Wie Funktionieren Wahlen In Deutschland?

Wie Funktionieren Wahlen In Deutschland
Wahlen sind direkte Prozesse zur Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern an der Politik. Sie erfolgen durch die Stimmabgabe (z. für eine Partei, eine Kandidatin oder einen Kandidaten) im Rahmen eines Wahlverfahrens. In der Bundesrepublik Deutschland folgen die Wahlen, wie in den meisten demokratischen Staaten, fünf Grundprinzipien, festgeschrieben im Artikel 38 des Grundgesetzes. Warum wird gewählt? Wie laufen Wahlen ab? Und wer darf überhaupt wählen? Wie Funktionieren Wahlen In Deutschland Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube. Mehr erfahren Video laden YouTube immer entsperren In diesem Clip von poliWHAT?! (Stand 2014) gehts um Wahlen. Warum wird gewählt? Wie laufen Wahlen ab? Und wer darf überhaupt wählen? Allgemeine Wahlen bedeuten, dass jede*r Bürger*in ohne Ansehen von Stand, Vermögen, Steueraufkommen, Geschlecht, Volkszugehörigkeit, Schulbildung oder politischer Überzeugung ihre oder seine Stimme abgeben kann und kein*e Wähler*in unberechtigt von der Wahl ausgeschlossen wird.

Die Volksvertretungen werden in allgemeinen, unmittelbaren, freien, gleichen und geheimen Wahlen gewählt. Das gilt für den Bundestag, die Landtage und die Kommunalparlamente. Das demokratische Recht, auf diesem Weg Einfluss auf die Politik auszuüben, ist keineswegs selbstverständlich, sondern das Ergebnis langer und schwerer politischer Auseinandersetzungen.

Es können jedoch  Menschen ausgeschlossen werden, die entmündigt oder wegen bestimmter Straftaten verurteilt worden sind. Die Ausübung des Wahlrechts setzt ein bestimmtes Mindestalter voraus. Bei demokratischen Wahlen wird davon ausgegangen, dass die Wähler*innen über ein Mindestmaß an Einsicht in die politischen Prozesse verfügen.

  • Nur dann können die Wähler*innen selbstbestimmt eine politische Wahlentscheidung treffen;
  • Die Verfassung der Bundesrepublik setzt dafür extra ein Wahlalter fest;
  • Unmittelbare Wahlen bedeuten, dass nur ein*e direkte*r Kandidat*in oder eine Partei gewählt werden kann;

Das betrifft zwei Aspekte: Zum einen schließt es aus, dass die Wähler*innen ihre Stimme einer Zwischeninstanz gibt (wie beispielsweise den Wahlmännern in den USA). Zum anderen verbietet es, dass Stellvertreter die Wahlhandlung vornehmen. Jede*r Wahlberechtigte muss selbst ihre bzw. Wie Funktionieren Wahlen In Deutschland Freie Wahlen bedeuten, dass keinerlei Druck, wie Verbote, Sanktionen oder Diskriminierungen auf die Wähler*innen ausgeübt werden dürfen, zum Beispiel, um sie zur Teilnahme an der Wahl oder zur Stimmabgabe für eine bestimmte Partei zu zwingen. Das Wahlgesetz verbietet deshalb für die Zeit der Wahl in und an den Gebäuden, in denen die Wahl stattfindet, jede Beeinflussung der Wähler*innen durch Wort, Ton, Schrift und Bild sowie jede Unterschriftensammlung. Gleiche Wahlen bedeuten, dass jede*r Wähler*in über die gleiche Anzahl von Stimmen verfügt, die den gleichen Zähl- und Erfolgswert haben.

  • seine Stimme im Wahllokal abgeben;
  • Eine Ausnahme bildet die Briefwahl;
  • Zum Grundsatz der Gleichheit gehört auch die Chancengleichheit der Parteien;
  • Geheime Wahlen bedeuten, dass jede*r Wähler*in ihre bzw;
  • seine Stimme so abgibt, dass niemand nachprüfen kann, wie er oder sie sich entscheidet oder entschieden hat;

Die Wähler*innen müssen also bei der Stimmabgabe unbeobachtet sein. Die Wahlvorstände in den Wahllokalen treffen dazu entsprechende Vorkehrungen. Es darf auch keine nachträgliche Kontrolle des Stimmverhaltens, etwa durch gekennzeichnete Stimmzettel oder einen Zwang zur Offenbarung geben.

