Wie Viel Gramm Gras Darf Man In Deutschland Besitzen?

Wie Viel Gramm Gras Darf Man In Deutschland Besitzen
Cannabis in Europa: Wie ist die Rechtslage? – In vielen europäischen Länder ist Konsum und -Besitz bis zu einer gewissen Menge entkri­mi­na­li­siert oder straffrei (Stand 2020). Portugal : Eine kleine Menge Cannabis darf man für den privaten Gebrauch besitzen.

Seit 2001 sind alle Drogen entkriminalisiert. Tschechien : Eine geringe Menge für den Eigenbedarf zu besitzen ist keine Straftat, kann aber Ordnungswidrigkeit sein. Eigenbedarf bedeutet: bis zu fünf Gramm Haschisch, 15 Gramm Marihuana oder bis zu fünf Pflanzen.

Niederlande : Entgegen eines weit verbreiteten Glaubens ist die Marihuana nicht legal, sondern wird eher geduldet. Anbau, Konsum und Verkauf sind verboten. Coffeeshops dürfen mit Lizenz fünf Gramm pro Tag und Kunde verkaufen. Diese Menge zu besitzen ist straffrei.

  1. Der Erwerb in großen Mengen ist aber verboten, weswegen die Coffeeshops sich auf dem Schwarzmarkt eindecken müssen;
  2. Frankreich : Konsum ist theoretisch verboten, es drohen hohe Geld- und Haftstrafen – theoretisch;

Konsum wird meist aber geduldet. Luxembourg : Konsum ist entkriminalisiert, gegebenenfalls droht es ein Bußgeld wegen Ordnungswidrigkeit. Die Regierung plant, den Konsum bis 2023 zu legalisieren. Schweiz : Cannabis-Konsum und Besitz von bis zu zehn Gramm sind nicht strafbar (bis zehn Gramm).

Konsum ist aber eine Ordnungswidrigkeit und kann zu einem Bußgeld führen. Belgien : Privater Konsum und Besitz einer kleinen Menge (bis drei Gramm) ist entkriminalisiert, solange der Konsument nicht negativ auffällt.

Österreich : Der Konsum für den Eigenbedarf ist entkriminalisiert. Eigenbedarf bedeutet: maximal 20 Gramm THC, das entspricht 200 Gramm Blüten. Anbau, Verkauf und Besitz einer größeren Menge sind aber verboten.

Was passiert wenn man mit 20 Gramm Gras erwischt wird?

Hierdurch wird die Tat zu einem Verbrechen gemäß § 29a BtMG, und die Strafandrohung lautet von einem bis zu fünfzehn Jahren Freiheitsstrafe, in minder schweren Fällen immerhin noch von drei Monaten bis zu fünf Jahren. Hieran ändert sich auch nichts, wenn die Menge nur zum Eigenkonsum dient.

Wie viel Gramm hat man Eigenbedarf?

Sechs Gramm, zehn Gramm oder doch 15 Gramm? – Von Bundesland zu Bundesland unterscheiden sich die Obergrenzen für Cannabis teilweise extrem, wobei nicht zwischen Gras und Haschisch unterschieden wird. In Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein gilt der Besitz von bis zu 6 Gramm als Eigenbedarf.

Wie viel Gras darf man mit nach Deutschland nehmen?

„Null Gramm”, sagt Staatsanwältin Claudia Krauth von der Stuttgarter Staatsanwaltschaft und zitiert Abschnitt sechs des Betäubungsmittelgesetzes. Darin heißt es unter anderem, dass bestraft wird, wer Drogen „unerlaubt anbaut, herstellt, mit ihnen Handel treibt, in den Verkehr bringt, einführt, ausführt, abgibt” oder besitzt.

Die dafür angedrohten Strafen, sagt Claudia Krauth, könnten von einer Geldstrafe bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe reichen. Unter die Strafbarkeit fällt auch, wer beim Arzt falsche Angaben macht, um an Cannabis zu kommen.

Denn für Heilungszwecke lässt das Gesetz Ausnahmen zu, geringe Mengen von Cannabis sind dann erlaubt. Patienten bekommen dann allerdings keine Cannabis-Pflanze von der Apotheke zum Rauchen mit nach Hause, sondern nur den Wirkstoff in Pillen- oder Tropfenform.

