Bevölkerung geben wird, die sagt: Ich möchte lieber Bar zahlen und wenn es vor allem der Grund ist, dass man vermeiden möchte, dass man genau über mich sehen und sagen kann, was ich gerade den Tag über getan habe, weil das sieht man eben. ” Wann Wird Das Bargeld In Deutschland Abgeschafft Übersicht zum Thema Coronavirus (imago / Rob Engelaar / Hollandse Hoogte) (Dieser Beitrag ist eine Wiederholung der Sendung vom 14. 2020).

In welchem Land gibt es kein Bargeld mehr?

Warum ist bargeldloses Bezahlen in Skandinavien so etabliert? – Schweden, Norwegen, Finnland – drei von fünf Ländern unserer Liste liegen in Skandinavien. Doch warum sind nordische Länder auf dem Weg in eine bargeldlose Zukunft führend? Das könnte am relativ hohen Vertrauen in staatliche Institutionen liegen.

  • Kulturell bedingt scheinen Einwohner nordischer Länder mehr Vertrauen in die Regierung und große Institutionen wie Banken zu haben;
  • Deshalb glauben sie, dass ihr Geld in den Händen digitaler Banken sicher ist – wenn nicht sogar sicherer;

Darüber hinaus verfügen selbst ältere Generationen über gute Computerkenntnisse. Zu guter Letzt haben Banken ihre Strukturen proaktiv verändert , um sich für digitale Technologien zu öffnen. All das zusammen ist eine gute Basis für eine nahe bargeldlose Zukunft in den skandinavischen Ländern.

Wird es in 10 Jahren noch Bargeld geben?

Besonders in Deutschland wird immer noch sehr gern mit Scheinen bezahlt. Gerade kleine Beträge von 0 bis 5 Euro werden hierzulande zu gut 96 % in bar bezahlt. Ist Deutschland also schon bereit dafür, das Bargeld irgendwann ganz abzuschaffen? Laut Expert:innen soll es keine 10 Jahre mehr dauern, bis das Bargeld weg ist.

Wie werden wir in der Zukunft bezahlen?

Corona als Beschleuniger – Während der Pandemie wurden die Kund:innen in den Geschäften häufig auf kontaktlose Bezahlverfahren hingewiesen oder sogar aufgefordert, sie zu nutzen. Die Umfrageergebnisse zeigen, dass der Appell fruchtete. 56 Prozent der Bundesbürger:innen zahlen im Jahr 2021 kontaktlos mit ihrer Bankkarte, mit dem Smartphone (Mobile Payment) oder mit beidem.

Im Vorjahr waren es erst 47 Prozent, vor fünf Jahren sogar nur zehn Prozent, wie die Postbank Digitalstudie zeigt, die jährlich wiederholt wird. Kein Zweifel: Die Corona-Krise hat modernen Bezahlmethoden einen Schub verliehen.

Und der Trend dürfte sich fortsetzen. Denn während die Menschen im ersten Pandemie-Jahr vor allem aus Infektionsschutzgründen der Bitte um Kartenzahlung nachkamen, tun sie es nun aus Überzeugung, wie neue Zahlen der repräsentativen Online-Umfrage im Auftrag der Initiative Deutsche Zahlungssysteme zeigen.

Wie lange gibt es noch Bargeld in Österreich?

Klares Nein zur Abschaffung des Bargeldes – WK-Präsident Jürgen Bodenseer und Staatssekretär Harald Mahrer sind sich einig. TIROL. Seit einem Jahr läuft eine europaweite Debatte um unser Bargeld, auch die Abschaffung der 500-Euro-Banknote ist Thema. “Österreichweit lehnen 92,5 Prozent der Menschen die Abschaffung des Bargeldes ab, sagt Staatssekretär Harald Mahrer, der auf Tirolbesuch weilte.

  • Tirol
  • Sieghard Krabichler

Warum wollen Banken das Bargeld abschaffen?

Wann Wird Das Bargeld In Deutschland Abgeschafft Syda Productions/Shutterstock Vor einiger Zeit machten plötzlich Pläne in Deutschland die Runde, wonach es eine Obergrenze für Bargeld-Zahlungen geben sollte. Die Rede war von 5. 000 Euro. Mit diesem Schritt könnten Schwarzarbeit und Kriminalität eingedämmt werden, hieß es damals. Unter anderem könne die Terrorfinanzierung damit unterbunden und auch der Geldwäsche entgegengewirkt werden. Auch könnte man argumentieren, dass mit weniger oder gar keinem Bargeld eventuell Einbrüche und Taschendiebstähle nachließen oder der nervige Weg zum Geldautomaten ausbliebe.

