Woher Bezieht Deutschland Strom?

Woher Bezieht Deutschland Strom

Für die Gewinnung von Energie werden bisher in Deutschland zu einem wesentlichen Teil konventionelle bzw. fossile Energiequellen wie Kohle, Erdgas und Erdöl eingesetzt. Das heißt, sie werden in Strom oder Wärme umgewandelt oder als Kraftstoff im Verkehr genutzt.

Woher kommt der Strom in Deutschland?

Aus welchen Quellen kommt unser Strom? – Was in Deutschland aus der Steckdose kommt, ist derzeit nur etwa zur Hälfte schon wirklich “sauber”. 2020 kamen 53 Prozent des hergestellten und eingespeisten Stroms aus konventionellen Quellen, also vor allem aus der besonders klimaschädlichen Kohle (25 Prozent), aus Erdgas (14) und Kernenergie (12).

Woher bezieht Deutschland Strom aus dem Ausland?

Stromerzeugung in Deutschland – Die Stromerzeugung in Deutschland hat gegenüber dem Jahr 1991 stark zugenommen. Der meiste Strom wird aktuell aus Erneuerbaren Energien gewonnen, gefolgt von den fossilen Energieträgern Braunkohle sowie Erdgas. Die bei der Stromerzeugung eingesetzte Energiemenge nahm in den vergangenen Jahren deutlich ab.

Woher bezieht Deutschland Strom 2022?

Pressemitteilung Nr. 233 vom 8. Juni 2022 –

  • Strom stammte zu 52,9 % aus konventionellen Energieträgern, Kohle hatte einen Anteil von 31,5 % an der Stromerzeugung
  • Deutlich mehr Strom aus Kohle, Windkraft und Photovoltaik als im 1. Quartal 2021, deutlich weniger Strom aus Erdgas und Kernenergie

WIESBADEN – Der in Deutschland erzeugte und in das Stromnetz eingespeiste Strom stammte auch im 1. Quartal 2022 mehrheitlich aus konventionellen Energieträgern. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, sank die Stromerzeugung aus konventionellen Energieträgern gegenüber dem 1. Quartal 2021 nach vorläufigen Ergebnissen allerdings um 8,0 % und machte einen Anteil von 52,9 % an der gesamten Stromerzeugung aus.

Im 1. Quartal 2021 hatte der Anteil der Stromerzeugung aus konventioneller Energie bei 59,6 % gelegen, im 1. Quartal 2020 bei 48,6 %. Damals war der ins Netz eingespeiste Strom erstmals in einem Quartal mehrheitlich aus erneuerbaren Energien erzeugt worden.

Insgesamt wurde im 1. Quartal 2022 in Deutschland 3,7 % mehr Strom ins Netz eingespeist als im 1. Quartal 2021. 12,5 % mehr Kohlestrom und 17,0 % weniger Strom aus Erdgas als im 1. Quartal 2021 Wie im Vorjahresquartal war Kohle auch im 1. Quartal 2022 der wichtigste Energieträger zur Stromerzeugung.

  1. Die Einspeisung von Kohlestrom stieg im Vergleich zum 1;
  2. Quartal 2021 um 12,5 % auf einen Anteil von 31,5 % an der eingespeisten Strommenge;
  3. Im 1;
  4. Quartal 2021 hatte der Anteil bei 29,0 % gelegen;
  5. Demgegenüber sank die Stromerzeugung aus Erdgas gegenüber dem Vorjahresquartal um 17,0 % auf einen Anteil von 13,0 % an der eingespeisten Strommenge (1;

Quartal 2021: 15,2 %). 49,0 % weniger Strom aus Kernenergie nach Abschaltung dreier Kernkraftwerke Die Stromerzeugung aus Kernenergie sank im 1. Quartal 2022 im Vergleich zum 1. Quartal 2021 um 49,0 % auf einen Anteil von 6,0 % an der eingespeisten Strommenge (1.

Quartal 2021: 12,1 %). Der Grund für den deutlichen Rückgang ist, dass Ende 2021 im Rahmen des Ausstiegs aus der Atomenergie drei der sechs bis dahin noch im Betrieb befindlichen Kernkraftwerke abgeschaltet wurden, sodass jetzt nur noch drei Kernkraftwerke Strom erzeugen und einspeisen.

21,0 % mehr Strom aus erneuerbaren Energien Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien stieg im Vergleich zum 1. Quartal 2021 deutlich um 21,0 %. Dabei nahm die Stromeinspeisung aus Windkraft um 28,8 % zu und machte einen Anteil von 30,1 % an der eingespeisten Strommenge aus (1.

