Wie Zahlt Deutschland Gas?

Wie Zahlt Deutschland Gas
Gasumlage in Deutschland einfach erklärt: Was ist das und wie hoch ist sie? – Bei der Gasumlage handelt es sich um eine zusätzliche Abgabe, die jeder zahlen muss, der seine Wohnung mit Gas heizt oder damit Waren herstellt. Auf jede genutzte Kilowattstunde Gas wird ab Oktober die Gasumlage in Höhe von 2,419 Cent aufgeschlagen.

Aktuell kostet Gas in Deutschland im Durchschnitt etwa 28 Cent pro Kilowattstunde. Die Gasumlage trifft Millionen Menschen, denn laut DPA wird jede zweite Wohnung im Land mit Gas geheizt. Nötig ist die Gasumlage trotzdem.

Denn den Versorgern in Deutschland wird viel weniger günstiges Gas aus Russland geliefert , als sie bestellt hatten. Um den Stadtwerken und Verbrauchern weiterhin das vereinbarte Gas liefern zu können, müssen sie es anderswo einkaufen – und da ist es teilweise zehnmal so teurer.

Weil die Unternehmen die höheren Kosten nicht einfach an die Kunden weitergeben können, machen sie bereits jetzt riesige Verluste. Damit die Versorger in dieser Gaskrise nicht pleitegehen, werden die Mehrkosten vorübergehend auf alle Gaskunden umgelegt – die Gasumlage.

Eine solche Anpassung sei aber „nur im Krisenfall möglich”, schreibt das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimawandel auf seiner Internetseite. Die Bundesregierung will damit den Zusammenbruch der Gasversorgung verhindern.

Wo kauft Deutschland Gas?

Zum Hintergrund: – Es gibt derzeit zwar keine Anzeichen für Versorgungsstörungen auf den Gasmärkten. Dennoch: Die Gasversorgung Europas ist vor dem Hintergrund der Ukraine-Krise ins öffentliche Blickfeld geraten. Fast alle EU -Staaten beziehen russisches Erdgas, ein Teil davon via Pipelines durch die Ukraine.

Wie viel Geld gibt Deutschland für Gas aus?

Wert der Importe von Erdgas und Rohöl in Deutschland in den Jahren 2008 bis 2021 (in Milliarden Euro) –

Merkmal Rohöl Erdgas
2021¹ 33,9 38,97
2020 24,03 19,92
2019 36,37 27,06
2018 38,17 26,24
2017 32,05 20,43
2016 25,97 20,49
2015 32,82 28,24
2014 49,46 27,02
2013 56,99 30,84
2012 59,72 31,43
2011 51,22 32,5
2010 39,7 23,73
2009 30,54 24,41
2008 53,37 29,58

Statistik wird geladen. Quelle Veröffentlichungsdatum März 2022 Weitere Infos Erhebungszeitraum 2008 bis 2021 Hinweise und Anmerkungen ¹ Vorläufig. Die Werte wurden gerundet. Statista-Accounts: Zugriff auf alle Statistiken. 468 € / Jahr Basis-Account Zum Reinschnuppern Zugriff nur auf Basis-Statistiken. Single-Account Der ideale Einstiegsaccount für Einzelpersonen

  • Sofortiger Zugriff auf 1 Mio. Statistiken
  • Download als XLS, PDF & PNG
  • Detaillierte Quellenangaben

59 €   39 €  / Monat * im ersten Vertragsjahr Corporate-Account Komplettzugriff Unternehmenslösung mit allen Features. * Alle Preise verstehen sich zzgl. der gesetzlichen MwSt; Mindestlaufzeit 12 Monate.

Ist die Gasversorgung in Deutschland gesichert?

Lagebericht (Stand 16. 08. 2022; 13 Uhr) Die Gasversorgung in Deutschland ist im Moment aber stabil. Die Versorgungssicherheit in Deutschland ist derzeit weiter gewährleistet. Die Gasflüsse aus der Nord Stream 1 liegen derzeit bei etwa 20 % der Maximalleistung.

Wie lange gibt es noch Gas in Deutschland?

Ziel: 90 Prozent bis November – Das Ziel der Bundesregierung: Bis zum 1. Oktober die Speicher zu 80 Prozent und zum 1. November zu 90 Prozent befüllen – das schreibt das im März beschlossene neue Energiespeichergesetz vor. Doch, wie realistisch ist das? Im vergangenen Monat (20.

