Wie Viele Flüchtlinge Leben In Deutschland 2021?

Wie Viele Flüchtlinge Leben In Deutschland 2021

GLOBAL 3000 | Beraten und Betreuen wo Flüchtlinge in Deutschland eine neue Heimat finden

Entwicklung der Flüchtlingszahlen – Millionen von Menschen flohen in den Jahren 2015 und 2016 aufgrund von Krieg und Vertreibung nach Europa. Viele von ihnen nahmen die gefährliche Route über das Mittelmeer auf sich. Ab dem Jahr 2017 kamen u. aufgrund der Schließung der Balkanroute und dem Abkommen zwischen der Europäischen Union und der Türkei deutlich weniger Flüchtlinge in Deutschland an, was auch zu einem starken Rückgang der Anträge auf Asyl führte.

Dieser Rückgang hat sich weiter fortgesetzt: bis zum Jahr 2021 sind die Zahlen weiter rückläufig. Ende des Jahres 2021 lebten nach Angaben des UNHCR ca. 1,26 Millionen anerkannte Flüchtlinge in Deutschland.

Weitere Statistiken zum Thema finden Sie im Statista-Dossier Asyl und Flüchtlinge .

Wie viel Deutsche gibt es in Deutschland ohne Migrationshintergrund?

Pressemitteilung Nr. 162 vom 12. April 2022 – WIESBADEN – Im Jahr 2021 hatten 22,3 Millionen Menschen und somit 27,2 % der Bevölkerung in Deutschland einen Migrationshintergrund. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis des Mikrozensus weiter mitteilt, entspricht dies einem Zuwachs gegenüber dem Vorjahr um 2,0 % (2020: 21,9 Millionen).

Eine Person hat nach der hier verwendeten Definition einen Migrationshintergrund, wenn sie selbst oder mindestens ein Elternteil nicht mit deutscher Staatsangehörigkeit geboren wurde. Im Jahr 2021 hatten 53 % der Bevölkerung mit Migrationshintergrund (knapp 11,8 Millionen Menschen) die deutsche Staatsangehörigkeit und gut 47 % eine ausländische Staatsangehörigkeit (knapp 10,6 Millionen Menschen).

Dabei ist die überwiegende Mehrheit der ausländischen Bevölkerung mit Migrationshintergrund selbst zugewandert (84 %), bei den Deutschen mit Migrationshintergrund waren es nur 43 %. Mehr als die Hälfte der 11,8 Millionen Deutschen mit Migrationshintergrund besitzt die deutsche Staatsangehörigkeit seit der Geburt (54 %).

Sie haben einen Migrationshintergrund, weil mindestens ein Elternteil ausländisch, eingebürgert, deutsch durch Adoption oder (Spät-)Aussiedlerin oder Aussiedler ist. Weitere 23 % sind selbst als (Spät-)Aussiedlerin oder Aussiedler nach Deutschland gekommen, 22 % sind eingebürgert und etwa 1 % besitzt die deutsche Staatsangehörigkeit durch Adoption.

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Mehrheitlich europäische Herkunftsregionen Knapp zwei Drittel (62 %) aller Personen mit Migrationshintergrund sind aus einem anderen europäischen Land Eingewanderte oder deren Nachkommen. Dies entspricht 13,9 Millionen Menschen, von denen 7,5 Millionen Wurzeln in anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union haben.

  • Die zweitwichtigste Herkunftsregion ist Asien;
  • Die 5,1 Millionen aus Asien Eingewanderten und ihre Nachkommen machen 23 % der Personen mit Migrationshintergrund aus, darunter haben 3,5 Millionen einen Bezug zum Nahen und Mittleren Osten;

Knapp 1,1 Millionen Menschen (5 %) haben Wurzeln in Afrika. Weitere 0,7 Millionen Menschen (3 %) sind aus Nord-, Mittel- und Südamerika sowie Australien Eingewanderte und deren Nachkommen. Wichtigste Herkunftsländer sind die Türkei (12 %), gefolgt von Polen (10 %), der Russischen Föderation (6 %), Kasachstan (6 %) und Syrien (5 %).

1 % oder 308 000 der im Jahr 2021 in Deutschland lebenden Menschen mit Migrationshintergrund stammten aus der Ukraine, wobei die überwiegende Mehrheit (82 %) selbst zugewandert ist und durchschnittlich seit 19 Jahren in Deutschland lebte.

Aufgrund der jüngsten Fluchtzuwanderung könnte die Zahl der Menschen mit ukrainischem Migrationshintergrund künftig deutlich anwachsen. Knapp die Hälfte der Personen mit Migrationshintergrund spricht zu Hause überwiegend deutsch Von den 22,3 Millionen Personen mit Migrationshintergrund sprechen zu Hause 7,2 Millionen (32 %) ausschließlich und weitere 3,1 Millionen (14 %) vorwiegend deutsch.

  1. Dies entspricht zusammen knapp der Hälfte (46 %) aller Menschen mit Migrationshintergrund;
  2. Neben Deutsch sind die am häufigsten gesprochenen Sprachen Türkisch (8 %) gefolgt von Russisch (7 %) und Arabisch (5 %);

Knapp die Hälfte (49 %) aller Personen mit Migrationshintergrund ist mehrsprachig und spricht zu Hause sowohl Deutsch als auch (mindestens) eine weitere Sprache. Dies trifft nur auf 2 % der Personen ohne Migrationshintergrund zu. Methodische Hinweise: Der Mikrozensus ist eine Stichprobenerhebung, bei der jährlich rund 1 % der Bevölkerung in Deutschland befragt wird.