Quartal 2021: 24,2 %). Die Einspeisung aus Photovoltaik stieg um 34,7 % auf einen Anteil von 6,3 % (1. Quartal 2021: 4,7 %). Der hohe Anstieg bei der Windkraft ist vor allem auf das windarme 1. Quartal 2021 zurückzuführen.

Der hohe Anstieg bei der Photovoltaik lag hauptsächlich an einer ungewöhnlich hohen Zahl an Sonnenstunden im 1. Quartal 2022, insbesondere im März 2022. Zusammengenommen stieg der Anteil der erneuerbaren Energien an der gesamten Stromeinspeisung von 40,4 % im 1.

Quartal 2021 auf 47,1 % im 1. Quartal 2022. Der bisher höchste Anteil an erneuerbaren Energien in einem 1. Quartal ist im Jahr 2020 mit 51,4 % erreicht worden. In diesem sehr windreichen Quartal war der Anteil der Windkraft an der Stromerzeugung auf den Rekordwert von 34,9 % gestiegen.

Importierte Strommenge um 13,9 % gesunken Die nach Deutschland importierte Strommenge ist im 1. Quartal 2022 im Vergleich zum 1. Quartal 2021 um 13,9 % gesunken. Besonders deutlich waren die Rückgänge mit 52,0 % bei den Stromimporten aus den Niederlanden und mit 41,7 % bei den Stromimporten aus Frankreich.

Im Inland produzierte und ins Netz eingespeiste Strommenge 

Netzeinspeisung 1. Quartal 2021 (in Mrd. kWh ) Anteile (in %) 1. Quartal 2022 (in Mrd. kWh ) Anteile (in %) Veränderung zu 1. Quartal 2021 (in %)
Netzeinspeisung insgesamt 138,7 100 143,8 100 3,7
Konventionelle Energieträger 82,6 59,6 76,0 52,9 -8,0
darunter:
Kohle 40,3 29,0 45,3 31,5 12,5
Kernenergie 16,8 12,1 8,6 6,0 -49,0
Erdgas 22,5 15,2 18,7 13,0 -17,0
Erneuerbare Energieträger 56,1 40,4 67,8 47,1 21,0
darunter:
Windkraft 33,6 24,2 43,4 30,1 28,8
Biogas 7,7 5,6 7,8 5,4 0,8
Photovoltaik 6,6 4,7 8,9 6,3 34,7
Wasserkraft 4,5 3,2 4,3 3,0 -4,4
Im- und exportierte Strommenge

Im- und Exporte 1. Quartal 2021 (in Mrd. kWh ) 1. Quartal 2022 (in Mrd. kWh ) Veränderung zum 1. Quartal 2021 (in %)
Importierte Strommenge 12,2 10,5 -13,9
Frankreich 1,2 0,7 -41,7
Niederlande 2,5 1,2 -52,0
Österreich 1,3 1,2 -7,7
Tschechische Republik 1,6 1,9 18,8
Sonstige Länder 4,7 5,5 17,0
Exportierte Strommenge 20,1 23,5 16,9

Methodische Hinweise: In der Statistik erfasst werden alle Kraftwerke und Erzeugungsanlagen in Deutschland, die Strom in das Netz für die allgemeine Versorgung einspeisen. Nicht enthalten ist Strom, der in Industriekraftwerken erzeugt und direkt in den Industriebetrieben wieder verbraucht wird. Die im Inland erzeugte und ins Netz eingespeiste Strommenge ist auch deshalb nicht gleichzusetzen mit dem Stromverbrauch, da auf dem Weg zu den Verbrauchsstellen sogenannte Netzverluste auftreten sowie das Saldo aus Stromimporten und -exporten berücksichtigt werden muss.

  1. Die aus Deutschland exportierte Strommenge stieg um 16,9 %;
  2. Insgesamt wurde mehr als doppelt soviel Strom exportiert wie importiert;
  3. Weitere methodische Hinweise und weitere Ergebnisse bietet der Themenbereich Energie;

Weitere Informationen: Weitere Daten und lange Zeitreihen zur Monatserhebung über die Stromein- und -ausspeisung bei Netzbetreibern können in der Datenbank GENESIS- Online über die Tabelle Stromeinspeisende Anlagen (43312-0001) abgerufen werden. Der Angriff Russlands auf die Ukraine und die damit verbundenen Sanktionen wirken sich auf viele Bereiche in Gesellschaft und Wirtschaft aus. .

Wie viel Strom muss Deutschland importieren?

Pressemitteilung Nr. 429 vom 13. September 2021 – WIESBADEN – Der in Deutschland erzeugte und in das Stromnetz eingespeiste Strom stammte im 1. Halbjahr 2021 mehrheitlich aus konventionellen Energieträgern. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, stieg die Stromerzeugung aus konventioneller Energie gegenüber dem 1. Halbjahr 2020 um 20,9 % und machte einen Anteil von 56,0 % an der gesamten Stromerzeugung aus.

