Welche Tiere Darf Man In Deutschland Halten?

Welche Tiere Darf Man In Deutschland Halten
Exoten auch in Deutschland beliebt – Auch bei uns in Deutschland dürfen exotische Tiere generell in Privathaushalten leben: das geht von Echsen, Schlangen und Spinnen bis hin zu Kängurus. Manche Promis halten sich Exoten, der Rapper Kontra K zum Beispiel zeigt sich gern mit Tigern.

Zunächst hatte er einem Zirkus ein verwahrlostes Tigerbaby abgekauft. “Elsa” hat dann auch bei ihm zu Hause gewohnt. Mittlerweile ist sie eine ausgewachsene Tigerdame und lebt in einem Tierpark, den Kontra K unterstützt und in dem auch noch andere gerettete Tiger leben.

In Deutschland gibt es kein einheitliches Gesetz, das die Haltung exotischer Tiere regelt, erklärt Adeline Fischer von der Tier- und Naturschutzorganisation Pro Wildlife. “In Deutschland kann man theoretisch jedes Tier halten: Löwe, Giftschlange oder Skorpion.

  • ” Lediglich das Washingtoner Artenschutzabkommen reglementiere die Tierhaltung;
  • Bestimmte Tiere stehen unter Artenschutz und dürfen nur mit bestimmten Papieren gehalten werden;
  • Diese Papiere beinhalten aber vor allem einen Herkunfsnachweis;

Einen Nachweis über artgerechte Haltung müssen Halter bisher nicht erbringen. Das müsse sich dringend ändern, sagt Adeline Fischer von Pro Wildlife und fordert eindeutige Regularien. Manche Arten sollten privat einfach gar nicht gehalten werden dürfen. Exotische Tiere oder generell Tiere im Netz zu bestellen, sollte ihrer Meinung nach ganz verboten werden.

Welche Tiere darf man in Deutschland halten Gesetz?

Giftschlangen, Spinnen, Affen, Krokodile, Kängurus oder Tiger – im Grunde kann man sich in Deutschland fast jedes Tier privat anschaffen. Die Nachfrage ist groß, der Schwarzmarkt boomt. Gesetzlich geregelt ist in Sachen exotischer Haustiere hierzulande nur wenig.

Was für Tiere kann man zuhause halten?

Was für exotische Tiere darf man halten?

Kann man in Deutschland einen Tiger halten?

Auch in Deutschland ist die Privathaltung nicht grundsätzlich verboten: In vielen Bundesländern ist es derzeit noch möglich, einen Tiger oder Löwen im Garten zu halten, wenn die Haltung den Richtlinien entspricht.

Wie viel kostet ein Löwen?

“Haltungsfehler vorprogrammiert” – Raubkatzen sind nach den Angaben von Pro Wildlife am teuersten. Ein Löwe kostet demnach zwischen 2000 und 25. 000 Euro. Für einen Jaguar werden mindestens 11. 500 Euro fällig – das ist in etwa so viel, wie online für einen Gebrauchtwagen des gleichnamigen Herstellers gefordert wird. Welche Tiere Darf Man In Deutschland Halten Anbieter überprüfen nicht, ob der Käufer eine artgerechte Tierhaltung gewährleisten kann. (Foto: imago stock&people) Pro Wildlife befürchtet, dass viele Wildtiere im Privatbesitz leiden. Kaum ein Anbieter überprüfe, wie die Exoten untergebracht werden. “Haltungsfehler sind bei so hohen Ansprüchen der Tiere vorprogrammiert, für Affen und viele andere Arten können Privathalter keine artgerechte Haltung gewährleisten”, sagt Biologin Fischer.

Beliebt sind aber auch Weißbüschelaffen, Kattas und Sugarglider. Letztere sind kleine Beuteltiere, die mit flauschigem Fell und dunklen Kulleraugen als Trend-Tiere gelten. Frank Izaber, Betreiber von exotic-animal.

de , sieht das ganz anders. Einfluss darauf, wie die Käufer ihre Tiere halten, habe er nicht und wolle er auch nicht. Einige Menschen hätten ja durchaus das Geld und die Räumlichkeiten dafür, etwa eine Raubkatze zu halten, sagt Izaber. “Natürlich gefällt mir das nicht alles, aber da ist der Gesetzgeber gefragt.

Sind Löwen in Deutschland erlaubt?

Exoten auch in Deutschland beliebt – Auch bei uns in Deutschland dürfen exotische Tiere generell in Privathaushalten leben: das geht von Echsen, Schlangen und Spinnen bis hin zu Kängurus. Manche Promis halten sich Exoten, der Rapper Kontra K zum Beispiel zeigt sich gern mit Tigern.

  1. Zunächst hatte er einem Zirkus ein verwahrlostes Tigerbaby abgekauft;
  2. “Elsa” hat dann auch bei ihm zu Hause gewohnt;
  3. Mittlerweile ist sie eine ausgewachsene Tigerdame und lebt in einem Tierpark, den Kontra K unterstützt und in dem auch noch andere gerettete Tiger leben;

In Deutschland gibt es kein einheitliches Gesetz, das die Haltung exotischer Tiere regelt, erklärt Adeline Fischer von der Tier- und Naturschutzorganisation Pro Wildlife. “In Deutschland kann man theoretisch jedes Tier halten: Löwe, Giftschlange oder Skorpion.

  1. ” Lediglich das Washingtoner Artenschutzabkommen reglementiere die Tierhaltung;
  2. Bestimmte Tiere stehen unter Artenschutz und dürfen nur mit bestimmten Papieren gehalten werden;
  3. Diese Papiere beinhalten aber vor allem einen Herkunfsnachweis;

Einen Nachweis über artgerechte Haltung müssen Halter bisher nicht erbringen. Das müsse sich dringend ändern, sagt Adeline Fischer von Pro Wildlife und fordert eindeutige Regularien. Manche Arten sollten privat einfach gar nicht gehalten werden dürfen. Exotische Tiere oder generell Tiere im Netz zu bestellen, sollte ihrer Meinung nach ganz verboten werden.

Welche Tiere sind einfach zu halten?

Was sind coole Haustiere?

In unserer Top Ten der beliebtesten Haustiere für Kinder sind natürliche bekannte Tiere, wie Hund, Katze, Maus, aber auch ein paar Exoten, wie zum Beispiel eine Bartagame.

Kann man einen Pinguin kaufen?

Pinguin als Haustier – Gefährlicher Spaß – Die Vorstellung, einen watschelnden Pinguin im eigenen Garten zu haben, klingt zunächst wahnsinnig süß. Doch steht zur Frage, ob dies eine artgerechte Haltung für ein Wildtier darstellt:

  • Grundsätzlich kann sich in Deutschland nicht jeder der möchte einen Pinguin anschaffen. Dies gilt ebenso für andere Exoten. Eine Erklärung dafür ist, dass Pinguine auf der Roten Liste stehen. Dabei handelt es sich um eine Liste, auf der die gefährdeten Tierarten verzeichnet sind. Diese stehen unter besonderem Schutz.
  • Weiterhin ist das Halten eines Pinguins in Wohnung, Haus oder heimischem Garten keine artgerechte Tierhaltung. Die Tiere leben entweder in der Wildnis oder in Tierparks, in denen sie unter kontrollierten Bedingungen in großen Gruppen gehalten werden. Ein privater Garten ist dafür leider ungeeignet und würde das Wohl des Tieres gefährden.
  • Eine Privathaltung eines Pinguins ist also generell verboten. Nur in sehr seltenen Fällen wird durch das Veterinäramt eine Sondergenehmigung erteilt, welche allerdings nur erfahrenen Tierpflegern erteilt wird. Auch andere Wildtiere wie Tiger als Haustier zu halten , ist in Deutschland verboten.
  • Als Privatperson können Sie dem Tier ebenso in den meisten Fällen keine ausreichende Platz-Kapazität bieten. Pinguine benötigen eine sehr große Wasserfläche, die gleichzeitig äußerst tief sein muss, denn je nach Pinguinrasse können diese oft mehrere 100 Meter tief tauchen.

