Woher Bezieht Deutschland Gas?

Woher Bezieht Deutschland Gas
Gas aus Europa: Unterstützung aus Norwegen und den Niederlanden – Aktuell ist die Bundes­regierung umso mehr auf europäisches Gas angewiesen: Zu den wichtigsten europäischen Gasexporteuren für Deutschland zählen vor allem Norwegen, die Niederlande und Belgien.

  1. Deutschland hat insgesamt acht Anlande­stationen für Gas aus Europa;
  2. Drei Viertel der deutschen Gasimporte stammen aus den Erdgas­leitungen der drei europäischen Länder Norwegen, Niederlande und Belgien;

Norwegen ist neben Russland Deutschlands zweitgrößter Gaslieferant. Im vergangenen Jahr lieferte das Land rund 45 Prozent der deutschen Erdgas­menge. Oslo hat Berlin und Brüssel bereits im März zugesagt, die Erdgas­förderung über den Sommer zu erhöhen und mehr nach Europa zu exportieren.

Weiterlesen nach der Anzeige Weiterlesen nach der Anzeige Aktuell liefert Norwegen über drei Pipelines pro Tag zwischen 1000 und 1500 Gigawatt­stunden Gas nach Deutschland. Aus den Niederlanden und Belgien kommen täglich 1750 Gigawatt­stunden Gas.

Damit wird Deutschland aktuell stärker von seinen europäischen Energie­partnern versorgt als von Russland. Problematisch wird es allerdings bei der niederländischen Gasförderung. Diese gilt seit Jahr­zehnten als umstritten: Wegen großer Schäden durch Hunderte von künstlich erzeugten Erdbeben in der Provinz Groningen hatte die niederländische Regierung zuletzt angekündigt, die Gasproduktion im größten europäischen Erdgas­vorkommen bis zum Jahres­ende zu stoppen.

  • Das niederländische Energie­ministerium hatte allerdings zugestanden, Nachbar­ländern im Falle eines vollständigen Gasliefer­stopps aus Russland zu helfen und die Gasgewinnung in Groningen wieder hoch­zufahren;

Wenn Nord Stream abgeschaltet wird oder Deutschland alle russischen Importe verliert, dann wird das Auswirkungen auf ganz Nordwest­europa haben. Rob Jetten, Energie­minister der Niederlande.

Wo kommt Gas für Deutschland her?

Zum Hintergrund: – Es gibt derzeit zwar keine Anzeichen für Versorgungsstörungen auf den Gasmärkten. Dennoch: Die Gasversorgung Europas ist vor dem Hintergrund der Ukraine-Krise ins öffentliche Blickfeld geraten. Fast alle EU -Staaten beziehen russisches Erdgas, ein Teil davon via Pipelines durch die Ukraine.

Woher bekommt Deutschland in Zukunft Gas?

Mehr als die Hälfte des eingesetzten Erdgases wird aus Russland, etwa 30 Prozent aus Norwegen und der Rest aus übrigen europäischen Ländern importiert. Der Anteil der Inlandsförderung am Verbrauch betrug 5,2 Prozent (BDEW, Wert 2020).

Kann Deutschland selbst Gas produzieren?

Wie Erdgas zum Klimaschutz beiträgt – Die Energiewende wird in Deutschland mit großem Fokus auf die erneuerbaren Energien geplant. Dabei sind die Möglichkeiten, erneuerbare Energien zu erzeugen nicht unbegrenzt, und es muss auch eine sichere und bezahlbare Versorgung gewährleistet bleiben.

Zum Artikel > Erdgas – ein gefragter fossiler Energieträger Ob als Brennstoff, für die Warmwasserbereitung, zum Kochen, als Treibstoff oder als Energielieferant für die Industrie: Erdgas wird in Deutschland für viele Anwendungen benötigt und ist ein stark gefragter Energieträger.

Der Energiebedarf in Deutschland ist immens. Trotz Energieeinsparung und effizienterer Nutzung konnte der Verbrauch in den vergangenen Jahren kaum signifikant gesenkt werden. Insbesondere der Bedarf an Erdgas liegt hierzulande auf einem sehr hohen Niveau.

In den vergangenen vierzig Jahren ist der Verbrauch in Deutschland auf ca. 104 Milliarden Kubikmeter Erdgas in 2021 angestiegen. Experten gehen davon aus, dass der Bedarf an Erdgas in Deutschland in den kommenden Jahren weiter zunimmt.

Förderung von Erdgas in Deutschland Die Vorkommen von Erdgas sind weltweit verteilt. Die größten Reserven befinden sich in Russland, Iran und Katar. Aber auch in Deutschland wird Erdgas aus Lagerstätten gefördert: im Jahr 2021 waren es rund 5,2 Milliarden Kubikmeter.

Über 97 Prozent des deutschen Fördervolumens werden in Niedersachsen gefördert: 5,01 Milliarden Kubikmeter Erdgas in 2021. Bedeutende Gebiete für die deutsche Produktion von Erdgas sind die Förderregionen zwischen Weser und Ems sowie zwischen Elbe und Weser.

