Wie Viele Krankenhäuser Hat Deutschland?

Wie Viele Krankenhäuser Hat Deutschland
Wie viele Krankenhäuser gibt es in Deutschland? Insgesamt gibt es laut den „ Eckdaten der Krankenhausstatistik ‘ der Deutschen Krankenhausgesellschaft in Deutschland 1. 942 (2017) Krankenhäuser. Davon sind 560 öffentliche Krankenhäuser, 662 freigemeinnützige Krankenhäuser und 720 private Krankenhäuser.

Wie viele Kliniken gibt es in Deutschland?

Die Zahl der Kliniken und Krankenhäuser in Deutschland ist seit Jahren rückläufig. Waren es 1991 noch rund 2. 400, zählt das Statistische Bundesamt aktuell noch 1. 903 Kliniken. Die privaten Träger konnten dabei ihren Anteil von 21,7 Prozent im Jahr 2000 auf rund 38 Prozent der Häuser im Jahr 2020 ausbauen.

Stationäre Versorgung Mit der Zahl der Häuser hat sich auch die Anzahl der der Krankenhausbetten reduziert – 2020 zählte das Statistische Bundesamt rund 487. 800. Damit hat sich die Anzahl von Krankenhausbetten verglichen mit dem Jahr 1991 um rund ein Viertel verringert.

Die Reduktion entfiel auch hier vor allem auf die öffentlichen und freigemeinnützigen Träger , wohingegen die privaten Häuser ihre Kapazitäten ausbauen konnten. Gleichzeitig ist die Zahl der behandelten Patienten seit den frühen neunziger Jahren um rund 25 Prozent auf rund 19,4 Millionen Fälle im letzten Jahr vor der Corona-Pandemie gestiegen.

Aus weniger Betten und Kliniken aber mehr zu behandelnden Patienten resultiert eine deutlich verringerte Verweildauer von derzeit durchschnittlich 7,2 Tagen (1992: 13,3 Tage). Aufgabe von Krankenhäusern Die gesundheitliche Versorgung in Deutschland ist im Wesentlichen in drei Bereiche gegliedert: die Primärversorgung in Form ambulanter Behandlungen hauptsächlich durch niedergelassene Ärzte, die stationäre Akutversorgung in den Krankenhäusern und schließlich die Rehabilitation.

Schwere Erkrankungen erfordern möglicherweise eine dauerhafte ärztliche Betreuung und/ oder spezielles medizinisches Gerät, so dass ein stationärer Aufenthalt in einem Krankenhaus unumgänglich ist. Im deutschen Gesundheitssystem fällt den Krankenhäusern die Aufgabe zu, die stationäre Versorgung flächendeckend und in hoher Qualität zu gewährleisten.

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Welche Krankenhäuser gibt es?

Arten von Krankenhäusern – Es gibt verschiedene Arten von Krankenhäusern in Deutschland. So unterscheidet man Universitätskliniken, Allgemeinkrankenhäuser, Fachkrankenhäuser, Belegkrankenhäuser, Praxiskliniken sowie Tages- und Nachtkliniken.

  • Universitätskliniken sollen die Bevölkerung umfassend stationär versorgen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der medizinischen Ausbildung und Forschung.
  • Allgemeinkliniken sollen die Bevölkerung umfassend stationär versorgen. Hier gibt es mehrere medizinische Fachrichtungen.
  • Fachkliniken sind auf bestimmte Fachgebiete spezialisiert (z. Endokrinologie , Dermatologie , Augenheilkunde ).
  • In Belegkrankenhäusern werden die ärztlichen Leistungen nicht durch angestellte Ärzte erbracht, sondern durch niedergelassene Vertragsärzte. Das Krankenhaus stellt nur die Räumlichkeiten zur Verfügung, sorgt für Unterkunft, Verpflegung und Pflege der Patienten.
  • Eine Praxisklinik ist ein Unternehmen, das meist niedergelassene Ärzte führen. In der Regel werden hier ambulante Therapien (auch Operationen) durchgeführt. Der Patient kann dort auch über Nacht bleiben (meist nur eine).
  • Eine Tagesklinik ist eine Einrichtung der ambulanten/teilstationären Patientenbetreuung. Hier können Patienten bis zu 24 Stunden lang behandelt bzw. betreut werden. Es gibt immer häufiger operative Tageskliniken an Krankenhäusern – hier werden ambulante Operationen durchgeführt.