Wichtigster Energieträger war aufgrund des windarmen Frühjahrs die Kohle, nachdem im 1. Halbjahr 2020 die Windkraft der wichtigste Energieträger gewesen war. Insgesamt wurden im 1. Halbjahr 2021 nach vorläufigen Ergebnissen 258,9 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt (zur Einordnung: Ein Ein-Personen-Haushalt in Deutschland verbraucht durchschnittlich rund 2000 Kilowattstunden Strom pro Jahr).

Das waren 10,0 Milliarden Kilowattstunden oder 4,0 % mehr als im 1. Halbjahr 2020. Gut ein Drittel mehr Kohlestrom eingespeist als im 1. Halbjahr 2020 Mit einem Plus von 35,5 % verzeichnete der Strom aus Kohlekraftwerken den höchsten Anstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

  1. Kohle machte damit 27,1 % der insgesamt eingespeisten Strommenge aus;
  2. Die Einspeisung aus erneuerbaren Energien sank dagegen um 11,7 %;
  3. Insbesondere die Stromeinspeisung aus Windkraft war mit einem Rückgang um 21,0 % deutlich niedriger als im 1;

Halbjahr 2020. Der Anteil an der insgesamt eingespeisten Strommenge sank dadurch von 29,1 % auf 22,1 %. Die Stromeinspeisung aus Photovoltaik sank nur leicht um 1,5 % gegenüber dem 1. Halbjahr 2020. Der Anteil an der gesamten Stromerzeugung ging von 10,0 % auf 9,4 % zurück.

Fast ein Drittel weniger Strom aus Windkraft im windarmen 1. Quartal 2021 Die Einspeisung von 57,1 Milliarden Kilowattstunden Windstrom war der niedrigste Wert für ein 1. Halbjahr seit 2018. Dies ist auf ein windarmes 1.

Quartal 2021 zurückzuführen, in dem 32,4 % weniger Windstrom als im Vorjahresquartal erzeugt wurde. In den Jahren 2019 und 2020 hatte die Stromeinspeisung aus Windkraft aufgrund starker und lang anhaltender Frühjahrsstürme im 1. Quartal deutlich höhere Werte erreicht.

Im 2. Quartal 2021 stieg die Stromeinspeisung aus Windkraft dagegen leicht um 3,7 % gegenüber dem 2. Quartal 2020. Importierte Strommenge unverändert Die nach Deutschland importierte Strommenge war im 1. Halbjahr 2021 im Vergleich zum 1.

Halbjahr 2020 unverändert (25,7 Milliarden Kilowattstunden). Die exportierte Strommenge stieg um 2,7 % (34,5 Milliarden Kilowattstunden). Insgesamt wurde weiterhin mehr Strom exportiert als importiert.

Im Inland produzierte und ins Netz eingespeiste Strommenge 

Netzeinspeisung 1. Halbjahr 2020 (in Mrd. kWh) Anteile (in %) 1. Halbjahr 2021 (in Mrd. kWh) Anteile (in %) Veränderung zum 1. Halbjahr 2020 (in %)
Netzeinspeisung insgesamt 248,9 100 258,9 100 4,0
Konventionelle Energieträger 119,8 48,1 144,9 56,0 20,9
darunter:
Kohle 51,8 20,8 70,2 27,1 35,5
Kernenergie 30,0 12,1 32,2 12,4 7,1
Erdgas 31,9 12,8 37,3 14,4 16,9
Erneuerbare Energieträger 129,1 51,9 114,0 44,0 -11,7
darunter:
Windkraft 72,3 29,1 57,1 22,1 -21,0
Biogas 15,3 6,1 15,2 5,9 -0,8
Photovoltaik 24,8 10,0 24,4 9,4 -1,5
Im- und exportierte Strommenge

Im- und Exporte 1. Quartal 2020 (in Mrd. kWh) 1. Quartal 2021 (in Mrd. kWh) Veränderung zum 1. Quartal 2020 (in %)
Importierte Strommenge 25,7 25,7 0,0
Frankreich 8,7 4,3 -50,6
Niederlande 4,3 4,8 11,6
Österreich 2,9 3,3 13,8
Tschechische Republik 1,1 2,5 127,3
Sonstige Länder 8,8 10,7 21,6
Exportierte Strommenge 33,6 34,5 2,7

Methodische Hinweise: In der Statistik erfasst werden alle Kraftwerke und Erzeugungsanlagen in Deutschland, die Strom in das Netz für die allgemeine Versorgung einspeisen. Nicht enthalten ist Strom, der in Industriekraftwerken erzeugt und direkt in den Industriebetrieben wieder verbraucht wird. Die im Inland erzeugte und ins Netz eingespeiste Strommenge ist auch deshalb nicht gleichzusetzen mit dem Stromverbrauch, da auf dem Weg zu den Verbrauchsstellen sogenannte Netzverluste auftreten sowie das Saldo aus Stromimporten und -exporten berücksichtigt werden muss. .