Allerdings ist die Erdgasförderung in Deutschland seit Jahrzehnten rückläufig – zur Jahrtausendwende betrugen die jährlichen Fördermengen noch rund das Vierfache der gegenwärtigen Produktion. Im Jahr 2021 deckte die heimische Erdgasförderung etwa 5 Prozent des Bedarfs in Deutschland; folglich müssen 95 Prozent importiert werden, u.

aus Russland, Norwegen und den Niederlanden. Die Importe belasten die CO 2 -Bilanz von Deutschland. Versorgungssicherheit für Deutschland Die heimische Produktion von Erdgas trägt spürbar zur Versorgungssicherheit in Deutschland bei.

Zwar deckt diese nur einen kleinen Teil des hiesigen Bedarfs, doch jeder Kubikmeter Erdgas, der nicht importiert wird, erspart CO 2 -intensive Transporte aus dem Ausland. Durch diese Verbrauchernähe trägt die Erdgasförderung im Land zum Klimaschutz bei.

  • Heimische Erdgasförderung verbessert also die CO 2 -Bilanz Deutschlands und reduziert zugleich die Importabhängigkeit sowie die Wahrscheinlichkeit unsicherer Versorgungsszenarien;
  • Über die aktive Förderung hinaus wird die Versorgungssicherheit durch Reserven sichergestellt;

Die Summe der geschätzten sicheren und wahrscheinlichen Erdgasreserven Deutschlands betrug Ende 2021 32,4 Milliarden Kubikmeter Erdgas. Die Reserven machen jedoch nur einen geringen Teil des insgesamt vorhandenen Potenzials aus: Auch die Ressourcen an Erdgas, die derzeit noch nicht wirtschaftlich förderbar oder geologisch noch nicht erfasst sind, stimmen vorsichtig optimistisch. Woher Bezieht Deutschland Gas.

Wie lange reicht das Gas noch in Deutschland?

Wie lange reicht der Erdgasvorrat? – In Deutschland wird jährlich Erdgas mit einem Energiegehalt von rund 1000 Terawattstunden verbraucht. Laut Branchenverband INES können die Speicher insgesamt Gas mit einem Energiegehalt von maximal rund 256 Terawattstunden gespeichert werden.

  • “Dieses Speichervolumen alleine kann Deutschland zwei bis drei durchschnittlich kalte Wintermonate mit Gas versorgen”, so die Bundesregierung;
  • Die zu 56 Prozent gefüllten Gasspeicher würden bei unverändertem Verbrauch demnach etwa ein bis eineinhalb Monate reichen;

Der Verbrauch hängt aber an sehr vielen Faktoren. Zum Beispiel ist der Gasverbrauch infolge der stark gestiegenen Preise schon jetzt deutlich zurückgegangen.

Was passiert in Deutschland ohne Gas?

Energieexpertin Kemfert (DIW) gibt leichte Entwarnung Dass es tatsächlich zu einem Gasnotstand in Deutschland kommen wird, sieht Energieexpertin Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung im BR24-Interview als unwahrscheinlich an: ‘Wir werden auch im Winter über 60 Prozent unseres Gases bekommen.

Was passiert wenn kein Gas mehr geliefert wird?

Folgen für dich und deinen Alltag – Wird das Gas knapp , erhöhen sich die Preise weiter. Das gilt vor allem für Haushalte mit Gas-Heizungen – aktuell fast jeder zweite in Deutschland. Auch Strom wird teurer. Kommt es zu Produktions-Engpässen , steigen auch die Preise für einzelne Produkte. Woher Bezieht Deutschland Gas Deutschland besitzt derzeit noch kein einsatzfähiges LNG-Terminal und muss deshalb Flüssig-Gas per Landweg aus Nachbarländern importieren. Neue Infrastruktur ist aber schon in Planung. © picture alliance / photothek | Thomas Koeh ler.

Was ist wenn kein Gas aus Russland kommt?

Die Wirtschaftsleistung könnte dadurch zwischen sechs und zwölf Prozent sinken. Es könnte also zu einer Rezession kommen. Die Mehrheit der deutschen Unternehmen ist vom Gas abhängig und dort müsste die Produktion dann gedrosselt oder ganz eingestellt werden.

Hat Deutschland kein eigenes Erdgas?

Erdgas und Erdöl in Deutschland | zuletzt aktualisiert: 21. April 2022 #Erdgas #Erdgasförderung #Erdgasreserven Deutschland verfügt derzeit über rund 32 Milliarden Kubikmeter Erdgasreserven, die als sicher oder wahrscheinlich förderbar gelten. Tatsächlich machen diese Reserven aber nur einen geringen Teil des insgesamt vorhandenen Potenzials aus.

Bisher unzugängliche Vorkommen erschließen In Deutschland wurden knapp 5,2 Milliarden Kubikmeter Erdgas im Jahr 2021 gefördert. Die geschätzten sicheren und wahrscheinlichen Erdgasreserven lagen bei 32 Milliarden Kubikmeter (Stand 31.