  1. Dass Marihuana strafrechtlich geduldet wird, ist ein Gerücht: Grundsätzlich ist auch die kleinste Menge schon illegal und wird verfolgt;
  2. Eine „geringe Menge” wird jedoch von vielen Juristen toleriert;
  3. Der Wert unterscheidet sich aber von Bundesland zu Bundesland und liegt in den meisten bei sechs Gramm;

In Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen sind 10 Gramm als Höchstgrenze festgelegt und in Berlin gelten in einigen Fällen sogar Mengen von bis zu 15 Gramm als „geringfügig”. „Besitzt ein Konsument weniger als diese ,geringe Menge‘ kann ein Verfahren gegen ihn durch die Staatsanwaltschaft eingestellt werden”, so das Selbsthilfe-Netzwerk Cannabis Medizin.

  1. Erstens ist das aber nur eine Toleranz-Regelung – das heißt: Auch wegen dieser kleinsten Mengen muss man eine Strafe fürchten;
  2. Bei Drogenhandel und wenn das Verhalten des Täters besonders sozialschädlich erscheint, kommt es im Regefall zum Prozess;

Und zweitens ist diese Toleranzgrenze in jedem Bundesland so niedrig, dass man – wenn man beispielsweise eine einzelne Pflanze auf dem Balkon hat – den Wert schon überschreitet. Lediglich der Konsum von Marihuana ist in Deutschland nicht verboten. Rechtlich wird hier von „straffreier Selbstschädigung” gesprochen.

Ein positiver Drogentest führt also zu keinen weiteren Ermittlungen – solange keine anderen Umstände wie die berauschte Teilnahme am Straßenverkehr vorliegen. Falls man Cannabis zum sofortigen Genuß erhält, etwa wenn man ein Joint in einer Runde gereicht bekommt, und auch sofort zu sich nimmt, liegt kein Besitz vor.

Wenn bei einer Verkehrkontrolle der nachweisbare Gehalt des Hauptwirkstoffs eine gewisse Schwelle übersteigt, kommt es zum Führerscheinentzug. Seit einigen Jahren ist der Wirkstoff THC, der für die berauschende Wirkung von Cannabis verantwortlich ist, als verschreibungspflichtige Medizin erhältlich.

  • Seit Sommer 2011 können nun auch in der Bundesrepublik Medikamente als Schmerzmittel zugelassen und zur Therapie verschrieben werden, die auf Basis von Cannabis hergestellt werden;
  • Die Regierung erklärte damals die Gesetzesänderung mit neuen medizinischen Erkenntnissen: Studien haben beispielsweise gezeigt, dass bei Patienten mit der Muskelerkrankung Multiple Sklerose Cannabis die Bewegungsfähigkeit verbessern kann;
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Der Anbau bleibt allerdings weiterhin verboten – die Pflanzen müssen aus dem Ausland, beispielsweise aus den Niederlanden, eingeflogen werden. Solche Studien und Gesetzesänderungen reißen alte Gräben auf. Mehrere Vereine, Organisationen und Privatpersonen kämpfen in Deutschland für das Recht auf Rausch.

Patienten klagen sich bis vor das Bundesverfassungsgericht, um eine Ausnahmegenehmigung zu bekommen. Bisher lassen sich die Urteile, in denen sie Erfolg hatten, allerdings an zwei Händen abzählen. Benjamin Dürr, 23, lebt zwar in Holland – hält sich sonst aber vom Thema fern.

Er raucht nicht(s). [Anm. Redaktion: Dieser Text wurde am 21. Januar 2014 aktualisiert. ] Fünf Tipps für Klarheit zu Cannabis-Gesetzen: 1. Null Gramm-Regel: Cannabis ist in Deutschland verboten. Besitz, Verkauf und Handel stehen unter Strafe. Auch der Anbau ist verboten.

Selbst Pharmafirmen oder Ärzte müssen für die Medikamenten-Produktion Cannabis aus dem Ausland importieren. Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz können mit einer Geldstrafe, aber auch mit bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe belegt werden.

