Wie Alt Werden Männer In Deutschland?

Wie Alt Werden Männer In Deutschland
Entwicklung der Lebenserwartung in Deutschland Damals betrug die durchschnittliche Lebenserwartung bei Geburt für Männer 35,6 Jahre und für Frauen 38,5 Jahre. Nach den Ergebnissen der aktuellen Sterbetafel 2019/2021 liegen diese Werte bei 78,5 Jahren (Männer) beziehungsweise 83,4 Jahren (Frauen).

In welchem Alter sterben die meisten Männer in Deutschland?

Das höchste durchschnittliche Alter, das heute für Männer bei knapp 79 ( Männer ) beziehungsweise knapp 86 (Frauen) Jahren liegt, findet man bei Männern und Frauen, die aufgrund von Erkrankungen des Kreislaufsystems sterben.

Wie alt wird ein heute 70 jähriger Mann?

Merkmal Männlich Weiblich
Alter 60 Jahre 21,7 25,4
Alter 70 Jahre 14,3 17
Alter 80 Jahre 8,1 9,6
Alter 90 Jahre 3,7 4,3

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Wie alt wird ein heute 60 jähriger Mann?

Fakten – Im Deutschen Reich betrug 1871/1881 die durchschnittliche Lebenserwartung bei Geburt für Jungen 35,6 Jahre und für Mädchen 38,4 Jahre. Aufgrund der damals hohen Säuglings- und Kindersterblichkeit lag die weitere durchschnittliche Lebenserwartung schon für 5-jährige Jungen bei 49,4 Jahren und für 5-jährige Mädchen bei 51,0 Jahren.

  1. Das Alter von 60 Jahren erreichten in dieser Zeit allerdings nur rund 31 Prozent der Männer und 36 Prozent der Frauen;
  2. Seit 1871/1881 hat sich die Lebenserwartung bei Geburt deutlich mehr als verdoppelt: 2016/2018 lag die durchschnittliche Lebenserwartung in Deutschland bei Geburt für Jungen bei 78,5 Jahren und für Mädchen bei 83,3 Jahren;

Viele Faktoren haben die Lebenserwartung in Deutschland in den vergangenen 140 Jahren steigen lassen: Fortschritte in der Medizin, im Gesundheitswesen und im Bereich der Hygiene, bessere Ernährung, komfortableres Wohnen, bessere Arbeitsbedingungen sowie höhere Sicherheitsstandards bzw.

Maßnahmen zur Unfallprävention. 2016/2018 konnte ein 60-jähriger Mann im Durchschnitt damit rechnen, dass er noch knapp 22 Jahre lebt (fernere Lebenserwartung). Rund 140 Jahre zuvor waren es lediglich 12 Jahre und auch 1970/1972 nur 15 weitere Lebensjahre.

Bei den 60-jährigen Frauen lag die fernere Lebenserwartung 2016/2018 bei gut 25 weiteren Lebensjahren – 1871/1881 waren es weniger als 13. Nach Vorausberechnungen des Statistischen Bundesamtes wird sich die fernere Lebenserwartung auch in Zukunft erhöhen.

  1. Unter der Voraussetzung, dass die Lebenserwartung moderat ansteigt, können im Jahr 2060 die dann 60-jährigen Männer durchschnittlich noch 26 und die 60-jährigen Frauen noch 29 weitere Lebensjahre erwarten;

Die Entwicklung der Lebenserwartung in Ostdeutschland verlief bis Mitte der 1970er-Jahre ähnlich wie in Westdeutschland. Allerdings lag die Lebenserwartung der Jungen bei der Geburt in der ersten Hälfte der 1970er-Jahre in Ostdeutschland höher als in Westdeutschland – 1970/72 war es gut ein Jahr.

  • Die Lebenserwartung der Mädchen war in beiden Teilen Deutschlands etwa gleich hoch;
  • Nach 1977 stagnierte die Lebenserwartung in Ostdeutschland zunächst und stieg dann bis Ende der 1980er-Jahre deutlich langsamer als in Westdeutschland;

1991/1993 war die Lebenserwartung bei der Geburt in Ostdeutschland bei Jungen um 3,2 Jahre und bei Mädchen um 2,3 Jahre geringer als in Westdeutschland. Da die Lebenserwartung in Ostdeutschland seit der Wiedervereinigung im Durchschnitt stärker gestiegen ist als die in Westdeutschland, hat sich die Lebenserwartung in Ost- und Westdeutschland stetig angenähert.

Bis 2006/2008 ist die Differenz bei der Lebenserwartung für Männer auf 1,3 Jahre zurückgegangen und hat sich mittlerweile auf diesem Niveau stabilisiert (2016/2018: West: 78,7 Jahre / Ost: 77,4 Jahre).

Bei den Frauen ist seit der Sterbetafel 2012/2014 kaum noch eine Differenz feststellbar. Seit der Sterbetafel 2014/2016 ist die Lebenserwartung bei Geburt der Frauen in Ostdeutschland sogar marginal höher (Ost/West: 83,3 Jahre). Etwas größere Unterschiede bei der Lebenserwartung finden sich auf der Ebene der einzelnen Bundesländer: Die bundesweit höchste Lebenserwartung wurde im Berichtszeitraum 2016/2018 erneut für Baden-Württemberg ermittelt: Die durchschnittliche Lebenserwartung bei Geburt betrug dort für Jungen 79,7 Jahre und für Mädchen 84,1 Jahre.

Wie alt wird ein 65 jähriger Mann?

Wer heute 62 Jahre alt ist, wird. – Ein jetzt 65 Jahre alter Mann wird im Durchschnitt 82,5 Jahre alt; auch das lässt sich aus den neuen Daten ablesen. 65-jährige Frauen können sich demnach auf fast 86 Jahre einstellen. Wieso liegt die Lebenserwartung für Menschen im Rentenalter höher als für Neugeborene? Die Wahrscheinlichkeit männlicher Babys, überhaupt einmal 65 Jahre alt zu werden, beträgt 84 Prozent, die weiblicher Säuglinge 91 Prozent, erklärt Felix Rößger vom Statistischen Bundesamt.

In Baden-Württemberg haben Neugeborene die höchste Lebenserwartung in Deutschland: Mädchen kommen danach auf 83 Jahre und 8 Monate, Jungen auf genau 79 Jahre. Gut sieht es etwa auch in Hessen aus: Neugeborene Mädchen haben dort eine Lebenserwartung von fast 83 Jahren, männliche Babys liegen bei rund 78 Jahren.

Am niedrigsten ist die statistische Erwartung für Jungen in Sachsen-Anhalt mit 75 Jahren und zehn Monaten sowie für Mädchen im Saarland mit 81 Jahren und elf Monaten.

In welchem Alter sieht man am besten aus?

Veröffentlicht am 13. 09. 2016 | Lesedauer: 2 Minuten Wie Alt Werden Männer In Deutschland Quelle: Getty Images/Vetta Manchmal flutscht es einfach im Leben. Alles, was wir uns vornehmen, was wir in die Hand nehmen, gelingt. Scheinbar mühelos. Zufall? Nein, sagt die Wissenschaft. D enn zu bestimmten Zeitpunkten im Leben können wir bestimmte Fähigkeiten besonders gut. Forscher haben in diversen Studien untersucht, in welchem Alter wir was am besten können: So lernen wir eine  Fremdsprache am besten zwischen sieben und acht Jahren. Wie Alt Werden Männer In Deutschland Quelle: Getty Images/Ikon Images Mit 18 Jahren sind wir am intelligentesten. Unsere kognitiven Leistungen erreichen ihren Höhepunkt. Namen sind wie Schall und Rauch. Aber nicht, wenn wir 22 Jahre alt sind. Dann können wir uns  neue Namen  am besten merken. Wie Alt Werden Männer In Deutschland Quelle: Getty Images/Photolibrary RM Im Alter von 22 Jahren sind Frauen am attraktivsten für Männer. Das hat das Datingportal “OKCupid” bei einer Datenanalyse  herausgefunden. Eine Umfrage unter 23. 000 Deutschen ergab, dass wir im Alter von 23 Jahren am glücklichsten  in unserem Leben sind. Wie Alt Werden Männer In Deutschland Quelle: Getty Images/Digital Vision Mit 25 Jahren sind wir am stärksten. Unsere Muskeln sind in diesem Alter am kräftigsten und bleiben auch noch die nächsten 10 bis 15 Jahre fast genauso stark. Das ideale Alter, um einen Marathon  zu laufen, ist mit 28. Am besten  Schach  spielen wir mit 31 Jahren. In der  Liebe  sind wir ab einem Alter von 40 Jahren am glücklichsten.