12. 2021). Es kommen Ressourcen dazu, die momentan noch nicht wirtschaftlich förderbar oder geologisch noch nicht exakt erfasst sind. Dazu gehören sowohl konventionelle Erdgasvorkommen als auch die erheblichen Potenziale in neuen, unkonventionellen Lagerstätten. Hierzu gehören:

  • 450 Milliarden Kubikmeter technisch erschließbares Erdgas aus Kohleflözen
  • bis zu 2,3 Billionen Kubikmeter technisch erschließbares Erdgas aus Schiefergesteinen

Woher Bezieht Deutschland Gas.

In welcher Staat ist der wichtigste Lieferant von Erdgas an die EU?

Frankreich – Im Vergleich zu anderen großen europäischen Volkswirtschaften ist Frankreich nicht stark von russischem Gas und Öl abhängig. Im Vergleich zu Deutschland und Italien, die 40 bis 50 Prozent ihres Gases aus Russland importieren, beträgt Frankreichs Anteil an russischem Gas nur 25 Prozent, wobei Norwegen mit 35 Prozent der größte Lieferant ist.

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Frankreichs Regierung hat sich bereit erklärt, russische Öleinfuhren zu verbieten. Finanzminister Bruno Le Maire erklärte gegenüber CNN, Frankreich sei bereit, weiter zu gehen und ein Verbot für Öl zu beschließen.

Er fügte hinzu, er sei “zutiefst davon überzeugt, dass sich die nächsten Schritte und die nächsten Diskussionen auf die Frage des Verbots von russischem Öl konzentrieren werden. ” Frankreich befindet sich derzeit inmitten einer sehr knappen Präsidentschaftswahl zwischen dem amtierenden Präsidenten Emmanuel Macron und der rechtsextremen Kandidatin Marine Le Pen.

  1. Le Pen hat in der Vergangenheit engere Beziehungen zwischen der NATO und Russland vorgeschlagen und würde im Falle ihrer Wahl wahrscheinlich einen Politikwechsel und einen neuen Ton gegenüber Russland einleiten;

Die beiden werden am 24. April in einer letzten Wahlrunde gegeneinander antreten.

Warum fördert Deutschland nicht selbst Gas?

Widerstand von Grünen und Umweltverbänden – Die Grünen lehnen eine Ausweitung der Erdgasförderung in Deutschland hingegen ab. Sie kritisieren, dass die Erdgasförderung gegen das landeseigene Klimagesetz verstoße, das bis 2045 Klimaneutralität vorsieht.

Auch Umweltverbände sind gegen eine Erdgasförderung in der Nordsee. Zum Antrag von One-Dyas hatte etwa der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) erklärt, der vorgesehene Standort der Förder- und Aufbereitungsplattform grenze direkt an den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, der als Weltnaturerbe besonderen Schutz genieße.

Für die Genehmigung des Antrags von One-Dyas ist auf deutscher Seite die Landesregierung Niedersachsens zuständig, die das Projekt des niederländischen Unternehmens bislang ablehnte. “Vor dem Hintergrund der neuen geopolitischen Realitäten und der damit einhergehenden Frage der deutschen Energieversorgungssicherheit haben wir das Thema neu bewertet”, so Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrats der CDU.

Hat Deutschland große Gasvorkommen?

In Deutschland bleiben große Gasvorkommen bislang ungenutzt. Die Regierungspartei FDP will deshalb das bisher verbotene Fracking auf den Prüfstand stellen. Ein DW-Gespräch über Risiken und Chancen von Fracking. DW: Russland dreht den Gashahn zu. Flüssigerdgas (LNG) aus Übersee soll die gröbsten Versorgungslöcher stopfen.

  1. In Deutschland werden riesige Gasreserven vermutet, die durch Fracking gewonnen werden könnten;
  2. Das aber ist seit fünf Jahren verboten, aus Gründen des Umweltschutzes;
  3. Welche Meinung haben Sie als Geologe zum Thema Fracking in Deutschland? Christoph Hilgers: Nun, Fracking ist eine Methode , mit der man Erdgas weltweit gewinnt;

Und das hat man auch in Deutschland gemacht seit den 1960er Jahren. Man hat mehr als 300 Mal gefrackt. Und wenn man das richtig macht, dann geht das Risiko auch gegen Null. So ist in Deutschland auch nie etwas beim Fracking passiert. Wie groß sind denn eigentlich die Gasvorkommen hierzulande? Es heißt ja, dass der deutsche Gas-Bedarf auf Jahre gedeckt werden könnte? Wir brauchen im Jahr in Deutschland ungefähr 86 Milliarden Kubikmeter.

Die vermuteten Gas-Ressourcen werden auf ungefähr 1,36 Billionen Kubikmeter geschätzt, also ein Vielfaches mehr. Damit könnte über die kommenden Jahrzehnte ein erheblicher Beitrag zur Energie- und Rohstoffversorgung Deutschlands mit heimischem Erdgas geliefert werden.

Aber wegen des Fracking-Verbots ist nicht genau geklärt, wie groß die Gasvorräte an Schiefergas tatsächlich sind und wieviel gewinnbar ist. Es gibt also noch einen gewaltigen Erkundungs-Bedarf. Wie lange würde es dauern, bis die Gasförderung beginnen könnte? Der Erkundungs-Bedarf ist überschaubar, weil man ja Vorausberechnungen macht, wo welche Gesteine sind und welchen Temperaturen die im Untergrund ausgesetzt sind.