  • Gerade in ländlichen Regionen findet man ja schließlich nie die „ richtige ”  Bank, bei der man kostenlos abheben kann;
  • Sogar der Wirtschaftsweise Peter Bofinger forderte offen ein Verbot von Bargeld in Deutschland;

Doch es gibt auch andere Aspekte, die besonders den Banken in die Karten spielen und für Verbraucher in erster Linie Nachteile mit sich bringen würden.

Wer profitiert von der Bargeldabschaffung?

FinTechs – Der Begriff FinTech leitet sich von dem Wort Finanztechnologie ab. Er steht also für neue und innovative Ideen im Bereich der Finanzdienstleistungen. Oft werden damit neue Technologien oder auch dementsprechende Start-Ups gemeint, welche neue Zahlungsarten entwickeln oder bestehende Prozesse verbessern.

Im weitesten Sinne umfasst der Begriff Kreditkarten-Anbieter, Bezahl-Apps, Anbieter elektronischer Zahlungssysteme (bspw. E-Wallets) oder Mobile Payment Technologien. Es liegt auf der Hand, dass diese Branche stark von der Bargeldabschaffung profitieren würde.

Ein Geschäft im FinTech Bereich würde sich noch stärker lohnen als aktuell, da die Zielgruppe sich enorm erweitern würde und schneller mehr Nutzer für neue Finanz Technologien gewonnen werden könnten.

Was passiert wenn es kein Bargeld mehr gibt?

Die Tage des 500-Euro-Scheins sind gezählt. Geht es bald auch den anderen Banknoten an den Kragen? Hermann Adam über Vor- und Nachteile des bargeldlosen Wirtschaftens. 12. 04. 2016 Professor Hermann Adam lehrt Politikwissenschaft am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin. Der Diplom-Volkswirt und Politikwissenschaftler arbeitete in den 1970iger Jahren beim Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut des Deutschen Gewerkschaftsbundes (WSI) und danach beim Deutschen Sparkassen- und Giroverband. Sein Einführungswerk »Bausteine der Wirtschaft« ist eines der erfolgreichsten Ökonomielehrbücher jenseits des wirtschaftswissenschaftlichen Mainstreams.

Ob mit einem Zehn-Euro-Schein oder mit Karte bezahlt: Wo ist da der Unterschied? Adam: Wenn ich mit Bargeld zahle, muss ich etwas hergeben. Der Verlust ist für mich spürbar. Kartenzahlung ist unmerklich. Man vergisst schnell, wie viel Geld man schon ausgegeben hat.

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Warum kommt das Thema der bargeldlosen Wirtschaft gerade jetzt auf? Da kommen mehrere Punkte zusammen. Die Finanzminister der großen Industriestaaten wollen in letzter Zeit ernsthaft Geldwäsche und Steuerflucht bekämpfen. Die Abschaffung des Bargelds würde da helfen.

  • Auch Schwarzarbeit wäre nicht mehr so einfach möglich;
  • Außerdem soll der Europäischen Zentralbank ermöglicht werden, ihre Negativzinspolitik zu verschärfen;
  • Wenn demnächst nicht nur die Banken bei der EZB, sondern auch Bürger und Unternehmen Strafzinsen auf ihre Guthaben bei Kreditinstituten zahlen müssten, würden die Konten leergeräumt und Bargeld in Tresoren oder zu Hause unter der Matratze gehortet;

Um das zu verhindern, muss Bargeld als Zahlungsmittel abgeschafft werden. Woher kommt die Initiative? Der amerikanische Ökonomieprofessor und Nobelpreisträger Kenneth Rogoff hat das Thema Ende 2014 auf einer Veranstaltung des Münchner Ifo-Instituts ins Gespräch gebracht.

Seitdem wird das auch in Deutschland diskutiert. Das Bundesfinanzministerium plant die Abschaffung des 500-Euro-Scheins. Das könnte man als einen allerersten kleinen Schritt zur bargeldlosen Gesellschaft ansehen.

Wem nützt eine bargeldlose Gesellschaft? Zunächst wäre es für alle ganz praktisch, wenn sie ein Brötchen, eine Tageszeitung oder eine Kugel Eis mit Karte bezahlen könnten. Wenn es gelingt, damit Geldwäsche, Steuerhinterziehung, Drogenhandel und Kriminalität zu bekämpfen oder zumindest einzudämmen, würden alle ehrlichen Bürger davon profitieren.

Für die Branche, die den kompletten bargeldlosen Zahlungsverkehr abwickelt, wäre es ein Riesengeschäft. Das müssen nicht zwingend und allein die Banken sein, weil es auch andere Dienstleister gibt, die das technisch abwickeln können.