Kann Deutschland sich selbst mit Strom versorgen?

Die Stromversorgung in Deutschland ist auch ohne russische Importe von Kohle und Gas gesichert. Als Ersatz müssen kurzfristig Kohlekraftwerke stärker genutzt – und mittel- und langfristig Erneuerbare Energien massiv ausgebaut werden. 22. 04. 2022 – Deutschland kann sich auch ohne russische Exporte mit Strom versorgen.

Hat Deutschland genug Strom?

  1. BuzzFeed
  2. Welt

Erstellt: 27. 04. 2022, 14:39 Uhr Kommentare Teilen Die Stromversorgung in Deutschland ist laut dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung auch ohne Energie aus Russland sicher. © Mikhail Klimentyev/Imago; Serienlicht/Imago Deutschland will raus aus der Abhängigkeit von russischer Energie, zögert aber beim Gas. Dabei sei kein Engpass bei Strom zu erwarten, errechnen Forschende. Deutschland kann ohne russische Energielieferungen beim Strom auskommen – und das, ohne die Ausstiege aus Kohle und Atomkraft nach hinten zu verschieben.

  • Zu diesem Schluss kommt eine neue Analyse des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) , die am 20;
  • April 2022 veröffentlicht wurde;
  • Die Forschenden analysieren zum einen die Auswirkungen des Kohle-Embargos gegen Russland;

Zum anderen beleuchten sie die Folgen eines möglichen Energielieferstopps aus Russland für den deutschen Strommarkt 2023 sowie mittelfristige Effekte dessen bis Anfang der 2030er-Jahre. Die Devise lautet: Russische Energie aus Gas und Kohle soll durch Importe aus anderen Ländern sowie durch andere Energiequellen ersetzt werden.

Warum kaufen wir Strom aus dem Ausland?

Grund für die wachsenden Stromimporte ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes unter anderem der sinkende Anteil von Kohle- und Kernkraftwerken an der deutschen Stromerzeugung. Am meisten Strom wurde aus Frankreich importiert. Hier wird nach wie vor auf Atomenergie gesetzt.

Warum importiert und exportiert Deutschland Strom?

Stromerzeugung in Deutschland – Der Strom in Deutschland wird aktuell überwiegend aus Erneuerbaren Energien und Braunkohle erzeugt. Der Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung wird hierzulande jährlich größer, während immer weniger Strom mithilfe von Kernenergie und Steinkohle produziert wird.

Wird in Deutschland Strom mit Gas erzeugt?

Der Anteil von Erdgas an der Stromerzeugung lag im Jahr 2021 bei 12,6 %, nachdem er im Vorjahr bei 13,7 % gelegen hatte. Im Gesamtjahr 2021 war die Stromeinspeisung aus Erdgas 5,8 % geringer als im Vorjahr.

Wann bricht unser Stromnetz zusammen?

Komplett grün wird die Energie aber nicht: Ohne Gas und Kohle geht es auch im Jahr 2022 nicht. Sie werden dann 48 Prozent statt heute 58 Prozent des Strombedarfs erzeugen. Ist die Energiewende unumkehrbar? Aufschiebbar ist sie vielleicht, umkehrbar aber nicht mehr.

Warum ist der Strom in Deutschland so teuer?

Stand: 27. 03. 2022 01:53 Uhr Bürger und Wirtschaft leiden unter hohen Strompreisen. Als Ursache gilt teures Erdgas, das zur Stromerzeugung benötigt wird. Tatsächlich liegt es an der Strombörse – und Rekordgewinne bei Kraftwerkbetreibern sind die Folge. Seit der deutsche Strommarkt in den frühen 2000er-Jahren liberalisiert wurde und Kunden erstmals den Anbieter wechseln konnten, wird Strom an der Börse gehandelt.

  • Allerdings: Wenn auch nur einen Moment lang weniger produziert als verbraucht wird, droht ein Blackout;
  • Darum musste der Handel sehr speziell organisiert werden;
  • Da gibt es zunächst den kontinuierlichen Handel;

Wenn Verbrauch und Produktion auch nur geringfügig abweichen, wird die Differenz in Schritten von 15 Minuten bestellt und geliefert. Den Endkundenpreis beeinflusst das kaum. Der größere Teil des Stromes wird einmal täglich für den nächsten Tag versteigert.

