Wie Viel Hiv Infizierte Gibt Es In Deutschland?

Wie Viel Hiv Infizierte Gibt Es In Deutschland
Pressemitteilung des Robert Koch-Instituts Das Robert Koch-Institut hat anlässlich des bevorstehenden Welt-AIDS-Tages im Epidemiologischen Bulletin eine umfassende Darstellung der HIV/AIDS-Situation in Deutschland veröffentlicht. Im Jahr 2019 haben sich geschätzt 2.

600 Personen in Deutschland mit HIV infiziert, 2018 waren es 2. 500 Neuinfektionen. „Dieser leichte Anstieg der Infektionszahlen zeigt, dass weitere Anstrengungen notwendig sind, insbesondere um die Testangebote zu verbessern und den Zugang zur Therapie für alle in Deutschland mit HIV lebenden Menschen zu gewährleisten”, betont Lothar H.

Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts. „In der Gesamtschau der vergangenen Jahre zeigt sich aber, dass der Ausbau von zielgruppenspezifischen Testangeboten und ein früherer Behandlungsbeginn Erfolge gebracht haben”, unterstreicht Wieler. Insbesondere ist in den vergangenen Jahren bei der wichtigsten Betroffenengruppe – Männer, die Sex mit Männern haben – die Zahl der Neuinfektionen deutlich gesunken.

Die Zahl der Menschen mit einer HIV-Infektion in Deutschland ist bis Ende 2019 auf 90. 700 gestiegen. Von diesen ist bei etwa 10. 800 die HIV-Infektion noch nicht diagnostiziert. Wer von seiner Infektion nichts weiß, kann das Virus unbeabsichtigt weitergeben, außerdem ist die Sterblichkeit bei Spätdiagnosen höher.

Im Jahr 2019 sind geschätzt 380 Menschen an HIV gestorben. Bei Männern, die Sex mit Männern haben, blieb die Zahl der geschätzten HIV-Neuinfektionen konstant im Vergleich zum Vorjahr und liegt bei etwa 1. 600 Neuinfektionen, im Jahr 2013 waren es noch etwa 2.

  • 200;
  • Beim Gebrauch intravenöser Drogen haben sich 2019 etwa 360 Menschen mit HIV infiziert, diese Zahl ist erneut leicht gestiegen;
  • Etwa 650 Menschen haben sich in Deutschland auf heterosexuellem Weg mit HIV infiziert, auch in dieser Gruppe gibt es seit 2012 auf niedrigem Niveau einen Anstieg;
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Der Anteil von Menschen mit einer HIV-Diagnose, die eine antiretrovirale Behandlung erhalten, hat in den vergangenen Jahren stetig zugenommen und liegt inzwischen bei 96 Prozent. Bei fast allen Behandelten (96 %) ist die Behandlung erfolgreich, so dass sie nicht mehr infektiös sind.

  1. Infektionen werden in erster Linie durch Menschen übertragen, deren HIV-Infektion noch nicht diagnostiziert ist;
  2. Die Empfehlung, Kondome zu benutzen, bleibt daher weiterhin ein Grundpfeiler der Prävention von HIV und weiteren sexuell übertragbaren Infektionen;

Mit der oralen Chemoprophylaxe einer HIV-Infektion (sogenannte Präexpositions-Prophylaxe – PrEP) steht ein zusätzliches Instrument zur Verhinderung von HIV-Neuinfektionen zur Verfügung. Seit September 2019 werden in Deutschland die Kosten für Medikamente zur PrEP für Menschen mit substanziellem HIV-Risiko durch die gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Inwiefern sich die Kostenübernahme über den individuellen Nutzen hinaus auch auf die epidemiologische Entwicklung in der Bevölkerung auswirkt, wird derzeit in einem vom RKI geleiteten Forschungsverbund eingehender evaluiert.

Das RKI schätzt die Zahl der HIV-Neuinfektionen jedes Jahr neu. Durch zusätzliche Daten und Informationen sowie Anpassung der Methodik können sich die Ergebnisse der Berechnungen von Jahr zu Jahr verändern und liefern jedes Jahr eine aktualisierte Einschätzung des gesamten bisherigen Verlaufs der Epidemie.

Die neuen Zahlen können daher nicht direkt mit früher publizierten Schätzungen verglichen werden. Die geschätzten Neuinfektionen sind nicht zu verwechseln mit den beim RKI gemeldeten Neudiagnosen. Da HIV über viele Jahre keine auffälligen Beschwerden verursacht, kann der Infektionszeitpunkt länger zurückliegen.

Das Epidemiologische Bulletin 48/2020 und weitere Informationen, darunter Eckdaten für die einzelnen Bundesländer, sind online abrufbar: www. rki. de/hiv. Stand: 26. 11. 2020 nach oben.

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Wie viele HIV Tote gibt es?

-Element selbst –> Das Ge­mein­sa­me Pro­gramm der Ver­ein­ten Na­tio­nen zu HIV /Aids (UN­AIDS) ver­­öf­fent­­licht re­gel­­mä­ßig ak­tu­el­le Be­rich­te und Sta­tis­ti­ken zur Aus­­brei­tung des Er­re­gers und der Krank­­heit. Die zur­zeit vor­­lie­gen­den ge­si­cher­ten Zah­len be­zie­hen sich auf das Jahr 2018, in dem welt­weit et­wa 37,9 Mil­lio­nen Men­schen mit HIV (Hu­ma­nes Im­mun­­schwä­che-Vi­rus) leb­ten, dar­un­ter 1,7 Mil­lio­nen Kin­der un­ter 15 Jah­ren. Siehe auch Etwa 1,7 Millionen Menschen (davon 160. 000 Kinder) haben sich 2018 neu mit dem HI -Virus infiziert. Zum Vergleich: 1997 gab es 2,9 Millionen Neu­infektionen. Rund 770. 000 Menschen sind 2018 an Aids gestorben. Seit 2005 ist die jährliche Zahl der Todes­fälle um 55 Prozent gesunken (2005: 1,7 Millionen Aids-Tote; 2010: 1,2 Millionen).

Die Zahlen zeigen, dass beacht­liche Erfolge bei der Eindämmung von Aids zu verzeichnen sind. Sie zeigen aber auch, dass die HIV -Epidemie nach wie vor eine der größten Katastrophen der Mensch­heit ist und dass die Gefahr der weiteren Aus­breitung des HI -Virus noch nicht gebannt ist.

Der Rückgang der jährlichen Neu­infektionen und der Todes­fälle ist auf mehrere Faktoren zurück­zu­führen: erfolg­reiche Präventions­bemühungen, eine bessere Versorgung mit Medi­ka­menten, die die Virus­vermehrung hemmen (anti­retro­virale Medi­ka­mente) und eine bessere Betreuung und Unter­stützung von Menschen, die mit HIV leben.