Wie Wird Der Sommer 2015 In Deutschland?

Wie Wird Der Sommer 2015 In Deutschland
Freitag, 28. 08. 2015 Neuer Allzeit-Hitzerekord, verheerende Unwetter und Dürre: Der Sommer 2015 wird uns allen in Erinnerung bleiben. Er war der drittwärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. 40,3 Grad – der Sommer 2015 wird vor allem wegen seines neuen Allzeit-Hitzerekords in Erinnerung bleiben. Außerdem war es regional extrem trocken und es gab viele Unwetter. Der Sommer 2015 war vor allem in der Mitte und im Süden sehr warm. Im Juli und August lagen die Höchstwerte dort teils wochenlang um oder über der 30-Grad-Marke. Verbreitet wurden neue Hitzerekorde gemessen.

  1. Im bayerischen Kitzingen war es am 5;
  2. Juli und auch am 7;
  3. August sogar 40,3 Grad heiß , 0,1 Grad mehr als der Allzeit-Hitzerekord aus dem Sommer 2003;
  4. Im Norden war es deutlich weniger warm, hier sorgte frische Meeresluft immer wieder für kühlere Phasen;

Dort trat im Juni und Juli sogar in mehreren Nächten Bodenfrost auf. Bundesweit war der Sommer der drittwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen. Vor allem im Süden sorgten wochenlange Hitzewellen für eine enorme Belastung, dort reicht der Sommer an die Rekordwerte von 2003 heran. Viele ausgeprägte Unwetterlagen prägten ebenfalls den Sommer 2015. Heftige Gewitter mit großem Hagel, Orkanböen und sogar Tornados sorgten verbreitet für teils verheerende Schäden.

Abseits der Unwetter gab es aber kaum Regen, vor allem in den mittleren Landesteilen war es wochenlang staubtrocken. Die rekordverdächtige Trockenheit führte zu Waldbränden, Missernten und extrem niedrigen Flusspegeln.

Einige kleinere Flüsse trockneten sogar komplett aus. Der Sommer war landesweit trockener als im langjährigen Durchschnitt, vor allem im Süden war die Dürre teilweise extrem. Im Norden war Trockenheit dagegen oft ein Fremdwort. Es verwundert nicht, dass ein Sommer mit Dürre und Temperaturrekorden auch überdurchschnittlich sonnig gewesen ist. Allerdings gab es auch hier deutliche Unterschiede zwischen Nord und Süd. In Schleswig-Holstein war der Sommer beispielsweise kaum sonniger als im langjährigen Durchschnitt, in Bayern und Baden-Württemberg gab es dagegen deutlich mehr Sonnenstunden. Die Sonne machte in diesem Sommer Überstunden. Vor allem im Süden gab es ungewöhnlich viele sonnige Tage.

Wann war die letzte Hitzewelle in Europa?

Hitzewelle Juni 2019 (Hoch Vera)
 40 °C, rot > 30 °C; NOAA-NWS-CPC)”> 40 °C, rot > 30 °C; NOAA-NWS-CPC)” src=”https://upload. wikimedia. org/wikipedia/commons/thumb/7/7c/Wcmax_JUN_23_-_JUL_6_2019_cr. png/238px-Wcmax_JUN_23_-_JUL_6_2019_cr. png” decoding=”async” width=”238″ height=”250″ srcset=”//upload. wikimedia. org/wikipedia/commons/thumb/7/7c/Wcmax_JUN_23_-_JUL_6_2019_cr. png/357px-Wcmax_JUN_23_-_JUL_6_2019_cr.

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Juni – 6. Juli 2019 (lila > 40 °C, rot > 30 °C; NOAA-NWS-CPC)

Unwetter Hitzewelle
Wetterlage Omegahoch
Daten
Entstehung um 23. Juni 2019
Höhepunkt 25. –30. Juni 2019
Auflösung Anfang Juli 2019
Maximal­temperatur 46,0 °C ( Vérargues , FR, ‎ 28. )
Folgen
Betroffene Gebiete Europa und Mittelmeer

 Karte mit allen verlinkten Seiten: OSM | WikiMap In Europa herrschte Ende Juni 2019 verbreitet Hitze. Die Temperaturen überstiegen mancherorts 40 °C, mit einem neuen Allzeit-Rekordwert der Lufttemperatur in Frankreich (46,0 °C) und Andorra. Gegen Ende Juli 2019 setzte eine zweite Hitzewelle ein. Dieses Ereignis brachte mit neuerlich Temperaturen über 40 °C Allzeit-Rekorde für Deutschland, Luxemburg, die Niederlande, Belgien und das Vereinigte Königreich.

Wie war das Wetter im Sommer 2019?

Thüringer Wald © Anne Köhler Zoom Offenbach, 30. August 2019 – Im Sommer 2019 befand sich Deutschland oft im Einflussbereich von Hochdruckgebieten. Teils herrschte dabei angenehme Witterung, teils erfolgten jedoch auch markante Vorstöße sehr heißer Luft mit neuen, eindrucksvollen Temperaturrekorden. Tiefdruckgebiete und ihre Ausläufer brachten gebietsweise kräftige Gewitter mit Sturm und Hagel, meist fielen aber nur spärliche Niederschläge.

