Wie Viele Landwirte Gibt Es In Deutschland?

Wie Viele Landwirte Gibt Es In Deutschland
Anzahl und Größe landwirtschaftlicher Betriebe in Deutschland 2020 – Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland ist in den vergangenen Jahrzehnten enorm zurückgegangen. Im Jahr 2020 gab es 263. 500 landwirtschaftliche Betriebe in Deutschland.

Vor 25 Jahren waren es noch mehr als doppelt so viele. Dieser Trend hat sich zwar verlangsamt, trotzdem ist die Zahl der Betriebe allein in den letzten zehn Jahren um rund 35. 600 gesunken. Auffällig ist, dass sehr große Betriebe von dieser Entwicklung nicht betroffen sind.

Ihre Zahl ist sogar gewachsen – besonders stark in der Größenklasse der Betriebe mit einer landwirtschaftlichen Fläche zwischen 200 und 500 Hektar. Derart große Betriebe sind aber noch die Ausnahme. Knapp 86 Prozent der Höfe in Deutschland bewirtschaften eine Fläche von maximal 100 Hektar und hier ist die Entwicklung rückläufig. .

Wie viele Bauern gibt es in Deutschland 2021?

In der deutschen Landwirtschaft wurden im Jahr 2021 rund 256. 900 Betriebe gezählt. Die Anzahl der Bauernhöfe verzeichnete in den vergangenen Jahren einen stetigen Rückgang, ebenso fallen die Beschäftigungszahlen im primären Wirtschaftssektor. In Deutschland zählen zum primären Sektor neben der Landwirtschaft, die Forstwirtschaft sowie die Fischerei.

Wie viele Bauern gibt es in Deutschland Prozent?

Vor hundert Jahren war Deutschland noch Agrarstaat – Zu Beginn des vorigen Jahrhunderts lag der Anteil der in der Land- und Forstwirtschaft Erwerbstätigen bei 38 Prozent. Mit zunehmender Industrialisierung und mit der Entwicklung des Dienstleistungssektors sank der landwirtschaftliche Erwerbstätigenanteil fast kontinuierlich.

Wer ist der größte Landwirt in Deutschland?

Der Umsatz von KTG verzwanzigfachte sich von 15 Millionen Euro (2007) auf 326 Millionen Euro (2015). Doch das war teuer erkauft: Zwei Mittelstandsanleihen waren mit 6,75 Prozent und 7,125 Prozent verzinst, die dritte gar mit 7,25 Prozent.

Wie viel Prozent der Bevölkerung sind Bauern?

Landwirtschaft heute – Heute leben noch rund zwei Prozent der Deutschen von der Landwirtschaft, das sind noch etwa 266. 000 landwirtschaftliche Betriebe (Quelle: Statistisches Bundesamt; Stand 2019). Die weit verbreitete Form der Landwirtschaft in Deutschland ist die konventionelle Landwirtschaft, bei der gezielt Dünge- und Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden.

  • Die konventionelle Landwirtschaft wirtschaftet heutzutage überwiegend nach den Regeln des integrierten Landbaus;
  • Darunter versteht man Anbaumethoden , die ökologischen und ökonomischen Erfordernissen in gleicher Weise Rechnung tragen sollen;

Der Bauer soll seine Produktionsweise auf die natürlichen Gegebenheiten abstimmen und den Boden optimal schonen, etwa durch umweltgerechte Bewirtschaftung und bedarfsgerechte Düngung sowie Schädlingsbekämpfung. Der ökologische Landbau , der zunehmend populärer wird, verzichtet freiwillig auf den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln und mineralischen Düngern.

Welches Land hat die meisten Bauernhöfe?

Nach Berechnungen der Welternährungsorganisation FAO (Stand: 2014) gibt es weltweit rund 570 Millionen landwirtschaftliche Betriebe und Bauernhöfe. Mehr als die Hälfte dieser Betriebe und Höfe – 59 Prozent – befinden sich und China und Indien. Dieser hohe Anteil erklärt sich auch dadurch, dass landwirtschaftliche Betriebe in Asien im Durchschnitt viel kleiner sind als in Nordamerika, Südamerika und Europa.

Wer ist der reichste Bauer?

Ganz vorne: Zwei Chinesen – 2. Liu Yonghao An der Spitze der reichsten Bauern rangieren erneut zwei Chinesen: Liu Yonghao ist der Chef der New Hope Group – deinem der größten Schweine- und Tierhalter der Welt. Mit einem Nettovermögen von 4,6 Milliarden US-Dollar schafft es Liu Yonghao und seine Familie an die Spitze der Landwirte, die mit Viehzucht ihr Geld machen.

Das Unternehmen ist nicht nur auf dem chinesischen Markt, sondern auch in anderen Ländern vertreten und verfügt über mehr als 500 Tochtergesellschaften und Niederlassungen. Rund um das Tierhaltungsgeschäft entwickelt das Unternehmen außerdem auch unterstützende Dienstleistungen und Produkte wie Futtermittel und Lebensmittelverarbeitung.

New Hope betreibt auch zahlreiche Schweinehochhäuser. Liu Yongxing Ganz vorne liegt Liu Yongxing,. Er ist der Bruder dder Nummer 2 Liu Yonghao. Er belegt wie mit einem Nettovermögen von 6,6 Milliarden US-Dollar den ersten Platz unter den reichsten Bauern der Welt.

Er gründete seine Firma East Hope Group in den frühen 1990er Jahren nach einer Trennung von seinen Brüdern. Zusammen mit seinen Geschwistern hatte er 1982 die Hope Group gegründet. East Hope Group ist spezialisiert auf die Herstellung von Futtermitteln für Schweine, Hühner, Enten, Fische usw.

Die Produkte des Unternehmens sind hauptsächlich auf dem chinesischen Markt, aber zunehmend auch im Ausland erhältlich, wie etwa in Vietnam, Singapur, Indonesien oder Kambodscha.

Was verdient ein Bauer mit 100 Kühen?

Mythos 4: Ackerbauern verdienen generell gut – Stimmt so nicht Wie hoch das Einkommen je Arbeitskraft ausfällt, hängt bei Ackerbaubetrieben stark an der Flächenausstattung: LF < 100 ha: 39. 000 Euro/AK im Jahr 2012/13 LF > 250 ha LF: knapp 90. 000 Euro/AK im Jahr 2012/13 Nicht nur das: Ackerbaubetriebe mit mehr als 250 ha haben ihr Einkommen im Wirtschaftsjahr 2012/13 gegenüber dem vorherigen um etwa 75 % gesteigert. Betriebe mit weniger als 100 Hektar verdienten hingegen nur 25 Prozent mehr.

Die größten Einkommensschwankungen verzeichnete das Thünen-Institut übrigens bei den Veredlungsbetrieben. Als Grund führt das Institut stark ausgeprägte Änderungen von Produkt-, Jungtier- und Futtermittelpreisen an.

Veredlungsbetriebe haben 2012/13 im Schnitt gut 40. 000 Euro je Arbeitskraft verdient.

Sind Bauer reich?

Beschreibung des Bildelements: Quelle: Atelier 211-stock. adobe. com Das durchschnittliche Einkommen deutscher Landwirtinnen und Landwirte lag im Wirtschaftsjahr 2017/2018 bei rund 35. 900 Euro pro Jahr und Arbeitskraft, angegeben als Gewinn plus Personalaufwand (siehe Infokasten unten). Das ist das Ergebnis aus den aktuellen Buchführungsanalysen des Testbetriebsnetzes Landwirtschaft, die das Bundeslandwirtschaftsministerium im Februar 2019 veröffentlicht hat.

  • Diese Zahl allein gibt allerdings nur ein sehr oberflächliches Bild der Einkommenssituation deutscher Landwirtinnen und Landwirte wieder;
  • Denn es handelt sich dabei um einen Durchschnittswert über alle Rechts- und Betriebsformen;

Das heißt, egal ob Haupt- oder Nebenerwerbsbetrieb, Einzelunternehmen oder Kapitalgesellschaft: Alle sind in dieser Zahl berücksichtigt. Ein etwas genaueres Bild erhält man erst, wenn man das Einkommen weiter nach Rechtsformen und sozioökonomischen Betriebstypen differenziert.

Denn dann wird ersichtlich, dass die Nebenerwerbsbetriebe – wie zu erwarten ist – ein wesentlich geringeres Einkommen haben als die Haupterwerbsbetriebe. Laut Testbetriebsnetz lag das Einkommen der Nebenerwerbsbetriebe im Wirtschaftsjahr 2017/2018 bei 17.