Wie viel kostet ein Puma Tier?

Tobi Lang – Online-Redakteur 1. 2019, 21:23 Uhr Welche Tiere Darf Man In Deutschland Halten Dieses Bild zeigt den kleinen “Tikam”, wie er tierärztlich untersucht wird. – Tierschützer sprechen von einem besonders traurigen Fall illegaler Tierhaltung: Ein Mann aus dem Schwarzwald lebte in seiner Privatwohnung mit einem kleinen Puma, wochenlang. Erst vor wenigen Monaten beschlagnahmten Behörden die Raubkatze – zuvor spazierte der Besitzer mit dem Tier aber durch eine Innenstadt.

Sie werden bis zu 100 Kilogramm schwer, leben in weiten Teilen Amerikas und fressen Elche, Hirsche und Rinder: Pumas sind gefährlich – und definitiv kein Kuscheltier für deutsche Wohnzimmer. Ein Mann in Lahr, einer kleinen Gemeinde im Schwarzwald, sah das offenbar aber anders und erwarb eine der Raubkatzen illegal in Tschechien.

2300 Euro habe das Männchen gekostet, teilt die Tierschutzorganisation Vier Pfoten mit. Sie kümmert sich seit Wochen um das Tier, nachdem es kurz vor Weihnachten von Behörden beschlagnahmt wurde. Mit einem Auto brachte der Besitzer den Puma von Tschechien nach Deutschland – ohne Genehmigung, ohne Impfpapiere.

Vier Pfoten spricht auf seiner Homepage von einem “bizarren Fund” – und von illegalem Schmuggel. Laut einem Bericht der Lahrer Zeitung ging der Besitzer mit seinem illegalen Haustier nicht sonderlich diskret um, sondern spazierte noch Anfang Dezember durch die Lahrer Fußgängerzone.

“Dabei erregten der Halter und sein exotisches Tier großes Aufsehen”, heißt es in dem Bericht. Die Raubkatze habe sich streicheln lassen, sei “zutraulich” gewesen, schildern Beobachter die Begegnung. “Allerdings habe der Halter ihn nicht frei herumlaufen lassen, sondern an einer Hundeleine geführt.

Wie viel kostet Baby Löwe?

Besitzer ist ein Wiederholungstäter – Doch  Löwe  Mojo ist kein Einzelfall – und genau das ist das Erschreckende. Derselbe Besitzer hatte sich bereits 2015 über das Internet die zwei Löwenbabys Elsa und Marley angeschafft. Über einschlägige Internetforen sind Löwen bereits ab 2.

  • 000 Euro erhältlich; es handelt sich dabei oft um Zuchten aus Osteuropa, die im Internet verhökert werden! Die beiden Löwenbabys sorgten damals für große Aufregung, als sie aus dem Haus des Besitzers entkamen und auf einem Parkplatz gefunden wurden;

Damals überließ der Besitzer Elsa und Marley freiwillig unseren niederländischen Partnern von  AAP , die sich bis heute um die Tiere kümmern und für die hohen Versorgungskosten aufkommen. Dies hielt den Besitzer jedoch nicht davon ab, sich kurz darauf still und heimlich erneut einen Löwen zu kaufen. Derzeit versucht das Veterinäramt, per Zwangsgeld das Versteck des Löwen zu ermitteln… Welche Tiere Darf Man In Deutschland Halten Weiße Löwen sind selten – und deshalb begehrt (Symbolfoto).

Wie teuer sind Geparden?

6000 für einen Geparden  – Wie einfach es ist, einen Geparden illegal zu kaufen, hat CNN selbst erfahren. Bei einer einfachen Google-Suche stieß der Sender auf einen saudischen Online-Marktplatz, auf dem ein in Riad ansässiger Händler Geparden und Löwen anbietet.

“Was für Geparden Sie auch immer wollen, wir werden sie importieren. Ob männliche oder weibliche. Das ist kein Problem”, sagte der Händler zu CNN während eines Telefongesprächs. Der Mann gab an, bereits mehr als 80 Geparden in das Königreich geschmuggelt zu haben.

Gerade seien die Tiere “ausverkauft”. Aber er könne innerhalb von 25 Tagen einen Geparden “liefern”. Er könne ein Jungtier im Alter von zwei oder drei Monaten oder auch einen ausgewachsenen Geparden besorgen. Für Preise ab 25. 000 Saudi-Rial (etwa 6000 Euro) sei alles möglich.

  1. Andere Verkäufer hätten CNN Geparden für 10;
  2. 000 Dollar angeboten, berichtet der Sender;
  3. Die Behörden in Somaliland versuchen den Handel mit Wildtieren einzudämmen;
  4. Doch um das Problem in den Griff zu bekommen, müsse man die Quelle beseitigen, sagte Umweltministerin Shukri Haji Ismail Bandare;

“Wir müssen die Nachfrage aus den arabischen Ländern stoppen”, sagte sie gegenüber CNN. ivi / tkr #Themen

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  • Arabische Halbinsel

Wie viel kostet ein weißer Löwe?

Wer so aussieht, der ist ein Popstar: schlohweißes Fell, blassgelbe Mähne und graue Augen. “Elegant und wunderschön”, sagt Jason Turner. Als sein Land Cruiser sich nähert, blicken Matsieng und Zukhara kurz auf. Ihre Köpfe heben sich für einen Moment, dann schließen sich die Augen wieder, ihre Häupter sinken zurück ins Gras.

  • Sie kennen Turner und sein Gefährt;
  • Es ist ein später Nachmittag im Juli, und die beiden weißen Löwen fläzen träge im Savannengras;
  • Hin und wieder drehen sie sich um und recken ihre runden Bäuche in die Luft;
See also:  Wann Wurde Deutschland Weltmeister?

“Hier wurde wohl gerade gefressen”, sagt Turner. Foto: Fabian v. Poser/ SRT Jason Turner kämpft für das Überleben einer der seltensten Raubkatzen der Erde, seltener als der sagenumwobene Schneeleopard des Himalaja. 2018 lebten genau 24 weiße Löwen in freier Wildbahn – alle in Südafrika.

Gemeinsam mit seiner Frau, der Tierschützerin Linda Tucker, gründete Turner 2002 den Global White Lion Protection Trust (GWLPT). Die Non-Profit-Organisation hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Tiere vor dem Aussterben zu retten.

2004 wurden die ersten weißen Löwen in ihr privates Tsau-Naturreservat bei Hoedspruit am Rand des Krüger-Nationalparks entlassen. Heute leben dort elf, also fast die Hälfte der freilebenden Population. Auf einem einsamen Stück Savanne, kaum 20 Quadratkilometer groß.