Ausnahmen gibt es für medizinische Zwecke: Sowohl der Wirkstoff THC als auch Schmerzmittel auf Basis von Cannabis sind seit einiger Zeit zugelassen. Sie sind allerdings verschreibungspflichtig. Wer bei einem Arzt falsche Angaben macht, um an die Medikamente zu kommen, kann ebenfalls bestraft werden.

Cannabis-Konsum hat allerdings nicht nur heilende Wirkung, beispielsweise lässt die Reaktionsfähigkeit nach. Wer vor kurzem Cannabis konsumiert hat, sollte von der Teilnahme am Straßenverkehr absehen. Im Ausland gelten andere Regeln: In den Niederlanden dürfen Volljährige fünf Gramm Marihuana in Coffeeshops kaufen.

Tschechien hat Anfang 2010 die Drogengesetze liberalisiert, jetzt werden Mengen bis zu 15 Gramm lediglich als Ordnungswidrigkeit bewertet. Text: benjamin-duerr – und julian-schmitzberger; Cover: afp.

Ist der Besitz von Gras illegal?

Strafverfolgung bei Cannabis wird verharmlost – Während bei Drogen wie Kokain oder Heroin wohl kaum jemand auf die Idee käme, dass der Besitz dieser Substanzen legal sei könnte, wird die rechtliche Beurteilung von Cannabis oftmals falsch eingeschätzt.

Dazu beigetragen hat womöglich das berühmte „Cannabis-Urteil” des Bundesverfassungsgerichts von 1994. Es ging um die Frage, ob es ein Recht auf Rausch gibt. Das Gericht verneinte dies. Es räumte Cannabiskonsumierenden dennoch einen gewissen Spielraum ein.

Sofern es sich um eine geringe Menge Cannabis handele, die nur zum Eigengebrauch bestimmt sei, solle von der Strafverfolgung abgesehen werden. Grundlage ist Paragraph 31a des Betäubungsmittelgesetzes , in dem die Voraussetzung für die Einstellung eines Verfahrens genannt werden.

Die Annahme, dass jeglicher Besitz geringer Mengen Cannabis nun legal sei, ist aber falsch. Denn der Besitz von Cannabis in einer noch so verschwindend geringen Menge ist weiterhin strafbar. Paragraph 31a beschreibt lediglich einen Ausnahmefall, der zur Einstellung des Verfahrens führen kann.

Dies ist aber nicht zwangsläufig der Fall. Nur der Konsum von Cannabis ist nicht strafbar, alles andere schon. Denn im Betäubungsmittelgesetz wird nicht der Konsum, wohl aber Anbau, Herstellung, Handel, Einfuhr, Ausfuhr, Abgabe, Veräußerung, in Verkehr bringen oder sonstiger Erwerb verboten.

Was passiert wenn die Polizei einen Joint findet?

In einer  Entscheidung aus dem Jahr 1994  urteilte das Bundesverfassungsgericht, dass der Besitz von Betäubungsmitteln strafrechtlich nicht mehr verfolgt werden soll, wenn diese lediglich in kleinen Mengen zum gelegentlichen Eigenverbrauch erworben und besessen werden und kein öffentliches Interesse an der Strafverfolgung besteht.

Das BtMG wurde daraufhin um den  §31 a Absehen von der Verfolgung  ergänzt. Leider existiert bis zum heutigen Tag keine bundeseinheitliche Regelung, welche festlegt, wieviel eine “Geringe Menge” ist und wann ein öffentliches Interesse an der Strafverfolgung besteht.

Die entsprechenden Regeln der Bundesländer weisen erhebliche Unterschiede auf. Damit du weißt, welche Regeln für die Verfahrenseinstellung nach §31a in deinem Bundesland gelten, haben wir für dich eine  Übersicht über die “Geringe Menge”  erstellt. Allerdings werden nicht alle Verfahren unterhalb der “Geringen Menge” eingestellt.

  • Die Polizei muss Cannabis auch in geringsten Mengen beschlagnahmen und das Verfahren an die Staatsanwaltschaft weiterleiten;
  • Die Staatsanwaltschaft kann die Verfahren einstellen, eine Verpflichtung dazu besteht indes nicht;
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Du erhältst also zunächst einen Anhörungsbogen bzw. eine polizeiliche Vorladung zur Beschuldigtenvernehmung. Anschließend erhältst du entweder eine Einstellungsnachricht , einen Strafbefehl oder eine Anklageschrift. Polizeiliche Vorladungen als Beschuldigter musst du nicht befolgen.