Jeder Sommermonat endete mit einem deutlichen Überschuss an Wärme und Sonnenschein sowie einem erheblichen Regendefizit. Das meldet der Deutsche Wetterdienst ( DWD ) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2000 Messstationen.

Extreme Hitzewellen mit Temperaturrekorden – drittwärmster Sommer seit 1881 Mit 19,2 Grad Celsius ( °C ) lag im Sommer der Temperaturdurchschnitt um 2,9 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Gegenüber der Vergleichsperiode 1981 bis 2010 betrug die Abweichung nach oben 2,1 Grad.

  • Damit gilt der Sommer 2019 nach 2003 mit 19,7 °C und 2018 mit 19,3 °C als drittheißester seit dem Beginn regelmäßiger Messungen 1881;
  • Großen Anteil daran hatte die extreme Hitzewelle vom 24;
  • bis zum 26;
  • Juli, bei der in Deutschland jeden Tag 40 °C überschritten wurden;

Der alte Spitzenwert, aufgestellt in Kitzingen bei Würzburg am 5. Juli und 7. August 2015 mit jeweils 40,3 °C , wurde gleich an 14 Stationen übertroffen. Dabei ragte besonders Lingen (Ems) mit dem neuen deutschen Rekord von 42,6 °C heraus. Zuvor hatte bereits der Juni den bisherigen Spitzenreiter aus dem Jahr 2003 verdrängt und gilt nun als wärmster Juni seit Beginn von Messungen 1881.

  1. Frische Nächte traten vor allem Anfang Juli auf: Deutschneudorf-Brüderwiese im Erzgebirge meldete am 4;
  2. Juli ein Minimum von +1,5 °C und sogar leichten Bodenfrost;
  3. In den meisten Gebieten weitere erhebliche Verschärfung der Dürre Der Sommer verfehlte mit rund 175 l/m² sein Soll von 239 Litern pro Quadratmeter ( l/m² ) um 27 Prozent;

Heftige Gewitter sorgten in einigen Gebieten an manchen Tagen für reichlich Niederschlag. Die größte 24-stündige Niederschlagssumme meldete Kreuth-Glashütte südlich vom Tegernsee am 28. Juli mit 138,9 l/m². Die meisten Regionen blieben dagegen deutlich zu trocken.

  1. Besonders in einem breiten Streifen von Nordrhein-Westfalen bis ins südliche Brandenburg fiel weniger als die Hälfte, örtlich nur ein Drittel des Solls;
  2. Zusätzlich führte die große Hitze zu sehr hohen Verdunstungsraten;

Vor allem in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen waren die Bodenfeuchten seit dem Beginn von Messungen 1961 noch nie so niedrig wie im Sommer 2019. Dies wirkte sich insbesondere auf die Getreideernte und die Wälder in Deutschland aus.

Sommer 2019 unter den vier sonnenscheinreichsten seit Messbeginn Mit rund 755 Sonnenstunden übertraf der Sommer 2019 sein Soll um 25 Prozent und kletterte damit auf den vierten Platz seit Beginn von Messungen 1951.

Den meisten Sonnenschein erhielt die Insel Rügen und Umgebung mit bis zu 900 Stunden, den we-nigsten einige Gebiete Schleswig-Holsteins mit örtlich nur 600 Stunden. Das Wetter in den Bundesländern im Sommer 2019 (In Klammern stehen jeweils die vieljährigen Mittelwerte der intern.

Referenzperiode) Schleswig-Holstein und Hamburg: Im Sommer 2019 war Schleswig-Holstein mit 17,9 °C (15,8 °C ) das kühlste, mit knapp 195 l/m² (222 l/m² ) ein vergleichsweise nasses und mit abgerundet 665 Stunden (645 Stunden) ein sonnenscheinarmes Bundesland.

Hamburg kam auf 19,0 °C (16,5 °C ), rund 165 l/m² (218 l/m² ) und war mit etwa 660 Stunden (618 Stunden) das sonnenscheinärmste Bundesland. Niedersachsen und Bremen: Niedersachsen war im Sommer mit 18,9 °C (16,2 °C ) ein vergleichsweise kühles Bundesland.

Der Niederschlag betrug etwa 150 l/m² (219 l/m² ) und der Sonnenschein rund 700 Stunden (583 Stunden). Für Bremen registrierte der DWD 19,1 °C (16,4 °C ), weniger als 160 l/m² (219 l/m² ) und gut 675 Sonnenstunden (589 Stunden).

Eine extreme Hitzewelle führte am 25. Juli zu einem neuen deutschen Temperaturrekord: In Lingen im Emsland kletterte das Quecksilber bis auf 42,6 °C. Am 2. August trat in Lüdingworth bei Cuxhaven ein kleiner Tornado auf. Mecklenburg-Vorpommern: Mecklenburg-Vorpommern erreichte im Sommer 2019 19,1 °C (16,3 °C ), gut 160 l/m² (187 l/m² ) und nahezu 775 Sonnenstunden (676 Stunden).

