Warum Liefert Deutschland Keine Waffen In Krisengebieten?

Warum Liefert Deutschland Keine Waffen In Krisengebieten
Warum Liefert Deutschland Keine Waffen In Krisengebieten Was bringt Menschen dazu, ihre Heimat zu verlassen und ein besseres Leben zu suchen? | Bild: © earthlink e. [alle Rechte vorbehalten] – 13. Okt 2020 in Grund 0 Kommentare Deutschland exportierte in den ersten zehn Monaten des vergangen Jahres Waffen und andere Rüstungsgüter im Wert von 7,42 Milliarden Euro – fast so viel wie im Rekordjahr 2015 mit einem Wert von 7,86 Milliarden Euro.

Das macht Deutschland dem Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri zufolge zum viertgrößten Waffenexporteur der Welt. 1) Zeit Online: USA bleiben größter Waffenexporteur der Welt ; Artikel vom 09. 03. 2020 2) Deutsche Welle: Deutsche Waffenexporte vor neuer Höchstmarke ; Artikel vom 13.

11. 2019 Zwar sind diese Exporte alle von der Bundesregierung genehmigt, aber trägt Deutschland damit nicht dazu bei, Konflikte und Fluchtursachen, zum Beispiel in Syrien , zu verschärfen? Ist Deutschland selbst verantwortlich für die hohen Zahlen an syrischen Flüchtlingen im Land? Vorab kann man schon eines sagen: Eine einfache Antwort auf diese Frage gibt es nicht.

Alle Antworten wie die Daten zu diesem Thema sind lückenhaft, aus folgenden zwei Gründen: Erstens, weil die Politik mit Waffen- und Rüstungsexporten zum Teil sehr intransparent umgeht und das Parlament nur mit den nötigsten Informationen versorgt.

Zweitens, weil die Rüstungsbranche hermetisch abgeriegelt ist, was es erschwert, tatsächliche Lieferwege nachzuvollziehen. Zunächst lässt sich festhalten: Deutschland liefert fast nie direkt in Krisengebiete. Der militärische Export in Krisengebiete steht unter strengen Auflagen, etwa dem Kriegswaffenkontrollgesetz (KrWaffG) und dem Außenwirtschaftsgesetz (AWG).

Diese Gesetze legen fest, welche Rüstungsgüter einer Genehmigung bedürfen. Das bedeutet, der Staat genehmigt nur in Ausnahmefällen die Ausfuhr in ein Krisengebiet. Ein Beispiel sind die kurdischen Peschmerga: Ihnen wurden 2015 Lenkwaffensysteme, Handgranaten und Sturmgewehre im Wert von 65 Millionen Euro geliefert, um sie im Kampf gegen den „Islamischen Staat” auszurüsten.

3) Vice: Verursachen deutsche Waffenexporte Flüchtlingsbewegungen? ; Artikel vom 28. 10. 2015 Diese Tatsache stimmt mit den Rüstungsexportberichten seit 1999 überein. Demnach haben die Hauptherkunftsländer von Flüchtlingen – Syrien, Afghanistan , Somalia , Sudan , Südsudan – keine deutschen Waffen in nennenswerter Höhe erhalten.

Abgesehen von der Unterstützung der kurdischen Peschmerga gibt es also tatsächlich keine direkten Lieferungen deutscher Waffen in die Krisengebiete des Nahen Ostens. Allerdings muss man auch einen Blick in die Vergangenheit werfen, um die anfangs gestellte Frage annähernd beantworten zu können.

Denn die Spannungsgebiete von heute waren nicht selten die befreundeten Diktaturen von gestern, mit denen man in der Vergangenheit gerne Geschäfte gemacht hat. Zum Beispiel der Iran : Damals noch unter der westlich gestimmten Schah-Diktatur, wurde er üppig mit deutschen Rüstungsgütern versorgt.

