Wie Wahrscheinlich Ist Ein Bürgerkrieg In Deutschland?

Wie Wahrscheinlich Ist Ein Bürgerkrieg In Deutschland
Dieses Jahr ist es eher unwahrscheinlich, aber in Sachsen wäre es möglich. Es sind zwar noch Landtagswahlen, aber das wird keinen Krieg in ganz Deutschland auslösen. In Sachsen wurde der Landtag schon gewählt, aber wegen der AfD werden am 15. 10. 2017 Neuwahlen stattfinden. Eigentlich waren sie ja erst am 14. Januar 2018 geplant, aber sie wurden vorgezogen, um die Koalition schneller schließen zu können.

In Sachsen könnte es die AfD in die Landesregierung schaffen und das könnte eine Spaltung zwischen Sachsen und den restlichen Bundesländern auslösen. Die AfD war dort übrigens die stärkste Kraft bei der Bundestagswahl.

Von Herbst 2018 bis Herbst 2019 werden hier in Deutschland 16 Wahlen stattfinden. Bei 5 Davon wird der Landtag gewählt, bei 10 werden die Kreistage gewählt und bei einer wird das Europaparlament gewählt. Ein Bürgerkrieg ist trotz alledem bis Ende 2019 unwahrscheinlich. Schnöggersburg, das ist nicht die einzigste Stelle wo man bereits übt. Geh mal auf die Seite der Bundeswehr und suche unter Riot Control oder Crowd Control. Das wusste ich schon vor 15 Jahren was geplant ist, eigentlich schon seit 1968, aber da glaubte man noch es wird nie passieren. Heute scheint man anders darüber zu denken. An einen Bürgerkrieg in Deutschland glaube ich nicht. Es gibt die AfD und diese Partei können diejenigen auch wählen, die mit der jetzigen Regierung nicht zufrieden sind. Ein Sprachrohr also für alle die frustriert sind. Gründe für einen Bürgerkrieg gibt es keine. Sehe eine solche Situation nicht Der Deutsche Bürger ist duldsam und abwartend.

Wohl eher würde es zu einem Austritt aus der EU kommen. Bei der Wahl des europäischen Parlaments stimmt ganz Deutschland ab und wenn die AfD zweitstärkste Kraft wird, könnte sich Deutschland von Europa abspalten und das könnte auf Langzeit zu einem Austritt aus der EU führen.

Den meisten. geht es gut und warum sollten sie ihre Situation gegen eine schlechtere eintauschen und sich gegenseitig die Köpfe einschlagen ? Freilich gibt es immer diese Panikmacher. Da sollte man den gesunden Menschenverstand einschalten und diesen Hetzern keine Plattform geben. ein genauso großes Nein. Es gibt keinen Grund, warum Deutsche sich gegenseitig umbringen sollen. Topnutzer im Thema Deutschland Diese Frage wurde zwar vor 1 Jahr noch mehrheitlich verneint, aber wie sieht es heute aus? An der Richtigkeit dieser Aussage hat sich auch 2017 nicht das geringste geändert.

Wann kommt es zum Bürgerkrieg?

Sezessionskrieg Die Vereinigten Staaten 1864

  •  Unionsstaaten ohne Sklaverei
  •  Unionsstaaten mit Sklaverei
  •  Konföderierte Staaten
  • Datum 12. April 1861 bis 23. Juni 1865
    Ort meist in den südlichen Staaten der USA
    Casus Belli Beschießung Fort Sumters
    Ausgang Sieg der Nordstaaten
    Folgen Wiederherstellung der Union, Abschaffung der Sklaverei
    Konfliktparteien
    USA CSA
    Befehlshaber
    Abraham Lincoln Andrew Johnson Jefferson Davis
    Truppenstärke
    2. 672. 341 bis zu 1. 227. 890
    Verluste
    640. 046 gefallen: 110. 100 an Krankheiten gestorben: 224. 580 verwundet: 275. 174 Kriegsgefangene: 30. 192 483. 026 gefallen: 94. 000 an Krankheiten gestorben: 164. 000 verwundet: 194. 026 Kriegsgefangene: 31. 000

    Der Bürgerkrieg war der erste Krieg, in dem die Eisenbahn eine entscheidende Rolle spielte Der Sezessionskrieg oder Amerikanische Bürgerkrieg war der von 1861 bis 1865 währende militärische Konflikt zwischen den aus den Vereinigten Staaten ausgetretenen, in der Konföderation vereinigten Südstaaten und den in der Union verbliebenen Nordstaaten (Unionsstaaten). Ursache war eine tiefe wirtschaftliche, soziale und politische Spaltung zwischen Nord- und Südstaaten, die vor allem in der Sklavereifrage zu Tage trat und sich seit etwa 1830 immer weiter vertieft hatte. Als Reaktion auf die Wahl des gemäßigten Sklavereigegners Abraham Lincoln zum US-Präsidenten traten im Winter 1860/61 die meisten Südstaaten aus der Union aus.

    Der Krieg begann am 12. April 1861 mit der Beschießung Fort Sumters durch die Konföderierten. Er endete im Wesentlichen mit der Kapitulation der konföderierten Nord-Virginia-Armee in Appomattox Court House am 9.

    April 1865. Die letzten Truppen der Konföderierten kapitulierten am 23. Juni 1865 im Indianerterritorium. Nach dem Sieg des Nordens wurden die Südstaaten im Rahmen der Reconstruction wieder in die Union aufgenommen. Die wichtigsten Folgen des Krieges waren die Stärkung der Zentralmacht und die endgültige Abschaffung der Sklaverei in den USA sowie die verstärkte Ausrichtung des Landes als Industriestaat.

    Wann war der letzte Bürgerkrieg in Deutschland?

    Zeitliche Einteilungen eines Europäischen Bürgerkriegs [ Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ] – Alle Unterstützer einer solchen Annahme sind sich des Einschlusses der Jahre von 1936 bis 1945, dem Anfang des Spanischen Bürgerkriegs und dem Ende des Zweiten Weltkrieges, einig.

    Jedoch gibt es über die weitere Einteilung unterschiedliche Ansichten. Größere Übereinstimmung existiert außerdem über die Jahre von 1914 bis 1945, in denen Europa seine Hegemonialstellung in der Welt verloren hat und schließlich in zwei grundverschiedene Interessensphären aufgespalten wurde.