775 Euro je Arbeitskraft (AK), das der Haupterwerbsbetriebe bei 37. 618 Euro je AK. Das Einkommen der Betriebe juristischer Personen (z. AGs, Genossenschaften) lag 2017/2018 über dem der Haupterwerbsbetriebe, bei 40. 023 Euro je AK. Ein gutes Maß für die Darstellung der wirtschaftlichen Situation der Landwirtschaftsbetriebe ist der Unternehmergewinn, der zur Entlohnung der eigenen Produktionsfaktoren Boden, Arbeit und Kapital sowie für Nettoinvestitionen zur Verfügung steht.

Um die vielen verschiedenen Rechts- und sozioökonomischen Betriebstypen der Landwirtschaft mit dieser Messgröße vergleichen zu können, muss sie vorab jedoch noch standardisiert werden. Das hat folgenden Grund: In Betrieben, die durch juristische Personen (z.

Genossenschaften, AGs) geführt werden, wird bei der Gewinnermittlung bereits der Lohnaufwand für alle Arbeitskräfte abgezogen. Bei Betrieben, die durch natürliche Personen (Einzelunternehmen und Personengesellschaften) geführt werden – was in der Landwirtschaft am verbreitetsten ist – ist dies nicht so.

  1. Hier werden bei der Gewinnermittlung nur die Löhne für Fremdarbeitskräfte berücksichtigt;
  2. Das Entgelt (für Lebensunterhalt sowie private Versicherungen, Kranken- und Alterssicherung usw;
  3. ) für die Arbeit der Unternehmer selbst sowie deren mitarbeitende Angehörige muss noch aus dem Gewinn bestritten werden;

Um die Einkommen natürlicher und juristischer Personen besser vergleichen zu können, wird daher die Kennzahl “Gewinn plus Personalaufwand” verwendet. Um darüber hinaus auch ungleiche Anteile der nicht entlohnten Familienarbeitskräfte berücksichtigen zu können, wird dieser Wert noch auf die Arbeitskraft (AK) umgerechnet. Beschreibung des Bildelements: Bild: gunnar3000 – stock. adobe. com Liebe Leserinnen und Leser, wir möchten praxis-agrar. de zukünftig noch besser auf Ihre Informationsbedürfnisse zuschneiden. Wir freuen uns, wenn Sie an unserer kurzen Umfrage teilnehmen. Die Bearbeitung der Umfrage dauert etwa 2 Minuten. Zur Umfrage.

Wie viel Hektar hat der größte Landwirt der Welt?

Wie viel Hektar hat der größte Bauer?

El Tejar, Brasilien – 2011 galt El Tejar als die weltgrößte kulturfähige Agrargesellschaft mit etwa 1 Million Hektar, auf denen Sojabohnen, Mais und Baumwolle angebaut wurden. Das Land lag auf Argentinien, Brasilien und Uruguay verteilt. Auch 30. 000 Hektar in Bolivien gehören zu El Tejar.

Wie verdient ein Bauer sein Geld?

Khe fr die Milch, Schweine frs Fleisch – so einfach ist das Geschftsmodell von Landwirten lngst nicht mehr. Die Erlsquellen reichen von Biogas ber Ferienzimmer bis zum Maislabyrinth. Ein wichtiger Geldgeber aber sitzt in der belgischen Hauptstadt. (c) proplanta Fleisch, Milch und Getreide – das sind wichtige Geldquellen. Doch sie sprudelten in den vergangenen Jahren nicht besonders kräftig.

Nur ganz allmählich wird es besser. «Die Stimmung ist nicht mehr ganz so trübe», verkündete Bauernpräsident Joachim Rukwied vor der Grünen Woche in Berlin. Weil die Preise schwanken, hat sich etwa jeder dritte Betrieb weitere Standbeine aufgebaut.

Ein Überblick: Pflanzen: Von Brotweizen über Wein, Kartoffeln und Möhren bis Zuckerrüben: Was 2016 auf deutschen Äckern wuchs, hat einen Wert von 23,9 Milliarden Euro, knapp drei Prozent weniger als im Vorjahr. Das ergibt sich aus Daten der Agrarmarkt-Informationsgesellschaft (AMI).

Wichtigste Posten sind Getreide und Futterpflanzen. Tiere: Ebenso wichtig ist, was die Bauern im Stall herstellen: Fleisch, Milch und Eier. Im vergangenen Jahr lag der Produktionswert laut AMI bei 23,5 Milliarden Euro, vier Prozent niedriger als ein Jahr zuvor.

Das lag vor allem am gesunkenen Milchpreis. Aber auch das Fleisch von Rindern, Schweinen und Geflügel sowie Eier wurden günstiger. Tausende Betriebe bieten auch Pferde-Stellplätze, viele sind Reiterhöfe. Strom: Gülle, Mist und Mais werden zu Biogas vergoren, auf dem Scheunendach glänzen Solarzellen und überm Acker drehen sich Windräder: Viele Bauern erzeugen Energie, insgesamt waren es im vorletzten Jahr 8200 Megawatt – die Leistung von etwa vier Atomkraftwerken.

  • «Von Landwirt zum Energiewirt», war lange ein Schlagwort;
  • Knapp 5,7 Milliarden Euro setzten die Bauern mit Strom um, wie der Bauernverband schätzt;
  • Urlauber: Natur und Tiere, frische Lebensmittel und manchmal Mithilfe im Stall – das ist Urlaub auf dem Bauernhof;

Rund 10 000 der etwa 280 000 Höfe in Deutschland haben Feriengäste. Die Ferienwohnungen und Gästezimmer werden immer besser gebucht. Besonders im Sommer bleibt auf dem Hof kaum noch ein Bett frei, wie aus Daten der Bundesarbeitsgemeinschaft Urlaub auf dem Bauernhof hervorgeht.

Die Umsatzgrenze von einer Milliarde Euro wurde nach einer Studie des Agrarministeriums schon 2011 überschritten. Manche Betriebe mausern sich zu Erlebnisbauernhöfen – mit Kutschfahrten und Maislabyrinth.

Wald: Knapp die Hälfte des deutschen Waldes ist Privatbesitz, jeder zehnte Hektar gehört nach der Agrarstrukturerhebung einem Landwirt. Die Preise für Holz sind zwar in den vergangenen beiden Jahren leicht gesunken, liegen aber immer noch bis zur Hälfte höher als etwa vor einem Jahrzehnt.

  • Hofladen: Sie sind für viele ein wichtiger Nebenverdienst;
  • Die Käufer sind oft Stammkunden und bereit, auf dem Hof mehr zu bezahlen als im Discounter – und im Gegenzug den Erzeuger zu kennen und genauer zu wissen, woher ihre Lebensmittel kommen;

1,3 Milliarden Euro nahmen die Bauern 2015 über Direktvermarktung ein, wie eine Untersuchung der AMI ergab. Doch vom neuen Regional-Trend profitieren die Hofläden nicht. Denn auch Supermärkte setzen auf örtliche Marken. Andere Berufe: Für die Hälfte der Bauern ist der Hof nur ein Nebenerwerb – die Haupteinnahmequelle ist eine andere: Viele sind Facharbeiter, Arbeiter und Angestellte.

Geackert und gefüttert wird vor der Arbeit und nach Feierabend, an Wochenenden und im Urlaub. Fördergeld: Mehr als jeden dritten Euro aus ihrem Haushalt steckt die EU in Agrarsubventionen. Etwa 6,3 Milliarden Euro im Jahr bekommen deutsche Bauern aus Brüssel.

«Im Durchschnitt machen diese Zahlungen rund 40 Prozent des Einkommens der Betriebe aus», heißt es im Agrarministerium. Pro Hof können das einige Zehntausend Euro im Jahr sein, bei Großbetrieben auch sechs- und siebenstellige Summen. Auf der Website der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung ( Agrar-Direktzahlungen.

In welchem Bundesland sind die meisten Landwirte?

Im Jahr 2020 wurden in Schleswig-Holstein insgesamt rund 657. 000 Hektar hauptsächlich für den Ackerbau genutzt. Die größten landwirtschaftlichen Flächen existieren im Bundesland Bayern. Die landwirtschaftliche Gesamtfläche in Deutschland beläuft sich auf rund 16,6 Millionen Hektar.

Wie viele Menschen ernährt 1 Landwirt?