Dazu kommen zwei weiße Löwen im nahen Timbavati-Wildreservat und einer im Krüger-Nationalpark. Die Übrigen leben außerhalb ihres ursprünglichen Verbreitungsgebiets in zwei privaten Wildschutzgebieten bei Kapstadt.

Schwarze Nasen, weißes Fell Das Fell von Turners Löwen ist fast so weiß wie Schnee. Aber nur fast, denn es handelt es sich nicht um Albinos. “Diese Laune der Natur wird durch ein rezessives Gen vererbt, das nur im Nordosten Südafrikas vorkommt”, sagt Turner.

“Albino-Löwen besitzen eine rötliche Färbung an Nase, Lippen und Augenlidern. Diese Tiere haben schwarze Nasen, bläulich schimmernde Pupillen und schwarze Linien um die Augen. ” Die Farbe Weiß gilt nicht gerade ein evolutionäres Erfolgsrezept.

Im Wettbewerb der Arten hat sie mehr Nachteile als Vorteile gebracht, vor allem, wenn man ein Jäger ist und nicht gesehen werden will. Das zumindest dachten Wissenschaftler lange Zeit. Doch in einer siebenjährigen Studie fand Turner, der seinen Abschluss als Master in Wildtier-Management an der Universität Pretoria machte, heraus, dass es zwischen braunen und weißen Löwen keinen signifikanten Unterschied in Sachen Jagderfolg gibt.

  1. Aufzeichnungen von Einheimischen belegen, dass weiße Löwen schon sehr lange im heutigen Krüger-Nationalpark und in der Timbavati-Region leben;
  2. Zum ersten Mal von Europäern gesichtet wurden sie 1938;
  3. Seit den Siebzigerjahren werden die Tiere wegen ihres Fells und ihrer Knochen gejagt, als Jagdtrophäen gezüchtet und in Tierparks ausgestellt;

Zwischen 1993 und 2006 lebte in der Region kein einziger freier weißer Löwe. Heute sind es gerade mal 14 frei lebende Tiere, bei denen das Gen optisch evident ist. 120. 000 Euro für einen weißen Löwen Nur Löwen, die weiß sind oder das Gen für die Farbmutation in sich tragen, können auch weiße Nachkommen zeugen.

  1. Nach dem Prinzip von Mendel liegt die Wahrscheinlichkeit, weiße Jungtiere zu zeugen, bei zwei braunen Löwen, die das weiße Gen in sich tragen, bei 25 Prozent;
  2. Ist ein Elternteil weiß, der andere braun, liegt sie bei 50 Prozent;

Sind beide Elterntiere weiß, werden die Nachkommen mit einer Wahrscheinlichkeit von 100 Prozent weiß. Doch warum sind die Tiere überhaupt weiß? “Wir wissen, dass farbliche Anpassung eine der ältesten Stellschrauben der Evolution ist. Vielleicht sind die Tiere noch weiß seit der letzten Eiszeit”, sagt der Wissenschaftler.

  • Den genetischen Marker dafür fand Turner gemeinsam mit einem internationalen Forscherteam im Jahr 2013;
  • Seine Hoffnung damals: Die weißen Löwen im Nordosten Südafrikas könnten dadurch endlich als vom Aussterben bedrohte Unterpopulation klassifiziert werden, denn auf der Roten Liste der bedrohten Arten der Weltnaturschutzorganisation (IUCN) werden weiße Löwen bis zum heutigen Tag nicht separat geführt, sondern gemeinsam mit ihren braunen Artgenossen;

Doch Turner hat ein Problem: Im übrigen Afrika hat die IUCN Löwen als “gefährdet” eingestuft. In Südafrika dagegen wurde der Schutzstatus der Raubkatzen gerade auf “nicht gefährdet” heruntergestuft. “Ein Desaster, das die Löwen Südafrikas einem noch größeren Druck aussetzt”, sagt Turner.

Zudem züchten einige Farmer Löwen wie Hühner. In Südafrika werden jedes Jahr etwa Tausend Löwen in speziell dafür eingerichteten Aufzuchtstationen beim “canned hunting” erschossen. Der Trophäenpreis für einen normalen Löwen liegt zwischen 4500 und 25.

000 Euro, für einen männlichen weißen Löwen bei mehr als 120. 000 Euro. Vier Babys von Gaia Südafrikas seltenstes Raubtier ist zum Symbol für die Raffgier des Menschen, für das Versagen des Artenschutzes und vor allem für die Ignoranz der Politik geworden.

Auch aus diesem Grund haben Turner und seine Frau wiederholt die südafrikanische Regierung aufgefordert, die Schutzmaßnahmen für die vom Aussterben bedrohte Unterpopulation zu erhöhen. Gemeinsam verfassten beide Petitionen an Tierschützer, Politiker und sogar an den aktuellen südafrikanischen Präsidenten Cyril Ramaphosa.

Erst im Februar 2019 legten sie dem Parlament eine Petition vor, die sich gegen das gnadenlose Schlachten der Raubkatzen in Zuchtstationen und gegen die Trophäenjagd in freier Wildbahn ausspricht. Mit Erfolg: Nun befasst sich das Parlament erneut mit dem Thema.

  1. Es wird Abend;
  2. Turner sitzt wieder am Steuer seines Geländewagens;
  3. Als die Sonne untergeht, die Grillen wie Kreissägen lärmen, die Savanne gelb aufleuchtet, stoppt der Wissenschaftler erneut;
  4. Diesmal hält er bei zwei weiblichen Tieren: Nebu und Zihra aus dem Shidolo-Rudel;

Als Turner den Motor abstellt, pressen die beiden ihre Köpfe gegeneinander, umschlingen sich mit ihren kräftigen Schwänzen und lecken sich die Gesichter. Auch Nebu und Zihra sind strahlend weiß. Und sie sehen kräftig aus. Gut so, denn langfristig wollen Tucker und er weitere 3500 Hektar Land hinzukaufen und die Zäune zu den umliegenden Reservaten einreißen.

“Unser Ziel ist es, den Tieren noch mehr Platz zu geben und ihren Genpool erweitern”, sagt der Wissenschaftler. Und Turner ist zuversichtlich: Im Dezember 2018 hat die weiße Löwin Gaia aus seinem Shidolo-Rudel vier gesunde weiße Junge zur Welt gebracht.

Damit ist die seltene Raubkatze natürlich nicht über den Berg. Doch Turner ist sich sicher: Die Tiere haben vielleicht eine Chance, wenn der Mensch ihnen nicht noch weiter zusetzt. “Denn das weiße Gen”, so der Wissenschaftler, “das weiße Gen steckt in ihnen.

Welche Tiere sind in Deutschland illegal?

Tierhaltung in Deutschland: Invasive Arten dürfen nur mit Ausnahme gehalten werden – Da die Liste der Tierarten, die in Deutschland nicht gehalten, eingebracht oder gezüchtet werden dürfen, ständig erweitert wird, gibt es ein Schlupfloch für Privatleute.