  • Mai bis 19;
  • Juni) konnte Deutschland die Speicher von 44 auf 58,1 Prozent auffüllen – ein Zuwachs von 14,1 Prozentpunkten;
  • Zum Vergleich: Zwischen dem 20;
  • April und dem 19;
  • Mai stieg der Speicherstand nur um 11,8 Punkte (von 31,8 auf 43,6 Prozent);

Würde diese Entwicklung weitergehen, wären die Speicher im Herbst mutmaßlich voll. Doch genau das steht in den Sternen! Denn: Die Gas-Lieferungen aus Russland brechen spürbar ein Noch bis Anfang Juni flossen durch die Russen-Pipeline „Nord Stream 1″ laut Bundesnetzagentur täglich fast 1,8 Terawattstunden.

Jetzt kommen nur noch 0,7 bei uns an – ein Minus von 60 Prozent! Laut Bundesnetzagentur sanken die täglichen Insgesamt-Gaslieferungen bereits von fast 5 TwH/Tag auf unter 3,5 – ein Einbruch um fast 30 Prozent.

Unsere Russland-Gas-Abhängigkeit ist riesig. Rund 35 Prozent stammen aus dem Land von Kreml-Diktator Wladimir Putin (69) – der Rest kommt vor allem aus den Niederlanden und Norwegen. Daraus folgt: weniger Gas für die Speicher. Und weil die Bürger auch Energie verbrauchen, kann ohnehin nicht alles gespeichert werden.

Immerhin: Der Verbrauch liegt aktuell unter den Werten des Vorjahres, aber über dem Zehn-Jahres-Mittelwert. Doch: Der Gas-Verbrauch wird spätestens im September deutlich nach oben schnellen, dann müsste mehr gespeichert werden, um den Mehrverbrauch auszugleichen.

Mehr zum Thema Deutschland.

Wer bezahlt das Gas für die Ukraine?

Überblick [ Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ] – Der Konflikt begann im März 2005, als Russland die Bedingungen für Transittransporte von Erdgas über ukrainisches Territorium nach Westeuropa sowie den Preis, den die Ukraine für Erdgasimporte zahlen sollte, zugunsten marktorientierter Preispolitik neu festlegte.

Weil die Ukraine sich weigerte, den neuen Bedingungen zuzustimmen und ein Vertrag für 2006 bis zuletzt ausblieb, stellte Russland am 1. Januar 2006 die Gasexporte in die Ukraine ein. Dies führte kurzzeitig zu Lieferengpässen in verschiedenen europäischen Staaten.

Aus wirtschaftlicher Sicht waren OAO Gazprom auf russischer Seite und NAK Naftohas auf ukrainischer Seite die Kontrahenten. Laut dem The World Factbook ist die Ukraine weltweit viertgrößter Importeur und sechstgrößter Verbraucher von Erdgas. Ursache dafür sind die nur wenig energieeffizienten Industriebetriebe sowie Verschwendung und Ineffizienz, die durch die früher tiefen Gaspreise gefördert wurden: Im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt weist die Ukraine den höchsten Gasverbrauch weltweit auf.

  • In der Ukraine läuft russisches Erdgas aus mehreren großen Pipeline-Trassen aus Nordsibirien ( Druschba-Trasse , Südzweig Jamal / Nordlicht ) und Zentralasien ( Sojus ) zusammen und wird durch die Transgas -Trasse über die Slowakei und Tschechien nach Westeuropa weitergeleitet. Bis zur Inbetriebnahme der Alternativtrasse Nord Stream im Jahr 2011 wurden etwa 80 Prozent des russischen Erdgases für Europa über die ukrainischen Pipelines transportiert.
  • Die Opportunitätskosten , die Russland jährlich durch ermäßigte Gaspreise an die Ukraine entstehen, betragen etwa vier Milliarden Dollar.
  • Der Anteil des an die Ukraine adressierten Gases an der Gesamtmenge, die durch sie gepumpt wird, beträgt etwa 20 Prozent.
  • Die ukrainische Wirtschaft ist (nicht zuletzt wegen des billigen Gases) sehr energielastig. Die Ukraine ist der sechstgrößte Erdgasverbraucher der Welt, ihr Verbrauch beträgt etwa 73 Milliarden Kubikmeter jährlich.
  • Etwa 25 Prozent ihres Erdgasbedarfs produziert die Ukraine selbst, weitere 40 Prozent bezieht sie über Russland aus Turkmenistan. Der Rest kommt aus russischer Produktion.
  • Durch die russische Subventionierung war der Gaspreis in der Ukraine bisher deutlich niedriger als in Russland selbst. In vielen Bereichen, vor allem in der Metallindustrie, belieferte die Ukraine dadurch den russischen Markt zu Dumpingpreisen und übervorteilte so die russischen Produzenten.
  • Einen Teil ihres für 50 Dollar erworbenen Gases verkaufte die Ukraine für 260 Dollar an Rumänien.

