Wie Viele Menschen Über 80 Leben In Deutschland?

Wie Viele Menschen Über 80 Leben In Deutschland
11. 01. 2016 Hoch­alt­rige in Deutsch­land Immer mehr Deutsche erreichen ein Alter von 80 Jahren und mehr. Deutschlandweit liegt der Anteil der Hochbetagten an der Gesamtbevölkerung inzwischen bei 5,6 Prozent. Die anteilig meisten leben in Sachsen. Den stärksten prozentualen Zuwachs seit 2004 verzeichnete jedoch Mecklenburg-Vorpommern.

  • Von Elena Bause In Deutschland leben immer mehr Menschen im Alter von über 80 Jahren;
  • Ihre Zahl ist von 2004 bis 2014 um 987;
  • 000 auf rund 4,5 Millionen (+ 27,8 Prozent) gestiegen;
  • Das geht aus einer Auswertung der finalen Bevölkerungsdaten 2014 des Statistischen Bundesamts hervor;

Der Anteil der sogenannten Hochaltrigen an der Gesamtbevölkerung lag Ende 2014 bei 5,6 Prozent, 2004 betrug er 4,3 Prozent. Grund für den starken Zuwachs ist vor allem die steigende Lebenserwartung. Die „Alten” werden sozusagen immer älter. Da zugleich mit den Babyboomern geburtenstarke Jahrgänge in der Bevölkerungspyramide nach oben rücken, wird die Zahl der Hochaltrigen künftig noch weiter ansteigen.

Wie wahrscheinlich ist es über 90 zu werden?

03. 06. 2015 Kolumne Kolumne Die Deutschen sind nicht die Spar- und Vorsorgeweltmeister, für die sie sich gerne halten. Leider. Alle reden über den demographischen Wandel und die Lücken in der gesetzlichen Rente. Aber immer noch tun viele nichts oder zu wenig, um für das Alter vorzusorgen.

Gründe dafür gibt es viele: Niedrige Zinsen, die Sparen unattraktiv erscheinen lassen. Oder eine Politik, die zwar Milliarden Euro für Wahlgeschenke ausgibt, aber nicht in die Altersvorsorge der Zukunft investiert.

Oft beginnt das Problem aber auch bei uns selbst – weil wir schlicht unterschätzen, wie alt wir tatsächlich werden. Denken Sie nur einen Moment über sich selbst nach. Glauben Sie, dass Sie 90 Jahre alt werden? Das Umfrageinstitut Ipsos hat diese Frage vor kurzem 1.

000 Deutschen gestellt. Über 80 Prozent der Befragten waren der Meinung: nie und nimmer! Damit dürften erfreulich viele Menschen falsch liegen. Wer beispielsweise wie ich im Jahr 1954 geboren wurde, der wird mit einer Wahrscheinlichkeit von ungefähr 35 Prozent seinen 90.

Geburtstag feiern können. Bei 45-jährigen liegt die Wahrscheinlichkeit schon bei über 40 Prozent, wenn man die eher vorsichtigen Annahmen des Statistischen Bundesamtes zugrunde legt. Versicherungsmathematiker kalkulieren sogar noch etwas optimistischer; auch aus Vorsicht, damit ausreichend Kapital für die lebenslange Rente zurückgelegt wird.

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Aber selbst die Experten unterschätzen den Fortschritt manchmal. 1987 beispielsweise schätzte das Statistische Bundesamt , dass knapp 22 Prozent aller Männer im Alter von 65 Jahren auch ihren 85. Geburtstag erleben würden.

Die Versicherer waren zuversichtlicher und gingen von gut 26 Prozent aus. Tatsächlich waren es schließlich sogar 32 Prozent.

Wie viele Menschen gibt es in 100 Jahren?

Im Jahr 2020 waren hierzulande 20 465 Menschen 100 Jahre alt und älter. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 3 523 mehr Hochbetagte als im Jahr 2019.

Wie ist die Altersverteilung in Deutschland?

Fakten – Wenn die Bevölkerung nach Altersjahrgängen sortiert wird (wie hier in der Grafik unten die jüngeren und oben die älteren Jahrgänge), so glich die dabei entstehende Form in früheren Jahren in vielen Ländern einer Pyramide – mit einer relativ breiten Basis an jungen Menschen im unteren Bereich und wenigen Alten in der Spitze.

Wegen der ursprünglichen Form wird diese Art der grafischen Darstellung in der Statistik als Alterspyramide bezeichnet. Beim Bevölkerungsaufbau Deutschlands im Jahr 1970 ist die Pyramide noch in Teilen zu erkennen.

