Wie Wahrscheinlich Ist Krieg In Deutschland?

Wie Wahrscheinlich Ist Krieg In Deutschland
Sehr wahrscheinlich, derzeit erleben wir gerade verschiedene Kriege. Ein Krieg mit aktiver Beteiligung Deutschlands, bzw auf deutschem Boden ist in absehbarer Zukunft sehr unwahrscheinlich. Udavu Community-Experte Krieg, Deutschland, Politik 26. 07. 2022, 17:32.

Wer kann im Kriegsfall eingezogen werden?

Sollte eine Situation aber erfordern, dass eine erhöhte militärische Alarmstufe eintritt, der sogenannte Spannungsfall, oder gar der Verteidigungsfall, kann die Bundeswehr alle Wehrpflichtigen im Alter von 18 bis 60 Jahre einberufen – unabhängig davon, ob sie der Reserve angehören oder nicht.

Wann Ukraine Krieg vorbei?

Russisch-Ukrainischer Krieg

Datum Krim-Krise: ab Ende Februar 2014 Krieg im Donbas: ab 13. April 2014 in Slowjansk Groß angelegter russischer Angriff: ab 24. Februar 2022
Ort Ukraine
Ausgang noch andauernd

.

Was passiert in einem Krieg?

Als Krieg wird ein organisierter und unter Einsatz erheblicher Mittel mit Waffen und Gewalt ausgetragener Konflikt bezeichnet, an dem planmäßig vorgehende Kollektive beteiligt sind. Ziel der beteiligten Kollektive ist es, ihre Interessen durchzusetzen. Der Konflikt soll durch Kampf und Erreichen einer Überlegenheit gelöst werden. Die dazu stattfindenden Gewalthandlungen greifen gezielt die körperliche Unversehrtheit gegnerischer Individuen an und führen so zu Tod und Verletzung.

Neben Schäden an am Krieg aktiv Beteiligten entstehen auch immer Schäden, die entweder nicht direkt beabsichtigt sind oder Kriegstaktik („ Verbrannte Erde “) sein können. Erstere werden heute euphemistisch als Kollateralschäden bzw.

Begleitschäden bezeichnet. Krieg beschädigt oder zerstört sogar Infrastruktur und die Lebensgrundlagen der Kollektive. Eine einheitlich akzeptierte Definition des Krieges und seiner Abgrenzung zu anderen Formen bewaffneter Konflikte existiert nicht. Kriegsformen sind vielfältig und nicht unbedingt an Staaten oder Staatssysteme gebunden: Sie können auch innerhalb von Staaten stattfinden, etwa als Bürgerkrieg , Unabhängigkeitskrieg oder bewaffneter Konflikt , und zum Weltkrieg oder zum Völkermord führen.

  • Trotz intensiver Diskussionen konnte man sich nicht auf eine einheitliche völkerrechtliche Definition einigen, die den Begriff des Krieges eingrenzend beschreibt;
  • Die Genfer-Fünf-Mächte-Vereinbarung vom 12;

Dezember 1932 ersetzte deswegen den unspezifischen Ausdruck „Krieg” durch den eindeutigen der „Anwendung bewaffneter Gewalt” (Artikel III). Die Charta der Vereinten Nationen verbot schließlich die Anwendung von oder Drohung mit Gewalt in internationalen Beziehungen grundsätzlich (Artikel 2, Ziffer 4: „ Allgemeines Gewaltverbot “) und erlaubte sie nur als vom Sicherheitsrat beschlossene Sanktionsmaßnahme (Artikel 42) oder als Akt der Selbstverteidigung (Artikel 51).

In der historisch belegten Menschheitsgeschichte sollen knapp 14. 400 Kriege stattgefunden haben, denen ungefähr 3,5 Milliarden Menschen zum Opfer gefallen sein sollen. Da bisher schätzungsweise 100 Milliarden Menschen gelebt haben, würde dies bedeuten, dass jeder dreißigste Erdenbürger sein Leben durch kriegerische Handlungen verlor.

Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen ) ausgestattet. Angaben ohne ausreichenden Beleg könnten demnächst entfernt werden. Bitte hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.