    Doch wurde der Zeitraum des Europäischen Bürgerkriegs von einigen Wissenschaftlern ausgedehnt. Demzufolge fängt er bereits mit dem deutsch-französischen Krieg am 19. Juli 1870 an und endet erst mit der Wiedervereinigung Deutschlands 1990.

    Wie kommt es zu einem Bürgerkrieg?

    Ursachen [ Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ] – Bürgerkriege sind charakterisiert durch Anwendungen von militärischer Gewalt im innenpolitischen Kontext. Der Sturz eines Diktators , ein Staatsstreich oder ein Putschversuch können in einen Bürgerkrieg münden, und jede Revolution lässt sich auch als Bürgerkrieg beschreiben.

    Auch die gewaltsame Unterdrückung von Autonomie – beziehungsweise Sezessionsbestrebungen ethnischer oder nationaler Minderheiten kann einen Bürgerkrieg verursachen. Häufig entstehen oder eskalieren Bürgerkriege während zwischenstaatlicher Kriege infolge von Interventionen auswärtiger Mächte (hierzu siehe auch Fünfte Kolonne ).

    Die Zahl der Bürgerkriege ist weltweit in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts erheblich gewachsen. Ein Grund ist die großen Zahl neuer, noch instabiler und heterogener Staaten in den ehemaligen Kolonialgebieten. Unter diesem Aspekt können Bürgerkriege als Ausdruck eines politischen und gewaltsamen Prozesses betrachtet werden, in dem Staatlichkeit konsolidiert wird.

    1. Zwischen 1816 und 2001 waren von insgesamt 484 Kriegen weltweit 296 Bürgerkriege und unter diesen 109 Sezessionskriege;
    2. Etwa zwei Drittel der 259 Kriege seit 1945 waren Bürgerkriege;
    3. Nach 1989 waren es 95 Prozent aller Kriege;

    Oft ist schon wenn ein Bürgerkrieg beigelegt wird, der Keim zu seiner Fortsetzung in einem weiteren Bürgerkrieg gelegt: Offene Rechnungen, Ungerechtigkeit, Grund zur Rache. So wird „die Abfolge zu einem Kreislauf”. Anscheinend „bedeutete, zivilisiert zu sein, dass man zu Bürgerkriegen in der Lage und auf fatale Weise für sie anfällig war.

    Wie läuft ein Bürgerkrieg ab?

    von Felicia Chacón Díaz und Björn Pawlak Bombenangriff auf den chilenischen Präsidentenpalast La Moneda: Am 11. September 1973 putschte sich Diktator Augusto Pinochet mithilfe des Militärs an die Macht, Präsident Salvador Allende nahm sich das Leben – es folgte ein blutiger Bürgerkrieg. (Quelle: Biblioteca del Congreso Nacional de Chile || Wikipedia) Bürgerkriege spielen sich nicht zwischen verschiedenen Staaten ab, sondern innerhalb eines Staates zwischen zwei oder mehreren inländischen Gruppierungen.

    Häufig sind aber auch ausländische Mächte in den Konflikt verwickelt. Bei einem Bürgerkrieg kommen Menschen, die entweder dem Militär oder der Zivilgesellschaft angehören, infolge von bewaffneten Kampfhandlungen zu Tode.

    Meist gibt es mehrere organisierte Gruppierungen in einem Bürgerkrieg, so etwa einerseits Regierungstruppen und andererseits Gruppierungen von “Rebellen”, die sich gegen die staatliche Macht richten. Die Gründe für den Konflikt sind meist ethnischer oder religiöser Natur oder aber Reaktionen auf die gesellschaftlichen Verhältnisse allgemein, auf Ungleichheit oder auf Unterdrückung.

    Teilweise geht es den Rebellen darum, die gesamte Macht über den Staat zu gewinnen. Teilweise organisiert sich der Widerstand gegen die Form, in der Macht durch eine Regierung gegen die eigene Bevölkerung ausgeübt wird.

    Oft geht es auch um einen Kampf für die Unabhängigkeit oder die Abspaltung eines Teilgebietes in einem Staat – Ziel für eine bestimmte Bevölkerungsgruppe kann es sein, einen eigenen Staat neu zu gründen. Falls es zu einem Sieg durch Widerstandsbewegungen und damit zu einer gesellschaftlichen Neuordnung kommt, spricht man von einer ” Revolution “.

    1. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde mit der Gründung der Vereinten Nationen ein System geschaffen, in dem die Großmächte nicht mehr direkt miteinander Krieg führen, sondern je nach eigener Interessenslage Bürgerkriegsparteien in anderen Ländern zu unterstützen;

    Der Kalte Krieg zwischen den USA und der Sowjetunion hat zu mehr oder weniger gewaltsamer Einflussnahme dieser beiden Machtblöcke in Ländern überall auf der Welt geführt – nicht selten waren verlustreiche Bürgerkriege die Folge (man spricht auch von “Stellvertreterkriegen”).

    Teilweise wurden Bürgerkriege auch überlagert von zwischenstaatlichen Kriegen oder einer direkten militärischen “Invasion” – gemeint ist das Einfallen von bewaffneten Truppen in ein bestimmtes Gebiet. Ein Beispiel hierfür ist der Vietnamkrieg zwischen 1957 und 1975, der als Widerstand vietnamesischer Kommunisten gegen die französische Kolonialmacht begonnen hatte und mit dem Eintritt der USA in diesen Krieg und der Bombardierung Nordvietnams endete.

    Auch in den zuletzt von den USA militärisch unter Kontrolle gebrachten Ländern Irak und Afghanistan spielten sich neben der ausländischen Besetzung Bürgerkriege ab. Völkerrechtlich gibt es die Vereinbarungen der ” Genfer Konventionen ” (ein 1949 geschlossenes zwischenstaatliches Abkommen).

    Durch diese Regelungen sollen in Kriegen zwischen mehreren Staaten die Menschen geschützt werden, die nicht an den Kampfhandlungen beteiligt sind. Ein Bürgerkrieg wird aus völkerrechtlicher Perspektive aber als “innere Angelegenheit” eines Staates betrachtet und als “nicht-internationaler bewaffneter Konflikt” bezeichnet.

