Wie Viele Obdachlose Gibt Es In Deutschland?

Wie Viele Obdachlose Gibt Es In Deutschland
Stand: 21. 12. 2021 13:46 Uhr Im vergangenen Jahr waren in Deutschland nach Schätzungen der Wohnungslosenhilfe 256. 000 Menschen ohne reguläre eigene Wohnung – etwa ein Fünftel von ihnen lebte auf der Straße. Die Lage habe sich wohl auch wegen der Pandemie verschlechtert.

Im Jahr 2020 lebten in Deutschland 256. 000 Menschen ohne eine eigene Wohnung mit Mietvertrag. Davon waren etwa 45. 000 obdachlos. Das teilte die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe mit. 2018 wurden noch 237.

000 Wohnungslose gezählt. Dazu kämen noch rund 160. 000 Flüchtlinge, die in Gemeinschaftsunterkünften oder anderen Unterkünften leben würden. 2018 lag diese Zahl noch bei 440. 000, seitdem seien aber nicht mehr so viele geflüchtete Menschen neu nach Deutschland gekommen.

Wie viele Obdachlose gibt es in Deutschland 2021?

Die Statistik zeigt die Anzahl der wohnungslosen Männer, Frauen und Kinder in Deutschland in den Jahren von 2013 bis 2020. Für das Jahr 2020 schätzt die BAG Wohnungslosenhilfe die Anzahl der wohnungslosen Männer in Deutschland auf rund 157. 000. Zu den in dieser Statistik abgebildeten rund 256.

Wie viele Obdachlose gibt es 2022 in Deutschland?

Pressemitteilung Nr. 299 vom 14. Juli 2022. WIESBADEN – Zum Stichtag 31. Januar 2022 waren in Deutschland rund 178 000 Personen wegen Wohnungslosigkeit untergebracht, beispielsweise in vorübergehenden Übernachtungsmöglichkeiten oder in Not- und Gemeinschaftsunterkünften.

Wie viele Obdachlose gibt es aktuell in Deutschland?

Im ersten Coronajahr ist die Zahl der Obdach- und Wohnungslosen in Deutschland angestiegen. Mehr als 400. 000 Menschen hatten 2020 keine eigene Wohnung. Freitags informieren wir per Mail über die Nachrichten der Woche: In Deutschland sind offenbar wieder mehr Menschen obdachlos als noch vor einigen Jahren. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAG W) schätzt, dass im Laufe des Jahres 2020 etwa 45. 000 Menschen auf der Straße gelebt haben. Bei der letzten Schätzung für das Jahr 2018 waren es noch 41. 000 gewesen. Das Jahr 2016 mit geschätzten 52. 000 Obdachlosen bleibt damit aber vorläufig ein Ausreißer.

Auch die Zahl der Wohnungslosen, die in öffentlichen Unterkünften leben, ist gestiegen. Die BAG W geht von 256. 000 Menschen aus, die dort 2020 gelebt haben, 19. 000 mehr als noch 2018. Nicht mitgerechnet sind hier die anerkannten Geflüchteten in solchen Einrichtungen.

Ihre Anzahl hat zuletzt abgenommen: Waren es 2018 noch 441. 000 Menschen, schätzt die BAG W ihre Zahl für 2020 auf 161. 000. Sozialminister:innenkonferenz Auch Bundesländer wollen Obdachlosigkeit beenden Bei nur einer Gegenstimme haben sich die Sozialminister:innen der Bundesländer auf das Ziel verständigt, Obdachlosigkeit bis 2030 zu beenden.

  • Sie wollen verstärkt auf Housing First setzen;
  • Die neue Bundesregierung aus SPD, Grünen und FDP hat sich zum Ziel gesetzt, Obdach- und Wohnungslosigkeit bis zum Jahr 2030 zu überwinden;
  • Dafür soll ein Nationaler Aktionsplan aufgesetzt werden;

Auch Hamburg hat sich auf der Konferenz der Sozialminister:innen zu diesem Ziel bekannt .

Wie viele Obdachlose gibt es in Deutschland Statistik?

Obdachlosigkeit Statistik zeigt erstmals Zahl der Wohnungslosen in Notunterkünften. Eine solche Aufstellung wurde lange gefordert, nun liegt sie zum ersten Mal vor: Zuletzt registrierten die Behörden 178. 000 Wohnungslose, die meisten jung und männlich.

Welche Menschen werden obdachlos?

Gibt es auch obdachlose Kinder in Deutschland? – Rein theoretisch und bestenfalls sollte in Deutschland kein Kind auf der Straße leben müssen. Denn sobald eine Familie oder eine alleinerziehende Mutter mit Kind ihre Wohnung verliert, kümmert sich die Kommune um die Unterbringung in einer Einrichtung.

Laut der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e. (BAG W) nimmt die Zahl von wohnungslosen Familien mit Kindern in den letzten Jahren aber stetig zu und ihre Unterbringung wird immer schwieriger. Schätzungen zufolge leben etwa 11% aller wohnungslosen Familien auf der Straße – und zwar zusammen mit ihren Kindern.

Immer mehr Frauen und alleinerziehende Mütter sind von Obdachlosigkeit betroffen. Außerdem ist ein Leben auf der Straße für  viele Jugendliche und junge Erwachsene in ihren Augen oft der einzige Weg, um prekären Familienverhältnissen zu entkommen. Du kannst Kinder und Jugendliche in dieser schwierigen Zeit  unterstützen !.

Wieso gibt es so viele Obdachlose?