Bezieht sich die folgende Jongman-Quelle tatsächlich auf die vorgehend angeführte Schätzung? Möglich, aber sicher nicht direkt auf die Quelle von Baylis. Müsste gesondert überprüft werden. Dazu waren im Umfeld des Absatzes einige völlig untaugliche Quellen angegeben, die gelöscht werden mussten.

Hier möglicherweise nicht besser. Deswegen zur Sicherheit Baustein Jedoch erwähnt eine kritische Beurteilung dieser Schätzung, dass einer der Vertreter dieser Schätzung die Zahl von ca. 640. 000. 000 Kriegsopfern auf ca. 240. 000. 000 reduziert hat. Während individuelles oder kollektives Rauben und absichtliches Töten von Menschen heute generell als Verbrechen gilt und in einem Rechtsstaat strafbar ist, wird „Krieg” nicht als gewöhnliche Kriminalität betrachtet, sondern als bewaffnete Auseinandersetzung zwischen Kollektiven, die sich dazu legitimiert sehen.

Damit hebt ein Krieg die zivilisatorische Gewaltbegrenzung auf eine Exekutive , wie sie der Rechtsstaat als Regelfall voraussetzt, partiell oder ganz auf: Es stehen sich bewaffnete Armeen gegenüber, die ganze Völker oder Volksgruppen repräsentieren.

Diese sind damit Kriegspartei. Kriegsparteien beurteilen ihre eigene Kriegsbeteiligung als notwendig und gerechtfertigt. Ihre organisierte Kollektivgewalt bedarf also einer Legitimation. Krieg als Staatsaktion erfordert daher ein Kriegsrecht im Innern eines Staates sowie ein Kriegsvölkerrecht zur Regelung zwischenstaatlicher Beziehungen.

  • 1 Das Wort „Krieg”
  • 2 Definitionen
    • 2. 1 Römische Antike (Augustinus)
    • 2. 2 Preußen
    • 2. 3 Moderne
  • 3 Typen
  • 4 Ebenen der Kriegsführung
  • 5 Hauptursachen
  • 6 Völkerrecht
  • 7 Krieg in den Theorien der Internationalen Beziehungen
  • 8 Geschichte
    • 8. 1 Menschwerdung, Altsteinzeit und neolithische Revolution
    • 8. 2 Orientalische Frühreiche, griechisch-römische Antike und europäisches Mittelalter
      • 8. 1 Bronzezeitliche Auseinandersetzungen
      • 8. 2 Antike – Griechische Staatenwelt, Hellenismus, Imperium Romanum
      • 8. 3 Völkerwanderung, Spätantike Islamische Expansion, Mittelalter
      • 8. 4 Hochmittelalter und Kreuzzüge
      • 8. 5 Spätmittelalter, Frühe Neuzeit
    • 8. 3 Asiatische Entwicklungen – Alexanderzug, Indien, China und der Mongolensturm
    • 8. 4 Neuzeit bis 1914 – Von den Konfessionskriegen zu modernen Staatenkriegen
    • 8. 5 Das Zeitalter der Weltkriege
    • 8. 6 UNO und Kalter Krieg (1945–1990)
    • 8. 7 Tendenzen seit 1991
  • 9 Krieg und Politik
    • 9. 1 Auslöser
    • 9. 2 Besondere regierungspolitische Motive
    • 9. 3 Ausnahmezustand
    • 9. 4 Ressourceneinsatz
  • 10 Militärstrategie
  • 11 Ethische Aspekte
    • 11. 1 Wirkungen
    • 11. 2 Bedeutung
    • 11. 3 Alternativen
    • 11. 4 Ablehnung des Krieges
    • 11. 5 Aufwertung des Krieges
    • 11. 6 Einordnung, Kontrolle und Kriegsrecht
  • 12 Finanzieller Aspekt
  • 13 Geographische Gegebenheiten des Krieges
  • 14 Krieg als Spiel
  • 15 Kriege im Tierreich
  • 16 Siehe auch
  • 17 Literatur
  • 18 Weblinks
  • 19 Einzelnachweise

Warum gibt es Streit zwischen Russland und Ukraine?

Ukraine-Krieg 2022 – Ein zerstörtes Haus nach Angriffen in der Ostukraine am 26. Februar 2022. Russland ist mit seinen Truppen in die Ukraine einmarschiert. Es ist Krieg in der Ukraine. Die Ukraine war bis 1991 Teil der Sowjetunion (UdSSR). Seit ihrer Unabhängigkeit herrscht im Land sowie zwischen der EU , den USA und Russland Uneinigkeit, inwieweit die Ukraine sich außenpolitisch eher den westlichen Staaten oder dem Nachbarland Russland anschließen sollte.

