Was Wird In Deutschland Mehr Angebaut Spargel Oder Blumenkohl?

Was Wird In Deutschland Mehr Angebaut Spargel Oder Blumenkohl
Spargel ist in Deutschland die Gemüseart mit der größten Anbaufläche. Die Anbau- fläche von Spargel stieg im Jahr 2012 um zehn Prozent auf 23 800 Hektar gegenüber der letzten allgemeinen Gemüseanbauerhe- bung im Jahr 2008. Das war gut ein Fünftel der gesamten Freilandfläche für Gemüse in Deutschland.

Welches Gemüse wird in Deutschland am meisten angebaut?

Pressemitteilung Nr. 139 vom 19. März 2021 – WIESBADEN – Im Jahr 2020 haben die landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland insgesamt 3,9 Millionen Tonnen Gemüse geerntet. Die Gesamterntemenge lag damit auf dem Vorjahresniveau und knapp 6 % über dem Durchschnitt der Jahre 2014 bis 2019.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, nahm die Zahl der Betriebe mit Gemüseanbau gegenüber der letzten Vollerhebung im Jahr 2016 um gut 7 % von 6 580 auf 6 100 ab. Knapp 5 900 Betriebe erzeugten im Jahr 2020 auf gut 125 200 Hektar Gemüse im Freiland.

Wie die Erntemenge blieb damit auch die Freiland-Anbaufläche gegenüber 2019 fast konstant. Gegenüber der letzten Vollerhebung im Jahr 2016 nahm sie aber um knapp 4 % zu. Die größten Freiland-Gemüseanbauflächen befanden sich 2020 in Nordrhein-Westfalen mit 25 000 Hektar, Niedersachsen mit 21 500 Hektar und Rheinland-Pfalz mit 18 500 Hektar.

Im ökologischen Anbau wurden im Jahr 2020 insgesamt 379 600 Tonnen Freiland-Gemüse erzeugt. Dies entspricht 10 % der Gesamterntemenge im Freiland und einer Steigerung um knapp 16 % gegenüber 2019. Gegenüber dem Durchschnitt der Jahre 2014 bis 2019 stieg die Erntemenge sogar um mehr als ein Drittel (+34 %).

Die Freiland-Anbaufläche für Gemüse im ökologischen Anbau im Jahr 2020 betrug 16 100 Hektar und machte damit 13 % der gesamten Freiland-Anbaufläche aus. Gemüsearten: Spargel mit größter Anbaufläche, Karotten mit größter Erntemenge  Spargel, Möhren beziehungsweise Karotten und Speisezwiebeln sind gemessen an der Anbaufläche die bedeutendsten Kulturen im deutschen Gemüsebau.

Sie wuchsen im Jahr 2020 auf gut 41 % der Anbaufläche. Mit insgesamt 25 900 Hektar (-5 % gegenüber 2019) lag Spargel nach wie vor an erster Stelle. Die ertragsfähige Spargelanbaufläche von 22 400 Hektar lieferte 2020 mit knapp 117 600 Tonnen eine 10 % geringere Erntemenge als 2019.

An zweiter Stelle lagen Möhren/Karotten mit einer nur geringfügig gestiegenen Anbaufläche von 13 800 Hektar und einer Erntemenge von 802 200 Tonnen, der größten seit der deutschen Vereinigung (+1,4 % gegenüber 2019). An dritter Stelle folgten Speisezwiebeln mit einer Anbaufläche von 12 300 Hektar und einer Erntemenge von knapp 539 700 Tonnen (+ 2,0 % bzw.

+3,4 % gegenüber 2019). Trotz der 2020 insgesamt gegenüber dem Vorjahr weitgehend konstanten Gemüseernte sind Verschiebungen bei einzelnen Gemüsearten festzustellen. Während Blumenkohl mit gut 3 040 Hektar Anbaufläche und einer Erntemenge von 83 780 Tonnen die niedrigsten Werte seit Jahren aufwies, sind die Anbauflächen und Erntemengen von Grünkohl (1 090 Hektar bzw.

18 500 Tonnen) und Chinakohl (850 Hektar bzw. 38 650 Tonnen) wieder gestiegen. Im Bereich der Blattgemüse wurde für Spinat mit 3 970 Hektar die seit Jahren größte Anbaufläche und eine Spitzenerntemenge von 83 470 Tonnen ermittelt. Dagegen konnten Eissalat, Rucola und sonstige Salate die sehr hohen Erntemengen vom Vorjahr nicht wiederholen.