Das soziale Netz in Deutschland ist eng geknüpft. Wer arm ist oder seine Arbeit verliert, dem zahlt das Sozialamt die Miete. Warum landen Menschen trotzdem auf der Straße? Wie Viele Obdachlose Gibt Es In Deutschland • Obdachlos wird man nicht einfach so. Wer Mietschulden hat und Gefahr läuft, seine Wohnung zu verlieren, der ist für die Behörden meist kein Unbekannter mehr. Reicht ein Vermieter bei Gericht eine Räumungsklage ein, dann geht automatisch eine Mitteilung an das Sozialamt. Dieses schreibt dem Mieter einen Brief, bietet Hilfe an, vermittelt zwischen ihm und dem Vermieter und übernimmt oft auch die Mietschulden.

Der Mieter muss nur einen kleinen, aber entscheidenden Schritt machen: Er muss den Brief öffnen – und reagieren. Doch daran scheitert es oftmals. Die “ämterorientierte Kommunikation”, wie Christine Heinrichs vom Frankfurter Verein für soziale Heimstätten e.

sie nennt, geht oft an den Betroffenen vorbei. “Wenn das Sozialamt den dritten Brief geschrieben hat, dann liegt der da zusammen mit all den anderen ungeöffneten Briefen”, sagt Heinrichs. Und dann nimmt das Unheil seinen Lauf. Der beste Weg, obdachlos zu werden, ist, sich tot zu stellen.

  1. Viele Kommunen reagieren erst wieder, wenn der Hilfsbedürftige nach der Zwangsräumung auf der Straße steht;
  2. In Frankfurt, wo Christine Heinrichs seit 25 Jahren in der Obdachlosenhilfe arbeitet, setzt man dagegen auf die sogenannte aufsuchende Hilfe;

Werden die Briefe vom Amt nicht beantwortet, klingeln Mitarbeiter des Frankfurter Vereins an der Wohnungstür und versuchen, Kontakt aufzunehmen. Das ist schwierig, denn die Menschen haben sich meist schon zu sehr in ihre eigene Welt zurückgezogen. Heinrichs und ihre Mitarbeiter hören immer wieder die gleiche Geschichte: Erst war die Frau weg, dann kam der Alkohol, dann war der Job weg, und nun ist die Wohnung in Gefahr.

Die anderen sind schuld. Diese Sprachregelung, so Heinrichs, ist eine Hilfskonstruktion, um sich nicht eingestehen zu müssen: “Mit mir stimmt was nicht. ” Die Verantwortung wird nach außen verlagert. Strukturkonservativ nennt Heinrichs diese Haltung, die Unfähigkeit zur Veränderung führe zum Verlust der Handlungsfähigkeit.

Sie und ihre Mitarbeiter bräuchten eigentlich drei Monate, um den Menschen zu helfen. Tatsächlich haben sie meist nur zwei Wochen bis zur Räumung. “Wir laufen den Leuten dann auf der Straße hinterher und versuchen, sie so schnell wie möglich in entsprechende Einrichtungen zu bringen”, sagt sie.

Denn wenn jemand erst einmal auf der Straße lebt, ist eine Rückkehr ins alte Leben extrem schwer. Und die notwendige Hilfe wird dann richtig teuer. 46 Millionen Euro hat allein die Stadt Hamburg im Jahr 2011 für Obdach- und Wohnungslose ausgegeben.

Hinzu kommen Gelder von zahlreichen karitativen Einrichtungen, Hilfevereinen und der Kirche. Etwas mehr als 1000 Personen leben in der Hansestadt auf der Straße. Zirka 2700 sind in öffentlichen Wohn- und Notunterkünften untergebracht. Würde man diesen Menschen die Miete für jeweils eine kleine Wohnung bezahlen, wäre das für die Stadt erheblich billiger.

“Die Bezahlung der Wohnungslosigkeit ist siebenmal teurer als die Prävention der Wohnungslosigkeit”, zitiert Harald Ansen, Professor für Soziale Arbeit und Armutsexperte an der Hamburger Hochschule für Angewandte Wissenschaften, eine Studie des Deutschen Städtetages.

“Am teuersten ist die Krankenhilfe”, sagt Christine Heinrichs. So kostet zum Beispiel ein Transport ins Krankenhaus 700 bis 800 Euro. “Wir haben in Frankfurt Spitzenfälle, die bis zu zehnmal im Monat eingeliefert werden. Da kommen locker schon mal 5000 bis 8000 Euro zusammen”, sagt sie.

Außerdem fallen noch Kosten für Notunterkünfte, Gesundheitsund Sozialprogramme und auch die Kommunikation mit dem Bürger an. Warum tut ihr nichts? Warum bekommt ihr diese Leute nicht von der Straße? Christine Heinrichs hat täglich mit Anrufen von aufgebrachten Frankfurtern zu tun, denen schwer zu vermitteln ist, warum 45 Mitarbeiter versuchen, den Obdachlosen zu helfen, und doch an ihre Grenzen stoßen.

“Wir können ja niemanden einfangen, wegsperren, zwangswaschen. Und dann kommt er satt und sauber wieder raus”, sagt sie. Jeder hat das Recht, so zu leben, wie er will – auch auf der Straße. “Man muss sich in einer Stadt damit abfinden, dass es Leute gibt, denen man tatsächlich überhaupt nicht helfen kann”, sagt Heinrichs.

  • “Das müssen die Bürger aushalten;
  • ” Mehr Wohnraum wäre schön – löst aber das Problem nicht Der Armutsforscher Harald Ansen unterscheidet bei den Obdachlosen drei große Gruppen: – Menschen in kritischen Lebenssituationen, wegen einer Trennung, dem Verlust der Arbeit oder Schulden;
See also:  Wann Spielt Deutschland Gegen Island?

– Junge Menschen, die ungeregelt aus Jugendhilfeeinrichtungen entlassen werden mit großen biografischen Lücken. – Menschen mit gebrochenen Biografien, die immer schon randständig gelebt haben, oft mit hoher beruflicher Mobilität, wie zum Beispiel Seeleute.