  • „Private Halter, die Tiere der Unionsliste bereits zum Inkrafttreten der Verordnung gepflegt haben, dürfen dies auch weiterhin bis zum Lebensende der Tiere”, erklärt der Tierschutzbund;
  • Allerdings tragen die Halter damit auch die Verantwortung, dass die Arten nicht in die freie Natur gelangen können;

Wer sich also beispielsweise vor dem 25. Juli 2019 einen Hirtenstar zugelegt hat – eine asiatische Singvogelart – darf diesen auch weiterhin behalten. Auch Reptilienfans und Besitzer von Buchstaben-Schmuckschildkröten tun nichts Verbotenes, wenn sie diese bereits vor dem 3. Die aktuelle Unionsliste der invasiven Arten listet noch 28 weitere Tierarten:

Tierart in Kraft seit
Amur-Schläfergrundel 3. August 2016
Asiatische Hornisse 3. August 2016
Bisamratte 2. August 2017
Blaubandbärbling 3. August 2016
Buchstaben-Schmuckschildkröten 3. August 2016
Chinesischer Muntjak 3. August 2016
Chinesische Wollhandkrabbe 3. August 2016
Fuchshörnchen 3. August 2016
Gemeiner Sonnenbarsch 25. Juli 2019
Gestreifter Korallenwels 25. Juli 2019
Glanzkrähe 3. August 2016
Grauhörnchen 3. August 2016
Heiliger Ibis 3. August 2016
Hirtenmaina/Hirtenstar 25. Juli 2019
Kamberkrebs 3. August 2016
Kleiner Mungo 3. August 2016
Marmorkrebs 3. August 2016
Marderhund 2. Februar 2019
Neuseeland-Plattwurm 25. Juli 2019
Nilgans 2. August 2017
Nordamerikanischer Ochsenfrosch 3. August 2016
Nutria 3. August 2016
Pallashörnchen 3. August 2016
Roter Amerikanischer Sumpfkrebs 3. August 2016
Schwarzkopf-Ruderente 3. August 2016
Sibirisches Streifenhörnchen 3. August 2016
Signalkrebs 3. August 2016
Südamerikanischer Nasenbär 3. August 2016
Viril-Flusskrebs 3. August 2016
Waschbär 3. August 2016

Einmal in Deutschland heimisch, ist es übrigens gar nicht so einfach, die invasive Art wieder loszuwerden. Vielen dürfte gar nicht bekannt sein, dass Waschbären ursprünglich nicht in der Bundesrepublik zu Hause waren. Inzwischen gelten sie als „eingebürgert”. Trotzdem richten sie gegenüber anderen Arten Schaden an. Einfach abschießen geht allerdings nicht, so der Tierschutzbund.

Welche Tiere sind in Deutschland geschützt?

Was gibt es für Tierrechte?

Tiere: Welche recht­lichen Regeln gelten für sie? – Im Zivil­recht standen Tiere bis 1990 auf einer juris­ti­schen Stufe mit leblosen Dingen. Danach schrieb der Gesetz­geber im § 90 a des Bürgerlichen Gesetz­buches (BGB) aber ausdrücklich fest, Tiere seien Lebewesen, keine Dinge.

Dies hat nicht nur eine moralische Impli­kation, sondern auch finan­zielle Folgen: So kann ein Hunde­halter, dessen Tier bei einem Unfall verletzt wurde, vom „Täter” zum Beispiel nicht mehr nur den materi­ellen Wert des Tieres fordern, sondern auch die Behand­lungs­kosten.

Im Jahr 2002 wurde der Tierschutz als Staatsziel im Grundgesetz verankert und dazu Artikel 20a erweitert. „Diese Gesetzesänderung brachte zwar nicht die rechtliche Gleichstellung von Mensch und Tier. Sie war aber trotzdem wichtig, weil sie eine Debatte über die Nutzung von Tieren durch den Menschen auslöste”, sagt der auf Tierrecht spezialisierte Rechtsanwalt Andreas Ackenheil aus dem rheinland-pfälzischen Klein-Winternheim.

  1. Den konkreten Schutz von Tieren definiert das Tierschutzgesetz;
  2. Dort heißt es: „Zweck dieses Gesetzes ist es, aus der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen;

Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.

Welche Tiere müssen geschützt werden?

Fast alle heimischen Säugetiere, Vögel, Kriechtiere, Lurche und Insekten fallen unter das Artenschutzgesetz und dürfen weder getötet noch gefangen werden, um sie als Haustiere zu halten. Der Maulwurf, der Ihren Garten umgräbt, ist ebenso geschützt wie die Eidechse, die Bienen, der Igel und auch der quakende Frosch.

  1. Ihnen darf nichts angetan werden! Das Einsetzen von Fischen in einem Teich, nur um diese später wieder herauszufischen, ist Tierquälerei und damit verboten;
  2. Mauereidechse ist besonders geschützt Eidechsen in Ihrem Garten sind artenschutzrechtlich geschützt;

Sie dürfen ihnen nichts tun, und auch ihre Behausung, etwa in einer alten Gartenmauer, darf nicht zerstört werden (§ 20 f Bundesnaturschutzgesetz). Will ein Weingärtner auf seiner Rebfläche eine Trockenmauer abreißen oder versetzen, so benötigt er hierfür eine naturschutzrechtliche Genehmigung.

Besonders dann, wenn sie den Lebensraum für die gefährdete Mauereidechse bildet. Würde die Beseitigung der Mauer zum Verlust der dort beheimateten Mauereidechsenpopulation führen, darf die Naturschutzbehörde den Antrag auf Abriss der Mauer nicht genehmigen, da die vom Aussterben bedrohte Mauereidechse insoweit höheren Schutz durch die Bundesnaturschutzverordnung genießt.

VGH Mannheim, Ag. : 5S 2276/94 Hornissen / Bienen Hornissen genießen den Schutzstatus des Bundesnaturschutzgesetzes. Wer die Nester entfernen möchte, braucht die Erlaubnis der Naturschutzbehörde und die Hilfe der Feuerwehr, die mit den Vorschriften bestens vertraut ist.

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Diese unternimmt nur etwas gegen die Tiere, wenn eine Wespenallergie oder sonstige Gesundheitsgefährdung, etwa bei Kleinkindern, vorliegt. Einfliegende Bienen dürfen nur getötet werden, um Angriffe durch sie abzuwehren (§ 228 BGB).

Bei der Behandlung von Pflanzen im Garten ist es verboten, blühende Bäume, Sträucher und Pflanzen mit bienenschädlichen Mitteln zu behandeln. Zu viele Schwalben Ein Hauseigentümer und Vogelfreund brachte an seinem Wohnhaus 48 Schwalbenkunstnester an, die von Mehlschwalben angenommen und fast vollständig belegt wurden.

Der unmittelbare Grundstücksnachbar fühlte sich durch die Schwalben gestört, weil der Kot die im Freien hängende Wäsche, Hausfassade und den am Haus geparkten Pkw erheblich beschmutzten. Das Gericht verurteilte den Schwalbenfreund zur Beseitigung von 24 Nestern.

Die Verschmutzung übersteigt nämlich das Maß dessen, was auch verständige Eigenheimbewohner als hinnehmbar ansehen. LG Hechingen, Az. : 3 S 29/94 Stadttauben Wer auf seinem Balkon ständig verwilderte Stadttauben füttert und diese dadurch unweigerlich angelockt werden, kann Ärger mit dem Nachbarn bekommen.