  1. Der Anbau von Kopfsalat (1 310 Hektar) ist 2020 mit einer Erntemenge von 42 670 Tonnen auf einem Tiefpunkt angelangt;
  2. Gleiches gilt im Bereich der Fruchtgemüsearten für Einlegegurken mit einer Anbaufläche von 1 760 Hektar und einer Erntemenge von 149 100 Tonnen;

Die Anbauflächen im Gewächshaus und unter anderen hohen begehbaren Schutzabdeckungen sind 2020 im Vorjahresvergleich nahezu konstant geblieben. Gegenüber 2016 wurden die Flächen um knapp 4 % ausgeweitet. Auf den knapp 1 300 Hektar haben 1 650 Betriebe gut 195 000 Tonnen Gemüse geerntet.

Die größten Anbauflächen dieser Art entfielen auf Tomaten mit 380 Hektar, Salatgurken mit 240 Hektar und Feldsalat mit 180 Hektar. Methodische Hinweise: Die Gemüseerhebung wird alle vier Jahre (zuletzt 2020) als Vollerhebung mit Abschneidegrenze durchgeführt und in den Zwischenjahren als Stichprobenerhebung, wobei die Erntemenge auch in Jahren der Vollerhebung durch eine Stichprobe ermittelt wird.

Zum ökologischen Gemüseanbau zählen alle Gemüseanbauflächen und -erntemengen aus vollständig auf den ökologischen Landbau umgestellten Betrieben. Flächen und Erntemengen aus teilweise umgestellten Gemüsebetrieben werden nicht einbezogen. Beim Spargelanbau wird zwischen der gesamten Anbaufläche und der ertragsfähigen Anbaufläche unterschieden, da Spargel nicht wie andere Gemüsearten bereits im Pflanz- beziehungsweise Aussaatjahr geerntet werden kann.

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Weitere Informationen: Detaillierte Ergebnisse sind in der Fachserie 3 Reihe 3. 3 „ Gemüseerhebung – Anbau und Ernte von Gemüse und Erdbeeren – Fachserie 3 Reihe 3. 3 – 2020 ” sowie in den Tabellen 41215-0001 bis 0008 „ Anbaufläche, Erntemenge (Gemüse): Deutschland, Bundesländer, Jahre, Gemüsearten ” in der Datenbank GENESIS-Online verfügbar.

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Welches Gemüse in Deutschland hat die größte Anbaufläche?

Welches Gemüse braucht am meisten Platz in Deutschland?

Spargel ist Gemüseart mit größter Anbaufläche.

Was wird flächenmäßig am meisten angebaut?

Getreide überwiegt – Auf rund 37 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche wächst Getreide, knapp die Hälfte davon ist Weizen. Damit ist Weizen das bedeutendste Getreide in Deutschland. Zweitwichtigstes Getreide ist die Gerste. Sie nimmt gut ein Viertel der Getreidefläche ein. Im Brotland Deutschland hat aber auch der Roggen eine gewisse Bedeutung. Er wird auf zehn Prozent der Getreidefläche angebaut.

Was wird in Deutschland an Gemüse angebaut?

Auf deutschen Feldern werden viele Gemüsearten angebaut. Die flächenmäßig wichtigste Kultur ist Spargel. Viele Gemüsearten, wie hier Radieschen, werden in Handarbeit geerntet. Quelle: Christian Mühlhausen – landpixel. eu Gemüse wird in Deutschland vorwiegend im Freiland angebaut. Die Erzeugerinnen und Erzeuger haben nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2021 auf einer Fläche von rund 132. 000 Hektar Gemüse angebaut. Sie versorgen vor allem im Sommerhalbjahr zu einem großen Anteil die einheimischen Verbraucherinnen und Verbraucher mit feldfrischem Gemüse.

Schwerpunktmäßig werden in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen, Bayern und Baden-Württemberg Salate, Möhren, Spargel, Zwiebeln, Zucchini, Blumenkohl und Fruchtgemüse wie Tomaten, Paprika und Gurken angebaut.

Letztere werden auch in Gewächshäusern gezogen. Der Anbau in Gewächshäusern macht allerdings nur rund ein Prozent der gesamten Gemüseanbaufläche in Deutschland aus. Dort, wo die klimatischen Voraussetzungen günstig sind, finden sich auch größere Gemüseanbauflächen.