  • Das Regime erhielt Ende der 70er Waffen im Wert von 1,1 Milliarden Mark, darunter Handgranaten, Pläne für die Produktion von Panzerketten sowie komplette Gewehr- und Munitionsfabriken;
  • Gleichzeitig wurde der Erzfeind Irak in den 80er Jahren regelrecht mit deutschen Rüstungsgütern überflutet: Insgesamt 80 deutsche Firmen, darunter Daimler-Benz, MAN und Siemens, halfen bei der Hochrüstung des Saddam-Regimes;

Eine besonders unrühmliche Rolle spielte die Chemiefabrik in Samara, die mit deutscher Hilfe gebaut wurde. Saddam Hussein nutzte sie für die Produktion von Giftgas, das er gegen die irakischen Kurden einsetzte. Seine militärische Offensive kostete 200. 000 Kurden das Leben und vertrieb rund 1,5 Millionen.

4) Vice: Verursachen deutsche Waffenexporte Flüchtlingsbewegungen? ; Artikel vom 28. 10. 2015 Noch brisanter ist der Fall Syrien: Das syrische Assad-Regime erhielt ebenfalls in den 70er Jahren MILAN-Raketen aus deutsch-französischer Herstellung, mit denen im Libanon-Krieg 2006 gegen Israel gekämpft wurde.

Auf Seiten der syrischen Rebellen sind die Raketenwerfer genauso im Einsatz. Heute nutzen auch Kämpfer der Al-Nusra-Front und der Kurden diese Waffen. Zudem werden Raketen vom Typ HOT des deutsch-französischen Konsortiums Euromissile in Syrien eingesetzt.

Kämpfer des IS posierten damit in Propagandavideos. Auf den Waffen ist die deutsche Beschriftung zu lesen: „Lenkflugkörper DM 72 – 136 mm Panzerabwehr”. 5) Zeit Online: Flucht vor deutschen Waffen ; Artikel vom 17.

09. 2019 6) Vice: Verursachen deutsche Waffenexporte Flüchtlingsbewegungen? ; Artikel vom 28. 10. 2015 Sämtliche Kriegsparteien in Syrien kämpfen, schießen, morden mit der Hilfe deutscher Waffen. Die libanesische Hisbollah Die Hisbollah ist eine schiitische Partei und Miliz im Libanon.

Seit 1992 ist die Hisbollah auch in der libanesischen Nationalversammlung vertreten. Sie stellt zurzeit etwa ein Dutzend Parlamentsabgeordnete und war schon in mehreren Kabinetten der libanesischen Regierung vertreten.

” href=”https://www. fluchtgrund. de/glossary/hisbollah/” data-gt-translate-attributes=”[ ]”>Hisbollah , kurdische Kämpfer, die Terroristen des „Islamischen Staates”: Sie alle nutzen Gewehre und Raketen, die in der Bundesrepublik entwickelt wurden. Vor allem das G3-Gewehr der Firma Heckler & Koch ist in zahlreichen Filmaufnahmen und auf vielen Fotos aus dem syrischen Bürgerkrieg zu sehen.

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Woher die einzelnen Gewehre stammen, wie sie ins Kriegsgebiet gelangten, lässt sich kaum noch feststellen. Zu viele Staaten in der Region haben aus Deutschland die Lizenz erhalten, das Gewehr nachzubauen: Der Iran, der die Hisbollah Die Hisbollah ist eine schiitische Partei und Miliz im Libanon.

Seit 1992 ist die Hisbollah auch in der libanesischen Nationalversammlung vertreten. Sie stellt zurzeit etwa ein Dutzend Parlamentsabgeordnete und war schon in mehreren Kabinetten der libanesischen Regierung vertreten. ” href=”https://www. fluchtgrund. de/glossary/hisbollah/” data-gt-translate-attributes=”[ ]”>Hisbollah unterstützt.

Saudi-Arabien, das 2015 Kisten voller G3-Gewehre über dem Jemen abgeworfen hat, um dort Verbündete zu unterstützen. Die Türkei, die an Syrien grenzt und ebenfalls Assad-Gegner ausrüsten soll. Insgesamt hat die Bundesregierung Lizenzen für die Eigenproduktion des Sturmgewehrs an 15 Länder verkauft, darunter neben Saudi-Arabien und Iran auch an Pakistan.