  • Alle Angaben beruhen auf Selbstauskünften der Befragten;
  • Um aus den erhobenen Daten Aussagen über die Gesamtbevölkerung treffen zu können, werden die Daten an den Eckwerten der Bevölkerungsfortschreibung hochgerechnet;
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Der Mikrozensus ist die einzige derzeit verfügbare amtliche Datenquelle zur Bevölkerung mit Migrationshintergrund. Die Basis der hier gemachten Angaben bildet die vom Statistischen Bundesamt entwickelte Begriff des Migrationshintergrunds „im weiteren Sinn”, der alle verfügbaren Informationen zur Bestimmung des Migrationshintergrundes einer Person berücksichtigt.

  1. Demnach hat eine Person einen Migrationshintergrund, wenn sie selbst oder mindestens ein Elternteil nicht mit deutscher Staatsangehörigkeit geboren wurde;
  2. Weitere Definitionen zu den hier verwendeten Begriffen bietet ein  Glossar  im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes;

Die Zahlen beziehen sich auf die Bevölkerung in Privathaushalten am Hauptwohnsitz und nicht auf die Bevölkerung in Gemeinschaftsunterkünften, da aufgrund der Änderung des Mikrozensusgesetzes der Migrationsstatus ab 2017 nicht mehr für Personen in Gemeinschaftsunterkünften ermittelt werden kann.

  • Der Mikrozensus kommt für das Jahr 2021 auf 10,6 Millionen ausländische Personen in Privathaushalten im Jahresdurchschnitt;
  • Zum Jahresende 2021 weist das Ausländerzentralregister (AZR) hingegen nach vorläufigen Zahlen 11,8 Millionen Ausländerinnen und Ausländer nach;

Die Differenz ist vor allem auf eine unterschiedliche Bestandsbasis zurückzuführen. So hatte der Zensus 2011 ergeben, dass die Zahl der in Deutschland lebenden Ausländerinnen und Ausländer um 1,1 Millionen Personen niedriger war als zuvor angenommen. Dieser Effekt ist in der Bevölkerungsfortschreibung und damit in den Eckwerten der Hochrechnung des Mikrozensus berücksichtigt.

Im AZR wurden hingegen keine vergleichbaren Bestandskorrekturen vorgenommen. Zudem sind im Unterschied zum Mikrozensus im AZR auch Ausländerinnen und Ausländer in Gemeinschaftsunterkünften erfasst. Hinweise zur Mikrozensus-Erhebung ab Berichtsjahr 2020: Der Mikrozensus wurde 2020 methodisch neugestaltet.

Die Ergebnisse ab dem Berichtsjahr 2020 sind deshalb nur eingeschränkt mit den Vorjahren vergleichbar. Damit zwischen dem Ende des Erhebungsjahres und der Ergebnisbereitstellung möglichst wenig Zeit vergeht, werden ab dem Jahr 2020 zunächst Erstergebnisse und mit einigem zeitlichen Abstand Endergebnisse veröffentlicht.

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Bevölkerung 2021 in Privathaushalten nach Migrationsstatus

Migrationsstatus Anteil an der Gesamt -bevölkerung
Anzahl in 1 000 in %
Bevölkerung in Privathaushalten insgesamt 81 875 100,0
ohne Migrationshintergrund 59 565 72,8
mit Migrationshintergrund 22 311 27,2
Deutsche 11 757 14,4
zugewandert 5 092 6,2
in Deutschland geboren 6 665 8,1
Ausländerinnen und Ausländer 10 554 12,9
zugewandert 8 872 10,8
in Deutschland geboren 1 682 2,1

Weitere Informationen: Detaillierte Ergebnisse zur Bevölkerung mit Migrationshintergrund bieten die Fachserie 1, Reihe 2. 2 , die Themenseite sowie die Datenbank GENESIS- Online (Tabellen 12211-0200 bis 12211-0202 ) .

Wie viel ukrainische Flüchtlinge leben in Deutschland?

Regionale Verteilung der ukrainischen Staatsbürger 2021 Die Ukrainer in Deutschland stellten 2020 mit rund 145. 500 ukrainischen Staatsbürgern die 21. -größte ausländische Bevölkerungsgruppe in Deutschland. Sie haben zahlreiche Institutionen und Organisationen gebildet, wie die Zentralvereinigung von Ukrainern in Deutschland und die Vereinigung der Ukrainischen Diaspora in Deutschland. Die meisten Ukrainer leben in Berlin , München , Hamburg , der Region Hannover , Köln und Düsseldorf. Weitere bedeutende Gemeinden finden sich in Nürnberg , Frankfurt am Main , Bremen , Leipzig und Dresden. Die Ukrainer sind prozentual besonders in den Flächenländern Mecklenburg-Vorpommern und Bayern sowie in Großstädten mit bedeutenden Diaspora -Gemeinden vertreten.

Neben Deutsch beherrschen die meisten in Deutschland lebenden Ukrainer Ukrainisch und Russisch. Viele gehören der 2018 gegründeten ukrainisch-orthodoxen Landeskirche an, daneben gibt es russisch-orthodoxe und römisch-katholische ukrainische Christen sowie jüdische Ukrainer in Deutschland.

Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine 2022 sind zahlreiche Ukrainer geflohen. Auch nach Deutschland sind hunderttausende gekommen. Genaue Zahlen gibt es nicht, da Ukrainer in den Schengen-Raum einreisen dürfen, ohne sich zu registrieren.