Wie Viele Transgender Gibt Es In Deutschland?

Wie Viele Transgender Gibt Es In Deutschland
Anzahl der TSG-Verfahren In der Drucksache 14/9837 des Deutschen Bundestages, der Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage des Abgeordneten Christian Schenk und der Fraktion der PDS (Drucksache 14/9789) Situation von Transidenten in Recht und Gesellschaft finden sich folgende Zahlen zu TSG-Verfahren: Zitat: Die Entwicklung ab 1991 lässt sich derzeit nur aus den Geschäftsübersichten der Amtsgerichte ablesen. Danach ergibt sich folgende Übersicht (Verfahren nach § 1 und § 8 TSG, 1991 bis 1994 nur alte Bundesländer):

1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000
265 311 389 435 400 457 447 507 541 722

Ganz sicher, dass die Zahlen 100%ig stimmen, sind wir uns nicht, denn es erscheint seltsam, dass, obwohl bis 1994 nur die Zahlen der alten Bundesländer, und ab 1995 die Zahlen der gesamten Bundesrepublik vorliegen, die Zahlen 1995 niedriger sind als jene von 1994. Vergleiche auch die Aussage einiger Richter, bei ihnen würden TSG-Fälle nicht gezählt. Weiterhin ergibt sich das Problem, dass nicht nach Verfahren nach §1 und §8 getrennt wird, und da es verschiedene Möglichkeiten gibt, diese zu kombinieren (oder auch nicht), ist es schwer, die Zahl der Antragsteller abzuschätzen.

  • (Also etwa zwei Anträge, einer nach §1, einer nach §8;
  • Oder ein Antrag auf §1 mit Vorabentscheid nach §8;
  • Oder gleich ein Antrag nach §8, ohne jemals §1 beantragt zu haben;
  • Oder es wurde nie ein Antrag nach §8 gestellt, etwa weil die entsprechenden medizinischen Maßnahmen nicht durchgeführt wurden, oder eine existierende Ehe erhalten werden sollte;

) Versuchen wir dennoch, diese Zahlen einmal auf die Gesamtprävalenz umzurechnen, und schätzen wir dazu, dass etwa die Hälfte der Antragssteller zwei getrennte Anträge stellen, während die andere Hälfte nur einen Antrag stellt. Dann müssten wir jeweils 75% der angegebenen Zahlen nehmen.

  1. Nehmen wir ebenfalls nur die Zahlen nach 1994, also die Zahlen, welche die gesamte Bundesrepublik abdecken;
  2. Als relevante Bevölkerungsgruppe mögen deutsche Staatsbürger gelten zwischen 18 und 70;
  3. Anträge von Jüngeren waren zwar zu dieser Zeit möglich, aber mehr als selten, ebenso wie bis heute Anträge von über-70-jährigen;

Wir rechnen mit einem Ausländeranteil von konstant 10%. Damit ergeben sich für die Jahre 1995-2000 3074 Anträge und damit 2305 Antragssteller oder durchschnittlich 384 pro Jahr. Die relevante Bevölkerungsgruppe würde durchschnittlich 58 Millionen zählen. Das ist also eine Jahres-Inzidenz von 0,66:100.

  1. 000 oder eine Gesamtprävalenz von 38:100;
  2. 000 bzw;
  3. 1:2600;
  4. Das ergäbe auf die Bevölkerungszahl von etwa 82 Millionen umgerechnet 31;
  5. 000 “transsexuelle” Menschen in Deutschland;
  6. Ergänzungsausweise der dgti Wie viele andere mit dem Thema Befasste auch, hat die dgti (bzw;

haben ihre Mitglieder ) seit Anfang/Mitte der 1990er Jahre einen merklichen Anstieg der Fallzahlen festgestellt. Zwar sind die folgenden Zahlen der in den Jahren 2001 bis 2007 ausgestellten dgti-Ausweise nicht sehr aussagekräftig, was die absoluten Zahlen von Transmenschen angeht, sie zeigen aber den Trend.

2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008
109 119 134 140 136 153 86

bis Juli, zu erwarten sind also etwa 170 Steigerungsmöglichkeiten Aus den beiden Zahlenreihen der Gerichtsverfahren und den Zahlen der von der dgti ausgestellten Ergänzungsausweise (auch wenn beide Datensätze ansonsten kaum vergleichbar sind) ergibt sich etwas sehr deutlich: Nämlich eine kontinuierliche Steigerung der Fallzahlen. Die Anzahl der TSG-Verfahren ist in den Jahren 1991-2000 jährlich um 12,4% gestiegen, in den (gesamtdeutschen) Jahren 1995-2000 um 13,1%. Die Anzahl der ausgestellten Ergänzungsausweise ist in den Jahren 2002-2008 durchschnittlich um 7,8% gestiegen. Dies dürfte sowohl auf die Tatsache zurückzuführen sein, dass Trans gesellschaftlich akzeptierter wird, als auch auf die Tatsache, dass sämtliche Verfahren, ob medizinisch oder juristisch, immer mehr jenen zugänglich sind, welche nicht der Standard-Definition von Transsexualität entsprechen — wenn auch häufig nur mit Kniffen und Tricks.

Zwar existiert der Ergänzungsausweis bereits seit 1998, aber man muss wohl davon ausgehen, dass auch ein derartig nützliches Papier eine gewisse Zeit brauchte, um bekannt zu werden. Entsprechend muss man davon ausgehen, dass die Gesamtzahlen, die sich aus älteren Untersuchungen ergeben, zu niedrig sind und dass man halbwegs korrekte Zahlen erst dann bekommen können wird, wenn sich die Zahlen einpendeln.

Rechnet man etwa mit einer Steigerung der Fallzahlen von jährlich 10%, was realistisch scheint, müsste man davon ausgehen, dass etwa die P29b-Zahlen von 2000 heute um mindestens 80% höher wären, es wären also nicht mehr 45:100. 000 (oder etwa 1:2300) und damit 36.

000 Menschen, die in ihrem Leben “Umwandlungsanträge” stellen würden, sondern 80:100. 000, oder etwa 1:1250, und damit etwa 66. 000 Personen, die das tun, getan haben, oder tun werden. Und wir haben jedenfalls nicht den Eindruck, dass die Zahlen sich langsam einpendeln.