Obwohl die Lizenzvergabe an die Bedingung geknüpft war, den Re-Export in andere Länder zu vermeiden, gelangten die Waffen in Konfliktregionen in Afrika, Asien und Südamerika. Mit Ausnahme der Kalaschnikow ist das G3 das am weitesten verbreitete Gewehr auf der Welt.

Und nicht zuletzt hat ja auch Deutschland selbst kurdische Kämpfer im Nordirak mit Waffen für den Kampf gegen den „Islamischen Staat” ausgerüstet. Außerdem ließ der syrische Diktator Assad Aufständische mehrfach mit Chemiewaffen bekämpfen.

Auch an ihrer Produktion hatten deutsche Firmen einen Anteil: Sie lieferten Chemikalien und Anlagen, deren Ausfuhr bis 1984 nicht beschränkt war. 7) Zeit Online: Flucht vor deutschen Waffen ; Artikel vom 17. 09. 2019 8) Vice: Verursachen deutsche Waffenexporte Flüchtlingsbewegungen? ; Artikel vom 28.

  • 10;
  • 2015 Dass diese und andere Beispiele der letzten paar Jahrzehnte nicht leichtfertig mit „Fehlverhalten in der Vergangenheit” abgetan werden können, liegt an der Natur des Exportgutes: Raketen, Panzer und Mörser haben eine sehr lange Haltbarkeit;

Daraus resultieren zwei Probleme. Das eine: Momentan mögen Länder wie Katar und Saudi-Arabien mit eiserner Hand regiert werden und den Anschein der Stabilität ausstrahlen. Allerdings lässt sich nicht mit aller Gewissheit sagen, dass sie nicht schon wenige Jahre später Schauplatz eines bewaffneten Konfliktes sein werden – und die zuvor gelieferten Waffen dabei die Opferzahlen in die Höhe treiben.

Das andere Problem: Die Wege auch der legalen Waffenausfuhren sind nicht immer nachvollziehbar. Häufig tauchen sie an einem anderen Ort auf, an dem sie gemäß Vertrag gar nicht sein dürften. Dass Waffen wandern hat der zuvor erwähnte Fall Syrien bereits bewiesen.

Auch der Skandal über in den verbotenen Regionen Mexikos aufgetauchte G36 aus deutscher Herstellung bestätigt die Annahme, dass es sich hierbei nicht um einen Einzelfall handelt. 9) Vice: Verursachen deutsche Waffenexporte Flüchtlingsbewegungen? ; Artikel vom 28.

10. 2015 Das gilt insbesondere für die mobilsten und gefährlichsten aller Tötungsmaschinen: Kleinwaffen. Laut einer UN-Studie von 2005 gehen 60 bis 90 Prozent der Opfer in bewaffneten Konflikten auf das Konto von Sturmgewehren, Pistolen und Handgranaten.

Jürgen Grässlin, der Autor und Sprecher der Kampagne Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel !, schätzt, dass derzeit mindestens 15 bis 20 Millionen G3-Gewehre weltweit im Umlauf sind. Für ihn ist klar: „Wer Waffen sät, wird Flüchtlinge ernten. ” 10) Vice: Verursachen deutsche Waffenexporte Flüchtlingsbewegungen?; Artikel vom 28.

  1. 10;
  2. 2015 11) CBC: UN study says small arms fire deadliest ; Artikel vom 11;
  3. 07;
  4. 2005 12) Amnesty International: Arms campaign – key facts and figures ; Artikel vom 09;
  5. 10;
  6. 2003 Es gibt einen direkten Zusammenhang zwischen der massenhaften Verfügbarkeit insbesondere von Kleinwaffen und Kriegen, die kein Ende finden;

Vor allem in den Konflikten des 21. Jahrhunderts, in denen verstärkt nicht-staatliche Akteure auf den Plan treten, ist die unkontrollierbare Weitergabe der Kleinwaffen ein Hauptfaktor in den aktuellen kriegerischen Auseinandersetzungen. Das Argument, Deutschland liefere nicht direkt in die Krisengebiete der Gegenwart, hilft daher nur wenig bei der Beantwortung der Frage, ob deutsche Rüstungsexporte die aktuelle Fluchtbewegung aus Syrien mitverursachen.