Was für ein Wahlsystem haben wir in Deutschland?

Das Bundestagswahlrecht regelt die Wahl der Mitglieder des Deutschen Bundestages. Nach den in Art. 38 Abs. 1 Satz 1 Grundgesetz (GG) festgelegten Wahlrechtsgrundsätzen ist die Wahl allgemein, unmittelbar, frei, gleich und geheim. Das konkrete Wahlsystem wird hingegen durch ein einfaches Gesetz , das Bundeswahlgesetz , bestimmt.

Viele Bestimmungen des Bundeswahlgesetzes werden ihrerseits in der Bundeswahlordnung konkretisiert. Typisch für das deutsche Bundestagswahlrecht ist die Verbindung von Wahlkreiswahl und Listenwahl. Wähler haben zwei Stimmen, eine für einen Direktkandidaten im Wahlkreis und eine für die Landesliste einer Partei.

Die Zweitstimme ist entscheidend für den Anteil einer Partei an den Bundestagsmandaten. Gewonnene Wahlkreismandate werden damit verrechnet. Personalisierte Verhältniswahl der Bundesrepublik Deutschland.

Warum hat man 2 Stimmen bei der Wahl?

Dieser Artikel behandelt den politischen Begriff. Siehe auch: Zweite Stimme. Die Zweitstimme ist bei der Wahl zum Deutschen Bundestag die grundsätzlich maßgebliche Stimme für die Sitzverteilung an die Parteien. Mit ihr wählt der Wähler eine Partei, deren Kandidaten auf einer Landesliste zusammengestellt werden.

  • Neben der Zweitstimme kann der Wähler eine Erststimme abgeben, mit der er für einen Bewerber im Wahlkreis stimmt;
  • Die Gültigkeit der Zweitstimme bleibt von einer eventuellen Ungültigkeit der Erststimme unberührt ( § 39 BWahlG );

Bei manchen deutschen Landeswahlsystemen wird die der Zweitstimme entsprechende Stimme als Listenstimme (Sachsen) oder Landesstimme (Thüringen, Rheinland-Pfalz, Hessen) bezeichnet. Die Umbenennung der Zweitstimme bei der Bundestagswahl in Listenstimme wurde vorgeschlagen.

Wer organisiert die Wahlen in Deutschland?

Der Bundeswahlleiter organisiert und überwacht die politischen Wahlen und Wahlvorbereitungen in Deutschland auf Bundesebene, namentlich sind das die Wahlen zum Deutschen Bundestag und die Wahlen zum Europäischen Parlament auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland. Er und sein Stellvertreter werden vom Bundesinnenminister auf unbestimmte Zeit ernannt. Traditionell übernimmt der Präsident des Statistischen Bundesamtes das Amt des Bundeswahlleiters; seit dem 1. November 2017 ist dies Georg Thiel. Sitz der Bundesbehörde ist Wiesbaden.

Kann ich zwei verschiedene Parteien Wahlen?

Von Stimmensplitting spricht man unter einem Zweistimmenwahlrecht, wenn ein Wähler seine Personenstimme (Erststimme) einem Kandidaten gibt, der nicht für die mit der Parteienstimme (Zweitstimme) gewählte Partei antritt. Beim personalisierten Verhältniswahlrecht können Wähler auf diese Weise Einfluss auf die personelle Vertretung einer Partei ausüben, die sie nicht gewählt haben. Auf die Verteilung der Sitze auf die Parteien hat das Stimmensplitting keine Auswirkungen, solange weder Überhangmandate auftreten noch Bewerber gewählt werden, die nicht für eine Partei antreten, die die Sperrklausel überwindet.

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Was wird mit der 1 Stimme gewählt?

Bei der Bundestagswahl und bei vielen Landtagswahlen in Deutschland wählt man mit der Erststimme einen Direktkandidaten in seinem Wahlkreis.

Wer wählt den Kanzler 2021?