Was bekommt Deutschland aus Russland?

Pressemitteilung Nr. N 010 vom 24. Februar 2022 –

  • Außenhandel mit Russland steigt 2021 um 34 % zum Vorjahr
  • Wegen gestiegener Energiepreise legen vor allem Importe deutlich zu (+54 %)
  • Erdöl und Erdgas machen rund 59 % aller Importe aus Russland aus

WIESBADEN – Trotz wachsender politischer Spannungen hat der Handel zwischen Deutschland und Russland im Jahr 2021 gegenüber dem ersten Pandemiejahr 2020 wieder deutlich zugenommen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, wurden 2021 Waren im Wert von rund 59,8 Milliarden Euro zwischen beiden Staaten gehandelt – 34,1 % mehr als im Vorjahr. Aus der Russischen Föderation wurden Waren im Wert von 33,1 Milliarden Euro importiert, dorthin gingen Exporte im Wert von gut 26,6 Milliarden Euro.

Damit lag der Außenhandelsumsatz zwischen Deutschland und Russland 3,4 % über dem Vorkrisenniveau des Jahres 2019. Importe übersteigen 2021 wieder die Exporte – im Gegensatz zu 2020 2021 legten vor allem die Importe aus Russland kräftig zu: Sie stiegen um +54,2 % gegenüber 2020.

Der Wert der nach Russland exportierten Waren nahm im selben Zeitraum ebenfalls zu – mit +15,4 % jedoch deutlich moderater. Damit überstieg der Wert der deutschen Importe aus Russland 2021 im Gegensatz zum Vorjahr wieder den Wert der Exporte nach Russland.

  • 2020 hatte Deutschland erstmals seit 1993 einen Exportüberschuss erzielt;
  • Ein Grund dafür: Im ersten Corona-Jahr war vor allem der Wert der Rohöl- und Erdgasimporte deutlich gesunken;
  • Erdöl und Erdgas machen 59 % aller Importe aus Russland aus Zwischen Russland und Deutschland werden primär Rohstoffe, Fahrzeuge und Maschinen gehandelt;

Deutschland importierte 2021 vor allem Erdöl und Erdgas im Wert von 19,4 Milliarden Euro – das war ein Zuwachs um 49,5 % und machte 59 % aller Einfuhren aus Russland aus. Außerdem lieferte Russland vor allem Metalle (4,5 Milliarden Euro, +72,1 % gegenüber 2020), Mineralöl- und Kokerei-erzeugnisse (2,8 Milliarden Euro, +23,0 %) sowie Kohle (2,2 Milliarden Euro, +153,0 %) nach Deutschland.

Dagegen exportierte Deutschland im Jahr 2021 vor allem Maschinen (5,8 Milliarden Euro, +5,7 %), Kraftwagen und Kraftwagenteile (4,4 Milliarden Euro, +31,8 %) sowie chemische Erzeugnisse (3,0 Milliarden Euro, +19,7 %) nach Russland.

Russland zählt mit einem Anteil von 2,3 % am deutschen Außenhandel insgesamt zu den 15 wichtigsten Handelspartnern Deutschlands im Jahr 2021. Außerhalb der Europäischen Union war Russland 2021 für Deutschland der viertwichtigste Importpartner sowie der fünftwichtigste Abnehmer deutscher Waren.

Zum Vergleich: Den größten Teil ihres Handels außerhalb der EU treibt die Bundesrepublik mit der Volksrepublik China (9,5 %) gefolgt von den USA (7,5 %). Die Bedeutung Russlands für den deutschen Außenhandel ist im vergangenen Jahrzehnt jedoch gesunken: Im Rekordjahr 2012, das ebenfalls durch hohe Energiepreise geprägt war, hatten die aus und nach Russland gehandelten Waren noch einen Anteil von 4,1 % am deutschen Außenhandel ausgemacht.

Russisch geführte Unternehmen in Deutschland erwirtschafteten knapp 32 Milliarden Euro Die Verflechtungen zwischen deutschen und russischen Unternehmen sind auf einem ähnlichen Niveau wie der Außenhandel. 1,9 % des Umsatzes aller auslandskontrollierten Unternehmen in Deutschland erwirtschafteten im Jahr 2019 jene mit Hauptsitz in Russland.

Zum Vergleich: Auf Unternehmen mit Hauptsitz in den USA entfielen 17,9 % des Umsatzes. 164 russisch geführte Unternehmen gab es 2019 in Deutschland. Sie beschäftigten gut 8 100 Menschen und erwirtschafteten dabei einen Umsatz in Höhe von 31,6 Milliarden Euro.