  • Diese dienen nur dazu, dich zu einer Aussage zu veranlassen, die dich oder andere belasten könnte;
  • Grundsätzlich solltest du es vermeiden, eine Aussage bei der Polizei oder Staatsanwaltschaft zu machen;
  • Insbesondere Angaben zum Konsumverhalten können zu führerscheinrechtlichen Problemen im Nachhinein führen;

Falls du weitere Fragen hast, wende dich an die  Grüne Hilfe. DHV Sponsoren erhalten im Ernstfall  kostenfreie Informationen  von einem Anwalt.

Kann ich kiffen anzeigen?

Wenn der Nachbar kifft: Ist ein Mietminderung möglich? – Wie Viel Gramm Gras Darf Man In Deutschland Besitzen Wen der Nachbar kifft, kann unter Umständen auch die Polizei helfen. Wenn der Nachbar kifft und Vermieter nicht tätig werden, können Mieter eine Mietminderung gelten machen. So sollten den Mangel aber immer durch eine Mängelanzeige dem Vermieter mitteilen. Bei einer Geruchsbelästigung durchs Rauchen sind Minderungsquoten zwischen 4 und 20 Prozent möglich.

  • Theoretisch lassen sich diese auch auf Belästigungen durch das Kiffen übertragen;
  • Pauschal sollten Mieter hier jedoch nicht vorgehen, sondern sich im Zweifelsfall beim Mieterverein beraten lassen;
  • Mieter haben bei einer außergewöhnlichen starken Belästigung durch Cannabis-Geruch zudem auch noch andere Möglichkeit: Wenn der Nachbar sehr stark kifft, ist die Polizei zu rufen ein weiterer Weg;

Der Besitz von Cannabis kann strafbar sein , besonders wenn es dauernd und in größeren Mengen konsumiert wird.

Was passiert wenn man mit 2 Joints erwischt wird?

§ 29 Abs. 6 BtMG ist auch dann anwendbar, wenn die an einem Handel Beteiligten wissen, dass sich das Geschäft auf Betäubungsmittelimitate bezieht, die gegenüber den Endabnehmern als Betäubungsmittel ausgegeben werden sollen. BGH 1 StR 321/91 – Urteil vom 20.

August 1991 (LG München I) – Aber trotz der hohen Strafen bei Drogendelikten, insbesondere bei geringen Menge von Cannabis gibt es immer wieder gute Verteidigungsansätze, um das Ermittlungsverfahren gegen den Beschuldigten entweder zur Einstellung zu bringen oder ein besseres Ergebnis wie z.

Geldstrafe oder Bewährungsstrafe für den Beschuldigten zu erzielen. Deshalb ist die Konsultierung eines Fachanwalt für Strafrecht und am besten auch ein Fachanwalt für Verkehrsrecht beim Vorwurf eines Drogendeliktes ein absolutes Muss. Bei einigen schwerwiegenden Straftaten besteht die Möglichkeit, dass das Gericht dem Beschuldigten einen Strafverteidiger beiordnet.

Lassen Sie bitte nicht zu, dass das Gericht für Sie irgendwann irgendeinen Strafverteidiger beiordnet, sondern versuchen Sie, sobald Ihnen die Polizei eine Straftat im Zusammenhang mit Drogen vorwirft, sich selbst an einen höchstqualifizierten Rechtsanwalt für Strafrecht, am besten Fachanwalt für Strafrecht und Verkehrsrecht zu wenden.

Aus Erfahrung als Strafverteidigerin weiß ich, dass es sich stets bewährt, wenn der Beschuldigte beim Vorwurf einer Straftat sich sobald wie möglich an einen guten Strafverteidiger wendet. Es besteht auf jeden Fall gute Chancen, dass Ihr Strafrechtsanwalt die Staatsanwaltschaft überzeugt, dass sie das Ermittlungsverfahren gegen Sie bei der geringeren Menge einstellt.