  • Der Grund: In diesem Alter befindet sich unser Gehirn noch in der Entwicklung;
  • Neue Nervenbahnen bilden und formen sich erst noch;
  • Die Grundlagen der Mathematik lernen wir in der Schule;
  • Doch erst mit 50 Jahren können wir am besten  rechnen;

Du erinnerst dich noch, dass wir im Alter von 23 am glücklichsten in unserem Leben sind? Mit 69 erreicht laut der Umfrage unsere Zufriedenheit noch mal einen Höhepunkt. Zwischen Ende 60 und Anfang 70 besitzen wir den größten Wortschatz. Wie Alt Werden Männer In Deutschland Quelle: Getty Images/Moment RF Und zum Schluss noch etwas doch eher Überraschendes: Laut einer  Umfrage  fühlen wir uns ab einem Alter von 70 am wohlsten in unserem Körper. Wie Alt Werden Männer In Deutschland Quelle: Getty Images/Stone Sub.

Wie viele Männer sterben vor 65?

Rente : Mehr als jeder Fünfte würde Rente mit 70 nicht erreichen – 27. April 2016, 8:52 Uhr Lesezeit: 1 min Wer länger arbeitet, zahlt länger in die Rentenkasse ein – und bekommt weniger. Foto: Stephan Jansen (Foto: dpa) Berlin (dpa) – Mehr als jeder Fünfte würde ein Rentenalter von 70 Jahren heute nicht erreichen. Das geht aus einer Datenauswertung hervor, die die Linken-Abgeordnete Sabine Zimmermann vor dem Hintergrund der Debatte über einen späteren Renteneintritt angestellt hat.

Direkt aus dem dpa-Newskanal Berlin (dpa) – Mehr als jeder Fünfte würde ein Rentenalter von 70 Jahren heute nicht erreichen. Das geht aus einer Datenauswertung hervor, die die Linken-Abgeordnete Sabine Zimmermann vor dem Hintergrund der Debatte über einen späteren Renteneintritt angestellt hat.

Hunderttausende Menschen sterben vor dem Rentenalter. So waren zuletzt mehr als 135 000 der in einem Jahr gestorbenen Menschen in Deutschland 65 Jahre oder jünger (rund 16 Prozent aller Gestorbenen). Mehr als 185 000 waren 70 Jahre oder jünger (22 Prozent).

Diese Zahlen des Statistischen Bundesamts beziehen sich auf das Jahr 2014. Wie aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Frage Zimmermanns hervorgeht, starben von 2005 bis 2014 rund 1,4 Millionen Menschen (16 Prozent) vor Erreichen des 65.

Lebensjahres. In der Rentendebatte der Koalition wird derzeit auch ein späterer Renteneintritt diskutiert. Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) ist für eine Koppelung der Lebensarbeitszeit an die steigende Lebenserwartung. Die Junge Union hält längerfristig eine Anhebung des Rentenalters auf 70 Jahre für angemessen.

  • Gesetzlich geregelt ist die Anhebung der Altersgrenze vom 65;
  • auf das 67;
  • Lebensjahr bis 2029;
  • Die Statistiken geben auch Hinweise darauf, dass vor allem Geringverdiener das Rentenalter nicht erreichen;
  • Zu den häufigsten Todesursachen der 50- bis 75-Jährigen zählen Herzinfarkt, Magen- und Lungenkrebs;

Das sind zugleich Krankheiten, unter denen Menschen mit niedrigem sozioökonomischem Status häufiger leiden als sozial Bessergestellte, wie aus einer Darstellung des Robert Koch-Institut hervorgeht. “Viele Menschen sterben heute schon, bevor sie das Rentenalter erreichen”, sagte Zimmermann.

Viele andere könnten den Ruhestand nicht lange genießen. “Das betrifft gerade Menschen mit niedrigen Einkommen. ” Jede Erhöhung des Renteneintrittsalters bringe insbesondere Geringverdienende um die Früchte ihrer Arbeit.

Die aktuellen Zahlen zeigten auch, dass schon heute ein Arbeiten in Vollzeit bis zum Renteneintrittsalter für die meisten nicht möglich ist, sagte Zimmermann. “Was wir brauchen ist Arbeit für über 60-Jährige und keine Erhöhung des Renteneintrittsalters.

In welchem Alter stirbt man durchschnittlich?

Damals betrug die durchschnittliche Lebenserwartung bei Geburt für Männer 35,6 Jahre und für Frauen 38,5 Jahre. Nach den Ergebnissen der aktuellen Sterbetafel 2019/2021 liegen diese Werte bei 78,5 Jahren (Männer) beziehungsweise 83,4 Jahren (Frauen).

Kann man ausrechnen wann man stirbt?

Wie alt wir werden und wie schnell unser Alterungsprozess abläuft, hängt von zahlreichen Faktoren ab. Es kommt, unter anderem, auf unsere genetische Anlage, unsere Lebensgewohnheiten, aber auch auf unser Umfeld an, wie alt wir letztendlich werden. Unsere Lebenserwartung kann natürlich keiner genau berechnen.

Ist man mit 68 schon alt?

Aktualisiert am 23. 08. 2018 Lesedauer: 2 Min. Wie Alt Werden Männer In Deutschland Seniorensport: Für viele unter 40-Jährige zählen Männer und Frauen ab 60 zu “den Alten”. Diese Senioren fühlen sich aber meist noch lange nicht alt. (Quelle: xavierarnau/getty-images-bilder) “Man ist so alt, wie man sich fühlt” – dieser Auffassung folgen offenbar viele Deutsche. Die meisten fühlen sich sogar deutlich jünger, als sie sind. Ab wann man Menschen als alt einschätzt, hängt vom eigenen Alter ab. Die Deutschen fühlen sich einer Studie zufolge im Durchschnitt zehn Jahre jünger als sie sind. Mehrheitlich werden erst über 70-Jährige als alt angesehen, wie das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) und das Meinungsforschungsinstitut Insa am Donnerstag in Berlin mitteilten.

Die aktuelle DIA-Studie 50plus ergab demnach, dass sich die Wahrnehmung des Alterns mit zunehmendem Lebensalter nach hinten verschiebt. So finden unter 40-Jährige, dass Menschen ab 60 Jahren zu den “Alten” zählen.

Bei den über 40-Jährigen hingegen herrscht die Auffassung vor, dass Altsein erst nach dem 70. Lebensjahr beginnt. Loading.

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    Ist man mit 66 Jahren schon alt?

    Rüstige Rentner, Senioren, Silver Surfer: Wer heute Mitte 60 ist, gehört noch lange nicht zum alten Eisen. Seit Jahren steigt die durchschnittliche Lebenserwartung der Menschen und genauso ihre Anzahl gesunder Lebensjahre. Das ist erfreulich, stellt Politik und Gesellschaft jedoch auch vor Herausforderungen.