Insofern könnte sich noch ergeben, dass bereits in den frühen 1990er Jahren Cornelia Klein von Transidentitas e. keineswegs so übertrieb, wie es damals viele behaupteten (und viele heute noch behaupten), als sie von “vielleicht 100. 000 Transidenten in Deutschland” sprach. bei den Conway-Zahlen um Zahlen aus den USA und diversen Studien aus diversen Ländern

Quelle Gezählt wurden im Zeitraum Anteil T Gesamtzahl T
unbekannt “Transsexuelle in Deutschland” bis 2000 ? 1:117000 7000
Conway 2001 Durchgeführte GA-Operationen Transfrauen USA bis 2001 1:2500 33. 000
Conway 2007 Diverse aufbereitete Statistiken in den USA 1980er – 2006 1:1000 – 1:2000 82. 000 – 41. 000
P29b “Umwandlungsanträge” in D vermutlich 2000 1:2300 36. 000
TSG-Verfahren TSG-Verfahren in D 1995-2000 1:2600 31. 000
P29b mit oben beschriebener Steigerung in D heute, geschätzt 1:1250 66. 000
TSG-Verfahren TSG-Verfahren in D / zu Geburten p. 2019 1:300 274000
Williams Institute Personen ab Alter 13 in den USA, die sich als transgender identifizieren 2011 1:334 700. 000
Williams Institute Personen ab Alter 13 in den USA, die sich als transgender identifizieren 2016 1:167 1. 400. 000
Gallup Personen ab Alter 18 in den USA, die sich als transgender identifizieren 2020 1:167 1. 400. 000
Gallup Personen ab Alter 18 in den USA, die sich als transgender identifizieren 2021 1:143 1. 633333
TSG- Verfahren TSG-Verfahren in D / zu Geburten p. 2020 1:285 290000
Identifikation Personen ab Alter 15 in Kanada, die sich einem anderen als dem Geschlecht bei Geburt zugewiesen einordnen 2021 1:300 101000

Und noch ein Satz ganz anderer Zahlen: Folgende Zahlen kamen auf gänzlich anderem Wege zustande (und sind deswegen getrennt aufgeführt): Es wurde in den Niederlanden eine allgemeine Umfrage mit 4170 TeilnehmerInnen zur sexuellen Gesundheit gemacht, in der die TeilnehmerInnen auch nach ihrem Geschlechtsempfinden gefragt wurden. Es handelt sich also nicht um Menschen, die sich in irgendeiner Form selber Hilfe gesucht hatten, wie in den obigen Zahlen. Dabei ergaben sich Werte, die nochmals wesentlich höher sind alles alle hier genannten. 6 0,5% der Bevölkerung fühlen sich nach dieser Studie nicht ihrem Geburtsgeschlecht, sondern dem anderen Geschlecht zugehörig.

  • Und noch einmal alle Zahlen zusammen: Es handelt sich jeweils um Mindestzahlen “transsexueller” Menschen in Deutschland, bzw;
  • Das sind 1:200, also nochmals das fünf- bis zehnfache der oben errechneten Zahlen;

Weitere 5% der Bevölkerung haben eine “ambivalente Geschlechtsidentität, sie fühlen sich mindestens ebenso dem anderen Geschlecht zugehörig wie dem eigenen”, das ist eine/r von 20! Die Zahlen für Männer und Frauen sind dabei nahezu gleich, für beide werden die 0,5% angegeben, für die “ambivalente Geschlechtsidentität” 5,1% der Männer (Geburtsgeschlecht) und 5,0% der Frauen (Geburtsgeschlecht).

In einem anderen Artikel in der gleichen Publikation  7 geht es um das Tragen der Kleidung des anderen Geschlechts zum Zwecke sexueller Erregung, hier wird angegeben, daß dies 3,3% der Männer und 0,2% der Frauen gelegentlich oder oft tun.

Dabei wurde kein Zusammenhang zwischen dieser Paraphilie und einer ambivalenten Geschlechtsidentität festgestellt. Damit folgt diese üblicherweise als “transvestitischer Fetischismus” bezeichnete Paraphilie im Gegensatz zu Variationen der Geschlechtsidentität auch dem üblichen Muster der Geschlechtsverteilung bei Paraphilien, dass nämlich Paraphilien im Schnitt bei Männern wesentlich häufiger sind als bei Frauen.

  • Das Williams Institute führte (2011 und) 2016 landesweite repräsentative Befragungen in den USA durch und kam auf einen Bevölkerungsanteil von (0,3%) 0,6% der Menschen, die sich als “transgender” definieren;

Gefragt wurde ab einem Alter von 13 Jahren.

In welchem Land gibt es die meisten transgender?

Länder nach ihrer LGBT-Situation

Land 2019 LGBT- Tole- ranz 2009
USA 75 % 1
Australien 78 % 1
Vereinigtes Königreich 78 % 2
Frankreich 73 % 1

.

Wie viele Transsexuelle gibt es auf der Welt?

Verbreitung [ Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ] – Laut einer Studie des Williams Institute vom Juni 2016 identifizierten sich 0,6 % der Erwachsenen in den USA als transgender. Die Häufigkeit in Deutschland lässt sich aus den Fallzahlen des Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BmJV) ableiten.

Die Geschäftsbelastung bei Gerichten und Staatsanwaltschaften im Bereich der freiwilligen Gerichtsbarkeit weist für den Zeitraum 1981 bis 2019 etwa 29. 700 Verfahren nach dem Transsexuellengesetz (TSG, Verfahren zur Namens- und Personenstandsänderung) aus.

Die Fallzahlen sind seit Jahren steigend und lagen 2019 bei 2582 (2018: 2614, 2017: 2085, 2016: 1. 868, 2015: 1648) . Darin nicht eingerechnet sind Menschen, die sich zwar als transgender, transsexuell oder transident verstehen, sich aber nicht in eines der zwei verfügbaren Geschlechter nach dem TSG einordnen wollen und deshalb bis 22.

  • April 2020 (BGH XII ZB 383/19, RN 53) keinen Antrag nach diesem Gesetz stellen konnten;
  • Eine Häufigkeit von 1:298 (0,336 % der Gesamtbevölkerung) ergibt sich, wenn man die jährlichen Fallzahlen ins Verhältnis zu den jährlichen Geburten setzt (2019 waren das 778;

090 ). Das Transsexuellengesetz steht seit 2011 auch Personen ohne den Wunsch nach medizinischen geschlechtsangleichenden Maßnahmen offen. Im Frühjahr 2020 bejahten 2,1 % von 50. 300 Studierenden in den USA die Frage: „Identifizierst du dich als transgender?” (1.

See also:  Wann Ist Ostern 2022 In Deutschland?

055 Personen); 97,9 % antworteten mit „nein”. Insgesamt 3,7 % oder 1. 844 Studierende gaben an, nichtbinär zu sein; 57 % von ihnen hatten „transgender” bejaht ( Details ). Auf die Frage: „Welches Geschlecht wurde dir bei Geburt zugewiesen?”, antworteten 68,4 % aller Befragten weiblich, 31,6 % männlich und 19 Personen (0,038 %) intergeschlechtlich.

Die Online-Befragung wurde als jährliche Studie von den beiden US-amerikanischen studentischen Gesundheitsorganisationen American College Health Association (ACHC) und National College Health Assessment (NCHA) durchgeführt und hatte eine Rücklaufquote von 14 %.