Dies ist häufig der Fall, wenn Sie Ersttäter sind oder sogar zum zweiten Mal straffällig geworden sind. Wenn die Staatsanwaltschaft das Ermittlungsverfahren gegen Sie nicht einstellt, dann versucht Ihr Strafrechtsanwalt, das Gericht zu überzeugen, dass es gegen Sie eine Geldstrafe statt eine Gefängnisstrafe verhängt und im Falle einer Verurteilung zu einer Gefängnisstrafe, wird Ihr Strafrechtsanwalt sich bemühen, damit die Freiheitsstrafe zur Bewährung ausgesetzt wird.

Dies ist meistens der Fall, wenn man einschlägig vorbestraft ist. Voraussetzung einer Einstellung zum Eigenverbrauch in geringer Menge Das Gericht kann von einer Bestrafung nach § 29Abs. 1, 2 und 4 absehen, wenn der Täter die Betäubungsmittel lediglich zum Eigenverbrauch in geringer Menge anbaut, herstellt, einführt, ausführt, durchführt, erwirbt, sich in sonstiger Weise verschafft oder besitzt.

  • Die Voraussetzungen für das Absehen von Strafverfolgung durch die Staatsanwaltschaft, also eine Einstellung sind in § 31a BtMG geregelt;
  • Demnach kommt eine Einstellung des Ermittlungsverfahrens in Betracht, wenn – die Schuld des Täters als gering anzusehen wäre, – kein öffentliches Interesse an der Strafverfolgung besteht und – der Täter die Betäubungsmittel lediglich zum Eigenverbrauch in geringer Menge anbaut, herstellt, einführt, ausführt, durchführt, erwirbt, sich in sonstiger Weise verschafft oder besitzt;

Des Weiteren kann von der Verfolgung abgesehen werden, wenn der Täter in einem Drogenkonsumraum Betäubungsmittel lediglich zum Eigenverbrauch, der nach § 10a BtMG geduldet werden kann, in geringer Menge besitzt, ohne zugleich im Besitz einer schriftlichen Erlaubnis für den Erwerb zu sein.

Sogar, wenn die Staatsanwaltschaft die Anklage bereits gegen Sie bei dem zuständigen Gericht erhoben hat, so besteht auf jeden Fall die Möglichkeit, das Ihr Strafrecht sanwalt das Gericht und die Staatsanwaltschaft in dem Hauptverhandlungstermin überzeugt, das Strafverfahren gegen Sie doch einzustellen.

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Ein guter Strafrecht sanwalt wird stets versuchen, das Ermittlungsverfahren gegen Sie ohne einen gerichtlichen Verhandlungstermin zur Einstellung zu bringen, damit für Sie nicht hohe Kosten entstehen. Zudem führt eine Einstellung dazu, dass Sie sich als nicht vorbestraft bezeichnen können, also es gibt keine Eintragungen zu Ihren Lasten im Bundeszentralregister.

  1. Ab wann liegt die Grenze für eine geringe Menge vor? Eine geringe Menge zum Eigenverbrauch wird in der Regel in Hamburg und in vielen Bundesländern bis zu einer Obergrenze von 6 g angenommen;
  2. Die Grenze für eine geringe Menge liegt in Berlin in der Regel bei 10 g;

Teilweise wird die Grenze für eine geringe Menge von der Staatsanwaltschaft oder von den Gerichten sogar noch bei bis zu 15 g angenommen. Geringe Schuld wird bei nicht auszuschließender Betäubungsmittelabhängigkeit und bei nicht abhängigen Erst- oder Zweittätern angenommen.

  • Rechtlich problematisch wird es , wenn man mit mehr Cannabis erwischt wurde;
  • In solch einem Fall ist nicht die Gesamtmenge der Droge entscheidend, sondern nur das Gewicht des Wirkstoffs, also bei Cannabis also der Wirkstoffgehalt der THC (Tetrahydrocannabinol);

Der Wirkstoffgehalt ist durch die Einholung eines sog. Wirkstoffgutachtens zu ermitteln. In der Regel beauftragt die Staatsanwaltschaft oder das Gericht die Einholung eines Wirkstoffgutachtens vor dem Hauptverhandlungstermin. Ihr Strafverteidiger wird der Inhalt des Wirkstoffgutachtens überprüfen und ggf.