  1. Es gibt bereits Modellierungen und Voraussagen, wo ein erhöhtes Potenzial von Schiefergas ist und wo nicht;
  2. Generell haben wir in Deutschland zwei Arten von Ressourcen: Einerseits die sogenannten dichten Gas-Lagerstätten;

Dort ist das Gas in einem Sandstein im Untergrund gefangen und kann mit den Fracking-Methoden, die man 50 Jahre bis zum Fracking Moratorium 2011 in Deutschland angewandt hat, gewonnen werden. Und zudem gibt es das Schiefergas, das seit einigen Jahrzehnten in den USA und anderen Ländern erschlossen wird. Woher Bezieht Deutschland Gas In den USA gab es ja die große Wende: Die USA waren Netto-Energie-Importland. Jetzt sind die USA eines der weltgrößten Exportländer , weil sie durch technische Innovation in der Lage waren, seit den 2000er Jahren diese Schiefergas-Lagerstätten anzubohren und zu fracken. Und Schiefergas haben wir hier auch. Die Technologien sind ebenfalls vorhanden.

  • Man müsste nur wenige Jahre investieren, um Ressourcen-reiche Schiefergas-Gebiete einzugrenzen, die nachher als Lagerstätte gefördert werden könnten;
  • Wenn ich Sie richtig verstehe: Egal wie man zum Thema Fracking steht, in der akuten Notlage könnte uns das sowieso nicht helfen? Bis zum nächsten Winter könnte uns Fracking von Schiefergas nicht helfen, weil die Aufsuchung und Gewinnung Zeit benötigt und wir ja Richtlinien, Umwelt-Vorgaben und Genehmigungs-Prozesse haben;

Da müssen wir auf das zurückgreifen, was wir haben und stillgelegt haben. Die Frage aber ist, wie lange die Notlage dauern wird. Außerdem muss man differenzieren zwischen dem Gas im Sandstein, was gefrackt wurde und dem im Schiefer. Beim Sandstein weiß die Industrie eigentlich relativ gut, wo noch Potenziale in Deutschland sind.

  • Denn die wurden ja bereits erkundet, aber nicht vollständig gehoben wegen des Fracking-Verbots in Deutschland;
  • Die Gewinnung von Erdgas aus gefracktem Schiefer ist in Deutschland gesetzlich verboten;
  • In anderen Ländern wird gefrackt, beispielsweise in den USA;

Von dort könnten wir ja demnächst vielleicht etwas LNG-Gas beziehen. Aber reichen wird das nicht, weil wir als Industrieland viel Erdgas importieren. Auch in der Geothermie wird gefrackt. Der letzte Frack in der Geothermie, glaube ich, in Deutschland war letztes Jahr. Woher Bezieht Deutschland Gas Christoph Hilgers, Karlsruhe Institute of Technology (KIT) Zur Gewinnung von Erdwärme ist Fracking also erlaubt? Genau. Um Geothermie lokal per Fracking zu fördern, muss man ebenfalls strengen Genehmigungs-Prozessen folgen. Bei der tiefen Geothermie wird ähnlich tief gebohrt wie beim Erdgas, und oft auch in dieselbe Art von Gestein. Und auch bei der Geothermie wird bei manchen Bohrungen die Wegsamkeit des Gesteins in mehreren Kilometern Tiefe durch gezieltes Brechen des Gesteins erhöht.

Man fördert salziges Wasser und schützt die Grundwasserstockwerke in den obersten Erdschichten wie beim Erdgas durch einzementierte Stahlrohre. Der Unterschied ist, dass man bei der Geothermie salziges warmes Wasser fördert und wieder in den Untergrund leitet und im anderen Fall Erdgas.

Die Geothermie trägt bislang übrigens mit etwa 0,6 Prozent zum Primärenergieverbrauch Deutschlands bei, hat im Wärmesektor aber Potential. Kommen wir zum Umweltschutz, der in der Diskussion um Fracking eine zentrale Rolle spielt. Halten Sie die Risiken für beherrschbar? Ja, die Umweltrisiken sind beherrschbar und auch vertretbar.

  • In den letzten 20 Jahren wurde weltweit  hundertausendfach gefrackt;
  • Die Technologie wird erfolgreich in anderen Ländern genutzt und würde bei uns auch von den Behörden streng überwacht und kontrolliert;

Das LNG-Gas aus den USA, das uns vielleicht zum Teil durch den Winter helfen könnte, wird auch mit dieser Technologie gewonnen. Und auch der Klimaschutz muss berücksichtigt werden, denn die Abscheidung und sichere Lagerung von CO2 im Untergrund wird seit mehreren Jahrzehnten zum Bespiel in Norwegen erfolgreich durchgeführt.