  1. Die Ostseeküste rund um Rügen war mit bis zu 900 Stunden das sonnenscheinreichste Gebiet Deutschlands;
  2. Brandenburg und Berlin: Brandenburg war mit 20,6 °C (17,3 °C ) das zweitwärmste, mit knapp 135 l/m² (177 l/m² ) ein trockenes und mit beinahe 810 Stunden (662 Stunden) ein sonnenscheinreiches Bundesland;

Durch den Großstadteffekt war Berlin mit 21,3 °C (17,7 °C ) wieder das wärmste Bundesland. Der Niederschlag summierte sich auf fast 170 l/m² (182 l/m² ) und der Sonnenschein auf rund 805 Stunden (664 Stunden). Heftige Gewitter brachten einem Streifen von Berlin-Staaken über Potsdam bis nach Langenlipsdorf im Südwesten Brandenburgs in der Nacht zum 12.

Juni gewaltige Niederschläge. Langerwisch mit 91,3 l/m² und Jüterbog mit 95,9 l/m² meldeten dabei die größten Regenmengen. Sachsen-Anhalt: Sachsen-Anhalt war im Sommer 2019 mit 20,2 °C (16,9 °C ) ein warmes und mit kaum 115 l/m² (174 l/m² ) das trockenste Bundesland.

Die Sonne schien fast 785 Stunden (610 Stunden). Bei schweren Gewittern fielen in der Nacht zum 12. Juni in Annaburg, östlich von Lutherstadt Wittenberg 92,4 l/m². Im ganzen August kamen dort dagegen lediglich 15,1 l/m² zustande. Sachsen: Sachsen gehörte im Sommer 2019 mit 20,1 °C (16,5 °C ) zu den warmen, mit gut 130 l/m² (222 l/m² ) zu den regenarmen und mit beinahe 810 Stunden (609 Stunden) zu den sonnenscheinreichen Bundesländern.

Kältester Ort des Sommers war Deutschneudorf-Brüderwiese, das am 4. Juli +1,5 °C und sogar leichten Bodenfrost meldete. Thüringen: Für dieses Bundesland notierten die Meteorologen im Sommer durchschnittlich 19,2 °C (15,8 °C ), rund 140 l/m² (210 l/m² ) und fast 740 Sonnenstunden (592 Stunden).

Am 2. August schlug der Blitz in eine Personengruppe ein, die sich auf einem Feldweg bei Leinefelde-Worbis befand und verletzte vier Menschen. Nordrhein-Westfalen: Nordrhein-Westfalen kam auf 19,1 °C (16,3 °C ), rund 740 Sonnenstunden (554 Stunden) und gut 140 l/m² (240 l/m² ).

Ein Tornado der Stärke F2 (184-255 km/h ) richtete am 4. Juni in Bocholt große Schäden an. 14 Stationen meldeten während der Hitzewelle Ende Juli 40,0 °C und mehr. In Duisburg-Baerl und Tönisvorst, westlich von Krefeld, kletterte die Temperatur dabei am 25.

Juli jeweils auf 41,2 °C. Hessen: In Hessen erreichte die Durchschnittstemperatur 19,1 °C (16,2 °C ), die Niederschlagsmenge knapp 160 l/m² (222 l/m² ) und die Sonnenscheindauer über 770 Stunden (586 Stunden). Ein Tornado der Stärke F1 (118-180 km/h ), verursachte am 12.

  • Juli bei Wetzlar-Naunheim erhebliche Schäden;
  • Noch größere Schäden entstanden am 18;
  • August, als ein Gewitter mit großem Hagel und Orkanböen südlich von Offenbach wütete;
  • Es schlug riesige Schneisen umgestürzter Bäume in den Wald und verletzte sogar mehr als 20 Menschen;

Rheinland-Pfalz: Laut DWD -Experten erreichte Rheinland-Pfalz im Sommer 19,4 °C (16,3 °C ), knapp 145 l/m² (218 l/m² ) und war mit nahezu 815 Stunden (595 Stunden) das zweitsonnigste Bundesland. Ein Tornado der Stärke F1 (118 bis 180 km/h ), beschädigte am 12.

  • Juli in Bobenheim in der Pfalz elf Häuser, wovon zwei anschließend nicht mehr bewohnbar waren;
  • Saarland: Hier betrug die Temperatur 19,5°C (16,7 °C );
  • Im Sommer 2019 war das Saarland mit etwa 130 l/m² (226 l/m² ) das zweittrockenste und mit annähernd 820 Stunden (631 Stunden) das sonnenscheinreichste Bundesland;

Baden-Württemberg: Baden-Württemberg war im Sommer mit 18,9 °C (16,2 °C ) ein vergleichsweise kühles und mit mehr als 250 l/m² (292 l/m² ) das niederschlagsreichste Bundesland. Die Sonne zeigte sich beinahe 800 Stunden (636 Stunden). Bayern: Bayern kam im Sommer 2019 auf 19,0 °C (15,9 °C ) und war mit etwa 235 l/m² (314 l/m² ) das zweitniederschlagsreichste Bundesland.

Die Sonne schien rund 780 Stunden (623 Stunden). Die größte Niederschlags-Tagesmenge des Sommers meldete Kreuth-Glashütte südlich vom Tegernsee mit 138,9 l/m² am 28. Juli. Bei einem schweren Gewitter am Nachmittag des 10.