Höfe-Sterben in Deutschland: Der Kampf ums Ackerland | DokThema | Landwirtschaft | Doku | BR

Das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) veröffentlicht Informationsgrafiken zu Themen aus dem gesamtem Agrarbereich. Darin werden Marktinformationen und weitere aktuelle Sachverhalte aus der Landwirtschaft kurz und prägnant grafisch dargestellt.

  1. Als staatliche Stelle steht das BZL dafür, dass die von ihm erhobenen und veröffentlichten Daten neutral, objektiv und wissenschaftlich unabhängig sind;
  2. Dritte können die Informationsgrafiken verwenden, wenn das BZL als Urheber kenntlich gemacht wird;
See also:  Was War Früher Die Hauptstadt Von Deutschland?

Weitere Infografiken finden Sie auf landwirtschaft. de und praxis-agrar. de. Im Mai 2022 wurden 22,29 Millionen Schweine in Deutschland gehalten. Das ist der niedrigste Wert seit 1990 und allein gegenüber 2020 ein Rückgang um fast 15 Prozent. Während sinkende Schweinebestände ein neuer Trend sind, geht die Anzahl der schweinehaltenden Betriebe bereits seit Jahrzehnten stark zurück.

Aktuell halten 17. 900 Betriebe in Deutschland Schweine – gegenüber 2010 ein Rückgang um 46 Prozent. Im Gegenzug stieg die Zahl der Schweine pro Betrieb an – aktuell auf über 1. 200 Tiere; somit ist seit 2010 die durchschnittliche Bestandsgröße um 52 Prozent gewachsen.

Nach Jahrzehnten kontinuierlichen Wachstums wurde der Spitzenwert von durchschnittlich 1. 278 Schweinen pro Betrieb aus dem Jahr 2020 zuletzt jedoch nicht mehr ganz erreicht.

  • Wie hat sich die Schweinehaltung in Deutschland entwickelt? (jpeg, 192 KB, Nicht barrierefrei)

2. 208 deutschen Aquakulturbetriebe erzeugten 2021 fast 18. 300 Tonnen Fisch. Damit setzt sich der Trend der letzten Jahre fort: Während die Produktionsmenge leichten Schwankungen unterliegt, ist die Anzahl der Betriebe weiter rückläufig. Im Vergleich zum Durchschnitt der letzten fünf Jahre wurden 2021 fast drei Prozent weniger Fisch produziert, die Zahl der Aquakulturbetriebe sank in den letzten fünf Jahren um 727 Betriebe.

Regenbogenforelle und Karpfen dominieren nach wie vor die Liste der Speisefische aus deutscher Aquakultur, gefolgt von Lachsforelle, Elsässer Saibling und Europäischem Aal. In geringerem Umfang produziert die Teichwirtschaft weitere Fischarten wie beispielsweise Welse, Schleien, Zander oder Hechte.

Mit einem Anteil von rund 58 Prozent haben forellenartige Fische in der deutschen Fischerzeugung eine große Bedeutung. Die Betriebe ziehen neben Regenbogenforellen, Lachsforellen und Elsässer Saibling auch Bachforellen und Bachsaiblinge auf. Nur wenige Betriebe sind auf die Aufzucht von Aalen spezialisiert, sie mästen ausschließlich wildgefangene junge Aale, sogenannte Glasaale.

  • Wichtigste Speisefische aus deutscher Aquakultur (2021) (jpeg, 202 KB, Nicht barrierefrei)

In Deutschland wurde 2021 auf knapp 132. 000 Hektar Gemüse angebaut – das ist gegenüber dem Vorjahr ein Zuwachs von gut vier Prozent. 14 Prozent der Gemüseanbaufläche werden ökologisch bewirtschaftet. Die flächenmäßig wichtigste Kultur im ökologischen Gemüseanbau sind Möhren. Besonders hoch ist der Bio-Anteil bei Erbsen und Kürbissen.

  • Gemüseanbau in Deutschland 2021 (in Hektar) (jpeg, 145 KB, Nicht barrierefrei)

Spargel ist ein beliebtes Gemüse der Deutschen. Die regionale Gemüseart hat die größte Anbaufläche in Deutschland: 2021 wurde auf 25. 700 Hektar Spargel angebaut. Das reicht jedoch nicht, um die Nachfrage in Deutschland komplett decken zu können. Auch in der deutschen Spargelsaison, die von Mitte April bis zum 24.

Rund 38 Prozent der Kürbisanbaufläche werden ökologisch bewirtschaftet. Insgesamt wird fast ein Fünftel der Gemüseanbaufläche für den Spargelanbau genutzt. Hier fällt der Bio-Anteil mit knapp sieben Prozent sehr viel geringer aus.

Juni geht, kommt ausländischer Spargel auf den Tisch. Rund ein Viertel des hierzulande verbrauchten frischen Spargels wird importiert. Die wichtigsten Lieferländer für Spargel sind Spanien und Griechenland. Gut die Hälfte der deutschen Spargelimporte stammt aus diesen beiden Ländern.

  • Woher kommt unser Spargel? (Angaben für 2021 in 1. 000 Tonnen) (jpeg, 166 KB, Nicht barrierefrei)

Neben der Corona-Pandemie wirkt sich immer stärker auch der Ukraine-Krieg auf die Verbraucherpreise in Deutschland aus. Nicht nur Energieprodukte, sondern auch Nahrungsmittel sind im Vergleich zum Vorjahr erheblich teurer geworden: Nahrungsmittel kosteten im April 2022 in der Summe 8,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Allein seit März 2022 stiegen die Preise um 3,6 Prozent.

  • Wie haben sich 2022 die Lebensmittelpreise entwickelt? (Teuerungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat in Prozent) (jpeg, 376 KB, Nicht barrierefrei)

Aktuell herrscht große Sorge, dass Ernteausfälle in Folge des Ukraine-Kriegs in vielen Ländern die Nahrungsmittelsicherheit gefährden könnten. Bei Weizen als wichtigem Brotgetreide gehören Russland und die Ukraine zu den größten Exporteuren weltweit: Beinahe 28 Prozent aller globalen Weizenexporte entfielen 2020 auf diese beiden Länder. Die wichtigsten Abnehmer ukrainischen Weizens waren Ägypten (3,1 Millionen Tonnen), Indonesien (2,7 Millionen Tonnen), Bangladesch (1,5 Millionen Tonnen) und Pakistan (1,2 Millionen Tonnen).

Besonders gravierend ist der Anstieg bei Speisefetten und -ölen, die im April 27,3 Prozent mehr kosteten als im April 2021. Auch Fleisch ist erheblich teurer geworden. Bei Gemüse liegen die Preise bereits seit Monaten deutlich über dem Vorjahresniveau.

Auch für Weizen aus Russland ist Ägypten mit rund 8,3 Millionen Tonnen Importeur Nummer eins. Im Jahr 2020 importierte Deutschland 11. 954 Tonnen Weizen aus der Ukraine und 263 Tonnen aus Russland.

  • Die größten Weizenexporteure weltweit (2020) (jpeg, 433 KB, Nicht barrierefrei)

Im Jahr 2021 erhielten Milchbäuerinnen und -bauern im Durchschnitt 36,27 Cent pro Kilogramm konventionell erzeugter Milch von deutschen Molkereien. Dabei entspricht ein Liter Milch 1,03 Kilogramm. Für Biomilch gab es knapp 39 Prozent mehr, nämlich 50,25 Cent. Vergleicht man dies mit dem Durchschnitt der vorangegangenen fünf Jahre, erhielten konventionelle Betriebe 3,5 Cent, Bio-Betriebe knapp zwei Cent mehr als in den Vorjahren.

  • Milchpreis: Wie viel bekommen Landwirtinnen und Landwirte? (in Cent pro Kilogramm) (jpeg, 342 KB, Nicht barrierefrei)

Der Selbstversorgungsgrad ist ein Maßstab, der anzeigt, in welchem Umfang die Erzeugung der heimischen Landwirtschaft den Bedarf decken kann. Insgesamt lag in Deutschland der Selbstversorgungsgrad bei Nahrungsmitteln in den vergangenen Jahren im Durchschnitt bei gut 80 Prozent. Während der Bedarf an Obst 2020 nur zu 20 Prozent aus heimischer Erzeugung gedeckt werden konnte, betrug der Selbstversorgungsgrad bei Kartoffeln 145 Prozent.