  1. Auch die Nutzung des abgeschiedenen Kohlenstoffs im Kreislauf tritt in den Vordergrund – Stichwort CCU (Abscheidung, Transport und anschließende Nutzung von Kohlenstoff);
  2. Wirtschaftsminister Robert Habeck sagt, er würde Fracking alleine schon deshalb nicht befürworten, weil es uns im Moment nicht helfen könnte;

Andere sagen, es wäre viel zu viel Aufwand für eine Brückentechnologie ins regenerative Zeitalter. Wie sehen Sie das? Die Energiewende, wenn sie wie geplant in Deutschland umgesetzt wird, wird ja doch noch Jahrzehnte dauern. Sie braucht nicht nur Strom, sondern Moleküle wie Wasserstoff.

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Die 77 Prozent Erdgas, Erdöl und Kohle als Primärenergie in Deutschland und die damit verbundene Infrastruktur lassen sich aber nicht über Nacht ersetzen und die Bundesregierung möchte den Bezug von russischem Erdgas rasch beenden.

Die Politik muss bewerten, ob sich eine längere Notlage entwickelt und ob heimisches Erdgas die Versorgungssicherheit erhöht. Der globale Bedarf an Energie aus Erdgas steigt und zudem ist Erdgas auch ein wichtiger Rohstoff für andere Bereiche. Stickstoffdünger beispielsweise wird aus Erdgas hergestellt.

  1. Und auch in der chemischen und pharmazeutischen Industrie ist Erdgas ein Grundstoff wie zum Beispiel für den Kunststoff Polyethylen, für Wärmedämmung, Textilfasern in Sportkleidung und für Arzneimittel;

Auf den Rohstoff Erdgas wird man so schnell nicht verzichten können. Das Gespräch führte Klaus Ulrich. Christoph Hilgers ist Professor für Geologe am Karlsruher Institut für Technologie – KIT. Neben diversen anderen Aktivitäten ist er stv. Vorsitzender des Berufsverbands Deutscher Geowissenschaftler BDG.

Hat Deutschland Öl und Gasvorkommen?

Stand: 02. 05. 2022 10:03 Uhr Der Russland-Ukraine-Krieg zeigt einmal mehr die Bedeutung von Öl als Energiequelle. Auch Norddeutschland hat Erdöl-Vorkommen, schon vor 160 Jahren wurde es in der Heide gefördert – früher als in den USA. Bis heute lagern in Deutschland beträchtliche Mengen Erdöl und Erdgas, der Großteil davon in Niedersachsen und Schleswig-Holstein.

Die wichtigste Lagerstätte liegt im Wattenmeer: Die Bohr- und Förderinsel Mittelplate fördert jährlich bis zu eine Million Tonnen Erdöl, seit ihrer Inbetriebnahme im Jahr 1987 sind es rund 40 Millionen Tonnen Öl.

Aus niedersächsischen Feldern kommen rund 580. 000 Tonen jährlich.

Wer hat die Gasspeicher an Gazprom verkauft?

Rehden Wie sich der wichtigste Gasspeicher Deutschlands von Gazprom löst – Woher Bezieht Deutschland Gas Der Gasspeicher in Rehden hat eine Kapazität von 3,9 Milliarden Kubikmeter © IMAGO / Fotostand Der Gasspeicher in Rehden ist nahezu erschöpft. Lange befand er sich in der Hand von Gazprom. Wie die Bundesregierung nun die Kontrolle zurückerlangen will Warum ist der Gasspeicher Rehden so wichtig? Zwischen Bremen und Osnabrück liegt im niedersächsischen Rehden der bundesweit größte Gasspeicher. Mit einer Kapazität von 3,9 Milliarden Kubikmetern macht der tief in der Erde liegende Gigant ein Fünftel des deutschen Lagerplatzes aus.

Zum Vergleich: Das entspricht dem Jahresverbrauch von rund zwei Millionen Einfamilienhäusern. Mehrere Erdgasleitungen fließen dort zusammen, unter anderem befördert die NEL-Pipeline Gas aus Russland nach Rehden.

Wem gehört der Gasspeicher? Lange Zeit förderte der deutsche Chemieriese BASF in Rehden Gas. Nach und nach drängte jedoch Gazprom in das Geschäft, 2015 übernahm der russische Staatskonzern den Speicher vollständig. Betreiber ist die Firma Astora, ihrerseits Tochter von Gazprom Germania.

Ausgerechnet Rehden als Eckpfeiler der deutschen Gasversorgung befindet sich seitdem also in russischer Hand. Bereits damals gab es etwa seitens der Grünen Bedenken an dem Deal, in der schwarz-roten Bundesregierung überwog das Vertrauen in den Lieferanten Russland.

Wo liegt das Problem? Tatsächlich kam das Gas lange Zeit verlässlich in Rehden an. Mitte vergangenen Jahres begann Gazprom aber plötzlich damit, die Lagerstätte nicht mehr wie üblich zu befüllen. Experten vermuten dahinter ein frühes Druckmittel Putins, der nur wenige Monate später die Ukraine angreifen sollte. Woher Bezieht Deutschland Gas Die EU will unabhängig von russischem Gas werden. Afrika könnte dabei helfen. Im Interview spricht der Öl- und Gas-Anwalt NJ Ayuk darüber, wieso Scholz‘ Afrika-Reise ein wichtiges Zeichen war und warum Deutschland schnell in afrikanische Erdgasprojekte investieren muss Wie steuert die Bundesregierung dagegen? Bundeswirtschaftsminister Habeck machte es sich zur Aufgabe, die Hoheit über den größten Speicher des Landes zurückzugewinnen.

