Woher Kommt Der Diesel In Deutschland?

Woher Kommt Der Diesel In Deutschland
15 Prozent des Diesels stammt aus Russland – Der Grund für den starken Anstieg: Russland ist nicht nur Ursprung von etwas mehr als einem Drittel der deutschen Rohölimporte, sondern auch ein wichtiger Lieferant verarbeiteter Mineralölprodukte. 2019 wurde nach Daten von Eurostat im deutschen Straßenverkehr ein Endenergieverbrauch von etwas mehr als 33 Millionen Tonnen Dieselkraftstoff verzeichnet.

  1. Im gleichen Jahr importierte Deutschland etwas weniger als 15 Millionen Tonnen Dieselkraftstoff;
  2. Davon stammt mit 4,8 Millionen Tonnen etwa ein Drittel aus Russland;
  3. In Relation zum Verbrauch im Straßenverkehr machten Dieselimporte aus Russland fast 15 Prozent aus;

Gemessen am Diesel-Gesamtverbrauch – Schiffe, Lokomotiven, Generatoren, Baumaschinen etc. – sinkt diese Quote auf etwas über zwölf Prozent.

Wo kauft Deutschland Diesel?

Etwa 98 % des Rohöls in Deutschland sind importiert. Foto: industryviews / shutterstock. com Deutschland fördert nur etwa 2 % seines Rohöls selbst, der Rest wird aus dem Ausland importiert. Wer die größten Lieferanten sind, sehen Sie in dieser Infografik.

Der Bundesverband Erdgas, Erdöl und Geoenergie (BVEG) gibt an, dass Deutschland 98 % des hierzulande verbrauchten Rohöls aus dem Ausland bezieht. Im Jahr 2021 waren das gemäß den Angaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz insgesamt 81.

403 Millionen Tonnen. Die fünf größten Lieferanten waren Russland, die USA, Kasachstan, Norwegen und Großbritannien. Wie die folgende Grafik zeigt, war Russland mit 34 % der Importe der größte Rohöllieferant.

Wer liefert Deutschland Diesel?

Kraftstoffe 01. 04. 2022 Lesezeit 1 Min. Lesezeit 1 Min. Neben Erdgas und Rohöl liefert Russland bislang auch große Mengen Dieselkraftstoff nach Europa. Der Anteil der russischen Importe am Dieselverbrauch unterscheidet sich zwischen den einzelnen Staaten der Europäischen Union allerdings erheblich. Kernaussagen in Kürze:

  • In Europa wird, verglichen mit anderen großen Wirtschaftsräumen, überdurchschnittlich viel Dieselkraftstoff nachgefragt.
  • Zur Deckung des Bedarfs sind Importe unumgänglich und diese kommen meist aus Russland – in Deutschland etwa decken Importe aus Russland fast 15 Prozent des Endenergiebedarfs an Diesel im Straßenverkehr.
  • Der Importbedarf lässt sich nur langfristig senken, indem der Umstieg auf alternative Fahrzeugantriebe forciert wird.
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Zur detaillierten Fassung Seit dem Ausbruch des Kriegs in der Ukraine und den daraufhin gegen Russland verhängten Sanktionen sind in Deutschland wie auch anderswo die Spritpreise an den Tankstellen in die Höhe geschossen. Das gilt gerade für Dieselkraftstoff, der in Europa – verglichen mit anderen großen Wirtschaftsräumen – überdurchschnittlich stark nachgefragt wird. Denn neben den meisten Nutzfahrzeugen fahren in den europäischen Ländern auch besonders viele Pkw mit Diesel.

Obwohl die europäischen Raffinerien darauf eingestellt sind, möglichst viel Dieselkraftstoff herzustellen, können sie den hiesigen Bedarf aus produktionstechnischen Gründen nicht vollständig decken. Die Lücke wird bislang stets mit Importen aus Russland gefüllt – einem der wenigen Länder mit einer Überproduktion an Diesel.

In Deutschland deckten Importe aus Russland im Jahr 2019 fast 15 Prozent des Endenergiebedarfs an Diesel im Straßenverkehr. Der Importbedarf für Dieselkraftstoff für Pkw sowie Nutzfahrzeuge ist innerhalb der EU allerdings von Land zu Land sehr unterschiedlich (Grafik): In Deutschland, dem EU-Land mit dem größten Endenergieverbrauch an Diesel im Straßenverkehr, deckten Importe aus Russland im Jahr 2019 fast 15 Prozent dieses Bedarfs. In Spanien und Italien dagegen betrug der Anteil importierten Diesels am letztlichen Kraftstoffverbrauch weniger als 1 beziehungsweise 2 Prozent. Auch die baltischen Staaten importierten 2019 kaum Diesel aus Russland. Ganz anders sieht es in Slowenien aus, dort deckten russische Lieferungen fast 60 Prozent des im Straßenverkehr benötigten Dieselkraftstoffs ab.

Woher kommt der Sprit für Deutschland?

In Zahlen heißt das: Deutschland insgesamt wurde bis Ende Februar zu 35 Prozent mit Öl aus Russland versorgt, Ostdeutschland fast zu 100 Prozent. Im Osten wird der Rohstoff in den Raffinerien in Schwedt (Brandenburg) und Leuna (Sachsen-Anhalt) verarbeitet.

Wird Diesel importiert?

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Premium Premium-Statistiken Branchenspezifische und aufwendig recherchierte Fachdaten (zum Teil aus exklusiven Partnerschaften). Für uneingeschränkten Zugriff benötigen Sie einen kostenpflichtigen Account. Die Statistik zeigt den Import von Dieselkraftstoff in Deutschland in den Jahren von 1995 bis 2021. Die Importmenge von Dieselkraftstoff in Deutschland belief sich im Jahr 2021 auf rund 14,6 Millionen Tonnen.