  1. Mit der Nachbarklage kann ihm das Taubenfüttern gerichtlich verboten werden;
  2. Außerdem kann es zu Problemen mit den städtischen Behörden kommen, denn diese sehen in den “Ratten der Lüfte” eine seuchenhygienische Gefahr und die Verursacher von Gebäudeschäden durch ihre Kotablagerungen;

Zaunkönig bleibt auf der Strecke Ein Grundstückseigentümer wurde dazu verurteilt, eine illegal errichtete Hütte abzureißen. Hiergegen wandte er sich mit dem Argument, dass er damit auch ein Nest des Zaunkönigs beseitigen müsse. Dies sei aber nach dem Bundesnaturschutzgesetz untersagt.

Das Gericht sprach sich gegen den Zaunkönig aus. So wie der Landwirt nicht daran gehindert ist, sein Feld zu ernten, obwohl dort Vögel brüten, so muss dies auch dann gelten, wenn ein Bauwerk nicht rechtmäßig errichtet wurde.

Keinesfalls darf ein illegales Bauwerk deshalb stehen bleiben, weil Vögel dieses jetzt als Brutstätte nutzen. Hessischer VGH, Az. : 3 UE 1064/91 Mückenplage Ordnet eine Behörde für ein Gewässer an, dass zur Bekämpfung einer Mückenplage biologisch wirkende Sprühmittel einzusetzen sind, um die Anwohner vor dieser drohenden Mückenplage zu schützen, ist eine solche Maßnahme zum Schutz der Anlieger rechtmäßig.

Fischer und Angler haben dagegen kein Abwehrrecht. Die Maßnahmen sind verhältnismäßig und beeinträchtigen die Fischereirechte nicht wesentlich. VG Bay Az. : 8 A 97. 40031 Straßen contra Biotopschutz Hat eine Straßenbehörde von einer Naturschutzbehörde die Genehmigung erhalten, eine Straße zu erweitern, obwohl gerade dort seltene geschützte Pflanzen wachsen, dann gehen die Verbotsvorschriften des Bundesnaturschutzgesetzes ins Leere.

Die zuständige Behörde ist jedoch verpflichtet, im Rahmen der Entscheidung über die Ausnahme vom Biotopschutz in die naturschutzrechtliche Abwägung auch die betroffenen, besonders geschützten Pflanzen- und Tierarten nach Maßgabe ihrer Bedeutung einzubeziehen.

OG Berlin, Az. : 2 SN 30/98 Enten sind keine Fische Die Haltung von 160 bis 180 Hausenten auf einem in der freien Natur gelegenen Fischteich bildet einen Eingriff in Natur und Landschaft, weil hierdurch die Grundstücksnutzung verändert wird.

Diese Nutzungsänderung ist außerdem geeignet, die Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts im Bereich des Fischteiches erheblich zu beeinträchtigen. Genehmigt die Bau- und Naturschutzbehörde diese außergewöhnlich große Entenhaltung nicht, sind die Tiere von diesem Fischteich zu entfernen.

  • Hausenten sind insoweit nicht mit Wildenten zu vergleichen;
  • Bay;
  • Verwaltungsgerichtshof, Az;
  • : 9 B 92;
  • 3454 Eichelhäher ist geschützt Der Eichelhäher ist eine besonders geschützte Vogelart über das Bundesnaturschutzgesetz;

Seine Tötung ist verboten. Ein Jagdausübungsberechtigter darf nicht aus Gründen des Jagdschutzes den Eichelhäher jagen und töten – dazu benötigt er eine spezielle naturschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung. VG Mannheim, AZ 5 S 1486/96 Gartenvögel Gartenvögel wie Amsel, Rotkehlchen oder Spatz unterliegen den artenschutzrechtlichen Gesetzen und dürfen weder gefangen, noch dürfen ihre Nester zerstört werden (§ 20f Bundesnaturschutzgesetz).

Lärmbelästigung durch Saatkrähen Fühlt sich ein Grundstückseigentümer von Saatkrähen, die sich auf dem Nachbargrundstück aufhalten, in seiner Ruhe gestört, so muss er diese Beeinträchtigung regelmäßig entschädigungslos hinnehmen, weil dies Naturkräfte sind, die dem Nachbar nicht zuzurechnen sind.

Etwas anderes würde nur gelten, wenn der Nachbar das Ansiedeln dieser Saatkrähen besonders gefördert hätte, beispielsweise durch Füttern dieser Tiere. Amtsgericht Bad Oldesloe, Az. : 2 C 442/98 Bußgeld fürs Taubenfüttern Tauben können durch ihre Verunreinigungen Krankheiten auf Menschen übertragen.

Wegen dieser potentiellen Gesundheitsgefahr sind Kommunen dazu berechtigt, vorbeugende Maßnahmen zur Verminderung der Taubenzahl zu treffen. In diesem Fall verordnete die Stadt Braunschweig, dass die Vögel auf öffentlichen Straßen und in Parks nicht gefüttert werden dürfen.

Das Tierschutzgesetz ist dadurch nicht verletzt. Wer sich nicht an die Anordnung hält, kann mit einem Bußgeld belegt werden. OG Lüneburg, Az. : 3 K 5809/96 Modellboot kontra Natur- und Tierschutz Das Befahren eines Gewässers mit einem Modellmotorboot fällt nicht unter den genehmigungsfreien Gemeingebrauch, sondern bedarf der wasserrechtlichen Erlaubnis.

Diese Erlaubnis muss die Behörde insbesondere dann nicht erteilen, wenn das Gewässer als Bestandteil des Naturhaushalts und als Lebensraum für Tiere und Pflanzen zu sichern ist. Zulässig ist nur der Betrieb von Modellbooten ohne Antriebskraft.

Bay. Verwaltungsgerichtshof, Az. : 22 B 97. 1171 Bienenschwarm gehört zum Lebensrisiko Die Störung des Urlaubs in einem Club durch einen Bienenschwarm, der erst nach drei Stunden wieder eingesammelt werden kann, ist nicht als Reisemangel, sondern als Verwirklichung des allgemeinen Lebensrisikos zu werten.

Dem Urlauber steht kein Recht zu, den Reisepreis zu mindern. LG Frankfurt, Az. : 2/24 S 433/98 Feuersalamander haben Vorfahrt Verkehrs- und Naturschutzbehörden können einen Feldweg vorläufig und zeitweise zum Schutz bedrohter Tierarten auch dann sperren, wenn dieser Weg zu einem landwirtschaftlichen Betrieb (Pferdepensionslandwirtschaft) führt.

Der Artenschutz geht in diesem Fall der Wegbenutzung durch die Pferdebesitzer und den Landwirt vor. Derartige Beeinträchtigungen sind zum Schutz einer Salamanderpopulation hinzunehmen. VGH Mannheim, Az. : 5S 1570/96 Kein Ersatz für Wildgänseschaden Ein Grundstückseigentümer hat keinen Schadensersatzanspruch gegen den benachbarten Eigentümer, wenn sich auf diesem, unter Naturschutz gestellten Grundstück Wildgänse und Schwäne im Winter einfinden und einen Schaden anrichten.

Eine unzumutbare Beeinträchtigung liegt nicht vor. Das allgemeine Interesse an der Erhaltung und Sicherung des Naturschutzes geht vielmehr dem Privatinteresse vor. OLG Braunschweig, Az. : 3U 9/93 Habicht kontra Brieftaube Ein Brieftaubenbesitzer beklagte hohe Verluste bei seinen Tauben und führte dies auf einen Habicht zurück.