(Zweitstimmen) 25,7 24,1 14,8 11,5 10,3 4,9 2,4 1,5 1,4 3,4 Gewinne und Verluste im Vergleich zu 2017 +5,2 −8,8 +5,9 +0,8 −2,3 −4,3 +1,4 +0,6 +1,4 +0,1 Anmerkungen: j darunter SSW : 0,1 % aller Stimmen Sitzverteilung im 20. Deutschen Bundestag Die Bundestagswahl am 26.

September 2021 war die Wahl zum 20. Deutschen Bundestag. Die Wahlbeteiligung betrug 76,6 % ( 2017 : 76,2 %), die Briefwahlquote 47,3 % (2017: 28,6 %). Die nach der Bundestagswahl 2017 seit März 2018 amtierende Bundesregierung beruhte auf einer Großen Koalition aus CDU/CSU und SPD.

Ende Oktober 2018 kündigte Bundeskanzlerin Angela Merkel an, sich mit der Wahl 2021 aus der Politik zurückzuziehen; „diese vierte Amtszeit [als Bundeskanzlerin ] ist meine letzte”. Stärkste Kraft wurde die SPD mit einem Stimmenzuwachs von über fünf Prozentpunkten, zu dem es nach allen Meinungsumfragen erst in den letzten beiden Monaten vor der Wahl gekommen war.

Bündnis 90/Die Grünen erreichte mit einer Steigerung um fast sechs Prozentpunkte ihr bestes Ergebnis bei einer Bundestagswahl. Leicht hinzugewinnen konnte die FDP. Die Union verlor bei 143 Direktmandaten mehr als ein Viertel ihrer Zweitstimmen.

Verluste verzeichnete auch die AfD , die in Sachsen und Thüringen 16 Direktmandate gewann. Die Linke blieb unter der Fünf-Prozent-Hürde , konnte aber mit drei Direktmandaten über die Grundmandatsklausel auch mit Listenmandaten in den 20. Bundestag einziehen.

  • Der von der Sperrklausel ausgenommene Südschleswigsche Wählerverband erhielt erstmals seit 1949 wieder einen Sitz;
  • Der 20;
  • Deutsche Bundestag konstituierte sich am 26;
  • Oktober 2021;
  • Die Bundesregierung Merkel IV blieb bis zur Wahl eines neuen Bundeskanzlers geschäftsführend im Amt;

Am 19. November 2021 legte der Bundeswahlleiter wegen Unregelmäßigkeiten bei der Wahl in Berlin Einspruch gegen die Gültigkeit der Wahl zum 20. Deutschen Bundestag in sechs Berliner Wahlkreisen ein. SPD, Grüne und FDP einigten sich darauf, welche Partei welche Ministerposten besetzen sollte und wie die Ministerien zugeschnitten wurden; die Koalitionsverhandlungen endeten am 24.

  1. November 2021;
  2. Der Koalitionsvertrag wurde am 7;
  3. Dezember 2021 unterschrieben;
  4. Am 8;
  5. Dezember 2021 wählte der 20;
  6. Bundestag Olaf Scholz zum neuen Bundeskanzler;
  7. Er und die von Scholz dem Bundespräsident vorgeschlagenen Minister erhielten noch am gleichen Tag von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ihre Ernennungsurkunden und wurden vor dem Bundestag vereidigt;

Damit ist das Kabinett Scholz im Amt. Bei dieser Wahl erreichten SPD und Union gemeinsam das erste Mal bei einer Bundestagswahl mit 49,8 % weniger als 50 % der gültigen Zweitstimmen.

Wie wählt man den Bundeskanzler?

Ablauf der Wahl – Die Wahl der Bundeskanzlerin oder des Bundeskanzlers läuft nach Artikel 63 des Grundgesetzes ab. Darin steht, dass der Bundeskanzler auf Vorschlag des Bundespräsidenten vom Bundestag ohne Aussprache gewählt wird. Zu einer erfolgreichen Wahl benötigt die Kanzlerkandidatin oder der Kanzlerkandidat die absolute Mehrheit der Abgeordnetenstimmen.

Das heißt, die Hälfte plus mindestens eine Stimme. Man spricht auch von der “Kanzlermehrheit”. Beispiel: Bei einer Wahl wurden 100 Stimmen abgegeben. Auf Kandidat A entfallen 60 Stimmen, auf Kandidat B 30 Stimmen und auf Kandidat C 10 Stimmen.