    Die Regelungen der Genfer Konventionen werden in Bürgerkriegen somit systematisch verletzt. Hinweis zum Copyright: Die private Nutzung unserer Webseite und Texte ist kostenlos. Schulen und Lehrkräfte benötigen eine Lizenz. Weitere Informationen zur SCHUL-LIZENZ finden Sie hier. letzte Aktualisierung: 06. 03. 2012.

    See also:  Wie Viele Millionäre Gibt Es In Deutschland 2020?

    Ist Bürgerkrieg ein Krieg?

    Völkerrecht – Nach dem Völkerrecht gilt ein Bürgerkrieg nicht als „Krieg”, sondern als innere Angelegenheit eines Staates. Daher entstehen immer wieder Diskussionen, ob sich ausländische Staaten in Bürgerkriege einmischen dürfen und sollten, um den bedrohten Menschen zu helfen.

    Wie lange dauert ein Bürgerkrieg?

    Vier Jahre dauerte der Amerikanische Bürgerkrieg. Mehr als 600. 000 Soldaten wurden getötet, blühende Städte dem Erdboden gleichgemacht, ganze Landstriche verwüstet. Ein hoher Preis, aber es ging auch um viel: um die Einheit des Landes und die Abschaffung der Sklaverei.

    In welchem Land ist gerade Krieg?

    Bürgerkriege heute: Internationalisiertes Gefecht Zivile Konflikte sind innerhalb der letzten Jahre zunehmend komplexer geworden, was unter anderem auf eine zunehmende Internationalisierung zurückzuführen ist. Wenn externe Staaten in innerstaatliche Angelegenheiten einer Bürgerkriegsnation intervenieren, dann beruht dies meist auf der offiziellen Begründung des Schutzes der Zivilbevölkerung vor Menschenrechts – und Kriegsverbrechen.

    Jedoch soll die Souveränität aller Staaten davor schützen, dass sich externe Akteure in fremde Staatsangelegenheiten einmischen. Vorwürfe gegen den Machthaber Bashar al-Assad , Giftgas gegen die Zivilbevölkerung eingesetzt zu haben, brachen 2018 für viele Akteure den Souveränitätsanspruch Syriens und legitimierten somit Militärangriffe externer Staaten.

    Doch stellt sich die Frage, inwieweit eine solche Maßnahme zum direkten Schutz von Menschenleben beiträgt oder die Situation womöglich weiter verschärft und mehr Leben kostet. So gaben bei einer im April 2018 durchgeführten Umfrage 90 Prozent der Befragten an, dass sie die Drohungen eines Raketenangriffs durch die US-amerikanische Regierung für nicht richtig hielten.

    Auch in puncto deutscher Beteiligung an Militäreinsätzen in Syrien gab es ein eindeutiges Stimmungsbild: 63 Prozent der Befragten waren der Meinung, Deutschland sollte sich aus westlichen Militärangriffen gegen Syrien heraushalten.

    Doch nicht nur durch Militärinterventionen kann ein Bürgerkrieg beeinflusst werden. Oft haben Waffenlieferungen , Geldspenden und andere Faktoren einen wenig transparenten, doch sehr deutlichen Einfluss auf Bürgerkriege. So werden im jemenitischen Bürgerkrieg die Huthi Rebellen schon seit Jahren finanziell, logistisch und zunehmend mit Lieferung von Waffen durch den Iran unterstützt.

    1. Stellvertreterkriege: Wenn ein Land zum Opfer fremder Interessen wird Bei Bürgerkriegen besteht die Gefahr, dass eine Einmischung externer Nationen weniger aus Gründen des Menschenrechtsschutzes, sondern aufgrund von strategischen Interessen oder Feindbildern stattfindet;

    In Syrien handelt es sich beispielsweise bei Weitem nicht mehr um einen Konflikt zwischen Regierung und Rebellen. Während innerhalb Syriens verschiedenste Milizen gegeneinander kämpfen, ist das Land zur Arena internationaler Akteure geworden: Russland und die USA stehen sich als altbewehrte Gegner im international ausgetragenen Konflikt gegenüber.

    Zudem ringen der Iran und Saudi Arabien um die regionale Vormachtstellung. Auch aus dem Bürgerkrieg in Libyen im Jahr 2011 ist mittlerweile ein Stellvertreterkrieg geworden. Involvierte Länder verfolgen dort unterschiedliche Interessen und nehmen somit starken Einfluss auf die verschiedenen Akteure innerhalb des Landes.

    Obgleich die potentiell negativen Auswirkungen einer Beteiligung externer Akteure wiederholt erkenntlich wurden, gaben 51 Prozent befragter Personen weltweit an, dass Staaten in anderen Staaten intervenieren sollten, um Kriegsverbrechen zu stoppen. Die verheerenden Folgen von Bürgerkriegen Die Zahl der Personen, die vor Krieg und Gewalt flüchten, hat sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt und hat im Jahr 2018 einen Höchststand erreicht.

    1. Das UN-Flüchtlingshilfswerk registrierte zuletzt über 20,4 Millionen Flüchtlinge;
    2. Die meisten Menschen stammen aus Syrien, Afghanistan, dem Südsudan, Myanmar und Somalia;
    3. In diesen Ländern wurden zahlreiche interne Konflikte und Bürgerkriege verzeichnet;

    In einigen Fällen kommt es nach einem Bürgerkrieg zu einem Machtvakuum oder einer fehlenden einheitlichen Regierung. Beispielhaft hierfür sind die Bürgerkriege in Libyen und in Somalia, in welchen die Machthaber durch Rebellen gestürzt wurden. Die darauffolgenden Verwaltungen haben es versäumt, die Milizen der Länder zu kontrollieren, welche die eigentliche Macht ausüben.

    1. Im Ranking der fragilsten Staaten der Welt befindet sich Somalia auf dem zweiten Rang;
    2. Als Indikatoren berücksichtigt der Fragile States Index neben Menschenrechten und Rechtsstaatlichkeit auch Spannungen zwischen Gruppen sowie Armut;

    Kennzahlen zu ausgewählten Bürgerkriegsschauplätzen • Jemen (seit 2014) Geschätzte Todesopfer: 100. 000 Der Bürgerkrieg im Jemen ist ein ethnisch-religiöser Konflikt zwischen der sunnitischen Regierung der Mehrheitsbevölkerung Jemens und den schiitischen Huthi-Rebellen.