Seither nimmt die Auslastung ab, der Speicher ist aktuell mit einer Füllmenge von zwei Prozent nahezu leer. Spätestens mit Ausbruch des Krieges wurde Rehden dann endgültig zum Symbol für die deutsche Abhängigkeit von russischem Gas – und brachte aufgrund seiner gähnenden Leere die Bundesregierung politisch in die Bredouille.

Ein erster Schritt war die Entscheidung aus dem April, die Bundesnetzagentur als Treuhänderin von Gazprom Germania einzusetzen. Das gab dem Bund zwar die Kontrolle über den Betreiber, die Nutzungsrechte verblieben aber bei Gazprom Export in Moskau. Und die ließen keine Ambitionen erkennen, die Gaslieferungen über das absolute Minimum hinaus zu steigern.

Um diese Lücke zu schließen, verabschiedete der Bund das Gasspeichergesetz. Darin sind Füllstandsvorgaben für Rehden in jährlichen Stichtagen festgesetzt. Am 1. Oktober sollen es 80 Prozent, zum 1. November 90 Prozent und am 1.

Februar 40 Prozent sein. Sollte Gazprom Export diesen Vorgaben nicht nachkommen, und danach sieht es aus, können jetzt andere Quellen die Einspeicherung vornehmen. Was hat es mit der neuen Verordnung auf sich? Um die vorgegebene Befüllung des Gasspeichers auch zu gewährleisten, brachte Habeck am Mittwoch eine Ministerverordnung auf den Weg.

„Da die Speicherstände von Deutschlands größtem Gasspeicher in Rehden seit Monaten auf historischem Tief liegen, ist es notwendig, hier schnell zu handeln”, teilte der Wirtschaftsminister mit. Der Marktverantwortliche für den deutschen Gasmarkt, Trading Hub Europe (THE) mit Sitz in Ratingen, ist somit befugt, die benötigten Füllmengen auszuschreiben.

THE kann auch direkt Gas erwerben und einspeichern – und soll damit per Verordnung schnellstmöglich beginnen. Wie geht es weiter? Woher das benötigte Gas kommen soll, ist noch unklar. Möglich wäre eine stärkere Nutzung von Flüssiggas (LNG). Hier könnten Importe aus europäischen Nachbarländern kurzfristig Abhilfe schaffen.

  • Das wiederum ist deutlich teurer als russisches Gas, die Mehrkosten würden mutmaßlich die Verbraucher tragen;
  • Sicher ist: Nach Rehden müssen schnellstmöglich wieder große Mengen Gas fließen, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten;

Zwar sind die deutschen Erdgasspeicher insgesamt gut gefüllt, der Stand liegt mit rund 48 Prozent deutlich über dem Vorjahresniveau. Doch wenn der größte deutsche Gasspeicher weiterhin leer ist, droht im Winter ein Engpass. Dieser Beitrag ist zuerst bei ntv. #Themen

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Woher bekommt die Ukraine ihr Gas?

Überblick [ Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ] – Der Konflikt begann im März 2005, als Russland die Bedingungen für Transittransporte von Erdgas über ukrainisches Territorium nach Westeuropa sowie den Preis, den die Ukraine für Erdgasimporte zahlen sollte, zugunsten marktorientierter Preispolitik neu festlegte.

  1. Weil die Ukraine sich weigerte, den neuen Bedingungen zuzustimmen und ein Vertrag für 2006 bis zuletzt ausblieb, stellte Russland am 1;
  2. Januar 2006 die Gasexporte in die Ukraine ein;
  3. Dies führte kurzzeitig zu Lieferengpässen in verschiedenen europäischen Staaten;

Aus wirtschaftlicher Sicht waren OAO Gazprom auf russischer Seite und NAK Naftohas auf ukrainischer Seite die Kontrahenten. Laut dem The World Factbook ist die Ukraine weltweit viertgrößter Importeur und sechstgrößter Verbraucher von Erdgas. Ursache dafür sind die nur wenig energieeffizienten Industriebetriebe sowie Verschwendung und Ineffizienz, die durch die früher tiefen Gaspreise gefördert wurden: Im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt weist die Ukraine den höchsten Gasverbrauch weltweit auf.