    Der älteste Mensch der Welt wurde 122 Jahre alt. Das war die Französin Jeanne Calment, die am 4. August 1997 verstarb. Die demografische Forschung hat festgestellt, dass auch in Deutschland immer mehr Menschen die Grenze von 100 Jahren überschreiten werden.

    Ab wann gilt man denn aber als „alt”? Statistisch gesehen wird man in Deutschland ab 65 Jahren als alt angesehen. Das klingt für die einen vielleicht viel zu früh, andere finden dieses Alter schon ziemlich spät. Das Rentenalter wird sich in Zukunft immer weiter nach hinten verschieben.

    • Menschen werden also immer häufiger auch mit 65 oder 70 Jahren berufstätig sein;
    • Zu „alt” dürfen sie dafür ja dann nicht sein;
    • Aber ist man dann ab dem Rentenalter „alt” oder erst ab dem Zeitpunkt, an dem man pflege- und hilfsbedürftig wird? Heutzutage sind dank neuer Therapien und verträglichen Medikamente die 70-jährigen weitaus fitter, als noch die Generationen vor ihnen;

    Nicht nur ihre geistige Leistungsfähigkeit ist zufriedenstellend, sondern auch ihr seelisches Wohlbefinden zeichnet sich durch eine angenehme Zufriedenheit aus. Demnach sind die meisten Menschen auch ab einem Alter von 70 Jahren noch zu einer mehr oder weniger selbstständigen Lebensführung in der Lage.

    1. Sie gehen auf Reisen, bilden sich weiter, nutzen selbstverständlich Computer und Smartphone;
    2. Diesen Wandel sollte die Gesellschaft als Chance sehen;
    3. Der demografische Wandel birgt nicht nur Gefahren für unser Gesellschafts- und Gesundheitssystem, sondern auch viele Möglichkeiten, die – richtig erkannt –unterstützend auf die Gesellschaft einwirken;

    Mit welcher Lebenserwartung können Menschen zukünftig also überhaupt rechnen? Altersforscher schätzen, dass spätestens mit 125 Jahren Schluss ist. Doch diese These könnte bereits widerlegt worden sein: Mbah Gotho aus Indonesien wurde laut Geburtsurkunde 146 Jahre alt.

    Ist man mit 62 Jahren alt?

    Die Definition des Begriffs Senior – In unseren deutschen Unternehmen schätzen wir, dass eine Person ab dem 60. Lebensjahr als „alt” eingestuft wird. Für viele Menschen ist dieses Wort beängstigend, es erinnert an das späte Lebensalter und damit den letzten Lebensabschnitt.

    Das Erreichen des Seniorenstadiums bedeutet also, alt zu werden und wird negativ assoziiert. Diese Altersgrenze zum Seniorenstatus auf Anfang 60 zu legen, wurde jedoch anhand unseres sozialen Umfelds bestimmt.

    Tatsächlich gingen die meisten Menschen mit Beginn ihrer 60er in den Ruhestand , was wir mit dem Seniorentum verbinden. Heutzutage ist die Altersgrenze bis zur Rente allerdings höher (67 Jahre) und auch die Lebenserwartung ist angestiegen. Der Begriff Senior im unternehmerischen Umfeld definiert also kein genaues Alter, sondern eine Gruppe von Personen, die an die dynamische Konstante des Pensionseintritts gekoppelt ist.

    Im Tagesgeschäft der Arbeitswelt gelten wir als Senior, wenn wir Erfahrung und Seniorität in einem Unternehmen oder unseres bisherigen Werdegangs gesammelt haben. Dieser Name wird entsprechend auch als Titel für Mitarbeiter verwendet und repräsentiert deren Erfahrung und Wert für das Unternehmen.

    Im beruflichen Umfeld sind Mitarbeiter mit Seniorentitel in der Regel 45 + Jahre alt. Ab diesem Zeitpunkt wird es auch schwieriger, einen neuen Job zu finden. In Marketingstudien beziehen sich Senioren auf Menschen im Alter von 50 Jahren. Im Gesundheitsbereich richtet sich der Begriff “Senior” an Personen ab 70 Jahren.

    In der Tat zeigen mehrere Studien, dass in diesem Alter große Gesundheitsprobleme auftreten, wie Hörprobleme , Diabetes , Arthrose , Bewegungsschwierigkeiten, Autonomieverlust und andere altersbedingte Krankheiten.

    In der Welt des Sports werden Sportler ab dem 23. Lebensjahr Senioren. Körperliche Berufe klassifizieren Menschen sehr früh als Senioren. Natürlich können wir trotzdem unser ganzes Leben lang Sport treiben. Die Ausübung regelmäßiger sportlicher Aktivitäten wird sogar aus medizinischer Sicht dringend empfohlen.

    Ein Senior ist noch in der Lage, hauptberuflich einen Leistungssport auszuüben, das Ablaufdatum ist jedoch kurz, da die Konkurrenzfähigkeit mit jüngeren Kontrahenten körperlich sehr schnell nicht mehr gegeben ist.

    Fazit: Ein genaues Alter zu bestimmen, ab wann eine Person als alt gilt, ist nicht möglich. Der Ausdruck Senior ist nichts anderes als ein Begriff, der die Kategorisierung einer Gruppe von Personen in verschiedenen Bereichen ermöglicht. Älter sein heißt nicht alt zu sein, sondern einfach nur zeitlich älter zu werden. Lebensjahr als Senior .

    Ist man mit 55 alt?

    Jeden trifft es irgendwann das erste Mal, aber für jeden ist es ein Schock. ” Jetzt ist es soweit “, erzählte unlängst ein entsetzter Kollege: “Stell Dir vor, im Bus ist eine junge Frau aufgestanden und hat mir ihren Sitzplatz angeboten. ” “Ist es nicht schön, dass es noch junge Menschen gibt, die so höflich sind?” sagte ich auf der Suche nach etwas Tröstlichem.

    Um mein eigenes Senioren-Debüt habe ich mich bisher erfolgreich gedrückt. Ich fahre einfach nicht Bus. Zum Trost: Senior bedeutet eigentlich nur “der Ältere”, so, wie der Begriff “Junior” den “Jüngeren” benennt.

    Trotzdem darf man irgendwann auf dem Weg zum 60. Geburtstag wohl anfangen, sich langsam bei den Senioren einzureihen. Freilich lässt sich das auch schöner sagen. “Ü50” oder “50plus” klingt flotter. Bei der Weltgesundheitsorganisation landet in der Rubrik der Alten, wer das 65.

    1. Lebensjahr vollendet hat;
    2. Allerdings macht die WHO Unterschiede: 65- bis 75-Jährige sind “junge Alte”; mit 75 bis 80 Jahren ist man schlicht “alt”;
    3. Von 80 bis 90 gehört man zu den “alten Alten”, und wer da drüber ist, zählt zu den “ältesten Alten”;

    Die Ärzte sprechen von “Alterspatienten”, wenn die 70 Jahre erreicht sind. Befragungen haben gezeigt, dass das Altsein “gefühlt” mit 70 beginnt. Ja, das ist der Spruch mit den Gefühlen: “Ich bin so alt, wie ich mich fühle. ” Der Schuss kann aber auch nach hinten losgehen.

    ” Ich fühl’ mich schon sooo alt “, jammerte eine Freundin, die sich gerade mal Ü50 nennen darf. Dagegen verweigerte eine 87-Jährige noch den Seniorenteller und sagte zum Thema Senioren-Notruf: “Dafür bin ich zu jung!” Freilich ist das Altern ein höchst individueller Prozess und nicht so ohne weiteres an Zahlen festzumachen.