  1. In der Pfalz beispielsweise beginnt die Saison bereits mit Ausgang des Winters;
  2. Die ersten jungen im Gewächshaus gezogenen Salatpflanzen werden häufig schon im Februar gepflanzt und unter einem Vlies oder Folientunnel vor zu tiefen Temperaturen geschützt;

Herrscht im März warmes Wetter können die deutschen Erzeugerinnen und Erzeuger bereits Ende März Salat, Radieschen und Kohlrabi anbieten. In der Regel gibt es die verschiedenen Salate wie Eissalat, Kopf-, Romana- oder Eichblattsalat spätestens ab Ende April aus heimischem Anbau.

Wo gibt es den meisten Spargel?

Deutscher Spargel – Vorbereitung eines Spargelfelds Frischer Spargel ist von April bis Juni das begehrteste Saisongemüse. Im Jahr 2019 wurden in Deutschland pro Kopf gut 1,7 Kilogramm frischer Spargel (ohne verarbeitete Ware) verbraucht. Der Pro-Kopf- Verbrauch ist in den letzten Jahren stetig gestiegen. Spargel ist die Gemüseart mit der größten Anbaufläche in Deutschland: 2020 wurden auf rund 22.

400 Hektar Spargel angebaut. Das entspricht rund 18 Prozent der bundesdeutschen Anbaufläche von Gemüse im Freiland. Mehr als die Hälfte der Spargelanbaufläche entfällt auf Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Brandenburg.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden 2020 in Deutschland insgesamt 117. 560 Tonnen Spargel geerntet. Rund 5,7 Prozent davon stammten aus ökologischer Erzeugung. Zusätzlich importierte Deutschland 2019 rund 50. 000 Tonnen Spargel – vorwiegend aus Spanien und Griechenland.

Was ist das meist gegessene Gemüse auf der Welt?

Platz 1 ist ganz klar die Kartoffel – Einer der wichtigsten Grundnahrungsmittel ist die Kartoffel. Die jährliche weltweite Ernte beträgt 300 Millionen Tonnen, in Deutschland ist der jährliche pro Kopf Verbrauch 57 kg. Weltweit existieren etwa 5000 Kartoffelsorten.

Davon sind nur 180 in Deutschland für die Ernte zugelassen. In Deutschland sind die Kartoffeln auf dem Speiseplan nicht mehr wegzudenken. Wir finden sie in allen möglichen Variationen: Bratkartoffel, Kartoffelpuffer, Pommes etc.

Die Deutschen interessieren sich vor allem für Kartoffelauflauf Rezepte. Die Art der Zubereitung kann den Gesundheitswert der Kartoffeln schnell ändern. Eigentlich haben Kartoffeln kaum Fett und nur wenige Kalorien, aber wenn sie frittiert werden ändert sich das schnell. Kartoffeln werden auch zur Heilung genutzt. So wirken sie gegen Magenbeschwerden und auch gegen Sodbrennen.

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Wie viele Kartoffeln werden in Deutschland angebaut?

Trotz abnehmendem Verzehr und rückläufiger Anbaufläche ist die wirtschaftliche Bedeutung des Kartoffelanbaus in Deutschland groß. Im Jahr 2019 wurden in Deutschland auf einer Anbaufläche von rund 272. 000 Hektar 10,6 Millionen Tonnen Kartoffeln geerntet. Beim Kartoffelanbau überwiegt die konventionelle Erzeugung.

Was wächst am besten in Deutschland?

Die häufigsten Bäume sind Fichte, Kiefer, Rotbuche und Eiche – Ausgehend von der gesamten Holzbodenfläche Deutschlands von 10. 887. 990 Hektar, finden Sie die prozentualen Flächenanteile zu einigen Baumarten in der folgenden Tabelle. Die Holzbodenfläche umfasst alle Flächen, auf welchen primär Bäume für die Holzproduktion wachsen.

Waldbaumart Anteil an Gesamtholzbodenfläche Fläche [in Hektar]
Fichte 25,38% 2. 763. 219
Kiefer 22,31% 2. 429. 623
Rotbuche 15,43% 1. 680. 072
Eiche 10,38% 1. 129. 706
Lärche 2,82% 307. 050
Weißtanne 1,68% 182. 757
Quelle: Bundeswaldinventur

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Welches Gemüse darf nicht zusammen gepflanzt werden?

Wie lange dauert Blumenkohl zu wachsen?

8–12 Wochen nach der Pflanzung kann der Blumenkohl geerntet werden. Ernten solltest du in jedem Fall, bevor die Röschen, die der Blütenstand der Pflanze sind, sich öffnen. Schneide bei der Ernte den Kopf einfach mit einem scharfen Gartenmesser ab, und entferne anschließend die ganze Pflanze aus dem Boden.