Wie häufig ist Transsexualität?

Ursachen liegen im Dunkeln – Die Ursachen für Transsexualität liegen weiterhin im Dunkeln. Es gibt lediglich Vermutungen: Viele Mediziner und Psychologen sehen Transsexualität als Störung der Geschlechtsidentität. Manche Wissenschaftler gehen davon aus, dass der Fötus im Mutterleib durch gegengeschlechtliche Hormone beeinflusst wird, andere sehen Veränderungen der Hirnstruktur als Auslöser.

Auch soziale oder psychodynamische Faktoren könnten eine Rolle spielen. Wie viele Transsexuelle es im Vergleich zum Rest der Bevölkerung gibt, ist ebenfalls unklar. Manche Statistiker gehen davon aus, dass auf 30.

000 Personen ein Transsexueller kommt, andere gehen von weitaus niedrigeren (4500) oder höheren (100. 000) Werten aus. Laut Deutscher Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität sind 0,25 Prozent aller geborenen Kinder transsexuell. Transsexualität sagt nichts über die sexuelle Orientierung aus: Es gibt heterosexuelle, homosexuelle und bisexuelle Transsexuelle.

Wie viele transgender Kinder gibt es in Deutschland?

Transgender-Kinder sind die Ausnahme – Transgender-Kinder sind selten: Bei den weitaus meisten Menschen stimmt die Geschlechtsidentität mit dem biologischen Geschlecht überein. Das Thema Transsexualität ist in den vergangenen Jahren in breiten Teilen der Gesellschaft diskutiert worden. Entsprechend scheint es, als gäbe es mehr Transgender-Kinder und -Jugendliche als früher. Das stimmt allerdings nicht: Laut der Deutschen Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität (dgti) gibt es in Deutschland rund 60.

Wie operiert man ein Mann zu einer Frau?

Die  operative Geschlechtsangleichung bei Mann-zu-Frau-Transsexualität  wird in der Regel in  zwei Eingriffen  durchgeführt. Grundlage unserer heutigen Operationstechnik ist die  Invaginationsmethode , die seit ihrer Erstbeschreibung in den 1950er Jahren auch in unserer Klinik stetig weiterentwickelt und perfektioniert wurde. Nach Entfernung der Penisschwellkörper und der Hoden mit Samensträngen wird die Höhle der Neovagina zwischen Enddarm und Blase gebildet. Die Neovagina wird mit der invaginierten (eingestülpten) Penisschafthaut und einem Vollhauttransplantat vom ehemaligen Hodensack ausgekleidet. Ein Teil der Vorhaut wird an der Eichel erhalten, um daraus die kleinen Schamlippen zu formen. Die Klitoris wird aus der Eichel gebildet, die Harnröhre gekürzt und an der anatomisch korrekten Stelle eingesetzt.

Der Ablauf der einzelnen Eingriffe sieht folgendermaßen aus: (Erklärungen der einzelnen Schritte erhalten Sie durch Klick auf die Boxen) Urologie, Viszeral- und Plastische Chirurgie Das funktionelle und kosmetische Ergebnis nach dem ersten Eingriff entspricht noch nicht dem Endergebnis, weshalb meist beide beschriebenen Eingriffe stattfinden.

Zwischen den beiden Eingriffen sollte aus medizinischen Gründen ein Zeitraum von mehreren Monaten liegen. Sollte es im späteren Verlauf zu Beschwerden (z. Verengung der Neovagina, ausgeprägte Narbenbildung mit kosmetisch nicht zufriedenstellendem Ergebnis) kommen, so ist eine weitere Operation möglich und manchmal gar nötig.

Welcher Sportler war mal eine Frau?

Balian Buschbaum bei der Fernsehaufzeichnung Markus Lanz 2010 Buschbaum als Sprecher auf der Diversity 2019 Balian Buschbaum (* 14. Juli 1980 in Ulm ) war unter seinem Geburtsnamen Yvonne Buschbaum in der deutschen Leichtathletik im Stabhochsprung erfolgreich und beendete die Sportlerlaufbahn im November 2007.

Kann eine Transfrau ein Kind bekommen?

Ausblick: Wie kann ein transinklusiver feministischer Aktivismus zu Schwangerschaft und Elternschaft aussehen? – Schwangere trans Männer sind seit einigen Jahren in feministischen Kontexten verstärkt Thema. Zum einen argumentieren Feminist*innen, die spezifische Situation schwangerer cis Frauen werde durch eine inklusive Formulierung wie ‚schwangere Person‘ unsichtbar und die Verknüpfung der Abwertung von Schwangeren mit einer sexistischen und frauenfeindliche Abwertung verschleiert; zum anderen seien es hauptsächlich cis Frauen, die schwanger werden und gebären, sodass die Formulierung ‚schwangere Person‘ in die Irre führe.

In Reaktion darauf, dass Planned Parenthood [ *8 ] in seinen Veröffentlichungen von ‚pregnant people‘ schreibt und nicht von ‚pregnant women‘, schreibt Sarah Ditum: „[…] it creates a political void into which the female body, and the way pregnancy specifically affects women, simply disappears” [ 30 ].

Zur Anerkennung von trans Frauen als Frauen wiederum bemerkt Antje Schrupp, es gehe Trans¬exklusiven radikalen Feministinnen (TERFs) nicht darum, trans Frauen ihre Weiblichkeit abzusprechen, sondern „sie befürchten, dass die körperlich differenten Erfahrungen von Frauen nivelliert werden, wenn man sie sprachlich unsichtbar macht” [ 31 ].

  • Die Entkopplung von Weiblichkeit und Schwangerschaft widerspricht fundamental unserem Alltagswissen über Geschlecht – und die Debatte über eine analytisch präzise Sprache zu Schwangerschaft ist emotional aufgeladen;

Aus differenzfeministischer Perspektive schwingt die Angst vor einer Unsichtbarmachung und dem Verlust einer spezifisch weiblichen Perspektive mit. An dieser Stelle soll für eine präzise Herangehensweise plädiert werden. Schwangere trans Männer bzw. schwangere nicht-binäre Personen machen nicht dieselben Erfahrungen wie schwangere cis Frauen – deshalb müssen sie, wenn es um spezifische Unterschiede geht, auch unterschiedlich benannt werden.

Selbstverständlich muss auch weiterhin Frauenfeindlichkeit als solche benannt werden, aber es sollte dabei auch klar sein, wer eigentlich als Frau gilt – und wen Frauenfeindlichkeit überhaupt trifft. Auch trans Männer und nicht-binäre Menschen erleben Frauenfeindlichkeit, z.

weil sie fälschlicherweise als Frauen wahrgenommen werden, ganz besonders, wenn sie schwanger sind – sie werden dann von außen gewaltvoll als Frauen bezeichnet und abgewertet, obwohl sie keine sind. Sie erleben diese Misogynie also verwoben mit Transfeindlichkeit.

