Was War Die Höchste Temperatur In Deutschland?

Was War Die Höchste Temperatur In Deutschland
Stand: 19. 07. 2022 12:03 Uhr Die Temperaturen könnten heute mancherorts auf bis zu 40 Grad steigen. Es soll der bislang wärmste Tag des Jahres werden. Die Gesundheitsbehörden mahnen zur Vorsicht. Dies gelte insbesondere für alte und schwache Menschen. Die Hitze könnte heute für den bislang wärmsten Tag des Jahres in Deutschland sorgen.

  • Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sind Temperaturen von verbreitet 34 bis 38 Grad Celsius möglich, im Südwesten und Westen des Landes bis zu 40 Grad;
  • Gesundheitsbehörden mahnen zur Vorsicht und raten: viel trinken und direkte Sonne vermeiden;

Der bisher heißeste Tag in diesem Jahr war am 19. Juni: Laut Wetterdienst waren vor einem Monat mit 39,2 Grad Celsius die wärmsten Orte Cottbus und Dresden. “Wir können davon ausgehen, dass dieser Rekord am Dienstag geknackt wird”, sagte DWD-Sprecher Andreas Friedrich Laut DWD liegt der Hitzerekord in Deutschland bei 41,2 Grad – gemessen am 25.

Wie heiß war es jemals in Deutschland?

Temperaturrekorde in Deutschland – Die höchste Temperatur, die bislang in Deutschland gemessen wurde, betrug 41 2° Celsius. Gemessen in: Duisburg-Baerl und Tönisvorst (25. 2019) Die niedrigste Temperatur, die bislang in Deutschland gemessen wurde, betrug -37,8° Celisus.

Wann war es in Deutschland über 40 Grad?

Hitzewarnungen im ganzen Land: Der 20. Juli war der bisher heißeste Tag des Jahres in Deutschland, viele Menschen dürften ihre Wohnung einem Ausflug an den See vorgezogen haben. Und wer arbeiten musste, hatte hoffentlich die Möglichkeit einer Abkühlung. Laut vorläufigen Angaben des Deutschen Wetterdienstes gehörte der Mittwoch zu den heißesten Tagen seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1881.

Seit damals können für Deutschland Mittelwerte für die Temperatur berechnet werden. In sechs Bundesländern sind am Mittwoch nach vorläufigen Angaben neue Rekordwerte gemessen worden. [Wenn Sie aktuelle Nachrichten aus Berlin, Deutschland und der Welt live auf Ihr Handy haben wollen, empfehlen wir Ihnen unsere App, die Sie hier für Apple- und Android-Geräte herunterladen können.

] Am meisten ins Schwitzen gerieten demnach die 790 Einwohner:innen des Stadtteils Neunkirchen im Baden-Württembergischen Bad Mergentheim, wo es in der Spitze 40,3 Grad Celsius warm wurde. Das ist nah dran an der höchsten bisher in Deutschland gemessenen Temperatur: 41,2 Grad am 25.

Wann war das letzte Mal 40 Grad?

Im Sommer 2003, der als „Jahrhundertsommer’ bekannt wurde, waren in anderen europäischen Staaten, nicht aber in Deutschland, neue Hitzerekorde erreicht worden; in Deutschland erreichten mehrere Orte mit 40,2 Grad die alte Höchstmarke aus dem Jahr 1983.

Wann und wo wurden die bisher höchsten Temperaturen gemessen Deutschland?

Höchste Temperatur in Deutschland: Hitze-Rekord wurde 2019 in Duisburg (NRW) gemessen – Erstaunlicherweise wurde der Temperatur-Rekord im Ruhrgebiet gemessen. Die höchste Temperatur in Deutschland wurde in Duisburg-Baerl am 25. Juli 2019 eine Temperatur von 41,2 Grad Celsius gemessen.

  • Am selben Tag wurde diese Temperatur laut Deutschem Wetterdienst (DWD) auch in Tönisvorst bei Krefeld erfasst;
  • Der DWD hatte zur selben Zeit in Lingen (Ems) sogar eine Rekord-Hitze von 42,6 Grad gemessen;

Später musste dieser Wert jedoch annulliert werden, weil an der Stadtion Ungenauigkeiten festgestellt worden waren. Somit halten Duisburg und Tönisvorst aktuell nicht nur den Rekord für NRW, sondern auch für ganz Deutschland. Höchste Temperatur in Deutschland:

  • Duisburg-Baerl: 41,2 Grad Celsius (25. Juli 2019)
  • Tönisvorst: 41,2 Grad Celsius (25. Juli 2019)

Duisburg-Baerl ist der heißeste Ort in Deutschland. © Jochen Tack/Imago.