Das Hauptproblem ist laut Ansen der Mangel an bezahlbarem Wohnraum. Nach einer Studie des Pestel-Instituts fehlen in Hamburg 110000 Sozialwohnungen. Doch die allein lösen das Problem nicht. Es gibt Obdachlose, die gar keine Wohnung mehr wollen, die ihr soziales Umfeld nicht verlassen möchten, die beengte Räume und Regeln des nachbarschaftlichen Zusammenlebens nicht mehr ertragen können.

Nicole Serocka von der Hamburger Sozialbehörde kennt Fälle, in denen Menschen eine Wohnung zugewiesen wurde, und die dann mit dem Schlafsack auf dem Flur übernachtet haben. Viele kehren auch freiwillig zurück auf die Straße. Man nennt das den Drehtüreffekt.

“Solch ein Verhalten muss mühsam korrigiert werden”, sagt Harald Ansen. Wenn Menschen sich über Jahre in solchen Lebensverhältnissen eingerichtet haben, präge das ihr Selbstbild. Sich von der Identität des Ausgestoßenen zu lösen falle vielen schwer.

Für Christine Heinrichs geht das Problem weit über das Festhalten an einem falschen Selbstbild hinaus. Auch der fehlende Wohnraum ist für sie kein Argument. “Ich arbeite seit 25 Jahren in der Obdachlosenhilfe, und der Personenkreis der Betroffenen wird nicht größer oder kleiner.

Die Zahl derer, die nicht zurückwollen oder -können, bleibt gleich. ” Personen, die ihre Miete nicht mehr bezahlen können und geräumt werden, kommen relativ schnell wieder zu neuem Wohnraum und werden nicht obdachlos, weil es ein gutes Hilfenetz gibt.

Die Personen, die wirklich auf der Straße landen, haben meist noch andere Probleme. “In Frankfurt ist kein Einziger dabei, der auch nur im Ansatz psychisch gesund ist”, sagt sie. Einen Austausch zwischen diesen beiden Gruppen sieht Heinrichs nicht. “Wir betreuen in den Wohnunterkünften in Frankfurt zirka 150 Leute pro Nacht.

  1. Davon sind 90 Leute ständig da, und die anderen sind relativ schnell wieder weg;
  2. Denn die haben noch Ziele;
  3. ” Obdachlosigkeit entsteht also durch Lebenskrisen und das Unvermögen, damit umzugehen und Hilfe in der Not anzunehmen;

Oft ist eine psychische Erkrankung schuld daran. Das Leben auf der Straße ist gefährlich, die Lebenserwartung von Obdachlosen deutlich geringer. Und der Weg zurück ins normale Leben ist schwierig. Das bekannteste Notquartier in Hamburg, das Pik As, begeht im kommenden Jahr seinen 100.

In welchem Land gibt es die meisten Obdachlosen?

Veröffentlicht am 21. 10. 1995 | Lesedauer: 2 Minuten Hier lebt fast jeder zweite wohnungslose Europäer – Immer mehr jungen Leuten fehlt ein Dach über dem Kopf W ährend sich die Staaten Europas um ein gemeinsames “europäisches Haus” bemühen, haben immer mehr Menschen in diesen Ländern kein Dach über dem Kopf: Eine Bestandsaufnahme der Feantsa (Zusammenschluß nationaler Obdachlosen-Vereinigungen) im Auftrag der Europäischen Kommission ergab, daß in den EU-Mitgliedsländern insgesamt rund 1,1 Millionen Obdachlose leben.

  • Deutschland belegt dabei im europäischen Vergleich mit 490 700 Obdachlosen den einsamen Spitzenplatz; von 10 000 Deutschen haben somit 60 keine feste Bleibe;
  • Auf Platz zwei folgt mit deutlichem Abstand Großbritannien: 283 000 Menschen sind hier obdachlos, das entspricht 49 je 10 000;

In Frankreich sind immerhin noch eine Viertelmillion Menschen wohnungslos (das sind 44 von 10 000). Auf diese drei Länder entfallen somit 93 Prozent aller europäischen Obdachlosen. In Spanien hingegen, das mit seinen 39,2 Millionen Einwohnern knapp halb so groß ist wie Deutschland, wurden von der Feantsa nur 8000 Obdachlose ermittelt, das sind im Durchschnitt zwei von 10 000 Spaniern.

Die Erklärung für diese krassen Unterschiede dürfte in der Erfassungsmethode liegen: Als Obdachlose zählen alle, die entsprechende staatliche und private Hilfsangebote nutzen, in Suppenküchen essen und in Obdachlosenheimen übernachten.

In den südlichen Ländern ist die Not derer, die kein festes Dach über dem Kopf haben, schon aus klimatischen Gründen nicht so groß, daß diese Menschen in die Arme der staatlichen Fürsorge getrieben werden. Sie fallen dann in eine andere Kategorie, die in der Feantsa-Schätzung zusätzlich auftaucht: In der EU leben etwa eine Million Menschen in Zelten und Wohnwagen.

Die Mehrheit der europäischen Obdachlosen ist unerwartet jung: Mehr als die Hälfte der Obdachlosen ist zwischen 20 und 39 Jahre alt. Seit Beginn der neunziger Jahre ist dabei die Zahl der 18- bis 25jährigen Obdachlosen am stärksten gewachsen.

Aber auch Frauen sind immer öfter von Obdachlosigkeit betroffen: Lag ihr Anteil zwischen 1985 und 1990 nur bei zehn Prozent, ist er inzwischen auf 40 Prozent gestiegen. Besonders häufig betroffen sind dabei alleinerziehende Frauen. Bei den Männern sind 90 Prozent partnerlos.