  • Analytisch präzise Sprache hilft uns, das zu meinen, was wir tatsächlich sagen wollen – denn es ist z;
  • faktisch falsch, dass alle Frauen schwanger werden können oder alle Frauen einen Uterus haben;
  • Oft geht es ganz banal um einen wertschätzenden Umgang, wie Jennie Kermode schreibt: „[…] most trans people going through pregnancy are not asking for anything drastic;

We simply want reassurance that the people who are supposed to be helping us recognise that we exist” [ 30 ]. Das bedeutet: Schwangerschaft nicht mit Weiblichkeit zu verknüpfen ist nicht nur wichtig aus Respekt gegenüber trans Personen und in Anerkennung ihrer Geschlechtlichkeit.

  1. Die Kategorien einen Uterus haben, schwanger werden können, Kinderwunsch und eine weibliche Selbstidentifikation hängen nicht kausal zusammen: Manche be_hinderte cis Frauen werden zwangssterilisiert, also gebärunfähig gemacht;

Manche Frauen sind intergeschlechtlich und verfügen dementsprechend nicht über einen Uterus und Eierstöcke, bzw. sie wurden ihnen chirurgisch, oft ohne ihre Zustimmung, entnommen und damit sind sie nicht gebärfähig. Manche Frauen sind transgeschlechtlich und können so zwar vielleicht ein Kind zeugen, aber nicht selbst schwanger werden.

Manche Frauen wünschen sich Kinder, wollen aber nicht selbst schwanger sein. Manche cis Frauen sind unfruchtbar, manche Frauen sind Adoptiv- oder Pflegeeltern – und somit Mütter, ohne schwanger gewesen zu sein.

Manche Frauen waren schwanger, ohne sich heute als Mütter zu bezeichnen, z. weil es sich um eine Leihmutterschaft handelte oder weil das Kind starb. Es wird deutlich: Die Konzepte Geschlecht, Gebärfähigkeit und Elternschaft sind weitaus komplexer, als sie uns im Alltagswissen – oder in aktuellen (auch feministischen) Diskursen – erscheinen.

  • Eine Beschäftigung mit nichtnormativer Elternschaft und Geschlecht, mit der gesellschaftlichen Regulierung und Normierung von Elternschaft [ 2 ] bietet wichtiges Potenzial für Wissenschaft und Aktivismus;

Es ist also Differenzierung geboten: Eine Frau muss nicht über einen Uterus verfügen, um eine Frau zu sein. Eine Person mit einem Uterus ist nicht notwendig eine Frau. Eine Person mit Uterus muss nicht unbedingt schwanger werden können. Frauen, die keine Kinder wollen, sind trotzdem Frauen.

Mütter müssen nicht schwanger gewesen sein – und nicht alle Personen, die schwanger sind oder waren, sind Mütter. Dieser Artikel ist zuerst als Beitrag im Handbuch “Feministische Perspektiven auf Elternschaft” im Verlag Barbara Budrich erschienen und wird hier in Form einer Zweitverwertung veröffentlicht.

Das komplette Handbuch ist über den Shop des Verlags Barbara Budrich erwerbbar.

Bin ich eine Transfrau?

Was ist Transgender? – Als Transgender bezeichnet man Personen, die sich nicht – oder nicht nur – mit dem Geschlecht identifizieren, das ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde. Transgender wird inzwischen auch teilweise als Oberbegriff verstanden, der zum Beispiel auch Menschen einschließt, die sich weder mit dem Geschlecht Mann noch mit dem Geschlecht Frau identifizieren.

Wie viele bereuen Geschlechtsumwandlung?

Häufigkeit und Motivationen [ Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ] – Bislang gibt es nur wenige Studien, die sich mit der Frage beschäftigen, wie viele der als transgender Identifizierten zu einem späteren Zeitpunkt ihre Transition bereuen oder rückgängig machen wollen.

  1. Grundsätzlich wird der Anteil derjenigen, die eine Detransition vornehmen, mit 1 % bis 2 % als sehr niedrig angegeben;
  2. Bei der Häufigkeit der Desister bei Kindern und Jugendlichen ist auf die Unterscheidung in Kinder vor der Pubertät, Tanner-1-Stadium , und Jugendliche, Tanner-2-Stadium und später, zu unterscheiden;

Da bei Kindern vor Einsetzen der Pubertät eine medizinische Intervention zur Verhinderung der Ausprägung sekundärer Geschlechtsmerkmale nicht notwendig ist, wird diese auch nicht durchgeführt und ein Desistieren ist nicht mit Jugendlichen oder Erwachsenen zu vergleichen.

Wie lange Leben Transgender?

Nach internationalen Studien und Daten aus Deutschland sind 0,33 bis 0,7 % der Bevölkerung Transsexuelle, das Durchschnittsalter beim Geschlechtsrollenwechsel liegt bei etwa 38 Jahren.

In welchem Alter merkt man dass man Transgender ist?

Genderdysphorie ist gekennzeichnet durch eine starke, anhaltende geschlechtsübergreifende Identifikation, die mit Angst, Depression, Reizbarkeit und oft dem Wunsch, als ein anderes Geschlecht als das bei der Geburt zugewiesene Geschlecht zu leben, verbunden ist.

See also:  Ab Wann Darf Man In Deutschland Wählen?

Menschen mit Gender-Dysphorie glauben oft, dass sie Opfer eines biologischen Unfalls sind und grausam in einem Körper inhaftiert sind, der mit ihrer subjektiven Geschlechtsidentität nicht vereinbar ist.

Die extremste Form der Geschlechterdysphorie kann als Transsexualismus bezeichnet werden. Geschlecht und Gender sind nicht dasselbe.

  • Geschlecht bezieht sich auf den biologischen Status einer Person: männlich, weiblich, oder Intersexuell.
  • Geschlechtliche Identität bezieht sich auf das Geschlecht, von dem sich eine Person geschlechtlich angezogen fühlt (falls vorhanden).
  • Geschlechtsidentität ist das subjektive Gefühl zu wissen, zu welchem Geschlecht man gehört, d. ob man sich selbst als männlich, weiblich, transgender oder als einen anderen identifizierenden Begriff betrachtet (z. genderqueer, nonbinär, agender).
  • Genderrolle ist der objektive, öffentliche Ausdruck der Geschlechtsidentität und umfasst alles, was Menschen sagen und tun, um sich selbst und anderen das Ausmaß zu zeigen, zu dem sie das Geschlecht sind, mit dem sie sich identifizieren.