Er beantragte deshalb eine Ausnahmegenehmigung, um den Greifvogel zu töten oder zu fangen und umzusiedeln. Das Gericht lehnte den Antrag ab, denn es sei unwahrscheinlich, dass ein einzelner Habicht für die hohen Verluste verantwortlich sei. Zudem sei eine solche Maßnahme relativ sinnlos, weil ein frei gewordenes Jagdrevier bald wieder von einem anderen Tier besetzt werde.

  • VG Wiesbaden, Az;
  • : 5E 995/97 Froschkonzert Das Bundesnaturschutzgesetz und die Bundesartenschutzverordnung geben bedrohten Tierarten einen besonderen Schutz gegen Störungen des Menschen;
  • Dieses Störungsverbot kann wegen einer nicht beabsichtigten Härte zurücktreten, wenn sich nur auf diese Weise unzumutbare Beeinträchtigungen, hier durch Froschlärm, vermeiden lassen;

Damit erhielt ein angrenzender Nachbar Recht, der sich gegen den überstarken Froschlärm so stark belästigt fühlte, dass er in den Sommermonaten sein Haus verlassen musste. Wenn sich auf andere Weise die gravierende Lärmbelästigung nicht ausschalten lässt, muss die Naturschutzbehörde eine Ausnahmegenehmigung zur Umsiedlung der Frösche erteilen.

  1. VG München, Az;
  2. : 9 B 97;
  3. 00468 Schonfrist im Angelzirkus Die Anordnung des Amtstierarztes, dass Nutz- und Speisefische (hier: überwiegend Forellen) an einem gewerblich bewirtschafteten Fangteich (Angelzirkus) nur dann herausgeangelt werden dürfen, wenn eine Schonzeit von zwei Monaten seit dem Einsetzen der Fische eingehalten wurde, ist rechtens;

Dies ergibt sich aus dem Tierschutzgesetz. Bei einem so genannten Angelzirkus sind die Fische bereits mit der Herausnahme aus dem Hälterungsbecken dem unmittelbaren Zugriff des Menschen ausgesetzt, so dass das erneute Fangen eine unnötige zusätzliche und deshalb nicht durch einen vernünftigen Grund gerechtfertigte Leidenszufügung darstellt.

Die Schonfrist von zwei Monaten ist daher gerechtfertigt. BVG, Az. : BVerwG 3 C 12. 99 Kaulquappe ist noch nicht schutzwürdig Einem Grundstückseigentümer wurde vorgeworfen, durch Absenken des Wasserspiegels seinen Teich so verändert zu haben, dass hierdurch Amphibien der Lebensraum zerstört wurde.

Wegen dieser Gewässerveränderung wurde der Eigentümer auch bestraft, nicht aber wegen eines Vergehens nach dem Tierschutzgesetz. Zum einen konnte nicht festgestellt werden, dass durch die Wasserstandsabsenkung erwachsene Frösche, Molche oder Kröten direkt getötet wurden.

Zum anderen ist das Töten von Amphibienlarven noch kein strafwürdiges Unrecht im Sinne des Tierschutzgesetzes. Denn die Larven von Lurchen sind noch keine Wirbeltiere und bedürfen noch nicht des erhöhten, strafrechtlichen sanktionierten Schutzes durch das Tierschutzgesetz.

OLG Stuttgart, Az. : 2 Ss 38/94 Umsiedlungsverbot für artgeschützte Tiere Bei einem Gartenteichbesitzer stellte sich Nachwuchs bei seinen zugewanderten Gelbbauchunken ein. Zirka 50 Kaulquappen wollte er nun entnehmen und an anderer geeigneter Stelle aussetzen.

  • Um bei diesen geschützten Tieren keinen Fehler zu machen, fragte er bei seiner Naturschutzbehörde nach einer Genehmigung zum Aussetzen der Tiere;
  • Die Behörde lehnte den Antrag ab, und auch das angerufene Verwaltungsgericht erteilte ihm keine Genehmigung, denn bereits die Entnahme im Gartenteich ist verboten;

Ist dieser Tatbestand nicht erlaubt, ist auch das Aussetzen der Tiere an anderer Stelle untersagt. Dabei spielt es auch keine Rolle, dass vermutlich überzählige Exemplare der Kaulquappen ohne die Umsiedlungaktion zugrunde gehen, da der begrenzte Lebensraum so vielen Tieren keine Lebensgrundlage bietet.

VG Saarlouis, Az. : 2F139/94 Artenschutz im Baurecht Auch das Baurecht muss im Baugenehmigungsverfahren auf die besonders geschützten Arten wild lebender Tiere Rücksicht nehmen. Dabei ist es verboten, geschützte Tierarten “absichtlich” zu beeinträchtigen.

Das Naturschutzgesetz verlangt insoweit, dass auch bei einer nach den baurechtlichen Vorschriften zulässigen Bebauung eines Grundstücks die Beeinträchtigung der geschützten Tierwelt auf das Unvermeidbare beschränkt wird. Das bedeutet, dass die baurechtlichen Bebauungsmöglichkeiten nicht ohne weiteres bis zum Äußersten ausgeschöpft werden dürfen.

Die Bauaufsichtsbehörde hat vielmehr, wenn die Bauabsichten den artenschutzrechtlichen Anforderungen nicht entsprechen, die erforderlichen Anordnungen zu treffen, z. im Hinblick auf die Art und das Maß der Bebauung, die überbaubare Grundstücksfläche, die Erhaltung oder Neuanpflanzung von Bäumen und Sträuchern mit Nist- und Brutmöglichkeiten, die Bauausführung außerhalb der Brutzeiten und Ähnliches.

Bundesverwaltungsgericht, Az. : 4 C 6/00 Dohlen als Untermieter Erteilt die Baugenehmigungsbehörde einem Bauherrn in zulässiger Weise die Auflage, zum frühestmöglichen Zeitpunkt an diesem Gebäude Nistkästen für Dohlen anzubringen, so ist der Bauherr gehalten, die Auflage möglichst umgehend, je nach Baufortschritt, umzusetzen.

  1. Der Bauherr kann sich nicht damit herausreden, dass ihm die Nutzungsabsichten der künftigen Mieter noch nicht bekannt sind und dass er auch solange noch nicht die Auflage erfüllen könne;
  2. Oberverwaltungsgericht Berlin, Az;
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: 2 SN 20/00 Froschkonzert Werden angrenzende Nachbarn von Froschgequake in Nachbars Garten einer dauernden Geräuscheinwirkung ausgesetzt, die nachts den Lärmpegel von 45 dB (A) überschreitet, dann ist die Grenze des gesundheitlich Zumutbaren erreicht.

  • Der Nachbar muss diesen Froschlärm nicht dulden, weil dies mit einem wesentlichen Verlust der Wohnqualität verbunden ist;
  • Bundesverwaltungsgericht, Az;
  • : 6 B 133/98 Kein Mitleid mit Stadttaube Mitleid hatte ein Tierfreund mit den gewöhnlichen Stadttauben, insbesondere mit zwei fußkranken Tieren;

Deshalb fütterte er früh morgens aus einem Plastikeimer mit 3 kg Taubenmischfutter auf einem Stadtplatz die dortigen Tauben, die begierig auch das Futter aufnahmen und weitere Tauben anzogen. Hierbei wurde er von einem Polizeibeamten beobachtet, der dann den Taubenfreund anzeigte.