Wie viele Obdachlose sterben jedes Jahr?

Im Winter 2020/2021 sind laut der Bundesarbeitsgemeinschaft für Wohnungslosenhilfe (BAG W) 23 Obdachlose durch niedrige Temperaturen ums Leben gekommen (Stand: 07. 04. 2021). Die Anzahl der Kältetoten lag im Winter 2018/2019 bei 12. Von Bund, Ländern und Kommunen existieren keine offiziellen Statistiken zu den Kältetoten.

Die BAG W stützt sich bei ihrer Zählung auf Medienberichte. Der Verband geht sowohl bei der Anzahl der auf der Straße lebenden Menschen als auch der erfroren Obdachlosen von einer hohen Dunkelziffer aus, sodass die Zahlen lediglich geschätzt werden können.

Einige Städte bieten im Winter Notunterkünfte oder Kältebusse an, um die Bedürftigen vor der Kälte zu schützen.

Wie viele Obdachlose gibt es in der Türkei?

Etwa 100. 000 Menschen leben in der Türkei auf der Straße, geschätzt 10. 000 allein in Istanbul. Tendenz steigend. Der Staat ist auf diesem Auge blind, Hilfen gibt es kaum. Freiwillige versuchen nun, die Obdachlosen mit dem Nötigsten zu versorgen.

Wie viele Obdachlose sind Alkoholiker?

Etwa jeder dritte Obdachlose leidet laut der Studie an einer Alkoholabhängigkeit.

Warum wird man obdachlos?

Warum werden Menschen überhaupt obdachlos? – Persönliche Lebenskrisen sind oft der Auslöser dafür, dass Menschen ihre Wohnung verlieren: Verlust des Arbeitsplatzes, Trennung vom Partner, Migration, Konflikte und Flucht aus dem Elternhaus, psychische und physische Erkrankungen, Überschuldung oder Haftentlassungen.

Was ist der Unterschied zwischen wohnungslos und obdachlos?

Was bedeutet Wohnungslosigkeit? – Als wohnungslos werden alle Menschen bezeichnet, die über keinen mietvertraglich abgesicherten oder eigenen Wohnraum verfügen, obdachlos sind, vorübergehend bei Bekannten untergekommen sind, in Einrichtungen der freien Wohlfahrtspflege oder in kommunalen Einrichtungen leben.

  • Obdachlosigkeit und Wohnungslosigkeit werden im alltäglichen Sprachgebrauch oft verwechselt oder gleichgesetzt;
  • Wohnungslosigkeit ist der übergreifende Begriff, Obdachlosigkeit bezeichnet lediglich einen Teil der Wohnungslosigkeit;

Allen diesen Lebenssituationen, zu denen auch das Leben in Wohnungen mit gravierenden baulichen Mängeln oder eingereichte Räumungsklagen zählen, gemeinsam ist die existierende Wohnungsnot. Deshalb wird fachlich häufig von Wohnungsnotfällen gesprochen. Die dadurch ausgedrückte Vielfalt der darunterfallenden Lebenslagen dient dazu, Ausgrenzung und Hilfeausschluss zu verhindern und schlägt sich in den differenzierten Angebote der Wohnungsnotfallhilfe nieder (siehe unten).

Leben ohne eigene Wohnung oder auf der Straße verstärkt Armut und soziale Isolation, die Menschen deprimiert und krank macht. Die Beendigung der Wohnungslosigkeit wird stark erschwert, wenn das Hilfesystem keine passenden Hilfen anbietet, die Betroffenen nicht in der Lage sind, die ihnen zustehende Hilfe anzunehmen oder ungeeignete Hilfe aufgedrängt wird.

Wohnungslose Menschen schämen sich oft für ihre Situation und bemühen sich, nicht als wohnungslos erkannt zu werden. Deswegen fällt Wohnungslosigkeit in der Gesellschaft nicht unbedingt auf. Die “typische” wohnungslose Person gibt es nicht. Die Wahrscheinlichkeit, wohnungslos zu werden, wird jedoch umso größer, je mehr Risikofaktoren zusammentreffen.

Wie viel Prozent sind obdachlos?

Die Zahl der wohnungslosen Menschen in Deutschland ist einer Schätzung zufolge von 2018 bis 2020 um acht Prozent auf 256. 000 Menschen gestiegen. Das teilte die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAGW) mit. Es habe von 2018 auf 2019 einen Anstieg um 9,3 Prozent gegeben, von 2019 auf 2020 dann einen leichten Rückgang um 1,5 Prozent, hieß es.

  1. Im Laufe des Jahres 2020 lebten demnach 45;
  2. 000 Menschen auf der Straße;
  3. Dazu kämen noch rund 160;
  4. 000 Geflüchtete, die in Gemeinschaftsunterkünften oder anderen Unterkünften leben würden;
  5. 2018 lag diese Zahl noch bei 440;
See also:  Wann Ist Die Zeitumstellung In Deutschland?

000, seitdem seien aber nicht mehr so viele geflüchtete Menschen neu nach Deutschland gekommen. Die Bundesarbeitsgemeinschaft schätzte, dass es durch die Coronapandemie mehr Obdachlose und Menschen ohne eigene Wohnung gebe. Viele Hilfseinrichtungen hätten ihre Angebote zu Unterkünften und Beratungen verkleinern müssen, sagte Geschäftsführerin Werena Rosenke.

Wie viel Prozent der Menschen sind obdachlos?