Warum kann es nicht kälter als 273?

Warum kann es auf der Erde niemals kälter als minus 274 Grad Celsius werden? – Weil das die natürliche Untergrenze für die Temperatur ist. Sie liegt genau genommen bei minus 273,15 Grad Celsius. Nirgendwo im Universum kann es kälter werden. Um das zu verstehen muss man zunächst wissen, was Temperatur ist.

  • Die Temperatur eines Objektes wird durch die ungeordnete Bewegung seiner Teilchen hervorgerufen;
  • Je geringer die Bewegungsenergie der Teilchen, desto geringer ist die Temperatur des Objekts;
  • Der absolute Nullpunkt ist theoretisch dann erreicht, wenn die Bewegungsenergie gleich null ist;

In der Quantentheorie zeigt sich, dass es dann aber noch eine Nullpunktsenergie gibt, die temperaturunabhängig ist. Der absolute Nullpunkt bildet gleichzeitig den Nullpunkt der Kelvin-Temperaturskala und entspricht minus 273,15 Grad Celsius. Praktisch wäre es zwar möglich, diesem absoluten Nullpunkt beliebig nahe zu kommen.

  1. Er ist jedoch nach dem dritten Hauptsatz der Thermodynamik aufgrund quantenphysikalischer Phänomene niemals exakt erreichbar;
  2. Ein Gesetz der Quantenphysik (die Heisenbergsche Unschärferelation) sagt nämlich, dass es grundsätzlich unmöglich ist, den Ort und die Geschwindigkeit eines Teilchens gleichzeitig exakt zu messen;

Gerade das wäre aber möglich, wenn ein Teilchen überhaupt keine Bewegungsenergie mehr hätte. Im Labor können Forscher heute Temperaturen von einem Nanokelvin, also nur einem Milliardstel Kelvin über dem absoluten Nullpunkt, erreichen. Bisher ist dies jedoch nur mit Proben gelungen, die aus wenigen Teilchen bestehen.

Größere Proben, die sich für die praktische Anwendung eignen, kann man aber durchaus auf ein Millikelvin (ein Tausenstel Kelvin) abkühlen. In der Grundlagenforschung verfolgt man mit den Kälterekorden das Ziel, die Eigenschaften der Materie bei diesen Temperaturen zu untersuchen.

So leiten einige Materialien bei tiefen Temperaturen widerstandsfrei elektrischen Strom. Dieses Phänomen bezeichnen Physiker als Supraleitung. Neben der verlustfreien Leitung und Speicherung von elektrischer Energie ermöglichen extrem tiefe Temperaturen noch vielfältige weitere Anwendungen.

  1. In Flugzeugen oder Radioteleskopen werden beispielsweise Sensoren gekühlt, damit die ungeordnete Wärmebewegung der Teilchen nicht die Messung stört;
  2. Groß im Kommen sind auch elektrische Schaltungen mit einzelnen Elektronen (Einzelelektronik), die schneller sind und weniger Leistung verbrauchen als derzeitige Halbleiterschaltkreise;

Eine solche Schaltung kann jedoch nur funktionieren, wenn die einzelnen Elektronen durch Abkühlung vor Stößen anderer Teilchen geschützt sind. Die Abkühlung bis kurz über dem absoluten Nullpunkt ist ein mehrstufiger Prozess und erfolgt in so genannten Kryostaten.

See also:  Deutschland Gegen Ungarn Wann?

Zunächst kühlt man mit flüssigem Stickstoff die Probe auf 77 Kelvin. Mithilfe von flüssigem Helium lassen sich im nächsten Schritt vier Kelvin erreichen. Die Gase Helium und Stickstoff werden dabei jeweils mit einer Methode bis zu ihrer Verflüssigung abgekühlt, die nach dem Prinzip eines gewöhnlichen Kühlschranks (Kältemaschine mit Gaskreislaufkühlung) funktioniert.

Bei einer anschließenden Entmischungskühlung  werden Helium-3 und Helium-4 – beide unterscheiden sich nur in der Anzahl ihrer neutralen Kernteilchen – voneinander getrennt, wobei die Lösungswärme entzogen wird. Die Temperatur der Probe sinkt dabei auf einige Millikelvin.