  1. Das Gericht verurteilte den Vogelfreund zu einer Geldbuße von DM 60,-, weil die Satzung der Stadt Mannheim ein Taubenfütterungsverbot für das Stadtgebiet vorsieht;
  2. Der Richter begründete das Urteil damit, dass das Verbot des Fütterns von Tauben eine geeignete und zulässige Maßnahme der Abwehr von Gesundheitsgefahren für die Bevölkerung darstelle;

Das Verbot des Fütterns von Tauben verstößt auch nicht gegen die Grundsätze des Tierschutzrechtes. Es ist durchaus nicht im Interesse des Tierschutzes, durch eine Steigerung des Nahrungsangebotes eine nicht den natürlichen Verhältnissen entsprechende Überpopulation an Tauben herbeizuführen.

  1. Amtsgericht Mannheim, Az;
  2. : 22 OWi 314 Js 6584/01 – AK 113/01 Artenschutz in der Wohnbebauung Durch eine Wohnhausbebauung muss sichergestellt sein, dass durch die Bebauung nicht Tiere und Pflanzen der besonders geschützten Arten absichtlich beeinträchtigt werden;

Verboten sind nur gezielte Beeinträchtigungen, wie z. die Zerstörung von Nist-, Brut- oder Zufluchtsstätten, nicht aber solche Beeinträchtigungen, die sich als unausweichliche Konsequenz rechtmäßigen Handels ergeben. Bundesverwaltungsgericht, Az. : 4 C 6. 00 – (77/01) Tiergehegegenehmigung bei Wildschweinen Errichtet jemand ohne die nach dem Naturschutzgesetz erforderliche Genehmigung ein Wildschweingehege und bestehen begründete Zweifel, ob dieses Wildschweingehege den Anforderungen des Tierschutzgesetzes und der Tierseuchenhygiene genügt, so liegt ein besonderes öffentliches Interesse an der sofortigen Auflösung dieses Tiergeheges vor.

Dies gilt selbst dann, wenn noch keine Tierseuche aufgetreten ist. Außerdem rechtfertigt schon der formell illegale Betrieb eines Tiergeheges regelmäßig die Anordnung der sofortigen Vollziehung der Auflösung des Geheges, weil nur dadurch die Wirksamkeit des vorbeugenden Nutzungsverbots, das mit der Genehmigungspflicht verbunden ist, effektiv gesichert werden kann.

OVG Lüneburg, Az. : 8 ME 66/02 Keine Straßenplanung durch Vogelschutzgebiet Die Planung einer Straße, die einen wertvollen und schutzwürdigen Naturraum durchschneidet, leidet an einem planungsrechtlichen Fehler, wenn Straßenbaualternativen, die diesen Naturraum umfahren, nicht ausreichend untersucht worden sind.

Im besonderen Maße gilt dies dann, wenn hierbei ein Vogelschutzgebiet beeinträchtigt wird, das so schutzwürdig ist, dass es einer “Tabuzone” gleich oder doch nahe kommt. Der Schutz von Natur und Landschaft hat dann einen wesentlich höheren Stellenwert als die Planung eines Straßenbauvorhabens durch ein solch wertvolles Schutzgebiet.

Bundesverwaltungsgericht, Az. : 4 A 15. 02 Nerzhaltung ist erlaubnisfrei Das Züchten und Halten von Nerzen zum Zwecke der Pelzgewinnung ist nach dem Tierschutzgesetz nicht von einer behördlichen Erlaubnis abhängig. Es handelt sich nämlich bei den Nerzen um landwirtschaftliche Nutztiere.

In Folge der seit Jahrzehnten erfolgten Domestikation und Züchtung kann bei diesen Tieren nicht mehr von “wild lebenden Tieren” gesprochen werden. Verwaltungsgericht Minden, Az. : 2 K 2695/01 – (200/03) Keine Abschussgenehmigung für Kormoran Für einen gemeinnützigen Angelverein besteht kein Anspruch auf Erteilung einer Ausnahmegenehmigung vom Verbot des Tötens der besonders geschützten Tierart Kormoran.

Der Angelverein hat nur einen Anspruch darauf, dass die zuständige Behörde ihre Entscheidung fehlerfrei, d. unter Würdigung aller Belange, ausspricht. Danach ist es nicht fehlerhaft, wenn die Behörde in einem Gebiet, das den Status eines europäischen Vogelschutzgebietes genießt, den Abschuss von Kormoranen nicht genehmigt, weil auch die übrige Vogelwelt beunruhigt würde.

Bayerischer Verwaltungsgerichtshof, Az. : 9 ZB 03. 2305 Taubenfüttern verboten Wegen vorsätzlichen Verstoßes gegen das Taubenfütterungsverbot wurde eine Bürgerin der Stadt Saarbrücken zu einer Geldbuße von 300 Euro verurteilt.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Betroffene in der Zeit von Mitte Januar bis Anfang Mai an insgesamt 15 Tagen auf dem Gehweg ihres Anwesens Futter für Tauben ausgelegt hatte, mit der Folge dass jeweils zahlreiche Tauben angelockt wurden, die die Straße und die benachbarten Anwesen mit Taubenkot verunreinigten.

Damit lag ein Verstoß gegen die städtische Polizeiverordnung vor, die das Füttern von wild lebenden Tauben verbietet, wobei das Füttern auch das Auslegen von Futter, das von Tauben erfahrungsgemäß aufgenommen werden kann, erfasst.

Amtsgericht Saarbrücken, Az: 43-347/03 Schwalbennester sind geschützt Schwalbennester sind Niststätten der Natur und somit geschützt. Ein Wolfsburger Kaufhausbesitzer musste für Ersatz sorgen, weil er die Nester entfernt hatte. Oberverwaltungsgericht Lüneburg, Az: VIII ZR 167/03 Mehlschwalbennester dürfen nicht beseitigt werden Entfernt der Betreiber eines Einkaufszentrums natürliche, an der Außenfassade errichtete Mehlschwalbennester, so kann dieser dann verpflichtet werden, künstliche Nisthilfen für diese Vögel am Gebäudeobjekt anzubringen.

Der Betreiber des Einkaufszentrums kann sich nicht darauf berufen, dass solche Vogelnester zu Verunreinigungen an der Hausfassade führen. Solche Beeinträchtigungen sind hinzunehmen. Niedersächsisches Oberverwaltungsgericht, Az: 8 ME 65/04 Haussperlinge und Fledermäuse als Untermieter Hauseigentümer, die im Rahmen der Sanierung einer baufällig gewordenen Hausfassade vorhandene Niststätten von Haussperlingen und Quartiere von Zwerg- und Zweifarbfledermäusen beseitigen, sind verpflichtet, nach Beendigung dieser Sanierungsmaßnahmen für Ersatzmaßnahmen zu sorgen.

Auf vorhandene Nistmöglichkeiten und Zufluchtsquartiere an Nachbarhäusern kann der sanierende Hauseigentümer nicht verweisen. Im konkreten Fall wurde der Eigentümer eines Mehrfamilienhauses verpflichtet, neun Nisthilfen für Haussperlinge in Form von Nistkästen sowie 30 Fledermausquartiere in Form von Fledermaus-Fassadenröhren (Gesamtkosten: rund 1.