Juni prasselten zwischen Ammersee und München Hagelkörner bis zu 8 cm Durchmesser herab und sorgten für große Schäden. Am Abend des 18. August zog ein heftiges Gewitter mit Hagel und Orkanböen von Kahl bis nach Alzenau, nördlich von Aschaffenburg, eine Spur der Verwüstung.

Alle in dieser Pressemitteilung genannten Jahreszeitenwerte sind vorläufige Werte. Die für die letzten zwei Tage der Jahreszeit verwendeten Daten basieren auf Prognosen. Bis Redaktionsschluss standen nicht alle Messungen des Stationsnetzes des DWD zur Verfügung.

Hinweis: Die bundesweiten Spitzenreiter bei Temperatur, Niederschlag und Sonnenscheindauer finden Sie jeweils am zweiten Tag des Folgemonats als „Thema des Tages” unter www. dwd. de .

Was war der wärmste Sommer in Deutschland?

Im 20. Jahrhundert waren die Sommermonate des Jahres 1983 die wärmsten und trockensten in Mitteleuropa. Auch der Sommer in 2003 wird als Jahrhundertsommer bezeichnet. Dabei war jener der heißeste Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

Wann war der schlechteste Sommer?

Der in diesem Sinne schlechteste der letzten 50 Jahre in weiten Teilen Deutschlands war der Sommer 1956, auch 1965 war sehr kühl, und auch 1978 besitzt in der Summe aller drei Monate eine größere negative Temperaturabweichung als 1980.

Was war der kälteste Sommer?

Der jhrliche Hchsstand der Sonne am 21. Juni, lutet nach dem Kalender den Sommer in Europa ein. Etwa zwei Wochen danach erreicht die kontinentale Landmasse Mitte Juli ihre maximale Erwrmung. Davon ausgehend sollte also der Juli der wrmste der drei Sommermonate sein. Doch wie sich schon das tgliche Wetter oft nicht an Regeln halten will, so halten sich auch die Sommermonate nicht an diese einfache Logik.

Etablieren sich zum Beispiel im Sommer die Hoch- und Tiefdruckgebiete so ber Europa, da sich fr Deutschland eine nrdliche Luftstrmung in Verbindung mit Niederschlag einstellt, so knnen die Tagestemperaturen in Deutschland auch einmal weit unterhalb der 20-Grad-Marke liegen.

Kalte Sommertage gibt es zwar immer mal wieder, doch der klteste Sommertag liegt weit zurck: Am 4. Juni 1919 wurden in Berlin nur 10,0 C gemessen! Normalerweise sorgt das maritime Klima dafr, da der Sommer whrend der drei Monate Juni, Juli und August in Deutschland nicht zu hei und zu trocken wird. Oft wird Meteorologen die Frage gestellt, ob Jahre mit besonders heien oder kalten Sommern einem bestimmten Rhythmus folgen. Leider (oder glcklicherweise?) ist jedoch das Klima und auch die Wettervorhersage nur sehr bedingt an so etwas wie “regelmiges Auftreten” gebunden. Warme Sommer wie die in den Jahren 1905, 1911, 1917, 1947, 1959, 1975, 1982, 1983 und 1992 werden immer wieder von kalten abgelst.

  • Jedoch konnte am 27;
  • Juli 1983 in Grmersdorf bei Amberg eine Rekordtemperatur von 40,2 C gemessen werden;
  • Hierzu gehren die Jahre 1909, 1913, 1916, 1918, 1919, 1923, 1956, 1962, 1965, 1978, 1985 und 1987;
  • Eine Aufflligkeit in den Reihenfolgen ist nicht zu finden;

brigens liegen die besonders heftigen Abweichungen von einem “durchschnittlichen” Sommer in Europa meist schon etwas lnger zurck: Schon im Jahr 79 nach Christus herrschte in Italien extreme Hitze, die lange Trockenheit brachte. Im Jahre 886 war der Sommer dagegen so verregnet, da der Rhein alle Lnder verwstete, die von der Quelle bis zur Mndung an seinen Ufern lagen.

  1. Die Anwohner anderer europischer Fle muten mit hnlichen Problemen kmpfen;
  2. Das gegenteilige Extrem – einmal durch das Flubett des Rheins zu waten und dabei hchstens feuchte Knchel zu bekommen – liegt inzwischen 612 Jahre zurck;

Im Jahr 1295 nderte der Rhein nach einer berschwemmung am 4. August seinen Lauf: Breisach ri vom Elsa ab und verband sich mit dem Breisgau. Doch knapp 200 Jahre spter, im Jahr 1480, kehrte der Rhein durch weitere berschwemmungen wieder in sein altes Bett zurck.

  1. Aufgrund der wahnsinnige Hitze wurde der Sommer 1387 “der heie Sommer” genannt;
  2. Auch 1473 gab es viermonatige Drren whrend sehr warmer Tage;
  3. Als Folge der Hitze konnten die Menschen zu Fu durch die Donau laufen, es stellte sich eine doppelte Blte und eine zweite Kirschreife ein;

Zudem waren die Weine dieses Jahres so schwer, da sie unverdnnt kaum zu ertragen waren. 1540 war nochmals ein unerhrt heies und trockenes Jahr, das vom 28. bis zum 19. beispielsweise in Zrich nur viermal Regen brachte. Mailand blieb fnf Monate lang vllig ohne Regen und im Oktober blhten die Rosen ein zweites Mal.