  1. Im Jahr 2013 verschärfte sich der Streit und es kam zu Protesten von Ukrainer/innen, die eine stärkere Annäherung an die EU wollten (Maidan-Bewegung);
  2. Die damalige Russland-freundlichen Regierung ließ die Proteste niederschlagen;
See also:  Wie Heißen Die 13 Offiziellen Weinanbaugebiete In Deutschland?

Es kam zu einer Revolution und der ukrainische Präsident floh aus dem Land. Russland nutzte die Gelegenheit und übernahm die Kontrolle über die Krim-Halbinsel, wo der größte Teil der Bevölkerung russisch ist. Im Osten der Ukraine sagten sich auch die Gebiete Luhansk und Donezk (Donbass-Region) los.

Mit Gewalt versuchten Kämpferinnen und Kämpfer, die Loslösung dieser Region von der Ukraine zu erzwingen. Mit der Unterstützung des russischen Militärs kämpften sie gegen die ukrainische Armee. Im Herbst 2021 brachte Russland Truppen in die Grenzregion zur Ukraine.

Expertinnen und Experten befürchteten seitdem, dass Russland einen militärischen Angriff auf die Ukraine plante, auch weil Russland weitere Friedensgespräche ablehnte. Im Februar 2022 hat Russland die Gebiete Luhansk und Donezk in der Ostukraine als eigenständige Staaten anerkannt.

Russland wollte auf diese Weise sein Einflussgebiet in der Ukraine vergrößern. Ukraine und Nachbarländer. Die Halbinsel Krim gehört zur Ukraine. Mit Unterstützung der russischen Bevölkerungsmehrheit auf der Krim hat Russland 2014 die Halbinsel zu einem Teil Russlands gemacht.

Auch in der Donbass-Region leben viele Menschen mit russischen Wurzeln. Sogenannte Separatisten versuchen mit Gewalt, die Loslösung dieses Teils von der Ukraine zu erzwingen. Im Februar 2022 hat Russland die Gebiete Luhansk und Donezk der Donbass-Region als eigenständige Staaten anerkannt.

  • Am 24;
  • Februar 2022 sind russische Truppen in die Ukraine einmarschiert;
  • Damit hat Russland einen Krieg begonnen;
  • Das war ein Verstoß gegen das Völkerrecht;
  • Die Ukraine versucht sich zu verteidigen und kämpft gegen die russischen Truppen;

Nach dem russischen Einmarsch haben die Vereinten Nationen , die Europäische Union und auch die deutsche Bundesregierung den Angriff Russlands auf das Nachbarland Ukraine scharf kritisiert. Viele Länder haben wirtschaftliche und finanzielle Strafen (Sanktionen) gegen Russland verhängt.

Viele Staaten unterstützen die Ukraine mit Waffen und Hilfsgütern. Die Situation im Osten Europas Im Osten und Nordosten grenzt die Ukraine an Russland, im Norden an Belarus. Im Westen grenzt sie an Polen , die Slowakei und Ungarn , im Süden an Rumänien und Moldau.

Polen, die Slowakei, Ungarn und Rumänien sind Mitglieder des militärischen Verteidigungsbündnisses NATO. In der NATO gilt der Grundsatz, dass sich die Mitgliedsstaaten gegenseitig helfen, wenn ein Land angegriffen wird. Die Ukraine ist nicht Mitglied der NATO.

Die NATO plant, in den nächsten Monaten Truppen in osteuropäische NATO-Mitgliedsstaaten zu verlegen. Soldaten werden von der NATO nicht in die Ukraine geschickt. Mehr Informationen findest du in unserem Spezial Krieg in der Ukraine 2022.

Klicke auf das Bild, um weitere Fotos anzuschauen.

Wie viele Panzer gibt es in Russland?

Panzer – Der T-90 ist der modernste Kampfpanzer der russischen Armee. Ihm steht auf amerikanischer Seite der M1 Abrams gegenüber. Rein statistisch punkten die Russen auf dem Land: Sie haben mit 15. 500 Panzern doppelt so viel wie die USA – doch die schiere Anzahl sagt nichts über die Modernität oder die Einsatzfähigkeit der Maschinen aus.