    Auch 70-Jährige sind heute nicht so “alt” wie noch vor 50 Jahren. Derzeit liegt die durchschnittliche Lebenserwartung deutscher Männer bei 77,7 Jahren, die deutscher Frauen bei 82,7 Jahren. Damit ist sie in den letzten hundert Jahren um 30 Jahre gestiegen.

    Biologisch sind die Senioren von heute ein Jahrzehnt weniger gealtert als noch vor zwei Generationen. Während sich der 65-jährige Senior vor 30 Jahren noch mit einem grauen Windjackerl auf ein Parkbank setzte und alt fühlte, wollen die Senioren von heute was auf die Beine stellen.

    Dazu brauchen sie Anleitung und Ausstattung. Sie bringen dabei oft drei Eigenschaften mit, die sie für die Wirtschaft höchst attraktiv machen: ” Sie haben Geld, Zeit und Aufmerksamkeit “, sagt der Schweizer Zukunftsforscher Andreas Giger. Er nennt als Beispiel das Durchschnittsalter von Käufern einer Harley-Davidson.

    Wie wahrscheinlich ist es alt zu werden?

    Es gibt nur wenige Menschen, die über 110 Jahre alt sind, deswegen auch wenige Daten. Ein Altersrekord von über 130 Jahren halten Forschende dennoch für möglich. Die Französin Jeanne Calment ist mit 122 Jahren verstorben, demzufolge soll sie der älteste Mensch sein, der bisher gelebt hat.

    Rund 300 bis 450 Menschen gibt es weltweit, die 110 oder älter sind. In der Fachsprache werden sie Super-Centennarians und Semi-Super-Centennarians genannt. Forschende haben die vorhandenen Daten analysiert und sind zu dem Schluss gekommen, dass Menschen sogar über 130 Jahre alt werden können.

    “Bisher gibt es so wenige sehr alte Menschen, dass wir einfach nicht genug darüber wissen, wo die biologischen Altersgrenzen unseres Körpers liegen. ” Veronika von Borries, Deutschlandfunk Nova Die Forschenden haben zwei verschiedene, recht gut dokumentierte Datenbanken zu hochbetagten Menschen als Grundlage genommen – die eine aus Frankreich, die andere aus Italien.

    Wie alt werde ich wirklich?

    Die Lebenserwartung steigt – Die Wahrscheinlichkeit steigt stetig, ein hohes Alter wie 100 zu erreichen: Im Mittelalter lag die mittlere Lebenserwartung noch zwischen 40 und 50 Jahren. Nach der aktuellen Berechnung des Statistischen Bundesamts werden Jungen, die im Jahr 2016 geboren wurden, gut 78 Jahre alt werden, Mädchen gut 83 Jahre.

    In welchem Alter stirbt man durchschnittlich?

    Damals betrug die durchschnittliche Lebenserwartung bei Geburt für Männer 35,6 Jahre und für Frauen 38,5 Jahre. Nach den Ergebnissen der aktuellen Sterbetafel 2019/2021 liegen diese Werte bei 78,5 Jahren (Männer) beziehungsweise 83,4 Jahren (Frauen).

    Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit Vor 60 zu sterben?

    Misandrie in Deutschland: Wenn Männer ausrangiert werden weil sie zu alt werden #mgtow #redpill

    Die Lebenserwartung der baden-württembergischen Männer und Frauen liegt im weltweiten Maßstab sehr weit vorne. Die Baden‑Württemberger stehen unter den rund 230 Ländern, für die die Weltbank Daten bereitstellt, auf Platz 19, die Baden‑Württembergerinnen auf Platz 16.

    • Die Allgemeine Sterbetafel 2010/12 weist für neugeborene Jungen eine durchschnittliche Lebenserwartung von rund 79 Jahren, für neugeborene Mädchen von etwa 83,6 Jahren aus;
    • Das sind rund 11 Jahre mehr als zu Beginn der 1960er-Jahre;

    Das Spiegelbild dieser Entwicklung findet sich in der deutlich gesunkenen Sterblichkeit von Männern und Frauen in allen Altersphasen wieder. Besonders stark sanken die Sterbewahrscheinlichkeiten von Säuglingen und Kindern in den vergangenen 5 Jahrzehnten.

    Aber auch bei den Älteren ergab sich ein deutlicher Sterblichkeitsrückgang, sodass immer mehr Menschen in ein hohes Alter hineinwachsen. Seit Ende der 1960er-Jahre sind in Baden‑Württemberg jährlich mehr als 90 000 Menschen gestorben.

    Die bislang höchste Zahl wurde 2013 mit knapp 102 000 Sterbefällen verzeichnet. Während seit Gründung des Landes bis Anfang der 1970er-Jahre pro Jahr stets mehr Männer als Frauen starben, hat sich dieses Zahlenverhältnis danach umgekehrt. In den vergangenen 5 Jahren lag der Männeranteil an den Gestorbenen zwischen 47 % und 48 %.

    Die überwiegende Zahl der Sterbefälle ereignet sich im Alter von 65 und mehr Jahren. Auf diese Altersgruppe entfielen 1960/62 rund 64 % aller Sterbefälle, 1986/88 etwa 79 % und 2010/12 waren es 85 %. Diese Entwicklungen wurden zum einen von rein demografischen Faktoren wie den Besetzungsstärken der einzelnen Altersjahrgänge von Männern und Frauen beeinflusst.

    Zum anderen hat sich die Sterblichkeit an sich verändert, auf die wiederum viele andere biologische, genetische, umwelt- und verhaltensbedingte Faktoren einwirken wie auch die vorhandene Gesundheitsinfrastruktur einschließlich einer weiterentwickelten Medizintechnik.

    Um die Entwicklung der Sterblichkeit bereinigt von demografischen Einflussfaktoren zu betrachten, stehen unter anderem die Sterbetafelberechnungen der amtlichen Statistik zur Verfügung. Sie enthalten beispielsweise Informationen darüber, wie hoch im jeweiligen Berechnungszeitraum die Wahrscheinlichkeit ist, dass ein Mann oder eine Frau im Alter x stirbt, oder wie hoch die weitere Lebenserwartung ausfällt, wenn ein Mann oder eine Frau bereits das Alter x erreicht hat.

    Grundlage für die weiteren Analysen bilden die seit 1949/51 für Baden‑Württemberg berechneten Allgemeinen Sterbetafeln mit Schwerpunkt auf der jüngsten Sterbetafel 2010/12 (siehe i-Punkt »Was bedeutet »Allgemeine Sterbetafel«?«). Die Abstufung der Risiken, in einem bestimmten Alter zu sterben, weist nach wie vor einen typischen Verlauf auf, der sich bei der jüngsten allgemeinen Sterbetafel 2010/12 ebenso beobachten lässt wie bei der ersten für das Land berechneten Tafel 1949/51.

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    Während die Sterblichkeit im 1. Lebensjahr im Vergleich zu anderen Altersstufen noch relativ hoch ausfällt, liegt sie im Kinder- und Jugendlichenalter deutlich niedriger als in allen übrigen Altersphasen.

    Das niedrigste Sterberisiko wiesen 2010/12 Kinder im Alter von 4 bis 13 Jahren auf. Im jungen und mittleren Erwachsenenalter ergibt sich ein allmählicher Anstieg der Sterblichkeit, der sich erst mit Beginn des 7. und 8. Lebensjahrzehnts merklich verstärkt. 1 Die Wahrscheinlichkeiten, vor Vollendung des nächsten Altersjahres zu sterben, überstiegen 2010/12 erst ab dem Alter von 62 (Männer) bzw.

    70 Jahren (Frauen) einen Wert von 1 %. Für Männer und Frauen, die bereits das 95. Lebensjahr vollendet hatten, lagen sie bei 29 % bzw. 25 %. Die Wahrscheinlichkeit für einen Mann, in der »Mitte des Lebens« zu sterben, – nach den Sterblichkeitsverhältnissen 2010/12 im 41.