Das geschlechtsspezifische Rollenverhalten richtet sich nach den jeweiligen traditionellen Vorstellungen von Männlichkeit und Weiblichkeit, wobei es eine zunehmende kulturelle Akzeptanz gibt, dass manche Menschen nicht in die traditionelle Zweiteilung in männlich und weiblich passen—oder nicht notwendigerweise hineinpassen wollen. Diese Personen können sich selbst als “Genderqueer”, “Nonbinary” oder als einer von vielen anderen Begriffen bezeichnen, die in den letzten 10 Jahren häufiger verwendet wurden. Der Begriff Cisgender wird manchmal für Menschen verwendet, deren Geschlechtsidentität ihrem Geschlecht bei der Geburt entspricht.

  1. In westlichen Kulturen wird nicht-geschlechtskonformes (tomboyish) Verhalten bei jungen Mädchen (das i;
  2. Allg;
  3. nicht als Störung des Geschlechts betrachtet wird) eher toleriert als unmännliches oder “Sissi-artiges” Verhalten bei Jungen;

Viele Jungen spielen gerne Mädchen oder Mutter und probieren dabei die Kleidung ihrer Schwester oder Mutter an. Dieses Verhalten ist üblicherweise Teil der normalen Entwicklung. Gender Nonkonformität (Verhalten, das sich von den kulturellen Normen für das Geburtsgeschlecht einer Person unterscheidet) bei Kindern wird nicht als Störung angesehen und bleibt selten bis ins Erwachsenenalter bestehen oder führt zu einer Geschlechtsdysphorie, auch wenn hartnäckig fehlerhafte Jungen als Erwachsene eher homosexuell oder bisexuell werden können.

  • Bei den meisten Menschen sind biologisches (angeborenes) Geschlecht, Geschlechtsidentität und Geschlechterrolle kongruent;
  • Bei Menschen mit einer Genderdysphorie kommt es jedoch zu einem gewissen Widerspruch zwischen angeborenem Geschlecht und Geschlechtsidentität;

Geschlechtsinkongruenz oder Nichtübereinstimmung der Geschlechter selbst wird nicht als Störung betrachtet. Wenn jedoch die wahrgenommene Diskrepanz zwischen dem angeborenen Geschlecht und der gefühlten Geschlechtsidentität in bedeutsamer Weise Leiden oder Beeinträchtigung verursacht kann die Diagnose Geschlechtsdysphorie angemessen sein.

Das Leiden ist in der Regel eine Kombination aus Angst, Depression und Reizbarkeit. Menschen mit schweren Geschlechtsdysphorie, die oft als transsexuelle Menschen bezeichnet werden, können schwere, störende und langjährige Symptome haben und den starken Wunsch besitzen, ihren Körper medizinisch und/oder chirurgisch zu ändern, um ihren Körper stärker ihrer Geschlechtsidentität anzupassen.

Obwohl genaue Zahlen fehlen, erfüllen geschätzte 0,005 bis 0,014% der geburtsgeschlechtlichen Männer und 0,002 bis 0,003% der geburtsgeschlechtlichen Frauen die diagnostischen Kriterien für die Gender-Dysphorie, wie in der Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders , Fünfte Ausgabe (DSM-5) festgestellt wird.

Viel mehr Menschen würden sich als Transgender identifizieren, erfüllen jedoch nicht die Kriterien für eine Geschlechtsdysphorie. Einige Wissenschaftler argumentieren, dass die Diagnose von Geschlechterdysphorie in erster Linie ein medizinischer Zustand ist, ähnlich wie Störungen der Geschlechtsentwicklung, und nicht generell eine psychische Störung.

Umgekehrt betrachten einige Mitglieder der Transgender-Community auch extreme Formen von Nichtübereiinstimmung mit dem Geschlecht einfach als eine normale Variante der menschlichen Geschlechtsidentität und des Geschlechtsausdrucks. Biologische Faktoren (z.

Geschlechtskomplementierung, pränatales hormonelles Milieu) bestimmen zwar weitgehend die Geschlechtsidentität, doch wird die Bildung einer sicheren, konfliktfreien Geschlechtsidentität und Geschlechterrolle auch durch soziale Faktoren beeinflusst (z.

durch die Art der emotionalen Bindung der Eltern zueinander und ihre jeweilige Beziehung zum Kind). Einige Studien zeigen eine höhere Konkordanzrate für Geschlechtsdysphorie bei eineiigen Zwillingen als bei zweieiigen Zwillingen, was darauf hindeutet, dass es eine vererbbare Komponente für Transgenderidentität gibt.

  1. Sind Geschlechtsbezeichnung und -erziehung verwirrend (z;
  2. bei uneindeutigem Genitale oder genetischen Syndromen, die das Erscheinungsbild des Genitale verändern, wie Androgeninsensitivitätssyndrome), können Kinder bezüglich ihrer Geschlechtsidentität und Geschlechterrolle unsicher werden;

Welche Rolle Umweltfaktoren hierbei spielen, wird kontrovers diskutiert. Sind Geschlechtsbezeichnung und -erziehung jedoch widerspruchsfrei, kann sogar das Vorliegen unklarer Geschlechtsmerkmale oft nicht die Geschlechtsidentität eines Kindes beeinflussen. Kindern tuen häufig Folgendes:

  • Sie bevorzugen Kleidung des anderen Geschlechts (Cross-Dressing)
  • Sie bestehen darauf, dem anderen Geschlecht anzugehören
  • Sie wünschen sich, mit dem anderen Geschlecht aufzuwachen
  • Sie ziehen es vor, an den stereotypen Spielen und Aktivitäten des anderen Geschlechts teilzunehmen
  • Sie haben negative Gefühle gegenüber ihren Genitalien

Ein kleines Mädchen kann z. darauf beharren, es werde einen Penis bekommen und ein Junge werden; eventuell uriniert es sogar im Stehen. Ein Junge kann davon phantasieren, weiblich zu sein und Raufspielen und Wettkämpfen aus dem Weg gehen. Er würde sich beim Wasserlassen vielleicht hinsetzen und sich wünschen, Penis und Hoden loszuwerden.

  1. Geschlechtsdysphorie in der Kindheit manifestiert sich oft im Alter von 2bis 3 Jahren;
  2. Bei Jungen folgt auf das Leiden an den körperlichen Veränderungen in der Pubertät oft der Wunsch nach feminisierenden somatischen Behandlungen während der Adoleszenz;

Die meisten Kinder mit Genderdysphorie werden erst zwischen dem 6. und 9. Lebensjahr untersucht; in diesem Alter ist die Genderdysphorie bereits chronisch. Nur eine Minderheit der Kinder, bei denen eine Geschlechtsdysphorie diagnostiziert wurde, bleibt auch als Erwachsene geschlechtsdysphorisch.