Wann darf Deutschland Krieg führen?

Rechtslage in Deutschland [ Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ] – Nach dem Grundgesetz (GG) der Bundesrepublik Deutschland ist die Vorbereitung eines Angriffskrieges grundsätzlich verboten und unter Strafe zu stellen. So bestimmt Art. 26 Abs. 1 GG: Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten, sind verfassungswidrig.

  • Sie sind unter Strafe zu stellen;
  • Der in Ausführung des Art;
  • 26 GG erlassene § 80 StGB lautete: Wer einen Angriffskrieg (Artikel 26 Abs;
  • 1 des Grundgesetzes), an dem die Bundesrepublik Deutschland beteiligt sein soll, vorbereitet und dadurch die Gefahr eines Krieges für die Bundesrepublik Deutschland herbeiführt, wird mit lebenslanger Freiheitsstrafe oder mit Freiheitsstrafe nicht unter zehn Jahren bestraft;

Tatbestandsmäßig war also nur die Vorbereitung eines Angriffskriegs mit Deutschland als Teilnehmer, wenn die konkrete Gefahr eines solchen Krieges auch tatsächlich drohte. Daher kamen als Täter praktisch nur Inhaber von Schlüsselstellungen staatlicher Macht in Betracht.

Der Begriff des Angriffskriegs wurde im Gesetz nicht definiert und in der Rechtsprechung und Rechtswissenschaft als „völkerrechtswidrige bewaffnete Aggression” aufgefasst. Da auch die Definition im Völkerrecht nicht eindeutig war, wurde teilweise bezweifelt, dass die Strafnorm dem Bestimmtheitsgrundsatz entsprach.

Zum 1. Januar 2017 wurde § 80 StGB durch § 13 Völkerstrafgesetzbuch (Verbrechen der Aggression) ersetzt. Nach Art. 2 des Zwei-plus-Vier-Vertrages vom 12. September 1990 über die abschließende Regelung in Bezug auf Deutschland gilt mit Inkrafttreten am 15.

März 1991 (Verbot des Angriffskrieges): Die Regierungen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik bekräftigen ihre Erklärungen, daß von deutschem Boden nur Frieden ausgehen wird.

Nach der Verfassung des vereinten Deutschland sind Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten, verfassungswidrig und strafbar.

Die Regierungen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik erklären, daß das vereinte Deutschland keine seiner Waffen jemals einsetzen wird, es sei denn in Übereinstimmung mit seiner Verfassung und der Charta der Vereinten Nationen.

See also:  Wann Spielt Deutschland Gegen Rumänien?

Als einzige Ausnahme kann angesehen werden, wenn nach einer Resolution des UN-Sicherheitsrats gemäß der Artikel 42 oder 53 der Charta der Vereinten Nationen, die eine Basis für das Völkerrecht ist, die Anwendung militärischer Gewalt unter deutscher Beteiligung beschlossen wird.

Was braucht man wenn Krieg ist?

Was ist im Krieg nicht erlaubt?

Was im Krieg verboten ist – Hamburg. Auch der Krieg hat Regeln. Sie sollen Verwundeten, Gefangenen und Zivilisten unnötiges Leid ersparen und die Art der Kriegsführung beschränken. Diese Regeln enthält das humanitäre Völkerrecht, dessen wichtigste Bausteine die Haager Landkriegsordnung von 1907 sowie die vier Genfer Konventionen von 1949 und deren Zusatzprotokolle sind.

  • Verboten ist es beispielsweise, einen Gegner unter Anwendung von Heimtücke zu töten, zu verwunden oder gefangen zu nehmen;
  • Als heimtückisch gilt u;
  • das;
  • Vortäuschen der Absicht, unter einer Parlamentärflagge (weiße Fahne) zu verhandeln oder sich zu ergeben,;

Vortäuschen von Kampfunfähigkeit infolge von Verwundung oder Krankheit,. Vortäuschen eines zivilen oder Nichtkombattantenstatus (Kombattant = Kriegsteilnehmer),. Benutzen von Uniformen und Emblemen des Gegners oder neutraler Organisationen. Verboten sind auch Mittel der Kriegsführung, die lang anhaltende und schwere Umweltschäden verursachen und dadurch die Gesundheit der Bevölkerung gefährden.