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Wie wird 2022 der Sommer?

Deutschland trocknet aus: Es fehlt im ganzen Land an Regen – Über Regenwetter und zu niedrige Temperaturen können wir uns diesen Sommer wahrlich nicht beschweren. „Dieser Sommer brachte uns Sonnenstunden ohne Ende, dazu auch noch große Hitze”, sagt Corinna Borau.

Durch den fehlenden Regen herrschen derzeit extreme Zustände, nicht nur in Deutschland. Die beliebten Urlaubsländer Portugal, Spanien und Italien trocknen zunehmend aus. Bei uns in Deutschland liegt der Sommer 2022 schon jetzt unter den Top fünf der heißesten Sommer.

Aktuell liegt der diesjährige Sommer bei einer gemittelten Temperatur von 18,9 Grad und belegt somit Platz vier. Bisher ist 2003 der unangefochtene Sieger mit einer Durchschnittstemperatur von 19,7 Grad. Die bisher heißesten Sommer (gemessen anhand der gemittelten Temperatur):

  • 2003: 19,7 Grad
  • 2018: 19,3 Grad
  • 2019: 19,2 Grad
  • 2022: 18,9 Grad

(Quelle: wetter. com) Den ersten Platz belegt der Sommer 2022 allerdings in Sachen Niederschlag – einen „traurigen ersten Platz”, wie Corinna Borau es ausdrückt. „Aktuell ist dieser Sommer der niederschlagsärmste seit Messbeginn”, so die Meteorologin. Gerade einmal 103 Liter Regen pro Quadratmeter liegt 2022 ganz vorne. Topliste der trockensten Sommer (Niederschlag auf ganz Deutschland gemittelt):

  • 2022: 103 Liter pro Quadratmeter
  • 1911: 125 Liter pro Quadratmeter
  • 2018: 131 Liter pro Quadratmeter
  • 1904: 132 Liter pro Quadratmeter

(Quelle: wetter. com).

Wie wird Sommer 2022 in Deutschland?

Sommer-Wetter 2022: Sommermonate könnten deutlich wärmer ausfallen – Unwetter-Gefahr steigt – NOAA rechnet mit einem 1 bis 2 Grad zu warmen Juni. Auch der Juli könnte rund 2 Grad wärmer als üblich ausfallen. NOAA vergleicht dabei mit dem aktuellen 30-Jahresmittel von 1991 bis 2020.

  • Das war an sich schon eine sehr warme Wetterphase;
  • Also hat der Sommer durchaus Potenzial, ein Hitzesommer zu werden, wie daswetter;
  • com weiter berichtet;
  • Nach einem milden und teilweise sehr trüben Winter hört sich ein heißer und sonniger Sommer erst einmal gar nicht so schlecht an;

Aber: Durch die Hitze könnte es auch zu neuen Extrem-Wetter kommen. Der vergangene Sommer brachte bereits zahlreiche Unwetter mit sich. Darunter auch das tödliche Wettergeschehen im Ahrtal. Weitere Unwetter könnten auch in diesem Sommer auftreten, ob auch in diesem Ausmaß ist unsicher, aber nicht ausgeschlossen.

Wann war die letzte große Hitzewelle?

Hitzewelle in Europa 2003
Temperatur­anomalie Sommer 2003 zu 1971–2000
Unwetter Hitzewelle ( Omegalage )
Daten
Entstehung 1. August 2003
Auflösung 13. August 2003
Höchsttemperatur 47,3 °C ( Alentejo , Portugal, ‎ 1. August )
Jährlichkeit (gesamt) mind. etwa 500
Folgen
Betroffene Gebiete Algerien , Portugal , Spanien , Italien , Frankreich , Belgien , Vereinigtes Königreich , Schweiz , Deutschland , Österreich , Liechtenstein , Slowakei , Slowenien
Opfer >70. 000
Schadenssumme etwa 13 Milliarden US-$ volkswirtschaftlich

 Karte mit allen verlinkten Seiten: OSM | WikiMap Die Hitzewelle in Europa 2003 fand ihren Höhepunkt während der ersten Augusthälfte des Jahres 2003. Aufgrund seiner Dauer und Intensität mit neuen Temperaturrekorden in zahlreichen Städten zählt der Jahrhundertsommer durch Hoch Michaela zu den wichtigsten jüngeren meteorologischen Phänomenen Europas. Mit geschätzten 45. 000 bis 70. 000 Todesopfern und einem volkswirtschaftlichen Schaden in Höhe von geschätzten 13 Milliarden US-Dollar gehört sie zu den opferreichsten Naturkatastrophen der vorhergegangenen 40 Jahre weltweit, war eine der schwersten Naturkatastrophen Europas der 100 Jahre davor und wohl das schlimmste Unwetterereignis des Kontinents seit Beginn der modernen Geschichtsschreibung; am stärksten betroffen war Frankreich.

Wie lange dauerte die Hitzewelle 2018?