  1. Um schließlich bis in den Nanokelvin-Bereich vorzudringen, verändern die Physiker mithilfe von Magnetfeldern die magnetische Ordnung in der Probe;
  2. Das entzieht ihr weitere Energie (adiabatische Entmagnetisierung);

Verglichen mit den im Labor erzielten Temperaturen sind auch die kältesten Gegenden auf der Erde noch sehr warm. Die tiefste, jemals nachweislich gemessene Temperatur betrug minus 89,2 Grad Celsius – also 183,95 Kelvin. Gemessen wurde der Wert 1983 in der russischen Wostok-Station in der Antarktis.

Dieser Ort wird als globaler Kältepol bezeichnet. Viel kälter kann es auf der Erde nicht werden, da die Sonne die Erde aufwärmt und zudem der Erdkern und leider auch unsere Zivilisation Wärme abstrahlt und derzeit sogar ein zivilisationsbedingter Treibhauseffekt zusätzlich die Erde aufheizt.

Doch selbst an Orten im Weltall, die sich weit entfernt von Wärme spendenden Sternen befinden, kann es nicht kälter als drei Kelvin sein. So „warm” ist die so genannte Hintergrundstrahlung, die ein Überrest des Urknalls darstellt und das gesamte Universum durchdringt.

Was war der heißeste Tag auf der Welt?

Höchsttemperaturen (seit Beginn der Aufzeichnungen) – In dieser Tabelle sind besondere Hitzerekorde bzw. die höchsten Temperaturen für ausgewählte Regionen der Erde angeführt. Für eine Länderübersicht der höchsten Temperaturen, siehe Liste der Länder nach Extremtemperatur. Den Rekord hält derzeit die Station Greenland Ranch (jetzt Furnace Creek) , Kalifornien ,   Vereinigte Staaten mit 56,7 °C am 10. Juli 1913.

Temperatur °C Datum Ort Staat / Bundesstaat / Forschungsstation Bemerkung
56,7 °C 10. Juli 1913 Death Valley   Vereinigte Staaten Höhe: 54,6 m unter dem Meeresspiegel , Hitzeweltrekord; höchste gemessene Temperatur in Nordamerika sowie der ganzen westlichen Hemisphäre.
55,0 °C 7. Juli 1931 Kebili   Tunesien Höhe: 38,1  m , Hitzerekord in Afrika sowie der ganzen östlichen Hemisphäre.
54,0 °C 21. Juni 1942 Tirat Zvi   Israel Höhe: 220 m unter dem Meeresspiegel , Hitzerekord in WMO Region VI (Europa).
53,9 °C 21. Juli 2016 Mitriba   Kuwait Höhe: 70  m , Hitzerekord in WMO Region II ( Asien ).
53,7 °C 28. Mai 2017 Turbat   Pakistan Höhe: 129  m , wird von der WMO als vierthöchster Wert geführt.
50,7 °C 13. Jan. 2022 Onslow (Western Australia)   Australien Höhe: 70  m , höchste jemals in einem Küstenort gemessene Temperatur.
48,9 °C 11. Dez. 1905 Rivadavia   Argentinien Höhe: 205  m , Hitzerekord in Südamerika.
48,0 °C 10. Juli 1977 Athen und Eleusis   Griechenland Höhe: 236  m , Hitzerekord in WMO Region VI ( Kontinentaleuropa ); unbestätigt: 48,5 °C am 10. Aug. 1999 in Catenanuova , Italien , 185  m.
21,0 °C 14. Juli 2019 Alert   Kanada Höhe: 70  m , Hitzerekord in nördlichster dauerhaft bewohnter Siedlung.
19,8 °C 30. Jan. 1982 Signy Island   Signy-Station Höhe: 9  m , Hitzerekord in der WMO Region VII ( Antarktis ).
18,3 °C 6. Feb. 2020 Hope Bay   Argentinien Höhe: 13  m , Hitzerekord in der WMO Region VII ( Antarktika & dazugehörende Inseln).
−12,3 °C 25. Dez. 2011 Südpol — ( Amundsen-Scott-Südpolstation ) Höhe: 2835  m , Jahresdurchschnitt: −49,4 °C.