Einzelnachweise [ Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ] –

  1. ↑ OVG Greifswald, Beschluss vom 21. 2009 – Az. : 3 M 92/09 in NJW 2010 , S. 1096 f.
  2. ↑ Vgl. Duden online: Obdach mit der Erläuterung „[vorübergehende] Unterkunft, Wohnung”.
  3. ↑ Vgl. Wolfgang Ayaß : „Vagabunden, Wanderer, Obdachlose und Nichtsesshafte”: eine kleine Begriffsgeschichte der Hilfe für Wohnungslose. In: Archiv für Wissenschaft und Praxis der sozialen Arbeit 44 (2013), S. 90–102.
  4. ↑ Roman Sandgruber : Die Herkunft der Sandler OÖ Nachrichten, 21. Februar 2015, abgerufen am 6. März 2018.
  5. ↑ Robert Sedlaczek : Abgesandelt oder total am Sand? Wiener Zeitung, 27. August 2013, abgerufen am 6. März 2018.
  6. ↑ Sandler, der , Duden abgerufen am 6. März 2018.
  7. ↑ Ammon, Bickel, Ebner, Gasser, Esterhammer, Variantenwörterbuch des Deutschen , 2004, ISBN 978-3-11-016575-3 , S. 578.
  8. ↑ Begriffsdefinitionen von Obdachlosigkeit, Wohnungslosigkeit und prekärer Wohnversorgung. Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe, abgerufen am 26. Oktober 2018.
  9. ↑ Daniel Godeck: Alle jungen Leute haben ein Smartphone – aber nicht unbedingt einen festen Wohnsitz. In: SZ. de (Süddeutsche Zeitung). 10. Februar 2018, abgerufen am 26. Oktober 2018.
  10. ↑ Vgl. etwa Susanne Gerull: Wohnungslosigkeit in Deutschland. In: bpb. de (Bundeszentrale für politische Bildung). Mai 2014, abgerufen am 24. Oktober 2018.
  11. ↑ Vgl. Duden online: wohnsitzlos und Wohnsitzloser mit dem Hinweis „besonders Amtssprache”.
  12. ↑ Vgl. Duden online: Synonyme zu Wohnsitzloser und Synonyme zu Obdachloser. Es werden weitgehend dieselben Synonyme angegeben.
  13. ↑ Beispiel: Obdachlos in Hessen: Auf der Suche nach Wärme. In der Einleitung dieses Artikels werden Obdachlosigkeit und Wohnsitzlosigkeit als Synonyme verwendet.
  14. ↑ Es entstanden auch im bürgerlichen Lager Bewegungen, die sich für die Rechte der Obdachlosen einsetzten. Beispielsweise schrieb ein Leser der Times im Jahr 1864 an die Redaktion einen Brief, der sich mit den „armen Leuten, die morgens in die Parks kriechen, um ein wenig Schlaf zu bekommen” auseinandersetzte. „Diese halbverhungerten, halbnackten armen Schlucker zu vertreiben wäre ein höchst verabscheuungswürdiges und liederliches Unterfangen, zudem übrigens ein illegales. 9)
  15. ↑ Timo Reuter: Obdachlose ohne Statistik. In: Die Zeit. 27. Juli 2015, ISSN   0044-2070 ( zeit. de [abgerufen am 3. April 2017]).
  16. ↑ Laura Berner, Andrej Holm, Inga Jensen: Zwangsräumungen und die Krise des Hilfesystems: eine Fallstudie in Berlin , Humboldt-Universität Berlin/Institut für Sozialwissenschaften, S. 3 (PDF; 2,6 MB), abgerufen am 8. Januar 2017.
  17. ↑ Hochspringen nach: a b BAG W-Information: Schätzung der Zahl der Wohnungslosen und der von Wohnungslosigkeit Bedrohten 2007/2008 (PDF; 121 kB), zu 1999–2008 siehe Tabelle auf Seite 2.
  18. ↑ Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (Hrsg. ): Statistikbericht 2004–2006. BAG W Verlag, Bielefeld 2008, ISBN 978-3-922526-70-4.
  19. ↑ Hochspringen nach: a b 18. 000 Menschen haben kein Dach über den Kopf. In: t-online. de. 12. Januar 2009, abgerufen am 12. Januar 2011.
  20. ↑ Zahl der Wohnungslosen. Website der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe. 11. November 2019, abgerufen am 13. März 2021.
  21. ↑ Aktuelles Lexikon Obdachlosigkeit. In: sueddeutsche. de. 22. Dezember 2004, abgerufen am 12. Januar 2011.
  22. ↑ Beate Posch: Obdachlose Jugendliche: Erwachsenwerden unter der Brücke. In: Deutschlandfunk Kultur. 19. Juli 2017, abgerufen am 19. Mai 2018.
  23. ↑ Manfred Götzke: Migration aus Osteuropa: Obdachlos in der Fremde. In: Deutschlandfunk. 23. Dezember 2017, abgerufen am 19. Mai 2018.
  24. ↑ Timo Reuter in Frankfurter Rundschau: Ausgebeutet und ohne Hoffnung. In: Frankfurter Rundschau. ( fr. de [abgerufen am 3. April 2017]).
  25. ↑ Justus Bender: Obdachlosenzählung: Berlin wird sich rechtfertigen müssen. In: faz. net. Februar 2020, abgerufen am 9. Februar 2020.
  26. ↑ Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e. – Sudbrackstraße 17 – 33611 Bielefeld: Zahl der Wohnungslosen. Abgerufen am 3. April 2017.
  27. ↑ Spiegel (April 2014): Obdachlosigkeit – Neurologische Probleme und Hirntraumata als Grund?
  28. ↑ Der Standard (November 2013): Obdachlosigkeit ist oft die Folge psychischer Erkrankungen
  29. ↑ Adrian J. Connolly et al. : Personality Disorders in Homeless Drop-In Center Clients. In: Journal of Personality Disorders. Band   22 , Nr. 6 , 2008, S. 573–588 , doi : 10. 1521/pedi. 2008. 22. 573 ( ncsinc. org [PDF]): „Cluster A personality disorders (paranoid, schizoid, schizotypal) were found in almost all participants (92 % had at least one diagnosis), and Cluster B (83 % had at least one of antisocial, borderline, histrionic, or narcissistic) and C (68 % had at least one of avoidant, dependent, obsessive-compulsive) disorders also were highly prevalent.
    • ” Der Autor bemühte zur Beschreibung des Lebensstandards der Obdachlosen den Begriff: „The homeless and horseless”, also die Obdach- und Pferdelosen;
    • (Übersetzt aus dem Englischen aus der Times vom 10;
    • August 1864, S;