Kandidat A hat dann die absolute Mehrheit, nämlich mehr als 50 Stimmen. Kommt bei der Wahl im ersten Durchgang keine absolute Mehrheit zustande, gibt es eine zweite Wahlphase. Der Bundestag hat nun 14 Tage Zeit, eine andere Kandidatin oder einen anderen Kandidaten zum Kanzler zu wählen.

  1. Die Zahl der Wahlgänge ist nicht begrenzt;
  2. Auch hier ist die absolute Mehrheit notwendig;
  3. Ist diese zweite Phase ebenfalls nicht erfolgreich, so muss das Parlament in einer dritten Phase sofort neu abstimmen;

Gewählt ist dann, wer die meisten Stimmen erhält (relative Mehrheit). Beispiel: Wieder wurden bei einer Wahl 100 Stimmen abgegeben. Auf Kandidat A entfallen 35 Stimmen, auf Kandidat B 45 und auf Kandidat C 20 Stimmen. Kandidat B hat jetzt die relative Mehrheit.

Zwar hat er nicht mehr als die Hälfte aller Stimmen erhalten, aber von allen Kandidaten die meisten Stimmen. Ist die Bundeskanzlerin oder der Bundeskanzler mit absoluter Mehrheit – also mit der Mehrheit der Mitglieder des Bundestages – gewählt, so muss der Bundespräsident sie oder ihn innerhalb von sieben Tagen nach der Wahl ernennen.

Erreicht die oder der Gewählte nur die relative Mehrheit (also die meisten Stimmen), muss der Bundespräsident sie oder ihn entweder binnen sieben Tagen ernennen oder den Bundestag auflösen.

Wie viele sind im Bundestag?

Deutscher Bundestag — BT —
Basisdaten
Sitz: Reichstagsgebäude , Berlin
Legislaturperiode : vier Jahre
Erste Sitzung: 7. September 1949
Abgeordnete: 736 (davon 138  Überhang – und Ausgleichsmandate )
Aktuelle Legislaturperiode
Letzte Wahl: 26. September 2021
Nächste Wahl: voraussichtlich im Herbst 2025
Vorsitz: Bundestagspräsidentin Bärbel Bas ( SPD ) Vizepräsidenten Aydan Özoğuz ( SPD ), Yvonne Magwas ( CDU ), Katrin Göring-Eckardt ( Grüne ), Wolfgang Kubicki ( FDP ), Petra Pau ( Linke )
Sitzverteilung: Regierung (416)

  •  SPD 206
  •  Grüne 118
  •  FDP 92
  • Opposition (320)

  •  Union 197
  •  CDU 152
  •  CSU 45
  •  AfD 80
  •  Linke 39
  •  Fraktionslose 4
  •  AfD 1
  •  SSW 1
  •  Zentrum 1
  •  Parteilose 1
  • Website
    www. bundestag. de
    Plenarsaal
    See also:  Wer Hat Das Sagen In Deutschland?

    Der Deutsche Bundestag (Abkürzung BT ) ist das Parlament und somit das gesetzgebende Organ der Bundesrepublik Deutschland mit Sitz in Berlin. Der Bundestag wird im politischen System Deutschlands als einziges Verfassungsorgan des Bundes unmittelbar vom Staatsvolk , den deutschen Staatsbürgern , gewählt gemäß Art. 20 Abs. 2 Satz 2 GG i. Art. 38 GG. Die gesetzliche Anzahl seiner das ganze Volk vertretenden Mitglieder beträgt 598 nach § 1 Abs.

    1 Satz 1 BWahlG. Die tatsächliche Mitgliedszahl kann aufgrund von Überhang- und Ausgleichsmandaten höher sein. Im 20. Deutschen Bundestag besteht die Rekordzahl von 736 Mandaten, womit der Bundestag die größte frei gewählte nationale Parlamentskammer der Welt ist.

    Eine Legislaturperiode des Bundestages endet grundsätzlich nach vier Jahren oder davor durch Auflösung. Die Mitglieder des Deutschen Bundestages (MdB) können sich zu Fraktionen oder Gruppen zusammenschließen und genießen damit einen besonderen Verfahrens- und Organisationsstatus.