Nicht anerkannt: angeblich 58 °C am 13. September 1922 in al-ʿAzīzīya im heutigen Libyen sowie angeblich 57,1 °C am 27. August 1884 in Ouargla im heutigen Algerien. Bodenoberflächenhöchsttemperaturen Besonders hohe Boden­temperaturen werden, wie in der hier gezeigten Kumtag-Wüste in Turpan , in Zonen im Windschatten mit dunkler Bodenfarbe erreicht.

Gebiet des Rekordes Ort der Messung Datum Temperatur in °C Anmerkung
Zentralasien Turpan-Becken in Xinjiang ,   Volksrepublik China 1978 * 82,3 ( * Jahr der Veröffentlichung)
Nordamerika Wüste bei Tucson , Arizona ,   Vereinigte Staaten 21. Juni 1915 71,5
Vorderasien Lut-Wüste ,   Iran (29. 9°N, 59. 1°E ) 2005 70,7 Die Lut-Wüste hat die größte zusammenhängende Fläche mit Bodentemperaturen über 65 °C.
  Australien Wüste in Queensland (21. 5°S, 143. 2°E ) 2003 69,3 Die Jahresmaximaltemperaturen liegen regelmäßig über 60 °C.
Zentralasien Kumtag-Wüste (Turpan) in Xinjiang,   Volksrepublik China 2008 66,8
Nordamerika Furnace Creek im Death Valley , Kalifornien ,   Vereinigte Staaten 2005 62,7

In Deutschland konnten Bodenoberflächentemperaturen von 50 °C gemessen werden. .

Was ist der heißeste Ort der Welt?

Der heißeste Ort der Welt: – Die heißeste Temperatur, die jemals von einer Wetterstation gemessen wurde, beträgt 54 Grad Celsius. Gemessen wurde sie am 30. Juni 2013 im Death Valley , dem Tal des Todes, in der Mojave-Wüste in den USA. Was War Die Höchste Temperatur In Deutschland Quelle: Getty Images/Image Source/Owen Smith Die heißeste Bodentemperatur, die jemals gemessen wurde, herrscht allerdings nicht im Death Valley, sondern in der Wüste Dascht e Lut. Unerträgliche 70,7 Grad Celsius haben Messungen des Satelliten „Modis” im Jahr 2005 ergeben. Der Satellit hat von 2003 bis 2009 regelmäßig Messungen in der Wüste vorgenommen. Zugvögel sollen hier aufgrund der Hitze sogar vom Himmel fallen. Was War Die Höchste Temperatur In Deutschland Quelle: Getty Images/Alireza Firouzi.

Wann war der wärmste Tag in Deutschland 2022?

Hitze in Deutschland: Wann war der heißeste Tag seit der Aufzeichnung? – Sollten die Temperaturen tatsächlich auf 40 Grad steigen, kommt das dem deutschen Hitzerekord nahe. Knacken würde das ihn aber noch nicht. Das sind in Deutschland die aktuellen Wetterrekorde:

  • Hitzerekord : 41,2 Grad am 25. 07. 2019 in Duisburg
  • Wärmster Sommer: 2003
  • Kältester Sommer: 1816
  • Niedrigste Temperatur : -37,8 Grad am 12. 02. 1929
  • Wärmster Winter: 2006/07
  • Kältester Winter: 1829/30

Wo ist es in Deutschland am heissesten?

Deutscher Rekord liegt über 41 Grad – In Großbritannien überstieg das Thermometer am Mittwochmittag erstmals in der Geschichte der Aufzeichnungen die 40-Grad-Marke. In Deutschland wurde diese Marke schon einige Male gerissen. Der aktuelle deutsche Temperaturrekord liegt bei 41,2 Grad, gemessen am 25.

  1. Juli 2019 in Duisburg-Baerl und Tönisvorst bei Krefeld;
  2. Den Rekordwert von 42,6 Grad, der am selben Tag aus Lingen (Ems) gemeldet wurde, erklärte der Deutsche Wetterdienst im Folgejahr für ungültig;
  3. Nach Langzeitbeobachtungen wurden am Standort Lingen Unregelmäßigkeiten festgestellt – dort traten immer wieder Temperaturen auf, die für die Region nicht repräsentativ waren;

Um weltweite Vergleiche zu ermöglichen, gelten für die Temperaturmessung internationale Standards etwa für Standort, Bedingungen oder Instrumente. Erfüllt eine Messstation diese Bedingungen nicht, können Temperaturen ungenau oder verfälscht sein.