Umgekehrt wurden 2019 nach Angaben der Deutschen Bundesbank 472 Unternehmen in Russland von deutschen Investoren kontrolliert. Diese beschäftigten knapp 129 000 Menschen und erwirtschafteten einen Jahresumsatz in Höhe von gut 38,1 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Anteil von 1,5 % des weltweiten Jahresumsatzes, den Unternehmen deutscher Investoren 2019 im Ausland erzielten.

  1. Zum Vergleich: 21,1 % dieses weltweiten Umsatzes von Unternehmen deutscher Investoren entstand in den USA (545,4 Milliarden Euro);
  2. Methodische Hinweise: Die Statistik der Unternehmen unter ausländischer Kontrolle umfasst in Deutschland ansässige Unternehmen, die von einer Muttergesellschaft mit Sitz im Ausland kontrolliert werden;

Kontrolle liegt vor, wenn ein Unternehmen direkt oder indirekt mehr als 50 % der Anteile eines anderen Unternehmens besitzt. .

Welches Land produziert am meisten Strom?

Erzeugung nach Ländern

Rang (2020) Land 2015
1. Volksrepublik China 5. 814,6
2. Vereinigte Staaten 4. 348,7
3. Indien 1. 308,4
4. Russland 1. 063,4

.

Wer verbraucht mehr Strom Frankreich oder Deutschland?

Stromaustauschsaldo Deutschlands im Jahr 2021¹ nach Ländern (in Terawattstunden)

Merkmal Strommenge in TWh
Belgien 2,5
Frankreich 2
Dänemark 1,8
Norwegen 1,5

.

Woher kommt der Strom in Deutschland 2021?

Pressemitteilung Nr. 116 vom 17. März 2022 –

  • Kohle war 2021 der wichtigste Energieträger in der Stromerzeugung
  • Stromerzeugung aus Windkraft wetterbedingt um 13,3 % zurückgegangen
  • Insgesamt stammten 57,6 % des eingespeisten Stroms aus konventionellen und 42,4 % aus erneuerbaren Energieträgern
  • Im Jahr 2021 wurden 2,6 % mehr Strom ins Netz eingespeist als im Vorjahr

WIESBADEN – Der in Deutschland erzeugte und in das Stromnetz eingespeiste Strom stammte im Jahr 2021 mehrheitlich aus konventionellen Energieträgern. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen mitteilt, stieg die Stromerzeugung aus konventioneller Energie gegenüber dem Jahr 2020 um 11,7 % und machte einen Anteil von 57,6 % an der gesamten Stromerzeugung aus (2020: 52,9 %).

  • Die Einspeisung aus erneuerbaren Energien sank dagegen um 7,6 % auf einen Anteil von 42,4 % (2020: 47,1 %);
  • Insgesamt wurden 2021 knapp 518 Milliarden Kilowattstunden Strom ins Netz eingespeist;
  • Das waren 2,6 % mehr Strom als im Vorjahr, aber 3,1 % weniger als im von der Corona-Krise unbeeinflussten Jahr 2019;

Knapp ein Viertel mehr Kohlestrom im Jahr 2021 Kohle war im Jahr 2021 der wichtigste Energieträger zur Stromerzeugung in Deutschland. Mit einem Plus von 24,9 % verzeichnete der Strom aus Kohlekraftwerken auch den höchsten Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Der Anteil von Kohlestrom an der insgesamt eingespeisten Strommenge betrug damit 30,2 %.

Im Vorjahr hatte er noch bei 24,8 % gelegen. Der Kohlestrom in Deutschland stammt zu rund 60 % aus Braunkohle und zu rund 40 % aus Steinkohle. Der Bedarf an Braunkohle wird dabei weitestgehend durch inländische Förderung, der Bedarf an Steinkohle durch Importe gedeckt.

Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien zurückgegangen Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung ging 2021 gegenüber 2020 von 47,1 % auf 42,4 % zurück. Dabei nahm die Stromeinspeisung aus Windkraft deutlich um 13,3 % ab, was insbesondere auf das im Vorjahresvergleich windärmere Frühjahr 2021 zurückzuführen ist.

  • Strom aus Windkraft hatte dadurch nur noch einen Anteil von 21,5 % an der eingespeisten Strommenge;
  • Im Jahr 2020 war die Windkraft mit einem Anteil von 25,2 % erstmals der wichtigste Energieträger in der Stromerzeugung gewesen;

Die Stromeinspeisung aus Photovoltaik ging dagegen im Jahr 2021 nur leicht um 0,5 % auf einen Anteil von 8,7 % zurück (2020: 9,0 %). Weniger Strom aus Erdgas infolge stark gestiegener Preise im 2. Halbjahr 2021 Der Anteil von Erdgas an der Stromerzeugung lag im Jahr 2021 bei 12,6 %, nachdem er im Vorjahr bei 13,7 % gelegen hatte.