    Lebensjahr 2 –, lag in dieser Zeit mit rund 0,1 % fast doppelt so hoch wie das Sterberisiko eines 20-Jährigen, betrug aber nur rund ein Neuntel des Sterberisikos eines 60-Jährigen. Bei Frauen – hier befand sich die »Lebensmitte« 2010/12 rechnerisch im 43.

    Lebensjahr – belief sich die Wahrscheinlichkeit, zwischen 42 und 43 Jahren zu sterben, mit 0,08 % auf das fast Vierfache des Sterberisikos einer 20-jährigen Frau, aber nur auf ein Siebtel des Risikos einer 60-jährigen.

    Trotz der erfreulicherweise niedrigen absoluten Zahlen von Säuglingssterbefällen lag die Wahrscheinlichkeit, 2010/12 im 1. Lebensjahr zu sterben, etwa 55- (Jungen) bis 65-mal (Mädchen) höher als die Sterbewahrscheinlichkeit für ein 8-jähriges Kind. Das Sterberisiko eines Säuglings wird erst wieder im Altersbereich der Anfang 50- (Männer) bzw.

    • Mitte 50-Jährigen (Frauen) erreicht, während in den dazwischen liegenden Altersstufen zum Teil deutlich niedrigere Sterbewahrscheinlichkeiten auftreten;
    • Vergleichsweise hohe Risiken bestanden auch 2010/12 bei den Männern im Altersbereich zwischen 15 und 25 Jahren;

    Dieses hängt hauptsächlich mit den »nicht natürlichen« Todesursachen zusammen. Von den Sterbefällen in diesen Altersstufen entfielen 2010/12 rund 60 % auf Ursachen wie Unfälle, Selbsttötung und Selbstbeschädigung. Dabei spielen die Verkehrsunfälle eine besondere Rolle.

    1. Allein etwa 40 % der Sterbefälle von 15- bis unter 25-jährigen Männern wurden hierdurch verursacht;
    2. Bei den jungen Frauen fällt dieser »Sterblichkeitsgipfel« weit weniger ins Gewicht;
    3. Nach wie vor liegen die Sterbewahrscheinlichkeiten von Mädchen und Frauen in allen Altersstufen niedriger als die von Jungen und Männern;

    Während die Unterschiede im Kindesalter (mit einem bereits sehr niedrigen Sterblichkeitsniveau) relativ gering ausfallen – bei den 7- bis 9-Jährigen lag die Sterblichkeit der Jungen 2010/12 durchschnittlich rund 40 % höher als die der Mädchen –, werden sie im Erwachsenenalter deutlich sichtbar und gleichen sich heute erst im hohen Alter wieder an.

    1. Eine ganz wesentliche Komponente der »Übersterblichkeit« der Männer stellt nach wie vor der »Unfallgipfel« junger Männer dar;
    2. Die Sterbewahrscheinlichkeiten der 20- bis 25-jährigen Männer überstiegen die der gleichaltrigen Frauen 2010/12 wie bereits nach Berechnungen früherer Sterbetafeln um fast 200 %, waren also dreimal so hoch;

    Im höheren Alter schwächen sich die Sterblichkeitsunterschiede deutlich ab. Die Wahrscheinlichkeit, im Alter von 80 bis 81 Jahren zu sterben, war 2010/12 für Männer etwa um 50 % höher als für Frauen, während der Unterschied im Alter 90 bis 91Jahre etwa 20 % betrug.

    Im Vergleich zu den früher erstellten Sterbetafeln hat die »Übersterblichkeit« der Jungen und Männer bis 2010/12 hauptsächlich im Altersbereich der Kinder und Jugendlichen abgenommen. Als Gründe für die grundsätzlichen geschlechterspezifischen Sterblichkeitsunterschiede werden über die genetischen Bedingungen hinaus ebenso verschiedene Lebens- und Verhaltensweisen der Geschlechter vermutet.

    3 Diese Verhaltensweisen können im Weiteren auch mit sozialpsychologischen Hintergründen, zum Beispiel Unterschiede im gesellschaftlichen Status von Männern und Frauen bzw. unterschiedliche Wahrnehmungen der Rollen, zusammenhängen. Ein Aspekt betrifft in diesem Zusammenhang die unterschiedliche Erwerbsbeteiligung von Männern und Frauen, die als »Belastungsfaktor« in Frage käme.

    • Sie liegt bei Männern im Durchschnitt auch heute noch höher als bei Frauen;
    • Hinzu kommen verschiedene Berufsstrukturen, die zu unterschiedlichen Belastungen führen können und sich über die gesamte Lebensspanne gesehen auch geschlechterspezifisch in der Sterblichkeit auswirken können;

    Gleichwohl hat die Erwerbsbeteiligung der Frauen in den vergangenen 20 Jahren deutlich zugenommen. Im etwa gleichen Zeitraum (1986/88 und 2010/12) sind die Sterbewahrscheinlichkeiten der rund 40- bis 70-jährigen Frauen weniger stark gesunken als die gleichaltriger Männer.

    Diese Entwicklung allerdings allein dem Faktor »Erwerbsbeteiligung« anzulasten, greift mit Sicherheit angesichts der Vielschichtigkeit aller Einflussfaktoren viel zu kurz. In den vergangenen rund 50 Jahren sind die Sterbewahrscheinlichkeiten bei beiden Geschlechtern über nahezu alle Altersbereiche deutlich gesunken.

    So waren sie 2010/12 bei Säuglingen und Kindern bis 10 Jahren um etwa 80 % bis 90 % niedriger als 1960/62. Im Durchschnitt der Altersjahre von 30 bis 64 haben die Sterbewahrscheinlichkeiten seit Beginn der 1960er-Jahre bei Männern und Frauen relativ gleich stark – jeweils um rund 60 %, teilweise bis zu 70 % – abgenommen.

    • Bemerkenswert ist der im Vergleich zu anderen Altersbereichen – insbesondere zum mittleren Erwerbsalter – stärker ausgeprägte Sterblichkeitsrückgang bei den etwa 65- bis 80-jährigen Frauen;
    • Bei ihnen lagen die Sterbewahrscheinlichkeiten 2010/12 durchschnittlich um rund zwei Drittel niedriger als 1960/62;

    Im hohen Alter sind die Sterblichkeitsrückgänge bis 2010/12 merklich kleiner, aber dennoch deutlich ausgefallen. Im Vergleich zu 1960/62 waren die Sterberisiken im Altersbereich der 85- bis 89-Jährigen 2010/12 durchschnittlich um etwa 42 % (Männer) bzw.

    knapp 48 % (Frauen) niedriger, während der Rückgang bei den 90- bis 94-Jährigen im Durchschnitt rund 27 % (Männer) bzw. 30 % (Frauen) betrug. Nicht überbewertet werden darf das rechnerische Ergebnis, dass die Sterblichkeit 100-Jähriger etwa genauso hoch geblieben ist wie vor rund 50 Jahren.

    Hier können methodische Aspekte wie die unterschiedlichen Berechnungsweisen der Sterbewahrscheinlichkeiten in den betrachteten Sterbetafeln, die auf Grund der kleinen Fallzahlen besonders zu Buche schlagen können, die Vergleichbarkeit einschränken. Der Vergleich zu den Sterbetafelberechnungen 1986/88 zeigt, dass die Sterblichkeitsrückgänge nicht nur eine längerfristige Erscheinung sind, sondern sich auch in der jüngeren Vergangenheit fortgesetzt haben.