Gegenüber 2020 konnten vor allem die konventionellen Milchviehhalterinnen und -halter eine deutliche Steigerung verbuchen. Hier stieg der Milchpreis um über zehn Prozent. Für Biomilch gab es lediglich vier Prozent mehr als im Vorjahr, dafür konnte die 50 Cent-Marke geknackt werden.

Auch bei Zucker, Fleisch und Milch übersteigt hierzulande die Erzeugung den Bedarf.

  • Der Selbstversorgungsgrad in Deutschland (2020, in Prozent) (jpeg, 382 KB, Nicht barrierefrei)

Über 60 Prozent des Ackerlands wird in Deutschland für den Anbau von Weizen, Mais und Gerste genutzt. Hauptanbaukultur ist Weizen, der auf etwa einem Viertel der Ackerbaufläche wächst. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Weizenanbaufläche um 3,6 Prozent, lag mit 2,9 Millionen Hektar aber immer noch deutlich unter dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre.

  • Was wächst auf Deutschlands Feldern? (jpeg, 467 KB, Nicht barrierefrei)

Ein immer geringerer Teil dessen, was Verbraucherinnen und Verbraucher für Nahrungsmittel bezahlen, kommt bei den Erzeugerinnen und Erzeugern an. Insgesamt betrug ihr Anteil an den Verkaufserlösen 2020 nur noch knapp 21 Prozent – 1980 lag er noch mehr als doppelt so hoch. Obwohl die Werte von Jahr zu Jahr stark schwanken, ist eine deutliche Tendenz erkennbar. Bei Eiern etwa lag der Anteil in den achtziger Jahren nie unter 70 Prozent, 2020 belief er sich nur noch auf 41 Prozent.

  1. Die Anbauflächen für Silomais und Gerste gingen gegenüber dem Vorjahr um 3,5 beziehungsweise 7,7 Prozent zurück;
  2. Dagegen hat der Rapsanbau sich etwas erholt: Nach einem Einbruch um gleich 30 Prozent im Jahr 2019, ist die Anbaufläche seitdem wieder um ein Sechstel gewachsen;

Einen besonders starken Rückgang mussten 2020 die Kartoffelerzeugerinnen und -erzeuger verkraften, deren Anteil an den Verkaufserlösen gegenüber dem Vorjahr um gleich zehn Prozentpunkte einbrach. Mit 26 Prozent lag hier der Wert aber trotzdem noch etwa auf dem Durchschnittsniveau der vergangenen 20 Jahre.

  • Welcher Anteil der Verbraucherausgaben für Nahrungsmittel kommt bei den Landwirtinnen und Landwirten an? (jpeg, 535 KB, Nicht barrierefrei)

Von den Treibhausgasemissionen in Deutschland entfallen neun Prozent auf die Landwirtschaft. Verglichen mit 1990 sind die Emissionen stark rückläufig. In den vergangenen 15 Jahren sind sie jedoch nur noch um knapp vier Prozent gesunken. Dadurch, dass die Emissionen in anderen Sektoren deutlich stärker zurückgegangen sind, ist der relative Anteil der Landwirtschaft an den erzeugten Klimagasen gestiegen.

Das Klimaschutzgesetz sieht vor, die Treibhausgasemissionen der Landwirtschaft bis 2030 auf 56 Millionen Tonnen CO 2 -Äquivalente zu reduzieren. In den nächsten zehn Jahren sind daher Einsparungen von rund 16 Prozent erforderlich.

CO 2 -Emissionen spielen dabei übrigens nur eine untergeordnete Rolle. Die wichtigsten Treibhausgase in der Landwirtschaft sind Methan und Lachgas, auf die fast 96 Prozent der Emissionen entfallen.

  • Treibhausgasemissionen in Deutschland: Die Rolle der Landwirtschaft (jpeg, 153 KB, Nicht barrierefrei)

Die Effizienzsteigerungen der Landwirtschaft in den vergangenen Jahrzehnten sind enorm. Heute kann ein Landwirt 137 Menschen ernähren – fast doppelt so viele wie noch 1990. Seit 1960 hat sich diese Zahl sogar mehr als verachtfacht. In dieser Summe sind nur die in Deutschland produzierten Nahrungs- und Futtermittel berücksichtigt. Rechnet man auch das Futter hinzu, das deutsche Landwirtinnen und Landwirte aus dem Ausland importieren, um damit ihre Tiere zu füttern, steigt die Zahl der Menschen, die sie mit ihren Erzeugnissen rechnerisch ernähren können, sogar auf 151.

  • Wie viele Menschen ernährt ein Landwirt? (jpeg, 439 KB, Nicht barrierefrei)

Die Pachtpreise für landwirtschaftliche Flächen stiegen zwischen den Jahren 2010 und 2020 deutlich an. 2020 betrug die durchschnittliche Pacht für einen Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche 329 Euro und war damit 61 Prozent höher als zehn Jahre zuvor – 2010 betrug die Pacht 204 Euro. Die Pachtpreise unterscheiden sich je nach Nutzungsform: Für einen Hektar Ackerland mussten Landwirtinnen und Landwirte 2020 durchschnittlich 375 Euro zahlen (2010: 230 Euro; +63 Prozent), die durchschnittliche Pacht für Dauergrünland lag bei 198 Euro (2010: 130 Euro; +52 Prozent).

Die Kaufpreise für landwirtschaftliche Flächen stiegen zwischen 2010 und 2020 noch stärker als die Pachtpreise: Während im Jahr 2010 ein Hektar durchschnittlich 11. 854 Euro kostete, mussten Landwirtinnen und Landwirte im Jahr 2020 mehr als das Doppelte bezahlen, nämlich durchschnittlich 26.

777 Euro.

  • Pachtpreise landwirtschaftlicher Flächen in Deutschland (Preise in Euro pro Hektar) (jpeg, 582 KB, Nicht barrierefrei)

Trotz steigender Preise geben die Menschen in Deutschland nur einen relativ geringen Teil ihres Geldes für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke aus – weniger als ein Achtel der Haushaltsausgaben wird dafür aufgewendet. Verbraucherinnen und Verbraucher profitieren dabei auch davon, dass die Lebensmittelpreise hierzulande nur minimal über dem EU-Durchschnitt liegen, das Pro-Kopf-Einkommen aber deutlich darüber. Auch im Vergleich mit den europäischen Nachbarn sind die Ausgaben für Nahrungsmittel relativ gering.

Zwar ist der Anteil hierzulande gegenüber dem Vorjahr von 10,8 auf 12 Prozent gestiegen, damit liegt Deutschland aber dennoch unter dem EU-Durchschnitt. Nur in Luxemburg (9,5 Prozent), Irland (9,8 Prozent) und Österreich (11,3 Prozent) geben die Menschen anteilig weniger für Nahrungsmittel aus.

Besonders hoch fällt der Anteil in vielen (süd)osteuropäischen Staaten aus – allen voran Rumänien, wo die Menschen beinahe ein Viertel ihrer Haushaltsausgaben für Nahrungsmittel aufwenden.

  • Wie viel Prozent der Haushaltsausgaben werden für Nahrungsmittel aufgewendet? (2020) (jpeg, 78 KB, Nicht barrierefrei)

In Deutschland gibt es immer weniger landwirtschaftliche Betriebe, die dafür immer größer werden. Seit Mitte der 1990er-Jahre hat sich ihre Anzahl halbiert, die durchschnittliche Größe hingegen verdoppelt. Das lässt erkennen, dass die landwirtschaftlich genutzte Fläche insgesamt im Zeitverlauf relativ konstant geblieben ist. In den vergangenen Jahren hat sich der Strukturwandel in der Landwirtschaft verlangsamt.

  • Wie haben sich Anzahl und Größe landwirtschaftlicher Betriebe entwickelt? (jpeg, 259 KB, Nicht barrierefrei)

Im Jahr 2020 gab es insgesamt 32. 469 Auszubildende in den Grünen Berufen – 138 Auszubildende mehr als 2019. Gegenüber dem Vorjahr nahm 2020 die Anzahl der Auszubildenden zum Gärtner oder Gärtnerin um 345 zu. Die Auszubildenden zum Landwirt oder Landwirtin nahmen hingegen um 204 ab. Unter allen Auszubildenden in den Grünen Berufen lag der Frauenanteil bei 23,5 Prozent; er ist damit gegenüber dem Vorjahr geringfügig gestiegen.

Dennoch: Allein seit 2010 ging die Anzahl der Betriebe um rund ein Achtel zurück. In absoluten Zahlen bedeutet das einen Verlust von über 36. 000 Betrieben. Unter den 8. 460 Auszubildenden im Beruf Landwirt oder Landwirtin waren 2020 1.