    Der jemenitische Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi flüchtete deshalb ins Exil, während Saudi-Arabien seit März 2015 zusammen mit anderen arabischen Staaten die Huthi-Rebellen angreift. Neben einem der fatalsten Cholera-Ausbrüche der Geschichte, Hungersnot und Gewalt, ist die humanitäre Situation im Jemen mangelhaft.

    Im Jahr 2019 befand sich der Jemen im Ranking der fragilsten Staaten weltweit auf Rang 1. • Libyen (2011) Geschätzte Todesopfer: 2. 500 bis 25. 000 In Libyen brach mit dem Arabischen Frühling im Jahr 2011 eine Rebellion gegen den damaligen Machthaber Muammar al-Gaddafi aus, welche von dessen Regierungstruppen gewaltsam unterdrückt wurde.

    Der eskalierende Kampf zwischen den Rebellen der Libyschen Nationalen Befreiungsarmee und Gaddafis Militär führte zu internationalem Aufsehen und dem Entscheid zu einer militärischen Intervention durch die NATO gegen Libyens Regierung.

    Muammar al-Gaddafi wurde am 22. August 2011 gestürzt und einige Monate später getötet. Bis heute ist die Situation instabil und teilweise gewaltvoll. • Kosovo (1998 bis 1999) Geschätzte Todesopfer: 13. 000 Als Folge des Staatszerfalls Jugoslawiens gab es bewaffnete Auseinandersetzung um die Kontrolle des Kosovo.

    • Die albanische paramilitärische Organisation UÇK („Befreiungsarmee des Kosovo”), welche für die Unabhängigkeit des Kosovo stand, und die serbisch-jugoslawischen Armee führten einen bewaffneten Konflikt;

    Im Jahr 1999 mischten sich die Streitkräfte der NATO ein, welche unter der Leitung der USA eine militärische Intervention durchführten, um den Rückzug der Armee aus dem Kosovo zu erzwingen. Legitimiert wurde dies mit dem Schutz vor Menschrechtsverletzungen durch die Regierung Miloševićs und dessen Militär.

    1. Jugoslawien hingegen stand für den Schutz der serbischen Minderheit und wehrte sich gegen die Einmischung und den Angriff durch externe Staaten der NATO;
    2. • Afghanistan (1989 bis 2001) Während Afghanistan seit 1978 und bis heute von vielen gewaltsamen Konflikten geprägt ist, begann der offizielle Bürgerkrieg, nachdem die sowjetische Armee im Jahr 1989 aus dem Land abzog;

    Die sowjetisch gestützte Regierung blieb vorerst bestehen, bis der Präsident Nadschibullah drei Jahre später von den amerikanisch gestützten Mudschahedinparteien aus seinem Amt gedrängt wurde. Ein Machtvakuum, das durch den Rückzug der Vereinigten Staaten und der Sowjetunion entstand, sowie das zunehmende Wegschauen der internationalen Gemeinschaft trugen zur Eskalation der Kämpfe bei.

    1. Nach den Anschlägen des 11;
    2. September 2001 kam es im Oktober 2001 schließlich zu einer US-geführten Intervention, die zum Sturz der Talibanregierung führte;
    3. • Somalia (seit 1988) Geschätzte Todesopfer: 500;

    000 In Somalia gibt es seit dem Sturz der ehemaligen Diktatur des Machthabers Siad Barre 1991 in großen Teilen des Landes keine funktionierenden staatlichen Strukturen mehr. Warlords und Milizen liefern sich Machtkämpfe und gefährden täglich die Zivilbevölkerung.

    Auch die 1992 durchgeführte Mission der Vereinten Nationen und ihre Nachfolgemissionen hatten keinen nachhaltigen Einfluss auf die Stabiltät staatlicher Strukturen. In den vergangenen 20 Jahren war die radikalislamische Miliz Al-Schabaab ein gewichtiger Faktor in Somalia.

    Sie gilt als Ableger von Al-Qaida und kontrolliert große Teile im Süden des Landes. Aufgrund dieser langanhaltenden Konfliktsituation mit all ihren Folgen für die Wirtschaft sowie Sicherheit und Demographie des Landes zählt Somalia zu den fragilsten Staat weltweit.

    1. • Sri Lanka (1983 bis 2009) Geschätzte Todesopfer: 80;
    2. 000 bis 100;
    3. 000 Der Bürgerkrieg in Sri Lanka war ein langjähriger ethnischen Konflikt zwischen den zu großen Teilen buddhistischen Singhalesen und der meist hinduistischen tamilischen Minderheit;

    Tamilische Separatisten, vor allem als Teil der Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE), kämpften für einen von Sri Lanka unabhängigen Staat im Norden und Osten der Insel. Beendet wurde der Konflikt mit der Kapitulation der Rebellen und dem Sieg sri-lankischer Regierungstruppen.

    • Libanon (1975 bis 1990) Geschätzte Todesopfer: 150. 000 Der Bürgerkrieg im Libanon war gezeichnet von komplizierten geographischen Gegebenheiten sowie der sozialen Situation des Landes und den ständig wechselnden Fronten, unter anderem auch aufgrund der Einmischung externer Staaten wie Israel und Syrien.

    Anfangs bekämpften sich insbesondere die Nationalistische Bewegung, die aus muslimischen, linken und palästinensischen Gruppierungen bestand, und die hauptsächlich christliche Libanesische Front. Ab 1979 kam es zudem zu gewaltvollen Konflikten zwischen sunnitischen und schiitischen Milizen, wie auch zwischen libanesischen und palästinensischen sowie prosyrischen und proiranischen Gruppen.

    • • Vereinigte Staaten „Civil War” (1861 bis 1865) Geschätzte Todesopfer: 600;
    • 000 Der Bürgerkrieg der Vereinigten Staaten ist historisch einer der bekanntesten und forderte mehr Menschenleben als jeder andere Krieg in der US-amerikanischen Geschichte;

    Zentraler Konfliktpunkt war die Sklavenhaltung. Mit der Kapitulation der „Konföderierten Staaten von Amerika” haben sich elf Südstaaten, die sich für die Sklaverei ausgesprochen hatten, vom Rest der USA abgespalten. Damit entstand ein Verbot der Sklavenhaltung sowie das Bürger- und Wahlrecht für Afro-Amerikaner.

    See also:  Wie Viele Ukrainische Flüchtlinge In Deutschland?