Wem schadet sie? Wenn Bargeld nicht mehr als Zahlungsmittel akzeptiert wird und jeder ein Konto haben muss, sind wir alle vollkommen in der Hand der Banken. Höhere Kontoführungsgebühren wären dann wahrscheinlich, vor allem wenn die EZB noch höhere Negativzinsen beschließt.

  1. Damit will sie ja folgendes erreichen: Die privaten Haushalte sollen ihr Geld schneller ausgeben und die Unternehmen mehr investieren, damit die Wirtschaft auch in den südeuropäischen Ländern besser läuft;

Ob Negativzinsen so wirken, wissen wir heute noch nicht. Es gibt keine Erfahrungen. Wie lässt sich verhindern, dass Normalbürger Negativzinsen für ihr Erspartes zahlen müssen und so real Vermögen verlieren? Um Negativzinsen zu verhindern, müsste die EU die Sparauflagen für die südeuropäischen Länder beenden und stattdessen ein öffentliches Investitionsprogramm auflegen.

Auch öffentlich geförderte Arbeitsplätze für arbeitslose Jugendliche wären sinnvoll. Die Niedrigzinspolitik der EZB alleine wird die Krisenländer nicht aus ihrer desolaten Lage herausführen. Wenn die Konjunktur dann in diesen Ländern wieder anspringt, könnte die EZB auch die Zinsen wieder moderat erhöhen und Strafzinsen wären überflüssig.

Es gibt den Vorhalt, eine Politik, die das Bargeld abschaffe, sei nicht nur illiberal, sondern auch antirepublikanisch. Denn die Münzen bekräftigten täglich mit ihren eingeprägten Symbolen den Bezug zur jeweiligen Gesellschaft und zeigten, dass die Ökonomie politisch verankert sei.

  1. Die Kreditkarte tue das nicht;
  2. Ist dieser Vorhalt berechtigt und überhaupt von Bedeutung? Geld, egal in welcher Form, erhält seinen Wert durch das Vertrauen und die Gewissheit, dass es von jedem als Zahlungsmittel anerkannt wird;

Das wird bei Karten genauso der Fall sein. Gegebenenfalls ließe sich auch auf die Karten ein Staatssymbol drucken. Gibt es bereits Gesellschaften, die ohne Bargeld auskommen? Schweden ist Vorreiter auf dem Gebiet des bargeldlosen Zahlungsverkehrs. Dort zahlen die Bürger bereits Kleinstbeträge mit Karte.

  • Selbst in den Kirchen hat schon ein Kartenlesegerät den Klingelbeutel ersetzt;
  • Mit dem bei uns von Daten- und Verbraucherschützern befürchteten »gläsernen Menschen«, dessen Kauf- und Sparverhalten komplett überprüft werden kann, haben die Schweden kein Problem;

Warum auch? In diesem Land kann jeder sogar den Steuerbescheid seines Nachbarn einsehen. Wer nichts zu verbergen hat und seine Steuern korrekt zahlt, hat auch nichts zu befürchten. Aber mit der bargeldlosen Gesellschaft verschwindet die Privatsphäre, und der Bürger kann nur hoffen, dass die Unternehmen, die seine Daten bündeln und speichern, ihr Wissen nicht zu seinen Lasten missbrauchen.

Was heißt denn »zu seinen Lasten missbrauchen«? Wenn ich bei einem Versandhaus etwas kaufe, bekomme ich anschließend regelmäßig einen Katalog zugeschickt oder eine Email mit neuen Angeboten. Habe ich ein Ferienhotel gebucht, schickt es mir auch künftig Prospekte und fragt, ob ich meinen nächsten Urlaub nicht wieder dort verbringen möchte.

Ist mein Auto drei Jahre alt, ruft mich mein Verkäufer an und erkundigt sich, wann ich beabsichtige, ein neues zu kaufen. Ich sehe darin keinen Missbrauch. Wer sich belästigt fühlt, kann sich ja aus dem Verteiler streichen lassen. Der Bäcker, der Friseur, der Zeitschriftenhändler dürfte meine Daten, wenn er sie demnächst auch hat, kaum für Werbezwecke nutzen.

  • Sie sagten vorher selbst: Dann wären wir alle in der Hand der Banken;
  • Überwiegen nun die Vor- oder die Nachteile? Für mich überwiegen die Vorteile;
  • Sollten die Banken demnächst horrende Gebühren für ihre Dienstleistungen verlangen, weil es kein Bargeld mehr gibt, werden die Verbraucherschützer sicher nicht locker lassen, bis der Gesetzgeber eingreift;

Hinweis.