Im Gesamtjahr 2021 war die Stromeinspeisung aus Erdgas 5,8 % geringer als im Vorjahr. Der Rückgang ist hauptsächlich auf das 2. Halbjahr 2021 und hier vor allem auf das 3. Quartal 2021 zurückzuführen, als die Stromeinspeisung aus Erdgas im Vergleich zum Vorjahresquartal um 38,9 % zurückging.

Hauptverantwortlich dafür waren die deutlich gestiegenen Preise für Erdgas. Mehr Strom aus Kernenergie vor Abschaltung dreier Kernkraftwerke Die Stromeinspeisung aus Kernenergie stieg im Jahr 2021 im Vergleich zu 2020 um 7,4 % auf einen Anteil von 12,6 % an der gesamten eingespeisten Strommenge (2020: 12,1 %).

Ende 2021 wurden allerdings im Rahmen des Ausstiegs aus der Atomenergie drei der sechs bis dahin noch im Betrieb befindlichen Kernkraftwerke abgeschaltet, sodass in Zukunft nur noch drei Kernkraftwerke Strom erzeugen und einspeisen.

Daher werden sowohl die durch inländisch erzeugte Strommenge aus Kernenergie als auch ihr Anteil an der eingespeisten Strommenge deutlich abnehmen. Importierte und exportierte Strommenge gestiegen Die nach Deutschland importierte Strommenge stieg im Jahr 2021 im Vergleich zu 2020 um 7,7 %.

Mit 51,7 Milliarden Kilowattstunden belief sie sich auf genau ein Zehntel der Inlandsproduktion. Wichtigster Stromlieferant war wie bereits in den Vorjahren Frankreich, obwohl die Stromimporte von dort im Vergleich zum Jahr 2020 um 24,7 % abnahmen.

Die aus Deutschland exportierte Strommenge stieg gegenüber dem Vorjahr um 5,0 %. Mit 70,3 Milliarden Kilowattstunden oder 13,6 % des im Inland eingespeisten Stroms exportierte Deutschland weiterhin mehr Strom als es importierte. Stromimporte und -exporte können dabei ausschließlich für direkte Nachbarstaaten Deutschlands erfasst werden.

Im Inland produzierte und ins Netz eingespeiste Strommenge 

Netzeinspeisung 2020 (in Mrd. kWh ) Anteile (in %) 2021 (in Mrd. kWh ) Anteile (in %) Veränderung zu 2020 (in %)
Netzeinspeisung insgesamt 504,5 100 517,7 100 2,6
Konventionelle Energieträger 266,8 52,9 298,1 57,6 11,7
darunter:
Kohle 125,2 24,8 156,4 30,2 24,9
Kernenergie 60,9 12,1 65,4 12,6 7,4
Erdgas 69,1 13,7 65,2 12,6 -5,8
Erneuerbare Energieträger 237,6 47,1 219,6 42,4 -7,6
darunter:
Windkraft 128,7 25,2 111,5 21,5 -13,3
Biogas 30,2 6,0 29,9 5,8 -1,1
Photovoltaik 45,4 9,0 45,2 8,7 -0,5
Wasserkraft 19,0 3,8 18,5 3,6 5,3
Im- und exportierte Strommenge

Im- und Exporte 2020 (in Mrd. kWh ) 2021 (in Mrd. kWh ) Veränderung zu 2020 (in %)
Importierte Strommenge 48,0 51,7 7,7
Frankreich 13,0 9,8 -24,7
Niederlande 8,7 7,6 -11,9
Österreich 6,1 6,5 6,5
Tschechische Republik 3,2 6,1 91,8
Sonstige Länder 17,1 21,7 26,9
Exportierte Strommenge 66,9 70,3 5,0

Methodische Hinweise: In der Statistik erfasst werden alle Kraftwerke und Erzeugungsanlagen in Deutschland, die Strom in das Netz für die allgemeine Versorgung einspeisen. Nicht enthalten ist Strom, der in Industriekraftwerken erzeugt und direkt in den Industriebetrieben wieder verbraucht wird. Die im Inland erzeugte und ins Netz eingespeiste Strommenge ist auch deshalb nicht gleichzusetzen mit dem Stromverbrauch, da auf dem Weg zu den Verbrauchsstellen sogenannte Netzverluste auftreten sowie das Saldo aus Stromimporten und -exporten berücksichtigt werden muss.