Es gibt erhebliche Kontroversen darüber, wann oder ob der soziale und/oder medizinische Übergang von präpubertären Kindern mit geschlechtsspezifischer Dysphorie unterstützt werden soll. Es gibt keine schlüssigen Untersuchungen, die diese Entscheidung leiten könnten.

Obwohl Symptome von Genderdysphorie oder das Gefühl anders zu sein bei den meisten Transsexuellen in der frühen Kindheit begonnen haben, stellen sich einige erst im Erwachsenenalter vor. Mann-zu-Frau-Transsexuelle (Transfrauen) können sich zunächst wie das andere Geschlecht anziehen und erst später im Leben dazukommen, ihre gegengeschlechtliche Identität anzunehmen.

Ehe und Militärdienst sind häufig bei Transsexuellen, die versuchen, vor ihren gegengeschlechtlichen (Transgender) Gefühlen wegzulaufen. Sobald sie ihre geschlechtsspezifischen Gefühle akzeptieren und öffentlich übergehen, fügen sich viele Transfrauen nahtlos in das Gewebe der Gesellschaft als Frauen ein – mit oder ohne Hormontherapie oder Geschlechtsumwandlung.

Einige geburtsgeschlechtliche Männer, die sich als Frauen identifizieren, sind damit zufrieden, ein weiblicheres Aussehen zu meistern und weibliche Ausweise (z. Führerschein, Reisepass) zu erhalten, die ihnen helfen, als Frauen zu arbeiten und in der Gesellschaft zu leben.

  • Spezifische DSM-5-Kriterien

Geschlechtsdysphorie wird in verschiedenen Altersgruppen zum Ausdruck gebracht. Aber für die Diagnose von Geschlechterdysphorie in allen Altersgruppen erfordern die DSM-5 Kritereien das Vorliegen der beiden folgenden Merkmale:

  • Deutliche Inkongruenz zwischen dem angeborenen Geschlecht und gefühlter Geschlechtsidentität (Cross-Gender-Identifikation), die für ≥ 6 Monate vorhanden gewesen ist.
  • Klinisch bedeutendes Leiden oder Funktionsbeeinträchtigung resultieren aus dieser Inkongruenz

Zusätzlich zu den für alle Altersgruppen erforderlichen Eigenschaften müssen Kinder ≥ 6 der folgenden haben:

  • Ein starker Wunsch, oder das Beharren darauf, dass sie das andere Geschlecht (oder irgendein anderes Geschlecht) sind,
  • Eine starke Präferenz sich zu kleiden, wie es für das andere Geechlecht typisch ist und bei Mädchen, der Widerstand gegen das Tragen typisch weibliche Kleidung
  • Eine starke Präferenz für Cross-Gender-Rollen beim Spielen.
  • Eine starke Präferenz für Spielzeug, Spiele, und Aktivitäten, die typisch für das andere Geschlecht sind.
  • Eine starke Präferenz für Spielgefährten des anderen Geschlechts
  • Eine starke Ablehnung gegenüber Spielzeug, Spielen und Aktivitäten, die typisch für das Geschlecht sind, das mit ihrem angeborenen Geschlecht übereinstimmt
  • Eine starke Abneigung ihrer Anatomie
  • Ein starkes Verlangen nach den primären und/oder sekundären Geschlechtsmerkmalen, die zu ihrer gefühlten Geschlechtsidentität passen

Die Identifizierung mit dem anderen Geschlecht darf sich nicht nur auf den Wunsch nach den vermeintlichen kulturellen Vorteilen des anderen Geschlechts beschränken. So liegt beispielsweise bei einem Jungen, der ein Mädchen sein möchte, um dieselbe spezielle Behandlung wie seine kleine Schwester zu erfahren, wahrscheinlich keine Genderdysphorie vor. Zusätzlich zu den für alle Altersgruppen erforderlichen Eigenschaften, müssen Jugendliche und Erwachsene ≥ 1 der folgenden haben:

  • Den starken Wunsch, sich von (oder bei jungen Heranwachsenden, die Entwicklung zu verhindern) ihren primären und/oder sekundären Geschlechtsmerkmalen zu befreien
  • Ein starkes Verlangen nach den primären und/oder sekundären Geschlechtsmerkmalen, die ihrem gefühlten Geschlecht entsprechen
  • Ein starkes Verlangen, das andere Geschlecht zu sein (oder irgendein anderes Geschlecht)
  • Ein starker Wunsch, wie das andere Geschlecht behandelt zu werden
  • Eine starke Überzeugung, dass sie die typischen Gefühle und Reaktionen eines anderen Geschlecht haben

Die Diagnose von Geschlechterdysphorie bei Erwachsenen konzentriert sich auf die Feststellung von signifikantem Leidensdruck oder offensichtlicher Beeinträchtigung sozialer, beruflicher und anderer wichtiger Funktionsbereiche. Die Nichtübereinstimmung mit dem Geschlecht alleine ist nicht ausreichend für die Diagnose.

  • Psychotherapie
  • Bei bestimmten motivierten Patienten ab einem bestimmten Alter (in der Regel 16 Jahre oder älter) sind eine geschlechtsübergreifende Hormontherapie und manchmal eine Operation zur Geschlechtsumwandlung sowie andere geschlechtsbestimmende Eingriffe mit Einwilligung und Zustimmung erforderlich.

Nicht-geschlechtskonformes Verhalten, wie z. sich gegengeschlechtlich zu kleiden, erfordert evtl. keine Behandlung, wenn es ohne gleichzeitige psychische Belastung oder Beeinträchtigung der Funktionsfähigkeit einhergeht. Ein solches Verhalten gilt nicht als Störung. Wenn eine Behandlung erforderlich ist, besteht ihr Ziel darin, den Patienten bei der Anpassung zu helfen, und nicht, sie von ihrer Identität abzubringen.

  1. Bei anderen kommt es zu schwerwiegenden Problemen, zu denen möglicherweise Ängste, Depression und suizidales Verhalten zählen;
  2. Diese Probleme können im Zusammenhang stehen mit gesellschaftlichen und familiären Stressoren, die mit der fehlenden Akzeptanz von Verhaltensweisen, die nicht mit dem Geschlecht übereinstimmen, verbunden sind;
See also:  Frankreich Deutschland Wer Hat Gewonnen?

Versuche zur Änderung der Geschlechtsidentität bei Erwachsenen haben sich nicht bewährt und werden jetzt als unethisch betrachtet. In den meisten westlichen Kulturen sind die meisten Transsexuellen, die eine Behandlung beantragen, Männer, die eine weibliche Geschlechtsidentität beanspruchen und ihre Genitalien und männlichen Züge mit Abneigung betrachten.