    Dem Bundestag steht der Präsident des Deutschen Bundestages ( kurz: Bundestagspräsident) vor, der zugleich den Vorsitz in der Bundesversammlung und im Gemeinsamen Ausschuss führt. Aktuelle Bundestagspräsidentin ist Bärbel Bas ( SPD ).

    Als Vizepräsidenten und Stellvertreter des Präsidenten sind Aydan Özoğuz ( SPD ), Yvonne Magwas ( CDU / CSU ), Katrin Göring-Eckardt ( Grüne ), Wolfgang Kubicki ( FDP ) und Petra Pau ( Linke ) gewählt. Der Alterspräsident , seit 2021 Wolfgang Schäuble ( CDU ), leitet gemäß Geschäftsordnung die erste Sitzung des Deutschen Bundestages zum Beginn einer neuen Legislaturperiode.

    1. Der Bundestag hat eine Vielzahl von Aufgaben: Er hat die Gesetzgebungs ­funktion , das heißt, er schafft das Bundesrecht und ändert das Grundgesetz , die Verfassung;
    2. Hierbei bedarf es häufig der Mitwirkung des Bundesrates , eines selbständigen Verfassungsorgans, das Aufgaben vergleichbar mit denen einer Zweiten Parlamentskammer (international üblicherweise als Oberhaus eingeordnet) hat;

    Der Bundestag genehmigt Verträge mit anderen Staaten und Organisationen (internationale Verträge) und beschließt den Bundeshaushaltsplan. Im Rahmen seiner Kreationsfunktion wählt er unter anderem mit absoluter Mehrheit den Regierungschef ( Bundeskanzler ) und wirkt mit bei der Wahl des Staatsoberhauptes ( Bundespräsident ), der Bundesrichter und anderer wichtiger Bundesorgane.

    1. Der Bundestag übt die parlamentarische Kontrolle gegenüber der Regierung und der Exekutive des Bundes aus, er kontrolliert auch den Einsatz der Bundeswehr;
    2. Politisch bedeutsam ist die Öffentlichkeitsfunktion , wonach der Bundestag die Aufgabe hat, die Wünsche des Volkes auszudrücken und es umgekehrt zu informieren;

    Der Deutsche Bundestag hat seit 1999 seinen Sitz im Reichstagsgebäude im Berliner Bezirk Mitte. Daneben unterhält er noch eine Reihe weiterer Funktionsgebäude zur Unterstützung der parlamentarischen Arbeit. Das Reichstagsgebäude wird von der Polizei beim Deutschen Bundestag geschützt, die dem Bundestagspräsidenten untersteht.

    Ist Wahlen anonym?

    Bundestagswahl 1961: Wähler vor einer Wahlkabine, die das Wahlgeheimnis sichern soll. Das Wahlgeheimnis schützt den Wähler bei einer geheimen Wahl davor, dass seine Wahlentscheidung beobachtet wird oder nachträglich rekonstruiert werden kann. Die Sicherung des Wahlgeheimnisses ist einer der Wahlrechtsgrundsätze einer Demokratie. Ziel ist es, die Einschüchterung von Wählern und den Verkauf von Stimmen zu erschweren.

    • Die Geheimheit der Wahl scheint der Öffentlichkeit der Wahl zu widersprechen;
    • Öffentlich werden aber Wahlen wie die Bundestagswahlen genannt, weil der Wahlakt an sich in der Öffentlichkeit stattfindet;
    • Das Wahllokal ist öffentlich zugänglich, und das Wahlverfahren soll transparent und nachvollziehbar sein;

    Um sicherzustellen, dass bei Scheinwahlen das „richtige” Ergebnis entsteht, sind diese im Regelfall nicht geheim. So war das Wahlgeheimnis bei den „Wahlen” zur Volkskammer in der DDR faktisch öffentlich. Zwar bestand die theoretische Möglichkeit, den Stimmzettel geheim auszufüllen und gegen die Einheitsliste zu stimmen.

    Jedoch wurde dieses Stimmverhalten registriert und der Wähler hatte Repressalien zu erwarten. Die weitaus überwiegende Zahl der Stimmen wurde daher offen abgegeben. Im Volksmund sprach man daher davon, man gehe „Zettel falten”, wenn man zur Wahl ging.