Breiten Raum nehmen die Bestimmungen zum Umgang mit Kriegsgefangenen ein. Die wichtigsten:. Kriegsgefangene sollen menschlich behandelt werden. Persönliche Gegenstände verbleiben ihr Eigentum. Vergeltung an ihnen zu üben ist verboten.

So bald wie möglich muss jeder Kriegsgefangene Briefwechsel mit seiner Familie führen können. Die Zusammenlegung von Gefangenen verschiedener Rassen und Nationalitäten in ein Lager ist zu vermeiden. Gefangene Offiziere erhalten dieselbe Besoldung, wie sie denen gleichen Dienstgrads in dem Lande zusteht, in dem sie gefangen gehalten werden; ihre Regierung ist zur Erstattung verpflichtet.

Was passiert wenn das Atomkraftwerk in der Ukraine explodiert?

Wie groß das Risiko für Deutschland ist Auf die kritische Lage am ukrainischen AKW Saporischschja blickt Florian Gering vom Bundesamt für Strahlenschutz gerade sehr genau. Das Risiko für Deutschland sei aber gering. Das ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja steht in umkämpftem Gebiet. Quelle: Imago Dr. Florian Gering: Was uns besonders Sorgen macht, ist, dass Kernkraftwerke nicht darauf ausgelegt sind, in kriegerische Handlungen verwickelt zu werden. Das gab es auch weltweit noch nie. Es ist bisher immer internationaler Konsens gewesen, Technologien wie etwa Kernkraftwerke aus kriegerischen Auseinandersetzungen herauszuhalten, weil keiner der Beteiligten sicher sein kann, was er damit auslöst.

Nach dem Beschuss des ukrainischen AKW Saporischschja gab es bisher laut Bundesamt für Strahlenschutz keine Hinweise auf freigesetzte Radioaktivität. Beitragslänge: 1 min Datum: 09. 08. 2022 ZDFheute: Wie kommen Sie normalerweise an Informationen über die Lage vor Ort? Und wie geht das im Moment? Gering: Die üblichen Informationsquellen, die wir nutzen, sind vor allem Daten, die aufgrund internationaler Abkommen weltweit ausgetauscht werden.

Das sind sowohl Messdaten als auch alle relevanten Meldungen von Behörden oder Betreibern. Hier gibt es seit Beginn des Krieges einen intensiven Austausch. Für die Überwachung sind zudem eine Vielzahl von Bürgerdaten hinzugekommen, also beispielsweise von NGOs (Nicht-Regierungs-Organisationen; Anm.

der Red. Die nehmen rund um die Uhr Radioaktivitätsmessungen vor und machen sie im Internet verfügbar. In der Summe haben wir über 500 Messstationen in der Ukraine, die wir trotz des Kriegszustands täglich auswerten können.

ZDFheute: Heißt das, es wird im Moment sogar noch intensiver beobachtet als in Friedenszeiten? Gering: Ja, in der Tat. Unsere Informationslage ist besser als es im Routinebetrieb auch in anderen Ländern der Fall ist. ZDFheute: Falls es zu einer massiveren Freisetzung von Radioaktivität in Saporischschja kommen sollte: Mit welchen Auswirkungen auf Deutschland rechnen Sie? Gering: Wir haben bisher keinerlei Anzeichen, die auf eine Freisetzung von radioaktiven Stoffen hinweisen.

  • Zwar entsprechen ukrainische Atommeiler europäischen Sicherheitsstandards;
  • Allerdings bergen Kämpfe rund um die Reaktoren grundsätzlich Gefahren, so Atomexperte Sebastian Stransky;
  • Beitragslänge: 19 min Datum: 08;

08. 2022 ZDFheute: Was aber könnten im schlimmsten Fall die Auswirkungen für Deutschland sein? Gering: Wir haben das schon vor einigen Jahren im Detail untersucht, und zwar genau für das Kernkraftwerk Saporischschja. Daraus haben wir die Erkenntnis gewonnen, dass glücklicherweise nur in 17 Prozent aller Wetterlagen überhaupt kontaminierte Luft nach Deutschland gelangen könnte.