  1. 900 Euro) an der Hausfassade anzubringen;
  2. Verwaltungsgericht Berlin, Az;
  3. : VG 1 A 21;
  4. 02 Froschgequake ist zu tolerieren Frösche und Molche stehen unter strengem Schutz;
  5. Es ist daher verboten, sie an ihren Wohnstätten zu stören oder gar zu entnehmen;

Aus diesen Gründen wurde auch die Bewohnerin eines Seniorenheimes dazu verpflichtet, das Froschgequake in dem nahe gelegenen Sickerbecken zu dulden. Das Gericht wies darauf hin, dass das Froschquaken in einigen Sommernächten durchaus ansehnliche Lärmwerte erreiche oder überschreite.

  1. Dies rechtfertige es aber nicht, die streng geschützten Lurcharten einfach umzusiedeln;
  2. Eine unzumutbare Härte wurde vom Gericht verneint, zumal die Beschwerdeführerin es abgelehnt hatte, im Seniorenheim auf eine andere Wohnseite umzusiedeln;

Verwaltungsgericht Berlin, Az. : VG 1 A 88. 01 Taubenfütterungsverbot ist rechtmäßig Die Verordnung der Stadt Nürnberg zum Verbot der Fütterung von verwilderten Tauben im Stadtgebiet sowie das dort angeordnete Verbot Futter- und Lebensmittel auszulegen, die erfahrungsgemäß von Tauben aufgenommen werden, ist rechtmäßig und verstößt nicht gegen die Bayerische Verfassung.

  • Denn es ist nahe liegend, dass zwischen der Fütterung der Tauben und der Gefahr einer nicht unerheblichen Verschmutzung durch die Tauben gerade dann ein Zusammenhang besteht, wenn auf Straßen und in Anlagen gefüttert wird;

Durch das verringerte Nahrungsangebot soll das durch die übertriebene Fütterung ausgelöste übermäßige Brutverhalten der Tauben eingeschränkt und die Taubenüberpopulation beseitigt werden. Dies ist nach fachwissenschaftlicher Erkenntnis das wirksamste sowie mildeste Mittel, welches tierschutzkonform ist.

Bayerischer Verfassungsgerichtshof, Az. : Vf. 5-VII-03 Gleiches Recht im Naturschutzgebiet In einem Naturschutzgebiet, das vorrangig dem Schutz der Lebensstätten von Vögeln dient, kann grundsätzlich die fischereiliche Nutzung verboten werden.

Da solche Beschränkungen aber in die grundgesetzlich geschützte Eigentumsgarantie (Art. 3 GG) eingreifen, sind die Interessen der Grundeigentümer einschließlich der Jagd- und Fischereiberechtigten mit einzubeziehen. Deshalb darf ein solches Verbot der fischereilichen Nutzung ohne hinreichenden Grund nicht weiter gehen, als die Beschränkungen der Jagd in demselben Naturschutzgebiet.

Oberverwaltungsgericht Niedersachsen, Az. : 8 KN 43/02 – (126/04) Insektenüberfall auf Johannisbeerplantage Der Eigentümer einer Johannisbeerplantage kann keinen Ersatz verlangen, wenn von einem Komposthaufen auf dem Nachbargrundstück aus Insekten (hier: Dickmaulrüssler) das Beerenobst aufsuchen und es zerfressen, ohne dass der Komposthaufen den Insektenbefall besonders gefördert hätte.

Alleine durch das Anlegen eines Komposthaufens wird noch keine konkrete Gefahrenquelle geschaffen. Oberlandesgericht Stuttgart, Az. : 5 U 74/04 Keine Ausnahme zu Lasten von Legehennen Kann ein Legehennenhalter die seit dem 01. 01. 2003 angeordnete Mindestkäfigfläche aus finanziellen Gründen nicht einhalten, so hat er gleichwohl keinen Anspruch auf Erteilung einer Ausnahmegenehmigung.

Die Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung ist umzusetzen. Gegebenenfalls ist der Hennenbestand pro Käfig herabzusetzen. Dadurch wird der Tierhalter nicht übermäßig belastet. Die vorgegebene Übergangszeit reicht wirtschaftlich gesehen aus, um den Legehennenbetrieb auf die erforderten Maße umzustellen.

Verwaltungsgericht Stuttgart, Az. : 4 K 3595/04 Taubenfütterungsverbot ist grundgesetzkonform Die Taubenfütterungsverbote der Städte verstoßen nicht gegen das Grundgesetz und gegen das dort ausgesprochene Tierschutzgebot. Dies stellte der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg fest.

  • Das Taubenfütterungsverbot ist auch nach der Einführung des Tierschutzes in das Grundgesetz zulässig;
  • Denn ein absoluter Schutz für Tiere war mit dieser Rechtsänderung nicht verbunden;
  • Die Grundgesetzänderung sollte nur ein “ethisches Mindestmaß” sicherstellen, wie es bereits im Tierschutzgesetz festgeschrieben ist;

Das Taubenfütterungsverbot ist auch legitim, da hierdurch die Zahl der Tauben verringert werden soll. Zudem verursachen Taubenkot an Gebäuden und Denkmälern Schäden sowie hohe Reinigungskosten. Verwaltungsgerichtshof Mannheim, Az. : 1 S 261/05 Naturschutzrecht ist gemeindefreundlich anzuwenden Mit der Europäischen Vogelschutzrichtlinie wurden die Mitgliederstaaten der Europäischen Union im Jahre 1979 erstmals zur Einhaltung von Lebensräumen näher bestimmter Vogelarten und Zugvögel verpflichtet.

Die Vogelschutzrichtlinie wurde durch die 1992 verabschiedete Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) ergänzt. Sie soll der Einhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wild lebenden Tiere und Pflanzen dienen.

Hierzu werden Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung erfasst, um ein europaweit zusammenhängendes ökologisches Netz mit dem Namen “Natura 2000” zu schaffen. Die Ausweisung der Schutzgebiete hat in Deutschland durch die Bundesländer zu erfolgen. Hat so ein Bundesland nahezu das gesamte Gemeindegebiet als Schutzgebiet ausgewiesen und nur bebaute Bereiche hiervon ausgenommen, so kann hierdurch das garantierte Selbstverwaltungsrecht verletzt werden, da der Gemeinde Entwicklungsmöglichkeiten verbleiben müssen.

Verfassungsgerichtshof Rheinland-Pfalz, Az. : N 25/04 Windkrafträder gefährden Greifvögel Windkrafträder dürfen an Nahrungs- und Rastplätzen der geschützten Greifvogelarten Schwarz- und Rotmilan auch außerhalb von Vogelschutzgebieten nicht errichtet werden.

Dies hat das Verwaltungsgericht Stuttgart entschieden. Diese Greifvogelarten werden durch die dort geplanten Windkraftanlagen nicht nur beeinträchtigt, sondern existenziell gefährdet. Greifvögel wie Schwarz- und Rotmilan haben in der Luft nahezu keine natürlichen Feinde und werden daher auch Windkraftanlagen nicht zwangsläufig als Bedrohung wahrnehmen.

  • Sie sind deshalb stärker als andere Vogelarten gefährdet, Schlagopfer einer Windkraftanlage zu werden;
  • Das öffentliche Interesse an der Erhaltung des Stand- und Nahrungsplatzes für Schwarz- und Rotmilane und deren Bestandes überwiegt das private Interesse, die Windkraftanlagen gerade in diesem Gebiet errichten zu dürfen, erheblich;

Verwaltungsgericht Stuttgart, Az. : 13 K 5609/03.