Wann ist die nächste Währungsreform?

Währungsreformen in Deutschland – In Deutschland gab es schon mehrere Währungsreformen. 1923 wurde eine Währungsreform durchgeführt, weil die wirtschaftlichen Probleme nach dem Ersten Weltkrieg zu einer gewaltigen Inflation geführt hatten. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg gab es eine Währungsreform.

  1. Am 20;
  2. Juni 1948 wurde in den westlichen Besatzungszonen, die später zur Bundesrepubik Deutschland wurden, die Deutsche Mark als neue Währung eingeführt;
  3. Die alte Reichsmark war von diesem Tag an nichts mehr wert;

Wenn man etwas kaufen wollte, so musste man dafür jetzt D-Mark bezahlen. Für diesen Neuanfang erhielt jede/r Bürger/in 40 D-Mark. Die Sparguthaben wurden im Verhältnis 10:1 umgewertet: für 100 Reichsmark wurden 10 D-Mark gutgeschrieben.

Ist Bargeld heute noch zeitgemäß?

2 Die Bedeutung des Bargeldes im Zahlungsverkehr – Obwohl den Wirtschaftsakteuren sowohl das Bargeld als auch das Buchgeld zur Verfü­gung steht, hat sich die Geldmenge des sich im Umlauf befindenden Bargeldes seit der Euroeinführung im Jahr 2002 extrem erhöht.

Um zunächst einen allgemeinen Überblick zu verschaffen, ist in Abbildung 1 dieser Verlauf veranschaulicht. Abbildung 1: Gesamter Euro-Bargeldumlauf Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten Aus der Abbildung geht hervor, dass sich die Geldmenge des Euro-Bargeldes seit der Einführung im Jahr 2002 beinah verfünffacht hat.

Kurz nach der Einführung waren Bank­noten im Wert von 220 Mrd. Euro in Umlauf. Laut Österreichischer Nationalbank (ONB) waren bis Ende Dezember 2016 rund 20,22 Mrd. Banknoten mit einem Wert von 1,126 Bill. Euro und 120,97 Mrd. Münzen mit einem Wert von 26,93 Mrd.

  1. Euro in Umlauf;
  2. Somit beläuft sich der Gesamtwert des sich im Umlauf befindenden Bargeldes momentan auf 1,153 Bill;
  3. Euro;
  4. Verglichen mit dem Vorjahr (Dezember 2015) stieg der wertmäßige Bar­geldumlauf im Euroraum um 3,9 Prozent an;

Allerdings war diese erstaunliche Steige­rung im internationalen Vergleich nicht außergewöhnlich, da der US-Dollar und das Pfund Sterling eine ähnliche Entwicklung zeigten. Im Wesentlichen ist dies auf die Beliebtheit des Euros als Wertaufbewahrungsmittel zurückzuführen.

Weitere Gründe für den Auf­schwung sind das niedrige Startvolumen des Euros, die ständige Ausweitung der EU­Länder und die erhöhte Auslandsnachfrage nach Euro-Banknoten. Außerdem ist die Nutzung des Bargeldes als Zahlungsmittel immer noch sehr verbreitet und beliebt.

Eine Umfrage des Industrieverbands Bitkom im Jahr 2014 hat ergeben, dass die deutsche Bevölkerung, trotz mehrerer Alternativen, weiterhin das Bargeld bevorzugt. Wie wichtig dabei das Bargeld ist, wird in der folgenden Abbildung aufgezeigt. Abbildung 2: Bevorzugte Bezahlmöglichkeiten der Deutschen Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten Aus Abbildung 2 wird ersichtlich, dass für 62 Prozent der Befragten das Bargeld das wichtigste Zahlungsinstrument ist.

  • Des Weiteren bezeichnen 26 Prozent der Teilnehmer die Girocard als zweitwichtigstes Zahlungsmittel in Deutschland;
  • Die Kreditkarte, mobile und sonstige Zahlungsdienste spielen laut Bitkom weiterhin kaum eine Rolle;

75 Prozent der Befragten sagten, dass sie ihre eigenen Finanzen besser unter Kontrolle haben, wenn sie mit Bargeld zahlen. Auch die Bundesbank hat im Jahre 2014 eine Studie veröffentlicht, in der das Zahlungs­verhalten im internationalen Vergleich analysiert wurde.

Dabei wurde herausgefunden, dass Bargeld bei Zahlungen am Point of Sale (POS) sowie zwischen Personen weiterhin sehr stark genutzt wird. Zwischen den einzelnen Ländern gibt es allerdings zum Teil we­sentliche Unterschiede.