Ein Patient kann das Krankenhaus grundsätzlich frei wählen. Allerdings werden nicht alle Behandlungen in jeder Klinik angeboten. Hilfreich kann hier ein Blick in den Qualitätsbericht der Klinik sein: Kliniken sind seit 2005 gesetzlich verpflichtet, über ihre Strukturen und Leistungen zu informieren. Je nach ihrer Versorgungsaufgabe werden Krankenhäuser in verschiedene Kategorien eingestuft.

Man unterscheidet Kliniken der Grund-und Regelversorgung, Regionalkrankenhäuser mit einer mittleren Versorgungsmöglichkeit und Schwerpunktkrankenhäuser (z. Universitätskliniken) mit einer Maximalversorgung.

Die Kliniken sind in der Regel nach Abteilungen wie Innere Medizin , Chirurgie , HNO , Dermatologie oder Urologie gegliedert. Die meisten Krankenhäuser verfügen auch über Intensivstationen.

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Wie viele Krankenhäuser gibt es in Bremen?

Anzahl Krankenhäuser nach Bundesländern – Die nachfolgende Grafik enthält die Anzahl der Krankenhäuser, aufgeteilt nach den Bundesländern und im Jahresverlauf von 2004 bis 2019. Daraus wird ersichtlich, dass sich die meisten Krankenhäuser in den Bundesländern Bayern und Nordrhein-Westfalen befinden.

NRW hat jedoch auch den höchsten Verlust an Krankenhäusern über die Jahre hinweg – bis zum Jahr 2019 sind bereits 115 Krankenhäuser weggefallen (- 25,22 %). Die wenigsten Krankenhäuser befinden sich hingegen in Bremen mit einer, über die Jahre, konstanten Anzahl in Höhe von 14 Häusern.

Eine Aufstellung der Anzahl an Krankenhausbetten nach Bundesländern finden Sie hier. Wie Viele Krankenhäuser Hat Deutschland Anzahl Krankenhäuser nach Bundesländern im Zeitverlauf seit dem Jahr 2004.

Was ist der Unterschied zwischen einem großen und einem kleinen Krankenhaus?

Mehr als 30 Minuten zur nächsten Klinik – “Die Folge ist, dass in bestimmten Regionen, die Entfernungen der Menschen zum nächstgelegenen Krankenhaus immer größer werden”, sagt Klaus Emmerich. Acht Jahre hat er zwei kommunale Krankenhäuser in Bayern geleitet.

Besonders groß sind die Auswirkungen von Klinikschließungen seiner Erfahrung nach für Menschen auf dem Land. “Wir haben in Bayern mittlerweile 115 Postleitzahlregionen, in denen die Entfernung zum Krankenhaus mehr als 30 Minuten beträgt.

” Und das könne über Leben und Tod entscheiden, sagt er. Zum Beispiel, wenn ein Patient nach einem Verkehrsunfall zu verbluten drohe. Emmerich gehört zum “Bündnis Klinikrettung”, dessen wichtigste Forderung der Erhalt aller Krankenhäuser ist. Der Staat solle defizitäre Häuser finanziell auffangen.

  1. Und das seien besonders die kleinen: “Jedes Krankenhaus hat bestimmte Kosten für seine medizinisch-technische Ausstattung, zum Beispiel Röntgengeräte;
  2. Große Krankenhäuser können das auf 500 oder 1000 Betten verteilen, kleine nur auf 200 oder 100 Betten;
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” Außerdem könnten große, spezialisierte Krankenhäuser viel mehr Geld verdienen: Spezialisierte Eingriffe seien schließlich lukrativer als allgemeine Behandlungen.