In der Mehrzahl der Fälle würde der Wind gen Osten wehen und damit eher in Richtung Russland. Dr. Florian Gering, BfS Das heißt, das Risiko ist relativ gering. Natürlich kann es aber auch passieren, dass bei einer Freisetzung der Wind so steht, dass kontaminierte Luft nach Deutschland käme.

ZDFheute: Welche Notfallmaßnahmen müssten in dem Fall ergriffen werden? Gering: Diese Fälle haben wir jetzt zu Beginn der kriegerischen Handlungen nochmal im Detail untersucht – auch Worst-Case-Annahmen, die von einer Freisetzung in der Größenordnung irgendwo zwischen Fukushima und Tschernobyl ausgehen.

In allen Fällen wären in Deutschland Maßnahmen des Katastrophenschutzes, also Evakuierung oder Einnahme von Jodtabletten, nicht notwendig gewesen. Was allerdings erforderlich gewesen wäre, wären Maßnahmen im Bereich der Landwirtschaft.

Das heißt: Einige Produkte wären so stark belastet gewesen, dass sie nicht mehr auf den Markt hätten gebracht werden dürfen. In der Region um das ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja ist die Verunsicherung groß. ZDF-Reporterin Anne Brühl über die Lage vor Ort.

  1. Beitragslänge: 1 min Datum: 11;
  2. 08;
  3. 2022 ZDFheute: Welche Möglichkeiten haben Sie, die Strahlenbelastung hier in Deutschland zu erkennen und zu messen? Gering: Die Erkennung beginnt schon vor Ort;
  4. Rund um das Kraftwerk Saporischschja sind es allein 15 Messstationen, die wir sehen;
See also:  Seit Wann Gibt Es Keinen Kaiser Mehr In Deutschland?

Wir würden dann in der Folge die Ausbreitung in der Ukraine verfolgen können. Russland will das größte Kernkraftwerk an das Stromnetz der besetzten Krim anschließen. Dafür bombardieren russische Truppen auch Stromleitungen aus dem AKW ins ukrainische Netz.

  1. Beitragslänge: 1 min Datum: 10;
  2. 08;
  3. 2022 Und europaweit gibt es circa viereinhalb tausend Messstationen, die wir immer überwachen;
  4. So können wir immer verfolgen, wohin sich die Wolke ausbreitet;
  5. Neben diesen messtechnischen Verfahren würden wir auch Prognosen mit dem aktuellen Wetter erstellen;

Und wenn die Luftmassen Deutschland erreichen, würden wir unser sehr aufwendiges Messnetz zum Einsatz bringen. Wir haben über 1. 700 Stationen und könnten sehr schnell sehr genau sagen, welche Gebiete wie stark betroffen wären. Dr. Florian Gering, BfS ZDFheute: Viele Menschen hier haben dennoch Angst, besorgen sich zum Beispiel Jodtabletten oder nehmen sie sogar vorsorglich ein.

Eine gute Idee? Gering: Das ist in unseren Augen überhaupt keine gute Idee. Wir können uns derzeit keine Situation vorstellen, in der es bei so einem weit entfernten Unfall in Deutschland Bedarf für die Einnahme von Jodtabletten gäbe.

Die gesundheitlichen Nebenwirkungen durch eine Einnahme von Jodtabletten würden daher definitiv das größere Risiko darstellen. Deswegen warnen wir explizit davor, Jodtabletten einzunehmen, ohne dass es dazu eine Aufforderung gibt. Das Interview führte Mark Hugo aus der ZDF-Umweltredaktion Aktuelle Meldungen zu Russlands Angriff auf die Ukraine finden Sie jederzeit in unserem Liveblog: Liveblog.

Was hat Ukraine Russland getan?

Im bewaffneten Konflikt in der Ostukraine, den sich Separatisten und ukrainische Regierungstruppen liefern, sind seit 2014 nach UN-Angaben über 14. 000 Menschen getötet worden. Mehrfach wurde ein Waffenstillstand beschlossen, der immer wieder gebrochen wurde.

Kann ein Zivildiener im Kriegsfall eingezogen werden?

Auch Zivildiener können zu einem derartigen Einsatz (Außerordentlicher Zivildienst) einberufen werden. Nämlich ‘insbesondere in Zeiten, in denen Wehrpflichtige zur Leistung des Einsatzpräsenzdienstes einberufen werden’.