Was kostet Gas in der USA?

Die Tendenz ist schon länger da, und sie bleibt stabil: Bereits im März, kurz nach dem Ausbruch des Ukraine-Kriegs, kostete Gas im Großhandel in der EU zehnmal so viel wie in den USA, etwa 160 Euro pro Megawattstunde. Auch heute ist es nicht viel besser auf dem Spotmarkt: Eine Megawattstunde kostet am 15.

  1. Juli etwa 173 Euro pro gegen umgerechnet 22 Euro in den USA;
  2. Zum Vergleich: Am 18;
  3. Februar wurde eine Megawattstunde an der Börse in den Niederlanden noch für 73 Euro verkauft, ganz zu schweigen von 48 Euro am 1;

September 2021, bevor die Gaspreise generell durch die Decke gegangen sind. Was ist das für eine Entwicklung? „Es sind unterschiedliche Faktoren, die auf einmal zuschlagen”, erklärt der Entwicklungsexperte und Verantwortliche für Energie und Klima im SPD-Wirtschaftsforum, Dr.

  1. Patrick Kaczmarczyk (31), der Berliner Zeitung;
  2. „In Europa herrscht generelle Unsicherheit über die Gasversorgung, verstärkt wegen der realen Knappheiten und der Wartungsarbeiten an Nord Stream 1;
  3. Der Verfall des Euro und Streiks der norwegischen Gasarbeiter für bessere Löhne beunruhigen den europäischen Gasmarkt zusätzlich und erhöhen neben den Gaspreisen auch die Volatilität, also die Marktschwankungen;

” Die USA seien dagegen anders als die EU Netto-Exporteur von Gas mit einer entwickelten LNG-Infrastruktur und in diesem Sinne autark, also wirtschaftlich unabhängig.

Wer liefert Gas an die Ukraine?

Stand: 12. 07. 2022 13:49 Uhr Wegen der Wartung von Nord Stream 1 liefert Gazprom nach eigenen Angaben etwas mehr Gas über die Ukraine nach Westeuropa. Die Bundesnetzagentur aber meint: Deutlich größere Lieferungen wären möglich. Der russische Energieriese Gazprom liefert nach eigenen Angaben mehr Gas über die Ukraine nach Europa.

So betrage die über den Eingangspunkt Sudscha heute gelieferte Menge 41,3 Millionen Kubikmeter nach 39,4 Millionen am Montag, teilt der russische Staatskonzern mit. Ein Antrag, auch über den Eingangspunkt Sochranowka Gas zu pumpen, sei von der Ukraine abgelehnt worden.

Die Bundesnetzagentur überzeugen die gelieferten Mengen aber nicht. Die Behörde wirft der Regierung in Moskau vor, aus politischen Gründen alternative Lieferwege nicht zu nutzen. “Seit Montagmorgen fließt über Nord Stream kein Gas mehr. Russland beliefert Deutschland jetzt nur noch über die Transgas-Pipeline durch die Ukraine”, sagt der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Hat Deutschland genug Gasvorräte?

Gasvorräte reichen nicht für den Winter – Veröffentlicht am 15. 06. 2022 | Lesedauer: 2 Minuten „Richtung Winter könnte das ein Problem werden” Gazprom hat angekündigt, die Gasliefermengen nach Deutschland um 40 Prozent zu verringern. „Es gibt noch kein Grund zur Panik, aber.

“, sagt WELT-Reporter Max Seib in Lubmin. Quelle: WELT / Max Seib Autoplay Hier können Sie unsere WELT-Podcasts hören Um eingebettete Inhalte anzuzeigen, ist deine widerrufliche Einwilligung in die Übermittlung und Verarbeitung von personenbezogenen Daten notwendig, da die Anbieter der eingebetteten Inhalte als Drittanbieter diese Einwilligung verlangen [In diesem Zusammenhang können auch Nutzungsprofile (u.

auf Basis von Cookie-IDs) gebildet und angereichert werden, auch außerhalb des EWR]. Indem du den Schalter auf „an” stellst, stimmst du diesen (jederzeit widerruflich) zu. Dies umfasst auch deine Einwilligung in die Übermittlung bestimmter personenbezogener Daten in Drittländer, u.

die USA, nach Art. 49 (1) (a) DSGVO. Mehr Informationen dazu findest du hier. Du kannst deine Einwilligung jederzeit über den Schalter und über Privatsphäre am Seitenende widerrufen. Aktuell seien die Gasspeicher zu über 50 Prozent gefüllt, sagt Michael Kellner.