    ” Personality Disorders in Homeless Drop-In Center Clients ( Memento vom 17. Juni 2009 im Internet Archive )

  30. ↑ Obdachlosigkeit. In: diakonie. de. 12. August 2020, abgerufen am 9. September 2021.
  31. ↑ Randeep Ramesh, Rebecca Ratcliffe: Homeless people in the UK revealed to have life expectancy of just 47 The Guardian , 21. Dezember 2011
  32. ↑ Kahlert/Sander, Polizeigesetz für Baden-Württemberg , 8. Aufl. , Stuttgart, 2015, § 1, Rn. 38
  33. ↑ u. OVG Greifswald, Beschluss vom 21. 2009 – Az. : 3 M 92/09 in NJW 2010 , S. 1096 f. ; VGH BW, Beschluss vom 05. 03. 1996 – Az. : 1 S 470/96 in VBlBW 1996 , S. 233.
  34. ↑ Ruder, Karl-Heinz: Grundsätze der polizei- und ordnungsrechtlichen Unterbringung von (unfreiwillig) obdachlosen Menschen unter besonderer Berücksichtigung obdachloser Unionsbürger , Materialien zur Wohnungslosenhilfe, Heft Nr. 64, 2015, S. 14.
  35. ↑ OVG Bremen, Beschluss vom 7. 2013 – 1 B 1/13, juris, Rn. 16; vgl. auch: VG Saarland, Beschluss vom 3. 2015 – 6 L 79/15, juris, Rn. 5; VG München, Beschluss vom 20. 2014 – M 22 E 14. 1977, juris: „aus dem Fehlen einer Unterkunft ergibt sich eine konkrete Gefahr für die Gesundheit, sogar für das Leben des Betroffenen” (Rn.
    1. 18); VG Würzburg, Beschluss vom 7;
    2. 2014, – W 5 E 14;
    3. 306, juris: „Die Gemeinden sind als Sicherheitsbehörden nach Art;
    4. 6 und Art;
    5. 7 Abs;
    6. 2 Nr;
    7. 3 LStVG verpflichtet, eine mit der eingetretenen oder drohenden Obdachlosigkeit verbundene Störung der öffentlichen Ordnung und Beeinträchtigung der öffentlichen Sicherheit im Hinblick auf die für den Obdachlosennach selbst drohenden gesundheitlichen Gefahren zu beseitigen” (Rn;

    4); VG Oldenburg, Beschluss vom 12. 2013 – 7 B 5615/13, juris: „In der verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung ist geklärt, dass die Obdachlosigkeit einer Person, die nicht auf einer verantwortlichen und rechtlich anerkennenden freien Willensentscheidung beruht, wegen der wesentlichen Nachteile insbesondere auch für die Gesundheit des Obdachlosen eine Gefahr i.

  36. ↑ Ruder, Karl-Heinz: Grundsätze der polizei- und ordnungsrechtlichen Unterbringung von (unfreiwillig) obdachlosen Menschen unter besonderer Berücksichtigung obdachloser Unionsbürger , Materialien zur Wohnungslosenhilfe, Heft Nr. 64, 2015, S. 22–23.
  37. ↑ BayVGH, Beschluss vom 26. 1993, BayVBl. 1993, 569; Hess. VGH, Urteil vom 25. 1991, DVBl. 1991, 1371; VGH Mannheim, Beschluss vom 27. 1991, DVBl. 1991, NVwZ-RR 1994, 394; OVG Lüneburg, Beschluss vom 27. 1991, NVwZ 1992, 502, VG Würzburg, Beschluss vom 03. 04. 2013 – W 5 E 13. 248; VG Würzburg, Beschluss vom 16. 10, juris
  38. ↑ Crisis UK: The homelessness legislation , 2015, ISBN 978-1-78519-029-2 , S. 8 ff.
  39. ↑ Department for Communities and Local Government (DCLG) (2016), Statutory homelessness live tables , Table 770: decisions.
  40. ↑ Anti-social Behaviour, Crime and Policing Act 2014. Abgerufen am 16. März 2020.
  41. ↑ George Monbiot: At last, a law to stop almost anyone from doing almost anything | George Monbiot. In: The Guardian. Januar 2014, ISSN   0261-3077 ( theguardian. com [abgerufen am 16. März 2020]).
  42. ↑ spiegel. de vom 1. Oktober 2013: Neues Gesetz: Ungarn verbietet Obdachlosen das Übernachten im Freien
  43. ↑ Jugendliche filmen ihre Gewalt gegen Obdachlose. Welt Online, 8. Januar 2008, abgerufen am 16. Februar 2008.
  44. ↑ Christian Linde: „Obdachlose” als Opfer struktureller, direkter und vierter Gewalt , in: Berliner Forum Gewaltprävention Nr. 16 (PDF; 1,2 MB), 2004, S. 81–84.
  45. ↑ Rechtsextrem motivierte Tötungsdelikte gegen Obdachlose und deren Erfassung – Kleine Anfrage der Abgeordneten Ulla Jelpke und der Fraktion der PDS. (PDF; 114 kB) In: Drucksache 14/6870. September 2001, abgerufen am 16. Februar 2008.
  46. ↑ Eckhard Rohrmann: Ohne Arbeit – Ohne Wohnung: Wie Arme zu „Nichtseßhaften” wurden , Edition Schindele. 1987, S. 12–13 (PDF; 6,7 MB)
  47. ↑ Thelen ist ein belgischer Soziologe, der 2006 zum Thema Oblachlosigkeit seine Dissertation vorlegte: Du déni des autres à l’exil de soi. Le sans-abrisme en Belgique, en France et au Portugal
  48. ↑ Thelen, Lionel (2006), L’exil de soi. Sans-abri d’ici et d’ailleurs , Bruxelles, Publications des Facultés Universitaires Saint-Louis
  49. ↑ Volker Busch-Geertsema: „Auf der Straße” , Seite 128 f.
  50. ↑ Dokumentation: Lesen Sie hier den Koalitionsvertrag im Wortlaut. In: spiegel. de. 24. November 2021, abgerufen am 27. November 2021.
  51. ↑ Bauphase des Duschmobils. Abgerufen am 2. August 2020.
  52. ↑ Julia Lehmann: Wenn eine heiße Dusche Luxus ist. 15. Juli 2020, abgerufen am 2. August 2020 (deutsch).
  53. ↑ Daniel Hungbaur: Gepflegt, gebildet, obdachlos. Die große Not trifft nicht nur Männer, sondern immer mehr Frauen und Kinder – Zwei Menschen erzählen, wie sie ins Abseits geraten sind. Hrsg. : Schwäbische Zeitung. Ehingen. 28. Februar 2020, S. , online auf Pressreader
  54. ↑ Lena Fritsch: The Body as a Screen: Japanese Art Photography of the 1990s. Georg Olms Verlag, Hildesheim, Zürich, New York 2011, ISBN 978-3-487-14679-9 , S. 259.