Deutschland [ Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ] – Temperaturabweichung vom langjährigen Mittelwert in Deutschland im Zeitraum April bis August in den Jahren 1881 bis 2018 (Basis des Mittelwerts: 1961–1990 ; Auswertung des Deutschen Wetterdienstes) Deutschlandweite Niederschlagsabweichung 2018 im langjährigen statistischen Vergleich. Gezeigt sind die Werte 2018 im Vergleich zu den Werten im Zeitraum 1881–2017 Ausgetrocknete Wiese bei Kaarst , Deutschland am 8. Juli 2018 2018 war laut der Bilanz des Deutschen Wetterdienstes mit einer Durchschnittstemperatur von 10,5 Grad Celsius das bisher wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1881. Zugleich war es das vierttrockenste Jahr im selben Zeitraum und das sonnigste Jahr seit Beginn dieser Messungen im Jahr 1951.

Laut Deutscher Wetterdienst (DWD) mache die Kombination des wärmsten Jahres mit einem zugleich „extrem trockenen Jahr” das Jahr 2018 klimatologisch „einzigartig”. Das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ beschrieb die Dürre als eine erstmals seit 1976 aufgetretene „großflächige Dürre in Deutschland sowohl im Oberboden als auch über die gesamte Bodentiefe” und nannte den Sommer und Herbst 2018 „trockener als in allen vorherigen verfügbaren Jahren im Dürremonitor seit 1951″.

Von April bis in den Oktober herrschte in Deutschland eine außergewöhnlich trocken-heiße Großwetterlage, die kaum unterbrochen war; selbst Mitte Oktober wurden vielfach sommerliche Werte erreicht, der wärmste Oktobertag war mit 28,6 °C Tageshöchsttemperatur der 13.

Oktober in Tönisvorst. Mit durchschnittlich 11,6 Grad Celsius war es 2,2 Grad wärmer als der langjährige Schnitt von 9,4 Grad. Der Zeitraum April bis Oktober 2018 war der trockenste seit Beginn der Messungen; es fiel 40 % weniger Regen als im langjährigen Durchschnitt.

Erst im Dezember 2018 erfolgte eine nachhaltige Umstellung der Wetterlage. Insbesondere im Südwesten Deutschlands gab es im Dezember teilweise mehr Niederschläge als im gesamten Sommer desselben Jahres. Insgesamt blieb aber trotz leicht überdurchschnittlichem Niederschlag zwischen Dezember 2018 und Februar 2019 ein großes Wasserdefizit bestehen.

Mit Stand April 2019 fehlten in den Böden im Schnitt etwa 200 bis 300 Liter Wasser pro Quadratmeter, sodass bereits zu diesem Zeitpunkt, aufgrund der großen Trockenheit, teils wieder die höchste Waldbrandwarnstufe ausgerufen wurde.

Mancherorts war die Trockenheit so groß, dass Winterfrüchte wie Raps aufgrund schlechter Entwicklung wieder umgepflügt werden mussten. Flächendeckend wurden in Deutschland neue Rekorde für die Anzahl der Sommertage bzw. Hitzetage aufgestellt, die die bisherigen Rekorde z.

deutlich übertrafen. Insgesamt gab es 2018 im Mittel 75 Sommertage mit mindestens 25 Grad und mehr als 20 Hitzetage mit mindestens 30 Grad. Beides hatte es seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1881 nicht gegeben; auch die Werte des Sommers 2003 mit 62 Sommertagen und 19 Hitzetagen wurden teils deutlich übertroffen.

In Leipzig , wo in einem normalen Jahr 7 bis 8 Hitzetage über 30 Grad erwartet werden, gab es 36 solcher Tage. In großen Teilen Deutschlands herrschten mit Stand Mitte Oktober in den tieferen Bodenschichten bis 1,8 Meter extreme bis außergewöhnliche Dürre, nachdem es zuvor seit April keine flächendeckenden ergiebigen Regenfälle gegeben hatte.

Zu diesem Zeitpunkt waren ca. 70 % der Fläche Deutschlands von extremer Trockenheit betroffen. Diese Dürre hielt über das Jahr hinaus an. Während sich die Situation im Oberboden bis Anfang 2020 in vielen Regionen normalisiert hatte, herrschte in tieferen Bodenschichten weiterhin in weiten Teilen Deutschlands moderate bis außergewöhnliche Dürre.

In manchen Regionen liegt das 2018 und 2019 aufgelaufene Niederschlagsdefizit bei einem ganzen Jahresniederschlag. Auch mit Stand Juni 2022 hielt die 2018 begonnene Dürre in vielen Regionen Deutschlands noch immer an. Betrachtet man den Zeitraum vom 1.

April bis 30. September 2018, so wurde in jedem einzelnen Bundesland ein neuer Rekord für das höchste Temperaturmittel sowie in 15 von 16 Bundesländern (nur Schleswig-Holstein bildet hier eine Ausnahme) ein neuer Rekord für die längste Sonnenscheindauer aufgestellt.

Die außergewöhnliche lange Sonnenscheindauer setzte sich auch im Herbst fort. Bereits Mitte November 2018 verzeichneten daher einige Messstationen eine längere Sonnenscheindauer als jemals zuvor innerhalb eines Kalenderjahres gemessen worden ist. Ebenso stellt der Deutsche Wetterdienst in seinen Auswertungen fest, dass für den Zeitraum April bis Juli 2018 noch nie ein so großes Niederschlagsdefizit beobachtet wurde (−110 mm [= l/m²]).