    Wo ist gerade Bürgerkrieg?

    Seit Monaten herrscht im Norden Äthiopiens Bürgerkrieg. Hunderttausende sind auf der Flucht, die Toten hat noch niemand genau gezählt. Auch Jugendliche wurden als Kämpfer rekrutiert – Nein sagen konnten sie nicht.

    In welchem Land gab es noch nie einen Krieg?

    Einzelnachweise [ Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ] –

    1. ↑ Zwei-Länder-Umfrage zum Thema Neutralität: Österreich und Schweiz. gallup. at, 2. Juni 2022.
    2. ↑ Debatte in Schweden und Finnland: NATO-Beitritt als Schutzschild in Reichweite , ORF. at , 9. April 2022.
    3. ↑ David X. Noack: Politics of Neutrality in the Post-Soviet Space: A Comparison of Concepts, Practices, and Outcomes of Neutrality in Moldova, Turkmenistan, and Ukraine 1990–2015 , in: Pascal Lottaz/Herbert R. Reginbogin (Hrsg. ): Notions of Neutralities. Lexington Books, Lanham (MD) 2019, S.
    4. ↑ Schweden: Ende eines Traumas , in: Der Spiegel , 26. August 2002, abgerufen am 10. März 2016.
    5. ↑ Bericht im Österreichischen Rundfunk , 9. April 2022.
    6. ↑ Eidg. Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS: DIE NEUTRALITÄT DER SCHWEIZ. Hrsg. : Eidg. Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS. 4 überarbeitete Auflage. Bern, S. 6 ( admin. ch [PDF]).
    7. ↑ Christoph Bernet: Historiker: «Die Schweizer Neutralität hat ein Eigenleben entwickelt». In: Watson. watson ℅ FIXXPUNKT AG, 26. Februar 2022, abgerufen am 6. Juni 2022.
    8. ↑ David X. Noack: Politics of Neutrality in the Post-Soviet Space: A Comparison of Concepts, Practices, and Outcomes of Neutrality in Moldova, Turkmenistan, and Ukraine 1990–2015 , in: Pascal Lottaz/Herbert R. Reginbogin (Hrsg. ): Notions of Neutralities , Lanham (MD): Lexington Books 2019, S.
    9. ↑ David X. Noack: Politics of Neutrality in the Post-Soviet Space: A Comparison of Concepts, Practices, and Outcomes of Neutrality in Moldova, Turkmenistan, and Ukraine 1990–2015 , in: Pascal Lottaz/Herbert R. Reginbogin (Hrsg. ): Notions of Neutralities , Lanham (MD): Lexington Books 2019, S.

    Wann war der letzte Bürgerkrieg?

    Archiv Vier Jahre, von 1861 bis 1865, dauerte der amerikanische Bürgerkrieg. Im Zentrum des Konflikts zwischen den Nord- und Südstaaten der USA stand der Streit um die Abschaffung der Sklaverei. Vor 150 Jahren endete der Krieg und mit ihm die Sklaverei in den USA, doch Rassenschranken und soziale Diskriminierung existieren bis heute. Freiwillige spielen Szenen aus der Schlacht bei Gettysburg in Pennsylvania nach. Sie gilt als Wendepunkt im Amerikanischen Bürgerkrieg. (Imago) (Abraham Lincoln) “Vor 87 Jahren gründeten unsere Väter auf diesem Kontinent eine neue Nation, in Freiheit gezeugt und dem Grundsatz geweiht, dass alle Menschen gleich geschaffen sind. ” Mitten im amerikanischen Bürgerkrieg, im November 1863, hielt US-Präsident Abraham Lincoln zur Einweihung eines Soldatenfriedhofs in Gettysburg eine kurze, legendäre Rede.

    In wenigen Worten fasste er das demokratische Selbstverständnis der Vereinigten Staaten zusammen. In Gettysburg nördlich von Washington hatte vier Monate zuvor eine bedeutende Schlacht des Bürgerkriegs stattgefunden, 30.

    000 Soldaten waren dabei gefallen oder verwundet worden. Ausgebrochen war der Bürgerkrieg nach einer Formulierung von Abraham Lincoln “irgendwie im Streit um die Sklaverei”. Während der Norden die Sklaverei abgeschafft hatte und den Zusammenhalt der Nation betonte, verteidigte der ländlich geprägte Süden die Autonomie der einzelnen Staaten und das Recht, Menschen zu unterjochen.

    “Als die Verfassung geschrieben wurde, lag die Schlange der Sklaverei schlafend unter dem Tisch”, schrieb später der amerikanische Autor John J. Chapman. Nachdem die US-Bürger Abraham Lincoln, einen erklärten Gegner der Sklaverei, im November 1860 zu ihrem Präsidenten gewählt hatten, spalteten sich Anfang des folgenden Jahres insgesamt elf Südstaaten ab, darunter Alabama, Mississippi, Texas und Florida.

    Sie bestimmten Jefferson Davis zum Präsidenten ihrer Konföderation und bekräftigten das Recht auf Sklavenhaltung. Am 12. April 1861 beschossen Südstaatler in South Carolina stationierte US-Truppen und entfesselten damit den Sezessionskrieg. Beide Seiten lieferten sich zahllose kleine Gefechte mit hohen Verlusten.

    • Am 1;
    • Januar 1863 erklärte Lincoln alle Sklaven der Südstaaten für frei;
    • Die Kämpfe gingen jedoch unvermindert weiter, auch nach dem Sieg des Nordens in der Schlacht von Gettysburg;
    • Der Nordamerika-Experte Ekkehart Krippendorff: “Das ist bis heute eigentlich der blutigste Bürgerkrieg überhaupt gewesen, weil er auch zum ersten Mal mit moderner Technik geführt wurde;

    Es wurde das Maschinengewehr zum ersten Mal eingesetzt, es wurden zum ersten Mal U-Boote gebaut, es wurden Panzerschiffe gebaut, es wurde der Stacheldraht erfunden, Schützengräben. All diese moderne Kriegsführung wurde hier zum ersten Mal ausprobiert. ” Mit zunehmender Dauer wurde der Bürgerkrieg immer erbitterter geführt.