Bei Stromimporten und -exporten ist eine Aufteilung nach zur Stromerzeugung eingesetzten Energieträgern nicht möglich. Weitere Informationen: Weitere methodische Hinweise und Ergebnisse bieten die Themenseite „ Energie ” sowie die Klima-Sonderseite (www.

destatis. de/klima) im Internetauftritt des Statistischen Bundesamtes. Weitere Daten und lange Zeitreihen zur Monatserhebung über die Stromein- und -ausspeisung bei Netzbetreibern können in der Datenbank GENESIS – Online über die Tabelle Stromeinspeisende Anlagen (43312-0001) abgerufen werden. .

Woher soll der Strom für alle e Autos kommen?

image”> Woher Bezieht Deutschland Strom Windpark an der A8: Auf dem Weg zur Mobilitätswende gilt es noch viele Probleme zu umkurven Foto: imageBROKER/Lilly/ imago images/imagebroker Der Verkauf von Elektroautos in Deutschland boomt. Im ersten Halbjahr 2021 wurden knapp 150. 000 E-Fahrzeuge neu zugelassen – das sind bereits drei Viertel der Gesamtzulassungen aus dem vergangenen Jahr. Auch die Anzahl der Ladestationen wächst weiter, Ende Juni waren es mehr als 23. 000. Erfreulicherweise stärkt die Bundesregierung zudem die Installation von Ladestationen im privaten Bereich.

  • Geht es nach der Politik, sollen bis 2030 zehn bis elf Millionen E-Autos auf deutschen Straßen rollen;
  • Zum Rückgang der CO 2 -Belastung tragen diese aber nur bei, wenn der dafür benötigte Strom “grün” ist, also zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien stammt;

Doch davon sind wir weit entfernt. 2020 wurden in Deutschland circa 502,6 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt. Der Anteil der Erneuerbaren lag bei immerhin 47 Prozent, die übrigen 53 Prozent stammten aber noch immer aus Kohle-, Gas- und Atomkraftwerken.

  1. Bis 2030 will die Bundesregierung den Stromanteil aus regenerativen Quellen auf 65 Prozent steigern;
  2. Eine Analyse des Energiewirtschaftlichen Instituts (EWI) an der Universität Köln kommt jedoch zu dem Schluss, dass Deutschland dieses Ziel verfehlen wird;

Erstens, weil die Stromnachfrage schneller wächst, als von der Regierung unterstellt; zweitens, weil der Ausbau der erneuerbaren Energien zu langsam vorankommt. Und das liegt an gleich mehreren Problemen.

Woher soll der Strom kommen?

Woher der Ökostrom in Deutschland aktuell kommt. – 2020 kam so viel erneuerbarer Strom in das deutsche Stromnetz, wie noch nie: mehr als 55 %. Allerdings liegt das auch zu einem großen Teil an der Corona-Pandemie. Nachdem die Wirtschaft 2021 wieder anzog und Fabriken wieder durchgehend liefen, lag auch aufgrund des gestiegenen Energiebedarfs der Anteil erneuerbarer Energien im ersten Halbjahr 2021 nur bei 47,9 % (Quelle: Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme). Welche Energiequellen steuerten im ersten Halbjahr 2021 nun am meisten erneuerbaren Strom bei?

  • Der meiste deutsche Ökostrom kommt üblicherweise aus der Windenergie. Das ist auch 2021 der Fall gewesen. Im ersten Halbjahr 2021 wurden 58,98 TWh Strom durch Windkraft erzeugt – ein prozentualer Anteil an der gesamten Stromerzeugung von 23,4 %.
  • Durch Photovoltaik wurden im ersten Halbjahr 2021 in Deutschland 28,31 TWh Strom (11,2 %) erzeugt.
  • Mit Hilfe von Biomasse wurden 22,39 TWh erneuerbarer Strom produziert – das entspricht einem Anteil von 8,9 % am gesamten Strommix aus erneuerbaren und nicht erneuerbaren Energieträgern.
  • Die Stromerzeugung aus Wasserkraft lag bei 11,1 TWh bzw. 4,4 % im ersten Halbjahr 2021.

Der Anteil der erneuerbaren Energien an der gesamten Stromerzeugung wächst. Wichtigste Quelle für Ökostrom ist die Windkraft.

Wird in Deutschland Strom mit Gas erzeugt?

Die Stromerzeugung mit Erdgas bleibt ein wichtiges Standbein der Energieversorgung in Deutschland. Im Jahr 2021 wurden 42 Prozent des hierzulande produzierten Stroms aus Erneuerbaren Energien erzeugt. Im windreichen Jahr 2020 waren es sogar 45 Prozent.