Wie kalt war der kälteste Tag in Deutschland?

Tiefste je gemessene Temperaturen in ausgewählten Orten in Deutschland (Stand: Dezember 2012) –

Merkmal Temperaturen in Grad Celsius

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Was ist das heißeste was es gibt?

Mit sehr hohen Temperaturen von mehr als 2000 Milliarden Grad Celsius. Man bringt sie sozusagen zum Schmelzen – und was heraus kommt, ist das Quark-Gluon-Plasma, eine Art Ursuppe. Denn in diesem Zustand hat sich die Materie kurz nach dem Urknall vor rund 13,8 Milliarden Jahren befunden, so die These der Wissenschafter.

Wie warm war es im Sommer 1959?

Dürreperiode im Kreis Heinsberg : Der Jahrhundertsommer von 1959 – Im Sommer 1959 kehrten Kühe abends von den Rurwiesen (Benden) in Staubwolken in die Ställe zurück. Foto: Stadtarchiv Hückelhoven Vor 60 Jahren gingen sommerliche Hitze und Trockenheit in die Chroniken des Altkreises Erkelenz ein, im Januar die Schneeausmaße. „Der Monat September war mit 5,1 mm Niederschlag der trockenste September seit Menschengedenken.

Die Trockenheit dieses Sommers setzte im Juni ein und hielt mit nur kurzer Unterbrechung im August an. Die Auswirkungen der Trockenheit auf die Landwirtschaft waren beträchtlich. Infolge der Futtermittelknappheit stieg der Butterpreis auf 3,90 DM je Pfund.

Die Einkellerkartoffeln kosteten 14 DM je Zentner. Der Wasserverbrauch lag (…) mit 651. 000 cbm (…) weit über (…) dem Zeitraum des Vorjahres (464. 000). ” Das ist kein Rückblick in zwei Monaten auf den immer noch heiß-trockenen Sommer 2019, sondern eine Rückschau auf den Sommer 1959, für den oft der Begriff „Jahrhundertsommer” angewandt wird, obwohl er nicht der heißeste des vorigen Jahrhunderts war.

  1. Er war aber gut sichtbar – die Bauern zogen mit ihren Pferdefuhrwerken riesige Staubfahnen hinter sich her, schließlich waren die schlaglochübersäten Feldwege nicht geteert, deren Erde von den Karrenrädern zu feinstem Staub zermahlen wurde;

1959 war allerdings das trockenste Jahr in Deutschland seit Beginn der Aufzeichnungen. Butterpreise liegen heute etwa ein Viertel niedriger, die Kartoffelpreise ob der Dürre des Vorjahres im Supermarkt zwischen einem und 1,50 Euro das Kilogramm, rund das Fünffache gegenüber 1959.

  1. Die Verwaltung des damaligen Landkreises Erkelenz registrierte für das gleiche Jahr aber auch das Gegenteil für den 12;
  2. Januar: „Schneeverwehungen nie gekannten Ausmaßes lähmen den Verkehr im Kreise Erkelenz;

” Gab’s da wirklich noch die klare Linie „sonnige Sommer und kalte/schneereiche Winter inclusive Weißer Weihnacht”? Nein, wie der Erkelenzer Lehrer Otto Fingerhuth von 1932 bis 1952 in seinen täglichen offiziellen Wetteraufzeichnungen (fürs Wetteramt Essen) festhielt.

  • Niederschlag fällt am Niederrhein unter Atlantikeinfluss vom Westen auch im Winter grundsätzlich als Regen, Schnee kommt grundsätzlich von Osten, also selten;
  • Zweifelsohne sind allerdings die Heiß- und Trocken-Sommer in den vergangenen 20 Jahren häufiger geworden;

Fingerhuts Tochter Doris übernahm nach dem Tod des Vaters 1952 in der Wilhelmstraße 20 die Messungen fürs Wetteramt Essen, exakt morgens um 7. 30 Uhr wurde bis mindestens 1980 im Garten das „Niederschlagsauffangbehältnis” geleert – 1959 registrierte Lehrerin Doris Fingerhuth mit 472 Millimetern im „Behältnis” und damit 472 Litern per Quadratmetern die niedrigste Niederschlagsmenge der Aufzeichnungen.