Während in den Niederlanden der Bargeldanteil nur bei 52 Pro­zent und in den USA sogar lediglich bei 46 Prozent liegt, wird Bargeld in Deutschland und Österreich für 82 Prozent der Transaktionen eingesetzt, ohne dabei die regelmäßig wie­derkehrenden Zahlungen, wie beispielsweise Strom-, Miet- oder Wasserzahlungen, zu berücksichtigen.

Werden diese Werte auf den Transaktionsumsatz bezogen, so belaufen sich die wertmäßigen Anteile auf 53 Prozent für Deutschland, 34 Prozent für die Nieder­lande und 23 Prozent für die USA. Die Abbildung 3 zeigt den Anteil von Zahlungsinstru­menten nach Umsatz und Transaktionsanzahl in Deutschland an.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten Die Angaben beziehen sich auf die von den Befragten (2. 019 Personen) der Zahlungsverhaltensstudie Abbildung 3: Anteil von Zahlungsinstrumenten nach Umsatz und Transaktionsanzahl31 Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten Aus Abbildung 3 wird deutlich, dass im Jahre 2014 der Anteil an Barzahlungen in Deutschland bei 79,1 Prozent und gemessen am Umsatz bei 53,2 Prozent lag.

Daraus lässt sich schließen, dass trotz der zunehmenden Beliebtheit von Kartenzahlungen das Bargeld weiterhin das beliebteste Zahlungsmittel der deutschen Bevölkerung ist. Des Weiteren hat die Bundesbank die Gründe herausgefunden, warum knapp 80 Prozent aller Transaktionen in Deutschland mit Banknoten und Münzen abgewickelt werden.

In der Abbildung 4 sind die Gründe hierfür dargestellt. Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten Abbildung 4: Gründe für ausschließliche Barzahlung Laut Bundesbank haben 65 Prozent der Teilnehmer angegeben, dass sie grundsätzlich bar bezahlen, weil sie dadurch hauptsächlich das Gefühl der besseren Ausgabenkon­trolle haben.

  • Dieses Argument ist mit Abstand der wichtigste Grund für Barzahlungen und wurde auch in anderen wissenschaftlichen Studien betont;
  • Die Einfachheit, Schnelligkeit und Sicherheit von Bargeldtransaktionen sind weitere Gründe für ausschließliche Bar­zahlungen und liegen an zweiter Stelle;

Für viele Menschen ist Bargeld somit weiterhin ein effektives Mittel zur Haushaltsplanung, das am besten diese Kriterien erfüllt. Interes­sant ist jedoch, dass auch für die Teilnehmer, die überwiegend bargeldlose Zahlungsin­strumente nutzen, die gleichen Eigenschaften wichtig sind.

  1. Die Nutzung des Bargeldes ist aber auch von anderen Faktoren abhängig;
  2. Daher hat die Bundesbank das Zahlungsverhalten sowie die Nutzung der Instrumente in verschiedenen Konstellationen analysiert;
  3. Dabei hat sich herausgestellt, dass in Deutschland nach wie vor viele Zahlungen mit Bargeld getätigt werden, insbesondere wenn es sich um Freizei­taktivitäten, täglichen Bedarf oder Gastronomie handelt;

In der folgenden Abbildung sind die Ergebnisse der Studie veranschaulicht. Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten Abbildung 5: Verwendung von Bargeld gegenüber anderen Zahlungsmitteln in Deutschland Aus Abbildung 5 wird ersichtlich, dass 69 Prozent der Konsumenten ihre Einkäufe für den täglichen Bedarf mit Bargeld zahlen.

In Kneipen, Imbissen und Schnellrestaurants be­zahlen die Befragten sogar zu 97 Prozent in bar. Demzufolge wurde erkannt, dass die Auswahl des Zahlungsinstruments von der Betragshöhe abhängig ist. Während hohe Be­träge öfters bargeldlos bezahlt werden, wird bei den Kleinbetragszahlungen immer noch zum Bargeld gegriffen.

Zudem wurden weitere Erkenntnisse gewonnen, dass die Entscheidung über den Einsatz von Zahlungsinstrumenten oftmals situationsbedingt ist und unter anderem vom Alter, Geschlecht, Einkommen oder von sonstigen Einflussfaktoren abhängt. Daraus lässt sich schlussfolgern, dass die Wahl der Zahlungsinstrumente grundsätzlich von den un­terschiedlichen Einstellungen, Empfindungen und dem sozialen Status der Menschen ab­hängt.