Viel entscheidender sind die über Jahrzehnte genehmigten Exporte in Diktaturen sowie die laxe Lizenzvergabe bei der Kleinwaffenproduktion. 13) Vice: Verursachen deutsche Waffenexporte Flüchtlingsbewegungen? ; Artikel vom 28.

10. 2015 Auch wenn Deutschland tatsächlich keine Waffen direkt in Krisengebiete liefert, so gelangen am Ende eben doch Waffen aus deutscher Produktion in Konfliktgebiete wie Syrien. Mit diesen Waffen wird dort geschossen, gekämpft und auch getötet, kurzum: sich am Bürgerkrieg beteiligt, vor dem die Zivilbevölkerung zu Tausenden flieht. .

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Hat Deutschland Waffen in Krisengebiete geliefert?

Georgien [ Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ] – Georgische Spezialkräfte kämpften in der Konfliktregion Südossetien mit HKG36-Sturmgewehren. Heckler & Koch bestritt die Lieferungen in das Krisengebiet und auch die damalige Bundesregierung dementierte.

Was schickt Deutschland nach Ukraine?

Was hat die Bundesregierung der Ukraine geliefert? Öffnen Minimieren – Aus Beständen der Bundeswehr hat die Bundesregierung bereits kurz nach dem russischen Angriff auf die Ukraine Panzerabwehrwaffen, Flugabwehrraketen, Maschinengewehre, Munition, Fahrzeuge und andere militärische Güter in die Ukraine geliefert.

Im Dialog mit den Bündnispartnern und der ukrainischen Regierung wird laufend über weitere Unterstützung beraten. Weitere Informationen finden Sie in einer Übersicht über deutsche militärische Unterstützungsleistungen für die Ukraine.

Sie umfasst sowohl Abgaben aus Beständen der Bundeswehr, als auch aus Mitteln der Ertüchtigungsinitiative der Bundesregierung finanzierte Lieferungen durch die Industrie: „Militärische Unterstützungsleistungen für die Ukraine”.

Wer hat schwere Waffen geliefert?

Nachbarländer der Ukraine – Polen lieferte Waffen im Wert von 1,6 Milliarden US-Dollar (1,5 Milliarden Euro), so Premierminister Mateusz Morawiecki, der die Lieferung von Panzern einräumte. Medien berichten von mehr als 200 T-72-Panzern und behaupten, dass Polen nach den USA der zweitgrößte Waffenlieferant der Ukraine sei.

  • Warschau gab bekannt, dass es unter anderem Panzerabwehrraketen, Flugabwehrraketen, Mörser, Munition und Drohnen geliefert habe;
  • Die Slowakei trug mit militärischer Ausrüstung im Wert von 153 Millionen Euro bei (Treibstoff, Munition, Boden-Luft-Raketen, Panzerabwehrraketen) und stellte ein S-300-Luftabwehrsystem zur Verfügung;

Das Land, das gerade weitere Hilfe im Wert von 21,6 Millionen Euro bewilligt hat, wird der Ukraine außerdem mindestens acht Zuzana-Haubitzen verkaufen.

Welches Land hat die meisten Kriegswaffen?

Saudi-Arabien ist der größte Waffenimporteur – Das Königreich importierte in den vergangenen fünf Jahren so viele Waffen wie kein anderes Land. Verglichen mit der Zeitspanne zwischen 2010 und 2014 hat Riad seinen Anteil an den weltweiten Rüstungseinfuhren mehr als verdoppelt.