  • In der Ukraine läuft russisches Erdgas aus mehreren großen Pipeline-Trassen aus Nordsibirien ( Druschba-Trasse , Südzweig Jamal / Nordlicht ) und Zentralasien ( Sojus ) zusammen und wird durch die Transgas -Trasse über die Slowakei und Tschechien nach Westeuropa weitergeleitet. Bis zur Inbetriebnahme der Alternativtrasse Nord Stream im Jahr 2011 wurden etwa 80 Prozent des russischen Erdgases für Europa über die ukrainischen Pipelines transportiert.
  • Die Opportunitätskosten , die Russland jährlich durch ermäßigte Gaspreise an die Ukraine entstehen, betragen etwa vier Milliarden Dollar.
  • Der Anteil des an die Ukraine adressierten Gases an der Gesamtmenge, die durch sie gepumpt wird, beträgt etwa 20 Prozent.
  • Die ukrainische Wirtschaft ist (nicht zuletzt wegen des billigen Gases) sehr energielastig. Die Ukraine ist der sechstgrößte Erdgasverbraucher der Welt, ihr Verbrauch beträgt etwa 73 Milliarden Kubikmeter jährlich.
  • Etwa 25 Prozent ihres Erdgasbedarfs produziert die Ukraine selbst, weitere 40 Prozent bezieht sie über Russland aus Turkmenistan. Der Rest kommt aus russischer Produktion.
  • Durch die russische Subventionierung war der Gaspreis in der Ukraine bisher deutlich niedriger als in Russland selbst. In vielen Bereichen, vor allem in der Metallindustrie, belieferte die Ukraine dadurch den russischen Markt zu Dumpingpreisen und übervorteilte so die russischen Produzenten.
  • Einen Teil ihres für 50 Dollar erworbenen Gases verkaufte die Ukraine für 260 Dollar an Rumänien.
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Wie viel Gas hat die Erde noch?

Fakten – Die weltweiten Erdgas-Reserven erhöhten sich nach Angaben des Energiekonzerns British Petroleum (BP) zwischen 1980 und 2014 von 71,6 auf 187,1 Billionen Kubikmeter. Obwohl der jährliche Gasverbrauch parallel von 1. 436 auf 3. 393 Milliarden Kubikmeter zunahm (plus 136,3 Prozent), reduzierten sich die Erdgas-Reserven im gesamten Zeitraum von 1980 bis 2014 lediglich zweimal (2008/2009 um rund 700 Mrd.

Kubikmeter und 2011/2012 um rund 400 Mrd. Kubikmeter). Die Steigerung der Erdgas-Reserven ist dabei sowohl auf Neufunde als auch auf Neubewertungen zurückzuführen. Neubewertungen erfolgen insbesondere dann, wenn durch neue Techniken bekannte, aber bisher nicht zu fördernde Ressourcen gefördert werden können oder wenn steigende Gaspreise den Einsatz teurer Techniken ermöglichen.

Im Jahr 2014 verfügten der Mittlere Osten (42,7 Prozent) sowie Europa und Eurasien (31,0 Prozent) über die mit Abstand größten Anteile an den weltweiten Erdgas-Reserven – dabei lag allein der Anteil der Staaten der ehemaligen Sowjetunion bei 29,2 Prozent.

  • Auf den asiatisch-pazifischen Raum und Afrika entfielen 8,2 beziehungsweise 7,6 Prozent der Erdgas-Reserven des Jahres 2014, gefolgt von Nordamerika sowie Mittel- und Südamerika mit Anteilen von 6,5 und 4,1 Prozent;

Bezogen auf die einzelnen Staaten verfügte 2014 Iran über den höchsten Anteil an den weltweiten Erdgas-Reserven (18,2 Prozent). Darauf folgten Russland (17,4 Prozent), Katar (13,1 Prozent) und – seit 2008 zunehmend relevant – Turkmenistan (9,3 Prozent).

  • Der Anteil der USA an den weltweiten Gasreserven (2014: 5,2 Prozent) liegt seit 2010 durchgehend über dem von Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten (2014: 4,4 bzw;
  • 3 Prozent) – zwischen 1988 und 2006 war der Anteil der USA noch durchgehend niedriger;

Diese Entwicklung ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass steigende Rohstoffpreise das sogenannte Fracking für die Unternehmen wirtschaftlich sinnvoll machen und dadurch bekannte Ressourcen als Reserven bewertet und gefördert werden können. Werden die Erdgas-Reserven des Jahres 2014 in Beziehung zum Verbrauch desselben Jahres gesetzt, dauert es unter sonst gleichbleibenden Bedingungen und ohne Neufunde beziehungsweise Neubewertungen noch 55,1 Jahre bis die Reserven komplett aufgebraucht sind.

1980 lag dieser Wert mit 49,9 Jahren zwar noch niedriger, aber seit dem bisherigen Höchstwert von 62,5 Jahren im Jahr 2001 ist der Wert klar gesunken. Könnten die einzelnen Regionen lediglich auf die eigenen Reserven des Jahres 2014 zurückgreifen, würde es – wiederum ausgehend von dem Verbrauch desselben Jahres – nur 12,8 Jahre dauern, bis ganz Nordamerika ohne Gas auskommen müsste.

Im asiatisch-pazifischen Raum wären es 22,5 Jahre, in Mittel- und Südamerika 45,1 Jahre. Europa und Eurasien kämen, vor allem wegen der russischen Erdgas-Reserven, 57,5 Jahre mit ihren Reserven aus – bei der EU allein sind es jedoch lediglich 3,9 Jahre.

Hat Deutschland eigene Gasquellen?