569 Frauen. Damit machten die angehenden Landwirtinnen fast ein Fünftel der Auszubildenden aus – ein etwa doppelt so hoher Anteil wie noch vor 15 Jahren. Zu den “Grünen Berufen” werden 14 Ausbildungsberufe in der Land- und Ernährungswirtschaft gezählt. Wer mehr zu den Ausbildungen und weiteren Bildungswegen im landwirtschaftlichen Bereich erfahren möchte, findet umfangreiche Informationen auf dem Bildungsserver Agrar des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) unter www.

  • Auszubildende in den Grünen Berufen 2020 (jpeg, 80 KB, Nicht barrierefrei)
See also:  Wie Viele Autisten Gibt Es In Deutschland?

Rund 83 Prozent der Rinder in Deutschland werden in Laufställen gehalten. Die Laufstallhaltung ist damit die eindeutig dominierende Haltungsform. Die früher verbreitete Anbindehaltung ist weiter auf dem Rückzug. 2020 wurden nur noch knapp zehn Prozent der Rinder angebunden gehalten – 2010 war ihr Anteil noch mehr als doppelt so hoch.

bildungsserveragrar. de. Dort gibt es auch einen Stellenmarkt, Lehrmaterialien und die Ausgaben der BZL-Fachzeitschrift B&B Agrar. Unabhängig vom Haltungsverfahren hat nahezu ein Drittel der in Deutschland gehaltenen Rinder regelmäßigen Weidezugang.

Ihr Anteil ist in den vergangenen Jahren jedoch gesunken; 2020 standen noch 31,4 Prozent der Rinder auf der Weide. Die durchschnittliche Weidedauer belief sich auf etwa zwölf Stunden am Tag und rund 29 Wochen pro Jahr.

  • Wie werden Rinder in Deutschland gehalten? (jpeg, 360 KB, Nicht barrierefrei)

Zu Beginn der Corona-Krise im Frühjahr 2020 gab es große Sorgen, ein Mangel an Saisonarbeitskräften könne zu massiven Ernteausfällen bei Obst und Gemüse führen. Sieht man sich die Obsterntemengen 2020 an, haben sich diese Befürchtungen nicht bestätigt. Allerdings wirkten sich auch Spätfröste und Trockenheit in diesem Jahr aus – bei Äpfeln weniger als in anderen Kulturen. 2020 wurde in Deutschland etwa fünf Prozent mehr Obst geerntet als im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre.

  • Wie ist die Obsternte 2020 ausgefallen? (jpeg, 356 KB, Nicht barrierefrei)

In der Wahrnehmung vieler Menschen sind die Lebensmittelpreise während des Coronajahrs 2020 deutlich gestiegen. Tatsächlich lagen die Verbraucherpreise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke um 2,3 Prozent höher als 2019. In den Erzeugerpreisen für landwirtschaftliche Produkte spiegelt sich das jedoch nicht wider: Sie sanken im selben Zeitraum um 3,3 Prozent.

Bei Äpfeln gab es mit knapp neun Prozent ein größeres Plus zu verzeichnen. Die Erdbeerernte fiel gegenüber diesem Vergleichszeitraum um gut 13 Prozent geringer aus, aber immer noch deutlich besser als 2019.

Besonders hart traf es die Kartoffelanbaubetriebe, die einen Preisrückgang von über 40 Prozent hinnehmen mussten. Erfreulich war die Preisentwicklung hingegen aus Sicht der Erdbeererzeugerinnen und -erzeuger, die 2020 für ihre Ware gut 39 Prozent mehr erhielten als noch 2019.

  • Wie haben sich die Erzeugerpreise für landwirtschaftliche Produkte 2020 entwickelt? (jpeg, 101 KB, Nicht barrierefrei)

Im Jahr 2020 erreichte der Holzeinschlag in Deutschland einen Rekordwert von 80,4 Millionen Kubikmetern. Seit der deutschen Vereinigung war der Holzeinschlag eines Jahres noch nie so hoch wie 2020. Der Anteil der Holzartengruppe “Fichte, Tanne, Douglasie und sonstiges Nadelholz” am Gesamtholzeinschlag lag bei 77 Prozent (62,2 Millionen Kubikmetern). Damit setzt sich der seit ein paar Jahren anhaltende Trend eines vermehrten Einschlags dieser Holzartengruppe fort.

  • Vor allem aber zeigen diese Werte, wie groß die Preisschwankungen sind, mit denen Landwirtinnen und Landwirte von Jahr zu Jahr kalkulieren müssen;
  • Dagegen waren die Einschlagsmengen bei Laubhölzern sowie Kiefer und Lärche 2020 mit acht Millionen Kubikmetern (zehn Prozent) rückläufig;

Es wurden außerdem rund 8,8 Millionen Kubikmeter Buche und sonstiges Laubholz (Anteil am Gesamtholzeinschlag elf Prozent) sowie 1,4 Millionen Kubikmeter Eiche und Roteiche (zwei Prozent) geschlagen. Der hohe Holzeinschlag 2020 ist eine Folge vermehrter Waldschäden durch von Trockenheit und Hitze begünstigtem Insektenbefall.

Rund 54 Prozent (43,3 Millionen Kubikmeter) des Holzeinschlags wurde aufgrund von Insektenschäden vorgenommen. Der Anteil des Schadholzeinschlags insgesamt am Gesamtholzeinschlag lag 2020 bei rund 75 Prozent (60,1 Millionen Kubikmeter).

Sowohl die Menge des Schadholzeinschlags als auch sein Anteil am Gesamtholzeinschlag waren noch nie so hoch wie im Jahr 2020. Neben Insektenbefall waren Schäden aufgrund von Wind beziehungsweise Sturm Ursache für 13 Prozent (10,2 Millionen Kubikmeter), Trockenheit für vier Prozent (3,1 Millionen Kubikmeter) und sonstige Schäden für vier Prozent (3,5 Millionen Kubikmeter) des Schadholzeinschlags.

  • Holzeinschlag in Deutschland (jpeg, 137 KB, Nicht barrierefrei)

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Welches Land produziert am meisten essen?

Milchprodukte [ Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ] – Alle Angaben beruhen auf Daten der FAOSTAT (Food and Agriculture Organization) der Vereinten Nationen (Stand 2016):

Produkt 1. Produzent 2. Produzent 3. Produzent 4. Produzent 5. Produzent Weltproduktion in t
Kuhmilch   Vereinigte Staaten   Indien   Volksrepublik China   Brasilien   Deutschland 636. 585. 973
Büffelmilch   Indien   Pakistan   Volksrepublik China   Ägypten   Nepal 102. 379. 198
Ziegenmilch   Indien   Sudan   Bangladesch   Pakistan   Frankreich 16. 953. 498
Schafmilch   Volksrepublik China   Türkei   Griechenland   Syrien   Rumänien 10. 134. 544
Kamelmilch   Somalia   Kenia   Mali   Äthiopien   Niger 2. 827. 743

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Wie viele Bauernhöfe gibt es noch in Deutschland?

Anzahl und Größe landwirtschaftlicher Betriebe in Deutschland 2020 – Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland ist in den vergangenen Jahrzehnten enorm zurückgegangen. Im Jahr 2020 gab es 263. 500 landwirtschaftliche Betriebe in Deutschland.

  • Vor 25 Jahren waren es noch mehr als doppelt so viele;
  • Dieser Trend hat sich zwar verlangsamt, trotzdem ist die Zahl der Betriebe allein in den letzten zehn Jahren um rund 35;
  • 600 gesunken;
  • Auffällig ist, dass sehr große Betriebe von dieser Entwicklung nicht betroffen sind;

Ihre Zahl ist sogar gewachsen – besonders stark in der Größenklasse der Betriebe mit einer landwirtschaftlichen Fläche zwischen 200 und 500 Hektar. Derart große Betriebe sind aber noch die Ausnahme. Knapp 86 Prozent der Höfe in Deutschland bewirtschaften eine Fläche von maximal 100 Hektar und hier ist die Entwicklung rückläufig. .

Wie viele Bauern haben aufgegeben?