Das sei aber nicht genug mit dem Blick auf den kommenden Winter. Die Einspeicherung von Gas müsse deshalb vorangetrieben werden. N och drohen keine Engpässe, im nächsten Winter könnten die Gasvorräte jedoch knapp werden: Aktuell ist die Energieversorgung in Deutschland gesichert, wie der parlamentarische Staatssekretär im Wirtschaftsministerium Michael Kellner (Grüne) am Mittwoch den Fernsehsendern RTL/ntv mitteilte.

Die Gasspeicher in Deutschland seien aktuell zu über 50 Prozent gefüllt. „Das ist gut, aber nicht ausreichend für den nächsten Winter”, sagte Kellner weiter. Die Einspeicherung von Gas müsse deshalb vorangetrieben werden.

Über den Grund für die aktuelle Drosselung der Gaslieferungen aus Russland durch die Ostsee-Pipeline Nord Stream 1 wolle er nicht spekulieren, sagte Kellner weiter. Jeden Sommer gebe es „reguläre Wartungsarbeiten” an der Pipeline. Das Wirtschaftsministerium versuche herauszufinden, ob der aktuelle Rückgang der Gaslieferungen durch die Pipeline mit diesen in Verbindung stehe. Lesen Sie auch Wie Zahlt Deutschland Gas Grund seien fehlende Teile vom deutschen Siemens-Konzern, die sich in Reparatur befunden hätten. Eine wichtige Rolle bei der Gasversorgung in Deutschland spiele auch das seit Anfang April unter Treuhandverwaltung gestellte Unternehmen Gazprom Germania, sagte Kellner weiter. Lesen Sie auch Wie Zahlt Deutschland Gas Advertorial Eurojackpot online Das Unternehmen sei „entscheidend für die Versorgungssicherheit im Land sowie für die Stabilität und die Verträge”, stehe aufgrund von russischen Sanktionen aber unter finanziellem Druck. Die Bundesregierung habe sich deshalb entschieden, das Unternehmen mit einem Darlehen von neun bis zehn Milliarden Euro zu unterstützen. An dieser Stelle finden Sie Inhalte von Drittanbietern Um eingebettete Inhalte anzuzeigen, ist deine widerrufliche Einwilligung in die Übermittlung und Verarbeitung von personenbezogenen Daten notwendig, da die Anbieter der eingebetteten Inhalte als Drittanbieter diese Einwilligung verlangen [In diesem Zusammenhang können auch Nutzungsprofile (u.

  • Der russische Staatskonzern Gazprom hatte am Dienstag mitgeteilt, dass die Gaslieferungen durch Nord Stream 1 um gut 40 Prozent gedrosselt würden;
  • Demnach könne nur noch eine Durchleitung von 100 Millionen Kubikmetern Gas am Tag anstelle der üblichen 167 Millionen Kubikmeter sichergestellt werden;

auf Basis von Cookie-IDs) gebildet und angereichert werden, auch außerhalb des EWR]. Indem du den Schalter auf „an” stellst, stimmst du diesen (jederzeit widerruflich) zu. Dies umfasst auch deine Einwilligung in die Übermittlung bestimmter personenbezogener Daten in Drittländer, u.

Hat Russland im 2 Weltkrieg Gas geliefert?

Russisches Erdgas [ Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ] – In den 1930er-Jahren wurden zwischen Wolga und Ural große Erdölfelder entdeckt. Bald übertraf die Ölförderung dort die in der gesamten übrigen Sowjetunion. Die Gesamtförderung an sowjetischem Öl stieg von 53 Millionen Tonnen im Jahre 1953 auf 113 Millionen fünf Jahre später und 224 Millionen Tonnen im Jahre 1964.

  1. 1965 wurden in Westsibirien weitere, noch größere Öl- und Gasfelder entdeckt, die man zu erschließen begann;
  2. Im Jahre 1970 betrug die Ölförderung in der UdSSR 353 und fünf Jahre später 491 Millionen Tonnen und übertraf zum ersten Mal die Förderung in den USA;

In den nächsten Jahren wuchs dieser Vorsprung. Die Lagerstätten befanden sich jedoch in unwegsamen und unwirtlichen Gebieten. Die Erschließung erforderte ein riesiges Pipelinenetz und damit Großrohre, Maschinen und Anlagen, welche die Sowjetunion nur aus dem Westen importieren konnte.