Wer ist alles Reservist?

Deutschland [ Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ] – In Deutschland zählt im Frieden zur Reserve jede wehrpflichtige und wehrfähige Person, bezeichnet als Reservist oder Reservistin. In Deutschland umfasst dies alle wehrfähigen ehemaligen Soldaten und Soldatinnen sowie alle wehrfähigen ungedienten Männer. Als Beispiel umfassender Planung kann die Reserve-Gliederung der Bundesrepublik Deutschland in den 1980er Jahren gelten:

  • Aufwuchsbataillone, die zum größeren Teil aus aktiven Soldaten bestanden und nur ergänzt werden mussten (nach der Endziffer sog. 1er Bataillone der Brigaden)
  • Mobilmachungs-Reserve 1 aus ausgebildeten Soldaten, die ständig an den periodischen Wehrübungen teilnahmen und fest in Mobilmachungstruppenteilen eingeplant waren. Das Material der Verbände (Waffen, Fahrzeuge, Munition usw. ) lag eingelagert bereit und konnte sofort ausgegeben werden, eine Einkleidung war nicht erforderlich, da alle so Eingeplanten ihre Bekleidung schon zu Hause hatten.
  • Mobilmachungs-Reserve 2 aus ausgebildeten Soldaten, die seit einigen Jahren keine Wehrübungen mehr gemacht hatten. Nach Einberufung wurden diese Reservisten zunächst in Feldausbildungstruppenteilen eingekleidet und nachgeschult, um danach entweder als Personalersatz für Ausfälle in aktive oder Reserve-Truppenteile nachgeführt zu werden.
  • Ersatz-Reserve aus nicht ausgebildeten wehrpflichtigen Männern, die zunächst in Feldausbildungstruppenteilen ausgebildet werden sollten.

Können Verweigerer eingezogen werden?

KDV-Antrag [ Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ] – Die Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer kann man jederzeit schriftlich beim zuständigen Karrierecenter der Bundeswehr , vormals Kreiswehrersatzamt beantragen. Der KDV-Antrag wird dann an das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) weitergeleitet, das über ihn entscheidet.

Der Antrag kann auch zur Niederschrift eingereicht werden; dazu gibt es meist vorgefertigte Formulare, die nur noch unterschrieben werden müssen. Im Internet angebotene Muster dürfen aber nicht wörtlich übernommen werden, da in jedem Fall die individuelle Gewissensentscheidung glaubhaft gemacht werden muss.

Für Form und Inhalt der Begründung gibt es keine Vorschrift; in jedem Fall muss sie sich auf Artikel 4, Absatz 3 des Grundgesetzes beziehen. Ein tabellarischer Lebenslauf und eine schriftliche Darlegung der Gewissensgründe sind beizufügen oder nachzureichen.

Bis 2004 gehörte auch ein polizeiliches Führungszeugnis dazu. Dieses holt das Bundesamt heute nur noch bei begründeten Zweifeln selbst ein. Auch eine mündliche Anhörung führt es heute nur bei begründeten Zweifeln an der Wahrheit der Gewissensgründe durch.

Ein KDV-Antrag kann schon mit der Erfassung eingereicht werden; er hat nur vor der Einberufung aufschiebende Wirkung, etwa wenn er spätestens vor der Musterung eingereicht wird. Wer nach Erhalt des Musterungsergebnisses verweigert, kann zur Bundeswehr eingezogen werden, bis über den Antrag endgültig entschieden worden ist.

  • Allerdings wird dann meist auf eine militärische Ausbildung des Antragstellers verzichtet, und dieser wird bis zur Anerkennung seines Antrags vom Dienst befreit;
  • Im Verteidigungsfall hindert ein Antrag nicht an der Einberufung , aber am Dienst mit der Waffe;

Ein bewilligter KDV-Antrag kann jederzeit vom Antragsteller durch ein formloses Schreiben an das BAFzA, aus welchem hervorgeht, dass die zuvor angeführten Gewissensgründe nicht mehr vorliegen, zurückgenommen werden. Dies ist beispielsweise notwendig, wenn man sich entscheidet, berufsmäßigen Wehrdienst in den Bundeswehr zu leisten, etwa als Quereinsteiger und Einstellung mit höherem Dienstgrad.