Karte: Wirtschaftsverband Erdöl- und Erdgasgewinnung e. und warum die Kapazität der North Stream Pipeline gedrosselt wird Deutschland importiert etwa 40 % seines Gasbedarfs aus Russland und erhält von Gazprom Sonderkonditionen unter Weltmarktpreis. Jetzt sucht die Politik jedoch nach Alternativen, auch wenn deren Preise deutlich höher liegen.

Nach Russland sind die Niederlande und Norwegen bedeutende Gaslieferanten – sagt zumindest die vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) in Eschborn geführte Statistik. Für das Jahr 1998 weist die Statistik auch noch Bezugsangaben für Dänemark und das Vereinigte Königreich aus, die danach aus Datenschutzgründen nur noch unter “nicht ermittelte Länder” aufsummiert werden.

Das in Deutschland selbst geförderte Gas stammt zu 96 % aus Niedersachsen, mehr als die Hälfte kommt aus der Förderregion “Weser-Ems”. 2 % stammen aus Schleswig-Holstein. Beim Gasimport ist die genaue Herkunft jedoch nicht immer zu ermitteln, da Gas heute auf dem Weg von der Quelle zum Kunden mehrmals verkauft wird.

Im Januar 2014 lag das gesamte Gasaufkommen in Deutschland bei 431. 174 TJ. Davon kamen aus inländischen Quellen 29. 463 TJ, aus den vorhandenen Gasspeichern 64. 296 TJ und vorwiegend aus bestehenden Importverträgen 337.

415 TJ. Mit 143. 191 TJ lag der Anteil des aus Russland gelieferten Erdgases bei gut 42 %. Exportiert wurden etwa 16 % der Gesamtmenge. Während der Gasbezug aus den Niederlanden und Russland sich im Jahresgang mit steigenden Temperaturen reduzierte, stieg der Bezug aus Norwegen gegenläufig an.

  1. Bis März wurden kontinuierlich abnehmende Mengen aus den Gasspeichern ins Netz eingespeist und im April dann mit dem Wiederbefüllen der Speicher begonnen;
  2. In Deutschland sind derzeit über 40 Erdgasspeicher für den jahreszeitlichen Ausgleich in Betrieb;

Die Speicherkapazität wird mit etwa 20 Mrd. Kubikmeter angegeben. Bei den Speichern unterscheidet man zwischen Porenspeichern (das sind meist ehemalige Gaslagerstätten) und Kavernenspeichern (die zumeist in Salzstöcken angelegt werden, nachdem man das Salz abgebaut hat).

Bei den Gasbezugsverträgen handelt es sich überwiegend um sogenannte Take-or-Pay-Verträge. Dabei verpflichtet sich der Kunde zur Abnahme und Bezahlung einer bestimmten Gasmenge. Kann der Kunde die vertraglich bestellte Menge nicht abnehmen, muss er den dafür vereinbarten Preis dennoch errichten.

Daher wird jeder Gashändler versuchen, die vertraglich vereinbarten Mengen auch abzunehmen und notfalls selbst auf dem Markt anzubieten. Die aktuellen Marktpreise für Erdgas entwickeln sich in der Folge aus den Bezugspreisen einerseits und den witterungsbedingten Abweichungen vom für den jeweiligen Zeitraum erwarteten Gasbedarf.

In welcher Staat ist der wichtigste Lieferant von Erdgas an die EU?

Frankreich – Im Vergleich zu anderen großen europäischen Volkswirtschaften ist Frankreich nicht stark von russischem Gas und Öl abhängig. Im Vergleich zu Deutschland und Italien, die 40 bis 50 Prozent ihres Gases aus Russland importieren, beträgt Frankreichs Anteil an russischem Gas nur 25 Prozent, wobei Norwegen mit 35 Prozent der größte Lieferant ist.

Frankreichs Regierung hat sich bereit erklärt, russische Öleinfuhren zu verbieten. Finanzminister Bruno Le Maire erklärte gegenüber CNN, Frankreich sei bereit, weiter zu gehen und ein Verbot für Öl zu beschließen.

Er fügte hinzu, er sei “zutiefst davon überzeugt, dass sich die nächsten Schritte und die nächsten Diskussionen auf die Frage des Verbots von russischem Öl konzentrieren werden. ” Frankreich befindet sich derzeit inmitten einer sehr knappen Präsidentschaftswahl zwischen dem amtierenden Präsidenten Emmanuel Macron und der rechtsextremen Kandidatin Marine Le Pen.

  1. Le Pen hat in der Vergangenheit engere Beziehungen zwischen der NATO und Russland vorgeschlagen und würde im Falle ihrer Wahl wahrscheinlich einen Politikwechsel und einen neuen Ton gegenüber Russland einleiten;

Die beiden werden am 24. April in einer letzten Wahlrunde gegeneinander antreten.

Welche Länder liefern Gas?

Die größten Förderländer waren 2017 die USA (734,5 Milliarden m³), Russland (635,6 Milliarden m³), Iran (223,9 Milliarden m³), Kanada (176,3 Milliarden m³) und Katar (175,7 Milliarden m³). Diese hatten zusammen einen Anteil von 53 Prozent an der Weltförderung.