400. 000 Bauernhöfe im Jahr verschwinden – © Adobestock Bei der Anhörung vor dem EU-Parlament sagte Wojciechowski: “In nur einem Jahrzehnt, von 2005 bis 2015, haben wir 4 Millionen landwirtschaftliche Betriebe in der EU verloren. Im Jahr 2005 betrug die Zahl der Höfe fast 15 Millionen. Ein Jahrzehnt später waren es weniger als 11 Millionen. Das bedeutet: Wir haben 400. 000 Bauernhöfe pro Jahr verloren, mehr als 30. 000 pro Monat und mehr als 1. 000 pro Tag. ” Der designierte Agrarkommissar sagte weiter: „Unsere Debatte ist für drei Stunden angesetzt.

Während dieser Zeit werden mehr als 100 Landwirte ihren Betrieb und ihre Arbeit verlieren. Für viele von ihnen wird es eine sehr traumatische Situation sein”. Wojciechowski wies auch auf das Problem der Selbstmorde unter den Landwirten hin – unter anderem in Frankreich.

Er sagte: “Vielleicht bin ich ja zu pessimistisch, aber es gibt eine Anekdote, die sagt, dass der Unterschied zwischen einem Pessimisten und einem Optimisten darin besteht, dass der Pessimist im Allgemeinen besser informiert ist”. Wojciechowski findet es deshalb sehr wichtig, ein realistisches Bild der Situation in der europäischen Landwirtschaft zu haben.

Wie viele Menschen ernährt ein Landwirt 2020?

Das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) veröffentlicht Informationsgrafiken zu Themen aus dem gesamtem Agrarbereich. Darin werden Marktinformationen und weitere aktuelle Sachverhalte aus der Landwirtschaft kurz und prägnant grafisch dargestellt.

Als staatliche Stelle steht das BZL dafür, dass die von ihm erhobenen und veröffentlichten Daten neutral, objektiv und wissenschaftlich unabhängig sind. Dritte können die Informationsgrafiken verwenden, wenn das BZL als Urheber kenntlich gemacht wird.

Weitere Infografiken finden Sie auf landwirtschaft. de und praxis-agrar. de. Im Mai 2022 wurden 22,29 Millionen Schweine in Deutschland gehalten. Das ist der niedrigste Wert seit 1990 und allein gegenüber 2020 ein Rückgang um fast 15 Prozent. Während sinkende Schweinebestände ein neuer Trend sind, geht die Anzahl der schweinehaltenden Betriebe bereits seit Jahrzehnten stark zurück.

  • Aktuell halten 17;
  • 900 Betriebe in Deutschland Schweine – gegenüber 2010 ein Rückgang um 46 Prozent;
  • Im Gegenzug stieg die Zahl der Schweine pro Betrieb an – aktuell auf über 1;
  • 200 Tiere; somit ist seit 2010 die durchschnittliche Bestandsgröße um 52 Prozent gewachsen;

Nach Jahrzehnten kontinuierlichen Wachstums wurde der Spitzenwert von durchschnittlich 1. 278 Schweinen pro Betrieb aus dem Jahr 2020 zuletzt jedoch nicht mehr ganz erreicht.

  • Wie hat sich die Schweinehaltung in Deutschland entwickelt? (jpeg, 192 KB, Nicht barrierefrei)

2. 208 deutschen Aquakulturbetriebe erzeugten 2021 fast 18. 300 Tonnen Fisch. Damit setzt sich der Trend der letzten Jahre fort: Während die Produktionsmenge leichten Schwankungen unterliegt, ist die Anzahl der Betriebe weiter rückläufig. Im Vergleich zum Durchschnitt der letzten fünf Jahre wurden 2021 fast drei Prozent weniger Fisch produziert, die Zahl der Aquakulturbetriebe sank in den letzten fünf Jahren um 727 Betriebe.

  1. Regenbogenforelle und Karpfen dominieren nach wie vor die Liste der Speisefische aus deutscher Aquakultur, gefolgt von Lachsforelle, Elsässer Saibling und Europäischem Aal;
  2. In geringerem Umfang produziert die Teichwirtschaft weitere Fischarten wie beispielsweise Welse, Schleien, Zander oder Hechte;

Mit einem Anteil von rund 58 Prozent haben forellenartige Fische in der deutschen Fischerzeugung eine große Bedeutung. Die Betriebe ziehen neben Regenbogenforellen, Lachsforellen und Elsässer Saibling auch Bachforellen und Bachsaiblinge auf. Nur wenige Betriebe sind auf die Aufzucht von Aalen spezialisiert, sie mästen ausschließlich wildgefangene junge Aale, sogenannte Glasaale.

  • Wichtigste Speisefische aus deutscher Aquakultur (2021) (jpeg, 202 KB, Nicht barrierefrei)

In Deutschland wurde 2021 auf knapp 132. 000 Hektar Gemüse angebaut – das ist gegenüber dem Vorjahr ein Zuwachs von gut vier Prozent. 14 Prozent der Gemüseanbaufläche werden ökologisch bewirtschaftet. Die flächenmäßig wichtigste Kultur im ökologischen Gemüseanbau sind Möhren. Besonders hoch ist der Bio-Anteil bei Erbsen und Kürbissen.

  • Gemüseanbau in Deutschland 2021 (in Hektar) (jpeg, 145 KB, Nicht barrierefrei)

Spargel ist ein beliebtes Gemüse der Deutschen. Die regionale Gemüseart hat die größte Anbaufläche in Deutschland: 2021 wurde auf 25. 700 Hektar Spargel angebaut. Das reicht jedoch nicht, um die Nachfrage in Deutschland komplett decken zu können. Auch in der deutschen Spargelsaison, die von Mitte April bis zum 24.

Rund 38 Prozent der Kürbisanbaufläche werden ökologisch bewirtschaftet. Insgesamt wird fast ein Fünftel der Gemüseanbaufläche für den Spargelanbau genutzt. Hier fällt der Bio-Anteil mit knapp sieben Prozent sehr viel geringer aus.

Juni geht, kommt ausländischer Spargel auf den Tisch. Rund ein Viertel des hierzulande verbrauchten frischen Spargels wird importiert. Die wichtigsten Lieferländer für Spargel sind Spanien und Griechenland. Gut die Hälfte der deutschen Spargelimporte stammt aus diesen beiden Ländern.

  • Woher kommt unser Spargel? (Angaben für 2021 in 1. 000 Tonnen) (jpeg, 166 KB, Nicht barrierefrei)

Neben der Corona-Pandemie wirkt sich immer stärker auch der Ukraine-Krieg auf die Verbraucherpreise in Deutschland aus. Nicht nur Energieprodukte, sondern auch Nahrungsmittel sind im Vergleich zum Vorjahr erheblich teurer geworden: Nahrungsmittel kosteten im April 2022 in der Summe 8,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Allein seit März 2022 stiegen die Preise um 3,6 Prozent.

  • Wie haben sich 2022 die Lebensmittelpreise entwickelt? (Teuerungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat in Prozent) (jpeg, 376 KB, Nicht barrierefrei)

Aktuell herrscht große Sorge, dass Ernteausfälle in Folge des Ukraine-Kriegs in vielen Ländern die Nahrungsmittelsicherheit gefährden könnten. Bei Weizen als wichtigem Brotgetreide gehören Russland und die Ukraine zu den größten Exporteuren weltweit: Beinahe 28 Prozent aller globalen Weizenexporte entfielen 2020 auf diese beiden Länder. Die wichtigsten Abnehmer ukrainischen Weizens waren Ägypten (3,1 Millionen Tonnen), Indonesien (2,7 Millionen Tonnen), Bangladesch (1,5 Millionen Tonnen) und Pakistan (1,2 Millionen Tonnen).

Besonders gravierend ist der Anstieg bei Speisefetten und -ölen, die im April 27,3 Prozent mehr kosteten als im April 2021. Auch Fleisch ist erheblich teurer geworden. Bei Gemüse liegen die Preise bereits seit Monaten deutlich über dem Vorjahresniveau.

Auch für Weizen aus Russland ist Ägypten mit rund 8,3 Millionen Tonnen Importeur Nummer eins. Im Jahr 2020 importierte Deutschland 11. 954 Tonnen Weizen aus der Ukraine und 263 Tonnen aus Russland.

  • Die größten Weizenexporteure weltweit (2020) (jpeg, 433 KB, Nicht barrierefrei)

Im Jahr 2021 erhielten Milchbäuerinnen und -bauern im Durchschnitt 36,27 Cent pro Kilogramm konventionell erzeugter Milch von deutschen Molkereien. Dabei entspricht ein Liter Milch 1,03 Kilogramm. Für Biomilch gab es knapp 39 Prozent mehr, nämlich 50,25 Cent. Vergleicht man dies mit dem Durchschnitt der vorangegangenen fünf Jahre, erhielten konventionelle Betriebe 3,5 Cent, Bio-Betriebe knapp zwei Cent mehr als in den Vorjahren.