    1. So weist die Sterblichkeitsentwicklung in den letzten rund 25 Jahren sehr ähnliche altersstrukturelle Merkmale auf wie die 50-jährige Entwicklung;
    2. Als Spiegelbild der durchweg gesunkenen Sterberisiken ergibt sich der Anstieg der durchschnittlichen Lebenserwartung von Männern und Frauen;

    Nach den Sterblichkeitsverhältnissen von 2010/12 haben neugeborene Jungen die Aussicht auf eine Lebensdauer von durchschnittlich 79 Jahren, die neugeborenen Mädchen auf rund 83,6 Jahre. Zu Beginn der 1960er-Jahre betrug die durchschnittliche Lebenserwartung Neugeborener rund 67,6 Jahre bei den Knaben und etwa 72,8 Jahre für Mädchen.

    1. Damit hat sich die Lebenserwartung bei der Geburt bis heute – innerhalb von fast zwei Generationen – um rund 11 Jahre erhöht (siehe i-Punkt »Querschnitts- und Längsschnittbetrachtungen«);
    2. Dieser deutliche Anstieg prägte sich jedoch zum großen Teil erst seit Mitte der 1970er-Jahre heraus;

    Zuvor spielten zum einen sicherlich Spätfolgen des Krieges noch eine Rolle, zum anderen besonders auch Grippewellen, die sich mit einer erhöhten Sterblichkeit in den Ergebnissen der Allgemeinen Sterbetafeln 1960/62 und 1970/72 niederschlugen. 4 Vor allem aber beruht der Anstieg der durchschnittlichen Lebenserwartung bei der Geburt auf der enormen Verminderung der Säuglingssterblichkeit.

    Bis in die erste Hälfte der 1970er-Jahre hinein lag jedoch die Sterblichkeit im 1. Lebensjahr noch so hoch, dass die 1-Jährigen (die das Risiko der Säuglingssterblichkeit überlebt hatten) die höchste durchschnittliche Lebenserwartung aufwiesen.

    Erst danach ist es gelungen, das Sterberisiko von Säuglingen so weit zu senken, dass die Neugeborenen die höchste Lebenserwartung aller Altersstufen besitzen. Heute sterben von jeweils 1 000 Neugeborenen drei bis vier Jungen und knapp drei Mädchen im Laufe ihres 1.

    • Lebensjahres;
    • Anfang der 1960er-Jahre waren es demgegenüber 32 Jungen und 25 Mädchen;
    • Aus Schaubild 5 wird – stellvertretend anhand ausgewählter Altersjahre – ersichtlich, dass alle Altersbereiche von dem längerfristigen Sterblichkeitsrückgang profitieren konnten;

    Die verbesserte gesundheitliche Vorsorge und Gesundheitsversorgung haben über eine Senkung der Säuglings- und Kindersterblichkeit hinaus auch im Erwachsenenalter zu einer steigenden Lebenserwartung beigetragen. Zwar ist die Erhöhung der durchschnittlichen Lebenserwartung – gemessen in Jahren – bei den jüngeren Menschen deutlich stärker ausgefallen als bei älteren.

    Dennoch haben die älteren Männer und Frauen in den vergangenen rund 50 Jahren eine ausgeprägte Zunahme ihrer weiteren Lebenserwartung zu verzeichnen. Auch wenn die Fortschritte in den 1960er-Jahren vergleichsweise insgesamt moderat ausfielen, so stieg beispielsweise die fernere Lebenserwartung 60-jähriger Männer seitdem um etwa 6,5 Jahre – von 15,6 Jahren (1960/62) auf 21,2 Jahre (2010/12).

    Der deutlich größere Teil dieses Zuwachses entfiel auf den Zeitraum zwischen 1970/72 und 2010/12. Bei den 60-jährigen Frauen nahm die Lebenserwartung seit 1960/62 im Durchschnitt um etwa 7,1 Jahre zu – auch hier zum größten Teil erst ab 1970/72. Damit hatten sie 2010/12 die Aussicht auf durchschnittlich weitere 25,6 Jahre an Lebensdauer.

    • Ähnliche Entwicklungen sind auch bei Menschen im höheren Alter festzustellen;
    • So stieg die fernere Lebenserwartung 80-jähriger Männer seit 1960/62 um rund 2,8 Jahre, bei gleichaltrigen Frauen betrug der Anstieg etwa 3,6 Jahre;

    Eine steigende Lebenserwartung bringt zugleich zum Ausdruck, wie weit sich »das Leben«, aber auch »das Sterben« in immer höhere Altersbereiche hinein bewegt haben. Durch die rückläufige Sterblichkeit in den verschiedenen Altersbereichen wachsen immer mehr Menschen in ein höheres Alter hinein.

    Das Ausmaß dieser Entwicklung lässt sich aus den »Überlebenskurven« erkennen, die sich aus den Berechnungen einer Sterbetafel ergeben. Im Vergleich zu 1960/62 haben sich die Überlebenskurven jeweils eines (fiktiven) männlichen und weiblichen Geburtsjahrgangs bis heute deutlich nach oben bzw.

    rechts verschoben. So können unter den Sterblichkeitsverhältnissen 2010/12 rund 87 % der neugeborenen Knaben und etwa 92 % der neugeborenen Mädchen ihren 65. Geburtstag erleben. Nach der Sterbetafel 1960/62 hatten seinerzeit nur rund 71 % eines männlichen und 83 % eines weiblichen Geburtsjahrgangs diese Aussicht.

    Zu Beginn der 1950er-Jahre lagen diese Anteile nochmals niedriger. Auch der 90. Geburtstag rückt für immer mehr Menschen – besonders für Frauen – in »erlebbare« Nähe. Während nach den Sterblichkeitsverhältnissen von 1960/62 knapp 4 % eines (fiktiven) männlichen Geburtsjahrgangs und rund 8 % eines (fiktiven) weiblichen Geburtsjahrgangs die Aussicht hatten, ihren 90.

    Geburtstag zu feiern, waren es 2010/12 bereits rund 19 % eines männlichen und etwa 32 % eines weiblichen Jahrgangs. Von denjenigen Männern und Frauen, die bereits ihren 65. Geburtstag begangen haben, können heute etwa 22 % bzw. 35 % erwarten, auch ihren 90.

    Geburtstag feiern zu können. Zu Beginn der 1960er-Jahre lagen diese Anteile mit rund 5 % (65-jährige Männer) bzw. knapp 10 % (65-jährige Frauen) deutlich niedriger. Blickt man auf die Zahl der in Baden‑Württemberg lebenden Menschen, die ihren 90.

    Geburtstag hinter sich hatten, so waren dies Ende des Jahres 2013 knapp 84 600 Menschen im Alter von 90 und mehr Jahren und damit rund 17-mal so viele wie Anfang der 1960er-Jahre. Zudem haben die Sterblichkeitsverhältnisse insgesamt ein so niedriges Niveau erreicht, dass sich die Überlebenskurven immer weiter auf den Bereich einer physiologisch oder biologisch für maximal möglich gehaltenen Lebensdauer hin bewegen.

    1. Die Vorstellungen über die höchstens erreichbare Lebensdauer variieren, gehen jedoch bis in eine Größenordnung von 120 Jahren;
    2. Für Baden‑Württemberg lässt sich feststellen, dass bislang in verschiedenen Berichtsjahren vereinzelt Sterbefälle – hauptsächlich von Frauen – mit einem Sterbealter im Bereich von 105 bis 110 Jahren aufgetreten sind, allerdings ohne dass hier eine weitere Verschiebung nach oben erkennbar wird;
    See also:  Wie Viele Hunde Gibt Es In Deutschland?