Wie viele Obdachlose gibt es in Russland?

Die Mehrheit kommt von außerhalb – Der Lebensstandard der Russen sinkt seit Jahren, erst vor wenigen Monaten wurde das Eintrittsalter für die Rente um fünf Jahre auf 65 Jahre bei Männern und 60 Jahre bei Frauen erhöht , was zu Protesten quer durch das Land führte.

  1. Insgesamt herrscht wegen der andauernden Wirtschaftskrise in Russland großer Unmut in der Bevölkerung;
  2. Erst fiel der Ölpreis und mit ihm der Wert des Rubels, Importe wurden teurer, die Kaufkraft sank;
  3. Die Steuern wurden erhöht, denn die Staatskassen sind leer;

Aufgrund des demografischen Wandels könnte die Staatsverschuldung von derzeit knapp 14 Prozent des Bruttoinlandsprodukts bis 2050 auf 116 Prozent steigen, warnt die Weltbank. „Große Pensionen gibt es eben nur dort”, sagt Tante Lidija und weist mit ihrem Plastiklöffel irgendwo in Richtung Bahnhof oder Schienen, „im Ausland.

  1. ” Im Zelt hatten Ehrenamtliche seit 2017 eine Infrastruktur aufgebaut, „es sollte der erste Ort werden, am dem umfassende Hilfe für Obdachlose bereitgestellt wird”, sagt die Direktorin der Hilfsorganisation „Haus der Freunde”, Lana Schurkina;

Bedürftige wurden hier psychologisch und juristisch betreut, mit Essen und Kleidung versorgt und medizinisch behandelt. Rund 15. 000 Obdachlose gibt es offiziell in der Zwölf-Millionen-Einwohner-Stadt Moskau, Hilfsorganisationen gehen von rund 80. 000 aus. Etwa 80 Prozent von ihnen kämen aus anderen Regionen Russlands, um in Moskau nach Arbeit zu suchen, sagt Schurkina.

In welcher Stadt in Deutschland gibt es die meisten Obdachlosen?

Besonders auffällig: In großen Städten gibt es die meisten Menschen ohne Wohnung. In Köln sind es 6. 198. Düsseldorf folgt mit 4. 400 Wohnungslosen direkt dahinter. In anderen größeren Städten wie Dortmund und Essen gibt es mit 1. 681 und 1. 191 ebenfalls viele Wohnungslose.

Wie viele Obdachlose gibt es in Deutschland 2020 Statistik?

Im Laufe des Jahres 2020 waren in Deutschland 256. 000 Menschen wohnungslos (ohne Flüchtlinge). Die Gesamtzahl der Wohnungslosen im Verlauf des Jahres 2020 betrug 417. 000. Diese Zahlen gab die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAG W) im Dezember 2021 heraus.

  • Neues Schätzmodell erlaubt bessere Schätzung der Wohnungslosenzahlen In Deutschland gibt es keine bundeseinheitliche Wohnungsnotfall-Berichterstattung, deswegen legt die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAG W) regelmäßig eine Schätzung zur Zahl der Wohnungslosen vor;

Die die Angaben ab 2017 beruhen laut BAG W auf einem neuen Schätzmodell. Laut Quelle beruht der Rückgang der Zahlen im Jahr 2017 im Vergleich zum Jahr 2016 lediglich auf dem verbesserten Schätzmodell und entspricht nicht einem tatsächlichen Rückgang der Wohnungslosenzahlen in Deutschland.

Was sind Wohnungslose? Wohnungslos sind laut BAG W Personen, die aufgrund ordnungsrechtlicher Maßnahmen ohne Mietvertrag, d. lediglich mit Nutzungsverträgen in Wohnraum eingewiesen oder in Notunterkünften untergebracht werden.