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Wo wird Diesel hergestellt?

Woraus besteht der Dieselkraftstoff? – Dieselkraftstoff (auch Dieselöl oder Diesel) ist ein flüssiger Kraftstoff, der Fahrzeuge mit speziellem Dieselmotor antreibt. Der Dieselmotor wurde vom deutschen Ingenieur Rudolf Diesel erfunden. Der Dieselkraftstoff wird überwiegend aus Erdöl in entsprechenden Erdölraffinerien produziert.

Kann man 2022 noch einen Diesel kaufen?

Diesel-Zukunft: Marktanteil schrumpft zunehmend – Um die Diesel-Zukunft muss man sich im Grunde nicht fürchten, wenngleich die Medien diesen Eindruck suggerieren. Es lässt sich allerdings nicht von der Hand weisen, dass der Marktanteil sinkt – gerade was die Neuzulassungen angeht.

  • Im Jahr 2020 lag der Anteil noch bei etwa 28 Prozent – was noch absolut in Ordnung war;
  • Fakt ist aber auch, dass die Pandemie potenzielle Käufer abgeschreckt hat;
  • Diesen Aspekt darf man nicht unerwähnt lassen, schließlich haben viele Verbraucher ihren Job verloren oder Zukunftsängste – was die eigentlich festgelegte Entscheidung für den Kauf auf Eis legt;

Bei nicht wenigen Menschen hat durch die Krise, den Lockdown und deren Folgen ein Umdenken stattgefunden. Statt ständig das neueste und beste zu fahren, nutzen viele lieber das bisherige Fahrzeug und denken mehr an Nachhaltigkeit. All diese Aspekte haben den Absatz beeinflusst und das deutlich – zumindest deuten die Absatzzahlen der ersten drei Quartale im Jahr 2021 darauf hin.

So lag der Anteil bei nur noch 21,1 Prozent, was einem Rückgang von fast sieben Prozent entspricht. Fernab der Pandemie gibt es natürlich weitere Gründe – etwa das kleinere Angebot, schließlich haben sich in den letzten sechs Jahren um die 20 verschiedenen Modelle verabschiedet und stehen nicht mehr als Diesel Variante zur Verfügung.

Darüber hinaus schreckt viele der Wertverlust ab, den viele Experten für die kommenden Jahre sehen. Ob sich das bestätigt, bleibt allerdings abzuwarten und ist alles andere als sicher.

Kann man jetzt noch einen Diesel kaufen?

FAQ: Diesel-Auto kaufen – Hat der Diesel noch eine Zukunft? Es ist schwer zu sagen, ob die Zukunft ein Aus für Diesel-Fahrzeuge bereithält. Aufgrund des Abgasskandals sowie den in einigen Städten bereits eingeführten Fahrverboten hat sich der Ruf des Diesels mehr und mehr verschlechtert.

Experten gehen davon aus, dass die kommenden Jahre einen enormen Wertverlust von Diesel-Autos mit sich bringen. Darüber hinaus wird der Kauf von Elektrofahrzeugen bis 2025 mit dem sogenannten „Umweltbonus” gefördert, weshalb sich möglicherweise mehr Kraftfahrer für E-Autos entscheiden als für Diesel.

Dennoch ist davon auszugehen, dass der Markt für Dieselfahrzeuge vorerst bis 2030 preislich stabil bleibt. Kann man Euro-6-Diesel bedenkenlos kaufen? Die bereits in einigen Städten eingeführten Diesel-Fahrverbote gelten vor allem für Kfz mit der Abga‌snorm Euro 5 oder älter.

  1. Daraus ergibt sich jedoch nicht automatisch, dass Sie bedenkenlos einen Diesel mit Euro 6 kaufen können;
  2. Schließlich überschreiten auch manche dieser Modelle die vorgeschriebenen Grenzwerte für Stickstoffoxid;
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Nach aktuellem Stand sind normalerweise lediglich Diesel mit der Norm Euro 6d-TEMP bzw. Euro 6d von einem Fahrv‌erbot gefeit – zumindest vorerst. Wann lohnt es sich, ein Diesel-Fahrzeug zu kaufen? Sofern Sie viel und vor allem lange Strecken mit dem Auto fahren und gar nicht bis kaum in der Innenstadt damit unterwegs sind, kann es sich durchaus lohnen, einen modernen (gebrauchten) Diesel zu kaufen.

Warum sollte man keinen Diesel mehr kaufen?

Diesel-Marktanteil schrumpft und schrumpft – Während im Gesamtjahr 2020 der Dieselanteil unter den Pkw-Neuzulassungen in Deutschland noch bei rund 28 Prozent lag, sank er von Januar bis November 2021 auf 20,4 Prozent (488. 800 verkaufte Fahrzeuge), ein Minus von 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

  1. Noch deutlicher ist die Monatssicht: Im November 2021 lag der Dieselanteil nur noch bei 15,8 Prozent (31;
  2. 252 Einheiten, E-Autos: 40;
  3. 270);
  4. Zudem schrumpft die Auswahl an Modellen mit Dieselantrieb: Seit 2015 wurden herstellerübergreifend bei mehr als 20 Modellreihen die Diesel gestrichen;

Dazu sagen Experten dem Selbstzünder – bzw. dem Verbrenner generell – in den kommenden Jahren einen massiven Wertverlust voraus.