  • Milchpreis: Wie viel bekommen Landwirtinnen und Landwirte? (in Cent pro Kilogramm) (jpeg, 342 KB, Nicht barrierefrei)

Der Selbstversorgungsgrad ist ein Maßstab, der anzeigt, in welchem Umfang die Erzeugung der heimischen Landwirtschaft den Bedarf decken kann. Insgesamt lag in Deutschland der Selbstversorgungsgrad bei Nahrungsmitteln in den vergangenen Jahren im Durchschnitt bei gut 80 Prozent. Während der Bedarf an Obst 2020 nur zu 20 Prozent aus heimischer Erzeugung gedeckt werden konnte, betrug der Selbstversorgungsgrad bei Kartoffeln 145 Prozent.

Gegenüber 2020 konnten vor allem die konventionellen Milchviehhalterinnen und -halter eine deutliche Steigerung verbuchen. Hier stieg der Milchpreis um über zehn Prozent. Für Biomilch gab es lediglich vier Prozent mehr als im Vorjahr, dafür konnte die 50 Cent-Marke geknackt werden.

Auch bei Zucker, Fleisch und Milch übersteigt hierzulande die Erzeugung den Bedarf.

  • Der Selbstversorgungsgrad in Deutschland (2020, in Prozent) (jpeg, 382 KB, Nicht barrierefrei)

Über 60 Prozent des Ackerlands wird in Deutschland für den Anbau von Weizen, Mais und Gerste genutzt. Hauptanbaukultur ist Weizen, der auf etwa einem Viertel der Ackerbaufläche wächst. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Weizenanbaufläche um 3,6 Prozent, lag mit 2,9 Millionen Hektar aber immer noch deutlich unter dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre.

  • Was wächst auf Deutschlands Feldern? (jpeg, 467 KB, Nicht barrierefrei)

Ein immer geringerer Teil dessen, was Verbraucherinnen und Verbraucher für Nahrungsmittel bezahlen, kommt bei den Erzeugerinnen und Erzeugern an. Insgesamt betrug ihr Anteil an den Verkaufserlösen 2020 nur noch knapp 21 Prozent – 1980 lag er noch mehr als doppelt so hoch. Obwohl die Werte von Jahr zu Jahr stark schwanken, ist eine deutliche Tendenz erkennbar. Bei Eiern etwa lag der Anteil in den achtziger Jahren nie unter 70 Prozent, 2020 belief er sich nur noch auf 41 Prozent.

Die Anbauflächen für Silomais und Gerste gingen gegenüber dem Vorjahr um 3,5 beziehungsweise 7,7 Prozent zurück. Dagegen hat der Rapsanbau sich etwas erholt: Nach einem Einbruch um gleich 30 Prozent im Jahr 2019, ist die Anbaufläche seitdem wieder um ein Sechstel gewachsen.

Einen besonders starken Rückgang mussten 2020 die Kartoffelerzeugerinnen und -erzeuger verkraften, deren Anteil an den Verkaufserlösen gegenüber dem Vorjahr um gleich zehn Prozentpunkte einbrach. Mit 26 Prozent lag hier der Wert aber trotzdem noch etwa auf dem Durchschnittsniveau der vergangenen 20 Jahre.

  • Welcher Anteil der Verbraucherausgaben für Nahrungsmittel kommt bei den Landwirtinnen und Landwirten an? (jpeg, 535 KB, Nicht barrierefrei)

Von den Treibhausgasemissionen in Deutschland entfallen neun Prozent auf die Landwirtschaft. Verglichen mit 1990 sind die Emissionen stark rückläufig. In den vergangenen 15 Jahren sind sie jedoch nur noch um knapp vier Prozent gesunken. Dadurch, dass die Emissionen in anderen Sektoren deutlich stärker zurückgegangen sind, ist der relative Anteil der Landwirtschaft an den erzeugten Klimagasen gestiegen.

Das Klimaschutzgesetz sieht vor, die Treibhausgasemissionen der Landwirtschaft bis 2030 auf 56 Millionen Tonnen CO 2 -Äquivalente zu reduzieren. In den nächsten zehn Jahren sind daher Einsparungen von rund 16 Prozent erforderlich.

CO 2 -Emissionen spielen dabei übrigens nur eine untergeordnete Rolle. Die wichtigsten Treibhausgase in der Landwirtschaft sind Methan und Lachgas, auf die fast 96 Prozent der Emissionen entfallen.

  • Treibhausgasemissionen in Deutschland: Die Rolle der Landwirtschaft (jpeg, 153 KB, Nicht barrierefrei)

Die Effizienzsteigerungen der Landwirtschaft in den vergangenen Jahrzehnten sind enorm. Heute kann ein Landwirt 137 Menschen ernähren – fast doppelt so viele wie noch 1990. Seit 1960 hat sich diese Zahl sogar mehr als verachtfacht. In dieser Summe sind nur die in Deutschland produzierten Nahrungs- und Futtermittel berücksichtigt. Rechnet man auch das Futter hinzu, das deutsche Landwirtinnen und Landwirte aus dem Ausland importieren, um damit ihre Tiere zu füttern, steigt die Zahl der Menschen, die sie mit ihren Erzeugnissen rechnerisch ernähren können, sogar auf 151.

  • Wie viele Menschen ernährt ein Landwirt? (jpeg, 439 KB, Nicht barrierefrei)

Die Pachtpreise für landwirtschaftliche Flächen stiegen zwischen den Jahren 2010 und 2020 deutlich an. 2020 betrug die durchschnittliche Pacht für einen Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche 329 Euro und war damit 61 Prozent höher als zehn Jahre zuvor – 2010 betrug die Pacht 204 Euro. Die Pachtpreise unterscheiden sich je nach Nutzungsform: Für einen Hektar Ackerland mussten Landwirtinnen und Landwirte 2020 durchschnittlich 375 Euro zahlen (2010: 230 Euro; +63 Prozent), die durchschnittliche Pacht für Dauergrünland lag bei 198 Euro (2010: 130 Euro; +52 Prozent).

  • Die Kaufpreise für landwirtschaftliche Flächen stiegen zwischen 2010 und 2020 noch stärker als die Pachtpreise: Während im Jahr 2010 ein Hektar durchschnittlich 11;
  • 854 Euro kostete, mussten Landwirtinnen und Landwirte im Jahr 2020 mehr als das Doppelte bezahlen, nämlich durchschnittlich 26;

777 Euro.

  • Pachtpreise landwirtschaftlicher Flächen in Deutschland (Preise in Euro pro Hektar) (jpeg, 582 KB, Nicht barrierefrei)

Trotz steigender Preise geben die Menschen in Deutschland nur einen relativ geringen Teil ihres Geldes für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke aus – weniger als ein Achtel der Haushaltsausgaben wird dafür aufgewendet. Verbraucherinnen und Verbraucher profitieren dabei auch davon, dass die Lebensmittelpreise hierzulande nur minimal über dem EU-Durchschnitt liegen, das Pro-Kopf-Einkommen aber deutlich darüber. Auch im Vergleich mit den europäischen Nachbarn sind die Ausgaben für Nahrungsmittel relativ gering.

  1. Zwar ist der Anteil hierzulande gegenüber dem Vorjahr von 10,8 auf 12 Prozent gestiegen, damit liegt Deutschland aber dennoch unter dem EU-Durchschnitt;
  2. Nur in Luxemburg (9,5 Prozent), Irland (9,8 Prozent) und Österreich (11,3 Prozent) geben die Menschen anteilig weniger für Nahrungsmittel aus;

Besonders hoch fällt der Anteil in vielen (süd)osteuropäischen Staaten aus – allen voran Rumänien, wo die Menschen beinahe ein Viertel ihrer Haushaltsausgaben für Nahrungsmittel aufwenden.

  • Wie viel Prozent der Haushaltsausgaben werden für Nahrungsmittel aufgewendet? (2020) (jpeg, 78 KB, Nicht barrierefrei)

In Deutschland gibt es immer weniger landwirtschaftliche Betriebe, die dafür immer größer werden. Seit Mitte der 1990er-Jahre hat sich ihre Anzahl halbiert, die durchschnittliche Größe hingegen verdoppelt. Das lässt erkennen, dass die landwirtschaftlich genutzte Fläche insgesamt im Zeitverlauf relativ konstant geblieben ist. In den vergangenen Jahren hat sich der Strukturwandel in der Landwirtschaft verlangsamt.