Die USA verfügte zwar über die modernste Technologie, war aber nicht bereit, diese an die UdSSR zu verkaufen. Auch die übrigen westlichen Länder stimmten im Jahre 1949 den US-amerikanischen Vorgaben der Exportkontrolle (CoCom) zu.

Spätestens ab der zweiten Hälfte der 1950er-Jahre begannen jedoch einzelne Konzerne, das Exportverbot zu brechen. So lieferten die deutschen Konzerne Mannesmann, Phoenix-Rheinrohr und Hoesch ab 1958 Großrohre für den Bau von Pipelines in die Sowjetunion.

Im Jahre 1961 kam ein wechselseitiges Geschäft zustande, bei dem die Sowjets Rohstahl liefern, die deutschen Betriebe daraus Rohre herstellen, die anschließend wieder in die Sowjetunion exportiert werden.

So wurden im Jahr 1962 schon 255. 400 Tonnen Rohre aus Westdeutschland in die Sowjetunion geliefert. Die Lieferungen ermöglichten den 1959 begonnenen Bau der Pipeline ” Druschba/ Freundschaft ” zur Versorgung von Osteuropa inklusive der DDR. Bis 1964 wurden für diese Pipeline rund 730.

000 Tonnen Rohre verlegt. In den nächsten Jahren wurde sie noch weiter ausgebaut. Die USA war jedoch über diese Zusammenarbeit nicht erfreut und veranlasste im November 1962 die Adenauer-Regierung, ein Embargo auf den Export von Großrohren in die Sowjetunion zu verhängen.

1965 wurden in Westsibirien weitere gigantische Erdöl- und Gasfelder entdeckt. Für die Erschließung setzte der Kreml erneut auf westdeutsche Konzerne. Tatsächlich wurde das Embargo auf den Export von Großrohren in die Sowjetunion 1969 aufgehoben. Kurz später im Februar 1970 unterzeichneten die Konzerne Ruhrgas und Mannesmann sowie die Deutsche Bank mit sowjetischen Regierungsvertretern ein Milliardengeschäft.

  • Dabei lieferten bis Dezember 1972 die Mannesmannröhren-Werke 1,2 Millionen Tonnen Großrohre an die Sowjets für eine Gaspipeline von 2;
  • 000 Kilometer Länge;
  • Die Deutsche Bank finanzierte gemeinsam mit anderen deutschen Geldhäusern dieses Geschäft mit einem Kredit von 1,2 Milliarden DM zu Konditionen, die drei Prozentpunkte unter den damals üblichen Zinsen lagen;

Die sowjetische Seite verpflichtete sich im Gegenzug, vom 1. Oktober 1972 bis 1992 52 Milliarden Kubikmeter Gas im Wert von 2,5 Milliarden DM nach Westdeutschland zu liefern. Damit war auch der Kredit zu tilgen. Die Ruhrgas AG übernahm die Aufgabe, das sowjetische Gas in der BRD zu verteilen.

  1. So konnte die Sowjetunion ihre enormen neu entdeckten Erdöl- und Gasfelder in Westsibirien erschließen;
  2. Ende 1965 betrug die Gesamtlänge der Pipelines 28 500 Kilometer, bis Ende 1970 verlegte man weitere 10;

000 Kilometer, in den fünf Folgejahren nochmals 19. 000 Kilometer. Im gleichen Maße stiegen die Fördermengen. Im Jahre 1965 förderte die Sowjetunion 128 Milliarden Kubikmeter Gas, 1970 197 Milliarden Kubikmeter, 1975 289 Milliarden und 1980 435 Milliarden Kubikmeter.

  • Trotz Einschreitens der US-Regierung und erheblichen Verzögerungen daraus, kam es zu einem weiteren Gemeinschaftsprojekt Westdeutschlands mit der Sowjetunion, dem Bau der Yamburg-Pipeline (auch Fortschritt genannt);

Die ersten Lieferungen über diese Pipeline begannen 1989. Ein großer Teil des Öls und Gases exportierten die Sowjets in westliche Länder. Der Gasexport in den Westen stieg von drei Milliarden Kubikmeter im Jahre 1970 über 19 und 54 Milliarden Kubikmeter in den Jahren 1975 und 1980 auf 110 Milliarden Kubikmeter im Jahre 1990.

Die steigenden Einnahmen aus Öl- und Gasexporten sicherten der Sowjetunion einen breiten Zustrom von Devisen. Dies verzögerte den wirtschaftlichen Zusammenbruch des kommunistischen Regimes und die Befreiung Osteuropas.