    General William T. Sherman, Oberbefehlshaber des Nordens, betrieb eine Politik der verbrannten Erde. Im Sommer 1864 gab er die Devise aus: “Wir bekämpfen nicht nur feindliche Armeen, sondern ein feindliches Volk, und müssen deshalb dafür sorgen, dass Alt und Jung, Arm und Reich die harte Hand des Krieges ebenso zu spüren bekommen wie deren Armeen.

    ” Die Nordstaatentruppen töteten bei ihrem Vormarsch durch den Süden Menschen und Vieh, sie steckten Farmen in Brand und zerstörten Städte wie Atlanta oder Charleston, bis sich nach der Niederlage bei Richmond die Südstaaten-Armee am 9. April 1865 ergab.

    • “Der Krieg ist aus, die Rebellen sind wieder unsere Landsleute”,erklärte der Nordstaatengeneral Ulysses Grant nach der Kapitulation;
    • Gleichwohl erschoss fünf Tage später ein fanatischer Südstaatler Abraham Lincoln, ein Anschlag auf die Einheit der Nation und den Kampf gegen die Sklaverei;

    Trotz der entscheidenden Niederlage von Richmond kämpften einzelne konföderierte Truppen weiter, bis General Stand Watie, ein Angehöriger der Cherokee-Indianer, am 23. Juni 1865 bei Fort Towson im heutigen Oklahoma das letzte Waffenstillstandsabkommen unterzeichnete.

    Im Bürgerkrieg starben rund 600. 000 Soldaten, weit mehr, als die Amerikaner im Zweiten Weltkrieg verloren, sowie unzählige Zivilisten. Danach wurde die Sklaverei durch einen Verfassungszusatz endgültig verboten, alle in den USA geborenen Personen – mit Ausnahme der Indianer – waren nunmehr vor dem Gesetz gleich.

    Doch mit rechtlichen Schritten allein ließen sich Rassenschranken und soziale Diskriminierung nicht beseitigen, bis heute nicht.

    Wo ist gerade Bürgerkrieg?

    Seit Monaten herrscht im Norden Äthiopiens Bürgerkrieg. Hunderttausende sind auf der Flucht, die Toten hat noch niemand genau gezählt. Auch Jugendliche wurden als Kämpfer rekrutiert – Nein sagen konnten sie nicht.

    In welchem Land ist gerade Krieg?

    Bürgerkriege heute: Internationalisiertes Gefecht Zivile Konflikte sind innerhalb der letzten Jahre zunehmend komplexer geworden, was unter anderem auf eine zunehmende Internationalisierung zurückzuführen ist. Wenn externe Staaten in innerstaatliche Angelegenheiten einer Bürgerkriegsnation intervenieren, dann beruht dies meist auf der offiziellen Begründung des Schutzes der Zivilbevölkerung vor Menschenrechts – und Kriegsverbrechen.

    Jedoch soll die Souveränität aller Staaten davor schützen, dass sich externe Akteure in fremde Staatsangelegenheiten einmischen. Vorwürfe gegen den Machthaber Bashar al-Assad , Giftgas gegen die Zivilbevölkerung eingesetzt zu haben, brachen 2018 für viele Akteure den Souveränitätsanspruch Syriens und legitimierten somit Militärangriffe externer Staaten.

    Doch stellt sich die Frage, inwieweit eine solche Maßnahme zum direkten Schutz von Menschenleben beiträgt oder die Situation womöglich weiter verschärft und mehr Leben kostet. So gaben bei einer im April 2018 durchgeführten Umfrage 90 Prozent der Befragten an, dass sie die Drohungen eines Raketenangriffs durch die US-amerikanische Regierung für nicht richtig hielten.

    1. Auch in puncto deutscher Beteiligung an Militäreinsätzen in Syrien gab es ein eindeutiges Stimmungsbild: 63 Prozent der Befragten waren der Meinung, Deutschland sollte sich aus westlichen Militärangriffen gegen Syrien heraushalten;

    Doch nicht nur durch Militärinterventionen kann ein Bürgerkrieg beeinflusst werden. Oft haben Waffenlieferungen , Geldspenden und andere Faktoren einen wenig transparenten, doch sehr deutlichen Einfluss auf Bürgerkriege. So werden im jemenitischen Bürgerkrieg die Huthi Rebellen schon seit Jahren finanziell, logistisch und zunehmend mit Lieferung von Waffen durch den Iran unterstützt.

    Stellvertreterkriege: Wenn ein Land zum Opfer fremder Interessen wird Bei Bürgerkriegen besteht die Gefahr, dass eine Einmischung externer Nationen weniger aus Gründen des Menschenrechtsschutzes, sondern aufgrund von strategischen Interessen oder Feindbildern stattfindet.

    In Syrien handelt es sich beispielsweise bei Weitem nicht mehr um einen Konflikt zwischen Regierung und Rebellen. Während innerhalb Syriens verschiedenste Milizen gegeneinander kämpfen, ist das Land zur Arena internationaler Akteure geworden: Russland und die USA stehen sich als altbewehrte Gegner im international ausgetragenen Konflikt gegenüber.

    Zudem ringen der Iran und Saudi Arabien um die regionale Vormachtstellung. Auch aus dem Bürgerkrieg in Libyen im Jahr 2011 ist mittlerweile ein Stellvertreterkrieg geworden. Involvierte Länder verfolgen dort unterschiedliche Interessen und nehmen somit starken Einfluss auf die verschiedenen Akteure innerhalb des Landes.

    Obgleich die potentiell negativen Auswirkungen einer Beteiligung externer Akteure wiederholt erkenntlich wurden, gaben 51 Prozent befragter Personen weltweit an, dass Staaten in anderen Staaten intervenieren sollten, um Kriegsverbrechen zu stoppen. Die verheerenden Folgen von Bürgerkriegen Die Zahl der Personen, die vor Krieg und Gewalt flüchten, hat sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt und hat im Jahr 2018 einen Höchststand erreicht.

    Das UN-Flüchtlingshilfswerk registrierte zuletzt über 20,4 Millionen Flüchtlinge. Die meisten Menschen stammen aus Syrien, Afghanistan, dem Südsudan, Myanmar und Somalia. In diesen Ländern wurden zahlreiche interne Konflikte und Bürgerkriege verzeichnet.