Was wird auf den Feldern in Deutschland angebaut?

Auf rund 11, 66 Mio. ha landwirtschaftlichem Ackerland werden in Deutschland Feldfrüchte angebaut Die Anbauflächen nimmt jedoch weiter ab. Wie auch schon in den Vorjahren verzeichnete das Statistische Bundesamt (DESTATIS) einen Rückgang. Auf mehr als 60 Prozent der Flächen bauen Landwirte Weizen, Mais oder Gerste an.

Das schreibt das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft im Zusammenhang mit einer neuen Infografik. Hauptanbaukultur bleibt weiterhin der Weizen. Zwar stieg die Anbaufläche im Vergleich zum Jahr 2020 um etwa 3,6 % an, so liegt sie mit 2,9 Mio.

ha noch deutlich unter dem Durchschnitt der vorherigen Jahre, so das BZL. Während der Anbau von Silomais, Gerste und Kartoffeln weiter rückläufig war, verzeichnete DESTATIS ein Plus beim Raps. Dieser habe sich nach dem enormen Einbruch im Jahr 2019 nun weiter erholt.

Wie viel Land braucht man um sich selbst zu versorgen?

Größe der Anbaufläche Vollständige Selbstversorgung: Für eine vollständige Selbstversorgung benötigen Sie mind. 160 m² pro Person. Davon fallen 20 m² für Gemüsebeete, 40 m² für Lagergemüse und 100 m² für Obst an.

Was wächst am besten in Deutschland?

Die häufigsten Bäume sind Fichte, Kiefer, Rotbuche und Eiche – Ausgehend von der gesamten Holzbodenfläche Deutschlands von 10. 887. 990 Hektar, finden Sie die prozentualen Flächenanteile zu einigen Baumarten in der folgenden Tabelle. Die Holzbodenfläche umfasst alle Flächen, auf welchen primär Bäume für die Holzproduktion wachsen.

Waldbaumart Anteil an Gesamtholzbodenfläche Fläche [in Hektar]
Fichte 25,38% 2. 763. 219
Kiefer 22,31% 2. 429. 623
Rotbuche 15,43% 1. 680. 072
Eiche 10,38% 1. 129. 706
Lärche 2,82% 307. 050
Weißtanne 1,68% 182. 757
Quelle: Bundeswaldinventur

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Welches ist das Lieblingsgemüse der Deutschen?

Lieblingsgemüse Nr. Die Kartoffel, häufig auch Erdapfel genannt, ist mit Abstand das beliebteste Gemüse der Deutschen. Mit einem pro Kopf Verbrauch von etwa 60 Kilogramm liegt die stärkehaltige Knolle mit weitem Abstand vor den anderen beliebten Gemüsesorten.

Was ist das beliebteste Gemüse auf der Welt?

Platz 1 ist ganz klar die Kartoffel – Einer der wichtigsten Grundnahrungsmittel ist die Kartoffel. Die jährliche weltweite Ernte beträgt 300 Millionen Tonnen, in Deutschland ist der jährliche pro Kopf Verbrauch 57 kg. Weltweit existieren etwa 5000 Kartoffelsorten.

Davon sind nur 180 in Deutschland für die Ernte zugelassen. In Deutschland sind die Kartoffeln auf dem Speiseplan nicht mehr wegzudenken. Wir finden sie in allen möglichen Variationen: Bratkartoffel, Kartoffelpuffer, Pommes etc.

Die Deutschen interessieren sich vor allem für Kartoffelauflauf Rezepte. Die Art der Zubereitung kann den Gesundheitswert der Kartoffeln schnell ändern. Eigentlich haben Kartoffeln kaum Fett und nur wenige Kalorien, aber wenn sie frittiert werden ändert sich das schnell. Kartoffeln werden auch zur Heilung genutzt. So wirken sie gegen Magenbeschwerden und auch gegen Sodbrennen.

Wo wird in Deutschland am meisten Obst angebaut?

Der Obstbau macht in Deutschland sowohl fast ein Drittel der gesamten Garten- und Obstbaufläche als auch ein Drittel aller Gartenbaubetriebe mit Schwerpunkt Erzeugung aus. Wie in kaum einer anderen Sparte wirkt sich der Strukturwandel der letzten Jahrzehnte auf die Betriebe aus – insbesondere in den neuen Bundesländern seit der Wiedervereinigung.