    Das Dokument des Kopenhagener Treffens der Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa der Konferenz über die Menschliche Dimension der KSZE vom 29. Juni 1990 schreibt in Punkt 5. 1 und 7. 4 geheime Abstimmungen vor. Das Wahlgeheimnis, das bei Urnenwahlen auch in der Schweiz gilt, ist in Konflikt mit älteren Formen der Demokratie, die in der Schweiz bis heute praktiziert werden.

    In Gemeindeversammlungen und an Landsgemeinden stimmt und wählt das versammelte Volk durch Erheben der Hand. Jeder Stimmbürger kann also sehen, wie andere Stimmbürger um ihn herum stimmen oder wählen. Weil es in diesen alten Formen der Versammlungsdemokratie kein Wahlgeheimnis gibt, musste die Schweiz bei der Unterzeichnung verschiedener völkerrechtlicher Verträge (z.

    dem internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte ), einen Vorbehalt anbringen. Der Konflikt relativiert sich, wenn man das versammelte Volk mit einem Parlament vergleicht. In Parlamenten wird oft namentlich abgestimmt.

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    Wie wählt man bei den Landtagswahlen?

    Wahlmodus [ Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ] – Der Wahlmodus hängt im Einzelnen vom jeweiligen Land ab. Alle Landeswahlgesetze sehen jedoch (im Wesentlichen) ein Verhältniswahlsystem vor. Das Land Bremen ist in zwei Wahlbereiche (Stadtgemeinden Bremen und Bremerhaven ) aufgeteilt, auf die die Fünf-Prozent-Hürde getrennt Anwendung findet und zwischen denen kein Verhältnisausgleich stattfindet.

    In Bayern bildet jeder Regierungsbezirk einen Wahlkreis, der seinerseits in Stimmkreise unterteilt ist; die Ergebnisse der Wahlkreise werden dabei nicht miteinander verrechnet, auch wenn die Fünf-Prozent-Hürde landesweit berechnet wird.

    Jedes Land ist in Wahlkreise (nicht identisch mit den Landkreisen ) eingeteilt, und diese Wahlkreise wiederum in Stimmbezirke , die über jeweils ein Wahllokal verfügen. Außer in Bremen, Hamburg und dem Saarland wird in jedem Wahlkreis ein Abgeordneter direkt in den Landtag gewählt.

    1. Daneben gibt es noch die Landesliste einer jeden Partei, von welcher Abgeordnete in den Landtag gelangen, wenn eine Partei mehr im prozentualen Gesamtergebnis beteiligt ist als durch ihre gewonnenen Direktmandate bereits reflektiert ist (siehe auch: Überhang- und Ausgleichsmandat );

    In Berlin kann jede Partei entscheiden, ob sie mit einer Landesliste oder mit Bezirkslisten antritt. Bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg entschied sich der Wähler bis 2021 mit einer Stimme sowohl für einen Kandidaten als auch dessen Landesliste, wobei die Liste nach den Stimmergebnissen der Kandidaten in ihren Wahlkreisen gebildet wurde.

    1. Zur Landtagswahl 2026 wurde ein Zwei-Stimmen-Wahlrecht nach Vorbild des Bundestagswahlrechts eingeführt;
    2. Im Saarland gibt es eine reine Listenwahl;
    3. In den anderen Bundesländern gibt es wie bei der Bundestagswahl zwei separate Stimmen für Direktmandat und Landesliste, wobei in Bayern Erst- und Zweitstimmen für die Berechnung der Sitzverteilung zusammengezählt werden;

    Ein Volksentscheid vom 14. Juni 2004 in Hamburg führte in der Hansestadt zur Ablösung der reinen Listenwahl durch ein neues Wahlsystem. Es wurde erstmals bei der Bürgerschaftswahl am 24. Februar 2008 verwendet, gibt den Wählern mehr Einfluss auf die personelle Zusammensetzung der Bürgerschaft und beinhaltet eingeschränkt offene Listen in Mehrmandatswahlkreisen.