    Die möglichen Faktoren, die auf die Höhe der Lebenserwartung einwirken und für individuelle, soziale oder regionale Unterschiede sorgen, sind – wie eingangs erwähnt – vielschichtig. Sie können auf biologisch-genetischen Prädispositionen von Menschen beruhen, auf Verhaltensweisen in der Lebensführung, erworbenen Merkmalen wie Bildung, Beruf, Einkommen oder sozialer Status und auf äußeren Lebensbedingungen wie etwa den Versorgungsmöglichkeiten mit medizinischer Infrastruktur oder den Umweltverhältnissen.

    • Aus einer früheren umfassenden Analyse der sozioökonomischen, umwelt- und infrastrukturbezogenen Faktoren für Baden‑Württemberg geht hervor, dass für eine höhere Lebenserwartung die Lebensumstände entscheidend sind, die mit einem höheren Bildungsstand und Einkommen zusammenhängen;

    5 So leben beispielsweise Menschen in Kreisen mit hohem Einkommen im Durchschnitt länger als in Kreisen mit niedrigerem Einkommen. Dieser Effekt könnte durch höhere Bildung verstärkt oder sogar verursacht werden. Dabei dürften es nicht nur vordergründig diese beiden Faktoren sein, sondern auch die damit im Hintergrund zusammenhängenden Lebensverhältnisse bis hin zum Gesundheitsverhalten.

    • Generell spielen sicherlich die Fortschritte in der medizinischen Diagnostik und Behandlung eine ganz wesentlich Rolle, die zu einer deutlich rückläufigen Sterblichkeit an häufig verbreiteten Todesursachen wie den Krankheiten des Kreislaufsystems beigetragen haben;

    Hinzu kommen ein gewachsenes Gesundheitsbewusstsein und in längerer Retrospektive positive Auswirkungen veränderter Berufsstrukturen und -belastungen.

    In welchem Alter stirbt man?

    Pressemitteilung Nr. 331 vom 9. Juli 2021 – WIESBADEN – Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt nach den Ergebnissen der Sterbetafel 2018/2020 für neugeborene Mädchen aktuell 83,4 Jahre und für neugeborene Jungen 78,6 Jahre. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, hat sich die Lebenserwartung von Neugeborenen damit im Vergleich zur vorangegangen Sterbetafel 2017/2019 nur sehr geringfügig verändert: bei Jungen um +0,01 Jahre, bei Mädchen um +0,04 Jahre. Hauptgrund für die nahezu stagnierende Entwicklung sind die außergewöhnlich hohen Sterbefallzahlen zum Jahresende 2020 im Zuge der zweiten Welle der Corona-Pandemie.

    • Zuvor war die Lebenserwartung Neugeborener bei beiden Geschlechtern seit der Berechnung für die Jahre 2007/2009 jeweils um durchschnittlich 0,1 Jahre angestiegen;
    • Lebenserwartung für 65-Jährige ebenso unverändert  Auch für ältere Menschen sind die Werte für die Lebenserwartung nahezu unverändert;

    Nach der Sterbetafel 2018/2020 beläuft sich die noch verbleibende Lebenserwartung – die sogenannte fernere Lebenserwartung – von 65-jährigen Männern wie bereits 2017/2019 auf 17,9 Jahre. Für 65-jährige Frauen ergibt sich nach wie vor eine fernere Lebenserwartung von 21,1 Jahren.

    1. Rückgang der Lebenserwartung in Sachsen  Im Ländervergleich haben nach den aktuellen Sterbetafeln weiterhin Mädchen in Baden-Württemberg mit 84,2 Jahren sowie dort geborene Jungen mit 79,9 Jahren die höchste Lebenserwartung bei der Geburt;

    Die niedrigsten Werte weisen wie bisher Mädchen im Saarland mit 82,3 Jahren sowie Jungen in Sachsen-Anhalt mit 76,5 Jahren auf. Auffällig war die Entwicklung in Sachsen: Im Vergleich zur vorangegangen Sterbetafel 2017/2019 ist die Lebenserwartung dort im Zeitraum 2018/2020 bei beiden Geschlechtern spürbar zurückgegangen.

    Für neugeborene Mädchen von 84,0 auf 83,8 Jahre, für neugeborene Jungen von 78,1 auf 77,8 Jahre. Sachsen war von der Corona-Pandemie zum Jahresende 2020 durch eine hohe Sterblichkeit besonders stark betroffen.

    Einen klaren Rückgang gab es auch bei den Mädchen in Bremen von 82,8 auf 82,6 Jahre und bei den Jungen in Berlin von 78,6 auf 78,4 Jahre. In Schleswig-Holstein und in Thüringen ist die Lebenserwartung bei den Mädchen um jeweils 0,2 Jahre angestiegen. In den meisten anderen Bundesländern haben sich – wie auf Bundesebene – nur sehr geringe Änderungen ergeben.

    Lebenserwartung bei Geburt in Jahren für Deutschland und die Bundesländer nach der Sterbetafel 2018/2020 im Vergleich zur vorangegangen Sterbetafel 2017/2019

      Lebenserwartung bei Geburt 2018/2020 Lebenserwartung bei Geburt 2017/2019 Differenz zu 2017/2019 1
    Jungen Mädchen Jungen Mädchen Jungen Mädchen
    1 Rundungsdifferenzen möglich
    Deutschland 78,64 83,40 78,63 83,36 +0,01 +0,04
    Baden-Württemberg 79,88 84,25 79,83 84,18 +0,05 +0,07
    Bayern 79,48 83,90 79,51 83,88 -0,03 +0,02
    Berlin 78,39 83,32 78,56 83,36 -0,16 -0,04
    Brandenburg 77,81 83,54 77,90 83,46 -0,09 +0,08
    Bremen 77,33 82,57 77,34 82,77 0,00 -0,20
    Hamburg 78,79 83,46 78,66 83,48 0,13 -0,02
    Hessen 79,26 83,57 79,24 83,56 +0,01 +0,01
    Mecklenburg-Vorpommern 76,90 83,10 76,88 83,22 +0,02 -0,12
    Niedersachsen 78,25 83,08 78,22 82,97 +0,03 +0,11
    Nordrhein-Westfalen 78,35 82,87 78,33 82,84 +0,02 +0,03
    Rheinland-Pfalz 78,79 83,16 78,72 83,09 +0,06 +0,06
    Saarland 77,58 82,28 77,60 82,20 -0,03 +0,08
    Sachsen 77,85 83,83 78,07 83,97 -0,22 -0,14
    Sachsen-Anhalt 76,48 82,79 76,39 82,69 +0,09 +0,10
    Schleswig-Holstein 78,39 83,06 78,33 82,89 +0,06 +0,18
    Thüringen 77,66 83,27 77,62 83,09 +0,04 +0,18

    Erhöhte Sterberaten 2020 vor allem in hohen Altersjahren  Mit der Berücksichtigung des Jahres 2020 bei der Sterbetafel 2018/2020 ist erstmals ein Jahr in die Berechnung der Lebenserwartung eingeflossen, in dem sich die Corona-Pandemie auf das Sterbegeschehen ausgewirkt hat. Für einen Vergleich der Sterblichkeit im Jahr 2020 mit derjenigen in 2019 werden Sterbeziffern herangezogen, die die Sterbefallzahlen ins Verhältnis zur Bevölkerung setzen. Die Zahl der Gestorbenen je 1 000 Einwohnerinnen und Einwohner ist die sogenannte allgemeine Sterbeziffer, welche Unterschiede in der Altersstruktur nicht berücksichtigt.

    Sie ist bei beiden Geschlechtern angestiegen. Auch standardisierte Sterbeziffern, die Unterschiede in der Altersstruktur herausrechnen, weisen für das Jahr 2020 bei beiden Geschlechtern einen Anstieg der Sterblichkeit im Vergleich zum Vorjahr aus.

    Der Blick auf einzelne Altersgruppen zeigt, dass die Sterblichkeit im Jahr 2020 gegenüber 2019 insbesondere für über 75-Jährige bei beiden Geschlechtern angestiegen ist.