  1. Im Juni 2018 fiel das Wetter in Deutschland nicht durch Temperaturextreme auf, aber durch extreme Trockenheit, die selbst jene des „Jahrhundertsommers” 2003 übertraf;
  2. Anfangs war Norddeutschland (hier vor allem Berlin und Brandenburg ) betroffen, wo bereits im April Temperaturen bis 30 °C gemessen wurden;

In Süddeutschland brachten Gewitter örtlich Niederschläge, allerdings auch zahlreiche Unwetter. Meteorologen sprachen Ende Juni von „katastrophalen Ausmaßen”. Im Zeitraum vom 1. April bis 30. September 2018 fielen im Bundesmittel 263 Liter Regen pro m², ein Wert, der nur im Jahr 1911 (249 Liter je m²) unterboten wurde.

In zwei Bundesländern wurde ein neuer Rekord für die geringste Niederschlagsmenge verzeichnet. Das Bundesamt für Strahlenschutz wies Anfang August 2018 auf die Notwendigkeit hin, sich vor hoher UV-Strahlung zu schützen, und plädierte für die Schaffung von Schattenplätzen: Jeder, der Schatten sucht, sollte welchen finden können.

Der Juni und Juli waren um ca. 2,5 Grad wärmer als der langjährige Durchschnitt, der Juli zudem der zweitsonnigste seit Beginn der Messungen. Von Ende Juli bis Anfang August wurde das Wetter in Deutschland von einer ungewöhnlich langen Hitzewelle bestimmt.

So maßen die Wetterstationen in Frankfurt, Mannheim und Offenbach am Main 18 aufeinanderfolgende Tage mit Höchstwerten von mehr als 30 °C. Ende Mai und Anfang Juni 2018 gab es in mehreren Regionen Nordrhein-Westfalens starke Überflutungen.

Vor allem in Wuppertal waren die Schäden sehr hoch. Die Gesamtschäden durch die zunehmenden Klimawandel-Folgen betrugen in Deutschland im Jahr 2018 nach Einschätzung von Germanwatch rund 32,2 Milliarden Euro. .

Wie lange dauerte die Hitzewelle 2003?

Auf einmal lag selbst das unterkühlte Hamburg gefühlt in den Tropen: Die eher aschblonden Elbstrände der Hansestadt waren so beliebt, als lägen sie in der Karibik. Und selbst in der notorisch kalten Nordsee ließ es sich stundenlang wie in einer lauwarmen Badewanne planschen.

In Freiburg maßen die Meteorologen im Sommer 2003 an 53 Tagen Temperaturen von mehr als 30 Grad, und die Werte kletterten immer weiter, überstiegen bald sogar 40 Grad. Deutschland schwitzte, ganz Europa schwitzte – und die Menschen überschlugen sich mit Superlativen zu dem Hochdruckgebiet “Michaela”: Hitzesommer! Rekordsommer! Nein, zu schwach: Jahrhundertsommer! “Ein Hoch auf Michaela”, witzelte die “taz” am 6.

August 2003, denn Michaela sei die stärkste Frau Deutschlands. “Ihrer Standhaftigkeit verdanken wir die Affenhitze. ” Zeitungen überschlugen sich mit Ratschlägen, an welchen Flüssen, Stränden und Seen man sich am besten abkühlen könne. “Jahrhundertsommer”, das klang meist nach grenzenlosem Spaß und Sonne pur.

  1. In Wahrheit aber brachte der Sommer 2003, so zumindest das Ergebnis einer späteren umfangreichen Studie , vermutlich etwa 70;
  2. 000 Menschen in Westeuropa den Tod, darunter waren 7000 Deutsche;
  3. Damit war der Jahrhundertsommer 2003 eine der verheerendsten Naturkatastrophen in der Geschichte Europas – und besonders hart traf er Frankreich;

Als die Temperaturen am 14. August erstmals 39 Grad überstiegen, brachen allein auf den Straßen von Paris 40 Menschen leblos zusammen. Klimaanlagen versagten, Kliniken waren heillos überlaufen, es fehlte überall an Krankenbetten – versorgt wurden viele Hitzeopfer notdürftig in den Gängen.

“Manche Patienten müssen wir kniend auf dem Boden behandeln”, sagte der Leiter einer Notaufnahme im Pariser Vorort Villeneuve-Saint-Georges einem Reporter. “Wir arbeiten, als ob Krieg wäre – wie in einem Feldlazarett.

” Es war ein sehr stilles, einsames Sterben der Alten in Frankreich, vor allem in der Hauptstadt. Die Kinder und Enkelkinder badeten vergnügt irgendwo am Mittelmeer oder Atlantik. Ihre Eltern und Großeltern kämpften derweil daheim gegen Müdigkeit, Schwindelattacken und die brutale Hitze an.

  1. Viele starben in ihren Häusern, ohne dass es irgendein Angehöriger auch nur bemerkte;
  2. Mangel an Leichenhallen In Paris verschieden derart viele Menschen, dass die Bestattungsinstitute mit den Beerdigungen nicht mehr nachkamen und für die Leichname kein freier Platz mehr in den Kältekammern blieb;

Provisorisch wurde auf dem Großmarkt Rungis südlich der Hauptstadt ein großes Kühllager für Lebensmittel zur größten Leichenhalle Frankreichs umfunktioniert – Raum für weitere 700 Tote. Dazu kamen immense materielle Schäden: Sie beliefen sich nach groben Schätzungen in ganz Europa auf mehr als zehn Milliarden Euro.