  1. die Einzelpunkte im Gutachten beanstanden und rechtlich dagegen vorgehen;
  2. Ab wann liegt die Grenze für eine nicht geringe Menge vor? Als Faustformel in der Rechtsprechung und Literatur gilt: Hat man unter 60 g Marihuana dabei, wird man in der Regel zu einer Geldstrafe verurteilt;

Besitzt man mehr als 60 g Marihuana (eine sogenannte nicht geringe Menge), muss man mit einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr rechnen. Hier besteht aber die Möglichkeit, dass die Strafe zur Bewährung ausgesetzt wird. Eng wird es, wenn man Marihuana im Kilobereich dabei hat.

  1. Das kann dazu führen, dass man zu einer Gefängnisstrafe ohne Bewährung verurteilt wird;
  2. Es ist zu berücksichtigen, dass für Haschisch aufgrund ihres Wirkstoffinhaltes niedrigere Werte gelten;
  3. Die Verteidigung von Jugendlichen und Heranwachsenden stellen an den Verteidiger in Betäubungsmittelsachen aufgrund der vielen Sonderregelungen im materiellen und prozessualen Bereich sowie der besonderen Probleme der jugendlichen und heranwachsenden Mandanten hohe Anforderungen;

Das Jugendstrafrecht mit seinem Grundsatz „Erziehen statt Strafen” bietet jedoch wesentlich mehr Möglichkeiten der Verfahrensbeendigung als das normale Strafverfahren bzw. Erwachsenenstrafverfahren. Ich habe mich als Strafverteidigerin seit über Jahrzehnte auf die Verteidigung der Jugendlicher und junger Erwachsener besonders spezialisiert.

Die Verteidigung Jugendlicher und junger Erwachsener in Jugendstrafsachen ist für mich eine Herzensangelegenheit. Fazit Grundsätzlich gilt für Drogenbesitz eine Strafandrohung von bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe.

Das genaue Strafmaß für Drogenbesitz hängt aber auch davon ab, in welcher Menge der Täter Betäubungsmittel in Besitz hatte. Bei Besitz nur geringer Mengen zum Eigenkonsum kann je nach den genaueren Umständen eine milde Strafe oder sogar eine Verfahrenseinstellung erreicht werden, so dass der Haschisch-Konsum letztlich straflos bleibt.

  1. Man lernt, dass der Besitz von Drogen kein Kavaliersdelikt ist, sondern für die Betroffenen gravierende strafrechtliche Konsequenzen mit sich zieht;
  2. Man macht sich schon strafbar, wenn man nur 1 Gramm Cannabis dabei hat;

Im Betäubungsmittelstrafrecht gilt der Grundsatz: Die Menge begründet die Strafbarkeit des Betroffenen, ob es zu einer Einstellung des Strafverfahrens gegen ihn kommt, ob es zu einer Geldstrafe oder Freiheitsstrafe kommt. Es ist jedoch zu beachten, dass eine strafrechtliche Verurteilung von vielen unterschiedlichen und höchst individuellen Faktoren abhängt.

Nur ein Fachanwalt für Strafrecht kennt die verschiedenen Fallkonstellationen und die einhelligen Rechtsprechung dazu. Meine Ausführungen zu einer Strafbarkeit wegen Verstoße gegen das Betäubungsmittelgesetz sind daher nur eine grobe Einschätzung und ersetzen auf keinen Fall eine Rechtsberatung durch einen spezialisierten Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht.

Achtung! Wenn Sie unter Einfluss von Cannabis ein Fahrzeug im Straßenverkehr geführt haben, hat dies für Sie auf jeden Fall führerschein rechtliche Konsequenzen. Entweder kann es zu der Entziehung Ihrer Fahrerlaubnis und die Anordnung einer Sperrfrist für die Erteilung einer neuen Fahrerlaubnis kommen oder zur Anordnung eines Fahrverbot es.

Was ist die Strafe für Cannabisbesitz?

„Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer Betäubungsmittel unerlaubt anbaut, herstellt, mit ihnen Handel treibt, sie, ohne Handel zu treiben, einführt, ausführt, veräußert, abgibt, sonst in den Verkehr bringt, erwirbt oder sich in sonstiger Weise verschafft…’.