So stellte im Jahre 1987 ein Experte von Gosplan, der obersten Planungsbehörde in der UdSSR, während einer internen Konferenz fest: “Ohne Samotlor [enorme Öl- und Gasfelder in Westsibirien, die 1965 entdeckt worden waren] hätte das Leben uns gezwungen, die wirtschaftlichen Reformen vor 10–15 Jahren einzuführen.

Woher bekam die DDR ihr Gas?

GASLIEFERUNG: Doch nur Rubel? „Bin mir sicher, dass Deutschland weiter Gas in Euro bezahlen kann“

Die Gasleitung durch die Ukraine, deren Zukunft sich bald entscheidet, wurde vor 40 Jahren auch von Ostdeutschen gebaut. Warum verlangten sie damals DDR-Bier und warum begeistern sie sich heute noch für die Pipeline? Bald könnte der Transit von russischem Erdgas durch die Ukraine Richtung Westen enden.

Denn der bisherige Vertrag zwischen Moskau und Kiew läuft mit Jahresende aus und die Gespräche über einen neuen sind bisher ohne Erfolg. Damit könnte auch eine 40-jährige Geschichte enden, die Russland, die Ukraine und Deutschland verbindet.

Alles begann Mitte der 1970er Jahre, als die Ukraine Teil der Sowjetunion und die DDR Teil des Ostblocks waren. Tausende Ostdeutsche fuhren zur “Baustelle des Jahrhunderts”, um eine Gasleitung nach Mitteleuropa zu bauen. Hajo Obuchoff weiß darüber fast alles.

Er war unter den Ersten, die in die Sowjetunion aufbrachen. Vier Jahre verbrachte er dort. 2012 schrieb er das Buch “Die Trasse” über die Ostdeutschen, die am gesamten Pipelineprojekt – von der Ukraine bis zum Ural und Kasachstan – mitgebaut haben.

“Ich habe in der DDR Sport und Geographie studiert und kurze Zeit als Lehrer gearbeitet. Dann hieß es: Durch die Ukraine wird eine große Erdgasleitung gebaut und Jugendliche sollen mitbauen”, erinnert sich der 72-Jährige, der heute in Berlin lebt. Es ging um die Exportleitung Sojus, über die Erdgas aus Vorkommen bei Orenburg in Russland in die osteuropäischen “Bruderstaaten” der Sowjetunion und in den Westen geliefert werden sollte. Wie Zahlt Deutschland Gas Plakat mit der Druschba-Erdgastrasse durch die Ukraine Gebaut wurde sie von Polen, Ungarn, der Tschechoslowakei, Bulgarien und der DDR. Die Ostdeutschen waren für den Abschnitt zwischen den ukrainischen Städten Krementschuk und Bar zuständig. Diese rund 500 Kilometer lange Leitung wurde Druschba (Freundschaft) genannt, nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Erdölleitung von Russland gen Westen.

  1. Die Druschba-Gasleitung in der Ukraine gilt als größtes DDR-Investitionsprojekt im Ausland;
  2. Die Röhren kamen aus Italien und Westdeutschland, bezahlt wurde mit sowjetischem Gas;
  3. Eingesetzt wurden japanische Komatsu-Rohrleger, aber auch schwere sowjetische KrAZ-Lastkraftwagen direkt vom Werk in der Nähe der Trasse;

Bauarbeiten mit Musik von den Beatles und Boney M. Obuchoff war ein “Kulturnik” und die Pipelinebauer hießen “Trassniki”. “Es ging um kulturelle Betreuung der Arbeiter: Filme zeigen, Bibliotheken aufbauen, Diskos und Kulturabende organisieren. Es war Musik nicht nur aus der DDR und dem Ostblock, sondern auch aus dem Westen von Beatles bis Boney M. Wie Zahlt Deutschland Gas Beatles und Boney M. – Hajo Obuchoff sorgte für Musik mit seinem Diskomobil Der damals 28-Jährige bekam mit einem Freund ein umgebautes Auto der DDR-Armee zugeteilt, das war das Diskomobil der Druschba-Trasse, so stand es auf der Seitenwand. Gemeinsam fuhren sie im Juni 1975 ins ukrainische Tscherkassy, zum Hauptquartier des deutschen Bauabschnitts – allerdings mit gemischten Gefühlen.

“, erinnert sich der Druschba-DJ. In der Sowjetunion habe es viele Raubkopien westlicher Platten gegeben. “So hatten wir die Rolling Stones, die eigentlich in der DDR verboten waren”, fügt Obuchoff hinzu. “Das war 30 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg.