    In einigen Fällen kommt es nach einem Bürgerkrieg zu einem Machtvakuum oder einer fehlenden einheitlichen Regierung. Beispielhaft hierfür sind die Bürgerkriege in Libyen und in Somalia, in welchen die Machthaber durch Rebellen gestürzt wurden. Die darauffolgenden Verwaltungen haben es versäumt, die Milizen der Länder zu kontrollieren, welche die eigentliche Macht ausüben.

    Im Ranking der fragilsten Staaten der Welt befindet sich Somalia auf dem zweiten Rang. Als Indikatoren berücksichtigt der Fragile States Index neben Menschenrechten und Rechtsstaatlichkeit auch Spannungen zwischen Gruppen sowie Armut.

    Kennzahlen zu ausgewählten Bürgerkriegsschauplätzen • Jemen (seit 2014) Geschätzte Todesopfer: 100. 000 Der Bürgerkrieg im Jemen ist ein ethnisch-religiöser Konflikt zwischen der sunnitischen Regierung der Mehrheitsbevölkerung Jemens und den schiitischen Huthi-Rebellen.

    1. Der jemenitische Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi flüchtete deshalb ins Exil, während Saudi-Arabien seit März 2015 zusammen mit anderen arabischen Staaten die Huthi-Rebellen angreift;
    2. Neben einem der fatalsten Cholera-Ausbrüche der Geschichte, Hungersnot und Gewalt, ist die humanitäre Situation im Jemen mangelhaft;
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    Im Jahr 2019 befand sich der Jemen im Ranking der fragilsten Staaten weltweit auf Rang 1. • Libyen (2011) Geschätzte Todesopfer: 2. 500 bis 25. 000 In Libyen brach mit dem Arabischen Frühling im Jahr 2011 eine Rebellion gegen den damaligen Machthaber Muammar al-Gaddafi aus, welche von dessen Regierungstruppen gewaltsam unterdrückt wurde.

    Der eskalierende Kampf zwischen den Rebellen der Libyschen Nationalen Befreiungsarmee und Gaddafis Militär führte zu internationalem Aufsehen und dem Entscheid zu einer militärischen Intervention durch die NATO gegen Libyens Regierung.

    Muammar al-Gaddafi wurde am 22. August 2011 gestürzt und einige Monate später getötet. Bis heute ist die Situation instabil und teilweise gewaltvoll. • Kosovo (1998 bis 1999) Geschätzte Todesopfer: 13. 000 Als Folge des Staatszerfalls Jugoslawiens gab es bewaffnete Auseinandersetzung um die Kontrolle des Kosovo.

    Die albanische paramilitärische Organisation UÇK („Befreiungsarmee des Kosovo”), welche für die Unabhängigkeit des Kosovo stand, und die serbisch-jugoslawischen Armee führten einen bewaffneten Konflikt.

    Im Jahr 1999 mischten sich die Streitkräfte der NATO ein, welche unter der Leitung der USA eine militärische Intervention durchführten, um den Rückzug der Armee aus dem Kosovo zu erzwingen. Legitimiert wurde dies mit dem Schutz vor Menschrechtsverletzungen durch die Regierung Miloševićs und dessen Militär.

    Jugoslawien hingegen stand für den Schutz der serbischen Minderheit und wehrte sich gegen die Einmischung und den Angriff durch externe Staaten der NATO. • Afghanistan (1989 bis 2001) Während Afghanistan seit 1978 und bis heute von vielen gewaltsamen Konflikten geprägt ist, begann der offizielle Bürgerkrieg, nachdem die sowjetische Armee im Jahr 1989 aus dem Land abzog.

    Die sowjetisch gestützte Regierung blieb vorerst bestehen, bis der Präsident Nadschibullah drei Jahre später von den amerikanisch gestützten Mudschahedinparteien aus seinem Amt gedrängt wurde. Ein Machtvakuum, das durch den Rückzug der Vereinigten Staaten und der Sowjetunion entstand, sowie das zunehmende Wegschauen der internationalen Gemeinschaft trugen zur Eskalation der Kämpfe bei.

    Nach den Anschlägen des 11. September 2001 kam es im Oktober 2001 schließlich zu einer US-geführten Intervention, die zum Sturz der Talibanregierung führte. • Somalia (seit 1988) Geschätzte Todesopfer: 500.

    000 In Somalia gibt es seit dem Sturz der ehemaligen Diktatur des Machthabers Siad Barre 1991 in großen Teilen des Landes keine funktionierenden staatlichen Strukturen mehr. Warlords und Milizen liefern sich Machtkämpfe und gefährden täglich die Zivilbevölkerung.

    Auch die 1992 durchgeführte Mission der Vereinten Nationen und ihre Nachfolgemissionen hatten keinen nachhaltigen Einfluss auf die Stabiltät staatlicher Strukturen. In den vergangenen 20 Jahren war die radikalislamische Miliz Al-Schabaab ein gewichtiger Faktor in Somalia.

    Sie gilt als Ableger von Al-Qaida und kontrolliert große Teile im Süden des Landes. Aufgrund dieser langanhaltenden Konfliktsituation mit all ihren Folgen für die Wirtschaft sowie Sicherheit und Demographie des Landes zählt Somalia zu den fragilsten Staat weltweit.

    • • Sri Lanka (1983 bis 2009) Geschätzte Todesopfer: 80;
    • 000 bis 100;
    • 000 Der Bürgerkrieg in Sri Lanka war ein langjähriger ethnischen Konflikt zwischen den zu großen Teilen buddhistischen Singhalesen und der meist hinduistischen tamilischen Minderheit;

    Tamilische Separatisten, vor allem als Teil der Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE), kämpften für einen von Sri Lanka unabhängigen Staat im Norden und Osten der Insel. Beendet wurde der Konflikt mit der Kapitulation der Rebellen und dem Sieg sri-lankischer Regierungstruppen.

    • • Libanon (1975 bis 1990) Geschätzte Todesopfer: 150;
    • 000 Der Bürgerkrieg im Libanon war gezeichnet von komplizierten geographischen Gegebenheiten sowie der sozialen Situation des Landes und den ständig wechselnden Fronten, unter anderem auch aufgrund der Einmischung externer Staaten wie Israel und Syrien;

    Anfangs bekämpften sich insbesondere die Nationalistische Bewegung, die aus muslimischen, linken und palästinensischen Gruppierungen bestand, und die hauptsächlich christliche Libanesische Front. Ab 1979 kam es zudem zu gewaltvollen Konflikten zwischen sunnitischen und schiitischen Milizen, wie auch zwischen libanesischen und palästinensischen sowie prosyrischen und proiranischen Gruppen.