Da sich die Behandlungen jedoch verbessert haben, werden Transsexuelle (Transmänner) zunehmend in der medizinischen und psychiatrischen Praxis gesehen, obwohl die Inzidenz in westlichen Kulturen etwa ein Drittel der Inzidenz für Transsexualität zwischen Männern und Frauen beträgt.

Das Hauptziel von Transsexuellen bei der Suche nach medizinischer Hilfe besteht nicht darin, eine psychologische Behandlung zu erhalten, sondern eine Hormon- und/oder Geschlechtsumwandlung (geschlechtsbestätigende oder genitale Operation), die ihr körperliches Erscheinungsbild ihrer gefühlten Geschlechtsidentität annähert. Obwohl Patienten mit Geschlechtsdysphorie nicht mehr verpflichtet sind, sich einer Psychotherapie zu unterziehen bevor geschlechtsübergreifende hormonelle und chirurgische Verfahren in Betracht gezogen werden, können Psychologen folgendes tun, um Patienten zu helfen, ihre Entscheidungen zu treffen:

  • Den Patienten helfen, mit den negativen Auswirkungen der Stigmatisierung (z. Ablehnung, Diskriminierung) zurechtzukommen
  • Den Patienten helfen, ihr Geschlecht so auszudrücken, wie es angenehm ist
  • Gegebenenfalls Geschlechterrollenwechsel, Coming Out und Übergänge erleichtern

Feminisierende Hormone in moderaten Dosen (z. Estradiol transdermale Pflaster 0,1 bis 0,15 mg/Tag) plus Elektrolyse und andere feminisierende Behandlungen können die Anpassung an eine weibliche Geschlechterrolle stabilisieren. Feminisierende Hormone haben erhebliche positive Auswirkungen auf die Symptome der Geschlechtsdysphorie, oft bevor irgendwelche sichtbaren Veränderungen bei den sekundären Geschlechtsmerkmalen (z.

  • Die Kombination von Psychotherapie, hormoneller Neueinstellung, mindestens ein Jahr im gefühlten Geschlecht gelebt zu haben und chirurgischer Geschlechtsumwandlung kann kurativ sein, wenn die Störung angemessen diagnostiziert wird und die Ärtze die international anerkannten Standards für die Behandlung von Störungen der Geschlechtsidentität einhalten, die bei der World Professional Association for Transgender Health ( WPATH ) erhältlich sind;

Brustwachstum, verringertes Gesichts- und Körperhaarwachstum, Umverteilung von Fett an den Hüften) auftreten. Feminisierende Hormone, auch ohne psychologische Unterstützung oder eine Operation, sind alles, was einige Patienten brauchen, um sich ausreichend angenehm als Frau zu fühlen.

  1. Geschlechtsumwandlung wird von vielen männlich-zu-weiblich-Transsexuellen angefordert;
  2. Die Operation umfasst die Entfernung des Penis und der Hoden und den Aufbau einer künstlichen Vagina;
  3. Ein Teil der Eichel wird als Klitoris erhalten, die in der Regel sexuell empfindlich ist und die in den meisten Fällen die Fähigkeit zum Orgasmus bewahrt;

Die Entscheidung, eine Geschlechtsumwandlungsoperation anzustreben, wirft häufig wichtige soziale Probleme für die Patienten auf. Viele dieser Patienten sind verheiratet und haben Kinder. Ein Elternteil oder Ehepartner, der sein Geschlecht und seine Genderrolle ändert, wird erhebliche Anpassungsprobleme in allen intimen Beziehungen haben und bei diesem Prozess geliebte Menschen verlieren.

  1. In Follow-up-Studien konnte nachgewiesen werden, dass eine geschlechtsumwandelnde Operation manchen Transsexuellen helfen konnte, ein glücklicheres und produktiveres Leben zu führen; sie ist daher gerechtfertigt bei hoch motivierten, korrekt beurteilten und behandelten Transsexuellen, die mindestens 1 Jahr vollzeitig in der gegengeschlechtlichen Rolle gelebt haben;

Einige Patienten lassen auch nicht-genitale, geschlechtsspezifische chirurgische Eingriffe wie Brustvergrößerungen, Gesichtsfeminisierungsoperationen (z. Nasenplastik, Stirnlifting, Haarveränderungen, Kieferrekonfiguration, Rasur des Luftröhrenknorpels [Verkleinerung des Kehlkopfknorpels]) oder Stimmbandoperationen zur Veränderung der Stimme durchführen.

Die Teilnahme an Gender-Selbsthilfegruppen, die in den meisten Großstädten oder über das Internet verfügbar sind, ist in der Regel hilfreich. Weiblich-to-männliche Patienten fragen oft früh nach einer Mastektomie, weil es schwierig ist, in der männlichen Geschlechtsrolle mit einer großen Menge von Brustgewebe zu leben; Brust-Bindung macht oft das Atmen schwer.

Dann können Hysterektomie und Ovarektomie nach einem Durchlauf von androgenen Hormonen durchgeführt werden (z. Testosteronester-Präparate 300 bis 400 mg i. alle 3 Wochen oder äquivalente Dosen von Androgen-transdermalen Pflastern oder -Gele). Testosteronpräparate vertiefen die Stimme dauerhaft, induzieren eine mehr männliche Muskel- und Fettverteilung, induzieren Klitorishypertrophie und fördern das Wachstum von Gesichts-und Körperbehaarung. Patienten können einen der folgenden Schritte anwenden:

  • Ein künstlicher Phallus (neophallus) kann aus der transplantierten Haut vom inneren Unterarm, Bein oder Bauch ausgebildet werden (Phalloplastik)
  • Ein Mikropenis, gestaltet aus vom Venushügel entfernten Fettgewebe und um die Testosteron-hypertrophierte Klitoris platziert (metoidioplasty)

Bei beiden Verfahren wird normalerweise auch eine Skrotoplastik durchgeführt. Die Labia majora werden seziert, um hohle Hohlräume zu bilden, um sich einem Skrotum zu nähern, und Hodenimplantate werden eingesetzt, um das Neoscrotum zu füllen. Durch chirurgische Eingriffe kann bestimmten Patienten geholfen werden, eine bessere Anpassung und größere Lebenszufriedenheit zu erreichen.

Ähnlich wie Transsexuelle von Mann zu Frau, sollten Transsexuelle von Frau zu Mann mindestens 1 Jahr lang in der Rolle des Mannes leben, bevor sie für irreversible Genitalchirurgie überwiesen werden. Die anatomischen Ergebnisse eines chirurgisch hergestellten Neophallus sind oftmals funktionell und optisch weniger zufriedenstellend als eine chirurgisch hergestellte Neovagina bei Mann-zu-Frau-Transsexuellen, was vermutlich zu weniger Nachfragen nach einer genitalen geschlechtsumwandelnden OP von Frau-zu-Mann-Transexuellen führt.