Wir waren die ersten Deutschen in der Ukraine. Unter uns waren auch ältere Meister oder Ingenieure, die den Krieg erlebt hatten”, erinnert sich Obuchoff. Doch die Arbeiter aus der DDR seien von den Ukrainern gastfreundlich aufgenommen worden. Hass habe es nicht gegeben. ” Wie Zahlt Deutschland Gas Rohrstück als Andenken an den Bau der Druschba-Pipeline Vom Nagel bis zum Bier – alles aus der DDR Bis zu 6000 Ostdeutsche arbeiteten gleichzeitig auf der Baustelle – meist zwei Jahre lang. Sie bauten nicht nur die Gasleitung, sondern auch Wohnhäuser. Offiziell wurde die Druschba im Herbst 1978 fertiggestellt, aber an Kleinigkeiten wurde fast noch ein Jahr lang gearbeitet. Die Deutschen wurden bestens versorgt und vieles wurde aus der DDR herangeschafft: Vom Nagel bis zur Betonplatte, von der Salami bis zum Bier.

Nur Jugendliche in Dörfern hätten die Deutschen manchmal mit “Heil Hitler!” begrüßt. “Ich habe mal einen Jungen gefragt, was er damit sagen will. Er konnte mit der Frage nichts anfangen”, so Obuchoff. Dann habe er erfahren, dass dies etwas mit sowjetischen Kriegsfilmen zu tun haben könnte: “Sie dachten wohl, es sei in Deutschland üblich, dass man sich so begrüßt.

“Der Sommer 1975 war sehr heiß und wir tranken ukrainisches Bier. Es wurde aber schnell sauer und wir bekamen Magenprobleme. Dann sagten wir, wir nehmen keine Schippe in die Hand, solange es kein ordentliches Bier gibt”, so Obuchoff. Danach seien jede Woche LKWs mit Bier aus der DDR gekommen. Wie Zahlt Deutschland Gas Theodor Hermeneit als Schweißer auf der Druschba-Baustelle Dass Versorgung und Verdienst gut waren, bestätigt auch der 64-jährige Thüringer Theodor Hermeneit. Er war von 1976 bis 1978 als Schweißer im Einsatz. “Man sagte mir zunächst: Das kannst du knicken, weil du nicht in der (ostdeutschen Armee) NVA gedient hast. Später hieß es aber, das sei kein Problem. Ich hatte nur wenige Tage, um meine Sachen zu packen. Dann ging es mit dem Flieger von Berlin nach Kiew und nach Krementschuk an die Trasse”, erinnert sich Hermeneit.

  1. Die DDR-Arbeiter hatten nicht nur höhere Gehälter, sondern konnten auch Waren kaufen, die knapp waren;
  2. “Zuhause habe ich in nur drei Wochen einen Wartburg gekauft, auf den man sonst 15 Jahre warten musste;

” Hermeneit wäre gerne bis zur Fertigstellung der Pipeline dabei gewesen. Doch während eines Urlaubs heiratete er und blieb daheim. Hajo Obuchoff lernte in der Ukraine die Journalistin einer Lokalzeitung kennen, die er 1977 heiratete. Übrigens waren Frauen auf dem Bau klar in der Minderheit.

  • “Wir waren immer sehr daran interessiert, dass am Wochenende ukrainische Tanz- und Gesangsensembles auf unsere Baustelle kamen;
  • Sie haben eine Stunde Programm gemacht und danach ging die Disco los”, erinnert sich Obuchoff;

Auf hundert Arbeiter seien maximal zehn Frauen gekommen. Die Druschba-Arbeiter und der Transit-Stopp Wenn deutsche Medien heute über ein mögliches Ende des Gastransits durch die Ukraine berichten, redet niemand von den Ostdeutschen, die am Pipelinebau beteiligt waren. Wie Zahlt Deutschland Gas Hajo Obuchoffs Diskomobil in einem ukrainischen Dorf an der Erdgastrasse “Wir wissen, was im Donbass los ist. Wer weiß, was man im Kreml denken wird, wenn die Leitungen nicht mehr nötig sind”, so Obuchoff und erinnert an die Gaspipeline Nord Stream 2, die bald fertig sein wird und von Russland durch die Ostsee direkt nach Deutschland führt. Obuchoff glaubt aber, dass Kiew und Moskau einen Kompromiss finden und der Gastransit durch die Ukraine weitergehen wird.

Hajo Obuchoff meint, ein Transit-Stopp bringe Kiew Einkommensverluste und berge “militärstrategische” Risiken. Auch Theodor Hermeneit verfolgt die Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland. Er ist “schon ein bisschen traurig” darüber, dass die von ihm gebaute Leitung überflüssig werden könnte.