    • Vereinigte Staaten „Civil War” (1861 bis 1865) Geschätzte Todesopfer: 600. 000 Der Bürgerkrieg der Vereinigten Staaten ist historisch einer der bekanntesten und forderte mehr Menschenleben als jeder andere Krieg in der US-amerikanischen Geschichte.

    Zentraler Konfliktpunkt war die Sklavenhaltung. Mit der Kapitulation der „Konföderierten Staaten von Amerika” haben sich elf Südstaaten, die sich für die Sklaverei ausgesprochen hatten, vom Rest der USA abgespalten. Damit entstand ein Verbot der Sklavenhaltung sowie das Bürger- und Wahlrecht für Afro-Amerikaner.

    Wann war der letzte Bürgerkrieg?

    Archiv Vier Jahre, von 1861 bis 1865, dauerte der amerikanische Bürgerkrieg. Im Zentrum des Konflikts zwischen den Nord- und Südstaaten der USA stand der Streit um die Abschaffung der Sklaverei. Vor 150 Jahren endete der Krieg und mit ihm die Sklaverei in den USA, doch Rassenschranken und soziale Diskriminierung existieren bis heute. Freiwillige spielen Szenen aus der Schlacht bei Gettysburg in Pennsylvania nach. Sie gilt als Wendepunkt im Amerikanischen Bürgerkrieg. (Imago) (Abraham Lincoln) “Vor 87 Jahren gründeten unsere Väter auf diesem Kontinent eine neue Nation, in Freiheit gezeugt und dem Grundsatz geweiht, dass alle Menschen gleich geschaffen sind. ” Mitten im amerikanischen Bürgerkrieg, im November 1863, hielt US-Präsident Abraham Lincoln zur Einweihung eines Soldatenfriedhofs in Gettysburg eine kurze, legendäre Rede.

    In wenigen Worten fasste er das demokratische Selbstverständnis der Vereinigten Staaten zusammen. In Gettysburg nördlich von Washington hatte vier Monate zuvor eine bedeutende Schlacht des Bürgerkriegs stattgefunden, 30.

    000 Soldaten waren dabei gefallen oder verwundet worden. Ausgebrochen war der Bürgerkrieg nach einer Formulierung von Abraham Lincoln “irgendwie im Streit um die Sklaverei”. Während der Norden die Sklaverei abgeschafft hatte und den Zusammenhalt der Nation betonte, verteidigte der ländlich geprägte Süden die Autonomie der einzelnen Staaten und das Recht, Menschen zu unterjochen.

    “Als die Verfassung geschrieben wurde, lag die Schlange der Sklaverei schlafend unter dem Tisch”, schrieb später der amerikanische Autor John J. Chapman. Nachdem die US-Bürger Abraham Lincoln, einen erklärten Gegner der Sklaverei, im November 1860 zu ihrem Präsidenten gewählt hatten, spalteten sich Anfang des folgenden Jahres insgesamt elf Südstaaten ab, darunter Alabama, Mississippi, Texas und Florida.

    Sie bestimmten Jefferson Davis zum Präsidenten ihrer Konföderation und bekräftigten das Recht auf Sklavenhaltung. Am 12. April 1861 beschossen Südstaatler in South Carolina stationierte US-Truppen und entfesselten damit den Sezessionskrieg. Beide Seiten lieferten sich zahllose kleine Gefechte mit hohen Verlusten.

    Am 1. Januar 1863 erklärte Lincoln alle Sklaven der Südstaaten für frei. Die Kämpfe gingen jedoch unvermindert weiter, auch nach dem Sieg des Nordens in der Schlacht von Gettysburg. Der Nordamerika-Experte Ekkehart Krippendorff: “Das ist bis heute eigentlich der blutigste Bürgerkrieg überhaupt gewesen, weil er auch zum ersten Mal mit moderner Technik geführt wurde.

    Es wurde das Maschinengewehr zum ersten Mal eingesetzt, es wurden zum ersten Mal U-Boote gebaut, es wurden Panzerschiffe gebaut, es wurde der Stacheldraht erfunden, Schützengräben. All diese moderne Kriegsführung wurde hier zum ersten Mal ausprobiert. ” Mit zunehmender Dauer wurde der Bürgerkrieg immer erbitterter geführt.

    General William T. Sherman, Oberbefehlshaber des Nordens, betrieb eine Politik der verbrannten Erde. Im Sommer 1864 gab er die Devise aus: “Wir bekämpfen nicht nur feindliche Armeen, sondern ein feindliches Volk, und müssen deshalb dafür sorgen, dass Alt und Jung, Arm und Reich die harte Hand des Krieges ebenso zu spüren bekommen wie deren Armeen.

    ” Die Nordstaatentruppen töteten bei ihrem Vormarsch durch den Süden Menschen und Vieh, sie steckten Farmen in Brand und zerstörten Städte wie Atlanta oder Charleston, bis sich nach der Niederlage bei Richmond die Südstaaten-Armee am 9. April 1865 ergab.

    “Der Krieg ist aus, die Rebellen sind wieder unsere Landsleute”,erklärte der Nordstaatengeneral Ulysses Grant nach der Kapitulation. Gleichwohl erschoss fünf Tage später ein fanatischer Südstaatler Abraham Lincoln, ein Anschlag auf die Einheit der Nation und den Kampf gegen die Sklaverei.

    Trotz der entscheidenden Niederlage von Richmond kämpften einzelne konföderierte Truppen weiter, bis General Stand Watie, ein Angehöriger der Cherokee-Indianer, am 23. Juni 1865 bei Fort Towson im heutigen Oklahoma das letzte Waffenstillstandsabkommen unterzeichnete.

    Im Bürgerkrieg starben rund 600. 000 Soldaten, weit mehr, als die Amerikaner im Zweiten Weltkrieg verloren, sowie unzählige Zivilisten. Danach wurde die Sklaverei durch einen Verfassungszusatz endgültig verboten, alle in den USA geborenen Personen – mit Ausnahme der Indianer – waren nunmehr vor dem Gesetz gleich.

    Doch mit rechtlichen Schritten allein ließen sich Rassenschranken und soziale Diskriminierung nicht beseitigen, bis heute nicht.