Da sich die Techniken für die Phalloplastik weiter verbessern, haben die Anfragen nach Phaloplastik zugenommen.

  • Ob eine Gender-Dysphorie als psychische Störung betrachtet werden sollte, ist umstritten. Einige Wissenschaftler denken, dass es in erster Linie ein medizinischer Zustand ist, während einige Mitglieder der Transgender-Gemeinschaft sogar extreme Formen von Gender-Nonkonformität als eine normale Variante der menschlichen Geschlechtsidentität und -ausdruck betrachten.
  • Diagnostizieren Sie eine geschlechtsspezifische Dysphorie nur dann, wenn die Inkongruenz zwischen geschlechtlicher und geschlechtsspezifischer Geschlechtsidentität ausgeprägt ist und zu erheblicher Bedrängnis und/oder einer erheblichen funktionellen Beeinträchtigung führt.
  • Primäres Ziel von Transsexuellen, die medizinische Hilfe suchen, ist in der Regel keine Psychotherapie, sondern eine Hormonbehandlung und/oder eine Operation, die ihr körperliches Erscheinungsbild ihrer gefühlten Geschlechtsidentität annähern sollen.
  • Für einige Transsexuelle sind feminisierende Hormone alles, was sie brauchen, um sich als Frau ausreichend wohl zu fühlen.
  • Transsexuelle sollten für mindestens 1 Jahr in der Rolle des anderen Geschlechts leben, bevor eine Geschlechtsumwandlung in Betracht gezogen wird.
  • Die Behandlung von präpubertären Kindern, bei denen eine Geschlechtsdysphorie diagnostiziert wurde, bleibt umstritten.

Wie viel kostet eine OP von Frau zu Mann?

Je nach Umfang des Eingriffs verursacht eine geschlechtsangleichende OP Kosten zwischen 5. 000 und 15. 000 Euro. Liegen entsprechende therapeutische und ärztliche Nachweise vor, muss die Krankenkasse die Kosten für Hormonbehandlungen, Psychotherapie und bestimmte geschlechtsangleichende Operationen übernehmen.

Was gibt es für 72 Geschlechter?

Der Gender-* diskriminiert alle Gender – Neben den „Damen und Herren” soll nach Wunsch der Freunde des Genderings der * in Texten die weiteren 58 anerkannten Gender mit einbeziehen. Und viele deutsche Politiker ziehen mit. Aber es gibt was Pragmatischeres.

Deutschland gehört zu den wenigen Ländern in der Welt, die neben den biologischen Geschlechtern Mann und Frau auch noch das „dritte Geschlecht” anerkennen. Dänemark, Malta, Pakistan, Kolumbien und Bangladesh handhaben es zum Beispiel auch so.

Im Ausweis steht dann nicht m oder w, sondern x. Das macht ohne Zweifel Sinn, da es ohne Zweifel Menschen gibt, deren biologisches Geschlecht sind nicht in männlich oder weiblich einsortieren lässt, etwa intersexuelle Leute. Neben dem biologischen Geschlecht, dem Sex, gibt es auch das soziale Geschlecht, Gender, also das, in dem man sich als sich selbst fühlt, unabhängig von seinen biologischen Geschlechtsmerkmalen.

Üblich und anerkannt sind hier ganze 60: Androgyner Mensch, Androgyn, Bigender, Weiblich, Frau zu Mann, Gender variabel, Genderqueer, Intersexuell (oder auch inter*), Männlich, Mann zu Frau, Weder-noch, Geschlechtslos, Nicht-binär, Weitere, Pangender, Trans, Transweiblich, Transmännlich, Transmann, Transmensch, Transfrau, Trans*, Trans* weiblich, Trans* männlich, Trans* Mann, Trans* Mensch, Trans* Frau; Transfeminin, Transgender, Transgender weiblich, Transgender männlich, Transgender Mann, Transgender Mensch, Transgender Frau, Transmaskulin, Transsexuell, Weiblich-transsexuell, Männlich-transsexuell, Transsexueller Mann, Transsexuelle Person, Transsexuelle Frau, Inter*, Inter* weiblich, Inter* männlich, Inter* Mann, Inter* Frau, Inter* Mensch, Intergender, Intergeschlechtlich, Zweigeschlechtlich, Zwitter, Hermaphrodit, Two-Spirit (Drittes Geschlecht), Viertes Geschlecht, XY-Frau, Butch, Femme, Drag, Transvestit, Cross-Gender.

Da kann man als klar definierter Mann oder als eindeutige Frau große Augen machen, den Kopf schütteln darf man aber nicht. Es gibt bekanntlich mehr auf der Welt, als vor den eigenen Horizont passt. Die Frage ist nur: Sollen wir diese 58 zusätzlichen Gender in unsere Sprache einbeziehen und wenn ja, wie? An dieser Frage verzweifeln sogar führende Politiker.

Wie heißen alle 72 Geschlechter?

Wie viele Menschen bereuen eine Geschlechtsumwandlung?

Er kam zu dem Ergebnis, dass Transmänner in seiner Untersuchungsgruppe keine Reue zeigten und auch nur weniger als 1 % der Operierten, deren Fälle in der Literatur behandelt wurden. Bei Transfrauen lag der Anteil der Bereuenden hingegen zwischen 1 % und 1,5 %.

Wie viele Geschlechter gibt es insgesamt?

Männlich, weiblich, divers | Wie viele Geschlechter gibt es eigentlich? Die Geschlechter-Unterteilung ist vielfältig, seit Anfang 2019 wird sie vor dem Gesetz neu geregelt. Im Geburtenregister kann eines von drei Geschlechtern ausgewählt werden: männlich, weiblich, divers.

  1. Für eine spätere Änderung ist jedoch weiterhin ein Attest nötig;
  2. Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer (56) sorgt gerade für Unmut, mit einer Bemerkung zum Thema Intersexualität, die sie im Rahmen einer Spottrede im Karneval hielt;

Konkret geht es um diese Sätze: „Wer war denn von euch vor Kurzem mal in Berlin? Da seht ihr doch die Latte-Macchiato-Fraktion, die die Toiletten für das dritte Geschlecht einführen. ” Und weiter: „Das ist für die Männer, die noch nicht wissen, ob sie noch stehen dürfen beim Pinkeln oder schon sitzen müssen.

Dafür, dazwischen, ist diese Toilette. ” Die soziale Plattform Facebook bietet seinen Nutzern seit 2014 die Wahl unter 60 Geschlechtsidentitäten. Ursprünglich wurde die Liste, die in Zusammenarbeit mit dem Lesben- und Schwulenverband entstand, in englischer Sprache verfasst.

Einige Begriffe haben im Deutschen eine ähnliche Bedeutung, Betroffene bevorzugen jedoch unterschiedliche Worte/Wortpaare.