Seit 2009 werden die Wetterdaten in Neu-Immerath vom Meteo-Unternehmen Kachelmann automatisch gemessen. 2018 und 2019 kletterten die Temperaturen fast wochenlang auf weit über 30 Grad (mit 42,6 Grad wurde kürzlich der absolute Temperatur-Rekord in Lingen an der Ems registriert).

Für den 6. August 1975 meldet die Heimatkalender-Chronik: „Seit Mitte Juli herrschte außergewöhnlich heißes Wetter. Im Kreisgebiet wurden an einzelnen Tagen Temperaturen bis zu 37 Grad gemessen. ” Am 13. September 1991 eine ähnliche Meldung: „Die anhaltende Trockenheit und die extreme Hitze blieben auch im Kreis Heinsberg nicht ohne Auswirkungen auf die Wasserläufe.

Der Kitschbach (bei Haaren/Karken) war beispielsweise zeitweilig völlig ausgetrocknet. ” Und für den wahren Jahrhundertsommer 2003 meldet der Kreis am 5. August: „Die anhaltende Hitzewelle sorgt für höchste Waldbrandgefahr in der Region.

Das erste Flugzeug zur Luftbeobachtung von gefährdeten Bereichen startet auf der NATO-Airbase in Geilenkirchen-Teveren. Die Bezirksregierung in Köln hat sich zu dem Einsatz von Kleinflugzeiten entschlossen. Von Geilenkirchen werden die gesamten linksrheinisch gelegenen Wald- und Heidegebiete des Regierungsbezirks überflogen.

  1. Am gleichen Tag wird die in Nordrhein-Westfalen höchstmögliche Gefahrenlage, die Waldbrandstufe 4, ausgerufen;
  2. ” Und am 8;
  3. August: „Die Hitze lässt die Menschen nach Erfrischung suchen;
  4. Immer mehr tun es auch wieder in der Rur;

Die Behörden warnen jedoch: Baden in der Rur kann wegen gefährlicher Strömungen lebensgefährlich sein. Am Wochenende nähern sich die Temperaturen im Kreis der 40-Grad-Celsius-Grenze, im Schatten wohlgemerkt. Die Trockenheit macht vor allem den Landwirten zu schaffen.

Die Hitze hält im Lauf des Augusts weiter an. ” Und da sang im Mai 1975 der beliebte Entertainer Rudi Carrell: „Wann wird‘s mal wieder richtig Sommer, ein Sommer wie er früher einmal war?” Im August 1975 war es schon so weit, „ein Sommer wie er im Buche steht”, urteilte der Deutsche Wetterdienst.

Und seitdem eigentlich immer, mit zunehmender Tendenz….

Wo 40 Grad?

Höhepunkt der Hitzewelle mit Windstille und wolkenlosem Himmel für Dienstag vorhergesehen – Update vom 18. Juli, 15. 46 Uhr : Der Höhepunkt der aktuellen Hitzewelle wird für Dienstag vorhergesehen. Dann soll sich der Himmel laut Vorhersage oft wolkenlos zeigen.

Und auch der Wind weht bei Temperaturen zwischen 34 und 38 Grad nur mäßig. Die größte Hitze wird nur für einige Regionen erwartet: Im Südwesten und Westen können es laut DWD vereinzelt 40 Grad werden. Das würde dann den bisher heißesten Tag in diesem Jahr übertreffen – der war am 19.

Juni, als in Cottbus und Dresden 39,2 Grad gemessen wurden. DWD-Pressesprecher Andreas Friedrich meint: „Wir können davon ausgehen, dass dieser Rekord am Dienstag geknackt wird. ” Laut DWD liegt der Hitzerekord in Deutschland bei 41,2 Grad – gemessen am 25.

Warum ist es so warm in Deutschland?

Überblick [ Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ] – Das Klima in Deutschland wird maßgeblich durch Deutschlands Lage an der Westseite des Kontinents im Bereich der Westwindzone bestimmt. Mit den in den mittleren nördlichen Breiten vorherrschenden Westwinden wird häufig feuchte und aufgrund des warmen Golfstroms milde Meeresluft vom Atlantik herangeführt, so dass die Temperaturen in Deutschland vor allem im Winterhalbjahr höher sind, als es seine nördliche Position vermuten ließe.