  1. Wälder standen in Flammen, Felder verdörrten, Fische verendeten;
  2. Wegen der dauerhaften Trockenheit vermehrten sich die Borkenkäfer massenhaft und setzten den Wäldern schwer zu;
  3. Die Pegel mächtiger Ströme wie Rhein, Elbe und Donau sanken derart stark, dass die Schifffahrt teilweise eingestellt werden musste;

Längst vergessene Wracks tauchten auf einmal wieder auf. Bei Düsseldorf maß der Rheinpegel zeitweilig nur noch 74 Zentimeter, und die Dürre riss in den sonst so sattgrünen Uferboden tiefe Risse. Europa trocknete aus. Urlaubspaß mit apokalyptischem Beigeschmack Schon der Juni und Juli 2003 waren ungewöhnlich warm gewesen, doch in der ersten Augusthälfte kam es europaweit zu Hitzerekorden: 37,9 Grad am Londoner Flughafen Heathrow, 41,5 Grad im Kanton Graubünden – der höchste je in der Schweiz gemessene Wert.

In Südportugal wurde gar ein Spitzenwert von 47,5 Grad gemessen. Gleich mehrere Orte in Deutschland erreichten mit 40,2 Grad die alte Höchstmarke aus dem Jahr 1983. Selbst Hamburg brachte es im Jahr 2003 auf insgesamt auf fast 2000 Sonnenstunden – etwa 500 Stunden mehr als sonst üblich.

Insgesamt war es im Juni, Juli und August 2003 damit in Deutschland durchschnittlich 3,4 Grad wärmer als im langjährigen Mittel – der höchste Wert seit Beginn solcher Aufzeichnungen im Jahr 1761. Der Superlativ “Jahrhundertsommer” war daher auch keine rein mediale Überhöhung, zumal selbst seriöse Klimaforscher zum ersten Mal ein einzelnes Wetterereignis in einen direkten Zusammenhang mit dem globalen Klimawandel setzten.

Unermüdlich warnten sie, Extremphänome wie Dauerregen, Dürre oder Orkane würden in Zukunft immer häufiger auftreten. Derweil machten Eisdielen und Schwimmbäder das Geschäft ihres Lebens, und in den Städten eröffneten reihenweise neue Beach-Clubs mit eilig herangekarrtem Sand.

Der Dauerdurst bescherte den Münchner Biergärten ein sattes Umsatzplus von zehn Prozent, und die Winzer sollten am Ende des Jahres über einen besonders wertvollen Wein jubeln. Manchmal jedoch bekam der ungebremste Urlaubsspaß fast apokalyptische Züge. So regnete es etwa im portugiesischen Touristenzentrum Lagos an der Algarve plötzlich – und zwar Asche.

  • Im Inland hatte es schon seit Tagen lichterloh gebrannt; große Regionen Portugals und Spaniens waren längst zu Katastrophengebieten erklärt worden;
  • Ein zynischer Streit um die Opfer Die Hitze trieb die Menschen gemeinsam an den Strand – und riss doch die Gesellschaft auseinander, denn der Tropensommer machte dem Land brutal die Grenzen seiner innerfamiliären Solidarität deutlich;

In Frankreich etwa mussten etliche Bürger ohne Trauerfeier beigesetzt werden, weil sich niemand um sie gekümmert hatte oder die Angehörigen noch ahnungslos im Urlaub weilten. “300 Familien ist nicht aufgefallen, dass ihre Oma, ihr Opa oder ihre Mutter gestorben ist”, empörte sich der Staatssekretär für Senioren, Hubert Falco, in einem Interview.

  1. “Das ist schockierend;
  2. ” Die konservative Zeitung “Le Figaro” wollte gar eine “französische Barbarei” erkannt haben;
  3. Der Sommer brachte selbst Regierungen in arge Bedrängnis, zu schnell war etwa das französische und italienische Gesundheitssystem unter der Belastung der vermehrten Notfälle zusammengebrochen;

Staatspräsident Jacques Chirac geriet zudem in die Kritik, weil er erst spät aus seinem Urlaub im kühlen Kanada nach Paris zurückgekehrt war, während in der Hauptstadt bereits Tausende gestorben waren. Wochenlang lieferten sich danach Opposition und Regierung einen zynischen Streit über die zusätzliche Zahl der meist älteren Opfer, die – im Vergleich zum August im Vorjahr – an den Folgen der Dauerhitze gestorben waren.

  • Die traurige Bilanz schwankte, je nach Untersuchung, zwischen rund 10;
  • 000 und 14;
  • 000;
  • Nicht nur in Frankreich wurde danach viel und aufgeregt über “Maßnahmen gegen die Einsamkeit”, neue Notfallpläne und bessere Frühwarnsysteme diskutiert;

Bringt das aktuelle Sommerhoch Europa weiter so viel Sonne, könnte sich bald zeigen, ob die Menschen wirklich etwas aus dem Jahrhundertsommer von 2003 gelernt haben.