  • Wie haben sich Anzahl und Größe landwirtschaftlicher Betriebe entwickelt? (jpeg, 259 KB, Nicht barrierefrei)

Im Jahr 2020 gab es insgesamt 32. 469 Auszubildende in den Grünen Berufen – 138 Auszubildende mehr als 2019. Gegenüber dem Vorjahr nahm 2020 die Anzahl der Auszubildenden zum Gärtner oder Gärtnerin um 345 zu. Die Auszubildenden zum Landwirt oder Landwirtin nahmen hingegen um 204 ab. Unter allen Auszubildenden in den Grünen Berufen lag der Frauenanteil bei 23,5 Prozent; er ist damit gegenüber dem Vorjahr geringfügig gestiegen.

Dennoch: Allein seit 2010 ging die Anzahl der Betriebe um rund ein Achtel zurück. In absoluten Zahlen bedeutet das einen Verlust von über 36. 000 Betrieben. Unter den 8. 460 Auszubildenden im Beruf Landwirt oder Landwirtin waren 2020 1.

569 Frauen. Damit machten die angehenden Landwirtinnen fast ein Fünftel der Auszubildenden aus – ein etwa doppelt so hoher Anteil wie noch vor 15 Jahren. Zu den “Grünen Berufen” werden 14 Ausbildungsberufe in der Land- und Ernährungswirtschaft gezählt. Wer mehr zu den Ausbildungen und weiteren Bildungswegen im landwirtschaftlichen Bereich erfahren möchte, findet umfangreiche Informationen auf dem Bildungsserver Agrar des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) unter www.

  • Auszubildende in den Grünen Berufen 2020 (jpeg, 80 KB, Nicht barrierefrei)

Rund 83 Prozent der Rinder in Deutschland werden in Laufställen gehalten. Die Laufstallhaltung ist damit die eindeutig dominierende Haltungsform. Die früher verbreitete Anbindehaltung ist weiter auf dem Rückzug. 2020 wurden nur noch knapp zehn Prozent der Rinder angebunden gehalten – 2010 war ihr Anteil noch mehr als doppelt so hoch.

bildungsserveragrar. de. Dort gibt es auch einen Stellenmarkt, Lehrmaterialien und die Ausgaben der BZL-Fachzeitschrift B&B Agrar. Unabhängig vom Haltungsverfahren hat nahezu ein Drittel der in Deutschland gehaltenen Rinder regelmäßigen Weidezugang.

Ihr Anteil ist in den vergangenen Jahren jedoch gesunken; 2020 standen noch 31,4 Prozent der Rinder auf der Weide. Die durchschnittliche Weidedauer belief sich auf etwa zwölf Stunden am Tag und rund 29 Wochen pro Jahr.

  • Wie werden Rinder in Deutschland gehalten? (jpeg, 360 KB, Nicht barrierefrei)

Zu Beginn der Corona-Krise im Frühjahr 2020 gab es große Sorgen, ein Mangel an Saisonarbeitskräften könne zu massiven Ernteausfällen bei Obst und Gemüse führen. Sieht man sich die Obsterntemengen 2020 an, haben sich diese Befürchtungen nicht bestätigt. Allerdings wirkten sich auch Spätfröste und Trockenheit in diesem Jahr aus – bei Äpfeln weniger als in anderen Kulturen. 2020 wurde in Deutschland etwa fünf Prozent mehr Obst geerntet als im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre.

  • Wie ist die Obsternte 2020 ausgefallen? (jpeg, 356 KB, Nicht barrierefrei)

In der Wahrnehmung vieler Menschen sind die Lebensmittelpreise während des Coronajahrs 2020 deutlich gestiegen. Tatsächlich lagen die Verbraucherpreise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke um 2,3 Prozent höher als 2019. In den Erzeugerpreisen für landwirtschaftliche Produkte spiegelt sich das jedoch nicht wider: Sie sanken im selben Zeitraum um 3,3 Prozent.

  1. Bei Äpfeln gab es mit knapp neun Prozent ein größeres Plus zu verzeichnen;
  2. Die Erdbeerernte fiel gegenüber diesem Vergleichszeitraum um gut 13 Prozent geringer aus, aber immer noch deutlich besser als 2019;

Besonders hart traf es die Kartoffelanbaubetriebe, die einen Preisrückgang von über 40 Prozent hinnehmen mussten. Erfreulich war die Preisentwicklung hingegen aus Sicht der Erdbeererzeugerinnen und -erzeuger, die 2020 für ihre Ware gut 39 Prozent mehr erhielten als noch 2019.

  • Wie haben sich die Erzeugerpreise für landwirtschaftliche Produkte 2020 entwickelt? (jpeg, 101 KB, Nicht barrierefrei)

Im Jahr 2020 erreichte der Holzeinschlag in Deutschland einen Rekordwert von 80,4 Millionen Kubikmetern. Seit der deutschen Vereinigung war der Holzeinschlag eines Jahres noch nie so hoch wie 2020. Der Anteil der Holzartengruppe “Fichte, Tanne, Douglasie und sonstiges Nadelholz” am Gesamtholzeinschlag lag bei 77 Prozent (62,2 Millionen Kubikmetern). Damit setzt sich der seit ein paar Jahren anhaltende Trend eines vermehrten Einschlags dieser Holzartengruppe fort.

Vor allem aber zeigen diese Werte, wie groß die Preisschwankungen sind, mit denen Landwirtinnen und Landwirte von Jahr zu Jahr kalkulieren müssen. Dagegen waren die Einschlagsmengen bei Laubhölzern sowie Kiefer und Lärche 2020 mit acht Millionen Kubikmetern (zehn Prozent) rückläufig.

Es wurden außerdem rund 8,8 Millionen Kubikmeter Buche und sonstiges Laubholz (Anteil am Gesamtholzeinschlag elf Prozent) sowie 1,4 Millionen Kubikmeter Eiche und Roteiche (zwei Prozent) geschlagen. Der hohe Holzeinschlag 2020 ist eine Folge vermehrter Waldschäden durch von Trockenheit und Hitze begünstigtem Insektenbefall.

Rund 54 Prozent (43,3 Millionen Kubikmeter) des Holzeinschlags wurde aufgrund von Insektenschäden vorgenommen. Der Anteil des Schadholzeinschlags insgesamt am Gesamtholzeinschlag lag 2020 bei rund 75 Prozent (60,1 Millionen Kubikmeter).

Sowohl die Menge des Schadholzeinschlags als auch sein Anteil am Gesamtholzeinschlag waren noch nie so hoch wie im Jahr 2020. Neben Insektenbefall waren Schäden aufgrund von Wind beziehungsweise Sturm Ursache für 13 Prozent (10,2 Millionen Kubikmeter), Trockenheit für vier Prozent (3,1 Millionen Kubikmeter) und sonstige Schäden für vier Prozent (3,5 Millionen Kubikmeter) des Schadholzeinschlags.

  • Holzeinschlag in Deutschland (jpeg, 137 KB, Nicht barrierefrei)

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Wie leben die Bauern heute?

9 Viele Tiere, wenige Arten – Früher lebten auf einem Bauernhof Pferde, Rinder, Schweine, Schafe, Hühner, Gänse und Enten. Es gab zwar viele Arten, aber nur wenige Tiere von einer Art. Die Tiere bekamen das Futter, das auf dem Bauernhof selbst erzeugt wurde.

Oft dienten die Tiere vor allem der Ernährung des Bauern und seiner Familie. Heute haben sich die meisten Bauern spezialisiert. Manche erzeugen vorwiegend Getreide oder Kartoffeln. Andere halten vor allem Kühe, Schweine oder Geflügel.

Es werden viele Tiere einer einzigen Art gezüchtet oder gemästet. Die Bauern kaufen fast alles Futter von Händlern, da auf dem eigenen Hof gar nicht genügend Gras oder Getreide wächst. Die Tiere leben in großen Ställen, die sie nie in ihrem Leben verlassen. Früher hielten Bauern nur wenige Tiere einer Art. Aber es gab viele Arten auf einem Hof: Hühner, Schweine, Rinder, Pferde, Schafe, Enten und Gänse. Heute leben viele Tiere einer Art in großen Ställen. Die meisten Bauern haben sich spezialisiert, hier zum Beispiel auf die Haltung von Milchkühen.