    Wahlmodi in den deutschen Ländern

    Land Wahl­periode in Jahren Wahl­alter aktiv/ passiv Wahlsystem Listenform Stim­men­zahl Mandate (davon in Wahl­kreisen) Sperr­klausel Grund­mandats­klausel Aus­gleichs­mandate Sitz­zuteilungs­verfahren
      Baden-Württemberg 5 16 /18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 0 2 120 (70) landesweit nein ja Sainte-Laguë
      Bayern 5 18/18 Personalisierte Verhältniswahl offen 0 2 180 (90) landesweit nein getrennt nach Regierungs­bezirken Hare/Niemeyer
      Berlin 5 18/18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 0 2 130 (78) landesweit inkl. ungültige ein Mandat ja Hare/Niemeyer
      Brandenburg 5 16 /18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 0 2 0 88 (44) landesweit; nicht für Sorben ein Mandat ja Hare/Niemeyer
      Bremen 4 16 /18 Verhältniswahl m. offenen Listen offen 0 5 0 83 (0) getrennt in Bremen und Bremerhaven Sainte-Laguë
      Hamburg 5 16 /18 Verhältniswahl m. offenen Listen offen 10 121 (71) landesweit nein ja Sainte-Laguë
      Hessen 5 18/18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 0 2 110 (55) landesweit nein ja Hare/Niemeyer
      Mecklenburg-Vorpommern 5 18/18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 0 2 0 71 (36) landesweit nein ja Hare/Niemeyer
      Niedersachsen 5 18/18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 0 2 135 (87) landesweit nein ja d’Hondt
      Nordrhein-Westfalen 5 18/18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 0 2 181 (128) landesweit nein ja Sainte-Laguë
      Rheinland-Pfalz 5 18/18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 0 2 101 (51) landesweit nein ja Sainte-Laguë
      Saarland 5 18/18 Verhältniswahl geschlossen 0 1 0 51 (0) landesweit d’Hondt
      Sachsen 5 18/18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 0 2 120 (60) landesweit zwei Mandate ja d’Hondt
      Sachsen-Anhalt 5 18/18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 0 2 0 91 (45) landesweit nein ja Hare/Niemeyer
      Schleswig-Holstein 5 16 /18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 0 2 0 69 (35) landesweit; nicht für SSW ein Mandat ja Sainte-Laguë
      Thüringen 5 18/18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 0 2 0 88 (44) landesweit nein ja Hare/Niemeyer

    .

    Wie ist das Wahlsystem in NRW?

    Wahlsystem [ Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ] – Der nordrhein-westfälische Landtag wird nach einem System der personalisierten Verhältniswahl mit geschlossenen Listen gewählt, das dem Bundestagswahlrecht ähnelt. Der Landtag hat mindestens 181 Abgeordnete, von denen 128 in Wahlkreisen direkt über die Erststimme gewählt werden.

    Die Sitze werden nach dem Sainte-Laguë-Verfahren proportional unter den Parteien verteilt, die mindestens 5 % der Zweitstimmen erreichen. Stehen einer Partei mehr Sitze zu, als sie Direktmandate gewinnt, erhält sie Sitze über die Landesliste.

    Überhangmandate werden durch Ausgleichsmandate ausgeglichen. Im Februar 2021 beschloss der Landtag zahlreiche – überwiegend kleinere – Änderungen von Wahlkreisgrenzen. Im Ruhrgebiet fallen zwei Wahlkreise weg. Im Münsterland und im Rhein-Sieg-Kreis wurde jeweils ein neuer Wahlkreis gebildet.

    Maßgeblich für die Wahlkreiseinteilung sind nicht mehr die Bevölkerungszahlen, sondern die Zahlen der Wahlberechtigten. Landeslisten können nur von Parteien, Kreiswahlvorschläge auch von Wählergruppen und einzelnen Wahlberechtigten eingereicht werden.

    Die Wahlvorschläge sind spätestens am 59. Tag vor der Wahl bis 18 Uhr einzureichen. .

    Welche Formen des Wahlrechts gibt es?

    Aktives und passives Wahlrecht [ Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ] – Man unterscheidet zwischen dem aktiven und passiven Wahlrecht: Menschen mit aktivem Wahlrecht dürfen wählen, Personen mit passivem Wahlrecht dürfen kandidieren und gewählt werden („ Wählbarkeit” ).