  1. Vor allem die Spezialbetriebe produzieren zunehmend in großen geschlossenen Anlagen, also auf zusammenhängenden Flächen;
  2. Anbau hauptsächlich in Süddeutschland Die letzte Erhebung des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) im Jahr 2005 zählte 7;

354 reine Obsterzeugerbetriebe mit einer gärtnerischen Nutzfläche von insgesamt knapp 47. 000 Hektar, davon rund zwei Drittel im Vollerwerb. Hinzu kommen bundesweit noch einmal rund 9. 200 Betriebe, die Obst neben anderen Kulturen anbauen. Die meisten Obstbaubetriebe liegen in Baden-Württemberg, darüber hinaus auch in Bayern, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz.

Der Produktionswert im Obstbau lag 2008 bei rund 796 Mio. Euro. Er setzt sich aus dem Wert der Verkäufe von Obst und Obsterzeugnissen sowie Dienstleistungen, dem Wert der Bestandsveränderungen und aus dem Wert der selbst erstellten Anlagen zusammen (Quelle: BMELV).

Äpfel sind Spitzenreiter Im Jahr 2009 wurden in Deutschland insgesamt rund 1,4 Mio. Tonnen Obst geerntet. Spitzenreiter waren die Äpfel mit knapp 1 Mio. Tonnen – rund 2% weniger als im Vorjahr – und einem Anteil von rund 75% an der gesamten Obsternte. Die heimischen Obstbauern haben in den vergangenen Jahren die Apfelanlagen den veränderten Verbraucherwünschen angepasst.

  1. Sie nahmen verstärkt geschmacklich wertvolle Sorten wie ‘Braeburn’, ‘Gala’, ‘Elstar’, ‘Pinova’, ‘Topaz’ und die Sorten der Jona-Gruppe in das Anbauprogramm auf;
  2. Weitere wichtige Obstkulturen im heimischen Anbau sind Erdbeeren, Kirschen, Pflaumen/Zwetschen, Birnen sowie Johannis-, Heidel- und Himbeeren;

Knapp zwei Drittel des Baumobstes und der Strauchbeeren landen als Tafelobst auf dem Tisch, ein gutes Drittel wird als Industrie- und Verwertungsobst verwendet (Quelle: BMELV/Statistisches Bundesamt) Neben der heimischen Produktion spielen auch die Importe eine wichtige Rolle: Rund 7,4 Mio.

  1. Tonnen Obst wurden 2008/09 nach Deutschland importiert, vor allem Bananen (Kolumbien), Tafeläpfel (Italien), Orangen (Spanien), Clementinen und Tafeltrauben;
  2. Deutschland exportierte im gleichen Jahr rund 2,7 Mio;

Tonnen Obst, vor allem Bananen kurbelten den Export in den vergangenen Jahren zunehmend an. 2009 wurden rund 391. 000 t Bananen und knapp 93. 000 Äpfel exportiert (vorläufiges Ergebnis; Achtung: Bei diesen Zahlen handelt es sich um reine Ausfuhrzahlen, die keine Aukunft darüber geben, ob das Produkt in Deutschland erzeugt wurde).

Verkauf häufig über Genossenschaften oder ab Hof Die Betriebe vermarkten ihr Obst in erster Linie über Gemeinschaftsverkauf oder Direktabsatz. Zusammen machen diese beiden Vermarktungsarten knapp zwei Drittel der Absatzwege aus.

Eine weit weniger bedeutende Rolle spielen der Großhandel und der Großmarkt. Zum Zeitpunkt der letzten Gartenbauerhebung beschäftigten die Obstbaubetriebe 45. 320 Mitarbeiter. Dabei lag der Anteil der Saisonarbeitskräfte mit über 40% recht hoch und wurde nur noch vom Gemüsebau übertroffen.

Rund 256 Auszubildende erlernten in 2008 den Beruf des Gärtners beziehungsweise der Gärtnerin im Obstbau (Quelle: BMELV/Statistisches Bundesamt). Integrierte Produktion als Qualitätsmerkmal In Deutschland wirtschaften die Obstbauern überwiegend kontrolliert integriert – das heißt, alle Produktionsfaktoren werden gleichberechtigt berücksichtigt.

Zu den Zielen des Integrierten Anbaus gehört, das Bodenleben sorgsam zu pflegen, die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten und zu verbessern und die Widerstandskraft der Bäume gegen Schadorganismen zu stärken. Pflanzenschutzmittel werden sparsam eingesetzt und nur solche Präparate ausgewählt, die den Vorgaben der integrierten Produktion genügen und zum Beispiel die natürlichen Feinde der Schaderreger schonen und die Natur und Umwelt möglichst wenig belasten.