Der atlantische Einfluss nimmt innerhalb des Landes von West nach Ost ab. An den Küsten, dem dahinterliegenden Binnenland sowie bis in die Kölner Bucht dominiert so ein maritimer Klimatyp mit vergleichsweise geringen Temperaturunterschieden zwischen Sommer und Winter, während nach Südosten hin, vor allem im östlichen Bayern und in Ostdeutschland ein deutlicher kontinentaler Einfluss besteht mit wärmeren Sommern und kalten Wintern.

Allerdings kann es bei Ostwindlagen im Winter bis auf die Nordseeinseln zu mehrtägigen Dauerfrostperioden kommen, ebenso wie umgekehrt eine ausgeprägte Westwindlage auch in Ostbayern im Winter für Temperaturen deutlich über 0 °C sorgt.

Wo ist es derzeit am heißesten?

Hitzerekorde weltweit und in Deutschland –

  • 🥵 Die höchste je gemessene Temperatur von 56,7 Grad Celsius wurde 1913 und 2021 im Death Valley gemessen. Die zweithöchste je gemessene Temperatur beträgt 55,0 Grad Celsius. Diese wurde 1931 in Kebili in Tunesien erreicht.
  • 🏜 In der iranischen Dascht-e Lut-Wüste wurden am Boden Rekordtemperaturen von 70,7 Grad Celsius gemessen – jedoch von einem Satelliten.
  • ♨ Am 8. Juli 2003 stieg die gefühlte Temperatur im saudi-arabischen Dhahran auf 78 Grad Celsius.
  • ☀ Am 24. Juli 2019 wurde das Städtchen Geilenkirchen mit 40,5 Grad Celsius zum heißesten Ort Deutschlands.
  • 🌡 2018 war es im Frankfurter Westend durchschnittlich 12,9 Grad Celsius warm – deutscher Rekord.

Wie heiß wirds in Deutschland?

Hitzewelle : Wo es am heißesten wird – 17. Juli 2022, 12:50 Uhr Lesezeit: 2 min Am Dienstag und Mittwoch wird man vielerorts in Deutschland für jede Abkühlung dankbar sein. (Foto: Wolfgang Kumm/dpa) Einzelne Modelle hatten für Deutschland bis zu 45 Grad errechnet, so schlimm dürfte es aber nicht kommen. Was die aktuellen Prognosen ergeben. Von Marlene Weiß Ein Blick auf die Wetter-App ist dieser Tage eine gute Gelegenheit, sich den Unterschied zwischen Modellrechnungen, Prognosen und der Realität bewusst zu machen.

  • Bis zu 45 Grad Celsius hatten einzelne Modelle zwischenzeitlich für einzelne Regionen in Deutschland errechnet, das wäre mehr als drei Grad über dem bisherigen Rekord von 41,2 Grad gewesen;
  • Statistisch geradezu unfassbar, normalerweise werden solche Rekorde in Zehntelgrad-Tippelschritten überholt; schon dass der aktuell gültige Höchstwert von 2019 um fast ein Grad über dem zuvor jahrelang gültigen Hitzerekord von 40,3 Grad liegt, gilt als ungewöhnlicher Ausreißer;

So schlimm dürfte es letztendlich nicht kommen, und in Anbetracht der Tatsache, dass unter schweren Hitzewellen Menschen und Natur leiden, ist das eine sehr gute Nachricht. Trotzdem bleibt die anstehende Hitze laut den Prognosen erheblich. Am Sonntag rechnete der Deutsche Wetterdienst DWD für Montag im Westen und Südwesten mit bis zu 36 Grad, erst am Dienstag könnte die Hitze den Höhepunkt erreichen.

Dann soll in fast ganz Deutschland wolkenloser Himmel sein, die Temperaturen sollen verbreitet auf 35 Grad steigen. Im Südwesten und Westen könnten es “örtlich bis 40 Grad” werden, etwa im Rhein-Main-Gebiet oder an der Mosel.

Auch am Untermain in Bayern sind 39 Grad möglich. Einzig im Norden bleibt es etwas kühler, mit bis 34 Grad im Nordosten und 22 bis 29 Grad an den Küsten. Wohl dem also, der schon seinen Ostseeurlaub angetreten hat. Im Westen dürfte auf die Hitze des Tages vielerorts noch eine Tropennacht folgen, die Tiefstwerte liegen dort bei bis zu 23 Grad, im Südosten hingegen fällt die Temperatur in der Nacht teils auf kühle 13 Grad.