  1. Mit zwölf Prozent liegt Saudi-Arabien damit auf dem ersten Platz vor Indien (9,2 Prozent), Ägypten (5,8 Prozent), Australien (4,9 Prozent) und China (4,3 Prozent);
  2. Trotz der Beteiligung Saudi-Arabiens am Krieg im Jemen lieferten sowohl die USA als auch Großbritannien weiter Waffen in das Königreich;

Die USA sind für 73 Prozent der Einfuhren Riads verantwortlich, Großbritannien für 13 Prozent. Auch die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) sind am Konflikt im Jemen beteiligt, ebenso am Libyenkrieg. Im vergangenen Jahr, als der Uno-Sicherheitsrat die Beteiligung externer Mächte in Libyen verurteilte, “hatten die VAE wichtige Waffenimport-Deals mit Australien, Brasilien, Kanada, China, Frankreich, Russland, Südafrika, Spanien, Schweden, der Türkei, Großbritannien und den USA laufen”, heißt es in der Studie.

Wer beliefert Russland mit Waffen?

Entwicklung [ Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ] – Die russischen Regierungen, egal welcher politischen Ausrichtung, haben stets den staatlich kontrollierten militärisch-industriellen Komplex des Landes gefördert. Russland exportierte in Jahren 2012 bis 2016 4,7 % Rüstungsgüter mehr als im Zeitraum 2007 bis 2011. Wie für die USA sind auch für Russland Waffenexporte ein zentrales Mittel seiner Außen- und Sicherheitspolitik. 2015 wurden Waffen im Wert von 15 Milliarden Dollar in mehr als 60 Länder exportiert.

  • Russland plant, die Exporte in den asiatisch-pazifischen Raum, nach Afrika, Lateinamerika und die Karibik auszubauen;
  • Zu den größten Abnehmern russischer Rüstungsgüter gehörten 2015 Indien und die Volksrepublik China;

Fast die Hälfte der Erlöse resultieren aus dem Verkauf von Kampfflugzeugen. Besonders vor dem Hintergrund der Sanktionen gegen Russland wegen dessen Haltung im Ukrainekrieg sehen Beobachter die Rüstungsindustrie als einen zunehmend wichtigeren Zweig der russischen Wirtschaft neben Öl- und Gasexporten.

  • Allerdings ist die russische Technik vergleichsweise veraltet;
  • Russland nutzt die Verbindungen aus den Zeiten des Warschauer Paktes;
  • Viele früher sowjetische, heute russische Waffensysteme werden auch in Lizenz in den jeweiligen Ländern hergestellt;
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Die weltweit verbreitetste russische Waffe, die AK-47 und deren Nachfolgemodelle werden bis heute in Lizenz in vielen Ländern weltweit hergestellt.

Wie viele Panzerfäuste hat Deutschland?

Was hat Deutschland schon an die Ukraine geliefert? – Die Ukraine hat seit Kriegsbeginn von Deutschland gut 2. 500 Luftabwehrraketen, 900 Panzerfäuste mit 3. 000 Schuss Munition, 100 Maschinengewehre und 15 Bunkerfäuste mit 50 Raketen erhalten. Hinzu kommen 100.

  • 000 Handgranaten, 2;
  • 000 Minen, rund 5;
  • 300 Sprengladungen, mehr als 16 Millionen Schuss Munition für Handfeuerwaffen vom Sturmgewehr bis zum schweren Maschinengewehr und 5;
  • 000 Helme;
  • Nach Angaben der Bundesregierung waren das Waffen und andere Rüstungsgüter im Wert von mindestens 191,9 Millionen Euro;

Das geht aus einer Antwort des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz auf eine Anfrage der Linken-Abgeordneten Dagdelen hervor.

Was kostet eine panzerabwehrrakete?

Eigenschaften [ Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ] – Gegenüber ihrem Vorgängermodell, der FGM-77 Dragon , besitzt die Javelin entscheidende Vorteile. Im Gegensatz zur Dragon handelt es sich um eine Fire-and-Forget-Waffe, die nach dem Start nicht mehr in das Ziel gelenkt werden muss, sondern sich ihren Weg selbst sucht.