“Das war ja auch ein Stück Leben. Das wird ein Thema in Zabakuck sein”, sagt er traurig. Im Dorf Zabakuck in Sachsen-Anhalt treffen sich alle zwei Jahre ehemalige “Trassniki”. Die Treffen organisiert Olaf Münchow, der in den 1980er Jahren an einem Pipelinebau in Russland beteiligt war.

  • Er erzählt, dass die “Trassniki” bei den Treffen immer beteuerten, wenn man sie bräuchte, würden sie sofort wieder nach Russland gehen;
  • “Nicht umsonst haben wir noch heute ein besonderes Zusammengehörigkeitsgefühl, das sicher seinesgleichen sucht”, so Münchow;

“Kameradschaft, Freundschaft, Hilfe untereinander waren früher beim Bau wichtig und werden auch heute noch bei uns groß geschrieben.

Wem gehören Deutsche Gasspeicher?

Deutschland gibt Kontrolle über strategische Reserven ab – Der Büroleiter von Sigmar Gabriel fragte im Haus nach. Ohne „klaren Widerspruch” würde der Minister gerne auf eine Prüfung verzichten. Ob einer seine Stimme dagegen erheben wolle. Das Haus antwortete: „Wir können wie von Ihnen vorgeschlagen verfahren.

” Der Büroleiter von Sigmar Gabriel kündigte in der Folge an, der Minister selbst werde BASF-Vorstandschef, Kurt Bock, die positive Nachricht überbringen. In dem persönlichen Brief an den BASF-Chef schrieb Gabriel dann am 19.

August 2015: „Gegen den Tausch (bestehen) aus Sicht des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie keine energiepolitischen Bedenken. ” Das Geschäft wurde im September 2015 vollzogen. Die Gasspeicher Deutschlands gingen in den Besitz der Gazprom über. Und damit die volle Kontrolle über die strategischen Gasreserven des Landes. Wie Zahlt Deutschland Gas „Ich unterstütze den Antrag” – Auszug aus den Dokumenten, die CORRECTIV mithilfe des Informationsfreiheitsgesetzes aus dem Bundeswirtschaftsministerium erhalten hat. Für die Absicherung der Investitionen von Wintershall in dem neuen Gasfeld in Sibirien stellte Gabriel zusätzlich 1,8 Milliarden Euro bereit. „Nach erster Prüfung stehen die Sanktionen der EU gegen Russland dem Projekt nicht entgegen”, heißt es in einer Vorlage an den Minister.

Woher kommt jetzt unser Gas?

Gas gibt es weltweit genug, es muss nur rechtzeitig verfügbar sein – Europa ist heute durchzogen von einem dichten Pipeline-Netz, in das das importierte Gas eingespeist und weiterverteilt wird. Es kommt aus Algerien, der Nordsee – wo die norwegischen, britischen und niederländischen Felder liegen –, größtenteils aber aus Russland.

Etwa über die Pipeline Blue Stream, die durch das Schwarze Meer und die Türkei verläuft, über Transitländer wie Weißrussland und die Ukraine. Erdgas: Mehr Pipelines für Europa Deutschland bezieht sein russisches Gas überwiegend aus drei Pipelines: Über die Jamal-Pipeline können 33 Mrd.

m 3  pro Jahr geliefert werden, Transgas bringt jährlich etwa 40 Mrd. m 3. Die Ostseepipeline Nord Stream 1 hat eine Kapazität von 55 Mrd. m 3 pro Jahr. Die inzwischen gestoppte zweite Röhre durch die Ostsee hätte noch einmal so viel Gas transportieren können.

  1. Diese Mengen werden nicht allein in Deutschland gebraucht, sondern zu einem erheblichen Teil in andere europäische Länder durchgeleitet;
  2. Gasvorkommen gibt es auf der ganzen Welt;
  3. Den Spitzenplatz nehmen die USA ein, die im Jahr 2020 nach Berechnungen des vom Energiekonzern BP erstellten „Statistical Review of World Energy 2021″ 914,6 Mrd;

m 3 gefördert haben. An zweiter Stelle steht Russland mit 638,5 Mrd. m 3. Es folgen mit einigem Abstand China, Katar und Australien. Größtes europäisches Förderland ist Norwegen mit 111,5 Mrd. m 3. Aber das skandinavische Land ist nach Einschätzung von Experten aus fördertechnischen Gründen nicht in der Lage, zusätzliches Gas nach Europa zu liefern.