    Altersspezifische Sterbeziffern pro 1 000 Personen im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr 2019

    Altersgruppen 2020 2019 Differenz zu 2019 2
    Männer Frauen Männer Frauen Männer Frauen
    1 Zur Analyse der Säuglingssterblichkeit stehen spezifische Angaben, die die besonderen Sterblichkeitsverhältnisse im ersten Lebensjahr berücksichtigen, zur Verfügung. 2 Rundungsdifferenzen möglich. 3 Unter Berücksichtigung der Europäischen Standardbevölkerung 2013.
    0 1 3,2 2,9 3,5 2,9 -0,2 0,0
    1 – 4 0,1 0,1 0,2 0,1 0,0 0,0
    5 – 9 0,1 0,1 0,1 0,1 0,0 0,0
    10 – 14 0,1 0,1 0,1 0,1 0,0 0,0
    15 – 19 0,3 0,1 0,3 0,1 0,0 0,0
    20 – 24 0,4 0,2 0,4 0,2 0,0 0,0
    25 – 29 0,4 0,2 0,5 0,2 0,0 0,0
    30 – 34 0,6 0,3 0,6 0,3 0,0 0,0
    35 – 39 1,0 0,5 0,9 0,5 +0,1 0,0
    40 – 44 1,5 0,8 1,5 0,8 +0,1 0,0
    45 – 49 2,4 1,4 2,4 1,3 0,0 0,0
    50 – 54 4,1 2,2 4,0 2,3 +0,1 -0,1
    55 – 59 7,0 3,7 6,9 3,8 +0,1 0,0
    60 – 64 11,7 6,1 11,6 6,1 +0,2 0,0
    65 – 69 18,5 9,5 18,0 9,5 +0,5 0,0
    70 – 74 26,8 15,1 26,3 15,0 +0,4 0,0
    75 – 79 42,9 25,8 41,6 25,0 +1,3 +0,8
    80 – 84 71,8 47,7 69,8 47,3 +2,0 +0,4
    85 – 89 135,3 100,9 130,8 99,6 +4,4 +1,2
    90 – 94 243,0 198,9 229,4 192,2 +13,6 +6,7
    95+ 368,8 342,8 353,3 328,2 +15,5 +14,6
    Allgemeine Sterbeziffer 12,0 11,7 11,4 11,3 +0,6 +0,4
    Standardisierte Sterbeziffer 3 12,5 8,3 12,1 8,2 +0,4 +0,1

    Verschiebungen in der Altersstruktur erklären weniger als die Hälfte des Anstiegs der Sterbefälle im Vergleich zum Vorjahr  Aufgrund des zunehmenden Anteils älterer Menschen an der Bevölkerung wird derzeit von Jahr zu Jahr mit einer steigenden Zahl der Sterbefälle in Deutschland gerechnet. Von 2019 auf 2020 ist sie um etwa 46 000 Fälle angestiegen. Davon ist jedoch laut den nun vorliegenden endgültigen Daten weniger als die Hälfte, nämlich etwa 20 000 Fälle, durch den höheren Anteil älterer Menschen zu erklären. Die Entwicklung der Sterblichkeit im Jahr 2020 lässt sich zudem nur vor dem Hintergrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie interpretieren.

    Neben der Vermeidung von COVID-19-Todesfällen können die Maßnahmen und Verhaltensänderungen auch dafür gesorgt haben, dass weniger Sterbefälle durch andere Infektionskrankheiten wie beispielsweise die Grippe verursacht wurden, was sich ebenfalls auf die hier betrachteten Maßzahlen auswirkt.

    Rückgänge oder Anstiege bei anderen Todesursachen können ebenfalls einen Effekt auf die Entwicklung der Lebenserwartung und der Sterbeziffern haben. Endgültige Ergebnisse der Todesursachenstatistik für das Jahr 2020 werden im August 2021 vorliegen. Erste, vorläufige Ergebnisse aus der Todesursachenstatistik für das Jahr 2020 bietet die Pressemitteilung Nr.

    • 327 vom 08;
    • Juli 2021;
    • Methodische Hinweise Die Sterbetafel 2018/2020 des Statistischen Bundesamtes ist eine sogenannte Periodensterbetafel;
    • Sie setzt die Zahl der in den Jahren 2018 bis 2020 Gestorbenen ins Verhältnis zur Bevölkerung in den einzelnen Altersjahren und errechnet daraus in mehreren Schritten die Lebenserwartung;

    Es handelt sich demnach um eine Momentaufnahme der Sterblichkeitsverhältnisse der gesamten Bevölkerung für diese drei Kalenderjahre. Die Berechnung enthält keine Annahmen dazu, wie sich die Lebenserwartung künftig entwickeln wird. Die Lebenserwartung Neugeborener gibt an, wie lange sie den aktuellen Überlebensverhältnissen entsprechend durchschnittlich leben würden.

    • 65-Jährige erreichen statistisch gesehen ein höheres Lebensalter als Neugeborene, weil Sterberisiken vor dem Alter 65 nicht mehr miteinberechnet werden müssen;
    • Sterbetafeln und damit die Ergebnisse für die Lebenserwartung werden im Rahmen der amtlichen Statistik stets für Dreijahreszeiträume berechnet, um übliche Schwankungen zwischen einzelnen Jahren zu einem gewissen Grad auszugleichen;

    Die allgemeine Sterbeziffer gibt das Verhältnis von Gestorbenen zur Gesamtbevölkerung wieder. Sie ist dabei auch von der Altersstruktur einer Bevölkerung abhängig. Einflüsse der Altersstruktur werden bei standardisierten Sterbeziffern herausgerechnet. Ergebnisse dieser standardisierten Ziffern sind ohne Einflüsse der Altersstruktur über die Zeit und zwischen den Geschlechtern vergleichbar.

    Der Altersstruktureffekt auf die Sterbefallzahlen lässt sich mit sogenannten Dekompositionstechniken berechnen. Das genannte Ergebnis basiert auf einer separaten Betrachtung von Sterbeziffern für einzelne Altersjahre beider Geschlechter.

    Der zusätzliche Tag im Schaltjahr wurde bei der Berechnung der Sterbeziffern des Jahres 2020 berücksichtigt. Weitere Informationen: Detaillierte methodische Erläuterungen und weitere Ergebnisbeschreibungen sind in der Publikation „ Sterbetafel 2018/20 – Methoden und Ergebnisbericht zur laufenden Berechnung von Periodensterbetafeln für Deutschland und die Bundesländer ” enthalten. .

    Wie viele sterben vor der Rente?

    Seit 2012 wird das Renteneintrittsalter schrittweise erhöht: die Altersgrenze, um abschlagsfrei in Rente zu gehen, steigt stufenweise von 65 Jahren auf 67 Jahre an. Damit will die Bundesregierung auffangen, dass die Deutschen immer älter werden: und weniger Beitragszahler in der gesetzlichen Rentenversicherung künftig mehr Rentnern gegenüberstehen.

    Ab dem Jahr 2031 wird es die erste „echte” Rente mit 67 Jahren geben. Im Dezember 2020 lag die Altersgrenze bei 65 Jahren und 9 Monaten. Aber nun zeigen aktuelle Zahlen, dass viele Beschäftigte das reguläre Renteneintrittsalter ohnehin nicht erreichen werden.

    Denn ein wachsender Bevölkerungsanteil verstirbt früher: auch deshalb, weil die Grenze für den Renteneintritt angehoben wird. So hatten 2019 17 Prozent aller Verstorbenen das 67. Lebensjahr nicht erreicht, 14,4 Prozent erlebten sogar ihr 65. Jahr nicht mehr.