Darunter fallen auch Personen, die ohne Mietvertrag untergebracht sind, wobei die Kosten nach Sozialgesetzbuch XII und/oder II übernommen werden, die sich in Heimen, Anstalten, Notübernachtungen, Asylen, Frauenhäusern aufhalten, weil keine Wohnung zur Verfügung steht, die als Selbstzahler in Billigpensionen leben, die bei Verwandten, Freunden und Bekannten vorübergehend unterkommen und Personen, die ohne jegliche Unterkunft sind, “Platte machen”.

In welchem Land gibt es die meisten Obdachlosen?

Veröffentlicht am 21. 10. 1995 | Lesedauer: 2 Minuten Hier lebt fast jeder zweite wohnungslose Europäer – Immer mehr jungen Leuten fehlt ein Dach über dem Kopf W ährend sich die Staaten Europas um ein gemeinsames “europäisches Haus” bemühen, haben immer mehr Menschen in diesen Ländern kein Dach über dem Kopf: Eine Bestandsaufnahme der Feantsa (Zusammenschluß nationaler Obdachlosen-Vereinigungen) im Auftrag der Europäischen Kommission ergab, daß in den EU-Mitgliedsländern insgesamt rund 1,1 Millionen Obdachlose leben.

  1. Deutschland belegt dabei im europäischen Vergleich mit 490 700 Obdachlosen den einsamen Spitzenplatz; von 10 000 Deutschen haben somit 60 keine feste Bleibe;
  2. Auf Platz zwei folgt mit deutlichem Abstand Großbritannien: 283 000 Menschen sind hier obdachlos, das entspricht 49 je 10 000;

In Frankreich sind immerhin noch eine Viertelmillion Menschen wohnungslos (das sind 44 von 10 000). Auf diese drei Länder entfallen somit 93 Prozent aller europäischen Obdachlosen. In Spanien hingegen, das mit seinen 39,2 Millionen Einwohnern knapp halb so groß ist wie Deutschland, wurden von der Feantsa nur 8000 Obdachlose ermittelt, das sind im Durchschnitt zwei von 10 000 Spaniern.

Die Erklärung für diese krassen Unterschiede dürfte in der Erfassungsmethode liegen: Als Obdachlose zählen alle, die entsprechende staatliche und private Hilfsangebote nutzen, in Suppenküchen essen und in Obdachlosenheimen übernachten.

In den südlichen Ländern ist die Not derer, die kein festes Dach über dem Kopf haben, schon aus klimatischen Gründen nicht so groß, daß diese Menschen in die Arme der staatlichen Fürsorge getrieben werden. Sie fallen dann in eine andere Kategorie, die in der Feantsa-Schätzung zusätzlich auftaucht: In der EU leben etwa eine Million Menschen in Zelten und Wohnwagen.

Die Mehrheit der europäischen Obdachlosen ist unerwartet jung: Mehr als die Hälfte der Obdachlosen ist zwischen 20 und 39 Jahre alt. Seit Beginn der neunziger Jahre ist dabei die Zahl der 18- bis 25jährigen Obdachlosen am stärksten gewachsen.

Aber auch Frauen sind immer öfter von Obdachlosigkeit betroffen: Lag ihr Anteil zwischen 1985 und 1990 nur bei zehn Prozent, ist er inzwischen auf 40 Prozent gestiegen. Besonders häufig betroffen sind dabei alleinerziehende Frauen. Bei den Männern sind 90 Prozent partnerlos.

In welchem Bundesland gibt es die meisten Obdachlosen?

Neue Auswertung : 650 000 Menschen in Deutschland haben keine Wohnung – 30. Juli 2019, 11:12 Uhr 48 000 Menschen sind Schätzungen zufolge in Deutschland obdachlos und leben auf der Straße. (Foto: dpa)

  • Insgesamt 650 000 Menschen sind nach Angaben des Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe in Deutschland von Wohnungslosigkeit betroffen.
  • Die Zahlen stammen von 2017. Der Wert ist eine Hochrechnung, die auf Zahlen aus Nordrhein-Westfalen beruht. Eine bundesweite Erhebung gibt es bisher nicht.

In Deutschland haben schätzungsweise 650 000 Menschen keine eigene Wohnung. Das haben Schätzungen der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAGW) für das Jahr 2017 ergeben. Die meisten von ihnen leben in Notquartieren, sagte ein Sprecher des BAGW. Davon seien 48 000 Menschen obdachlos, also ohne ein Dach über dem Kopf. Aktuellere Zahlen als die von 2017 gibt es nicht, da die Schätzungen auf einer Erhebung des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen aus dem Jahr 2017 beruhen.

  • Eine bundesweite Zählung hat es bislang nicht gegeben, die Zahlen der BAGW sind eine Hochrechnung;
  • Unter den Wohnungslosen waren demnach auch 375 000 anerkannte Asylsuchende und Flüchtlinge in Flüchtlingsunterkünften und Erstaufnahmeeinrichtungen der Bundesländer;

Nimmt man die Geflüchteten aus der Zählung, waren 2017 dem Bericht zufolge gut 275 000 Menschen ohne Wohnung in Deutschland. Die Arbeitsgemeinschaft schätzt die Zahl der Kinder und Jugendlichen unter diesen Wohnungslosen auf acht Prozent, 2017 waren es in ganz Deutschland 22 000 junge Menschen.

Die meisten Betroffenen seien Männer, ein Viertel Frauen. Unter den etwa 48 000 Obdachlosen, die nicht in einer Wohnunterkunft des Staates lebten, sondern auf der Straße schliefen, waren viele Menschen aus anderen EU-Staaten, vor allem aus Osteuropa.

Die “Straßenobdachlosigkeit” sei stark durch die Zuwanderung aus EU-Ländern nach Deutschland geprägt, schreibt die BAGW in ihrer Analyse.