Bei der hier gewählten Darstellung, bei der Altersjahrgänge zu Altersgruppen zusammengefasst werden, weichen im Jahr 1970 vor allem zwei Altersgruppen von der Pyramidenform ab: Durch weniger Geburten in den Kriegsjahren 1941 bis 1945 und den Nachkriegsjahren 1945 bis 1947 hat die Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen im Jahr 1970 nur einen Anteil von 14,2 Prozent bei den Männern und von 12,1 Prozent bei den Frauen.

Die zweite Abweichung betrifft die Altersgruppe der 50- bis 59-Jährigen: Der Rückgang der Geburten in den Kriegsjahren 1915 bis 1918 sowie 1919 und die starken Verluste durch den Zweiten Weltkrieg führten dazu, dass die 50- bis 59-Jährigen im Jahr 1970 nur einen Anteil von 9,0 Prozent bei den Männern und von 11,4 Prozent bei den Frauen hatten.

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Die Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg waren in Deutschland durch hohe Ge-burtenzahlen geprägt. Ab 1947 wurden deutlich mehr Geburten als Sterbefälle registriert. Auf den sogenannten Babyboom, der etwa zwei Jahrzehnte andauerte, folgte ab Ende der 1960er-Jahre ein starker Rückgang der Geburten.

  • Die Zahl der lebend geborenen Kinder ging vom Höchststand im Jahr 1964 (1,36 Millionen) auf 782;
  • 000 im Jahr 1975 zurück;
  • Nach einem wellenförmigen Anstieg der jährlichen Geburtenzahlen auf 906;
  • 000 im Jahr 1990, setzte in den Folgejahren wieder ein Geburtenrückgang ein, der sich ab 1997 verstetigte;

Im Jahr 2011 wurde mit 663. 000 Neugeborenen die niedrigste Geburtenzahl seit 1946 registriert. Seitdem ist die Zahl wieder gestiegen. Durch die geburtenschwachen Jahrgänge seit Ende der 1960er-Jahre ist im Jahr 2018 nichts mehr von der oben beschriebenen Pyramidenform zu erkennen.

Die sogenannten Babyboomer sind 2018 vor allem in der Altersgruppe der 50- bis 59-Jährigen zu finden. Entsprechend hatte diese Altersgruppe mit 16,2 Prozent den größten Anteil an der Gesamtbevölkerung. Gleichzeitig lag der Anteil der unter 10-Jährigen und der 10- bis 19-Jährigen an der Gesamtbevölkerung jeweils bei weniger als 10 Prozent (9,1 bzw.

9,3 Prozent). Der Anteil der jüngeren Altersgruppen hat in der Vergangenheit beständig abgenommen. 1970 machten die unter 20-Jährigen in Westdeutschland noch 29,7 Prozent der Bevölkerung aus. Bis 1995 fiel ihr Anteil in Deutschland auf 21,5 Prozent, im Jahr 2018 lag er bei nur noch 18,4 Prozent.

Gleichzeitig stieg der Anteil der 67-Jährigen und Älteren an der Bevölkerung zwischen 1970 und 2018 von 11,1 auf 19,2 Prozent. Allein der Anteil der 85-Jährigen und Älteren erhöhte sich von 0,6 Prozent im Jahr 1970 auf 2,7 Prozent im Jahr 2018.

Ende 2018 waren in Deutschland knapp 2,3 Millionen Personen mindestens 85 Jahre alt. Von den 83,0 Millionen Einwohnern im Jahr 2018 waren 50,7 Prozent weiblich und 49,3 Prozent männlich. Am geringsten war der Frauenanteil in den Altersgruppen der 20- bis 29-Jährigen und der 10- bis 19-Jährigen (47,9 bzw.

  1. 48,3 Prozent);
  2. Der Anteil der Frauen nimmt in den älteren Altersgruppen zu: In der Gruppe der 50- bis 59-Jährigen waren die Anteile der Frauen und Männer 2018 nahezu gleich groß;
  3. In der Altersgruppe der 60- bis 69-Jährigen lag der Frauenanteil mit 51,6 leicht über dem der Männer;
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Bei den 70- bis 79-Jährigen lag der Anteil schon bei 54,4 Prozent und bei den 80- bis 84-Jährigen bei 58,6 Prozent. In der Gruppe der Personen, die 85 Jahre oder älter waren, hatten die Frauen schließlich einen Anteil von 67,6 Prozent – auf diese Altersgruppe entfielen 2018 allerdings nur 2,7 Prozent der Gesamtbevölkerung.