  • Sich bewegende Ziele werden verfolgt;
  • Dies bedeutet, dass der Schütze bereits während der Flugzeit der Rakete seine Position wechseln kann, um sich dem Feindbeschuss zu entziehen;
  • Auch wurde durch den sogenannten soft-launch ein Start aus Gebäuden und Deckungen heraus möglich;

Die Reichweite der Javelin ist mit 2500 Metern etwa doppelt so groß wie die des Dragon-Flugkörpers. Es besteht die Möglichkeit des überhöhten Angriffs gegen die nur schwach gepanzerte Oberseite von Panzerfahrzeugen. Gleichzeitig kann die Javelin auch gegen schwebende Hubschrauber eingesetzt werden.

  • Die Starteinheit der Javelin ist nachladbar;
  • Während die Dragon eine Durchschlagsleistung von etwa 450 mm RHA besitzt, liegt diese bei der Javelin bei rund 600 mm, bei neuen Versionen sogar bei etwa 800 mm;

Die Kosten für den Flugkörper lagen 2003 bei 68. 500 USD. Die Starteinheit kann auch als separates Fernglas oder Infrarotsichtgerät eingesetzt werden.

Wohin liefern die deutschen Waffen?

Wo hat Deutschland seine Panzer?

Mittlerweile sind weitere Panzer aus Deutschland in der Ukraine angekommen. Auch aus Griechenland könnte die ukrainische Armee schon bald Lieferungen erhalten. Brückenlegepanzer Biber Das Gerät aus Bundeswehrbeständen soll ukrainische Truppen in die Lage versetzen, Gewässer oder andere Hindernisse zu überwinden. (Foto: dpa) Berlin, Athen Deutschland weitet seine militärische Unterstützung für die Ukraine aus. Wie das Verteidigungsministerium am Freitag mitteilte, werden aus Beständen der Bundeswehr insgesamt 16 Brückenlegepanzer des Typs Biber geliefert. Die Pionierfahrzeuge sollen die ukrainischen Truppen in die Lage versetzen, im Gefecht Gewässer oder andere Hindernisse zu überwinden.

  1. Die ersten sechs Panzer sollen ab dem Herbst noch in diesem Jahr ausgeliefert werden, die übrigen zehn im kommenden Jahr;
  2. Bereits zuvor hatte Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) mitgeteilt, dass Deutschland auch ein sogenanntes ABC-Abwehrpaket zur Verfügung stellen wird;

Es besteht aus sechs Fahrzeugen mit Ausrüstung zur Dekontaminierung nach atomaren, biologischen oder chemischen Angriffen. Nach Angaben des Ministeriums sind mittlerweile auch fünf der insgesamt 30 Flugabwehrpanzer Gepard, die drei Mehrfachraketenwerfer des Typs Mars und 33 von insgesamt 54 gepanzerten Truppentransportern M-113 in der Ukraine angekommen.

Letztere stammen aus dänischen Beständen, Deutschland hat aber die Umrüstung finanziert und organisiert. Das Raketensystem Iris-T, das ukrainische Städte vor Luftangriffen schützen kann, soll nach Angaben einer Regierungssprecherin auf jeden Fall noch in diesem Jahr in der Ukraine eintreffen.

Top-Jobs des Tages Jetzt die besten Jobs finden und per E-Mail benachrichtigt werden. Nach Angaben von Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) gibt es auch Bewegung bei den angestrebten Ringtauschen. Dahinter steht die Idee, dass östliche Nato -Verbündete noch aus Sowjetzeiten stammende Waffen an die Ukraine abgeben und dafür aus dem Westen Ersatz erhalten. Schützenpanzer Marder Nach Regierungsangaben kann die Bundeswehr aktuell keine Marder entbehren. (Foto: dpa) Griechenland ist nach Angaben aus Regierungskreisen bereit, etwa 100 Schützenpanzer BMP-1 an die Ukraine zu liefern, will aber damit abwarten, bis es Marder aus Deutschland als Ersatz bekommen hat.